Auto Apokalypse

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 25.04.2013, 12:24

Countdown
Ladon hat geschrieben:
Countdown hat geschrieben:...
100-150 km Reichweite sind für viele zu wenig.
...
Ja, das hört man immer wieder. Alle Fakten sprechen dagegen:

Mit Elektroautos, allen voran der 2012 auch in Deutschland an den Start gehende Ford Focus Electric, sind zu verschiedenen Tageszeiten typische Wege des Alltags, "sogenannte Musterstreckenprofile", abgefahren worden. Als Versuchsregion diente dabei Köln, der Sitz der Europazentrale der Marke.
Mittels Computersimulation sind die Daten danach auf das gesamte 405 Quadratkilometer große Stadtgebiet hochgerechnet worden. Auf diese Weise haben die Forscher rein virtuell 33.370 Elektroautos im Kölner Stadtgebiet flitzen lassen - mit überraschenden Ergebnissen: Pro Tag legt ein Elektroauto in Köln im Durchschnitt demnach 30 km zurück. Die durchschnittliche Fahrstrecke beträgt demnach 9,9 km. Im Schnitt werden mit jedem Pkw täglich 3,1 Fahrten durchgeführt.

(Studie der Universität Duisburg-Essen, 2011)
Demnach muss man spätestens nach etwa drei Tagen die Batterie aufladen. Die Ladezeit ist viel zu lang. Wenn man aus der Stadt fährt, wird man unterwegs nicht so leicht eine Ladestation finden. Auch in der Stadt sind Ladestationen bei weitem nicht so verbreitet wie Tankstellen für Treibstoff. Und der sehr hohe Anschaffungspreis, den ich vorher angesprochen habe, sprechen gegen Elektroautos.

Ich würde gerne ein Elektroauto fahren. Aber nicht unter diesen Umständen.

Beitrag 25.04.2013, 12:26

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Countdown hat geschrieben:Downsizing ist seit etwa 3-4 Jahren das Motto der meisten Automobilbauer. Und jetzt gehts richtig los. Nicht nur Ford, auch VW, BMW und Mercedes haben 1 Liter, Dreizylinder Motoren.
Es ist auf jeden Fall ein gutes Konzept, da es kostengünstig und umweltfreundlich ist.
Mangels anderer Konzepte? Toyota hat beim Prius beim letzten Modellwechsel den Hubraum von 1,5 Liter auf 1,8 Liter erhöht. Grund: 20 % höhere Energieeffizienz (Motor läuft im Atkinson-Zyklus).
Countdown hat geschrieben:Hybridmotoren oder reine Elektroautos müssen auf ihre Zeit noch warten, bis Batterien mit vernünftigen Kapazitäten entwicklet oder aus der Schublade rausgebracht werden. 100-150 km Reichweite sind für viele zu wenig. Und der Anschaffungspreis ist auch noch deutlich teurer als herkömmliche PKW mit Ottomotoren.
Was soll denn ein "Hybridmotor" sein? Der Toyota Prius hat bei einem Tankinhalt von 45 Litern Superbenzin eine Reichweite von 1.150 km. Der Anschaffungspreis liegt ebenfalls im Rahmen, Toyota hat sich gerade bei der Kundschaft für 5 Millionen verkaufte Hybride weltweit bedankt.

Beitrag 25.04.2013, 12:29

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Countdown hat geschrieben:Ich würde gerne ein Elektroauto fahren. Aber nicht unter diesen Umständen.
Die Lösung für Dich heißt PHEV (Plug-in hybrid Electric Vehicle):
http://www.toyota.de/cars/new_cars/priu ... index.tmex

Beitrag 25.04.2013, 12:36

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Also ein Kollege hat einen Twizzy (reines elektr. minimobil) ist zwar zwei sitzig. aber der hintere sitz ist ein witz (sardienendose) der kofferraum vorn hat die größe eines ahndschuhfaches!
er hat keine fenster (also für regen und schnee/winter nur bedingt empfehleneswert) er soll so 80km mit einer ladung schaffen. für die tägliche stadttour zur arbeit reichts ja. abends kann er zuhause an die ladung. er ist also explizit für die kurzen stadtstrecken zur arbeit zb ausgelegt.

