BITCOIN

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 27.07.2021, 04:04

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guinee
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Mein "Kinderglauben" bezog sich auf die Anschuldigung, dass ich durch die Mainstream Medien verdummt wurde und nicht zu den Erleuchteten gehöre, die Cryptos in den Himmel loben und darin investiert haben.
Ist also nur eine Retourkutsche gewesen, zugegeben etwas direkter, aber so bin ich nun mal.
:wink:
BTC und Amazon in den Mainstreammedien gleichzeitig in einem Artikel BOOM ein par Tausend Dollar mehr.
Tesla macht MRD Gewinn, durch Autos oder Handel mit BTC und CO2-Tickets, so recht weiß das keiner.
Also alles in Ordnung?
Niemand weiß nichts genaues ...

https://www.heise.de/news/Steht-der-Kry ... 48263.html

Solange die Mehrheit der Menschheit eine Goldkette oder anderen Schmuck aus Silber/Platin/Gold attraktiver findet und mit Wohlstand verbindet, als ein USB-Stick um den Hals, solang tendiere ich mehr in Richtung Edelmetall. Ich gehöre da zu den seit 4000 Jahren Mainstream Geschädigten.
"Ein häufiger Fehler, den Leute machen, wenn sie etwas völlig Idiotensicheres erfinden wollen, ist den Einfallsreichtum von Vollidioten zu unterschätzen." - Douglas Adams

Beitrag 27.07.2021, 16:10

infla
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Hallo nochmal,

anbei sind 2 Beispiele:

1. Gazprom wird in Westeuropa nicht in diesen Stückzahlen so gehandelt, daß 500.000 ADRs (Austauschprodukt für u.a. russische Aktien) ohne Auswirkungen ge- oder verkauft werden können. Tradegate stellt Kurse für genau 5.000 ADRs; Baader nur für ca. 3100 ADRs; Lang und Schwarz stellt den Kurs für nur 1 (!) ADR.

2. Bei Berkshire ist es noch krasser: alle Broker stellen Kurse für 140 - 300 Aktien - nur eine französische Großbank schafft es, Kurse für 500.000 Stück zu stellen.

Ich gehe in beiden Fällen aus, daß Societe Generale die Aktien nicht hat und sie wohl auch nicht erwerben will. Fragt sich nur: Wie geht das?

Das Ganze zieht sich auch durch den Papiergoldmarkt an der COMEX: Dort werden Futures gehandelt, die im Zweifelsfall nur mit zur Zeit 10% physischen Edelmetall gesichert sind. Da das Notenbanken und Staaten sehen, wird - unabhängig vom "Preis" seit 3 Jahren systematisch Geld und Edelmetalle von der COMEX abgezogen und in Shanghai platziert. Bei Venezuela hat es nur nicht geklappt. (Wie das mit dem deutschen Gold aussieht .... naja, 10% haben wir ja zurückgeholt...vielleicht kommt der Rest ja doch noch).

Bei den Kryptos sieht es für mich nach einen Absahnversuch aus - den letzten beißen halt die Hunde. Aber erstmal geht die Party weiter.

Das die meisten denken, daß aktuelle Lieferengpässe nur temporär sind und sie selber - dank eines spendablen Staates - nicht betroffen sind, zeigt mir erhebliche Parallelen zu 1924-1929 (sog. "goldene 20er) auf.

Für mich stellt sich nur die Frage, welche Blase denn als erstes platzt (tippe auf Immoblien in 6 Jahren, wenn die Umschuldungswelle zu erheblich schlechteren Konditionen kommt - eine Inflation schlägt sich immer zinserhöhend auf Darlehen aus - alternativ Aktienkurse, wenn viele Unternehmen kein Geld erwirtschaften können, weil kein Material mehr vorhanden ist).

Die beiden Bilder sind als Beleg anbei.

Freundliche Grüße

infla
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Beitrag 27.07.2021, 20:38

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Sapnovela
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Das sieht nach Comdirect aus. Wieso sollte es für Kunden der Comdirect ein Problem darstellen, dass keine Kurse für 500.000 Aktien gestellt werden? Welcher der Kunden hat denn solche Positionen? Mach Dir ein Trading Depot bei den Goldmännern auf, dann bekommst Du was Du suchst (wobei 500.000...?)

