griechenland dieses wochenende haircut?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Antworten

Beitrag 25.05.2011, 17:55

ackid
1 Unze Mitglied
Beiträge: 14
Registriert: 16.05.2011, 23:34
Wohnort: Ruhrpott
hier ein LInk zu den Webcam ... Proteste in Athen

da braut sich was zusammen

http://www.star.gr/ellada_kosmos/93174/
Gruß Ackid

Beitrag 25.05.2011, 18:55

Goldstaub
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 55
Registriert: 31.03.2011, 14:41
Wohnort: Bodensee
Gefahren einer Hyperinflation sehe ich im Moment nicht. Die Grundtendenz ist doch nach wie vor deflationär, warum sonst hat man die Märkte mit Billionen geflutet? Klar, wenn die Wirtschaft tatsächlich wieder in Schwung kommen sollte muss die EZB die ganzen Billionen wieder einsammeln, sonst...aber so weit sind wir ja noch nicht.

Eine Inflation wird doch immer durch eine Lohn-Preis-Spirale getrieben, davon kann im Moment doch nicht die Rede sein, im Gegenteil die Nachfrage in den PIGS Staaten bricht doch deutlich ein. Die Nachfrage wird im Moment nur gestützt durch eine Umschichtung von Geld in Sachwerte, ich würde das aber nicht als Inflation bezeichnen, auch wenn die Symptome teils ähnlich sind.

Sollte eine Deflation ins Haus stehen wird es interessant zu sehen, wie sich EM da verhält.
Zuletzt geändert von Goldstaub am 25.05.2011, 19:03, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 25.05.2011, 19:01

Benutzeravatar
Butterblume
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 54
Registriert: 28.04.2011, 08:06
Wie wollen die das denn anstellen 'die Billionen wieder einsammeln' ?
Mir ist das völlig unklar, wie man einmal geschaffenes Geld wieder einsammeln kann, es hat dann eben nur ein anderer.
Butterblume

Beitrag 25.05.2011, 19:10

Goldstaub
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 55
Registriert: 31.03.2011, 14:41
Wohnort: Bodensee
Im Prinzip ist das ganz einfach. Die EZB hat das Geld ja für einen Minizins von 1% ausgeliehen, daher die riesen Nachfrage. Damit die Banken das Geld wieder bei der EZB abliefern, müssen also nur die Zinsen so weit angehoben werden, dass es sich für die Banken nicht mehr rechnet, sich dort Geld zu leihen.

Soweit die Theorie.

In der Praxis wird es natürlich erhebliche Widerstände gegen Zinsanhebungen geben, vor allem auch deshalb, weil die Konjunktur in den unterschiedlichen EU Staaten ja vollkommen unterschiedlich läuft. Ein Zinssatz, der allen gerecht wird, gibt es nicht. Daher wird der Zins vermutlich zu niedrig bleiben, falls - und ich betone falls - die Wirtschaft wieder in Gang kommen sollte.

Das ist im Augenblick aber in weiter Ferne, die Japaner sind schon seit 20 Jahren in einer ähnlichen Situation und träumen bis heute davon...

Beitrag 25.05.2011, 19:16

Suedwester
Ausser an der Zinsschraube koennte man auch an der Mindestreserve oder an der Steuerschraube "drehen".

Beitrag 25.05.2011, 20:56

Goldstaub
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 55
Registriert: 31.03.2011, 14:41
Wohnort: Bodensee
Mindestreserve o.k. Wirkt eigentlich sogar direkter als der Zinsatz, wird nur in der Praxis selten angewandt (der Grund ist glaube ich weil die Banken das durch eigene Geldschöpfung unterlaufen können).

Aber Steuern wirken doch nur indirekt auf die Geldmenge, indem der Staat die Liquidität abschöpft und z.B. durch Schuldentilgung die Geldmenge verringert.

Ausserdem ist Inflationsbekämpfung doch in erster Linie Sache der EZB und nicht des Staates, oder sehe ich da was falsch?