aber: das dingt kostet 8500€ für so ein miniding ohne zulademöglichkeit ein witz.
die batterie kann nur geleased werden. das kostet allein schon 50€ pro monat!!!
50€ vertanke ich mit meinem golf nicht im monat wenn ich ihn nur für die stadtfahrt zur arbeit nutze und dafür sol lder twizzy ja sein. und dann ist ja noch nicht mal der strom zum laden bezahlt!!!
also so lohnt sich so ein ding überhaupt nicht. in der anschaffung viel zu teuer & die haltungskosten durch leasingbatterie ist auch noch mehr als kosten ineffektiv.
wozu soll man sich sowas kaufen?

wenn ich meinen golf 4 mit 1,4l 75ps motor nur für stadtfahrten zur arbeit nehme bezahle ich auch nicht mehr als 50€ für den sprit im monat. dafür habe ich aber nochn kofferraum & kann noch 4 leute mit nehmen. im winter ists warm und trocken denn er hat scheiben und ne heizung. was der twizzy alles nicht hat! wo ist da der sinn??? smilie_08

Beitrag 25.04.2013, 12:37

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Ladon
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Countdown hat geschrieben:...

Demnach muss man spätestens nach etwa drei Tagen die Batterie aufladen. Die Ladezeit ist viel zu lang. Wenn man aus der Stadt fährt, wird man unterwegs nicht so leicht eine Ladestation finden. Auch in der Stadt sind Ladestationen bei weitem nicht so verbreitet wie Tankstellen für Treibstoff. Und der sehr hohe Anschaffungspreis, den ich vorher angesprochen habe, sprechen gegen Elektroautos.

Ich würde gerne ein Elektroauto fahren. Aber nicht unter diesen Umständen.
Erstens ist es nicht verboten "zwischendurch" aufzuladen.

Zweitens ging es explizit um Stadtfahrten (die nun mal die mit Abstand häufigste Nutzung von PKWs darstellen).

Drittens ist ja wohl klar, dass die Infrastruktur erst aufgebaut werden muss (gemäß Deiner Argumentation hätte sich auch der Verbrennungsmotor nicht durchsetzen dürfen oder auch nur angestrebt sein sollen, denn die Tankstellendichte war 1920 auch nicht wirklich prickelnd).

Viertens stimmt das mit dem Anschaffungspreis natürlich ... liegt aber an den Stückzahlen (denn wirklich innovative Technik steckt da gar nicht drin; 'n Elektromotor und Batterien). Es ist wie überall und immer: Ein neues Konzept ist anfangs teuer (PCs, Waschmaschinen ... eigentlich "alles", wenn man so überlegt). Ob sich sowas durchsetzt, hat stets viel mit "Willen" zu tun (politischem und gesellschaftlichem). Man überlege nur mal wie das 150 Jahre alte Konzept eines Verbrennungsmotors mit grottenschlechtem Wirkungsgrad und dem grundpinzipiellen "energetischen" Unfug für den Transport einer Person eine Tonne Metall durch die Gegend zu schaukeln, heute als "alternativlos" dargestellt wird ;-)
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Beitrag 25.04.2013, 12:56

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Ladon
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Goldmärker hat geschrieben:Also ein Kollege hat einen Twizzy (reines elektr. minimobil) ist zwar zwei sitzig. aber der hintere sitz ist ein witz (sardienendose) der kofferraum vorn hat die größe eines ahndschuhfaches!
er hat keine fenster (also für regen und schnee/winter nur bedingt empfehleneswert) er soll so 80km mit einer ladung schaffen. für die tägliche stadttour zur arbeit reichts ja. abends kann er zuhause an die ladung. er ist also explizit für die kurzen stadtstrecken zur arbeit zb ausgelegt.

aber: das dingt kostet 8500€ für so ein miniding ohne zulademöglichkeit ein witz.
die batterie kann nur geleased werden. das kostet allein schon 50€ pro monat!!!
50€ vertanke ich mit meinem golf nicht im monat wenn ich ihn nur für die stadtfahrt zur arbeit nutze und dafür sol lder twizzy ja sein. und dann ist ja noch nicht mal der strom zum laden bezahlt!!!
also so lohnt sich so ein ding überhaupt nicht. in der anschaffung viel zu teuer & die haltungskosten durch leasingbatterie ist auch noch mehr als kosten ineffektiv.
wozu soll man sich sowas kaufen?

