Auswandern... warum und wohin?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 04.03.2022, 09:36

ZeroBond
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Ernst gemeinte Frage(n):

Hat sich Euer Blickwinkel auf das Thema Auswandern mit dem Krieg in der Ukraine verändert?

Ich würde ja mal vermuten, dass das Ziel Georgien nicht mehr so attraktiv ist. Aber wie ist es mit Ungarn, Kroatien, Australien etc? Attraktivität gestiegen?

Und wie ist dagegen der "Druck" des Wegziehens, gesunken oder gestiegen (z.B. Energieknappheit im nächsten Winter, neue Flüchtlingswelle, explodierende Staatsausgaben)

Beitrag 04.03.2022, 09:43

Hannoveraner
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ZeroBond hat geschrieben:
04.03.2022, 09:36
Ernst gemeinte Frage(n):

Hat sich Euer Blickwinkel auf das Thema Auswandern mit dem Krieg in der Ukraine verändert?

Ich würde ja mal vermuten, dass das Ziel Georgien nicht mehr so attraktiv ist. Aber wie ist es mit Ungarn, Kroatien, Australien etc? Attraktivität gestiegen?

Und wie ist dagegen der "Druck" des Wegziehens, gesunken oder gestiegen (z.B. Energieknappheit im nächsten Winter, neue Flüchtlingswelle, explodierende Staatsausgaben)
Meine Pläne zum Thema Auswandern lauten ja in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen und nach SA Auszuwandern.
Sprich, ich habe nicht mehr vor zu Arbeiten.
Bei mir hat sich nichts geändert.

Mein Sohn macht sich auch zu dem Thema Gedanken. Hier ist der aktuelle Favorit Kanada. Das wurde sogar verstärkt durch die aktuelle Situation.

Beitrag 04.03.2022, 10:30

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Nacanina
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Hannoveraner hat geschrieben:
23.02.2022, 16:36
...
Als junger Mensch wäre ich sofort weg.
...
Ich habe das gemacht als junger Mensch.
Allerdings waren die Informations- wie auch die Kommunikationsmöglichkeiten damals sehr bescheiden.
Also eine ganz andere Geschichte als jetzt und deshalb nur bedingt vergleichbar.
Um mal konkret zu werden: ich war längere Zeit in der Südsee.
Nette Menschen, schöne Umwelt. Von Tsunamis wusste ich noch nichts.
Auch nicht von vielen anderen Dingen.
Neben anderen Dingen sind es zwei Aspekte, die in diesem Faden nicht angesprochen wurden und die für mich ganz entscheidend dafür waren, das Experiment abzubrechen.
Ich meine die eigene kulturelle und religiöse Identität.
Mir hat sehr gefehlt, mich mit anderen zu Büchern oder auch zu Filmen austauschen zu können.
Ich habe erst nach einiger Zeit erkannt, dass mir das extrem wichtig ist. Es geht ja im Leben nicht nur um materielle Seiten oder Landschaft/Natur (Schutz). Die geistige Befriedigung mit jemanden zu reden, der ähnliche Jugenderfahrungen gemacht hat, die gleichen Bücher gelesen hat ist für mich schon sehr wichtig.

Ebenso die Sache mit der Religion.
Die ist in manchen Gesellschaften von überragender Bedeutung. Und wer nicht mitzieht ist noch mehr Außenseiter als ohnehin schon. Dass es dort aber so extrem werden würde, darauf war ich nicht gefasst. In jedem Dorf gab es mehrere Kirchen, die auch immer gut besucht waren. Katholiken, Evangeliker, Presberytaner, Wesleykaner, Mormonen,...was das Herz begehrt.
Dumm nur, wenn man Atheist ist.

Noch etwas zur medizinischen Versorgung:
die ist in vielen Ländern umsonst. Soweit so sehr gut.
Allerdings wäre ich ohne die Hochleistungsmedizin in D schon tot.
Die Therapie, die ich brauchte, ist auch in D nur in Heidelberg, Göttingen und Dresden verfügbar. Sicher auch in einigen anderen Metropolen. Von den Kosten ganz zu schweigen...

