Japan

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 03.11.2013, 22:54

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Fukushima in Fuel Rod Meltdown! - The World Crises Begins...

After the heavy rains and power blackout (Which Tepco forgot to mention). Since then a dramatic rise in radiation levels is being reported and a few Tepco workers have spilled the beans on what is really happening..and now the world is starting to sit up and realise how serious a problem Fukushima really is...But i really must say "It matters not that you now know because it is FAR TOO LATE" and most would probably still ignore this like they have for the last two years...Was it because you thought it was somebody else's problem and it would never affect you? If you answered YES then you were very, very WRONG indeed.

http://www.youtube.com/watch?v=EVLTWmh_uzE

Beitrag 04.11.2013, 05:50

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KROESUS
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Die Luftbelastung in D war vorgestern schon wieder 3 mal über Vor Fukushima aber immer noch unter dem Grenzwert

http://inters.bayern.de/mnz/php/ifrmw.p ... 7&tbltyp=2

immer nachts wenn es kalt ist steigt die Radioaktivität weil die schweren Teilchen dann runterkommen die mittlerweile oder eigentlich schon seit den Atomwaffentests über den ganzen Nord-Globus verteilt sind

wie lange wird die Erde brauchen um sich davon zu erholen?

wenn das radioaktive Wasser sich auch noch über die Ozeane verbreitet dann gute Nacht

Meiner Meinung nach gehen nur Deutschland, Österreich und ein paar andere Länder den politisch richtigen Weg den Einsatz von atomarer Energieerzeugung komplett abzulehnen und Alternativen zu entwickeln.

Beitrag 04.11.2013, 07:55

smilelover
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KROESUS hat geschrieben:wenn das radioaktive Wasser sich auch noch über die Ozeane verbreitet dann gute Nacht
Man wird ja immer gleich als Spinner und Panikmacher abgetan, deswegen hatte ich schon gar keine Lust mehr, was zu sagen, erst jetzt ziehen die Medien hier langsam nach.

Durch meine Freundin in L.A. weiß ich das schon länger, letztes Jahr im Mai wurde eine Offizielle Studie in den USA veröffentlicht

http://www.pnas.org/content/early/2012/ ... b99d7bf957
Pacific bluefin tuna transport Fukushima-derived radionuclides from Japan to California

The Fukushima Dai-ichi release of radionuclides into ocean waters caused significant local and global concern regarding the spread of radioactive material. We report unequivocal evidence that Pacific bluefin tuna, Thunnus orientalis, transported Fukushima-derived radionuclides across the entire North Pacific Ocean. We measured γ-emitting radionuclides in California-caught tunas and found 134Cs (4.0 ± 1.4 Bq kg−1) and elevated 137Cs (6.3 ± 1.5 Bq kg−1) in 15 Pacific bluefin tuna sampled in August 2011. We found no 134Cs and background concentrations (∼1 Bq kg−1) of 137Cs in pre-Fukushima bluefin and post-Fukushima yellowfin tunas, ruling out elevated radiocesium uptake before 2011 or in California waters post-Fukushima. These findings indicate that Pacific bluefin tuna can rapidly transport radionuclides from a point source in Japan to distant ecoregions and demonstrate the importance of migratory animals as transport vectors of radionuclides. Other large, highly migratory marine animals make extensive use of waters around Japan, and these animals may also be transport vectors of Fukushima-derived radionuclides to distant regions of the North and South Pacific Oceans. These results reveal tools to trace migration origin (using the presence of 134Cs) and potentially migration timing (using 134Cs:137Cs ratios) in highly migratory marine species in the Pacific Ocean.



Diesen Sommer wars auch die ganze Zeit so, jeder Thunfisch dort ist kontaminiert

http://samuel-warde.com/2013/08/radioac ... nia-coast/

http://www.washingtonsblog.com/2012/05/ ... ation.html

[img]http://i.telegraph.co.uk/multimedia/arc ... 07819a.gif[/img]

Hier sieht man auch schön, wieso Hawaii so betroffen ist.


Ich habe mir hier im Supermarkt bei EDEKA und REWE mal die Packungen angesehen, der Thunfisch, der nun bis 2015 haltbar verkauft wird, ist auf alle Fälle nach dem Unglück gefangen.

Auf den Packungen von Saupiquet stand früher drauf, "gefangen in Japan", heute steht drauf "gefangen im Westpazifik".

