Inflationswalze?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 25.11.2010, 11:39

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Inflationswalze
Preisalarm für Deutschlands Weihnachts-Shopper

Ein Tsunami höherer Preise rollt Richtung Deutschland. Wichtige asiatische Lieferanten von Ralph Lauren, Hennes & Mauritz oder Adidas schicken mit der feschen Mode auch Asiens surrende Inflation in die deutschen Kaufhäuser - und das macht sich schon im Weihnachtsgeschäft bemerkbar.

http://www.manager-magazin.de/politik/w ... 26,00.html

Beitrag 25.11.2010, 11:45

MapleHF
... nun wenn die Ladenpreise für Textilien namhafter Marken um 5% angehoben werden, müßten sich die Produktionskosten ja verdoppelt haben.

Denn mehr als 5% des Ladenverkaufspreises betragen die Produktionskosten vielfach nicht :shock:

MapleHF

Beitrag 25.11.2010, 16:36

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Kilo-Weise
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@Maple

du triffst den Nagel auf den Kopf mit deiner lässigen Schätzung:
Die Shandong Zaozhuang Tianlong Knitting, die T-Shirts für Ralph Lauren fertigt, hat ihre Preise gerade um 70 Prozent angehoben. "Wenn Baumwolle weiter steigt, müssen wir bis zum Frühlingsfest nochmal 30 Prozent mehr verlangen", erklärt deren Verkaufsmanager Fred Hu. Tianlong-T-Shirts werden auch in großer Zahl nach Europa geliefert. Ihr Preis kletterte im Juli von 3,20 Dollar auf 4 Dollar je Stück.
der gute Ralphi hängt die Dinger seit dem ich ihn kenne nicht unter 69€ in den Laden

echt nett das in dem Artikel mal die Preise genannt werden.

Beitrag 11.01.2011, 16:53

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Unruhe an den Märkten
Explosion der Rohstoffpreise gefährdet den Aufschwung

Weizen plus 40 Prozent, Kupfer plus 26 Prozent, Öl plus 20 Prozent: An den Märkten ist der Teufel los. Das billige Geld der Notenbanken treibt die Preise in die Höhe. Deutsche-Bank-Chef Ackermann und EZB-Präsident Trichet sorgen sich um die weltweite Konjunktur.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/ro ... ng;2728382

Beitrag 11.01.2011, 17:02

rapi
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@datenreisender - danke - das ist ja interessant.
wollen wir mal beobachten, was die politik entgegenhält.

lg

Beitrag 11.01.2011, 18:17

nameschonweg
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Würde mal sagen: es beginnt!

Beitrag 11.01.2011, 18:39

halligalli
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Möchte nur gerne an die Dokumentation heute abend um 20:15 Uhr im ZDF erinnern:
" 2030 - der Aufstand der Jungen"

Beitrag 11.01.2011, 19:07

Telefon
halligalli hat geschrieben:Möchte nur gerne an die Dokumentation heute abend um 20:15 Uhr im ZDF erinnern:
" 2030 - der Aufstand der Jungen"
smilie_14 .....hätt ich fast vergessen!

Tel.

Beitrag 13.01.2011, 11:47

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Konjunktur
Weltbank warnt vor Inflation

Auch wenn Politiker den Aufschwung nicht genug bejubeln können, ist die Weltbank alles andere als froh.
Grund: Das Wachstum dürfte 2011 schwächeln – und auch die Preiseentwicklung gibt Anlass zur Sorge.

http://www.focus.de/finanzen/news/konju ... 89800.html

Beitrag 13.01.2011, 14:09

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VeryDeepBlue
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Fädenspämmi, ob du es glaubst oder nicht. Wir brauchen ein wenig Inflation. Und warum machst du jedesmal einen Riesenalarm, wenn du einen Artikel mit Volkswirtschaftlichen Selbstverständlichkeiten entdeckst?

Ich weiß jetzt kommt zum 486. Mal: "Inflation ist eine Steuererhöhung durch die Hintertür." Alle wissen das. Aber wir brauchen auch Steuererhöhungen.