Grüße

Nacanina
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Beitrag 04.03.2022, 10:43

Hannoveraner
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Nacanina hat geschrieben:
04.03.2022, 10:30
Hannoveraner hat geschrieben:
23.02.2022, 16:36
...
Als junger Mensch wäre ich sofort weg.
...
Ich habe das gemacht als junger Mensch.
Allerdings waren die Informations- wie auch die Kommunikationsmöglichkeiten damals sehr bescheiden.
Also eine ganz andere Geschichte als jetzt und deshalb nur bedingt vergleichbar.
Um mal konkret zu werden: ich war längere Zeit in der Südsee.
Nette Menschen, schöne Umwelt. Von Tsunamis wusste ich noch nichts.
Auch nicht von vielen anderen Dingen.
Neben anderen Dingen sind es zwei Aspekte, die in diesem Faden nicht angesprochen wurden und die für mich ganz entscheidend dafür waren, das Experiment abzubrechen.
Ich meine die eigene kulturelle und religiöse Identität.
Mir hat sehr gefehlt, mich mit anderen zu Büchern oder auch zu Filmen austauschen zu können.
Ich habe erst nach einiger Zeit erkannt, dass mir das extrem wichtig ist. Es geht ja im Leben nicht nur um materielle Seiten oder Landschaft/Natur (Schutz). Die geistige Befriedigung mit jemanden zu reden, der ähnliche Jugenderfahrungen gemacht hat, die gleichen Bücher gelesen hat ist für mich schon sehr wichtig.

Ebenso die Sache mit der Religion.
Die ist in manchen Gesellschaften von überragender Bedeutung. Und wer nicht mitzieht ist noch mehr Außenseiter als ohnehin schon. Dass es dort aber so extrem werden würde, darauf war ich nicht gefasst. In jedem Dorf gab es mehrere Kirchen, die auch immer gut besucht waren. Katholiken, Evangeliker, Presberytaner, Wesleykaner, Mormonen,...was das Herz begehrt.
Dumm nur, wenn man Atheist ist.

Noch etwas zur medizinischen Versorgung:
die ist in vielen Ländern umsonst. Soweit so sehr gut.
Allerdings wäre ich ohne die Hochleistungsmedizin in D schon tot.
Die Therapie, die ich brauchte, ist auch in D nur in Heidelberg, Göttingen und Dresden verfügbar. Sicher auch in einigen anderen Metropolen. Von den Kosten ganz zu schweigen...

Grüße

Nacanina
Danke für die Rückmeldung und den Bericht.
Du hast recht. Heute sind die Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung anders.
Für mich kommt auch nur ein Land in Frage das Kulturell und von der Identität zu uns passt.
Auch muss das Thema Krankenversorgung gesichert sein. Obwohl ich das für mich mit meinen Plänen noch spezieller sehe. Die Eltern eines befreundetes Paares leben in Neuseeland und kommen einmal immJahr für 3 Monate nach D und machen u.a. hier diverse Arztbesuche. Die Versorgung in Neusseland ist nicht die schlechteste. In Kapstadt ebensowenig. Mit den richtigen Versicherungen, die nicht einmal so teuer sind, ist man auch schnell nach D ausgeflogen.
Bevor ich wirklich auswandern würde , werden wir über einige Monate dort Probe leben um zu sehen ob es wirklich was für uns ist. Wir machen sozusagen Auswandern Light/ Safe.
Alternativ blieben wir hier und sind Monatsweise weg.

Bei der heutigen Jugend sieht es auch anders aus. Mein Sohn hat schon 6 Monate in Kanada gelebt und möchte auch , zumindest Teilweise, immAusland studieren. Hier hat er gerade Kanada und Israel auf dem Schirm.
Die jungen Leute heute sind in der Regel heute schon internationaler Denkend und teilweise vernetzt.

Bei dir und deinen Südsee Erfahrungen hört es sich ein Stückweit nach Abenteuerlust an.
Würde mich freuen mehr zu hören. Mich Interessieren solche Dinge

Beitrag 04.03.2022, 17:46

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Nacanina
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Noch zwei Aspekte, die mir damals aufgefallen sind:

einmal ist das, was auf Fotos weich und angenehm aussieht,
in Wirklichkeit hart oder scharf. Einheimische sind daran gewöhnt- wir nicht.
Auch wenn ich früher sehr sportlich war, ist es mir nicht gelungen, auch von niedrigen Kokospalmen eine Trinknuss (also unreif) herunterzuholen. Das geht nicht in Schuhen, weil man abrutscht und das, was so leicht bei den Jungs dort aussieht ist für uns geradezu unmöglich. Der Papalangi trägt nun mal das ganze Leben Schuhe. Und das Fußgewölbe hat zarteste Haut...
Oder Korallen. Beim Ausruhen auf einer Fächerkoralle brach diese ab und verletzte mich am Rücken.
Der sich anschließend entzündete...
Außerdem habe ich etwas später gelernt, wie viel giftige Organismen aller Gattungen sich im Korallenmeer tummeln.