Die Masse blickt es ja eh wieder nicht, wer liest schon Packungsaufschriften.
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Beitrag 04.11.2013, 09:31

smilelover
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Der Umfang der ganzen Geschichte ist desaströs, ich hatte im Oktober auf S.de und im GSF schon darauf hingewiesen, Fisch im Pazifik als Nahrungsgrundlage von Millionen von Menschen in Asien wird verseucht. Was soll dann gegessen werden?

http://netzfrauen.org/2013/10/08/seeste ... naechstes/

Unter anderem
Im Juli dieses Jahres wurde bekannt, dass in japanischen Seebrassen, die nach Kanada verkauft werden, ein Wert von 1.000 Becquerel Cäsium/kg gemessen wurden, dieser Wert wird von Canada Health als gesundheitlicher Grenzwert angegeben.
In Europa wurde ja nach der Reaktor-Katastrophe von Fukushima eine Eilverordnung erlassen und mit dieser hat sich die mögliche Strahlenbelastung für japanischen Importfisch verdoppelt. Der Grenzwert für Cäsium stieg von 600 Becquerel pro Kilogramm Fisch auf 1250 Becquerel. Der Grenzwert für Milcherzeugnisse wurde von 370 Becquerel pro Kilogramm auf 1000 Becquerel pro Kilogramm erhöht. Lediglich bei Säuglingsnahrung fiel die Erhöhung von 370 auf 400 Becquerel pro Kilogramm vergleichsweise moderat aus.
Der Bevölkerung wurde also von einem Tag auf den anderen ein viel höherer Wert als noch zuträglich verordnet.
Korea hat im August 2013 sämtliche Fisch Importe aus Japan gestoppt, weil von Tepco keine zufriedenstellende Darstellung der Lage zu erhalten war.
Im August 2013 wurde nicht nur kontaminierter Blauflossen-Thunfisch im Pazifik gefunden,vor Kanada wurden Heringe am Strand aufgelesen, die nicht nur aus Augen und Kiemen bluteten, sondern überall am Körper Blutungsmerkmale aufwiesen – Haemorraghe ist ein Merkmal für Strahlenkrankheit.Heringe sind aber in der Nahrungsmittelkette für Lachs und andere Meeresfische.
Nachdem Tokyo den Zuschlag für die Olympischen Spiele erhalten hat, begab sich Shinzo Abe zum ersten mal (!!!) nach Fukushima, um das zerstörte Atomkraftwerk zu besuchen.


China will das vor seiner Haustür nicht länger mit ansehen

http://www.chinadaily.com.cn/hkedition/ ... 010033.htm
…First, China and other neighboring countries must request the Japanese government take effective measures to stop the continuing discharge, and thus reduce the likelihood of oceanic environmental damage. The Pacific Ocean doesn't belong to Japan, but is commonly owned by the international community, the environmental protection of which is fundamental to the safety and reproduction of human beings. Japan should ensure that not all the fiscal budget goes to military expansion and weaponry. Much should be diverted to solving the post-Fukushima horror.
Wer immer noch sagt, na ja, Kalifornien und Japan ist weit weg, esse ich eben keinen Fisch mehr

http://rt.com/news/fukushima-apocalypse ... moval-598/

Es steht die Entfernung der 1.637 Brennstäbe an, die auf dem einsturzgefährdeten Dach vom Gebäude 4 lagern. Allein die Tatsache, dass das bis jetzt hinausgezögert wurde, spricht doch auch ür mich als Laie Bände.

Die wissen nicht wie, sonst hätten sie das schon längst gemacht, schließlich ist ja jeden Tag ein Erdbeben möglich, dass das Dach endgültig zum Einsturz bringt, schon deswegen hätte es jeder so schnell als möglich gemacht. Dazu kommt, dass es auch in Japan jetzt Winter wird, mit den Herbsttürmen und der Taifungefahr. Welcher vernünftige Mensch hätte die Brennstäbe da nicht lieber im Sommer geborgen, unter blauem Himmel ohne Regen und Wind.

Unter welchen Bedingungen sollen denn da die Hilfskräfte, die nur zu Aufräumarbeiten angeworben gezwungen wurden, arbeiten? Da geht nichts mit Robotern. Selbst wenn die Bergung 1.637 mal ohne Fehler gelingen sollte, das Dach nicht einstürzt usw., wohin denn dann mit dem Zeug? Die haben dort vor Ort auch nur die Möglichkeit, es einfach auf dem Boden auf dem Gelände zu lagern, weiterhin wohl gemerkt muss es gekühlt werden, ohne Unterbrechung. Von einer gefahrlosen Lagerung auch nach der Bergung kann überhaupt keine Rede sein.