wenn ich meinen golf 4 mit 1,4l 75ps motor nur für stadtfahrten zur arbeit nehme bezahle ich auch nicht mehr als 50€ für den sprit im monat. dafür habe ich aber nochn kofferraum & kann noch 4 leute mit nehmen. im winter ists warm und trocken denn er hat scheiben und ne heizung. was der twizzy alles nicht hat! wo ist da der sinn??? smilie_08
Versetz' Dich doch mal gedanklich ein knappes Jahrhundert zurück. Eine ganz ähnliche Auflistung hättest Du damals für das T-Modell anbringen können ... smilie_24
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Beitrag 25.04.2013, 12:57

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Das Problem der (kleinen) Elektro- (und Teil-Hybrid) Autos ist, neben dem Preis und die Ladezeit, die Tatsache dass, sie sich als einziges Auto nicht eignen.

Mag die Durchschnittsstrecke 10Km betrage und am Tag die 30Km nicht überschritten werden. Was wenn ich an manchen Wochenenden "zur Oman nach Buxtehude" fahren will? Nehme ich die Bahn?

Als einziges Auto sind sie ungeeignet. Wer auf geringe Kosten achtet, kauft sich einen Kleinwagen.
Das Umweltmärchen kann man getrost vergessen. Strom kommt nicht aus der Steckdose, sondern vom Kohlekraftwerk, also.... .

Als Zweitauto einen Elektrowagen zu fahren ist schick, aber, außer für die Autoindustrie, teuer und sinnlos.

Benötigt ein Paar zwei Autos um zur Arbeit zu fahren, einer weit der andere nah, sieht es schon besser aus.

Den Prius haben ich probe gefahren. War ziemlich enttäuscht. Für den Preis bekommt man einen Avensis, der in einer ganz anderen Liega ist!

Auch habe ich den GS 450h gefahren. Uj ui, sage ich nur! Hut ab. Aber da geht es um noch mehr Power, nicht um die Umwelt ;-)
Gruß

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Beitrag 25.04.2013, 13:56

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lifesgood
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... es kommt immer auf das Einsatzgebiet an.

Gerade im urbanen Umfeld wird in den nächsten Jahren ein Umdenken stattfinden.

Wenn man die täglichen Fahren mit einer guten Infrastruktur an öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen kann und für größere Besorgungsfahrten in der Stadt über ein Carsharing-System ein entsprechendes Elektofahrzeug und für längere Strecken ein entsprechendes anderes Fahrzeug mieten kann, braucht man nicht mehr zwangsläufig ein eigenes Auto.

Ausserhalb der Ballungszentren sieht es natürlich wieder anders aus.

lifesgood

Beitrag 25.04.2013, 14:26

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Mir geht es um die Rendite einer Investition.

Ob es um Elektroautos, Solaranlagen, "moderne" Heizungsanlagen oder Dämmtechniken ;-), geht. Die erste Frage ist, lohnt es sich? Ich meine für den Kunden, nicht für den Hersteller.

Beispiel: Man hat einen älteren Wagen, ohne technischen Probleme, und top Zustand. Restwert sagen wir 5K. Er verbraucht 10l in der Stadt, ist langstrecken- und transporttauglich.

Soll man nun für einen kleinen Elektroauto 25K (-5) ausgeben, um einen Stadtauto zu haben der wenig verbraucht, und gerade bis zur übernächsten Tankstelle auf der Autobahn reicht?

Selbst wenn man unbedingt einen neuen Wagen kaufen möchte, sollte er nicht teurer und schlechter sein. Selbst fast alle Smartfahrer haben noch ein Auto. Zwei Autos ist weder günstig noch umweltfreundlich. Dann lieber ein Vollwertiges, das etwas mehr verbraucht.
Gruß

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Beitrag 25.04.2013, 14:29

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Bumerang hat geschrieben:Den Prius haben ich probe gefahren. War ziemlich enttäuscht. Für den Preis bekommt man einen Avensis, der in einer ganz anderen Liega ist!
Beides Mittelklasse. Wobei der Avensis ein Auto V1.0 ist, der Prius ein Auto V2.0.
Soll heißen, der Prius ist Technik von heute, der Avensis ist Technik von gestern.
Toyota hat aber angekündigt, bis 2020 alle Modelle mit Hybrid-Technik anzubieten.

