Bundesbank will deutsches Gold heim holen

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Klappt es letztendlich das Gold zurück zu holen?

Ja
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6%
Ja
19
7%
Ja
19
7%
Nein, die deutsche Politik wird es untergraben
20
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Nein, die deutsche Politik wird es untergraben
35
13%
Nein, die deutsche Politik wird es untergraben
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Nein, die ausl. Lagerstätten/Zentralbanken werden es nicht raus rücken
35
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Nein, die ausl. Lagerstätten/Zentralbanken werden es nicht raus rücken
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Nein, die ausl. Lagerstätten/Zentralbanken werden es nicht raus rücken
47
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Insgesamt abgegebene Stimmen: 272

Beitrag 29.01.2013, 12:55

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Ken.Guru
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betreffs meines beitrages weiter oben, die buba könnte wenn sie wollte sich das gold auf dem freien markt besorgen wenn sie wollte. möchte ich präzisieren.
es wäre bestimmt kein problem den ausländischen goldbestand an die ausländischen lager zu verkaufen um mit dem papier/bits neues am markt zu kaufen, wenn die buba den wirklich wöllte, könnte oder es genug physisches gibt/gäbe.
das war meine intention betrefss china mit ihren $reserven und der buba, denn wenn genug davon da wäre, wäre ja alles kein problem. oder ?

Beitrag 29.01.2013, 13:31

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Ladon
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KROESUS hat geschrieben:da steht sozusagen Aussage gegen Aussage

solange ich die deutschen Bestände bei der FED nicht sehen darf, selbst als deutscher Regierungsvertreter nicht, gehe ich mal davon aus dass sie nicht da sind.

angenommen einer gibt seinem starken Nachbar Geld um es für ihn aufzubewahren

und man will es mal kurz sehen und der Nachbar sagt, 'nein', was soll man dann glauben?

dass es noch da ist oder dass es der Nachbar verbraucht hat weil er jahrelang konsumiert und so gut wie nichts gearbeitet hat?

naja, jetzt haben die US amis ja 7 Jahre Zeit das Gold aufzutreiben und in Raten zurückzugeben...
Nun, zum einen ist der gewaltige Unterschied zu Deiner "Analogie", dass der Bestand bei der FED faktisch als existent angesehen wird - alle Teilnehmer am Spiel tun so als ob alles da wäre. Das ist so als wenn ich zwar keinen Führerschein hätte sondern nur einen handgeschriebenen Zettel - jedoch wird der von jeder Polizeistreife, die mich aufhält akzeptiert.

Zum anderen bleibt mein Hauptkritikpunkt dadurch doch unberührt: Lautet die Behauptung nun das Buba-Gold ist nicht mehr da oder alles, was die FED verwahrt?
Letzteres erscheint aus den diversen Gründen, die ich nun schon mehrfach genannt habe schlicht unwahrscheinlicher als eben "nur" gewisse "Ungereimtheiten". Die sind - ich betone es immer wieder - defintiv auch nicht akzeptabel! Aber es ist eben eine ganz andere Dimension. Da steckt gar keine "Aussage gegen irgendwas" dahinter, sondern nur die Feststellung, dass das kategorische "gar-nichts-da" erhebliche Schwachpunkte aufweist. Wohingegen die These "da passieren seltsame Dinge und es wird offensichtlich etwas verschleiert" schlichtweg naheliegender ist. Also sollte man sich doch erst mal darum kümmern, um weiter zu kommen.
Wer sind denn eigentlich die "Diebe"? Die USA? Die FED? Die Illuminaten? Hm, letztere kontrollieren ja die USA und die FED ... da sind wir wieder bei: Warum sich selbst bestehlen, wenn man das Zeug doch eh unter Kontrolle hat?
Der Physiknobelpreisträger R. Feynman hat mal in einer Vorlesung beschrieben, wie physikalische Theorien entwickelt werden und das Procedere kann man sehr schön hier auch anwenden: Wenn sich etwas durch die Überlegungen und die Berechnungen verkompliziert, sollte man einen anderen Weg einschlagen - das Endergebnis ist dadurch aber noch gar nicht determiniert!