Beitrag 13.01.2011, 15:00

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Gringo
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Na dann erklär uns doch mal, wofür wir noch Steuererhöhungen brauchen. Zur Finanzierung eines aufgeblähten Staatsapparates? Zur Deckung von längst überflüssigen Subventionen? Zur Krisenbewältigung dank einer hirnrissigen, zum Scheitern verurteilten Staatengemeinschaft?

Die richtige Umverteilung würde wohl jede Steuererhöhung überflüssig machen.
Liebe des Vaterlands,
Liebe des freien Manns
Gründen den Herrscherthron
Wie Fels im Meer!

Beitrag 13.01.2011, 20:32

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Teuerung
Die Inflation wird zur Gefahr für die ganze Welt
Wie ein unbemerktes Krebsgeschwür schwillt die Inflation an – und die Notenbanken schauen nur zu. Sicherheitsorientierte Sparer zahlen die Zeche.
http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/ ... -Welt.html

Teure Rohstoffe
Größter Preisanstieg im Großhandel seit 30 Jahren
Steigende Rohstoffpreise schlagen voll auf die Großhandelspreise durch: Laut Statistischem Bundesamt haben sie im vergangenen Jahr so stark angezogen wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Die Entwicklung gilt als Indikator für die künftige Inflationsentwicklung.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 51,00.html

Beitrag 13.01.2011, 21:13

Goldbug
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VeryDeepBlue hat geschrieben:Fädenspämmi, ob du es glaubst oder nicht. Wir brauchen ein wenig Inflation. Und warum machst du jedesmal einen Riesenalarm, wenn du einen Artikel mit Volkswirtschaftlichen Selbstverständlichkeiten entdeckst?

Ich weiß jetzt kommt zum 486. Mal: "Inflation ist eine Steuererhöhung durch die Hintertür." Alle wissen das. Aber wir brauchen auch Steuererhöhungen.
Entschuldige mal bitte, aber das kannst du jetzt nicht ernst meinen oder?

Inflation ist so ziemlich die perfideste Art, den Bürger, der sich Monat für Monat für seinen späteren Lebensabend etwas vom Munde abspart, schleichend zu enteignen! Vielfach merken es die Menschen, die sich nicht für Politik interessieren nämlich erst wenn es zu spät ist! 30 Jahre harte Arbeit. Immer geknausert um dem Staat später nicht auf der Tasche zu liegen und dann verliert dieser Mensch ganz schleichend Monat für Monat dieses mühsam ersparte Geld! Der Staat entledigt sich seiner Schulden und der Bürger wird enteignet! Sollte man dies bei einem normalen Staatsbankrott noch für vertretbar halten, so ist dies bei einem Bankrott, der hauptsächlich DURCH RETTUNGEN ANDERER STAATEN DIE JAHRELANG ÜBER IHRE VERHÄLTNISSE GELEBT HABEN, absolut unakzeptabel und rechtfertigt die Todesstrafe für die verantwortlichen Personen! SOWAS IST VERRAT AM EIGENEN VOLKE!

Beitrag 13.01.2011, 22:52

Goldfinger
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Goldbug: Das ist BRD Staatsräson, alternativlos! :(
Der Verlierer zahlt halt, darum sollte man auch nicht verlieren smilie_04 .

smilie_24

Goldfinger

Beitrag 13.01.2011, 23:15

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alibaba
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wird wohl bald die Frage kommen smilie_16
Kann man sich das Überleben überhaupt noch leisten in Deutschland ?

Ja , die drasstigen Preissteigerungen der Nebenkosten und sonstiges ,
ist schon für viele Bürger kaum oder sehr hart erschwinglich .

Gruss
alibaba smilie_21
"unter 12 Jahre oder über 12 Jahre" nun bin ich drauf gekommen ,
reale zeitnahe Info's im eigenen Land werden von Kinder nicht erkannt ;
Ich bin für mein Textinhalt verantwortlich ,nicht für das was du verstehst .