Beitrag 25.04.2013, 14:57

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Datenreisender hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Den Prius haben ich probe gefahren. War ziemlich enttäuscht. Für den Preis bekommt man einen Avensis, der in einer ganz anderen Liega ist!
Beides Mittelklasse.
Im Preis ja :-).
Datenreisender hat geschrieben:Wobei der Avensis ein Auto V1.0 ist, der Prius ein Auto V2.0.
Soll heißen, der Prius ist Technik von heute, der Avensis ist Technik von gestern.
Lieber fahre ich mit der Technik von gestern und kann mich bei 180Kmh im Auto unterhalten, als mit der neuen
Technik bereits bei 120Kmh nur noch den Motor zu hören.
Datenreisender hat geschrieben:Toyota hat aber angekündigt, bis 2020 alle Modelle mit Hybrid-Technik anzubieten.
Nix dagegen einzuwenden. Als Zusatzkraft ne super Sache. Aber der Prius ist einfach laut und instabil. Die Batterien wiegen so viel, das man an der Karosserie, Reifen und Sicherheit gespart hat. Zudem sind 6.6 Liter unter Realen Bedingungen nicht gerade ein Hit. Theoretisch fährt er mit 4 l, aber eben nur bis zum nächsten Kiosk :-).

Der 1,8l Motor schafft nur 99PS. Der 1,8l im Avensis schafft 147 PS, und verbraucht um die 7l.

Wer zwischen den zwei Autos wählen muss, kann sich nur für den Avensis entscheiden. Wer es nicht tut, der möchte eine "modernes" Auto fahren. Auch dagegen ist nichts einzuwenden.

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Beitrag 25.04.2013, 15:10

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Bumerang hat geschrieben:Lieber fahre ich mit der Technik von gestern und kann mich bei 180Kmh im Auto unterhalten, als mit der neuen
Technik bereits bei 120Kmh nur noch den Motor zu hören.
Ich kenne ja Deine Fahrweise nicht. Aber mein Prius ist leiser als jedes andere mir bekannte Auto, was dazu führt, daß man ständig aufpassen muss, daß nicht plötzlich Fußgänger und Fahrradfahrer unverhofft die eigene Bahn kreuzen. Auch hört man im Prius, im Gegensatz zu anderen Autos, eher die ganzen Nebengeräusche, die ein Auto so macht, zum Beispiel das Abrollgeräusch der Reifen.
Bumerang hat geschrieben:Nix dagegen einzuwenden. Als Zusatzkraft ne super Sache. Aber der Prius ist einfach laut und instabil. Die Batterien wiegen so viel, das man an der Karosserie, Reifen und Sicherheit gespart hat. Zudem sind 6.6 Liter unter Realen Bedingungen nicht gerade ein Hit. Theoretisch fährt er mit 4 l, aber eben nur bis zum nächsten Kiosk :-).
An den Reifen gespart? 17 Zoll Magnesium-Felgen mit 225er Reifen?
Theoretisch fährt er mit 3,9 Litern (89 g CO2), ich komme im Alltagsbetrieb bisher auf 4,2 Liter, aber meiner ist auch noch nicht eingefahren (erst wenige Hundert km auf dem Tacho), ab 1.000 km Laufleistung soll das noch weniger werden, so daß ich davon ausgehe, daß ich den angegebenen Normverbrauch schaffen oder sogar unterbieten kann.
Bumerang hat geschrieben:Der 1,8l Motor schafft nur 99PS. Der 1,8l im Avensis schafft 147 PS, und verbraucht um die 7l.
Die ICE hat 82 kw und läuft im Atkinson-Zyklus mit 0W20-Öl, ist also nicht mit dem Benziner im Avensis zu vergleichen. Die Elektromotoren/-generatoren MG1 und MG2 leisten 60 kw. Zusammen kommt man so auf eine Systemleistung von 100 kw/136 PS. Das Fahrzeug ist bei 180 km/h elektronisch abgeriegelt, damit die MG1 und MG2 nicht überdrehen.
Bumerang hat geschrieben:Wer zwischen den zwei Autos wählen muss, kann sich nur für den Avensis entscheiden.
Aha.
Der Avensis kostet in der Anschaffung das gleiche, verbraucht das Doppelte, ist deutlich teurer bei Wartung, Reparatur, KFZ-Steuern und KFZ-Versicherung. Zudem bestehe ich aus Qualitätsgründen darauf, daß mein Toyota auch tatsächlich in Japan hergestellt worden ist. Der Avensis, den es in Japan gar nicht zu kaufen gibt, beinhaltet einen polnischen Motor und ein polnisches Getriebe und wird in England zusammengebaut.

