Deutschlands Rentner verarmen

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 22.10.2013, 10:46

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Deutschlands Rentner verarmen

So viele Rentner wie noch nie sind in Deutschland auf staatliche Hilfe angewiesen.

Ende 2012 bekamen knapp 465.000 Personen über 65 Jahre Leistungen der Grundsicherung, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit.

http://www.format.at/articles/1343/931/ ... ds-rentner

Beitrag 22.10.2013, 10:50

michi852
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Hätten die mal Riester gamacht
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Beitrag 22.10.2013, 10:54

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Altersarmut gestiegen
Alt. Weiblich. Arm.

Immer mehr Senioren sind auf staatliche Hilfe angewiesen.
Besonders betroffen sind Frauen in den alten Bundesländern und Städter.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/a ... -1.1800327

Beitrag 22.10.2013, 10:56

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Ken.Guru
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du hast nen smiley vergessen michi, riester wird auf die grundsicherung angerechnet.

Beitrag 22.10.2013, 11:02

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Grundsicherung
Eine halbe Million Rentner müssen aufstocken

22.10.2013 · Wenn die Rente nicht reicht, bekommen Ruheständler einen Zuschuss vom Staat. Das sind inzwischen 465.000 Menschen - deutlich mehr als vor einem Jahr.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 28279.html

Beitrag 22.10.2013, 12:09

michi852
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Ken.Guru hat geschrieben:du hast nen smiley vergessen michi, riester wird auf die grundsicherung angerechnet.
Stimmt habe ich.

Wobei das Thema Altersarmut schon lange bekannt ist. Natürlich kann ich nicht alle Betroffenen über einen Kamm scheren, aber einige haben vergessen, vorzusorgen.
Natrürlich gibts auch auch Ausnahmen. Jemand der ohnehin von ALG 2 lebt, wird da nichts machen können.
Andere hätten vielleicht Möglichkeiten gehabt und nicht genutzt
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Beitrag 22.10.2013, 19:55

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Betagte Sozialhilfeempfänger:
"Die Altersarmut wird weiter steigen"

So viele deutsche Rentner wie noch nie sind auf Sozialhilfe angewiesen. Nach Ansicht des Armutsexperten Heinz-Herbert Noll ist das Teil eines längerfristigen Trends - und könnte zu einem Comeback der gesetzlichen Rentenversicherung führen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 29367.html

Beitrag 23.10.2013, 01:03

Goldinho
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Ich prophezeie mal, dass der Staat in naher Zukunft massiv im sozialen Wohnungsbau investieren muss. Wenn in den nächsten 20 Jahren die Baby-Boomer in Rente gehen, wird es nicht wie zuletzt dargestellt 30 von 1000 treffen, sondern dann eher schon 30 von 100. Man nehme einfach mal die Immigranten, die ab den 70ern eingewandert sind, da dürfte der Frauenanteil derjenigen, die einer qualifizierten Arbeit nachgegangen ist im Promille Bereich liegen.

Interessant wird auch sein, wo gespart werden wird um die Beamtenpensionen auszahlen zu können. In 20 Jahren sollen sie ja bereits bei 80 Mrd. liegen. Das wird dann in etwa 10% des Staatshaushaltes ausmachen.

Generell muss man sich fragen, wie viele Menschen bis dahin 40 Jahre am Stück arbeiten konnten, natürlich mit einem mindestens durchschnittlichen Einkommen.

Wenn man den Gedanken weiterspinnt wird einem ganz anders. Die Kriminalität wird massiv steigen, diejenigen, die über Kapital verfügen, werden sich eine schicke Finka, oder dergleichen im Ausland suchen und ein großer Teil der zurückgebliebenen wird aus mittellosen Rentnern bestehen.

Beitrag 23.10.2013, 07:36

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thEMa
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Kann mir mal jemand schlüssig erklären, warum niedrige Löhne zu zu niedrigen Renten führen müssen. smilie_08
Ceterum censeo anatocismum esse delendum

Der Zins, sie zu knechten, sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.

Beitrag 23.10.2013, 08:17

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thEMa hat geschrieben:Kann mir mal jemand schlüssig erklären, warum niedrige Löhne zu zu niedrigen Renten führen müssen. smilie_08
http://de.wikipedia.org/wiki/Entgeltpunkte

Beitrag 23.10.2013, 10:30

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Titan
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thEMa hat geschrieben:Kann mir mal jemand schlüssig erklären, warum niedrige Löhne zu zu niedrigen Renten führen müssen. smilie_08
Da gibt es nix schlüssig zu erklären...
weil sogar hohe Löhne zu Altersarmut führen können.
Schau einfach mal die letzten 20 Jahre die regelmäßigen "Anpassungen"--
dazu die nachträglichen Veränderungen der Berechnungsgrundlagen noch weiter zurück--
an die sogenannten "Entgeltpunkte" an...
Da ist nur eins verläßlich :RENTENKÜRZUNG per Gesetz.... smilie_18
T.
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 23.10.2013, 11:35

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IrresDing
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Dafür habe ich wenig Verständnis und auch wenig Mitgefühl.