Ich habe dann (nach mehreren Monaten) auf einer französischen Luxusjacht angeheuert .Die gibt es auch jetzt noch und kann gechartert werden. Allerdings unter anderer Leitung als früher. Dies ist sie:
https://mobile.charterguru.com/yacht/cr ... n-65-swan/
Nicht ganz billig. Das ist eine zur Luxusjacht umgebaute Rennjacht. Ein Schwesterschiff hat damals eine Weltumsegelungsregatta gewonnen.
Das war ein weiterer Traum von mir: mit einer Segeljacht durch die Südsee schippern.
Das fand ich nach weiteren 2 Monaten auch nicht mehr so prickelnd. Das Problem dabei war für mich folgendes:
Es herrscht der Ost-West Passat. Alle Segler nehmen mehr oder weniger die gleiche Route. und treffen sich in den gleichen Häfen. Die Reise um die Welt im Segler dauert ja eh sehr lange (ca. 3 Jahre, wenn man auch mal aussteigt) und es ist dann der pure Luxus mehr als einen Tag vor einer Insel zu ankern, Leute kennen lernen, feiern,...).
Spätestens am 3. Tag ist aber Schluß mit lustig, weil man weiter muss. (Ausnahmen wie Moorea mal ausgenommen)
Also Leute kennen lernen, Beziehungen vertiefen geht nicht.
Und das reine Segeln ist jetzt nichts, was mir jahrelang Freude macht.

Noch etwas zum Thema arbeiten. Ich hätte Jobs annehmen können z. B in Korsika (das waren alledings leere Versprechungen) oder im Iran (Aufbau einer Bibliothek mit westlicher Literatur (wissenschaftlich) für die Uni in Tabriz (in Deutschland: Täbriz). Oder ein Job in West-Australien.
Das ist schon ein großes Land. Ich bin damals von Coolgardie nach Norseman per Anhalter gefahren. 700 km mit einem Fahrer. Der wollte übers WE zu einer Party, zu der ich dann natürlich auch eingeladen wurde. Da waren ein paar Minig Ingenieure und Geologen, aber auch 2 Frauen. Noch nie habe ich mich abgeklärter, älter und abgebuffter gefühlt, als bei dieser Party. Mit 22 wohlgemerkt.
Diese "erwachsenen" Menschen haben sich benommen (kicher, kicher) wie die 12-13 Jährigen früher. Jetzt sind die sicher noch viel weiter. Unter soviel Naivität kann ich nicht leben.
Noch ein Wort zu Österreich und der EU:
Freizügigkeit gab es ja nicht. Für einen Job in Linz hätte ich eine Wohnung vorweisen müssen und die Wohnung bekam ich nur, wenn ich eine Job vorweisen konnte. Also Essig, obwohl die mich wirklich gerne eingestellt hätten.
So war das damals.
Nacanina
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Beitrag 04.03.2022, 21:43

Escudo
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@Nacanina

Danke, sehr interessante Geschichten von Dir, die Du da teilst. Ich muss jetzt raten... Anfang 80er?
Mit Gold ist jede Festung zu erobern.

Beitrag 05.03.2022, 09:17

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Nacanina
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Ja.1977.
Der Mining Ingenieur hat mich mit seiner Frau ein paar Jahre später in D besucht.
Sie waren auf Europa Reise und hatten wirklich wenig Check.
Sie waren sehr dankbar mit richtigen Menschen (also nicht Angestellten eines Hotels) sprechen zu können.
Hochinteressant ein Besuch im Bergwerksmuseum in Clausthal. Einige Sachen kannte er noch aus eigener Anschauung.
Nochmal zum eigentlichen Thema.
Für mich und für viele andere in diesem Land gilt, dass es eine Befriedigung gibt, wenn Arbeiten erledigt sind.
Man nimmt sich etwas vor (Parkett abschleifen) und wenn das erledigt ist, hat man ein gutes Gefühl.
Nichts tun, keine Ziele haben ist eher ungewöhnlich und auch unbefriedigend.
Wir wünschen uns zwar freie Zeit, aber eigentlich um damit "etwas" anfangen zu können.
Es ist ja kein "Nichtstun" wenn man ein Buch liest. Oder die Menschen, die sich am Strand braten lassen. Die haben das Ziel, braun zu werden. Ist ja sogar anstrengend bei der Hitze... :)
Das ist fundamental anders in Polynesien.
Und es gibt noch einen wesentlichen kulturellen Unterschied: Es gibt eine Tradition des Redens und des Reden Haltens. Die Reden bei offiziellen Anlässen sind laaaang und ermüdend. Aber immer frei und flüssig gehalten.
Und überall gibt es kleine Hütten (Fußboden aus Holz, Dach mit Palmblättern, ansonsten offen) in denen die Kawa Zeremonie abgehalten wird.
Das ist eine unglaublich wirksame soziale Handlung. Das Kawa Getränk selbst schmeckt nicht so gut (es wird aus den Wurzeln eines Pfefferstrauchs gemacht und hat anscheinend beruhigende Wirkung) Aber die Zeremonie an sich ist der Anlass, miteinander stundenlang zu reden. Gefühlt jeden Tag!
Ich habe ein paar Monate bei einem Holzschnitzer verbracht. er hat Tikis, also Götterfiguren geschnitzt. Manche waren böse, manche gut. Aber es waren alles Lokalgötter der umliegenden Ortschaften. Einmal war ein australisches Kreuzfahrtschiff angekündigt. Am nächsten Morgen 10:00 Uhr sollte ein Touristenmarkt stattfinden. Und kein Tiki war fertig. Tagsüber haben wir zu viert daran gearbeitet. Dann ist der Schnitzer zum Kava Trinken gegangen. Wir haben zu dritt (seine Frau, ein Freund und ich) die ganze Nacht damit zugebracht, die Tikis zu glätten (mit Bierflaschenscherben) und zu Wachsen. Der Schnitzer kam nach Hause als es schon hell war und hat sich schlafen gelegt. Ich habe dann die fertigen Tikis auf seinen Stand gebracht und auch tatsächlich einen für 60T$ (das waren umgerechnet 180.- DM) verkauft. Eine unglaublich hohe Summe für den Holzschnitzer.
Zum Vergleich: wir haben zu zweit 1,50 T$ bezahlt (nach einiger Zeit, weil er eigentlich nichts von uns haben wollte).
Nachdem wir ihm diese 1,5T$ erstmalig bezahlt hatten, ist er einkaufen gegangen: eine Bierflasche mit Bügelverschluss gefüllt mit Petroleum für die Lampe, eine blau-orange Unterhose für sich selbst und ein paar Flipflops für seine Frau, denn die hatte keine Schuhe. Und dann sind die beiden für die restlichen 2x 50 Cent ins Kino gegangen. Die beiden waren wirklich arm.
Für mich wäre Auswandern mit Integration verbunden. Deshalb war für mich irgendwann klar, dass es das nicht sein kann und ich die Auswanderung als Weltreise für mich umetikettieren muss.
Was ja an sich auch nichts Schlechtes ist.