Glücklicherweise verläuft der Handel an den Kryptobörsen anders, da braucht es keinen Market-Maker. Siehe z.B.
https://www.bitcoin.de/
Gehirnwäsche funktioniert wie richtige Wäsche - wenn sie das Objekt lang und heiß genug waschen, schrumpft es. (c) Volker Pispers

Beitrag 27.07.2021, 22:41

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MaciejP
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Die comdirect hatte in letzter Zeit ziemlich häufig IT-Probleme. Mich würde nicht wundern, wenn die Stückzahlen dort schlicht fehlerhaft sind (die gleichen Stückzahlen sind schon etwas verdächtig). Die Frage ist doch eher, welche Orders in welcher Höhe angenommen und bedient werden können. Von der Größenordnung her wären diese Stückzahlen für eine Großbank aber nicht komplett unrealistisch.

"Bei den Kryptos sieht es für mich nach einen Absahnversuch aus - den letzten beißen halt die Hunde" ist leider kein Argument für die anfängliche Unterstellung, Kryptobörsen würde mit vorgetäuschten Volumen agieren. Das klingt jetzt eher nach Vermutung als nach stichhaltigen Anhaltspunkten.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 11.08.2021, 09:39

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VfL Bochum 1848
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Kryptowährungen umgeleitet

Diebe erbeuten Hunderte Millionen Dollar

https://www.n-tv.de/panorama/Diebe-erbe ... 35543.html
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 11.10.2021, 15:42

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joecoin
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Amenhotep IV hat geschrieben:
19.05.2021, 19:36
...
Da werden ja nun einige würde gern Millionäre fürchterlich geläutert. Aber man hat ja vorher fürstlich verdient, wenn auch nur auf dem Papier. Oder ? Und nun beginnt das große Zittern smilie_04 . Es ist eben wie mit einer Blase, wird sie zu groß platzt sie halt mit lautem Knall.

Wumms :x , oh je . Hätt ich doch lieber in die ewige Währung Gold investiert. smilie_01
Du hast in diesem Thread zum ersten mal ähnliches argumentiert am 26.11.2018. Da kostete ein Bitcoin 3.357 EUR.

Als Du das hier geschrieben hast lag er bei 35k, glatte 1.000% im plus.

Jetzt, nachdem in Deinen Augen "die Blase geplatzt" ist, ungefähr 1.500%.

Wie Du auf die Idee kommst irgendjemand der Deinem Rat stattdessen in Gold zu investieren NICHT gefolgt ist beläme jetzt oder irgendwann "das grosse Zittern" ist mir ein Rätsel.

Macht aber nix. Sobald Du mal Dein Fiat-Mindset ablegst und anfängst das gesellschafttransformierende Potential von Bitcoin zu verstehen anstatt Dich auf die spekulative Seite zu konzentrieren wird der Preis zu dem Du konvertierst nicht mehr so wichtig sein, auch wenn er dann sehr hoch sein wird, da Du offensichtlich eine grosse Gabe hast Dir Deine "Investment"-Entscheidungen der Vergangenheit schön zu reden.

Beitrag 11.10.2021, 16:15

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joecoin
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guinee hat geschrieben:
22.07.2021, 18:21
Ich kann da einfach nicht mitmachen und ein d'accord geben. Es gibt nichts was positiv ist an diesem Kryptozeugs.
Da bin ich vollkommen bei Dir.

Das hier ist ja eigentlich ein Bitcoin Thread und da finde ich es auch schade dass ständig von "Kryptos" die Rede ist.

Es wird wohl noch eine Weile dauern bis sich die Einsicht establiert dass das zwei komplett verschiedene Welten sind.

Bitcoin ist dabei unsere Welt umzukrempeln und etabliert sich als globales, freies, unmanipulierbares, zensurresistentes, unkonfiszierbares Mensch-zu-Mensch Geld. Das ganze "Kryptozeugs" wie Du es nennst ist eine einzige Bauernfängerei mit der unverständigen Neulingen das Geld aus der Tasche gezogen wird, allen voran der riesen Etherium-Scam.