Als Chavez sein Gold wollte, hieß es hier auch: Da bricht jetzt alles zusammen, der ganze Schwindel fliegt auf ... und dann wurde das Zeug einfach geliefert.
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Beitrag 29.01.2013, 14:04

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KROESUS
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@Ladon: die FED bzw. die Illus haben das BRD-Gold, schon klar

und wenn es unbedingt sein muss geben Sie es auch wieder her, dies hätte ich nicht gedacht, spielen halt auf Zeit

ich behaupte nur dass es weder in Fort Knox noch in den Kellern der New Yorker FED liegt und dass die Medien mit Absicht falsche Fährten legen

das hat mit dem James Bond Goldfinger Movie schon angefangen, schön das Menschenvieh im falschen Glauben lassen es wäre dort

und nach 9/11 wurde kurz verbreitet mit dem WTC wären auch die Goldreserven der FED äh verschwunden

meine persönliche VT ist dass ein Grossteil des Illugoldes bei der Perthmint in Australien liegt, die wem gehört?





:roll: smilie_16
Zuletzt geändert von KROESUS am 29.01.2013, 14:06, insgesamt 2-mal geändert.

Beitrag 29.01.2013, 14:05

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Titan
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Ladon hat geschrieben:Als Chavez sein Gold wollte, hieß es hier auch: Da bricht jetzt alles zusammen,
der ganze Schwindel fliegt auf ... und dann wurde das Zeug einfach geliefert.
Ja,so ist es....
Jetzt geht es um vertrauensbildende Maßnahme ....
Bundesbank veröffentlicht alle Goldtransaktionen seit 1951
Seit 1999 hat die Bundesbank keine größeren Goldtransaktionen mehr getätigt.
Die Bundesbank geht mit ihren vertrauensbildenden Maßnahmen in Sachen deutsche Goldreserven noch einen Schritt weiter.
Die größten deutschen Goldtransaktionen im Überblick.
Weiter so mit dem Prägen von Goldmünzen in D. ....bis das Gold "verprägt" ist....dan KANN es JEDER
Deutsche tatsächlich als sein Gold bezeichnen smilie_01
http://www.goldreporter.de/bundesbank-v ... old/29835/
T.

Beitrag 29.01.2013, 14:53

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AuCluster
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Das Prägen von Goldmünzen durch den Staat widerspricht den Verschwörungstheorien, die in Richtung Goldverbot gehen.smilie_04
Es macht einfach keinen Sinn, zuerst das Gold in kleinsten Stückelungen unter das Volk zu bringen, um es danach wieder aufwändig einsammeln zu wollen.
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Beitrag 29.01.2013, 14:56

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lifesgood
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... das kommt drauf an.

Wenn man heute das Gold teuer an die Bürger verkauft und dann bei einer Zwangsablieferung nur 100 € pro Unze bezahlt, hat man als Staat einen guten Schnitt gemacht ;)

Wobei ich nicht an ein Goldverbot glaube ...

lifesgood

Beitrag 29.01.2013, 15:52

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Ladon
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... oder man machts wie anno 33/34 die USA:

Zum Marktpreis "einkaufen" (wobei der Verkauf mehr oder weniger "erzwungen" wird; so machten es dann ja auch die "Devisenschutzkommandos"), und dann den offiziellen Preis heraufsetzen. Damals von 20,nochwas auf 35,- $. Das ist schon ein netter "Schnitt".

Außerdem der Form halber: Es ist immer noch so, dass der Finanzminister, wenn er Münzen prägen lässt, Gold von der Buba KAUFT ... er könnte es auch woanders einkaufen. Ich wüsste nicht, dass es irgendwo eine gesetzliche Regelung o.ä. gäbe, die den zwingen würde nur Buba-Gold zu "verprägen".


