Inflation & Deflation - Stammfaden

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 21.11.2021, 23:42

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MaciejP
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Santaxi hat geschrieben:
21.11.2021, 10:53
Die meisten Anleger kennen nichts anderes als mittelfristig immer höher gehende Aktienwerte weil Sie Ende der 30er oder 60er Jahre nicht in Aktien investiert haben. Wir sollten sollten solche Szenarien nicht ausschließen.
Diese Anleger haben dann aber komplett das Jahrzehnt zwischen 2000 und 2010 verschlafen. Das war für Aktienanleger wesentlich dramatischer als die 70er. Wenn man davon ausgeht, dass die 70er mit den 2000er Jahren korrelieren, hätten wir den zweiten Teil der Aktienhausse noch vor uns. Europäische Aktien haben bspw. gerade erst einen Ausbruch aus einer fast 20-jährigen Seitwärtsphase gestartet.

Davon mal abgesehen, woher weiß man denn, welche Aktien gerade über- oder unterbewertet sind? Und wie bewertet man Gold und Silber dagegen? Rein an den langfristigen Kursen gemessen, finde ich Edelmetalle derzeit auch nicht günstig (Platin evtl. ausgenommen).
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 28.11.2021, 14:56

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Sapnovela
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Warnung vor Kaufkraftverlust
EZB-Mitarbeiter fordern Inflationsausgleich

https://www.n-tv.de/wirtschaft/EZB-Mita ... 54572.html

Selten eine bessere Definition für Ironie gelesen. smilie_02
Gehirnwäsche funktioniert wie richtige Wäsche - wenn sie das Objekt lang und heiß genug waschen, schrumpft es. (c) Volker Pispers

Beitrag 28.11.2021, 18:16

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Sapnovela hat geschrieben:
28.11.2021, 14:56
Warnung vor Kaufkraftverlust
EZB-Mitarbeiter fordern Inflationsausgleich

https://www.n-tv.de/wirtschaft/EZB-Mita ... 54572.html

Selten eine bessere Definition für Ironie gelesen. smilie_02
Das Narrenschiff auf dem wir uns befinden wird halt immer offensichtlicher.
Den Ausgleich sollte Frau Lagarde aus eigener Tasche bezahlen, dürfte dienlich fürs Problembewusstsein sein!
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Beitrag 29.11.2021, 14:53

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...und es kommt noch dicker


Inflation übersteigt Fünf-Prozent-Marke

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Inflatio ... 64495.html
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Beitrag 29.11.2021, 22:36

Amenhotep IV
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Und das ist erst der Anfang vom Ende.

Im Laufe des Jahres 2022 wird die Inflation irgendwann 2 stellige % Werte annehmen.

Die EZB wird dann reagieren ( müssen ) und die Zinsen erhöhen.
Danach werden die Banken ins Straucheln geraten weil viele Kredite und Hypothekendarlehen nicht mehr bedient
werden können.

Beim Versuch der EZB die Banken irgendwie zu retten, werden dann alle Geldschleusen sperrangelweit geöffnet werden.

Es wird massiv Geld aus dem nichts geschöpft und die Inflation steigt ungebremst weiter an
auf 3 stellige Werte im Jahre 2023.

Das Ende sollte dann hinreichend bekannt sein. Wie schon einmal vor genau 100 Jahren verglüht die
Währung in einer gewaltigen Hyperinflation.
ECHN PH AEGYPT BC MCCCLI - BC MCCCXXXIV

Beitrag 29.11.2021, 23:05

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Sapnovela
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Amenhotep IV hat geschrieben:
29.11.2021, 22:36
Und das ist erst der Anfang vom Ende.

Im Laufe des Jahres 2022 wird die Inflation irgendwann 2 stellige % Werte annehmen.

Die EZB wird dann reagieren ( müssen ) und die Zinsen erhöhen.
Danach werden die Banken ins Straucheln geraten weil viele Kredite und Hypothekendarlehen nicht mehr bedient
werden können.

Beim Versuch der EZB die Banken irgendwie zu retten, werden dann alle Geldschleusen sperrangelweit geöffnet werden.

Es wird massiv Geld aus dem nichts geschöpft und die Inflation steigt ungebremst weiter an
auf 3 stellige Werte im Jahre 2023.

Das Ende sollte dann hinreichend bekannt sein. Wie schon einmal vor genau 100 Jahren verglüht die
Währung in einer gewaltigen Hyperinflation.
Glaube ich ehrlich gesagt nicht.