Beitrag 14.01.2011, 02:09

MapleHF
Goldbug hat geschrieben:Sollte man dies bei einem normalen Staatsbankrott noch für vertretbar halten, so ist dies bei einem Bankrott, der hauptsächlich DURCH RETTUNGEN ANDERER STAATEN DIE JAHRELANG ÜBER IHRE VERHÄLTNISSE GELEBT HABEN, absolut unakzeptabel und rechtfertigt die Todesstrafe für die verantwortlichen Personen! SOWAS IST VERRAT AM EIGENEN VOLKE!
Hier gehst Du ein wenig der staatlichen Propagandamaschinerie auf den Leim lieber Goldbug. Genau das wollen die, dass es so aussieht als wären nur die anderen Schuld und nicht auch wir selbst. Jedoch, auch wenn wir lieber mit den Fingern auf andere zeigen, steht es wohl ausser Frage, dass auch in Deutschland schlecht gewirtschaftet wurde.

Auch wir haben über unsere Verhältnisse gelebt, wie man unschwer an unserer Staatsverschuldung erkennen kann. Durch die Rettung geht es nur für uns etwas schneller und für andere Länder etwas langsamer mit dem Crash, oder Reset.

Aber letztendlich sollte man nicht vergessen, dass klassische Schwachwährungsländer eben erst durch den Euro, der nicht zuletzt von Deutschland massivst vorangetrieben wurde, in diese Lage gekommen sind.

Denn früher hatten diese Länder die Möglichkeit, durch Abwertung der eigenen Währung, dieses Problem zu "lenken". Durch den Euro haben sie diese Möglchkeit nicht mehr.

@alibaba: Das Leben wird man sich schon noch leisten können, nur eben manchen Luxus nicht mehr.

Bei einer europäischen Einheit, wie sie ja schon seit vielen Jahren, nicht zuletzt von Deutschland, vorangetrieben wird, musste jedem klar sein, dass sich auch die Lebensstandards angleichen müssen.

Angleichen heißt aber nicht, dass alle den Standard der reichsten Länder erreichen, sondern dass der Standard sich irgendwo am Durchschnitt einpendelt. Das heißt für die reicheren Länder, dass sie an Lebensstandard verlieren und für die ärmeren, dass sie gewinnen.

Auch wenn uns das nicht gefällt, so ist es dennoch nicht zu ändern und es wäre naiv an etwas anderes zu glauben.

MapleHF

Beitrag 14.01.2011, 02:49

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alibaba
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smilie_07 man hätte einfach aufhören sollen , nach

"Deutschland einigt Vaterland"

spätestens wo die getürkten Griechenbücher endtarnt wurden ,
nun decken alle anderen ihr Missernte auf ,und schreinen
"wir sind Europa"
bitte Geld smilie_07
ist das erste was der Aussengeländer lernt aus der EU ,

mir kommt es mehr wie ein Asyleuropaland vor und wieder ist es Deutschland
welches blutet .

... . .. interessant das die Russen sich so stark gemacht haben für Europa smilie_16

das Schlid kann eigendlich abgehangen werden

" zum wohle des deutschen Volkes "


Gruss
alibaba
"unter 12 Jahre oder über 12 Jahre" nun bin ich drauf gekommen ,
reale zeitnahe Info's im eigenen Land werden von Kinder nicht erkannt ;
Ich bin für mein Textinhalt verantwortlich ,nicht für das was du verstehst .