So, wenn aber was passiert, haben wir den Dreck genau hier bei uns. Da ist es aus mit weiter weg, denn es kommt schön von hinten den Globus hoch mit den arktischen Polarströmungen, die uns im Winter die Kälte bringen, genau zu uns rein.

Ich habe das Ganze absichtlich mal etwas populistischer formuliert, um dieses ewige Schulterzucken als Reaktion bei vielen wenigstens etwas in Frage zu stellen. Goldpreise, Vermögensabgabe usw. sind imho unsere kleinsten Sorgen.


Wer nochmal auf die Schnelle wissen will, was genau da los ist, hier mit schönen Bildchen

http://www.zerohedge.com/node/477904
„Tepco Has Lost Control" - What Is Really Happening At Fukushima In Four Charts
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Beitrag 05.11.2013, 12:12

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KROESUS
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meiner bescheidenen meinung nach müssten die 1600 areva Brennstäbe einzeln mit Hilfe von Robotern geborgen werden und dann in ein grosses Abklingbecken verbracht werden

das Abklingbecken sollte man sofort bauen, schön dick mit Beton und fetten Stahlarmierungen schwimmend auf Sandbett dass es bei einem Erdbeben nicht zerbricht

und schon mal die Roboter konstruieren und bauen damit sie dann wenn das Becken fertig ist die Brennstäbe dorthin verfrachten können

ich will jetzt nicht dafür reden dass die Atomenergie beherrschbar ist, bitte nicht missverstehen, sondern eine Möglichkeit bieten eine weitere Verseuchung der Atmosphäre und der Weltmeere zu reduzieren.

diese Aufgabe die geschätzt mit 5 Millliarden bezahlbar ist sollte von der Weltgemeinschaft gemacht werden und zwar sofort

Japan oder alle Atomkraftwerke weltweit können dann dafür bezahlen oder wer auch immer, wichtig ist dass es gemacht wird!

oder hat jemand einen besseren Vorschlag?

ich bin ja nicht vom Fach, denke jedoch dass ein wassergefülltes Abklingbecken hinreichender Grösse genug Wärme abführt dass da nichts mehr explodiert

Beitrag 05.11.2013, 13:18

Alviola
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Da gibts nur so ein winziges Problem: Die Brennstäbe strahlen immer noch sehr stark.

Ferngesteuerte Roboter kommen gar nicht erst in Betracht, da die Strahlung (und damit einhergehende Ionisierung der Luft) gar keine Funksignale durchläßt bzw. derart stört, das nur noch Rauschen beim Roboter ankommt.

Elektronische Roboter funktionieren dort nur wenige Minuten, dann ist die Elektronik zerstört. Haben die Russen 1986 schmerzlich erfahren müssen.

Bleiben also nur noch vollmechanische Maschinen ohne Elektronik oder mit so wenig davon, das man diese meterdick mit Bleiplatten schützen kann. Diese Robbis müssen aber bedient werden - von Menschen.

Ich sagte schon früher, das die Sache nicht ohne Freiwillige, die in den sicheren Tod gehen, machbar sein wird. Und schon damals sagte ich: Leute dafür "anzufordern", dazu sind bis jetzt weder die Tepco, noch die Japaner, noch die Welt bereit.

Beitrag 05.11.2013, 15:58

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Goldistan
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smilelover hat geschrieben:Man wird ja immer gleich als Spinner und Panikmacher abgetan, deswegen hatte ich schon gar keine Lust mehr, was zu sagen, erst jetzt ziehen die Medien hier langsam nach.
Ich betrachte deine Beiträge als hilfreich, also spinn ruhig weiter ;)

Ich glaube, die Auswahl, was medial Top News ist und was nicht ist das eigentliche Problem. Sich zu informieren setzt einen gesund gewachsenen Selektionsfilter voraus und den hat man nicht von Geburt an. Insofern ist es in my humble Opinion nicht die Massenverblödung, sondern eher die mangelnde Filtermöglichkeit in der Informationsflut und die Einstellung des Filters von Fall zu Fall.