Grüße

Nacanina, der in seinem Leben schon viel gemacht hat.
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Beitrag 05.03.2022, 12:04

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@ Nacanina
Danke für deine Lebensgeschichte.
Du beschreibst einiges was mich/ und antreibt.
Wir haben das so und der Intensität nie gemacht und haben eine Sehnsucht in uns einmal woanders zu leben.
Das Leben in einer anderen Kultur kennen zu lernen.
Das wichtigste dabei ist dein Schlußteil.
Ein Teil der Gemeinschaft zu werden.
Ich möchte nicht über mein Leben jammern, ansatzweise nicht.
Aber im letzten Lebensabschnitt, wenn das Kind aus dem Haus ist, möchten wir uns noch einmal komplett neu orientieren.

Beitrag 05.03.2022, 14:45

Geldsammler
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ZeroBond hat geschrieben:
04.03.2022, 09:36
Ernst gemeinte Frage(n):

Hat sich Euer Blickwinkel auf das Thema Auswandern mit dem Krieg in der Ukraine verändert?

Ich würde ja mal vermuten, dass das Ziel Georgien nicht mehr so attraktiv ist. Aber wie ist es mit Ungarn, Kroatien, Australien etc? Attraktivität gestiegen?

Und wie ist dagegen der "Druck" des Wegziehens, gesunken oder gestiegen (z.B. Energieknappheit im nächsten Winter, neue Flüchtlingswelle, explodierende Staatsausgaben)

Das einzige, was mich tatsächlich stört, ist der Antrag von Georgien für den Beitrittskandidatenstatus in der EU. Das hat nun aus meiner Sicht zwei Folgen:
1. Russland wird damit provoziert – hätte zu diesem Zeitpunkt einfach nicht sein müssen.
2. Es werden wohl Reformen eingeleitet, um sich der EU Schritt für Schritt anzupassen. Das finde ich nicht so prickelnd. Allerdings muss man auch sehen, dass die tatsächliche Aufnahme in die EU sehr lange dauern kann uns sich Länder wie Zypern oder Malta ja ziemlich wirtschaftsliberale Gesetze leisten – trotz EU.

Der Druck des Wegziehens ist aus meiner Sicht nicht gestiegen, die Gründe werden nur offensichtlicher.