Ich hatte hier schon vor geraumer Weile versucht den Unterschied zwischen Protokoll und Produkt zu erklären, auf die Adaptionsfähigkeit von Software hingewiesen und dargelegt, dass die Entstehungsgeschichte von Bitcoin nicht wiederholt werden kann und dass jeder zentralisierte Versuch das zu tun vollkommen unmöglich ist.

Ja, es bedarf einer gewissen Verständnistiefe um das zu sehen, aber wer in Dinge investiert, die er nicht versteht, der muss halt seine Lektion erst lernen.

guinee hat geschrieben: Abgesehen von den Unmengen an Schwarzgeld die mit Cryptos zwischen Drogendealern, Waffenhändlern und ihrer Kundschaft hin und her geschoben werden...
Weisst Du, das Problem ist nicht, dass Du solchen Unfug selbst glaubst. Das Problem ist, dass Du ihn vollkommen unreflektiert weiter verbreitest.

Dabei wäre es so einfach, das mal kurz zu recherchieren.

Der IMF selbst hat festgestellt, dass Bitcoin auf einer Liste von 20 Finanzprodukten (von Bargeld bis Immobillienfonds), die zu Geldwäsche genutzt werden auf Platz 20 landet. Die Federal Reseve selbst hat grade ihre Einicht veröffentlicht, dass Bitcoin wohl eine wirklich marginale Rolle bei der Geldwäsche spielt.

Wenn Du denen nicht glauben willst dann könntest Du Dir zum Beispiel die Pandora Papers ansehen. 12,9 Millionen Dokumente über internationale Geldwäscher, Steuerhinterzieher und korrupte Politiker. Du würdest feststellen, dass das Wort "Bitcoin" in dem gesamten Dokumentenhaufen nicht ein einziges mal vorkommt. Nicht ein einziges mal.

Stattdessen verbreitest Du plumpe Zentralbankpropaganda und stellst Bitcoiner in diese kriminelle Ecke.

Besten Dank für Deinen Beitrag und viel Spass noch!



PS: ja, wer den beabsichtigten Schreibfehler findet der darf ihn behalten. ;)

Beitrag 12.10.2021, 07:58

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SteveG
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@joecoin smilie_01

Hier ein guter Artikel zum Thema Bitcoin und Kriminalität:
Schlaue Kriminelle haben Bitcoin praktisch nie genutzt
Morell beruft sich dabei auf Zahlen des Unternehmens CipherTrace, das sich auf die Analyse der Blockchain spezialisiert hat. Für Bitcoin schätzt man hier, "dass illegale Aktivitäten weniger als 0,5 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens ausmachen", so Morell.

Zum Vergleich: damit stehe das Bitcoin-Netzwerk statistisch deutlich besser da, als die Gesamtwirtschaft. Schätzungen zu illegalen Aktivitäten reichen hier von 2 bis 4 Prozent des globalen BIP, die überwiegende Mehrheit dieser Geschäfte werde weiterhin mit "traditionellen Finanzintermediären und mit traditionellen Fiat-Währungen abgewickelt". Und so zieht Morell ein klares Fazit: Der Anteil der illegalen Nutzung von Bitcoin ist nicht höher als ähnliche Marktaktivität im traditionellen Bankensystem, "höchstwahrscheinlich sogar geringer".
Gerade hier im Forum würde ich eigentlich mit Menschen rechnen, die sich selber informieren und nicht einfach alles glauben, was die Zentralbanken ihnen vorsetzen (und von den willfährigen Medien weiterverbreitet wird).
Denn warum haben wir Gold? Doch weil wir dem Fiat-Geldsystem ein Stück weit entkommen wollen.
Bitcoin schlägt genau in diese Kerbe, deshalb hat es mit Gold mehr gemeinsam als manche wahrhaben wollen.

Beitrag 12.10.2021, 09:50

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IrresDing
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Wohnort: Ich bin dann mal weg.
Lieber Infla,

du verwechselst gehandelte Stück mit Aktien? Anders kann ich es mir nicht vorstellen und keinen Sinn hinter dem Quatsch lesen.

