Euere Aussagen über die Griechen finde ich traurig weil

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 24.07.2011, 08:44

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Rentner
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Ihr Sie nicht kennt.
So wird gehetzt nicht mehr nach Griechenland zu fahren, Faul, Geldverschwender, bessere Straßen wie in Deutschland…
Reden wir mal nicht von Athen sondern von den anderen 99,5% Griechen.

Als Beispiel.

Die neue Straße von Prevezza nach Igoumenitza kostete 33 Mio. €.
Gebaut von einer der größten Griechischen Unternehmer. Arbeiter Albaner und Bulgaren
Das Volk hat nichts davon.

Der Hafen in Igoumenitza wird zur Zeit für 57 Mio ausgebaut. Die Kais werden betoniert !!!!
Gebaut von einer der größten Griechischen Unternehmer. Arbeiter Albaner und Bulgaren. Das Volk hat nichts davon.

Die Brücke von Rio (nördlich Patras) wurde für 800 Mio. Euro erstellt.
Gebaut von einer der größten Griechischen Unternehmer.
Arbeiter Albaner und Bulgaren. Das Volk hat nichts davon.
Im Gegenteil. Der „Grieche“ kann sich die Brückenmaut nicht leisten und fährt mit den Fähren zum halben Preis.
Obwohl die Brücke zu 90% von der EU bezahlt wurde kassier eine private Betreiberfirma die Maut.

Die großen Hotels wurden bei Modernisierungsmaßnahmen die letzten Jahre mit 40% der Kosten gefördert. Von der EU.
Nun hat es alle All inklusive und die Tavernen, Supermärkte, Bäcker... gehen Pleite weil keiner mehr aus den Hotels geht.

Der Griec he betrügt den Staat und zahlt keine Steuer.

Ja. Wie soll er sonst in einer Großfamilie leben mit 6 – 10 Personen und den Gehalt z.B eines Polizisten(der Rest ist Arbeitslos) von 800.-€ überleben.

Er braucht schon alleine Geld zum bestechen von Ärzten wenn er eine akzeptable Behandlung oder Medizin für seine Kinder braucht. Behörden usw.

Die „Griechen“ sind hoch verschuldet. Es wurde von den Banken eine Immobilienblase geschaffen die den Hausbesitzern eine Steigerung von 30 – 35 % der Immobilien vorzeigte.
Für viele Griechen der einzige Weg da die hohen Mieten nicht mehr bezahlbar waren.
Finanziert wurde ohne Eigenkapital, sogar die Provisionen(bis 30%) und die Notarkosten.

Die gleichen Banken sanieren sich nun mit unserem Geld, lassen aber ihre Schuldner nicht aus den Verträgen. Auf Lebenszeit.
Ich schreibe noch gerne mehr Beispiele wehns Interessiert.
Aber…. Solange wir im Raum Nürnberg eine Schule für 50 Mio bauen´obwohl andere in der Nähe nicht ausgelastet sind, Kinder immer wehniger werden, ein Freibad für 10 Mio sanieren haben wir Deutschen es doch.

Oder teilt ihr auch meine Meinung das“ die Deutschen“, „die Griechen“, die Portugiesen das kleine Volk sind das von Politikern, Banken und was weiß ich nach Kräften ausgenommen und betrogen wird.

Was tragen zu dieser Misere unsere Banken bei??

SIE HOLEN SICH GELDER VON DER BUNDESBANK FÜR 1 % UND VERLEIHEN DIES ZWISCHEN 5,5 und 14% WEITER.

Also bitte….keine Scheiß Griechen mehr.

Achja ein kleiner EU-Selbstläufer aus Sardinien. Gebiete werden aufgeforstet. 100 – 300 Mio. im Jahr EU.
Sobald dann die Ware gut brennbar ist – 2-3 Jahre-erfolgt die „Selbstentzündung“. Dann muss ja wieder….logisch….aufgeforstet werden.