Beitrag 06.03.2022, 09:28

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Nacanina
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@Hannoveraner
Je älter ich geworden bin, desto unflexibler und rigider bin ich auch geworden.
Gerade was Kultur, Sprache und Religion anbelangt, möchte ich immer weniger Kompromisse eingehen.
Denn ich glaube, dass schon eine geringfügig andere Sprache oder Gewohnheiten dich immer als "anders" erscheinen lässt, was auch deine Intergration in die jeweilige Gesellschaft verhindert.
Beispiel:
ich war mal Revierförster im Oberharz.
Die echten Harzer sind ja vor ein paar Jahrhunderten aus dem Erzgebirge eingewandert.
Die kannten sich mit Bergbau schon aus und haben von den Potentaten ihre Bergfreiheiten garantiert bekommen.
Diese Leute sprechen unter sich immer noch erzgebirglerisch, haben Heimatvereine, in denen altes Liedgut gesungen wird und sie haben ihre Bergfreiheiten verinnerlicht.
In so eine Gesellschaft kann und will ich mich nicht integrieren.
Ich will auch nicht, dass meine Kinder sächsisch oder bayrisch sprechen oder, dass sie in einer katholisch, ländlichen Gegend leben und ihre Kinder großziehen.
Noch etwas.
Spektakuläre Landschaften und exotische, faszinierende Tiere habe ich auf meinen Reisen oft gesehen (ca. 50 Länder bereist aber nicht auf dem normalen Weg). Aber ich freue mich jetzt, wenn ich einen seltenen Baumpilz identifizieren kann oder ich wünsche mir dieses Jahr wieder eine Wasseramsel zu sehen, die ich aus dem Harz kenne. Oder einen weiteren Standort einer Epipactis microphylla zu finden.
Oder einen Rothalstaucher, den es in Hannover gibt. :mrgreen:
Also ich verstehe den Wunsch nach Veränderung schon und es wäre vermessen bei meiner Lebensgeschichte das zu negieren. Das Abenteuer suchen? Ja klar. Integration in eine Gesellschaft? Wird schwierig. Kommt darauf an, wie viel du von dir aufgeben kannst. Was dir wichtig ist.
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Beitrag 06.03.2022, 10:48

Hannoveraner
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Nacanina hat geschrieben:
06.03.2022, 09:28
@Hannoveraner
Je älter ich geworden bin, desto unflexibler und rigider bin ich auch geworden.
Gerade was Kultur, Sprache und Religion anbelangt, möchte ich immer weniger Kompromisse eingehen.
Denn ich glaube, dass schon eine geringfügig andere Sprache oder Gewohnheiten dich immer als "anders" erscheinen lässt, was auch deine Intergration in die jeweilige Gesellschaft verhindert.
Beispiel:
ich war mal Revierförster im Oberharz.
Die echten Harzer sind ja vor ein paar Jahrhunderten aus dem Erzgebirge eingewandert.
Die kannten sich mit Bergbau schon aus und haben von den Potentaten ihre Bergfreiheiten garantiert bekommen.
Diese Leute sprechen unter sich immer noch erzgebirglerisch, haben Heimatvereine, in denen altes Liedgut gesungen wird und sie haben ihre Bergfreiheiten verinnerlicht.
In so eine Gesellschaft kann und will ich mich nicht integrieren.
Ich will auch nicht, dass meine Kinder sächsisch oder bayrisch sprechen oder, dass sie in einer katholisch, ländlichen Gegend leben und ihre Kinder großziehen.
Noch etwas.
Spektakuläre Landschaften und exotische, faszinierende Tiere habe ich auf meinen Reisen oft gesehen (ca. 50 Länder bereist aber nicht auf dem normalen Weg). Aber ich freue mich jetzt, wenn ich einen seltenen Baumpilz identifizieren kann oder ich wünsche mir dieses Jahr wieder eine Wasseramsel zu sehen, die ich aus dem Harz kenne. Oder einen weiteren Standort einer Epipactis microphylla zu finden.
Oder einen Rothalstaucher, den es in Hannover gibt. :mrgreen:
Also ich verstehe den Wunsch nach Veränderung schon und es wäre vermessen bei meiner Lebensgeschichte das zu negieren. Das Abenteuer suchen? Ja klar. Integration in eine Gesellschaft? Wird schwierig. Kommt darauf an, wie viel du von dir aufgeben kannst. Was dir wichtig ist.
Letzteres kommt drauf an welche Gesellschaft ich mir aussuche und wie nah die dran ist. Papua Neuguinea könnte ich mir nicht mehr vorstellen mich dort in die Gesellschaft zu integrieren. Südfrankreich oder Südafrika, da ist das schon etwas anderes.
Wir würde aber Testweise z.b. 1/2 Jahr in Kapstadt leben um zu sehen ob das wirklich was ist. Können ja auch immer wieder zurück.
So ein wilder Wandervogel war ich nie und möchte ich auch nicht werden.

Beitrag 16.06.2022, 08:14

Escudo
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Ist ja ruhig geworden hier :wink:

Ich selbst habe aktuell überhaupt keine Zeit mir über das Auswandern Gedanken zu machen. Die Kunden rennen einem die Tür mit Aufträgen ein, da will man ja nicht Nein sagen.

Ich merke allerdings, wie sich die Schlinge immer enger zieht. Bis Ende des Monats muss ich noch meine GmbH-Anteile im neuen "Transparenz-Register" veröffentlichen, der Zensus 2022 fragt nach Wohungsgröße, Baujahr etc. aller Wohnungen und das Finanzamt fragt die Daten für die neue Grundsteuer ab.

