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vom: 13.08.2017, 16:48
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
MaciejP hat Folgendes geschrieben:
...
Könntest du das erklären? Mir ist noch nicht ganz klar, wo genau hier das "Verbechen" ist. Wäre bspw. ein Kauf von türkischen, russischen oder gar amerikanischen Staatsanleihen nach dieser Definition auch ein Verbrechen?


Das Ausschlaggebende sind die Anführungszeichen.
Denn es liegt eben kein Verbrechen (also Straftat) vor. "Nur" etwas, das anderen erheblich schadet. Und Venezuela hat nun mal die größten bekannten Ölreserven ...
Das ist doch was anderes als Refinanzierung von Staatsschulden.
Und weil Du mehrfach "das machen die anderen doch auch" geschrieben hattest, habe ich geschrieben, dass man eines nicht mit dem anderen begründen oder dadurch marginalisieren kann.
Das Wort "Verbrechen" stammte vom mgfa. Und weil mir die Misverständlichkeit bewusst war, hatte ich die Gnsefüßchen verwendet.

So besser ausgedrückt?
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When the Four Horsemen galloped, a stock of gold pieces, cunningly concealed or surreptitiously carried, has often meant the difference between living and dying.

Roy W Jastram (The Golden Constant; 2009; ISBN: 978-1-84720-261-1)
vom: 14.08.2017, 07:32
MaciejP Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mir ging es weniger um die Formulierung an sich als die Idee hinter dieser Aussage. Dieses Unternehmen scheint zu 100% in Staatshand zu sein, d.h. das ist m.E. quasi wie dem Staat Venezuela Geld zu leihen. Wenn die Leute Unternehmen und Staat getrennt sehen würden, wäre die ganze Aufregung vermutlich gar nicht entstanden.

Ich wollte auch gar nicht sagen, dass Venezuelas Regierung Geld zu leihen weniger schlimm ist, weil das bei anderen auch gemacht wird. Mir ist nur nicht so richtig klar, wo da die "Empörungsschwelle" liegt. Bei Venezuela geht ein Sturm der Entrüstung durch die Presse, obwohl das Geschäft mit (Staats-)Anleihen ja alltäglich ist. Vermutlich hat Goldman Sachs sogar direkt venezuelische Staatsanleihen im Portfolio, ohne dass es irgendwen zu interessieren scheint. Darum ging es mir.

Aber das Thema scheint ja mittlerweile eh zu den Akten gelegt worden zu sein ... Razz
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„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“
vom: 14.08.2017, 09:48
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Verstanden.
Nicht zum ersten mal eigentlich einer Meinung, oder? Gut dass wir drüber geredet haben. Wink
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Roy W Jastram (The Golden Constant; 2009; ISBN: 978-1-84720-261-1)
vom: 14.08.2017, 10:23
Herebordus Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Venezuela hat vor 20 Jahren viele importiert, was dort hergestellt werden konnte. Die haben sich nur aufs Öl verlassen. Dabei gibt es doch noch mehr Wirtschaftszweige wie Tourismus usw. Dort liegen weitere Bodenschätze wie Gold und Diamanten. Wird auch zuwenig draus gemacht.
vom: 22.09.2017, 13:19
Rollmops Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Venezuelas Probleme sind größtenteils hausgemacht und existieren nicht erst seit gestern. Ich verfolge deren Entwicklungen schon seit Jahren. Nicht nur weil eine meiner engsten Freundinnen von dort stammt sondern auch weil ich vor 10 Jahren in einem Venezuela Projekt gearbeitet habe.
Die Rahmenbedingung von damals hatten mich anfangs überrascht. Nicht nur dass wir nur nach Vorkasse gearbeitet haben, sondern auch die Sicherheitseinweisungen, die wir für Reisen nach Venezuela bekommen haben, waren erschreckend. Zitat: Die Sicherheitslage ändert sich täglich und unserer Erfahrung nach immer zum schlechteren... (Unter anderem wurden wir schon damals über den Namen, Telefonnummer und Passnummer der Taxifahrer, die wir benutzen durften unterrichtet)
Dieses Zitat deckt sich auch mit der Aussage meiner Freundin: "Ich hätte nicht gedacht dass es noch schlimmer kommen könne, werde aber immer wieder eines Neuen belehrt"