Beitrag 24.07.2011, 08:52

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Datenreisender
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Wer hetzt denn hier gegen Griechenland? Ganz im Gegenteil, dort hetzt man gegen Deutschland und gegen die EU (Nazi-Vorwürfe, Hakenkreuze an die Deutsche Botschaft schmieren, EU-Flagge mit Hakenkreuz zeigen usw.). Dankbarkeit sieht anders aus. Und man kann es wohl niemandem verübeln, der sich als deutscher Urlauber dort im Moment eher unwohl fühlt.

Beitrag 24.07.2011, 09:01

regenbogendieb
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Wie wäre es mit etwas Selbstkritik der Griechen? Dirk Müller sagte treffend: "Griechenland hat kein Geschäftsmodell". So ist es. Mit einigen landwirtschaftlichen Produkten und Tourismus reicht es eben nur zu einem besseren 3.-Welt-Staat, und nicht zu mehr. Die Griechen hätten doch die jahrzehntelangen EU-Subventionen nutzen können um sich eine Industrie aufzubauen. Stattdessen wurde alles verkonsumiert. Jetzt ist die Party eben vorbei.
Wie wäre es mal mit einer ganz anderen Strategie? Schulden streichen, und keine neuen aufnehmen. Wer keine Altschulden mehr bedient, und künftig auf neue Verschuldung verzichtet, dem kann es doch egal sein, ob er Zugang zum Kapitalmarkt hat, oder nicht.

Beitrag 24.07.2011, 09:12

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Rentner
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aber in meiner 3 Monatige Reise in letzter Zeit durch Griechenland hat weder jemand gehetzt oder ich habe Hackenkreuze gesehen. Wie geschrieben war ich NICHT in Athen.

Im Gegenteil war die Gastfreundschaft herzlich wie schon immer.
Vielleicht bin ich als Deutscher mit den Griechen sogar etwas mehr zusammengerückt weil wir einen gemeinsamen Feind haben. Politiker und Banken.

Wer meint die "kleinen" Griechen haben Party gefeiert irrt.

Es geht ihnen seit Jahren schlechter. Ich würde meinen Hund bei Krankheit in kein G. Krankenhaus schicken.


Wer nicht mehr nach Griechenland fahren will war aber auch die letzten Jahre nicht mehr dort.
Sonst würde er anders reden. Ich war in letzter Zeit vom Verfall und der Armut "der Griechen"entsetzt.

Nicht der Polit- und Banken-Verbrecher
Zuletzt geändert von Rentner am 24.07.2011, 09:13, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 24.07.2011, 09:12

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Glückskreuzer
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Witzig finde ich , daß Du, lieber Rentner, zwar betont "den Griechen an sich" differenziert haben willst - was ich absolut in Ordnung finde- gleichzeitig aber kein Problem mit Verallgemeinerungen hast wie " Eure Aussagen" oder "wir Deutschen".

Übrigens denke ich sehr wohl, daß man Missstände in einer respektvollen Umgebung einer Gemeinschaft ansprechen darf, auch wenn´s bei einem selber irgendwo hakt. Auf diese Korrekturen ist jede Gruppe zum gegenseitigen Vorteil angewiesen, dieses implizierte Zensurargument man solle sich an seine eigene Nase fassen halte ich sogar für äusserst kontraproduktiv.

Schade, eigentlich wäre ich ansonsten ganz bei Dir gewesen.

Beitrag 24.07.2011, 09:19

wolleblockshop
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***FALSCH*** Rentner hat geschrieben ***

Wir sind traurig, das unser hart erarbeitetes Geld an eine Regierung geht welche sich mit Lügen in die EU ge
schmuggelt hat. smilie_13
Wir sind traurig , für das hart erarbeitete Geld welches die Rente in Griechenland mit 50 Jahren ermöglicht und
natürlich voll genutzt wird smilie_13
Wir sind traurig, das wir von unseren Politikern nun auch noch für Dumm verkauft werden und das man uns nun auch noch das Fell über die Ohren zieht smilie_08

Ich könnte die Beispiele fortsetzen worüber WIR traurig sein sollten bis ins unendliche.

