Immobilien im Währungscrash

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 22.01.2012, 01:33

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Datenreisender
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Euro-Krise
Immobilien sind keine Rettung beim Währungscrash

Wer glaubt, mit einer Immobilie sein Vermögen auf der sicheren Seite zu haben, der irrt.
Der Staat hat viel Erfahrung darin, Hausbesitzer zu schröpfen.

http://www.welt.de/finanzen/article1382 ... crash.html

Beitrag 22.01.2012, 06:02

Suedwester
Nun, in einer Niedrigzinsphase Schulden zu machen, ist sicher nicht besonders schlau. Sobald die Zinsen wieder anziehen - und das kann passieren, wenn die Inflationsraten steigen - hat man ein Problem. Vor allem, wenn Löhne nicht sofort nachziehen.

In manchen Gegenden sind Immobilien bereits heute zu teuer - und zu Höchstpreisen Wohneigentum kaufen, muß auch nicht sein. Und die älter werdende, und vielleicht bald schrumpfende Bevölkerung führt tendenziell zu sinkender Nachfrage. Dazu kommt, daß die Mittelschicht kleiner wird.

Wenn der Staat Geld braucht, holt er es sich natürlich auch von den Hausbesitzern. Allerdings, bevor ich mit wertlosem Geld sitze (bei hoher Inflation), lege ich es doch lieber in etwas Werthaltigem an. Und das sollte nicht nur "Gold" sein, oder "Aktien", sondern durchaus breiter gestreut.

Wenn Immobilienbesitzer stärker besteuert werden sollten, würde vermutlich die zusätzliche Belastung an die Mieter weitergereicht werden. Und bei einer höheren Inflation würden auch die Mieten deutlich und regelmäßig nach oben angepaßt werden. Also, da bin ich trotz allem doch lieber Eigentümer als Mieter.

Mit Immobilien, die nicht zu teuer bezahlt sind, und die man bar oder mit wenig Schulden kaufen kann, kann man zumindest einen Teil seines Vermögens bewahren. Das ist besser, als im Extremfall alles zu verlieren.

Beitrag 22.01.2012, 07:35

Chinese
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@ Südwester

Genau Deiner Meinung! Super analysiert.

Chinese
»Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.« Albert Einstein

Beitrag 22.01.2012, 07:47

haeni
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Meiner Meinung nach ist die zur Zeit schlechteste Investition die in Immobilien.
Was nützen mir im 5 vermietete Eigentumswohnungen wenn im Ernstfall kein Mieter mehr bezahlen kann.
Soll ich vielleicht in alle 5 Wohnungen selber einziehen? Wohl kaum. Wenns richtig losgeht ist wohl keiner mehr im Stande die momentahnen Mietpreise zu zahlen. Sprich die Mietpreise können nicht mehr beglichen werden und somit sollte automatisch auch der Wert der Immobilie sinken. Was bitte ist eine leerstehende Wohnung wert?

Beitrag 22.01.2012, 08:53

Suedwester
Wer keine oder kaum Schulden hat, kann einen vorübergehenden Ausfall der Mieteinnahmen verschmerzen. Aktien werden in einer Krise auch keine Dividende mehr abwerfen (sofern die Firmen nicht sogar Pleite gehen), Staatsanleihen könnten wertlos werden oder, wie jetzt, kaum noch Zinsen abwerfen, und Gold bringt ebenfalls keine Zinsen (und Besitz oder Handel könnten im Extremfall sogar untersagt werden, bei Ausreise am Zoll konfisziert werden usw.). Ausländische Papierwährungen könnten genauso wertlos werden wie die Inlandswährung...

Aber: Bei einem Neuanfang hätte man zumindest etwas dastehen, auch wenn das besteuert werden könnte. (Klar: Bei Unruhen oder Krieg, Flucht und Vertreibung kann man keine Immobilien mitnehmen).

Es kommt halt immer darauf an, welcher Art die "Krise" ist: Steigende Inflation, Unruhen, Versorgungsausfälle...

Man sollte nicht vergessen, daß jeder Mensch Wohnraum braucht. Jeder braucht, vor allem im Winter, ein Dach über dem Kopf. Eine gewisse Nachfrage wird also immer vorhanden sein. Und Miete kann ja vielleicht notfalls auch in anderen Dingen als Papierwährung "gezahlt" werden?