Die Inflation wird genau so hoch sein wie notwendig, um die vielen Millionen Geldsparer (Rente, Lebensversicherung, Sparbuch) langsam auszusaugen, aber die Währung wird für den Alltagsgebrauch (Zahlung von Brötchen & Co) reibungslos funktionieren. Sonst wäre ja das Zinseszins-Spiel für die Superreichen zu Ende, das wäre doch zu Schade. Ein gewisser Elon M. kommt dieses Jahr auf 10 bis 15 Mrd Dollar Vermögenszuwachs pro Monat, warum aufhören, wenn es gerade am schönsten ist? Nein, so einfach wird es nicht werden.
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Beitrag 10.12.2021, 17:23

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:shock:


Rekord-Inflation in den USA liegt bei 6,8 Prozent

Die Inflation in den USA erreicht einen neuen Rekord-Wert: Sie liegt bei 6,8 Prozent. Damit steigt der Druck auf die Notenbank, die Anleihenkäufe herunterzufahren. Präsident Biden bemüht sich um eine Relativierung der Daten:

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Rekord-I ... 91362.html


Das wurde seit 1991 richtig teuer

Die Inflation gewinnt in Deutschland an Fahrt. War das Tempo der Teuerung über viele Jahre eher gemütlich, ist es mittlerweile deutlich gestiegen. Wo haben die Preise in den vergangenen Jahren am kräftigsten zugelegt?

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Das-wurd ... 47372.html
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Beitrag 10.12.2021, 19:10

Eastwood
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Stromabschlag bei uns + 40%
Willy Brandt 1968: "Wer einmal mit dem Notstand spielen sollte, um die Freiheit einzuschränken, wird meine Freunde und mich auf den Barrikaden der Demokratie finden, und dies ist ganz wörtlich gemeint.“

Beitrag 10.12.2021, 19:15

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Oliver
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...und gehaltszuschlag bei 3,5 %
....passt smilie_02
smilie_37 smilie_37Gold und Silber lieb ich sehr, deshalb will ich immer mehr

Beitrag 10.12.2021, 22:38

Eastwood
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Oliver hat geschrieben:
10.12.2021, 19:15
...und gehaltszuschlag bei 3,5 %
....passt smilie_02
wenns mal so wär..... smilie_07
Willy Brandt 1968: "Wer einmal mit dem Notstand spielen sollte, um die Freiheit einzuschränken, wird meine Freunde und mich auf den Barrikaden der Demokratie finden, und dies ist ganz wörtlich gemeint.“

Beitrag 15.12.2021, 10:08

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Absturz der Lira

Gold ist die Krisenversicherung – das zeigt sich in der Türkei

https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/abs ... 89842.html


Zitat aus dem verlinkten Artikel:
Nur gut, dass die Türken nicht nur ein fleißiges Volk sind, sondern aufgrund ihrer Tradition und ihrer langen Erfahrung mit hoher Inflation eine sehr große Affinität zum Gold haben.
Mit Gold ließ sich die inländische Kaufkraft seit Jahresanfang sogar mehren und die Währungsverluste gegenüber dem Euro weitgehend ausgleichen. Der Goldpreis in Lira legte seit Jahresanfang um 80 Prozent zu, ebenso wie der Euro in Lira.
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Beitrag 17.12.2021, 09:22

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Sapnovela
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Erzeugerpreise klettern um 19,2 Prozent - Stärkster Anstieg seit 1951
17.12.21, 08:27

Berlin (Reuters) - Die deutschen Hersteller haben ihre Preise im November wegen teurer Energie so stark angehoben wie seit 70 Jahren nicht mehr.

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte stiegen um 19,2 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Das ist der stärkste Zuwachs seit November 1951 mit damals 20,6 Prozent. Von Reuters befragte Ökonomen hatten sogar mit einer noch stärkeren Teuerung von 19,9 Prozent gerechnet, nach plus 18,4 Prozent im Oktober. Neben Energie verteuerten sich vor allem Vorprodukte wie Holz und Metalle.