Vielleicht mal zum Verständnis: Die Chavenisten sind nicht nur ungewöhnlich korupt sondern auch vor allem unfähig. Europäische Kommunisten waren immer noch so intelligent den Brotpreis zu subventionieren, mit anderen Worten, die Produzenten haben immer noch irgendwie ihre Unkosten reinbekommen. Venezuelas Regierung hat hingegen festgelegt wie viel der Bauer, bzw Bäcker für sein Brot überhaupt nehmen darf. Da die festgesetzten Preise die Unkosten nicht mal ansatzweise gedeckt haben, haben die Produzenten einfach aufgehört zu produzieren. Unsere Anlage wurde damals übrigens nicht realisiert weil nicht nur nicht genug Geld da war, sondern weil man zuvor geglaubt hatte, man können auf das Kraftwerk, zum Betreiben der Anlage verzichten.
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„Populisten sind jene Menschen, die einen Spaten Spaten und eine Katze Katze nennen“
―William Shakespeare
vom: 03.11.2017, 11:06
Herebordus Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Märkte fürchten Staatspleite Venezuelas

http://www.spiegel.de/wirtschaft/un....aatspleite-a-1176285.html
vom: 03.11.2017, 22:27
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Selbstverständlich wird Venezuela pleite gehen unter tätiger Mithilfe der "Finanzmärkte", den Rest besorgt die CIA zuverlässig wie bisher immer. Sicher haben Chavez und sein Nachfolger schwere wirtschaftliche Fehler begangen. Der größte Fehler aber war, den Hegemon in der Nachbarschaft nicht in dessen Augen angemessen mitverdienen zu lassen. Hätte das Land ein rechtes Regime ohne den nötigen Respekt, wäre das Ergebnis genau so. So viel Öl, so nah, da können sie nicht widerstehen.
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vom: 07.11.2017, 13:28
VfL Bochum 1848 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Krise trotz Rekord-Ölreserven

Die Goldsucher in der Kloake von Caracas

Venezuela hat die größten Ölreserven der Welt, trotzdem sind die Regale der Supermärkte leer. Während sich die einen auf der Suche nach Essen durch den Müll wühlen, stochern andere im Schlamm des Abwasserkanals von Caracas herum - um Gold zu finden:

http://www.n-tv.de/panorama/Die-Gol....acas-article20119603.html
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VfL Bochum? -Find ich gut!
vom: 07.11.2017, 18:20
Kursprophet Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Krass Neutral
vom: 07.11.2017, 18:58
Ken.Guru Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ich finde es nach wie vor witzig wenn jedesmal die bösen amis, cia, was weis ich am untergang von irgendwas schuld sein soll. das es die eigene blödheit und die eigene verblödete marxistisch-leninistische ideologie, die zb. in südamerika recht verbreitet ist, sein könnte. darauf wird nie eingegangen. SOZIALISMUS/KOMMUNISMUS funktioniert NICHT. habs lang genug in der zone erlebt. der restliche ostblock ist auch nicht deshalb pleite gegangen weil böse us-mächte ihre finger drin hatten. der ostblock ist pleite gegangen weil das soz. system nicht funktioniert hat da es inhärente menschliche imperative ignoriert hat.
wen dann kapitalistische "marktstrategien" smilie_02 zum tragen kamen steht das wieder auf einem ganz anderen tablett. ich hab nich gesagt das ich es so gut finde, aber die faktische realität zu ignorieren bringts auch nicht.
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Die Diskussion mit verbildeten Akademikern und von sich überzeugten Ekschperten ist das Schlimmste was man sich nach Zahnschmerzen vorstellen kann.

Ha Ke Feng
alter chinesischer Philosoph
vom: 08.11.2017, 09:37
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Bleibt aber doch die Frage, was oder wer die Leute dort empfänglich gemacht hat für die Versprechungen der Kommunisten.

Und was ist eigentlich mit China? Funktioniert ganz gut.

Und generell:
Der Westen ist nicht pleite gegangen?
Über was regen wir uns dann die ganze Zeit auf? Wie hoch ist die Staatsverschuldung des Westens, des "kapitalistsichen Systems"? Ich seh da keinen großen Unterschied.
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Roy W Jastram (The Golden Constant; 2009; ISBN: 978-1-84720-261-1)
vom: 08.11.2017, 11:22
Ken.Guru Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ladon hat Folgendes geschrieben:
Bleibt aber doch die Frage, was oder wer die Leute dort empfänglich gemacht hat für die Versprechungen der Kommunisten.


meinst du die frage ernst ?
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Ha Ke Feng
alter chinesischer Philosoph
vom: 09.11.2017, 21:49
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Der "Westen", sprich das turbokapitalistische Finanzsystem, ist längst pleite. Für jeden Dollar, Euro oder Yen Wachstum sind 2 1/2 Dollar Neuverschuldung nötig. Wie jeder hier weiß oder wissen sollte, stehen dieser Verschuldung entsprechende Vermögen gegenüber. Ich hab´s nicht, auch kaum jemand in Venezuela. Wie lange das noch gutgeht, who knows?
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vom: 11.11.2017, 12:02
VfL Bochum 1848 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mehrgoldfüralle hat Folgendes geschrieben:
Der "Westen", sprich das turbokapitalistische Finanzsystem, ist längst pleite. Für jeden Dollar, Euro oder Yen Wachstum sind 2 1/2 Dollar Neuverschuldung nötig. Wie jeder hier weiß oder wissen sollte, stehen dieser Verschuldung entsprechende Vermögen gegenüber. Ich hab´s nicht, auch kaum jemand in Venezuela. Wie lange das noch gutgeht, who knows?