In der Hyperinflation in Zimbabwe vor ein paar Jahren gab es für Leute mit (etwas) Geld nur 3 Möglichkeiten, ihre Zimdollar in etwas Werthaltiges zu tauschen: Auslandswährung (die nur in geringen Mengen verfügbar war), Aktien (die bald zu teuer waren), und Immobilien in den Städten. Wer dort auf Immobilien gesetzt hatte, hat jetzt zumindest ein oder mehrere Häuser. Der Aktienmarkt brach nach einer riesigen, liquiditätsgetriebenen Spekulationsblase zusammen, Bar- und Buchgeld wurde vollkommen wertlos. Mit Gold übrigens konnte im Inland kaum jemand etwas anfangen. Es wurde ins Ausland geschmuggelt und dort getauscht.

Man sollte nicht vergessen, daß auch große Firmen usw. in einer Krise ihr Geld in Sicherheit bringen müssen. Der Weg ins Ausland ist dann oft schon versperrt. Die legen dann notgedrungen im Inland ihr Geld dort an, wo sie zumindest noch etwas dafür bekommen können.

Ich leugne ja nicht, daß Immobilien durch eine Verkaufswelle bzw. durch den Bankrott von Privatleuten und Firmen auch massiv an Wert verlieren könnten. Welcher Effekt letztendlich überwiegt, ist nicht vorhersagbar. Daher sollte man niemals alles auf ein Pferd setzen.

Beitrag 22.01.2012, 10:09

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Fellenteee
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@südwester: Hast du schon richtig erwähnt aus Sicht der Deutschen. ABER! Die Ausländischen Investoren(China, Russland,...) die sind auch hier an Eigentum interessiert.
Demzufolge wird die Nachfrage nicht sinken
Erfolgreich gehandelt mit "eu_nord"

Beitrag 22.01.2012, 10:26

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Molch40
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interessanter Link zum Thema
http://www.krisenvorsorge.com/522/Pr%C3 ... rise_.html
insbesondere der Absatz mit einer möglichen Zwangshypothek ,staatlicherseits aufs Haus.
Ich habe schon lange kein gutes Gefühl mehr Immobilienbesitzer zu sein ,auch wenn ich längst keine Schulden mehr habe.
Es fällt mir aber auch schwer , mich an den Gedanken zu gewöhnen ,zu verkaufen und Mieter zu werden.
Bleibt nur noch die Hoffnung , das am Tag X die wieder Zwangsverschuldeten aufstehen und den Blutsaugern man richtig auf die Finger haut.Aber dieser Gedanke wird wohl daran scheitern ,das die breite Masse ,dieses Gesetzt mittragen wird , sei es aus Unwissenheit und einfach nur aus dem Grund weil es sie ja ,,scheinbar,, nicht betrifft.
Man fühlt sich diesen System hilflos ausgeliefert .
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Beitrag 22.01.2012, 11:54

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Silverlady
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Molch40 hat geschrieben:interessanter Link zum Thema
http://www.krisenvorsorge.com/522/Pr%C3 ... rise_.html
Haltet mich für naiv oder sonst was, aber der genannte Artikel ist für mich pure Panikmache.

Wie kann man nur jemanden empfehlen sein selbst genutztes Eigentum zu verkaufen – incl Verlusthinnahme -, um in den Status eines Mieters zurückzukehren? Wo ist da Sicherheit? Ich setze mich laufenden Mieterhöhungen, umlagefähigen Instandsetzungen und das Risiko der Eigennutzung durch den Eigentümer aus. Da gibt es sicherlich noch weitere negative Punkte.

Keiner kann sagen, ob wir hier in Deutschland einen Währungscrash bekommen und wie er ablaufen wird. Wer auf solche Artikel hin agiert, schmeißt sein ganzes Leben um und rutscht direkt in eine persönliche Krise, die ihn heftiger treffen wird, als alles andere.
Weisheit erwerben ist besser als Gold und Einsicht erwerben edler als Silber - Sprüche 16,16 Bibel
(daran sollte man sich häufiger mal besinnen)

Beitrag 22.01.2012, 12:09

Suedwester
Sehe ich ähnlich. Der Artikel ist was für Leute, die aus Angst vorm Tod Selbstmord begehen wollen. Soll´s ja geben...