Beitrag 25.05.2011, 21:45

Benutzeravatar
Goldprofi
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 56
Registriert: 13.01.2011, 03:22
Ladon hat geschrieben:
Goldprofi hat geschrieben:...
Für alle EM-Besitzer, kann die Party heute beginnen.
...
smilie_08

Kann ich nicht nachvollziehen.
Kommt es zu einer echten Crisis, dann bekomme ich garantiert weniger "Semmeln" für mein Gold als heute.
Und sollte der Euro "hyperinflationieren" nutzt es mir auch nix, wenn ich für ein Gramm Au 'ne Million oder mehr bekomme.
Hallo Ladon,

weniger "Semmeln" für Gold schon, die anderen ohne EM haben aber noch weniger in der Tasche und müssen fürs überleben betteln oder noch mehr arbeiten. Bei einer Hyperinflation nutze ich das Gold nicht um in irgendwelches Papiergeld umzutauschen, sondern hoffe, das die Immobilen und Grunstücke im Preis stark fallen werden und mit Gold vieleicht mit etwa 5 Unzen eine Immobilie günstig erwerben kann. Wenn Gold und Silber in so einer Zeit wirklich gefragt sind und man damit gegen andere lebensnotwendige Güter eintauschen kann, wird ein solcher Immobilienbesitzer ohne EM gerne sein Besitz für ein paar Unzen Gold veräußern wollen um seine Familie übers Wasser zu halten.

In der heutige Zeit machen viele den Fehler das eigene Vermögen in die eine oder andere Immobilie als Sicherheit anzulegen anstatt in Gold. das kann vieleicht gut gehen, aber warum nicht warten bis die Immobilie in einer schweren Wirtschaftskrise soweit im Preis gefallen ist und der EM Besitzer für ein paar Oz Gold zuschlagen kann. Da macht man doch ein besseres Geschäft als heute, oder? Ausserdem sind Immobilien und Grundstücke dem Staat bekannt und im Grundbuch eingetragen. Der wird sich um den Statshaushalt wieder aufbauen zu können, einen ordentlichen Anteil durch einen Lastenausgleich einholen. So oder so wird man gezwungen seine Immobilie zu verkaufen um zu überleben.

mfg
Goldprofi
Zuletzt geändert von Goldprofi am 25.05.2011, 22:02, insgesamt 2-mal geändert.
Erfolgreich gehandelt mit:aalbert, Ag_Marc, Auerbach, der hintenburger, Donki, ddaakk, d.pust, DuraAce, Enno+Tara, galabau, hdn70, John Ruskin, mauersgold, msconna, ros20, Saratoga, schnaff63, seuman, Silberjohann, Silbersurfer, Tipijan, waopme, ximo u.a.

Beitrag 25.05.2011, 21:57

Benutzeravatar
Butterblume
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 54
Registriert: 28.04.2011, 08:06
Zinsen erhöhen, heißt also , es wird nicht mehr ganz soviel neues Geld gedruckt, naja immerhin schon mal was.
Wenn ich das 'Einsammeln' richtig verstehe, wird von den bereits umlaufenden Billionen ein Teil längerfristig gebunden in diversen Anlagen und so (vorübergehend) dem freien Kreislauf entzogen. smilie_08
Einsammeln bedeutet nicht Reißwolf (der kommt erst später bei einer Währungsreform) Sehe ich das so richtig?
Butterblume

Beitrag 25.05.2011, 21:59

ackid
1 Unze Mitglied
Beiträge: 14
Registriert: 16.05.2011, 23:34
Wohnort: Ruhrpott
Hallo

Also ich möchte nicht zig Jahre warten müssen, um eine Imobilie für 3-5 Oncen Gold kaufen zu könne,
dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade .
Entweder habe ich das Geld für ein Heim und habe dadurch eine gewisse Lebensqualität, oder nicht.
Wenn ich alt bin brauche ich sie nicht mehr.
Dann reicht mir wohl eine 1 1/2 Raum wohnung .

meint
Gruß Ackid

Beitrag 25.05.2011, 22:53

Benutzeravatar
Goldprofi
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 56
Registriert: 13.01.2011, 03:22
ackid hat geschrieben:Hallo

Also ich möchte nicht zig Jahre warten müssen, um eine Imobilie für 3-5 Oncen Gold kaufen zu könne,
dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade .
Entweder habe ich das Geld für ein Heim und habe dadurch eine gewisse Lebensqualität, oder nicht.
Wenn ich alt bin brauche ich sie nicht mehr.
Dann reicht mir wohl eine 1 1/2 Raum wohnung .

meint
Hallo ackid,

Wenn man heute Vermögen hat, sollte man sich von Wohnen in der Miete verabschieden und etwas eigenes anschaffen. Wenn dann noch etwas vom Vermögen übrig bleibt, in EM anlegen. Man braucht also nicht warten um eine Immobilie für 3-5 Unzen zu kaufen. Aber Später, vieleicht schon in unmittelbarer Zeit, wird man mit EM unabhängiger und kann sich vieles leisten was andere nicht können.