Beitrag 14.01.2011, 05:51

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Ladon
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MapleHF hat geschrieben:...
Hier gehst Du ein wenig der staatlichen Propagandamaschinerie auf den Leim lieber Goldbug. Genau das wollen die, dass es so aussieht als wären nur die anderen Schuld und nicht auch wir selbst. Jedoch, auch wenn wir lieber mit den Fingern auf andere zeigen, steht es wohl ausser Frage, dass auch in Deutschland schlecht gewirtschaftet wurde.
Auch wir haben über unsere Verhältnisse gelebt, wie man unschwer an unserer Staatsverschuldung erkennen kann. Durch die Rettung geht es nur für uns etwas schneller und für andere Länder etwas langsamer mit dem Crash, oder Reset.
Aber letztendlich sollte man nicht vergessen, dass klassische Schwachwährungsländer eben erst durch den Euro, der nicht zuletzt von Deutschland massivst vorangetrieben wurde, in diese Lage gekommen sind.
Denn früher hatten diese Länder die Möglichkeit, durch Abwertung der eigenen Währung, dieses Problem zu "lenken". Durch den Euro haben sie diese Möglchkeit nicht mehr.
...
Bei einer europäischen Einheit, wie sie ja schon seit vielen Jahren, nicht zuletzt von Deutschland, vorangetrieben wird, musste jedem klar sein, dass sich auch die Lebensstandards angleichen müssen.
Angleichen heißt aber nicht, dass alle den Standard der reichsten Länder erreichen, sondern dass der Standard sich irgendwo am Durchschnitt einpendelt. Das heißt für die reicheren Länder, dass sie an Lebensstandard verlieren und für die ärmeren, dass sie gewinnen.
Auch wenn uns das nicht gefällt, so ist es dennoch nicht zu ändern und es wäre naiv an etwas anderes zu glauben.
...
smilie_09

MapleHF in seiner bewunderungswürdigen Klarheit!
Da ist ist nichts hinzuzufügen. Naja, vielleicht noch ein ganz interessantes Faktum anzufügen:

Die gezahlten Sozialleistungen dürften 2010 (wie 2009) um etwa 6% steigen. (Dabei bitte beachten: Die steigen, weil immer mehr diese Leistungen brauchen/bekommen, der einzelne hat von Steigerung praktisch nichts).
Löhne und Gehälter sind 2010 um 3,4% gestiegen (Nach einem heftigen Rücksetzer 2009)
Und jetzt:
Vermögenseinkommen (im Grunde Zinseinkommen) stiegen 2010 um 13,2%! Und dabei bitte beachten: Es handelt sich um "leistungsloses" Einkommen, das von der gesamten Volkswirtschaft erarbeitet werden muss! Und weiter: Dieses Einkommen steigt NICHT weil es immer mehr "Reiche" gibt, sondern weil deren Geldvermögen immer steiler wachsen.
DAS ist die wahre Transferleistung. Nicht zu den (selbstverschuldet oder nicht - völlig egal) Armen, sondern zu den (wirklich richtig) Reichen (je nach Statistik sind das 1-5% der Bevölkerung).
Andere gibt es schon genug

Beitrag 14.01.2011, 06:39

MapleHF
alibaba hat geschrieben:smilie_07 man hätte einfach aufhören sollen , nach

"Deutschland einigt Vaterland"

spätestens wo die getürkten Griechenbücher endtarnt wurden ,
... wenn eine Lawine mal losgetreten ist, geht nichts mehr mit aufhören, die bahnt sich mit Gewalt ihren Weg ins Tal.

Das Einzige was man bei einer solchen Lawine noch machen kann, ist mit gezielten Sprengungen ihre Richtung zu beeinflussen, damit sich der Schaden, den sie anrichtet, in Grenzen hält.

Und die politischen Maßnahmen, die wir in diesen Tagen sehen, sind genau solche Sprengungen.

Stellt sich nur die Frage in Welche Richtung die Politik die Lawine umleiten möchte. So, dass das Volk möglichst wenig Schaden nimmt, oder so, dass sie selbst und ihre Lobbyisten möglichst wenig Schaden nehmen ... :(

Wir werden es erleben ...

MapleHF

Beitrag 14.01.2011, 07:03

dobby
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Registriert: 16.08.2010, 16:58
Ein Problem wird erst gelöst, wenn es Übereinstimmung gibt, dass ein Problem vorliegt.

Da diejenigen, die das Problem definieren und lösen müssten die gleichen Personen sind, wie diejenigen, die es zu verantworten haben, wird NICHTS wirklich wirkungsvolles getan werden..... smilie_18 smilie_18 smilie_18

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