Was ich noch gar nicht zu Ende gedacht habe, ob ich die anstehenden Veräußerungsgewinne aus einer Wohnung nach 6B als steurfreie Rücklage für eine neue Immo stehen lasse (kann ja auch im Ausland sein) oder ob ich auscashe. Ist ja auch eine Frage, ob man als ausländische GmbH im Zielland überhaupt eine Immo kaufen kann.
Komplexes Thema... und leider aktuell wenig Zeit.
Mit Gold ist jede Festung zu erobern.

Beitrag 16.06.2022, 09:15

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Sapnovela
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Escudo hat geschrieben:
16.06.2022, 08:14

Ich merke allerdings, wie sich die Schlinge immer enger zieht. Bis Ende des Monats muss ich noch meine GmbH-Anteile im neuen "Transparenz-Register" veröffentlichen, der Zensus 2022 fragt nach Wohungsgröße, Baujahr etc. aller Wohnungen und das Finanzamt fragt die Daten für die neue Grundsteuer ab.
smilie_40 smilie_40 smilie_40

Ja, da werden bald viele Leute abgeschöpft werden. In Südeuropa sind Banken zu stützen. Die sind systemrelevant. Die Rettung mit deutschem Steuergald ist alternativlos. Kann man nichts machen. Am besten noch schnell einige Euro-Bonds raushauen, wir sind ja alle solidarisch in der EU.

Die Eurokrise ist derweil schon längst da:
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gehirnwäsche funktioniert wie richtige Wäsche - wenn sie das Objekt lang und heiß genug waschen, schrumpft es. (c) Volker Pispers

Beitrag 16.06.2022, 10:33

Hannoveraner
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Escudo hat geschrieben:
16.06.2022, 08:14
Ist ja ruhig geworden hier :wink:

Ich selbst habe aktuell überhaupt keine Zeit mir über das Auswandern Gedanken zu machen. Die Kunden rennen einem die Tür mit Aufträgen ein, da will man ja nicht Nein sagen.

Ich merke allerdings, wie sich die Schlinge immer enger zieht. Bis Ende des Monats muss ich noch meine GmbH-Anteile im neuen "Transparenz-Register" veröffentlichen, der Zensus 2022 fragt nach Wohungsgröße, Baujahr etc. aller Wohnungen und das Finanzamt fragt die Daten für die neue Grundsteuer ab.

Was ich noch gar nicht zu Ende gedacht habe, ob ich die anstehenden Veräußerungsgewinne aus einer Wohnung nach 6B als steurfreie Rücklage für eine neue Immo stehen lasse (kann ja auch im Ausland sein) oder ob ich auscashe. Ist ja auch eine Frage, ob man als ausländische GmbH im Zielland überhaupt eine Immo kaufen kann.
Komplexes Thema... und leider aktuell wenig Zeit.
Der Spaß muss finanziert werden.
Die Krankenkassen haben aktuell ein Minus von 25MRD Euro. Immer mehr Menschen strömen aus aller Welt hierher.
Das wird ein teurer Spaß.
Das Thema Auswandern wird weiter ein Thema.
Für die Alten die mit dem Ersparten und ggf, kleiner Rente im Ausland einen höheren Lebensstandard haben können.
Aber auch für Junge Menschen die in D nicht mehr die Perspektive sehen.
Mein Sohn hat gerade Abi gemacht. Aus seinem direkten und engeren Freundeskreis wollen 5 ins Ausland.
Er selber studiert wohl erst einmal hier und plant den Master im Ausland zu machen um dann ggf. auch im Ausland zu Arbeiten und zu Leben.
Globalisierung und Abbau der sozialen Sicherheit lassen immer mehr Menschen nachdenken.

Beitrag 24.06.2022, 19:12

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Sapnovela
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EU-Gipfel Kroatien kann 2023 den Euro einführen
Seit Jahren bemüht sich Kroatien, die Kriterien für eine Aufnahme in den Euro-Club zu erfüllen. Nun haben die Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Gipfel entschieden, dass das Land die Gemeinschaftswährung zum 1. Januar 2023 einführen kann.

https://www.manager-magazin.de/politik/ ... 9d#ref=rss

Na toll.
Wieder ein Land weniger, wo man dem Desaster entkommen kann.

In der EU wird immer mehr Dänemark das Land, wo man am besten hinziehen kann. Kopenhagen ist auch schon recht nett. smilie_01
Gehirnwäsche funktioniert wie richtige Wäsche - wenn sie das Objekt lang und heiß genug waschen, schrumpft es. (c) Volker Pispers

Beitrag 25.06.2022, 12:25

Hannoveraner
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Sapnovela hat geschrieben:
24.06.2022, 19:12
EU-Gipfel Kroatien kann 2023 den Euro einführen
Seit Jahren bemüht sich Kroatien, die Kriterien für eine Aufnahme in den Euro-Club zu erfüllen. Nun haben die Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Gipfel entschieden, dass das Land die Gemeinschaftswährung zum 1. Januar 2023 einführen kann.