Übrigens finde ich es ungerecht wenn in einer Wirtschaftskrise die Harz 4 Empfänger und auch die anderen Leuten die zu Faul sind zu arbeiten und fast nichts besitzen mit denen die jeden Tag arbeiten und brav ihre Steuern für unsere Wirtschaft abführen müssen gleichgestellt werden. Deswegen musss man vorsorgen, so das in einer WK die Verhältnisse von heute wieder übereinstimmen.:lol:
Und wenn man zu alt wird und die EM nicht mehr ausgeben kann, dann freuen sich in der Familie die anderen jüngeren Generationen oder man veräußert an hilfsbedüftige Personen oder an die Hungerten Menschen in der dritten Welt.

Ich wünsche eine gute Nacht
Goldprofi
Zuletzt geändert von Goldprofi am 04.06.2011, 18:50, insgesamt 1-mal geändert.
Erfolgreich gehandelt mit:aalbert, Ag_Marc, Auerbach, der hintenburger, Donki, ddaakk, d.pust, DuraAce, Enno+Tara, galabau, hdn70, John Ruskin, mauersgold, msconna, ros20, Saratoga, schnaff63, seuman, Silberjohann, Silbersurfer, Tipijan, waopme, ximo u.a.

Beitrag 26.05.2011, 06:29

Benutzeravatar
Ladon
Moderator
Beiträge: 6653
Registriert: 17.05.2010, 13:38
Wohnort: Terra
Sollten die Währungen wirklich "explosionsartig crashen" - was durchaus nicht garantiert ist, gearbeitet wird ja offensichtlich am "kontrollierten Meltdown" - dann dauert es nicht sehr lange, bis ein neues System installiert wird, damit die Wirtschaft wieder anspringt.

IM Gegensatz zu dem einen oder anderen Vorredner hier im Thread, habe ich kein Gold, um in der Krise (äußerst hypothetische) "Schnäppchen am Immobilienmarkt" zu machen, sondern, um mein jetzt erarbeitetes kleines "Vermögen" über eine solche Krise zu retten.
Häuser für 5 Unzen usw. sind mir zu utopische Szenarien. Ich wüsste auch nicht, wo so etwas im größeren Stil je passiert wäre.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 26.05.2011, 06:50

Suedwester
Sehe ich aehnlich.

Mein Beispiel, die Hyperinflation sozusagen vor meiner Haustuere, in Zimbabwe: Ich hatte auch gedacht, na, vielleicht werden Haeuser oder Grundstuecke dort so billig, dass ich mit "Hartwaehrung" (Euro, Rand) dort etwas guenstig kaufen kann, denn ich bin immer gern fuer ein paar Wochen im Jahr in Zimbabwe gewesen. Aber denkste! Zum einen wurden die Wechselkurse manipuliert, zum anderen explodierten der Immobilien- und der Aktienmarkt, weil das die einzigen Moeglichkeiten fuer die Bevoelkerung (und vor allem auch die Reichen und Grossunternehmen) war, ihr Geld in Sicherheit zu bringen. Man stelle sich vor, die Wirtschaft liegt 10 Jahre lang voellig am Boden, und dennoch steigen Immobilienpreise und Aktienmaerkte staerker als die Hyperinflation.

Andere Krisen in anderen Laendern moegen anders abgelaufen sein, aber in einer wirklichen Krise (Versorgungskrise, Hyperinflation, Unruhen), sind Dinge doch etwas anders als vielleicht der Kopp Verlag voraussagt.

Beitrag 26.05.2011, 08:32

MapleHF
Ladon hat geschrieben:Sollten die Währungen wirklich "explosionsartig crashen" - was durchaus nicht garantiert ist, gearbeitet wird ja offensichtlich am "kontrollierten Meltdown" - dann dauert es nicht sehr lange, bis ein neues System installiert wird, damit die Wirtschaft wieder anspringt.