Ist es doch so, dass seit Jahrzehnten schon gepredigt wird, dass die staatliche Rente nicht reicht und man zusätzlich vorsorgen muss.

Es gibt eigentlich nur 3 Gruppen:

Entweder die Rentner haben vorher nur knapp unter oder über der Existenzsicherung/Hartz verdient. Dass dann im Alter nicht viel mehr drin sein kann, erklärt sich von selbst.

Die zweite Gruppe sind die, die eigentlich genug hatten, es aber aufgrund von Schwarzarbeit, Selbstständigkeit, etc. nicht angespart haben. Diese haben das Geld schon verbraucht, welches sie eigentlich hätten sparen müssen. Warum sollen diese also durch meine Einzahlungen in staatliche Kassen alimentiert werden, insbesondere mehr als die Grundsicherung?

Die dritte Gruppe sind Einzelfälle, insbesondere ausgeschlachtet von unseren Medien. Da sieht man die hart arbeitende Klofrau, die mit 70 noch nicht in Rente geht, weil sie nicht ausreichen würde. Aber die Wahrheit sieht doch dann bei genauem Hinsehen anders aus. So ist unser Sozialsystem in Rentenfragen zum Glück immer noch mit den Einzahlungen gekoppelt, zumindest mittelbar. Es wäre ein weiterer Rückschritt in Richtung Sozialismus und staatlicher Bevormundung, wenn dieses Prinzip fallen würde.

Was wir vielmehr brauchen ist ein anderes System. Diese ganzen Vorsorgesysteme dienen nur zwei Beteiligten: Dem Anbieter (z.B. Versicherer) und dem Staat (da die Versicherungen Staatsanleihen kaufen müssen). Ich möchte nicht behaupten, dass der Kunde selbst nicht profitieren könnte (z.B. Pensionsbeiträge die vom Brutto abgezogen werden sind eine wirkliche Entlastung), die Möglichkeiten in Höhe, Anbieter und Anlageart sind aber sehr begrenzt.

Der Staat müsste die Wege frei für eine offene Anlage machen. Egal was der Kunde macht, so lange die Mittel dauerhaft fürs Alter reserviert werden, sollten diese genauso gefördert oder steuerlich begünstigt werden, wie alle anderen Wege. Von mir aus kann der Staat auch, wie in der gesetzlichen Rente derzeit, einen festen Minimalbetrag festlegen, der ein Angestellter zu sparen hat. Schließlich meint der Staat, dass die Bürger unmündig sind und behandelt sie auch so.

Am besten wäre alle bestehenden Gesetze hierzu erst mal einzustampfen und etwas wirklich Einheitliches zu schaffen. Jeder kann dann frei entscheiden ob er in einen Generationenvertrag investiert, in Rentenpapiere von Staaten oder Unternehmen, in Aktien oder sogar in Edelmetalle. Der Verkauf darf nur eben mit einer Sperrfrist bis zur (Früh)Verrentung unmöglich sein. Denn sonst werden es manche Mitmenschen ausnutzen.

Aber das ist Utopie. Die davon betroffene Lobby von Banken und Versicherungen ist viel zu groß und mächtig. Insbesondere auch, weil der Staat seine eigene Finanzierung über die Staatsanleihen gefährdet sehen würde. "Du sollst nicht stehlen - der Staat toleriert keine Konkurrenz!"

LG
Zuletzt geändert von IrresDing am 23.10.2013, 12:42, insgesamt 1-mal geändert.
smilie_06

Beitrag 23.10.2013, 12:07

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Goldfriese
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Gestern in der Tagesschau ging es um einen ehemaligen Lageristen. Seine Rente heute 635 Euro - das sei unter dem Existenzminimum. Jetzt bekommt er dank Grundsicherung 382 Euro zusätzlich plus Miete und Krankenversicherung.

Das sind also 1017 Euro plus Miete und KV - soviel bekommen Hartzer aber nicht! Der Regelsatz wird demnächst auf 391 Euro angehoben. 391 plus Miete (plus Heizung und Wasser) plus KV ist deutlich weniger. Es sei denn, Heizung und Wasser kommen auf 600 Euro im Monat - und das wird das Sozialamt nicht zahlen.