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Na toll.
Wieder ein Land weniger, wo man dem Desaster entkommen kann.

In der EU wird immer mehr Dänemark das Land, wo man am besten hinziehen kann. Kopenhagen ist auch schon recht nett. smilie_01
Dänemark ist ein Musterbeispiel was passiert wenn ein Land die extreme Rechte in die Regierungsverantwortung wählt. Auf einmal wird wieder eine Politik für das Volk und das eigene Land gemacht. Die aktuell regierenden Sozialdemokraten haben den Kurs nicht nur weitergetragen, sondern in vielen Dingen noch klarer angesprochen und durchgeführt.

Beitrag 25.06.2022, 14:47

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Sapnovela
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EU-Gipfel Kroatien kann 2023 den Euro einführen
Seit Jahren bemüht sich Kroatien, die Kriterien für eine Aufnahme in den Euro-Club zu erfüllen. Nun haben die Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Gipfel entschieden, dass das Land die Gemeinschaftswährung zum 1. Januar 2023 einführen kann.

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Na toll.
Wieder ein Land weniger, wo man dem Desaster entkommen kann.

In der EU wird immer mehr Dänemark das Land, wo man am besten hinziehen kann. Kopenhagen ist auch schon recht nett. smilie_01
Dänemark ist ein Musterbeispiel was passiert wenn ein Land die extreme Rechte in die Regierungsverantwortung wählt. Auf einmal wird wieder eine Politik für das Volk und das eigene Land gemacht. Die aktuell regierenden Sozialdemokraten haben den Kurs nicht nur weitergetragen, sondern in vielen Dingen noch klarer angesprochen und durchgeführt.
Das liegt wohl eher an den Dänen, als an der extremen Rechten. Das einzige was ich der Extremen Rechten zutraue ist dass sie die Armuts-Migration eindämmt. Ansonsten ist von denen mangels eigener Fähigkeiten nicht viel zu erwarten. Salvini z.B. hat in Italien außer Schulden nichts bleibendes hinbekommen. Selbst die gemäßigte Rechte wie die FPÖ hinterläßt im Wesentlichen Hautshaltsdefizite. Die gesellschaftliche Spaltung bekommen die Rechten normalerweise auch gut hin, aber das können die Linken genausogut.
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Beitrag 25.06.2022, 18:51

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Sapnovela hat geschrieben:
25.06.2022, 14:47
Hannoveraner hat geschrieben:
25.06.2022, 12:25
Sapnovela hat geschrieben:
24.06.2022, 19:12
EU-Gipfel Kroatien kann 2023 den Euro einführen
Seit Jahren bemüht sich Kroatien, die Kriterien für eine Aufnahme in den Euro-Club zu erfüllen. Nun haben die Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Gipfel entschieden, dass das Land die Gemeinschaftswährung zum 1. Januar 2023 einführen kann.

https://www.manager-magazin.de/politik/ ... 9d#ref=rss

Na toll.
Wieder ein Land weniger, wo man dem Desaster entkommen kann.

In der EU wird immer mehr Dänemark das Land, wo man am besten hinziehen kann. Kopenhagen ist auch schon recht nett. smilie_01
Dänemark ist ein Musterbeispiel was passiert wenn ein Land die extreme Rechte in die Regierungsverantwortung wählt. Auf einmal wird wieder eine Politik für das Volk und das eigene Land gemacht. Die aktuell regierenden Sozialdemokraten haben den Kurs nicht nur weitergetragen, sondern in vielen Dingen noch klarer angesprochen und durchgeführt.
Das liegt wohl eher an den Dänen, als an der extremen Rechten. Das einzige was ich der Extremen Rechten zutraue ist dass sie die Armuts-Migration eindämmt. Ansonsten ist von denen mangels eigener Fähigkeiten nicht viel zu erwarten. Salvini z.B. hat in Italien außer Schulden nichts bleibendes hinbekommen. Selbst die gemäßigte Rechte wie die FPÖ hinterläßt im Wesentlichen Hautshaltsdefizite. Die gesellschaftliche Spaltung bekommen die Rechten normalerweise auch gut hin, aber das können die Linken genausogut.
Die Dänen haben es verstanden. Wählt die extremen Rechten und die Politik rutscht wieder in die Mitte. Die dänischen Sozialdemokraten machen jetzt eine Politik für die man in Deutschland als rechtsextrem und ausländerfeindlich diffamiert wird. Die Schweden haben auch reagiert und haben die Schwedendemokraten zwischenzeitlich auf die 25% gehievt. Auch hier kommt es zu einer Umkehr in vielen Politikpunkten. Ob Salvini oder die FPÖ perfekt sind? Mit Sicherheit nicht. Ob die alle Probleme lösen können? Garantiert nicht. Die Parteien vorher oder hinterhältig haben es was z.b. die Schulden angeht nicht besser gemacht. Eher schlechter. Es muss wieder eine Politik der Vernunft kommen. In Deutschland sieht man doch gerade was passiert wenn die Lebenswirklichkeit einkehrt die einen die Linksgrünen herbeigeführt haben.
Du hast selbst gesagt. Dänemark ist eines der Länder wo langsam Vernunft eingekehrt ist