IM Gegensatz zu dem einen oder anderen Vorredner hier im Thread, habe ich kein Gold, um in der Krise (äußerst hypothetische) "Schnäppchen am Immobilienmarkt" zu machen, sondern, um mein jetzt erarbeitetes kleines "Vermögen" über eine solche Krise zu retten.
Häuser für 5 Unzen usw. sind mir zu utopische Szenarien. Ich wüsste auch nicht, wo so etwas im größeren Stil je passiert wäre.
... genau so ist es Ladon.

Edelmetalle sind auch für mich ein Medium, Vermögen über eine Krise zu retten, aber eben nicht um mich auf Kosten weniger weitsichtiger Mitmenschen zu bereichern.

Nun, der Begriff "Haus" ist ein weiter. Wenn ich mir ansehe, zu welch lächerlichen Preisen hier bei uns mittlerweile ältere Häuser verkauft werden müssen (das geht bei 40 - 50 k€ für ältere Doppelhaushälften los), dann möchte ich nicht einmal ausschließen, dass man für 5 Unzen Gold ein Haus bekommen wird. Allerdings ist das dann ein älteres Einfamilienhaus mit einem gewissen Renovierungsstau, das ich persönlich nicht geschenkt haben möchte. Für denjenigen, der es mit viel Eigenleistung selbst renoviert, mag es dennoch ein interessantes Investment sein.

An das Eichelburg-Szenario, dass man ganze Wohnblocks oder gar Straßenzüge für eine Handvoll Unzen bekommt, kann ich auch nicht glauben.

MapleHF

Beitrag 26.05.2011, 09:58

di-em-ex
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 283
Registriert: 23.01.2011, 22:42
In Deutschland ist das viel zu unrealistisch für 5 Unzen ein Haus zu bekommen.
Dafür gibt es zu viel Privatvermögen das wir alle erst einmal verlieren müssten bevor das Eigenheim verbraten wird und dadurch die Preise nach unten gedrückt werden würden.

In ärmeren Ländern ist das durchaus möglich, aber nicht hier.

Ich möchte mal ein paar Fakten darstellen, weil mir hier zu viele einfach aus dem Bauch heraus ihre Meinungen als feste Gegebenheiten für die Zukunft darlegen ohne sie eben auf etwas Griffiges zu beziehen.

Gold
~450€/oz. im Feb. 2006
~1.000€/oz. im Jahr 2010
-----------------------------
139 % Anstieg

Quelle
Geldmenge M3 im Feb. 2006 7171,9 Mrd. €
Geldmenge M3 im März 2011 9603,5 Mrd. €
-------------------------------------------------
33,9% Anstieg

Deutscher Beitrag:
Feb. 2006: 1594,7 Mrd. €
Dez. 2010: 2076,9 Mrd. €
-----------------------------
30,24% Anstieg

BIP Deutschland 2006 2302,7 Mrd. € Quelle
BIP Deutschland 2010 2497,6 Mrd. € Quelle
-----------------------------------------------------
8,46% Anstieg

=> 30,24% - 8,46% = 21,78 % Wertverlust des Euros für einen Deutschen der nur in Deutschland lebt und nicht reist

Das heißt also, ein deutscher Goldanleger der all sein Geld in Gold im Jahre 2006 investiert hatte wäre bis 2010 117,22% reicher geworden während alle anderen um 21,78% ärmer wurden.
Jetzt war die Zeit aber mit Abstand die erfolgreichste für Gold da die Geldmengenausweitung am Anfang noch nicht so enorm angepasst war an die Wertsteigerung einer Unze Gold.
Daher, mal angenommen es würde so weitergehen wie bisher (was ich bezweifle, ich glaube dass 1600€/oz schon ein sehr guter Gleichgewichtspreis ist, bezogen darauf, dass der Goldpreis sich nicht ungezügelt bewegen kann), so hätte man erst in 40 weiteren Jahren dann 1172,2% Wertsteigerung, dann wäre also eine Unze tatsächlich 10 mal so viel wert und man könnte sich wie MapleHF meinte die schicke Bruchbude eines Einfamilienhauses für 5 Unzen kaufen. (Ich weiß es verläuft exponentiell und nicht linear, aber das auch nur wenn alles so bleibt wie es ist!)
(Zur Rechnung: kein Zinseszins :), das gibts nur beim Giralgeld => 29,305% pro Jahr Goldwert Steigerung)