Kein Wort der Entschuldigung von den Griechischen Politikern über diese skandalösen Zustände und Beschuldigungen.

lg wolleblockshop

** Kluge Leute lernen auch von ihren Feinden **

Sokrates

Beitrag 24.07.2011, 09:29

Suedwester
Die gemeinsame Waehrung Euro bringt beiden Voelkern - den Griechen und den Deutschen - Unheil und Unfrieden. Auf Banken und Politiker zu schimpfen, halte ich fuer voellig angebracht, und ich denke auch, dass der einzelne Grieche genauso schuldig oder unschuldig ist wie der einzelne Deutsche (sofern er sich nicht selbst bereichert hat).

Die EU ist doch so angelegt, dass alle Nationalstaaten geschwaecht werden, und dagegen Banken und EU-Buerokratie, sowie multinationale Firmen, gestaerkt werden.

Deshalb:
- Raus aus dem Euro
- Schuldenschnitt fuer Griechenland
- Keine weiteren Subventionen
- Ein Europa selbstbestimmter, aber kooperierender Vaterlaender (wo Bruessel nicht ueber den Kruemmungsgrad von Bananen oder die Reinheit deutschen Bieres zu bestimmen hat, sondern jedes Land selbst)

Beitrag 24.07.2011, 09:40

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Rentner
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Deshalb:
- Raus aus dem Euro

Ja !!

- Schuldenschnitt fuer Griechenland

Ich denke mal völlig wurscht.
Weder du oder ich werden einen Vorteil davon haben

- Keine weiteren Subventionen

wäre schade. Wovon sollen z.B. die Kenianischen Politiker ihre Mercedes kaufen wenn keine Hilfsgelder mehr kommen.

Im Ernst...welcher Normalsterbliche erhält den Subventionen??
Abschaffen...für Alle !!

- Ein Europa selbstbestimmter, aber kooperierender Vaterlaender (wo Bruessel nicht ueber den Kruemmungsgrad von Bananen oder die Reinheit deutschen Bieres zu bestimmen hat, sondern jedes Land selbst).

Ist mir eigentlich egal ob Deutsche- oder EU-Politiker den Müll verzapfen und "wir" die Kleinen bezahlen.


Aber eigentlich hat deine Ideen jeder im Kopf, wird sie aber nie mit den jetzigen Politikern aller Parteien umsetzen können.

Beitrag 24.07.2011, 09:59

Klaus-Peter
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Hallo Rentner,

Du als "Griechenland-Experte" hast doch sicherlich auch in den Häfen die Luxusyachten der "verarmten" Griechen gesehen. Komisch, ich bin zwar nicht arm, und komme mit meinem Einkommen über die Runden, aber eine der tausenden Luxusyachten (keine Einzelfälle) kann ich mir nicht leisten.......

Tatsache ist, dass die "armen" Arbeiter und Angestellte teilweise bis 18 Monatsgehälter erhalten, für eine miese Produktivität, die nicht akzeptabel ist. Auch die "Armen" des öffentlichen Dienstes erhalten Vergünstigungen, von denen viele Deutsche Angestellten des öffentliches Dienstes nur träumen können!

Insgesamt jammern und klagen ist immer einfacher und dann noch auf die bösen Nordeuropäer schimpfen!

Ich gönne Dir zwar Deine einseitige "Griechenland-Brille", aber etwas mehr Realitätsbewußtsein und Objektivität kann nie schaden........

Beitrag 24.07.2011, 10:00

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Argentum13
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Suedwester hat geschrieben:Die gemeinsame Waehrung Euro bringt beiden Voelkern - den Griechen und den Deutschen - Unheil und Unfrieden. Auf Banken und Politiker zu schimpfen, halte ich fuer voellig angebracht, und ich denke auch, dass der einzelne Grieche genauso schuldig oder unschuldig ist wie der einzelne Deutsche (sofern er sich nicht selbst bereichert hat).

Die EU ist doch so angelegt, dass alle Nationalstaaten geschwaecht werden, und dagegen Banken und EU-Buerokratie, sowie multinationale Firmen, gestaerkt werden.

Deshalb:
- Raus aus dem Euro
- Schuldenschnitt fuer Griechenland
- Keine weiteren Subventionen
- Ein Europa selbstbestimmter, aber kooperierender Vaterlaender (wo Bruessel nicht ueber den Kruemmungsgrad von Bananen oder die Reinheit deutschen Bieres zu bestimmen hat, sondern jedes Land selbst)
Völlig richtig!