Hier noch ein Link zur Fischbelastung. Der Bund kann nichts für die publizierten / harmloseren Belastungswerte:
http://www.ti.bund.de/de/startseite/sta ... japan.html

Beitrag 05.11.2013, 18:27

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Sapnovela
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Goldistan hat geschrieben: Ich glaube, die Auswahl, was medial Top News ist und was nicht ist das eigentliche Problem. Sich zu informieren setzt einen gesund gewachsenen Selektionsfilter voraus und den hat man nicht von Geburt an. Insofern ist es in my humble Opinion nicht die Massenverblödung, sondern eher die mangelnde Filtermöglichkeit in der Informationsflut und die Einstellung des Filters von Fall zu Fall.
Wahrscheinlich ist es viel einfacher... die Quoten bringen doch nur
- gute Nachrichten
- Sex
- aktuelle Katastrophen

... die langsame Katastrophe in Japan ist schlicht kein Quotenbringer, weil es die Zuschauer nicht mehr interessiert.

Beitrag 05.11.2013, 18:55

smilelover
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Goldistan hat geschrieben:
Ich betrachte deine Beiträge als hilfreich, also spinn ruhig weiter ;)
:oops: smilie_14

Ja, die links, klar gibt es tausende von Seiten, ich bin mir da auch immer unsicher, hier mal eine amerikanische, die sehr rabiat auf Probleme aufmerksam macht, man muss den einfachen Amerikaner auch einfach aufrütteln können, die haben aber bei dem Deepwater Horizon Debakel als einzige die Gefahr richtig eingeschätzt, so was verlinke ich normalerweise nicht.

http://thecitizenscolumn.com/general-ed ... from-sushi


Hier ein mir sehr wichtiger link, der eigentlich sehr traurig macht, er zeigt, wie verlassen und hilflos die Menschen dort der Sache gegenüberstehen.

http://enformable.com/2013/11/elementar ... radiation/

Das passt zu dem, was Sapnovela sagt, es ist eine ernste Nachricht, so was will keiner hören, dass ein hochtechnisiertes Land so hilflos ist und es jede Sekunde auch uns hier treffen könnte.

Von der fehlenden Hilfe für diese Menschen und wie sehr uns (bei der UN, einfach überall) das beschämen müsste, mal ganz abgesehen. Jeder, der die öffentliche Aufmerksamkeit hätte (der Papst, unser Bräsi z.B.) schweigt lieber still.
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Beitrag 05.11.2013, 19:17

smilelover
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Zur Bergung, so sieht es im Reaktor 4 aus


Bild

http://www.augsburger-allgemeine.de/img ... a-Eins.jpg


so sollte es aussehen

[img]http://s.wsj.net/public/resources/image ... 094735.jpg[/img]

http://s.wsj.net/public/resources/image ... 094735.jpg



Das Ganze befindet sich außerdem in 30,5 Metern Höhe, mit unterdessen 2 Metern Höhenunterschied der Außenpfeiler durch den teilweisen Einsturz. Der Boden um den Reaktor ist von zwei Jahren Kühlung völlig verschlammt, was auch nicht hilfreich ist bei schwerem Gerät.

Das Modellbild in diesem Artikel wie die Entfernung funktionieren soll

[img]http://enformable.com/wp-content/upload ... aiichi.png[/img]

http://enformable.com/2011/09/tepco-beg ... reactor-3/


So sieht es im Moment tatsächlich aus, Dachtrümmerteile werden entfernt

[img]http://c1planetsavecom.wpengine.netdna- ... 00x445.png[/img]

http://planetsave.com/2013/11/02/u-s-ai ... hima-fuel/
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Beitrag 06.11.2013, 14:26

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Schuldner als Arbeiter eingesetzt?
Yakuza mischt in Fukushima mit

Der Vorwurf klingt erschreckend: Die japanische Mafia soll Schuldner zu Aufräumarbeiten ins havarierte Atomkraftwerk Fukushima geschickt haben. Das behauptet ein japanischer Journalist. Die Regierung will derweil laut Medienberichten die kontrollierte Abschaltung aller Reaktoren von Fukushima verkünden.

http://www.n-tv.de/panorama/Yakuza-misc ... 11031.html

Beitrag 06.11.2013, 15:10

smilelover
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smilelover hat geschrieben:Arbeiter und beteiligte Firmen beim Reaktorabbau, eigentlich unfassbar, wie man da ein Unternehmen über Dinge entscheiden lässt, die weltweite Auswirkungen haben

http://www.reuters.com/article/2013/10/ ... 4320131025

unter anderem smilie_18
...Hayashi's hard times are not unusual in the estimated $150-billion effort to dismantle the Fukushima reactors and clean up the neighboring areas, a Reuters examination found.