Wenn also wie viele behaupten bereits in 10 Jahren der Goldpreis bei 10.000€/oz. liegen soll müsste entweder:
1.) Eine Hyperinflation passieren, dann ist allerdings fraglich wie sehr sich auch die Geldmenge ausgeweitet hat => wieviel die 10.000€ Geld denn überhaupt noch an wert haben bezogen auf heute.
2.) Das Papiergold und der Derivate-Schwindel platzen, dann würde die Welt aber in eine Krise stürzen die unvorstellbar ist (es sei an JP Morgan erinnert und deren Derivatepositionenanzahl)
3.) Das am ehesten zutreffende: Die Menschen wachen auf und fangen an in Gold umzuschichten, wie lange das aber dauert bis die Mehrheit es begreifft oder welche staatlichen/gesetzlichen Einschränkungen noch auf uns zukommen kann keiner wissen, darauf also zu spekulieren ist genauso unsicher wie mit Öl oder Aktien darauf zu warten.
Bis die Mehrheit in Deutschland aufwacht müsste wohl eine Geldmengenausweitung von 30% pro Jahr und nicht in 4 Jahren vorhanden sein.
=> Mit den 5 Unzen Gold unter eurem Hintern werdet ihr egal in welchem Szenario mit ziemlicher Sicherhheit nicht reich. Am besten abschneiden würde man mit Punkt 3, nur bis das passiert könnte es auch wieder 10 Jahre dauern.

Gold ist definitiv ein kluges Investment, allerdings gilt wie sonst auch im Leben schnelles Geld stinkt und ist nicht auf faire Weise zu machen.
Besser als Gold wäre ein eigenes Unternehmen das für die Menschen ein Produkt anbietet das lebensnotwendig ist, somit kann einem stets egal sein welche Währung gerade in ist, man bekommt immer das Selbe.

Außerdem sind viel zu viele Leute auf dem EM-Trip, das ist nicht realistisch, dass aus der Sache nur Millionäre herausgehen.
Wer 120.000€ in Gold hat kann als einziger hier davon reden sich später ein nettes Haus zu kaufen, alles andere ist Spekulation und wenn man das betreibt kann man genauso ins Wettbüro gehen oder mit CFDs sein Glück versuchen.

Beitrag 26.05.2011, 10:19

MapleHF
di-em-ex hat geschrieben:In Deutschland ist das viel zu unrealistisch für 5 Unzen ein Haus zu bekommen.
Dafür gibt es zu viel Privatvermögen das wir alle erst einmal verlieren müssten bevor das Eigenheim verbraten wird und dadurch die Preise nach unten gedrückt werden würden.
[/b]
... kommt auf die Gegend an und das Haus.

In einer Gegend mit wenig Arbeitsplätzen, wie bei uns, müssen die jungen Leute weg.

Wenn dann die Eltern verstorben sind, ist das Haus nur noch ein Klotz am Bein, der Geld kostet. Oftmals hat ein Ehepaar dann zwei Elternhäuser im Ort, da muss eines mit Sicherheit weg.

Um es vermieten zu können müßte man im 6-stelligen Eurobereich sanieren, das lohnt nicht. Also wird billig verkauft.

Wenn ich mir nun vorstelle, dass der Goldpreis noch etwas steigt und die Immo-Preise noch etwas sinken, ist das ältere Häuschen für 5 Unzen nicht so unrealistisch wie Du denkst.

Es braucht blos einen Vermögensabgabe oder Lastenausgleich kommen und der Markt wird mit solchen Häusern überschwemmt, was sich nachhaltig auf die Preise auswirkt, die schon jetzt am Boden liegen.

Meine Schwägerin versucht schon ein Weilchen ein durchaus bewohnbares Haus (teilweise neue Fenster, Heizungsanlage in Ordnung) hier im Ort (relativ zentrale Lage und zugleich ist der 1000 qm-Garten direkt am Fluss in einer 10.000-Einwohner-Stadt) mit 2 Wohnungen für 80.000 € zu verkaufen und bekommt es nicht weg.