Diese europäische Politkonstruktion mit diesem Euro ist ein Ergebnis, das zunächst aus dem Gedanken der Kontrolle und Nutznießung Nachkriegsdeutschlands entstanden ist mit dem Zweck, Deutschland einzubinden, um künftige Gerfahren für den Frieden in Europa abzuwehren.

Hernach hat dieser Gedanke Gefallen in den politischen Klassen mehrerer europäischer Länder gefunden, die darin ein Projekt zur eigenen Profilierung (Europapolitik) und zur Verteilung von Ämtern und Pöstchen (Europapolitiker) für Parteipolitiker gesehen haben und noch sehen (man beachte, was in Brüssel für Gehälter gezahlt werden)
Der Kontroll- und Einbindungsgedanke ist dann mit der Deutschen Einheit und dem Euro erneut in den Vordergrund getreten.

Alles das ist propagandistisch geschickt verbreitet worden (kein Umtausch bei Auslandsreisen / Freizügigkeit usw.), so dass letztlich der Europa-/Eurolandkritiker als der Blöde und Gestrige dastand, der in kleinkariertem nationalistischem Denken gefangen ist.

Der politische und wirtschaftliche Sachverstand ist bei der Verwirklichung dieses Projekts regelmäßig ausgeblendet worden; es ging nur noch um die Idee, um eine Vision - leider verbunden mit zunehmendem Realitätsverlust, mal abgesehen von der Tatsache, dass z.B. das deutsche Volk bei existenziellen Entscheidungen, z.B. die Einführung einer neuen Währung oder die europäische Verfassung (wohlbedacht!) nicht gefragt worden ist.

Und jetzt findet die politische Klasse aus der Sackgasse nicht mehr heraus und versucht die Flucht nach vorn: Weitere Entmachtung und letztlich Zerstörung der Nationalstaaten und Völker: Unterordnung aller unter den Moloch einer europäischen Administration.

Für mich sind weder der Weg dahin noch die neuerliche Zielsetzung demokratisch legitimiert und stehen im Widerspruch zum Grundgesetz. Danach ist die Regierung für mich nicht mehr verfassungskonform. Es bleibt nachzudenken, ob ein Widerstandsrecht gegen diese Polit-Oligarchie besteht, die dabei ist, die Grundlagen unserer staatlichen und gesellschaftlichen Organisation zu zerstören.
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Beitrag 24.07.2011, 10:04

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Ladon
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Erstmal: Herzlich Willkommen!

Dann: Ich habe auch schon des öfteren dagegen gesprochen, dass man immer "die Griechen" (genauso wie "die Grünen", "die Nationalen", "die ...." (setze persönlich unbeliebte Gruppe ein)) sagt. Das "hilft" uns einfach nicht weiter, denn die "Schafscherer" kümmern sich nicht um die Nationalität der Schafe!

Raus aus dem Euro ...

Tja. Sagen wir mal die Griechen gehen morgen raus aus der Währung, drucken sich ein paar Drachmen und werten diese ab. Wie sollen sie mit der wertlosen Drachme denn den Schuldendienst (sprich: die Zinsen) zahlen? Die Schulden lauten in Euro. Wenn die Drachme 30% abgewertet wird, bedeutet das eine entsprechende Erhöhung des Schuldendienstes. Da ist nix gewonnen.

Auch wenn der suedwester jetzt wahrscheinlich die Augen verdreht (wir "kabbeln" uns darüber öfter mal ... ;-) ). Ich glaube die Lösung funktioniert nur mit mehr oder weniger regionalen Komplementärwährungen für den Binnenmarkt (Stichwort: Rentenmark - da hat sowas schon mal geklappt). Wobei ich jetzt mal offen lassen möchte wie groß die "Regionen" sein sollten, die solche Systeme einführen könnten (ob Länder oder Landkreise ist wahrscheinlich eher zweitrangig).