Was sollen die gehandelten Stück mit der Anzahl an Aktiengesellschaften zu tun haben? Und wieso sollen an einem Tag nicht mehr Aktien im Hochfrequenzhandel gehandelt werden? Man kann davon halten, was man möchte, jedoch werden diese eben im Millisekundenbereich hin und her gehandelt. So kann es locker sein, dass mehr Aktien des Free Floats am Ende des Tages gehandelt werden, als eigentlich da sind. Sie werden einfach mehrfach hin und her geschoben. Das kann mir als langfristiger Anleger eigentlich ziemlich egal sein und fällt nur bei Dampfplauderern der Linken auf Kritik. Es ist deren Eigentum. Also lasst mit ihrem Eigentum machen, was sie wollen.

Nebenbei ist es sch… egal, wie viele Stück an einer Börse an einem Tag gehandelt werden. Falls es zu Differenzen zwischen Börsen kommt, schlägt der Hochfrequenzhandel zu und ein Computer kauft innerhalb Millisekunden die betreffenden Aktien an einer der Börsen der Welt und verkauft dir diese an deiner lokalen Börse zu deinem gebotenen Kurs, so lange dazwischen nur ein Cent Differenz liegt. Danke Hochfrequenzhandel! Ja, das sind die Vorteile. Nebenbei durfte ich das 2020 bei einem Order erleben. Ich hab irgendwas um 150.000 Kauforder an der Börse Stuttgart eingestellt. Frei verfügbar war jedoch nur ein Teil. Trotzdem wurde die Order in zwei Transaktionen (sog. Teilausführung) ausgeführt - beide zum selben Kurs. Ein Computer hat mir diese innerhalb von einem Wimpernschlag beschafft. Hervorragend! Ich bekam alle Anteile sofort, ich sparte Gebühren von rund 70€ für eine zweite Order und der Hochfrequenzhandel hat vermutlich einen Gewinn im Centbereich gemacht.

Weiter sind ETF keine Austauschprodukte und es steckt auch nicht im Namen. „Exchange Tradet“ bedeutet lediglich börsengehandelt. Und eben nicht „Austauschprodukt“. Exchange Tradet bedeutet lediglich eine Vertriebsstrategie. Anstatt, wie bei Fonds, die Fondsanteile bei der Fondsgesellschaft ge- und verkauft werden und eine Verprovisionierung an den Vertriebskanal erfolgt, werden Börsengehandelte Fonds einfach über die Börse ge- und verkauft. Der Fondsanbieter stellt bei ETFs keine Kurse und keine Spreads. Gleich haben Fonds und ETF, dass sie Sondervermögen des Anlegers darstellen. Die allermeisten ETFs sind UCITS-Konform und damit praktisch gegen Emittenten-Schindluder weitgehend sicher, ebenso die Aktienleihe ist stark begrenzt.

Das ist alles! Was in einen ETF gebucht wird ist eine völlig andere Sache. Es gibt von vollreplizierende Indexfonds bis swapbasierte aktive Anlagestrategien alles darin. Dann muss man eben das Fondsprospekt lesen und sich das passende heraus suchen.

Ich hab einen großen Teil unseres Vermögens im A1JX52. Dieser bildet durch Sampling (auch teilreplizierend genannt) den Index ab. 3.900 Aktien wären sonst auch teilweise problematisch Und ich schlafe gut und ruhig jeden Abend ein.
Ich möchte den Weg des Forums nicht weiter mit beschreiten. Ich wünsche allen Mitgliedern viel Erfolg und danke für die schöne Zeit bis dahin. Bye bye

Beitrag 12.10.2021, 12:01

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joecoin
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Liebe Leute,

wollt Ihr die Aktienwelt nicht vielleicht besser in einem Aktien-Thread besprechen?

Ich denke, da ist jetzt wirklich gar kein Zusammenhang zumThema hier mehr zu erkennen.