Beitrag 25.04.2013, 15:29

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Volkswagen: Nun wankt der Platzhirsch

Lange schien sich der größte Autobauer des Kontinents dem Abwärtssog zu entziehen, während der Rest der Branche am ächzen war. Die Zulassungszahlen in ganz Europa sind unterirdisch, nach den ganzen Abwrackprämien und der daraus resultierten Nachfragekompremierung auch nicht unbedingt unerwartet. Einige Automobilkonzerne haben die Zahlen noch eine Weile via so genanntem “Channel-Stuffing” geschönt, doch auch an der Stelle ist natürlich irgendwann die Grenze erreicht. Nun veröffentlichte Zahlen von VW geben Anlaß zur Sorge, der Gewinneinbruch ist dramatisch.

http://www.iknews.de/2013/04/25/volkswa ... atzhirsch/

Beitrag 25.04.2013, 16:46

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Datenreisender hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Lieber fahre ich mit der Technik von gestern und kann mich bei 180Kmh im Auto unterhalten, als mit der neuen
Technik bereits bei 120Kmh nur noch den Motor zu hören.
Ich kenne ja Deine Fahrweise nicht. Aber mein Prius ist leiser als jedes andere mir bekannte Auto, was dazu führt, daß man ständig aufpassen muss, daß nicht plötzlich Fußgänger und Fahrradfahrer unverhofft die eigene Bahn kreuzen. Auch hört man im Prius, im Gegensatz zu anderen Autos, eher die ganzen Nebengeräusche, die ein Auto so macht, zum Beispiel das Abrollgeräusch der Reifen.
Ich sagte ab 120Kmh! Dass er in der 30-Zone nicht zu hören ist, weiß ich auch. Den Abrollgeräusch hört man wegen der schlechten Dämmung.
Datenreisender hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Nix dagegen einzuwenden. Als Zusatzkraft ne super Sache. Aber der Prius ist einfach laut und instabil. Die Batterien wiegen so viel, das man an der Karosserie, Reifen und Sicherheit gespart hat. Zudem sind 6.6 Liter unter Realen Bedingungen nicht gerade ein Hit. Theoretisch fährt er mit 4 l, aber eben nur bis zum nächsten Kiosk :-).
An den Reifen gespart? 17 Zoll Magnesium-Felgen mit 225er Reifen?
Theoretisch fährt er mit 3,9 Litern (89 g CO2), ich komme im Alltagsbetrieb bisher auf 4,2 Liter, aber meiner ist auch noch nicht eingefahren (erst wenige Hundert km auf dem Tacho), ab 1.000 km Laufleistung soll das noch weniger werden, so daß ich davon ausgehe, daß ich den angegebenen Normverbrauch schaffen oder sogar unterbieten kann.
Es sind rollwiederstandsarmen Reifen mit denen der Prius ausgestattet wird, um den angegebenen Verbrauch zu erreichen und die Geräuschkulisse zu reduzieren. Man kann auch Andere drauf machne, aber das kostet Sprit und Lautstärke. Beim richtig Gas geben, dröhnt der Motor. Wenn man den Avensis defensiv fährt, kommt man auf 6 Liter.