Für 1000 Euro plus Miete und KV würd ich sofort in Altersgrundsicherung gehen.

Ich sehe mich im Alter jedoch bei deutlich weniger, nach heutigen Maßstäben.
Erfolgreich gehandelt: http://www.gold.de/forum/goldfriese-t5990.html

Beitrag 23.10.2013, 12:20

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IrresDing
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Goldfriese hat geschrieben:Gestern in der Tagesschau ging es um einen ehemaligen Lageristen. Seine Rente heute 635 Euro - das sei unter dem Existenzminimum. Jetzt bekommt er dank Grundsicherung 382 Euro zusätzlich plus Miete und Krankenversicherung.

Das sind also 1017 Euro plus Miete und KV - soviel bekommen Hartzer aber nicht! Der Regelsatz wird demnächst auf 391 Euro angehoben. 391 plus Miete (plus Heizung und Wasser) plus KV ist deutlich weniger. Es sei denn, Heizung und Wasser kommen auf 600 Euro im Monat - und das wird das Sozialamt nicht zahlen.

Für 1000 Euro plus Miete und KV würd ich sofort in Altersgrundsicherung gehen.

Ich sehe mich im Alter jedoch bei deutlich weniger, nach heutigen Maßstäben.
Kann ich mir kaum vorstellen. Gem. diesem Artikel ist die Grundsicherung ebenso hoch wie der Hartz4-Satz. Ich glaube nicht, dass er das zusätzlich bekommt, sondern die Rente angerechnet wird.

http://www.biallo.de/finanzen/Soziales/ ... ibt-es.php

LG
smilie_06

Beitrag 23.10.2013, 12:24

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Goldfriese
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Zitat Tagesschau vom 22.10.2013 (noch in der Mediathek):
382 Euro zusätzlich im Monat, plus Miete und Krankenversicherung.
Bei der Miete gehe ich davon aus, dass Heizung und Wasser (kein Strom) darin enthalten sind. Somit bekommt er angeblich 1017 Euro, wo ein Hartzer nur 391 Euro bekommt, und ist noch nicht zufrieden.

Glauben kann ich das auch nicht.
Erfolgreich gehandelt: http://www.gold.de/forum/goldfriese-t5990.html

Beitrag 23.10.2013, 12:28

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IrresDing
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Japp, habs gerade auch nachgesehen.

http://www.ardmediathek.de/das-erste/ta ... d=17726262

Aber das ist vermutlich eine Ente.

Ich vertraue da eher darauf: http://de.wikipedia.org/wiki/Grundsiche ... anrechnung
smilie_06

Beitrag 23.10.2013, 12:54

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Goldfriese
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Ich kenne eine schwerkranke Frührentnerin mit Grundsicherung. Die bekommt nicht einen Cent mehr als Alg2-Empfänger und muss wegen jedem Scheiß zum Sozialamt. Genauso kenne ich kerngesunde Telekom-Frührentner, die sich seit fast 20 Jahren mit viel Kohle ein schönes Leben machen. Ich könnt kotzen.
Erfolgreich gehandelt: http://www.gold.de/forum/goldfriese-t5990.html

Beitrag 23.10.2013, 13:12

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IrresDing
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Goldfriese hat geschrieben:Ich kenne eine schwerkranke Frührentnerin mit Grundsicherung. Die bekommt nicht einen Cent mehr als Alg2-Empfänger und muss wegen jedem Scheiß zum Sozialamt. Genauso kenne ich kerngesunde Telekom-Frührentner, die sich seit fast 20 Jahren mit viel Kohle ein schönes Leben machen. Ich könnt kotzen.
Tja, es ist immer das selbe. Sobald ich Sonderregeln einführe (z.B. Beamtenpensionen), gibt es an anderer Stelle unweigerlich Ungerechtigkeiten. Daher ist ein Minimalstaat grundsätzlich zu begrüßen, der sich auf seine Kernkompetenzen besinnen sollte. Niemand sollte in Deutschland verhungern müssen, obdachlos sein oder lebenswichtige medizinische Versorgung verwehrt werden. Rahmenbedingungen sind wichtig. Eine Grundsicherung ist daher schon mal kein schlechter Ansatz. Aber alles darüber hinaus, egal welcher Couleur es dienen soll, ist abzulehnen. Denn Gerechtigkeit ist nicht damit herzustellen, dass man Bevormundung befürwortet. Denn wenn diese Zusatzbelastungen, Ausnahmeregelungen und Verwaltungsmonster abgeschafft werden würden, wäre für jeden mehr drin.