Nur so als Vorschlag. :)

Beitrag 12.10.2021, 14:35

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joecoin
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Ich wollte mal ein wenig zum Thema zurückkommen und anmerken, dass neben dem Spekulationsaspekt, der leider in der westlichen Welt immer im Vordergrund steht, Bitcoin ja eigentlich ein höchst politisches Projekt ist mit der Vision, unterdrückten sowie in Armut lebenden Menschen ein Werkzeug zu geben um sich selbst aus ihrer meist finanzsystem-bedingten Situation zu retten.

Während nun Medien und allerlei Experten ständig von den kriminellen Machenschaften reden, die es in der Bitcoin-Ökonomie nachweisslich gar nicht gibt, herrscht grosses Schweigen in Bezug auf die zahlreichen Beispiele dafür, wie Bitcoin genau dieses befreiende Potential entfaltet Ein paar davon:

- In El Salvador ist Bitcoin mittlerweile gesetzliches Zahlungsmittel. In nur vier Wochen haben dort über die Hälfte der Bevölkerung eine Bitcoin Wallet eingerichtet während nur 30% der BEvölkerung überhaupt ein Bankkonto oder ähnliches haben. Die Remittance-Zahlungen von im Auslan lebenden Salvadorianern belaufen sich bereits jetzt auf mehrere Millionen USD täglich, quasi gebührenfrei in Sekundenschnelle, ohne zu Western Union laufen zu müssen und dort Wuchergebühren zu zahlen. Das gesparte Geld kommt direkt der Bevölkerung zugute und bleibt im Land. Die 70% der BEvölkerung dort, die bislang von der Weltwirtschaft ausgeschlossen wurden, sind jetzt inkludiert. Sahnehäubchen ist das Bitcoin Mining mit Geothermie auf den Vulkanen dort, wodurch sich das Land neben Kaffee eine zweite exportierbare Ressource erschlossen hat, nämlich Vulkanenergie. :)

- Oppositionelle, Dissidenten und Protestbewegungen auf der ganzen Welt haben mit Bitcoin eine unzensierbare Alternative wenn ihnen die Banken den Hahn zudrehen. Von brasilianischen Ureinwohnern über Weissrussische Opposition bis zu Studentenprotesten in Hong Kong nutzen sie Bitcoin.

- Gerade Frauen in frauenfeindlichen Jurisdiktionen, die dort oftmals gar kein Bankkonto oder ähnliches haben dürfen, haben Bitcoin als Ausweg gefunden und nutzen ihn entsprechend. Zwei schöne Beispiele:
https://bitcoinundco.com/en/nigerian-fe ... coalition/
https://www.derstandard.at/story/200013 ... e-freiheit

- Eine Organisation wie Wikileaks gibt es überhaupt nur noch weil es Bitcoin gibt.

Während die meissten Leute in der westlichen Welt Bitcoin immer noch als Kuriosum, Hackerspielzeug oder Spekulationsobjekt ansehen passiert das, was viele Leute so vorhergesehen haben: es sind die Armen und Unterdrückten dieser Welt, die das eigentliche Potential von Bitcoin zuerst verstehen und entsprechend nutzen.

Und weil das in der exponentiellen Wachstumsphase von Bitcoin passiert hat das den schönen Nebeneffekt, dass die die jetzt am Ärmsten sind Bitcoin als erste besitzen und damit auch die sind, die am meissten von der Wertsteigerung profitieren. Die Umschichtung von Kaufkraft von Reich zu Arm / Nord nach Süd / Industriestaat zu Entwicklungsland, die sich hier abzeichnet, ist kaum absehbar.

Der durchschnittliche Salvadorianer, der jetzt schon seine Millibitcoin zur Seite legt, wird in 10 Jahren deutlich wohlhabender sein als der durchschnittliche Bundesdeutsche, der jetzt immer noch an Euro, Riester-Rente und Zentralbank-Voodoo glaubt.

Kann ich mir zumindest vorstellen.


Ach ja, Nachtrag: möchte darauf hinweisen, dass alle oben genannten Beispiele durch Bitcoin möglich wurden, nicht durch Kryptoirgendwas, IOTA, Bcash, Etherium oder irgendeinen anderen Quatsch. Nur falls jemand mal sein "Kryptoportfolio" mit der Realität abgleichen will.