@ KROESUS
Das klingt jetzt aber schon ganz anders. Denn jetzt sprichst Du vom Buba-Gold. IN New York also etwa 1/8 des offiziellen Bestandes. Das was nun eingefordert und geliefert wird, sind über den Daumen nur 5%. Ich meine halt, da ist genug "Luft" um die paar Tönnchen dann halt von einer anderen Palette zu holen. Du meinst ja, dass das kein Problem wäre. Und wenn es in Australien liegt ... naja, dann brauchen sie es doch nur dort zu holen.
Das sag' ich doch die ganze Zeit: Wenn die, die WIRKLICH die Verfügungsgewalt haben das Gold kontrollieren, kann die Lieferung von 50 Tonnen pro Jahr doch nicht "vice versa" als Argument für das Fehlen herhalten ... denn sie HABEN es ja.
Und sie haben garantiert auch "den Daumen drauf", wenn es in Frankfurt liegt. Guck Dir mal den beruflichen Werdegang der Leute in der Buba-Chefetage an!
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Beitrag 29.01.2013, 17:17

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lifesgood hat geschrieben:... das kommt drauf an.

Wenn man heute das Gold teuer an die Bürger verkauft und dann bei einer Zwangsablieferung nur 100 € pro Unze bezahlt, hat man als Staat einen guten Schnitt gemacht ;)

Wobei ich nicht an ein Goldverbot glaube ...

lifesgood
Denkbar, ja!

Eine saftige Steuererhöhung bringt mehr und lässt sich unkomplizierter durchführen. Und im Gegensatz zum Goldverbot wird die nächste Steuererhöhung mit Sicherheit kommen. smilie_04
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Beitrag 29.01.2013, 19:40

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MaciejP
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Was mir grad so in den Sinn kam: Nehmen wir mal an, das deutsche Gold wäre tatsächlich von der FED vollständig verkauft worden. Folglich müsste es innerhalb der nächsten sieben Jahre auf dem Markt eingekauft werden, um die Forderungen der Bundesbank zu erfüllen. Ließe sich dann abschätzen, inwiefern sich der Goldpreis mindestens nach oben bewegen müsste? Wären das deutliche Steigerungen, die auch über die normalen hinaus auffallen müssten, oder ist die Goldmenge dafür zu klein?

Beitrag 29.01.2013, 19:58

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Ladon
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Wenn nur das Bundesbank Gold verkauft worden wäre, könnten sie es doch einfach von den anderen Paletten nehmen. Gibt ja genügend Zentralbanken, die dort so eine Art "Goldkonto" haben - also keinen gelisteten Bestand, sonderrn nur einen Anspruch auf eine bestimmte Menge. Da die auch nicht nachschauen dürfen ...

Wegen 50 Tonnen im Jahr ändert sich nüscht am Preis am Weltmarkt. Bei einem recht stabilen Umsatz von 3 bis 4 Tausend Tonnen p.a.
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Beitrag 29.01.2013, 20:20

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MaciejP
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Ladon hat geschrieben:Wenn nur das Bundesbank Gold verkauft worden wäre, könnten sie es doch einfach von den anderen Paletten nehmen.
Na ich dachte die Theorie besagt, dass das Gold auch weg ist. Alles weg. Komplett leer der Keller in Fort Knox. Bis auf Beweise außerirdischen Lebens, UFO-Wrackteile und so, hab ich gehört. :wink:
Wegen 50 Tonnen im Jahr ändert sich nüscht am Preis am Weltmarkt. Bei einem recht stabilen Umsatz von 3 bis 4 Tausend Tonnen p.a.
Na gut, wäre wohl auch zu einfach gewesen.