Die Produzentenpreise gelten als Vorläufer für die Entwicklung der Inflation. In der Statistik werden die Preise ab Fabriktor geführt - noch bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Sie können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Verbraucherpreise geben.


https://www.onvista.de/news/erzeugerpre ... -503002109

Läuft. smilie_40
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Beitrag 17.12.2021, 11:16

Boden
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Ja, und die EZB ist sich vollkommen sicher, dass sich die Inflation 2022 stabilisiert, und 2023 1,8 Prozent erreicht :lol: . Die weitere Inflationsentwicklung ist meiner Ansicht nach vollkommen offen (ein Absinken erwarte ich allerdings keinesfalls). Nun ist entscheidend wie sich die Verbraucher/Unternehmer verhalten, also steigende Inflation erwarten oder nicht. Die EZB bekämpft ja offensichtlich die Inflation nicht, ganz im Gegenteil. Die Prognosen der EZB sind der Versuch, die Bevölkerung zu beruhigen (Psychologie, die ist hier entscheidend). Wie will man auch hier eine fundierte Prognose abgeben ?

Beitrag 19.12.2021, 16:51

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Oliver
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Nun ist es soweit. 20 prozent Inflation sind bereits an gekommen. Wo soll das noch enden ? https://m.bild.de/geld/wirtschaft/wirts ... obile.html
smilie_37 smilie_37Gold und Silber lieb ich sehr, deshalb will ich immer mehr

Beitrag 19.12.2021, 18:41

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Dirk64
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Oliver hat geschrieben:
19.12.2021, 16:51
Nun ist es soweit. 20 prozent Inflation sind bereits an gekommen. Wo soll das noch enden ? https://m.bild.de/geld/wirtschaft/wirts ... obile.html
Herrlich, das Klopapier :D
Ist ja aber nur die Spitze des Eisbergs.
Es wird noch heftig werden. Wer einkaufen geht kennt das.
Fleisch, Salate, Brot und ich weiß nicht was sonst noch (Baustoffe, Holz usw.) alles wird teurer.
War aber zu erwarten. In diesem Forum wurde das ja schon im Februar / März prophezeit.
In den Medien ab Oktober / November...
Wir sind auf jeden Fall am richtigen Ort! :wink:
Grüße
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, egal wie es ausgeht.

Beitrag 23.12.2021, 10:06

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Wie immer: Die Repräsentativität der Umfrage darf angezweifelt werden (oder auch nicht) :wink:


Umfrage: Was Anleger gegen die Inflation tun wollen

Es sind schwierige Zeiten für Anleger, denn die Teuerung ist zurück. Viele Menschen wollen nun mehr Geld in Aktien investieren, zeigt eine Studie:

https://www.fondsprofessionell.de/news/ ... en-212093/


Zitat aus dem verlinkten Artikel:
Für immerhin fast die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger (47,7%) und fast alle Experten (95,3%) sind Aktien und Aktienfonds demnach die Favoriten zur Inflationsabwehr. Immerhin 36,5 Prozent der Laien setzten auf Immobilien und 27,2 Prozent auf Edelmetalle.
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Beitrag 30.12.2021, 14:46

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Nix mit vorübergehend, wobei Inflationsraten von 2,5-3% jährlich, wenn es denn dabei bliebe, meiner Meinung nach jetzt auch kein Weltuntergang wären


Bankenpräsident erwartet bis zu drei Prozent Inflation in den kommenden Jahren

Eine Rückkehr der Inflation auf das niedrige Level vor der Pandemie ist laut Christian Sewing höchst unwahrscheinlich. Der Chef des Bankenverbandes spricht stattdessen von einem »Etagenwechsel«:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/infla ... a6a9159c4b
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Beitrag 30.12.2021, 15:12

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Alles_Klar
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... ich denke auch, dass sich die Inflation irgendwo bei 2% bis maximal 3% einpendeln wird.

In 2021 hat ab Juli der MWSt.-Effekt (der in 2020 für eine sehr geringe Inflation gesorgt hatte) voll zugeschlagen, erschwerend kamen heftige Erhöhungen bei den Energiepreisen hinzu,

Hier ist der Sprung ab Juli (wir erinnern uns ab Juli trat letztes Jahr die ermäßigte MWSt. in Kraft) sehr deutlich zu sehen: https://de.statista.com/statistik/daten ... hresmonat/

Beitrag 30.12.2021, 18:13

puffi
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Ich verstehe ja das es einen Sprung im Juli 21 lt Chart gab/gibt besonders im Vergleich zu Jul 20 und den folgenden Monaten bis Dez.
Ich würde auch zustimmen wenn die Senkungen damals 1:1 weitergegeben wurden. Sind se aber nicht im vollen Umfang. Weiterhin muss auch gewichtet werden das die Senkung ZWISCHEN 2 und 3% lag; man also bei der Betrachtung nicht pauschal einen gewissen Satz abziehen kann. Richtig ist natürlich der Einfluß auf die Daten.