Beitrag 25.06.2022, 19:39

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Sapnovela
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Hannoveraner hat geschrieben:
25.06.2022, 18:51

Du hast selbst gesagt. Dänemark ist eines der Länder wo langsam Vernunft eingekehrt ist
Nein, das habe ich nicht gesagt oder geschrieben. Ich lasse mir doch von Dir nicht irgendwelche rechte Propaganda-sch***e unterschieben nach dem Motto die Rechten können es besser. Vor 100 Jahren gabs genug Leute die das geglaubt haben. Ergebnis sollte bekannt sein. Du kannst das von mir aus gerne posten wie toll Du rechte Parteien findest, damit und demjenigen der das posted will ich aber nichts zu tun haben.

Zu den Dänen: Die sind schon immer etwas vernünftiger gewesen und haben z.B. vor 30 Jahren schon den Maastricht-Vertrag abgelehnt. In der Volksabstimmung von 2000 wurde das bestätigt. Lange bevor irgendwelche rechten Frazten da Politik gemacht haben.
Gehirnwäsche funktioniert wie richtige Wäsche - wenn sie das Objekt lang und heiß genug waschen, schrumpft es. (c) Volker Pispers

Beitrag 25.06.2022, 20:34

Hannoveraner
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Sapnovela hat geschrieben:
25.06.2022, 19:39
Hannoveraner hat geschrieben:
25.06.2022, 18:51

Du hast selbst gesagt. Dänemark ist eines der Länder wo langsam Vernunft eingekehrt ist
Nein, das habe ich nicht gesagt oder geschrieben. Ich lasse mir doch von Dir nicht irgendwelche rechte Propaganda-sch***e unterschieben nach dem Motto die Rechten können es besser. Vor 100 Jahren gabs genug Leute die das geglaubt haben. Ergebnis sollte bekannt sein. Du kannst das von mir aus gerne posten wie toll Du rechte Parteien findest, damit und demjenigen der das posted will ich aber nichts zu tun haben.

Zu den Dänen: Die sind schon immer etwas vernünftiger gewesen und haben z.B. vor 30 Jahren schon den Maastricht-Vertrag abgelehnt. In der Volksabstimmung von 2000 wurde das bestätigt. Lange bevor irgendwelche rechten Frazten da Politik gemacht haben.

Du hast geschrieben das Dänemark eine Alternative ist. Warum aktuell mehr denje liegt daran das die etablierten Parteien, selbst die Linken zur Vernunft gekommen sind und wieder eine Politik für Dänemark und dem Dänischen Volk machen. Das eine Rechte Politik besser ist, habe ich nicht geschrieben. Ob die schlechter ist als die aktuelle , wage ich zu bezweifeln. Die ganzen Probleme in D und Europa wurden von den etablierten Parteien herbeigeführt. Eines wird gerne vergessen. Du beschreibst die Schlimme Zeit der National Sozialistischen Politik Einer Politik die es nie wieder geben darf. Vergisst aber die genauso schlimmer Zeit in der der Internationale Sozialismus in D, Teilen Europas, und vielen Ländern der Welt regiert hat. In denen es mind. Genauso viel Leid gab, in denen Menschen genauso abgeschlachtet wurden weil die nicht in den Plänen der Sozialistischen Idee passten. Die Zeit in der die Mitte regierte, die spröde Vernunft brachte endlich Frieden und Wohlstand. Leider ist in den letzten Jahren die Gesellschaft und Politik in D und Europa aus der Mitte abgedriftet und extrem links verrutscht. Die Wahl der extremen Rechten in Dänemark hat die Linken dazu gezwungen wieder in die Mitte und zur Vernunft zu Rücken. Dort machen die Sozialdemokraten aktuell eine Politik die in Deutschland als Zuwanderungs und Ausländerfeindlich gelten würde. Die machen eine Politik die als National abgestempelt werden würde. Das ist die aktuelle positive Entwicklung in Dänemark geschuldet.
Wenn du Dänemark als Auswanderungsland siehst, musst du aktuell mit einer solchen Politik leben.

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