In reviewing Fukushima working conditions, Reuters interviewed more than 80 workers, employers and officials involved in the unprecedented nuclear clean-up. A common complaint: the project's dependence on a sprawling and little scrutinized network of subcontractors - many of them inexperienced with nuclear work and some of them, police say, have ties to organized crime.

Tepco sits atop a pyramid of subcontractors that can run to seven or more layers and includes construction giants such as Kajima Corp and Obayashi Corp in the first tier. The embattled utility remains in charge of the work to dismantle the damaged Fukushima reactors, a government-subsidized job expected to take 30 years or more.

Outside the plant, Japan's "Big Four" construction companies - Kajima, Obayashi, Shimizu Corp and Taisei Corp - oversee hundreds of small firms working on government-funded contracts to remove radioactive dirt and debris from nearby villages and farms so evacuees can return home.

Tokyo Electric, widely known as Tepco, says it has been unable to monitor subcontractors fully but has taken steps to limit worker abuses and curb the involvement of organized crime....
Das stand hier im link auch mit drin, wieso sollt die Yakuza da nicht mitmischen, genauso wie die Mafia bei uns mit der Müllentsorgung in Italien? Wenns was zu profitieren gibt, wird es auch gemacht.


THE YAKUZA CONNECTION

The complexity of Fukushima contracts and the shortage of workers have played into the hands of the yakuza, Japan's organized crime syndicates, which have run labor rackets for generations.

Nearly 50 gangs with 1,050 members operate in Fukushima prefecture dominated by three major syndicates - Yamaguchi-gumi, Sumiyoshi-kai and Inagawa-kai, police say.

Ministries, the companies involved in the decontamination and decommissioning work, and police have set up a task force to eradicate organized crime from the nuclear clean-up project. Police investigators say they cannot crack down on the gang members they track without receiving a complaint. They also rely on major contractors for information.

In a rare prosecution involving a yakuza executive, Yoshinori Arai, a boss in a gang affiliated with the Sumiyoshi-kai, was convicted of labor law violations. Arai admitted pocketing around $60,000 over two years by skimming a third of wages paid to workers in the disaster zone. In March a judge gave him an eight-month suspended sentence because Arai said he had resigned from the gang and regretted his actions.

Arai was convicted of supplying workers to a site managed by Obayashi, one of Japan's leading contractors, in Date, a town northwest of the Fukushima plant. Date was in the path of the most concentrated plume of radiation after the disaster.

A police official with knowledge of the investigation said Arai's case was just "the tip of the iceberg" in terms of organized crime involvement in the clean-up.

A spokesman for Obayashi said the company "did not notice" that one of its subcontractors was getting workers from a gangster.

"In contracts with our subcontractors we have clauses on not cooperating with organized crime," the spokesman said, adding the company was working with the police and its subcontractors to ensure this sort of violation does not happen again.

In April, the Ministry of Health, Labor and Welfare sanctioned three companies for illegally dispatching workers to Fukushima. One of those, a Nagasaki-based company called Yamato Engineering, sent 510 workers to lay pipe at the nuclear plant in violation of labor laws banning brokers. All three companies were ordered by labor regulators to improve business practices, records show.

In 2009, Yamato Engineering was banned from public works projects because of a police determination that it was "effectively under the control of organized crime," according to a public notice by the Nagasaki-branch of the land and transport ministry. Yamato Engineering had no immediate comment.

Goshima said he himself had been working for the local chapter of Yamaguchi-gumi since the age of 14, extorting money and collecting debts. He quit at age 20 after spending some time in jail. He had to borrow money from a loan shark to pay off his gang, which demanded about $2,000 a month for several months to let him go.

"My parents didn't want any problems from the gang, so they told me to leave and never return," Goshima said. He went to Fukushima looking for a well-paying job to pay down the debt - and ended up working for a yakuza member from his home district.
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Beitrag 08.11.2013, 07:36

smilelover
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http://www.deutsch-tuerkische-nachricht ... -moeglich/
Die von der Betreiber-Firma Tepco für November angekündigte Bergung von 1.300 beschädigten Brennelemente aus der Atom-Ruine in Fukushima muss verschoben werden: Die Verschiebung wird mindestens zwei Wochen dauern, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Die japanische Nuklearsicherheits-Behörde hat angeordnet, dass Tepco mit der Entfernung der Brennelemente erst beginnen darf, wenn ein Test durchgeführt wurde. Tepco hat einen Kran über der Ruine des Reaktor-Blocks 4 in Fukushima Daiichi aufgebaut. Doch niemand weiß, ob die Konstruktion ausreicht, um die Brennelemente wirklich sicher zu bergen.

