Die verlorene Unschuld der EZB

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 22.01.2012, 00:49

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Datenreisender
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Euro-Krise
Die verlorene Unschuld der EZB

In der Euro-Krise entfernt sich die Europäische Zentralbank Schritt für Schritt vom Erbe der Bundesbank. Aus dem einstigen Stabilitätshort ist eine Gelddruckmaschine geworden. Der Kursschwenk birgt enorme Risiken.

http://www.handelsblatt.com/politik/kon ... 63938.html

Beitrag 22.01.2012, 08:12

Chinese
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Wie im richtigen Leben,irgendwann ist sie weg die Unschuld.

Aber im Ernst, letztendlich bleibt der EZB doch kein anderer Weg. Zumindest sträubt sich die Jungfrau etwas aus Anstandsgründen.

Chinese
»Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.« Albert Einstein

Beitrag 22.01.2012, 19:09

jaeger19
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Von wegen "verlorene Unschuld der EZB". Das ich nicht lache.
Seit wann ist die unschuldig?? da sind doch mittlerweile auch nur noch Blinde, oder besser gesagt
Politikhörige Überbezahlte am Werk.
Die die noch was von diesen Geschäften verstanden haben, und gesehen haben was da passiert.
Haben versucht dagegen aufzubegehren. Sie sind dann aber freiwillig zurückgetreten - gegangen worden.
Jetzt ist Deutschland nicht mehr gut vertreten. Eigentlich garnicht mehr.
Aber das macht ja auch nichts mehr, haupsache wir zahlen weiter
(äh ich meinen wir bürgen ja nur weiter, nur... oder so, oder was, oder wie?)
Die richtige (alternativlose) Zahlungsaufforderung kommt erst im Sommer mit den ESM.

Beitrag 22.01.2012, 20:58

Köni123
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Den Bürgen kann man würgen. Und die PIIGS werdun uns noch würgen, bis zum Schluss!

Beitrag 22.01.2012, 21:06

Jupp
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Gut möglich das Griechenland nächste Woche ausgewürgt hat. Das wird ziemlich interessant was dann passiert. Von Rettung des Euro faseln hat sich dann ja wohl erledigt, das glaubt kein Mensch mehr. Tun sie aber wohl eh nicht mehr, ist egal was die Politclowns treiben wenn die Bürger die Euros in die Tonne hauen.

Beitrag 22.01.2012, 21:29

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Onepiece
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Warum nächste Woche? Ich dachte, die nächste Tranche sei erst im März nötig?
Erst dann scheint es mir, wird es spannend.

Zur EZB: Naja, was hat man denn andere erwartet?
Schon alleine die Aussage, dass eine "stabile" Geldpolitik bei ca. 2% Inflation bestehe sagt doch genug aus, oder?
Und wenn ich mich recht erinnere, gibts im Februar nochmals ordentlich Geld von der EZB, irgendwo hab ich die abenteuerliche Zahl von 10 Billionen gelesen, die angeblich in die Märkte gepumpt werden soll.
Ob das zutrifft?
Vielleicht jetzt noch nicht, aber ich glaube, es wird kommen, schon alleine, weil wir gar nicht anders mehr da raus kommen.
Inflation ohne Ende, das wird die Staaten "retten" ...und die Menschen, v.a. in D., ruinieren...

Beitrag 23.01.2012, 08:05

jaeger19
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Onepiece hat geschrieben:Warum nächste Woche? Ich dachte, die nächste Tranche sei erst im März nötig?
Erst dann scheint es mir, wird es spannend.

Zur EZB: Naja, was hat man denn andere erwartet?
Schon alleine die Aussage, dass eine "stabile" Geldpolitik bei ca. 2% Inflation bestehe sagt doch genug aus, oder?
Und wenn ich mich recht erinnere, gibts im Februar nochmals ordentlich Geld von der EZB, irgendwo hab ich die abenteuerliche Zahl von 10 Billionen gelesen, die angeblich in die Märkte gepumpt werden soll.
Ob das zutrifft?
Vielleicht jetzt noch nicht, aber ich glaube, es wird kommen, schon alleine, weil wir gar nicht anders mehr da raus kommen.
Inflation ohne Ende, das wird die Staaten "retten" ...und die Menschen, v.a. in D., ruinieren...
Nächste Woche, glaube ich noch nicht, und im März glaube ich auch noch nicht.
Unsere Führungskasper haben den Banke noch nicht genug zugeschoben, die brauchen noch einen Weile.
Und dann muß man das dem Volk ganz, ganz langsam als lauwaren Einla.... beibringen.
Nein vielleicht besser als alternativlose Rettung verkaufen.
Ich glaube nicht mehr an ein Ende mit Schrecken, eher an an sehr, sehr langes Verarmen der breiten Masse.
Und da die Deutschen Sparschafe das nicht begreifen, werden sie nicht nur geschoren, sondern gleich das Fell bei lebendigen Leibe scheibschenweise abgezogen.