Beitrag 22.01.2012, 12:27

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Molch40
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@Silverlady
Das mag sein , das dieser Artikel etwas dramatisiert .
Ausserdem ,stehe ich selbst auf den Standpunkt :,,zu Hause ist man nur in dem was einem gehört,,
Aber trotzdem einige Beispiele ,welcher Willkür man als Immobilienbesitzer ausgeliefert ist .
Ich lebe an einer Hauptstraße ( Kreuzung)
- Straße wird verbreitert ,die Vorgärten werden gehen in den Besitz der Gemeinde über und das ohne jegliche Entschädigung.
-Anteilige Kostenübernehme des Straßenneubau
- Laternen werden auf die andere Straßenseite umgebaut ,Kosten werden auf die Hausbesitzer umgelagert.
- 4 Jahre später ,die Feststellung ,das die Laternen doch auf der anderen Seite besser aufgehoben sind ,rat mal wer die Kosten zumindest anteilig getragen hat.
- weitere 4 Jahre später. die Lampen sind nicht mehr Standesgemäß ,eine Gemeinde wie Marklkofen braucht , da schon etwas moderneres , die Kosten dafür....Du ahnst es wohl....
und sehe ich m,it zunehmender Sorge den Verfall der anderen Straße ,denn wie gesagt ich wohne an einer Kreuzung und komme demzufolge für beide Straßen auf.
Wobei......wer an Kreuzungen wohnt hat nach der erstellten Formel nur 66% dessen zu bezahlen ,wie andere die nicht an einer Kreuzung wohnen.
Eine Klage die von Hausbesitzern eingereicht wurde ist nicht einmal angenommen worden.
Ich will hier nicht jammern und mich auskotzen , man soll nur alles von zwei Seiten betrachten.
Yes We Pay

Beitrag 22.01.2012, 12:31

Jupp
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Die Idee dahinter ist aus Investoren Sicht eben ziemlich klar, bei den derzeitig niedrigen Zinsen sind die Häuserpreise viel zu hoch. Da es nicht endlos lange diese niedrigen Zinsen bei immer weiter steigenden Schulden geben kann, muss das ganze zwangsläufig zusammenbrechen. Siehe Spanien, Griechenland, USA, GB, und und und. Von daher ist es sinvoll jetzt ein Haus zum Höchstpreis zu verkaufen, das Geld in ein anderes Asset wie Gold, Silber zu parken, um dann davon später wieder erheblich billigere Häuser zu kaufen. Wer ein selbstgenutzes Haus hat, keine Schulden, keine Hypotheken und denn Keller voller Metalle braucht das natürlich nicht zu tun. Zumindest nicht solange die fälligen Steuern und Zwangsabgaben noch ganz gut bedient werden können.

Die Mieten werden nichts ins Unermessliche steigen, die werden durch staatliche Verordnungen gedeckelt. Man will eben keine Millionen Obdachlosen, die sich im Winter zum absolut unkontrollierbarem Mob entwickeln, weil diese Menschen ja eh nichts mehr zu verlieren haben. Frag mal ehemalige DDRler, die Mieten waren oftmals so sehr gedeckelt, das davon nicht mal mehr Instandsetzung bezahlbar war, die Häuser sind immer mehr verfallen. Pleite waren am Ende die Eigentümer dieser Häuser. Ganz extrem ist soetwas auf Kuba, wenn das Haus droht zusammenzubrechen wird man zwangsumgezogen ein paar Häuser weiter. Geht nicht anders, da man mit einem monatlichen Einkommen von 20 Euronen keine Miete bezahlen kann. Aber auch da wohnt niemand auf der Strasse, das Leben ist nur ein wenig "abenteuerlicher" als hier.

Beitrag 22.01.2012, 12:42

Suedwester
Naja, der Eigentumsbegriff bei Immobilien ist in Kuba ein etwas anderer als in der BRD. (Die Regelungen zu Kauf/Verkauf/Besitz waren bis vor kurzem extrem restriktiv).

Wer garantiert denn, daß Gold/Silber in einer Währungskrise stärker steigen werden oder sich besser halten werden als Immobilien? Silber würde als Industriemetall vielleicht rapide an Wert verlieren, und Gold würde in Massen auf den Markt geworfen um knappe Grundnahrungsmittel zu erwerben? ("Eine Goldmünze für einen Sack Kartoffeln"?). Kann keiner voraussagen!