Ein 300 qm-Haus aus den 70er mit über 6.000 qm Grund in Aussichtslage + 4000 qm Wald daran angrenzend steht schon seit Jahren für 169.000 € im Net und geht nicht weg.

Dass man natürlich die Luxusvilla mit Pool und Koi-Teich in Müchen Grünwald nicht um 5 Unzen bekommen wird, darüber sind wir uns einig und ebenso darüber, dass man mit 5 Unzen nicht "reich" wird ;)
di-em-ex hat geschrieben: Wer 120.000€ in Gold hat kann als einziger hier davon reden sich später ein nettes Haus zu kaufen, alles andere ist Spekulation und wenn man das betreibt kann man genauso ins Wettbüro gehen oder mit CFDs sein Glück versuchen.
... ich persönlich bin der Meinung, wer 6-stellige Beträge in Edelmetalle anlegt, sollte vorher schon sein nettes Haus (und das weitestgehend lastenfrei) haben.

MapleHF

Beitrag 26.05.2011, 11:00

Benutzeravatar
Ladon
Moderator
Beiträge: 6653
Registriert: 17.05.2010, 13:38
Wohnort: Terra
Zum Thema Häuser:
In B2 (dem einzigen Radiosender, den ich länger als 10 Minuten ertrage) war vorhin ein Bericht über den "demoskopischen Wandel" in den ländlichen Regionen Nordbayerns ("hinter Bayreuth" würde ich mal sagen). Neben vielen interessanten Details ging es auch kurz um die Immos dort ... ich glaube, wer dort ein Haus hat, der bekommt 'nen echt dicken Hals, wenn er z.B. hier was von "guter Anlage" liest.
Da stehen in Dörfern unter 10.000 Einwohner teilweise 20 bis 30 Häuser leer und wären zu einem Spuckpreis zu haben.

Insofern ... gibt's vielleicht doch Häuser für ein paar Unzen, im Bereich von 2-3 Pfund sind wir jedenfalls schon. Nur will da keiner wohnen. Also wird umgekehrt ein Schuh daraus: Das Haus für 5 Unzen gibt es vielleicht mittelfristig - nur nicht unbedingt weil Gold dann so wertvoll geworden wäre, sondern die Immos so billig.

@ di-em-ex
Deine Berechnung der Quantität des Euro-Wertverfalls scheint mir, naja, ich sage mal, etwas "unorthodox" ... da aber der Kern der Aussage fraglos vollkommen richtig ist will ich da nicht rumdiskutieren - nur eines:
Es ist vollkommen ausgeschlossen, dass wirklich en masse "in Gold umgeschichtet" wird - es ist nicht genug da ... außer das Geld hyperinflationiert. Ich meine: Deine 3 Alternativen sind keine Alternativen im Sinne von "so oder so", sondern hängen zusammen. Wie auch Inflation und Geldmenge. Ohne Ausweitung der Geldmenge keine Inflation.
Allerdings - und das wird zur Zeit gemacht - kann die Geldmenge ausgeweitet werden, ohne das das Geld proportional "inflationiert". Zum Beispiel indem große Teile des Geldes in der Sphäre des "Finanzmarkts" absorbiert werden und nicht in der Realwirtschaft nachfragemächtig werden. Wieder hängen die Dinge eng zusammen.

Und zuguterletzt: Dass die ausschlaggebende Geldmenge seit einiger Zeit mit der "M3" Menge gleichgesetzt wird, ist höchst umstritten. Und das nicht nur bei "Systemkritikern"! M3 umfasst große Mengen "Geldes" die mittelfristig überhaupt nicht "aktiv" sind - und daher für unsereins im täglichen Leben nicht relevant. Etwa so, wie der "Warenkorb" zur Festlegung der Inflationsrate auch nur eine gesamtwirtschaftliche Bedeutung hat (und da auch nicht falsch ist), für den einzelnen aber wohl in keinem Fall stimmen kann.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 26.05.2011, 13:00

wolleblockshop
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 249
Registriert: 02.06.2010, 17:31
Ja und was ist nu.

Eine große Zeitung und auch im Internet bereits angekündigt:

Immer mehr Privatleute stürmen die Banken und wollen ihr Erspartes abheben........... smilie_08

Die Angst vor der Staatspleite wird wohl immer wahrscheinlicher.