Beitrag 23.01.2012, 08:59

Fata.Sibyllina
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"Ich glaube nicht mehr an ein Ende mit Schrecken, eher an an sehr, sehr langes Verarmen der breiten Masse."

'smilie_09'

Ich denke auch, dass die Strategie "Frosch im Kochtopf" lautet: Die Temperatur langsam ansteigen lassen, so dass der Frosch nicht merkt, dass er gegart werden soll, und somit auch nicht aus dem Topf heraushüpft.

Aber der unten stehende Artikel von heute morgen hat mich doch etwas nachdenklich gemacht; dieses Szenario könnte (unerwünschte) Dynamik erzeugen:

http://www.deutsche-mittelstands-nachri ... /01/36712/
Sapere aude, incipe!

Beitrag 23.01.2012, 12:54

Jupp
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Eventuell diese Woche, da natürlich die Verhandlungen mit den Gläubigern am Samstag gescheitert sind. Griechenland ist pleite, das dauert nicht bis März, die sind zahlungsunfähig. Investoren wussten das, die hören ja nicht auf das Gelaber der Politclowns, und sie haben sich mit CDS gegen die Pleite abgesichert. Wieso sollten die also 50 oder 60% der Schulden freiwillig streichen, zumal das ja auch nicht ausreichen würde? Würde man den Griechen 300 Milliarden schenken völlig ohne Zins oder Rückzahlungsforderungen, dann wären sie erst in ein paar Monaten fällig. Aber selbst dann wären sie ja fällig, ändert nichts an der Tatsache und verzögert das Theater nur noch einmal.

Beitrag 23.01.2012, 13:02

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Tubenhannes
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Kann mir auch nicht vorstellen das die einem Schuldenschnitt zustimmen und Verluste einheimsen. Geht doch viel einfacher über die Absicherung. Da kommt im Falle des Falles schön alles zurück. Jeder Insolvenzverwalter der so agiert macht sich strafbar und haftet.

Beitrag 23.01.2012, 15:24

Jupp
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Hier, richtig schöner Mist zum lesen, bei dem man schön sehen kann, woher diese ganzen Probleme kommen:

http://www.finanzen.net/nachricht/aktie ... ig-1586317

"Experten" stellen jetzt fest das Griechenland nicht wettbewerbsfähig ist? Hallo? Das hätte man diesen Wünschelrutengängern ja auch schon vor ein paar Jahren sagen können. Am besten sind noch die Lösungvorschläge, Kinder ab in den Schulknast, Erwachsene lebenslang in den Lernknast. Dann machen wir mit "deutschen Mitteln" Kernphysiker, Quantenphysiker, Halbleiterphysiker ... aus jedem Griechen! Hm, und dann???

Beitrag 23.01.2012, 19:34

jaeger19
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Tubenhannes hat geschrieben:Kann mir auch nicht vorstellen das die einem Schuldenschnitt zustimmen und Verluste einheimsen. Geht doch viel einfacher über die Absicherung. Da kommt im Falle des Falles schön alles zurück. Jeder Insolvenzverwalter der so agiert macht sich strafbar und haftet.
Ja die haben schon ihre Absicherung abgeschlossen, vielleicht haben sie die fälligen Prämien sogar bezahlt.
Na und, wenn es hier richtig rappelt im Karton (da ist das winziger Grichenland mal nur was zum warm werden), ja dann frage ich mich woher der Versicherrer das Pluver nehmen soll.
Das sind doch alles nur Kettengeschäfte.
Wie z.B. Maier versichert Schulz, Schulz versichert Lehmann, Lehmann versichert Maier. Da ist dann Ende!
(Namensgleichheiten mit lebenden, oder schon toten (Banken) sind rein zufällig) smilie_20

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