Seit dem Anbeginn der europäischen Idee in den 50ern (Montanunion etc.) war das Fernziel die "Vereinigten Staaten von Europa" ... das darf man nie vergessen und es ist auch durchaus immer mehr oder weniger offen gesagt worden.
Deutsche haben durch ihre Geschichte ja reichlich Erfahrung mit Staatenbünden - Deutschland war (als "Völkerrechtssubjekt" oder einfach als das "von Deutschen bewohnte Gebiet") immer ein mehr oder weniger loser Staatenbund mit durchaus unterschiedlichen wirtschaftlichen Bedingungen (man informiere sich mal über die Volkswirtschaften z.B. in Bayern und der (preußischen) Rheinprovinz um 1870. Hier ein Agrarland, wo die Wilderer durch die Täler streifen (Wilder Süden, sozusagen), dort eine Provinz im Hoch der frühen Industrialisierung.
Also "Heterogenität" ist nicht unbedingt per se ein Ausscheidungsgrund für eine solche Idee - die UMSETZUNG war es, die die "europäische Idee" wahrscheinlich ruiniert hat ... gab halt keinen europäischen Bismarck bisher.

Und insofern Zustimmung dafür, dass es ziemlich egal ist WO die Politiker sitzen, die "den Müll verzapfen".
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 24.07.2011, 10:14

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Hallo Klaus Peter,

klar habe ich die schönen Jachten gesehen.
Und was viele nicht wissen..
Ich kenne z.B. einen Jachtbesitzer, der von einer 55 Meterjacht gleich 5 Stück hat.
Verteilt in der Welt.
Ist doch schön, wenn man überall den gleichen Komfort hat. Doch besser wie Steuern zahlen-gedultet durch die EU. Die jachten sind meist im Ausland registriert, liegen in der EU ohne Einfuhrsteuern!!

Oder ist es unbekannt das die Oberschicht keine Steuern bezahlen??
Stört aber die EU nicht weiter.

Du solltest meinen Text etwas genauer ansehen. Ich schreibe über 99,8% der Griechen.
Habe Athen ausgeschlossen, wo die Beamten, Bänker, Politiker sitzen.

Verzeit mit für meine Verallgemeinerungen wenn ich "die" und "uns" "wir" schreibe.

Dahinter gehört eigentlich noch der Zusatz arme Hunde. Damit meine ich den Großteil der Bevölkerung alle Länder.

Den "gutverdienenden" Polizisten hat man für die Demos klare Anweisungen gegeben. Sie haben die Wahl, richtig draufzuhauen oder Arbeit und Pension zu verlieren.

Und für deren Gehälter konnten wir ja noch rechtzeitig ein paar € runterschicken.

Das ist natürlich alles Geheim und weis kein Deutscher Politiker. smilie_17

Beitrag 24.07.2011, 10:16

Suedwester
Zitat von Ladon:

Tja. Sagen wir mal die Griechen gehen morgen raus aus der Währung, drucken sich ein paar Drachmen und werten diese ab. Wie sollen sie mit der wertlosen Drachme denn den Schuldendienst (sprich: die Zinsen) zahlen? Die Schulden lauten in Euro.

Deswegen eben der Schuldenschnitt! Egal, ob in Euro oder Drachme, egal ob zu 0% oder zu 40% Zins, Griechenland wird nicht einmal die Haelfte des Kapitals zurueckzahlen koennen. Ich denke, am billigsten fuer alle ist, das jetzt zu akzeptieren und nicht in den naechsten Monaten/Jahren nochmals hunderte Milliarden zu verbrennen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

Argentinien hatte de facto den US$ als Waehrung. Seine Anleihen wurden in US$ und DM emittiert. Hier erfolgte ein einseitiger Schuldenschnitt und die Abkoppelung und Abwertung des Peso gegenueber dem US$. Zwar bekommt Argentinien keine Kredite mehr an internationalen Maerkten, ist aber jetzt weitgehend souveraen, und dem Land geht es anscheinend besser als vor 10 Jahren.