Und wir wissen, wenn das passiert nützt auch kein Rettungsschirm mehr...................

Das ist als wenn du einen Eimer Wasser auf ein brennendes Haus gießt, es zischt und das war es smilie_04

das Haus brennt weiter.

Schade um unsere Steuergelder, hoffentlich brennt uns nicht auch noch der Ar....... smilie_04

lg wolleblockshop

** Kluge Leute lernen auch von ihren Feinden **

SOKRATES

Beitrag 26.05.2011, 13:11

Benutzeravatar
Landgraafer
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 317
Registriert: 02.01.2011, 13:07
Dies kann dann ganz schnell zu einem "Rattenschwanz" ohne Ende werden.
Eine Bank nach der anderen würde pleite gehen und das Gefüge innerhalb des Bankensektor gerät zumindest ins Wanken.
Erfolgreich gehandlt: Positiv 4 - Negativ 0

Beitrag 26.05.2011, 14:30

Benutzeravatar
KROESUS
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1882
Registriert: 08.01.2011, 11:41
klar gibt es Häuser für ein paar Unzen, schon lange!

www.diia.de zum beispiel

(obwohl da das meiste schrott ist)

aktuell kann ich anbieten für 7 Unzen:
reihenhaus gute bausubstanz in sachsen/Nerchau, nicht feucht oder so, 3 wohnungen, Gas usw. Parkplätze, garten supermarkt 300m weg, ist ne Stadt und die wände sind nicht feucht, da Dach ist dicht

es wird immer mehr billigen wohnraum geben und die abgaben darauf werden immer mehr ansteigen!

Beitrag 27.05.2011, 07:55

di-em-ex
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 283
Registriert: 23.01.2011, 22:42
Nur damit die Aussage stimmt muss man sich jetzt nicht bis zum äußersten aus dem Fenster lehnen.
Es impliziert doch natürlich, dass man mit dem Standard/Niveau nicht runtergehen will wenn man für 5oz. das Haus kauft.

Und ob ich jetzt im Ausland in einem Land kaufe in das keiner will weil es arm ist oder in Bayreuth in einem kleinen Dorf voll Rentnern, da sehe ich persönlich keinen Unterschied, bis auf die künstliche Begrenzung "deutsches Land". Und das ist albern, da kauft man sich lieber dort etwas wo man in 10 Jahren auch darauf hoffen kann, dass es wächst und vergisst diese künstlichen Territorien.

Da offenbar meien Rechnung den eingefleischten Volkswirten hier nicht gefällt.
Die Idee dabei ist simpel und doch gar nicht mal so ungewöhnlich! Bevor man die Inflation anhand des Warenkorbes berechnet hatte war das Standard. Man war nur der Meinung diese Variante würde den Bürger in seinem Kaufverhalten zu schlecht repräsentieren, deswegen hat man einen Warenkorb kreiirt der sich ständig verändert (na toll smilie_01 smilie_10 ).
Die Idee ist einfach: Geldmengenwachstum – Wirtschaftswachstum = Inflation

Dass M3 so umstritten ist wusste ich nicht, aber woher soll man denn dann die Zahlen holen für die Geldmenge?
Der Bezug zum Gold ist notwendig um den richtigen Vergleich zu haben. Am besten schaut man sich auch noch Gold in Schweizer Franken an und den Benzinpreis als weiteres Inflationsmaß.
Vielleicht gefällt das besser?

Superbenzin heute: 1,555 € 2006: 1,2€ => 29,17% (trifft doch super auf das M3 zu, sind nur ~1% weniger)
Gold in Schweizer Franken: 600 und 1300 => 116,7% (sind 23% weniger)

Egal wie bessere Maßstäbe gibt es nicht, wenn das M3 so schlecht sein soll ist es erstaunlich, wie genau die Wertveränderungsrate gemessen an einem Alltagsgut (benzin) ist.

PS: Wenn man wirklich wirklich wissen will mit wieviel Wertverlust man mindestens rechnen muss, dann schaut man sich doch ganz einfach nur die jährliche Diätensteigerung unserer Politker an, verlässlicher kann es nicht sein Die sind übrigens in dem Zeitraum 2006-2009 um 11% gestiegen :D

Antworten