Beitrag 22.01.2012, 12:56

Jupp
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Die Restriktionen wurden in Kuba schon vor Jahren aufgehoben, viel hilft es aber auch nicht, da kaum jemand $5000 hat um ein Haus zu kaufen (ja nicht mal 4 Unzen Gold für ein Haus). Natürlich ist die Situation eine ganz andere, aber es ist eben ein Beispiel wie sich solche Dinge unter gegebenen Umständen entwickeln können.

Klar, wie sich das entwickeln wird ist für viele fraglich, für manche halt eben nicht. Für die letztern gelten ja solche Hinweise entsprechend zu handeln.

Ca. 50% der jährlichen Silberförderungen verschwinden mittlerweile als Barren und Münzen in den privaten Kellern. Was mit dem gesamten überhaupt noch vorhandenem Bestand ist weiss kein Mensch. Es ist aber seid Jahren ganz klar zu beobachten, das Silber remonetarisiert wird, jedes Jahr wieder ein bischen mehr. Bei dem Trend ist auch kein Ende abzusehen und man kann natürlich schon darauf reagieren. Man muss da auch gar nichts glauben, man braucht sich nur Silber und Dollar Kurse Intraday anzusehen. Silber ist eine Währung und kein Rohstoff mehr sagen diese Charts.

Beitrag 22.01.2012, 12:57

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Silverlady
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Molch40 hat geschrieben:@Silverlady
Das mag sein , das dieser Artikel etwas dramatisiert .
.........
Ich will hier nicht jammern und mich auskotzen , man soll nur alles von zwei Seiten betrachten.
Nur zur Info .... auch ich lebe im eigengenutzten Eigentum und kenne einiges an dem, was du soeben gepostet hast. Es ist jedoch auch von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich, welche Kosten umgelegt werden. Sicherlich werden auch andere "klamme" Städte und Kommunen noch dahinter kommen und solche Kosten auf die Anrainer - Eigentümer umlegen. Doch auch hier sind den Gemeinden Grenzen gesetzt. Es gab vor einigen Tagen hierzu einen Berichten im 2. Deutschen Fernsehen - leider weis ich nicht mehr den Titel - da haben sich Eigentümer zusammengeschlossen und haben sich erfolgreich gegen solche Kosten gewehrt.
Weisheit erwerben ist besser als Gold und Einsicht erwerben edler als Silber - Sprüche 16,16 Bibel
(daran sollte man sich häufiger mal besinnen)

Beitrag 22.01.2012, 13:34

Suedwester
Die Restriktionen beim Häuserkauf in Kuba wurden nicht "vor Jahren" aufgehoben, sondern erst jetzt. Verkauf usw. wird ab 10.11.2011 einfacher: http://amerika21.de/meldung/2011/11/416 ... -wohnungen

Landet heutzutage wirklich 50% der weltweiten Silberproduktion bei Anlegern? Bei Wikipedia erhältliche Zahlen von 2001 gingen damals von gerade einmal 3,5% aus. Fast 40% landete in der Industrie, 20% wurde zu Schmuck verarbeitet, ein Viertel wurde damals in der Fotografie verwendet (heute natürlich sehr viel weniger). Vielleicht findet jemand aktuellere Daten? Wäre durchaus interessant.

Beitrag 22.01.2012, 13:54

Jupp
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Das sind die offiziellen Regierungsverlautbarungen, ja. Für Kubaner wurden die Regulierungen inoffiziell schon vor Jahren gelockert wie mir die lokale Bevölkerung erklärt hatte. Für Ausländer war es annähernd unmöglich dort Wohneigentum zu erwerben, aber auch das wird immer mehr aufgelockert.

Das hat sich seid 2001 aber sehr drastisch verändert, wie gut der Wiki Artikel nachgepflegt wird weiss ich nicht und ist mir auch egal. Mich interessieren da eher diverse Studien, wie zum Beispiel diese:

http://www.netzagentur.de/sdr/sdr-silbe ... l-2012.pdf

Es gibt eine ganze Menge solcher Analysen und Studien, einfach mal einen Tag Zeit nehmen und googeln.