Beitrag 13.10.2021, 10:37

Escudo
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Darf ich einmal ganz profan um praktische Hilfe bitten?

Ich habe vor ca. zwei Jahren bei Bitcoin.de selbige gekauft, abgewickelt über die Fidor Bank. Irgendwie war das für mich aber oversized, weil ich das Bankkonto sonst nicht brauche, es nicht mehr kostenlos ist, etc. Als Wallet habe ich Exodus genutzt, auch weil es die häßlichen Alternativen (ich denke Monero oder Dash werden noch ihren Nutzen haben...) verwalten kann. Bin aber seit ca. 15 Monaten inaktiv.

Ich habe mir verschiedene Optionen für einen Neustart angesehen, überraschenderweise sind inzwischen viele Anbieter auf dem Markt, die es noch nicht mal ermöglichen, dass ich die Bitcoins - ok die Satoshis - selbst verwalte... schräg.

Ich suche etwas einfach zu nutzendes, ohne große laufende Kosten & Komplexität. Ich möchte keine großen Mengen investieren, eher laufend ein bisschen ... und es nicht wieder abreißen lassen. Relai (eine App) hab ich mir angesehen, geht im Prinzip in die richtige Richtung (extrem einfache Bedienung) - was mir nicht gefällt, ist dass ich dort eine neue Wallet erstelle und die App nicht quelloffen ist. Was kann mir ein aktiver Nutzer empfehlen?

1000 Dank.
Mit Gold ist jede Festung zu erobern.

Beitrag 13.10.2021, 11:41

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SteveG
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Um Bitcoin zu handeln, nutze ich BSDEX. Die beschränken sich allerdings auf Bitcoin, Litecoin, XRP und Ether.
Für Altcoins benutze ich Crypto.com und Kraken.
Bei keiner von diesen Börsen bezahle ich irgendwelche Grund- oder Kontoführungsgebühren.

Wenn du auf einer Börse Coins kaufst, liegen sie erstmal in deiner dort angeschlossenen Custodial Wallet.
Da das etwa so sicher ist, wie sein Geld auf dem Bankkonto zu haben, solltest du deine Coins auf deine eigene Wallet transferieren. Zumindest die, die du nicht demnächst wieder verkaufen willst.
Dabei die Transaktionsgebühren beachten! Das lohnt sich (z.B. beim Bitcoin) nicht für Kleckerbeträge.
Für Kleckerbeträge Bitcoin zu kaufen, ist kein Problem. Sogar sinnvoll im Sinne von DCA (Dollar Cost Averaging). Aber für den Transfer auf deine eigene Wallet sollte es dann schon ein größerer Betrag sein.

Dafür empfiehlt sich eine Hardware-Wallet wie z.B. Ledger oder die BitBox, die sind sicherer als Software-Wallets.

Eine Börse, die einen Transfer auf deine eigene Wallet nicht zulässt, solltest du meiden. Das widerspricht dem Sinn vom Bitcoin.

Beitrag 13.10.2021, 13:14

Escudo
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SteveG hat geschrieben:
13.10.2021, 11:41
Um Bitcoin zu handeln, nutze ich BSDEX.
Danke, das geht in die Richtung, die mir vorschwebt. smilie_01

smilie_14
SteveG hat geschrieben:
13.10.2021, 11:41
Eine Börse, die einen Transfer auf deine eigene Wallet nicht zulässt, solltest du meiden. Das widerspricht dem Sinn vom Bitcoin.
Absolut. Man kann ja am Ende noch nicht mal sicher sein, dass die Börse überhaupt entsprechend Bitcoins hat und nicht statt dessen irgendwelche Derivate... die dann im Fall der Fälle alle hochgehen.
Mit Gold ist jede Festung zu erobern.

Beitrag 13.10.2021, 14:19

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joecoin
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Dem was SteveG geschrieben hat wollte ich hinzufügen:

Ja, es ist schon etwas aufwändig zu lernen, wie man Bitcoin selbst sicher verwaltet. Nicht anders als bei jeder neuen Technologie, deren Anwendung man erst lernen muss.