Datenreisender hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Der 1,8l Motor schafft nur 99PS. Der 1,8l im Avensis schafft 147 PS, und verbraucht um die 7l.
Die ICE hat 82 kw und läuft im Atkinson-Zyklus mit 0W20-Öl, ist also nicht mit dem Benziner im Avensis zu vergleichen. Die Elektromotoren/-generatoren MG1 und MG2 leisten 60 kw. Zusammen kommt man so auf eine Systemleistung von 100 kw/136 PS. Das Fahrzeug ist bei 180 km/h elektronisch abgeriegelt, damit die MG1 und MG2 nicht überdrehen.
Wenn man zwei Autos vergleicht, dann muss man auch die Motoren vergleichen, insb. wenn sie den gleichen Hubraum haben. Man könnte sagen, der Prius Motor ist ein wenig ineffizient. Warum muss denn ein Mittelklassewagen bei 180 abgeriegelt werden? Das schaffen heute auch Kleinwagen.
Datenreisender hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Wer zwischen den zwei Autos wählen muss, kann sich nur für den Avensis entscheiden.
Aha.
Der Avensis kostet in der Anschaffung das gleiche, verbraucht das Doppelte, ist deutlich teurer bei Wartung, Reparatur, KFZ-Steuern und KFZ-Versicherung. Zudem bestehe ich aus Qualitätsgründen darauf, daß mein Toyota auch tatsächlich in Japan hergestellt worden ist. Der Avensis, den es in Japan gar nicht zu kaufen gibt, beinhaltet einen polnischen Motor und ein polnisches Getriebe und wird in England zusammengebaut.
Ich habe 3 Toyotas gehabt. Carina II, Carina E und Avensis. Bevor ich den Avensis gekauft hatte, habe ich den Prius probe gefahren. Das war aber 2003. Der damalige Prius war grottenschlecht. Der Neue ist besser, gebe ich zu, aber immer noch kein "richtiges" Mittelklassewagen. Wobei ich den besseren Bruder, den Lexus CT200h, gefahren bin. Er hat mich nicht überzeugt.

Die Wartungskosten- und Intervale waren absolut OK! Die Zuverlässigkeit ebenso. Die Steuern sind beim Avensis mit 122€/Jahr nicht der Rede wert. Beim Prius sind sie nur politisch bedingt niedriger.Aber OK, sie sind es.

Wenn Du einen echten Japaner haben willst, kannst auch zum Lexus GS greifen ;-).

In der Anschaffung kostet der Avensis eben nicht das Gleiche sondern weniger! Komfort, Leistung und Ausstattung sind deutliche besser. Mit dem Avensis bekommt man definitiv mehr Auto fürs (gleiche) Geld.

Ich wünsche Dir viel Spaß mit dem Prius. Mein Auto ist er nicht.
Gruß

Bumerang
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Beitrag 25.04.2013, 16:49

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lifesgood
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... wird das hier jetzt ein automobiler Schw...vergleich smilie_08

Ich hab mir vor ein paar Wochen ein neues Mountainbike gekauft. Das hat zwar keine rollwiderstandsreduzierten Reifen, braucht aber trotzdem nix, nur ich hin und wieder nen Schluck Wasser smilie_10

Beitrag 25.04.2013, 16:57

Chinese
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Das Mountainbike hat ja auch schwer zu schleppen!

smilie_10

Meinte jetzt nicht Deine Andorras die du bei deinen Ausfahrten sicherlich dabei hast.
»Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.« Albert Einstein

Beitrag 25.04.2013, 19:07

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Darum fahre ich ja, damit es zukünftig weniger zu schleppen hat smilie_02

Und Nein, außer einem "Not-10er" habe ich da nichts dabei ;)

lifesgood

Beitrag 26.04.2013, 06:48

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lifesgood hat geschrieben:... wird das hier jetzt ein automobiler Schw...vergleich smilie_08
Genau, meiner ist immer eins langsamer als Deiner ... smilie_11

Beitrag 29.04.2013, 16:34

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Extrem-Rabatte bei Neuwagen
5450 Euro billiger: Ford Fiesta auf Gutschein

Im Internet werden Neuwagen regelrecht verramscht: Ein Kölner Autohändler verkauft einen neuen Ford Fiesta über einen Gutschein-Anbieter. Trotz Mega-Rabatt verdient der Händler offenbar daran.

http://www.focus.de/auto/ratgeber/koste ... 74945.html

Beitrag 29.04.2013, 18:35

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BMW, Audi, VW: Was verdienen die Autohersteller pro Fahrzeug?

3,08 Millionen Neuwagen wurden letztes Jahr in Deutschland zugelassen. Durchschnittlich mussten die Käufer rund 26000 Euro für ihren PKW hinblättern. Aber wie viel davon können die Autobauer eigentlich als Plus auf ihrem Konto verbuchen? Das hat das CAR-Center der Universität Duisburg-Essen in einer Studie untersucht. Ein deutscher Autohersteller fährt in Sachen Gewinn der Konkurrenz davon, andere machen mit ihren Modellen sogar Miese.

http://de.finance.yahoo.com/fotos/bmw-a ... 07149.html

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