Beitrag 22.01.2012, 14:19

Suedwester
Das sieht mir nach Börsenbrief aus, der bereits eine vorgefaßte Meinung hat, und versucht, diese zu belegen (und er empfiehlt Silberaktien-Pennystocks). Aber nicht uninteressant, werde ich mir gern durchlesen.

Was ich noch sagen wollte, die Schwankungsbreite bei Silber lag in den letzten 10 Jahren bei um die 1000% - der Wert von Immobilien hat sich dagegen nur sehr zögerlich - ein paar Prozentpunkte hoch, ein paar runter, je nach Gegend - entwickelt. Wenn ein Produkt 1000% teurer geworden ist in 10 Jahren, ist es dann nicht eher "teuer"? Und wenn ein Produkt nur 10% teurer geworden ist in 10 Jahren, ist es dann nicht eher "billig" im Vergleich? Und was beim Silberpreis geschieht, ist doch typisch für einen engen, leicht manipulierbaren Markt, mit großen Schwankungen nach oben und unten. Klar, Immobilien sind natürlich überhaupt nicht liquide, also schwer miteinander vergleichbar.

Mein Argument daher, die Mischung macht´s.

PS: Was mir auffällt, wer Immobilien besitzt, sieht diese als eher gutes Investment, wer keine hat, als eher schlechtes. Ähnliches bei Gold, Aktien usw.

Beitrag 22.01.2012, 14:53

Jupp
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Ist halt nur ein Beispiel, wo Investoren auf einige Unstimmingkeiten bei Silber hingewiesen werden.

Silber ist in den letzten 10 Jahren von $4 auf jetzt $32 gestiegen, es hat nicht um 1000% rauf und runter geschwankt. Da der Markt sehr eng ist, fallen Korrekturen dementsprechend heftiger aus, das ist die Natur solcher Märkte.

Tja, ist Silber jetzt teuer oder nicht? Mann weiss aus der Geschichte der letzten 2000 Jahre, das ein Mensch für einen Denar, also etwa 4 Gramm Silber den Tag arbeiten musste. Das zieht sich bis ins 19te Jahrhundert rein. Gemessen an Arbeit, Weizen, Wein ist Silber zur Zeit extrem billig. Man könnte nun davon ausgehen das dem nicht beliebig lange so bleiben wird. Dafür sprechen ja auch so einige geologische Gegebenheiten wie Vorkommen, Abbaubarkeit. Dann das Recycling Problem, niemand holt ein paar Gramm Silber bei dem Preis aus Schrott raus, das landet alles seid ungefähr 80 Jahren in Mülldeponien. Es ist abzusehen das irgendwann Nachfrageprobleme zwischen Industie und Investoren auftreten werden.

Natürlich hält jeder sein Investment für das beste und das andere nicht. Wäre dem nicht so würde man ja die Investment Klasse wechseln. Aus dem Grund gibt es zur Zeit berechtigte Hinweise Mietshäuser loszuwerden und das in EM umzuschichten. Heisst ja nicht das nun jeder sein Eigenheim um jeden Preis loswerden sollte, das ist was anderes.

Ich hab halt ein paar Erspanisse die ich auf ein Jahrzent nicht benötige in Silber, das habe ich seid 2008 anteilsmässig deutlich hochgefahren. Es gibt aber duchaus aus welche die extrem stark drin investiert sind, Sprott zum Beispiel. Muss sich eben jeder ein Bild selber von machen und seine Möglichkeiten so nutzen, wie er es für richtig hält.

Beitrag 22.01.2012, 14:59

Jupp
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Hm, da fällt mir nochetwas dazu ein. Die 5DM Silbermünze der ehemaligen BRD wurde Heiermann genannt. Das Wort ist abgeleitet von Heuer, dem Tageslohn eines Seemans. Der betrug wohl 5DM pro Tag, also 7 Gramm Silber. Vergleicht man das mit hier und heute, muss es wohl ein krasses Missverhältniss zwischen dem Wert von Arbeit und dem Preis von Silber geben.

Beitrag 22.01.2012, 16:51

real1
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wissen,das man nichts weiß , ist wahre weisheit .

nichtwissen für wissen achten ist smilie_03 .

smilie_13 aber immobilien sind eine gute ware .




smilie_24

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