Beitrag 01.02.2013, 18:10

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RM958
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Wohl nichts mehr da...It’s become a game of musical chairs
http://dollarcollapse.com/precious-meta ... -the-gold/

Beitrag 19.02.2013, 12:49

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goldjunge01
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Goldreserven der USA: Prüfergebnis bekanntgegeben

Die US-Regierung hat im vergangenen Jahr eine Prüfung der US-Goldreserven in Auftrag gegeben. Das nun veröffentlichte Ergebnis dürfte niemanden überraschen.

http://www.goldreporter.de/goldreserven ... old/30301/


Da heißt es u.a.:

"Mit den amerikanischen Goldreserven ist alles in bester Ordnung. Sie sind sicher und der Feingehalt der Goldbarren ist sogar ein wenig höher als erwartet."

Doch nicht soviel Wolfram drin wie gedacht???
Dann können wir das Gold ja auch da lassen!
smilie_09

Beitrag 19.02.2013, 14:02

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RM958
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Die Chinesen haben blossgelegt, das eine Lieferung von 5.600-7.000 Goldbarren aus Fort Knox aus Wolfram mit einer dünnen Schicht aus Gold aussen bestand!! Die Fed wird dahinter vermutet.

http://krisenfrei.wordpress.com/2013/02 ... s-der-fed/

Beitrag 19.02.2013, 16:53

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Ladon
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Soso, die Chinesen haben "bloßgelegt" ... naja, so lange sie nicht "blank gezogen" haben ;-)
Wäre schön, wenn solche Behauptungen IRGENDWIE nachprüfbar wären ...

Aber richtig "spaßig" wird es in einem Kommentar zu dem Blog-Artikel:
WO SIND DIE 144 TONNEN GOLD DIE DIE FREIE UND UNABHÄNGIGE STAATS/NATIONALBANK VON LYBIEN BESESSEN HAT?
nach der letzten veröffentlichten statistik hat lybien jetzt 0 kg an gold oder goldwerten forderungen
Äh. Die letzte offizielle Statistik der Goldreserven der Zentralbanken vom Februar 2013 (WGC) weist Lybien mit 116,6 Tonnen aus. Seit 2004 sind zwei Aktionen dokumentiert: Oktober 2011 mit 11,2 Tonnen und Dezember 2011 mit 16 Tonnen.
Mag ja sein, dass diese Statistiken manipuliert sind ... aber die "letzte veröffentlichte Statistik" sagt dennoch genau das Gegenteil vom Behaupteten aus.
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Beitrag 22.02.2013, 10:45

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goldjunge01
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Wohin mit dem Gold der Bundesbank?

3391 Tonnen Gold befinden sich im Besitz der Bundesbank. Das weckt Begehrlichkeiten der Politik. Doch Vorsicht: Die Goldvorräte aufzulösen, darf keine Option sein.

http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/ ... 86742.html

Beitrag 23.02.2013, 19:57

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RM958
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Beitrag 23.02.2013, 20:29

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MaciejP
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RM958 hat geschrieben:Nur ein Gerücht

http://www.macht-steuert-wissen.de/arti ... serven.php
An der Echtheit der Goldbarren, die bei unseren „Freunden“ lagern, besteht laut Bundesregierung und Bundesbank kein Zweifel. Anders aber bei Kennern der Edelmetallszene, die davon ausgehen, dass bis zu einer Million Goldbarren einen Wolframkern haben.
Diese Kenner möchten aber lieber anonym bleiben oder wieso wird nicht ein einziger im Artikel zitiert (oder wenigstens namentlich genannt)? Naja, Gerüchte halt ... :roll:

Beitrag 23.02.2013, 22:49

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Argentum13
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Würde mich auch gerne an den Spekulationen zu den Goldreserven der BB äußern - leider ist das Unterhaltsame hier im Tröt schon geschrieben worden.

Dabei muss ich klar feststellen: ich finde es richtig gut, dass sich immerhin einige Gedanken machen und etliche auch restlos genervt sind, was das Getue um den Goldbestand der BB angeht. Zu diesen leuten zähle ich mich auch.