Aber welcher Staat nimmt sich schon von selbst zurück? Insbesondere, wenn Wählerstimmen daran hängen.

LG
smilie_06

Beitrag 23.10.2013, 14:24

herakles
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IrresDing hat geschrieben:
Tja, es ist immer das selbe. Sobald ich Sonderregeln einführe (z.B. Beamtenpensionen), gibt es an anderer Stelle unweigerlich Ungerechtigkeiten. Daher ist ein Minimalstaat grundsätzlich zu begrüßen, der sich auf seine Kernkompetenzen besinnen sollte. Niemand sollte in Deutschland verhungern müssen, obdachlos sein oder lebenswichtige medizinische Versorgung verwehrt werden. Rahmenbedingungen sind wichtig. Eine Grundsicherung ist daher schon mal kein schlechter Ansatz. Aber alles darüber hinaus, egal welcher Couleur es dienen soll, ist abzulehnen. Denn Gerechtigkeit ist nicht damit herzustellen, dass man Bevormundung befürwortet. Denn wenn diese Zusatzbelastungen, Ausnahmeregelungen und Verwaltungsmonster abgeschafft werden würden, wäre für jeden mehr drin.

Aber welcher Staat nimmt sich schon von selbst zurück? Insbesondere, wenn Wählerstimmen daran hängen.

LG


Wie Du schon sagtest: "es ist immer das selbe". Und zwar werden die Ahnungslosen von den Schlauen ausgenutzt. Ich befürchte, daran wird sich nie etwas ändern.
Vielleicht mit dem Internet.

Beitrag 23.10.2013, 14:30

Goldinho
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IrresDing hat geschrieben:Dafür habe ich wenig Verständnis und auch wenig Mitgefühl.

Ist es doch so, dass seit Jahrzehnten schon gepredigt wird, dass die staatliche Rente nicht reicht und man zusätzlich vorsorgen muss.

Es gibt eigentlich nur 3 Gruppen:

Entweder die Rentner haben vorher nur knapp unter oder über der Existenzsicherung/Hartz verdient. Dass dann im Alter nicht viel mehr drin sein kann, erklärt sich von selbst.

Die zweite Gruppe sind die, die eigentlich genug hatten, es aber aufgrund von Schwarzarbeit, Selbstständigkeit, etc. nicht angespart haben. Diese haben das Geld schon verbraucht, welches sie eigentlich hätten sparen müssen. Warum sollen diese also durch meine Einzahlungen in staatliche Kassen alimentiert werden, insbesondere mehr als die Grundsicherung?

Die dritte Gruppe sind Einzelfälle, insbesondere ausgeschlachtet von unseren Medien. Da sieht man die hart arbeitende Klofrau, die mit 70 noch nicht in Rente geht, weil sie nicht ausreichen würde. Aber die Wahrheit sieht doch dann bei genauem Hinsehen anders aus. So ist unser Sozialsystem in Rentenfragen zum Glück immer noch mit den Einzahlungen gekoppelt, zumindest mittelbar. Es wäre ein weiterer Rückschritt in Richtung Sozialismus und staatlicher Bevormundung, wenn dieses Prinzip fallen würde.

LG
Es spielt eigentlich keine Rolle ob man dafür Verständnis hat, es kommt lediglich auf das Ergebnis an und das sieht eher düster aus.

Einzelfälle? Das Heer der Leiharbeiter, Fleischereifachverkäufer, Saisonarbeiter, Frisöre ect. ist riesig. Von diesen braucht sich keiner große Hoffnungen machen viel mehr als Grundsicherung zu erhalten. Und das bei durchgängiger Arbeitszeit von 40-45 Jahren.

Nicht zu vergessen, all diejenigen, die durch betrügerische Investments um ihr Erspartes gebracht wurden, oder meinst Du ein Hr. Maschmeyer ist Milliardär durch ach so tolle Finanzprodukte geworden? Es gibt eine ganze Industrie, die nichts anderes macht, als zu versuchen, an das Ersparte der Bevölkerung zu gelangen, legal wie illegal.

Wenn wir erst einmal 20-30 Millionen Hartz-IV Rentner haben, wird hier der Binnenmarkt zusammenbrechen. Da kannst Du dann noch so mit dem Finger auf die, Deiner Ansicht nach, gerechtfertigt Armen zeigen, es wird dann auch für jene mit etwas mehr Rente nicht sehr rosig aussehen. Nur diejenigen, mit richtig viel Vermögen, die ihren Standort frei wählen können, sollten aus dem Schneider sein.

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