Es macht auch weniger Sinn sich auf einzelne Produkte zu konzentrieren um eine Inflation oder Deflation fest zu stellen oder zu prognostizieren. Ich finde es nur interessant das z.B. Eier vor 5 Monaten 99ct gekostet haben und heute 1,49 € UND von Gewichtsklasse L auf S. Interessant sind auch die neuen Warenpresentationen bei den Discountern incl der Inhaltsänderungen. Auffällig sind auch die Preise bei Speiseöl (natürlich produzieren die bösen Scheichs auch dieses und rund ums Jahr, mal auf das MHD schauen dann weis man wann hergestellt.....irgendjemand macht sich gerade gewaltig die Taschen voll) und das Nichtvorhandensein einzelner Warengruppen.

Ich schaue mit zur Feststellung der In/DefRate immer die Preise der Frachtbörsen an. Die Senkung/Erhöhung gibt für mich den Trend an wohin und wie steil es geht, eine Diskussion über 0,1% oder 2%, also über absolute Zahlen halte ich für nicht zielführend, da hier das Empfinden der Marktteilnehmer und die mögliche Manipulation der Statistiken zu viele Möglichkeiten ergeben.

An eine Rückkehr zum EZB Ziel halte ich für die nächsten Jahre für nicht möglich, da der Schuldenabbau mit einer Inf viel eleganter zu lösen ist (eine Hyperinflation halte ich dagegen für BS und Haus gegen ne Unze genau so).
Allerdings wird in diesem Umfeld die Frage des sozialen Friedens spannend......

Nur meine Meinung unter vielen Meinungen anderer.......

Nachsatz: BS bedeutet das engl Wort bu..sh...

Beitrag 31.12.2021, 09:54

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Sapnovela
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Der Weltuntergang ist nah.... Ikea will die Preise erhöhen

"Der Möbelhändler Ikea will die Preise kräftig anheben. Geplant seien Preiserhöhungen von neun Prozent im weltweiten Durchschnitt, teilte ein Sprecher von Ikea Deutschland in Hofheim-Wallau mit. Der Schritt betreffe «alle Sortimentsbereiche und alle Länder». Preiserhöhungen würden aber von Land zu Land deutlich variieren, da auch die Kosten in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich seien. "
https://www.onvista.de/news/ikea-will-w ... -505918463

Die "offizielle" Inflationsrate ist das Interesse nicht wert, dass ihr entgegen gebracht wird.Durch die "hedonistische Bewertung" (also die Berücksichtigung von "Qualitätsverbesserungen" eines Produktes als impliziten Preisnachlass) kann die Rate immer dahin gerechnet werden, so man sie hinhaben will.

"Um die Vergleichbarkeit beizubehalten, kann man auch den Warenkorb nicht laufend ändern. Daher versucht man diese subjektive Bewertung durch eine mathematische Bewertungsmethode (hedonistische Bewertung) zu erfassen. Seit Juli 2002 wird dies auch in Deutschland durch das Statistische Bundesamt so vorgenommen.
Im Ergebnis verringert diese Berechnungsmethode die Inflationsraten deutlich.
"

https://www.inflation-deflation.de/warenkorb.html

smilie_02 smilie_02 Überraschung


Auch die Wahl des Warenkorbes ermöglicht vielfältige un sehr gezielte Eingriffe zur Steuerung der berechneten Rate.

"Tendenziell gehe die Inflation zu Lasten der Ärmeren. Ausgewertet wurden Daten aus 25 EU-Staaten von 2001 bis 2015. In Deutschland verteuerten sich die Warenkörbe der unteren zehn Prozent in dem Untersuchungszeitraum um etwa 4,5 Prozent stärker als die Warenkörbe der oberen zehn Prozent."
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 52592.html

Ist ja auch schon komisch, dass der Block "Wohnen" den bei weitem größten Anteil am Warenkorb hat, die Kosten für Wohnungen (kaufen, mieten, Handwerker) seit Jahren massiv steigen, die Inflationsrate aber immer flach geblieben ist... smilie_06

Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.
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