Richtig, bin ebenfalls der Meinung, dass das kapitalistische (Finanz)System längst in seine Endphase eingetreten ist. Für mich wäre nur noch die Frage interessant, ob das ein schleichender Tod sein wird oder sich das System mit einer gigantischen Implosion verabschiedet.

Was danach kommen wird?

Schaun mer mal, dann sehn mer scho (Franz Kaiser Beckenbauer) smilie_16
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vom: 11.11.2017, 16:46
Mehrgoldfüralle Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Auch auf diese Frage steht die Antwort schon fest. Wegen der wahnwitzigen Wetten mit CDS. Es werden wohl Wetten laufen in Billionenhöhe auf eine Staatspleite. Ich erinnere hier nur an LTCM,
wo am Ende vier Billionen Dollar aufgebracht werden mussten, um einen Crash zu verhindern. Dagegen unternommen wurde nichts, es wurde im Gegenteil weiter dereguliert. So kann jeder mit genug Geld Wetten in beliebiger Höhe abschliessen, ohne selber involviert zu sein. Wir werden sehen, was diese Staatspleite kosten wird und wer es bezahlt. Ich schätze, Wallstreet und Konsorten werden sich in den Besitz des Öls bringen.
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vom: 17.11.2017, 11:13
Herebordus Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Banken erklären Venezuela de facto für pleite

http://www.spiegel.de/wirtschaft/so....sfall-fest-a-1178444.html


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Erst Ratingagenturen und nun der Bankenverband. Alle sehen, wie Geld in Venezuela fehlt.
vom: 04.12.2017, 11:51
Herebordus Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Kryptowährung soll Venezuelas Wirtschaft retten

http://www.spiegel.de/wirtschaft/so....aft-retten-a-1181562.html
vom: 04.12.2017, 12:35
Ken.Guru Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
immer wieder das gleiche, egal ob das venezuela oder cuba heist. absolute lernresistenz, es wird einfach nicht begriffen das wenn das pferd tot ist, es keinen sinn mehr macht vitaminspritzen reinzupumpen.
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Ha Ke Feng
alter chinesischer Philosoph
vom: 10.12.2017, 07:49
Ladon Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Desperate Venezuelans Turn to Video Games to Survive
Virtual currencies from such games as RuneScape are prized in a country whose real money is worthless.
By Andrew Rosati
Bloomberg 5. Dezember 2017, 12:00 MEZ Corrected 6. Dezember 2017, 16:12 ME


Info dann "auf Deutsch" auf "MobileGeek":
Zitat:
...
Immer öfter gehen die Bürger, die durch den Verfall des Bolivars nur noch einen Hungerlohn verdienen, dazu über, ihr Geld in Online-Spielen zu verdienen.

In Games wie RuneScape oder Tibia wird exzessives Gold-Farming betrieben. Sie erkämpfen sich dort Gegenstände, erledigen Questen und häufen Spielgeld an, welches sie dann auf Ebay-ähnlichen Plattformen wie MercadoLibre dann verhökern, also quasi gegen echtes Geld eintauschen.
...



Der reichlich perverse Witz:
Eine große Zahl solcher "Farmer" verzerrt das Spielgleichgewicht, denn es wird die Spielwelt ja mit viel zu viel "Geld" geflutet.
Die Venezulaner drucken Geld. Und es endet in der Inflation - solches Farmen ist bei praktisch allen Spielen daher strikt verboten.
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Roy W Jastram (The Golden Constant; 2009; ISBN: 978-1-84720-261-1)
vom: 11.12.2017, 09:12
Gladius Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Da muss ich dir jetzt widersprechen Ladon. Das farmen ist nicht verboten, sondern das Verkaufen von Ingame Währung/Gegenständen gegen echtes Geld. Und das auch nicht wegen zu befürchtender Inflation, sondern weil die Spielehersteller meist selbst mit Onlineangeboten für Währung und Gegenständen reales Geld verdienen wollen.
Ich frage mich, ob Inflation in Spielen überhaupt mit Inflation in real verglichen werden kann. Immerhin ist das Geld, dass du einem Nicht-Spielercharakter gibst praktisch weg, da diese (wahrscheinlich) nicht horten und kein Geld verdienen. Zumindest wäre mir noch nicht aufgefallen, dass NPC-Händler über einen Geldpool verfügen.
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