Mit der grossartigen Eigenschaft, selbst Herr über sein Geld zu sein, kommt eben die Verantwortung mit, selbst drauf aufpassen zu müssen. Eine Hardware Wallet wie oben erwähnt zu bedienen ist aber weniger kompliziert als Fahrrad fahren zu lernen (wobei ich den Trezor vorziehen würde).

Der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall weil auch kleinere Beträge in Bitcoin recht schnell an Wert zunehmen, den Du nicht unter fremder Kontrolle haben willst.

Und wahrscheinlich gibt es eh' kein besseres Investment als die Zeit, die man investiert um eine neue und zukunftsträchtige Technologie früher als die meissten anderen zu verstehen und damit sicher umgehen zu können.

Viel Erfolg!

Beitrag 05.11.2021, 10:32

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Sapnovela
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Zu viele lassen sich noch immer von Trash-Coins blenden, da geht viel Geld den Bach runter.

Hier das krasseste Beispiel, höhere Marktkapitalisierung als Bitcoin!

- 27 trillion in circulation (Anm. US-Trillonen also Billionen in deutscher Sprache)
- unlimited supply cap
- only 1 node
- 25% of supply minted in last 6 months
- 1% of holders own 30%
....

https://twitter.com/joinryze/status/1394374934936293380

smilie_02 smilie_02 smilie_02
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Beitrag 05.11.2021, 22:29

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joecoin
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Sapnovela hat geschrieben:
05.11.2021, 10:32
Zu viele lassen sich noch immer von Trash-Coins blenden, da geht viel Geld den Bach runter.

Hier das krasseste Beispiel, höhere Marktkapitalisierung als Bitcoin!

....
"Marktkapitalisierung" ist halt Blendwerk.

Die Formel ist: existierende Einheiten multipliziert mit dem letzten Preis den jemand bezahlt hat.

Beispiel:

Ich generiere irgendeinen Token und mache eine Million Stück davon. Jetzt verkaufe ich einen einzigen davon für einen Euro und schwupps hat der Token eine "Marktkapitalisierung" von einer Million Euro.

Beitrag 07.11.2021, 11:00

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Sapnovela
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joecoin hat geschrieben:
05.11.2021, 22:29
Sapnovela hat geschrieben:
05.11.2021, 10:32
Zu viele lassen sich noch immer von Trash-Coins blenden, da geht viel Geld den Bach runter.

Hier das krasseste Beispiel, höhere Marktkapitalisierung als Bitcoin!

....
"Marktkapitalisierung" ist halt Blendwerk.

Die Formel ist: existierende Einheiten multipliziert mit dem letzten Preis den jemand bezahlt hat.

Beispiel:

Ich generiere irgendeinen Token und mache eine Million Stück davon. Jetzt verkaufe ich einen einzigen davon für einen Euro und schwupps hat der Token eine "Marktkapitalisierung" von einer Million Euro.
Nur dass dieser spezielle Coin durch Flugzeugträger und Nuklearwaffen abgesichert ist, ansonsten aber nach allen Kriterien ein Shitcoin ist, unser USD.
Gehirnwäsche funktioniert wie richtige Wäsche - wenn sie das Objekt lang und heiß genug waschen, schrumpft es. (c) Volker Pispers

Beitrag 07.11.2021, 15:41

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Sapnovela hat geschrieben:
07.11.2021, 11:00

Nur dass dieser spezielle Coin durch Flugzeugträger und Nuklearwaffen abgesichert ist, ansonsten aber nach allen Kriterien ein Shitcoin ist, unser USD.
Haha. Auf diesem Schlauch stand ich dann wohl mit beiden Beinen. ;)

Beitrag 23.11.2021, 15:26

cb.david
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Bitcoin, wie alles begann - Mysterium Satoshi (1/6) | ARTE
https://www.youtube.com/watch?v=hVqEFpM9nIs

Sehr empfehlenswerter 6Teiler von Arte. Allerdings kommen mir die ALT-Coins zu kurz. Da gibt es auch fantastische Projekte...
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