PS: Ich arbeite in der Kreditabteilung einer Bank. Wenn es Probleme gibt, gilt es abzuwaegen, ob man weiter hilft, oder eben nicht. Manchmal ist es deutlich billiger, die Reissleine zu ziehen. Die griechische Wirtschaft traegt gerade einmal 2% zum BIP der Euro-Zone bei. Keine nennenswerte Industrie, die die Schulden je zurueckzahlen koennte. Aufwand und Ertrag stehen in keinem sinnvollen Verhaeltnis. Problem bei Griechenland sind die Banken, inkl. EZB, die zuviele Griechen-Anleihen halten. Da muessen sie dann eben Wertberichtigungen vornehmen, und sich ggfs. wieder neues Kapital beschaffen, oder eben untergehen. Keine Bank ist unersetzbar, und die EZB wuerde notfalls von allen Mitgliedsstaaten aufgefangen werden koennen. Man luegt sich doch nur selber etwas vor, wenn man eine 1000 Euro Anleihe, die auf dem Markt noch 500 Euro wert ist, zu 1000 Euro bilanziert.
Zuletzt geändert von Suedwester am 24.07.2011, 10:27, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 24.07.2011, 10:26

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@ suedwester

Ja, das was Du da schreibst, kann ich praktisch kommentarlos "abnicken". Mir will auch nicht in den Kopf, warum eine bankrotte Bank den Untergang des Abendlandes bedeuten soll. Ich dachte - naiv wie ich bin - immer, das wären Firmen mit "unternehmerischem Risiko".
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Beitrag 24.07.2011, 10:33

Suedwester
Wir hatten in Suedafrika vor Jahren einige Banken-Pleiten. Die bankrotten Institute wurden von anderen Banken uebernommen, genauso wie deren Portfolios. Jetzt ist das suedafrikanische Bankensystem staerker und gesuender als das deutsche (laut einer internationalen Untersuchung vor ca 2 Jahren).

Als Zimbabwe jahrelange Hyperinflation hatte, gingen auch dort einige Banken pleite bzw. wurden von der Zentralbank zwangsliquidiert. Andere, staerkere Banken uebernahmen die Portfolios, und das System ist seither wieder stabil.

Beitrag 24.07.2011, 11:41

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Einzelne (Gell ich bessere mich schon) schreiben hier von Griechenland und Schulden zurückzubezahlen.

Wen meint ihr der die Schulden zurückzahlt?

Der Bürger der am Existenzminimum lebt?

Der Reiche der keine Steuern bezahlt?

Die Bank, die nur bisher Schulden von Eingängen der EU-Förderung bezahlt?


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Beitrag 24.07.2011, 12:03

Suedwester
Ich behaupte mal, all die Rettungspakete und die Umverteilungen gehen und gingen vor allem zulasten des Mittelstandes. Denn waehrend sowohl die Oberschicht als auch die Unterschicht wachsen, schrumpft - zumindest in der BRD - der Mittelstand. (In Namibia waechst dagegen der Mittelstand. Das ist aber ein anderes Thema).

Beitrag 24.07.2011, 12:12

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Rentner hat geschrieben:Einzelne (Gell ich bessere mich schon) schreiben hier von Griechenland und Schulden zurückzubezahlen.

Wen meint ihr der die Schulden zurückzahlt?

Der Bürger der am Existenzminimum lebt?

Der Reiche der keine Steuern bezahlt?

Die Bank, die nur bisher Schulden von Eingängen der EU-Förderung bezahlt?


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Gruss
alibaba (grins)
"unter 12 Jahre oder über 12 Jahre" nun bin ich drauf gekommen ,
reale zeitnahe Info's im eigenen Land werden von Kinder nicht erkannt ;
Ich bin für mein Textinhalt verantwortlich ,nicht für das was du verstehst .

Beitrag 24.07.2011, 12:22

Suedwester
Nicht jeder hat Milliarden in der Schweiz... :mrgreen:

Beitrag 24.07.2011, 12:25

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Rentner hat geschrieben:Einzelne (Gell ich bessere mich schon) schreiben hier von Griechenland und Schulden zurückzubezahlen.

Wen meint ihr der die Schulden zurückzahlt?

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Gruss
alibaba (grins)
So wie überhaupt jeder Staatsangestellter !!

Wird doch

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