Ladon hat es m.M. nach gut auf den Punkt gebracht: Es ist das Herumgeeiere der BB, das letztlich nicht zu dem beiträgt, was doch immerhin wohl ein nicht unerheblicher Teil der deutschen Öffentlichkeit möchte: Transparenz der Situation um den Goldbestand und plausible Erklärungen für das Verhalten der BB diesem Goldbestand gegenüber, flankiert durch 'vertrauensbildende Maßnahmen'. Denn genau dieses Vertrauen scheint doch angekratzt zu sein.

Dieses Ziel ist mit den bisherigen Äußerungen und Anweisungen sicher nicht erreicht worden. Ein paar Tonnen hin und her zu bewegen oder deren Standort zu verändern, reicht sicher nicht aus. Auch die Erklärungen bleiben dünn: Es soll also tatsächlich so sein, dass die Bundesbank für den 'Fall der Fälle' diesen Bestand z.B. in New York oder London vorhalten muss als Sicherheit, z.B. zur Rohstoffbeschaffung für die BRD (habe ich das richtig verstanden?).
Das bedeutet doch auf der anderen Seite, dass unsere Natopartner und 'Freunde' uns im Krisenfall ansonsten im Regen stehen lassen würden oder die Bundesrepublik nicht die Reputation hätte, für etwaige Schulden aufzukommen. Dasselbe müsste doch für Waren gelten, die z.B. aus Deutschland an die USA oder GB zu liefern wären. Also müssten diese Staaten auch Goldbestände bei der BB einlagern. Habe ich da schon einen Denkfehler?
Was wäre naheliegender als dass jeder Staat / bzw. Zentralbank den Goldbestand als Eigentümer auch in Besitz nimmt?

Auf allen politischen Ebenen wird Transparenz gefordert, sodass es schon zu nerven beginnt. Warum werden gerade in diesem Bereich nur Nebelbomben geworfen? Genau das werfe ich der BB vor und kann nur konstatieren, dass sich das leider nahtlos in das Gebaren der Politik einfügt, wie man es z.B. bzgl. der Euro- und Schuldenpolitik erlebt.

Unter Bauern bei uns auf dem Lande pflegte man in früheren Zeiten (vor den Antidiskriminierungsgesetzen) Viehhändler als wenig vertrauenwürdige Personen anzusehen, bei denen man geschäftlich auf der Hut sein müsse. Gemessen an der Politik und - leider nun auch der BB - scheint mir da dieser beargwöhnte Viehhändler vergangener Tage ein Hort der Vertrauensseligkeit gewesen zu sein.

Oder hat jemand ein Argument, das verlorenes Vertrauen wieder herstellen könnte? smilie_08
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Beitrag 23.02.2013, 23:19

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Argentum13 hat geschrieben:Würde mich auch gerne an den Spekulationen zu den Goldreserven der BB äußern - leider ist das Unterhaltsame hier im Tröt schon geschrieben worden.

Dabei muss ich klar feststellen: ich finde es richtig gut, dass sich immerhin einige Gedanken machen und etliche auch restlos genervt sind, was das Getue um den Goldbestand der BB angeht. Zu diesen leuten zähle ich mich auch.
Warum machst Du Dir Gedanken über Peanuts? Der Gegenwert des Goldes welches im Ausland lagert beträgt ca. 70 Mrd. Euro. Gleichzeitig besitzt D eine Forderung gegenüber dem Ausland von 1,4 Billionen Euro und es werden Monat für Monat mehr. Allein im letzten Jahr sind 160 Mrd. Euro (durch den Exportüberschuss) hinzugekommen. Da wir in den nächsten Jahren höchstwahrscheinlich auch einen Überschuss produzieren werden, wird die Zahl bald bei 2 Billionen stehen.
Hier stellt sich doch eher die Frage, wie die ganze Kohle (gemeint der Gegenwert in Waren und Dienstleistungen) zurück nach D fließen soll?
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