Der Nuklear-Experte Arnie Gundersen sagte in einem Interview auf nuclearhotseat.com, dass die Bergung der Brennelemente deswegen so schwierig sei, weil die Brennelemente nicht vertikal aufgerichtet seien, sondern durch die Beschädigungen von Erdbeben und Tsunami durcheinander gebracht worden seien. Die einzige Möglichkeit ist eine computergesteuerte Bergung, und nicht die von Tepco geplante manuelle Bergung. Gundersen sagt, er halte es für denkbar, dass die japanische Regierung wegen der großen Gefahren bei der Bergung unter Umständen darauf verzichten könnte, die Bergung überhaupt durchzuführen.

Richard Broinowsky von der Universität Sydney sagte im australischen Radiosender ABC, dass die Gefahr bestehe, dass die Brennelemente im Fall einer Kernschmelze ungeheure Mengen von Radioaktivität in die Atmosphäre abgegeben würden. Wenn die Winde ungünstig wehen, müsste in diesem Fall Tokio evakuiert werden.

Die japanischen Behörden scheinen genau vor diesem Szenario Angst zu haben. Sie hoffen offenbar, dass die Kühlung der Brennelemente mit Wasser fortgesetzt werden kann.

Die Hoffnung ist ganz und gar unbegründet: Tepco hat bereits 1.000 Tanks in den Bergen um Fukushima errichtet, in denen das verseuchte Kühlwasser gespeichert wird. Die Tanks sind für fünf Jahre gebaut, einige Tanks weisen bereits Lecks auf, durch welche das verseuchte Wasser in das Grundwasser gelangt.

Wie chaotisch die Zustände in Fukushima sind, zeigt der Besuch des amerikanischen Energieministers, Ernest Moniz, der in der vergangenen Woche die Atom-Ruine das erste Mal besuchte. Er sei „schockiert“ von dem Zustand, im dem sich die Anlage präsentierte. Moniz war von Tepco-Chef Hirose begleitet worden. Noch am Freitag sagte Moniz, dass er hoffe, dass durch die geplante Bergung der beschädigten Brennelemente der erste Schritt zur Entsorgung getan werde.

Drei Tage später ist auch diese Erwartung enttäuscht: Die Bergung muss verschoben werden.

Der kanadische Zoologe David Suzuki sagte bei einem Vortrag an der Universität von Alberta, er habe ein Papier gesehen, in dem es hieß: Wenn die defekten Brennstäbe nicht mehr gekühlt werden können und die Unit 4 durch ein Erdbeben zerstört würde, dann bedeute dies den „Abschied von Japan“ („bye-bye Japan“) und die Notwendigkeit einer vollständigen Evakuierung der amerikanischen Westküste.
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Beitrag 08.11.2013, 12:42

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KROESUS
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die deutsche Gesellschaft für Reaktorsicherheit schreibt dass keine Gefahr besteht:

http://www.grs.de/fukushima-brennelemen ... ns-block-4

Beitrag 08.11.2013, 17:59

smilelover
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Na, dann ists ja gut. smilie_08

Hast Du den vergessen? smilie_10
Im Juli 2012 wurden zwei unbenutzte Brennelemente geborgen, um Rückschlüsse über ihren Zustand und erste Erfahrungen für das Entladen des Beckens zu sammeln. Beide Brennelemente zeigten keine Auffälligkeiten
Was für ein Müll, den sie da schreiben. Das war vor 15 Monaten und dann noch unbenutzte.


http://enenews.com/warning-from-japans- ... er-if-dama

Der Rest der Welt sieht das ein bisschen anders.
[...] About 200 of the rods that are unused and safer are expected to be the first [...] Nuclear regulatory chairman Shunichi Tanaka, however, warned that removing the fuel rods from Unit 4 would be difficult because of the risk posed by debris that fell into the pool during the explosions. “It’s a totally different operation than removing normal fuel rods from a spent fuel pool,” Tanaka said at a regular news conference. “They need to be handled extremely carefully and closely monitored. You should never rush or force them out, or they may break.” He said it would be a disaster if fuel rods are pulled forcibly and are damaged or break open when dropped from the pool, located about 30 meters (100 feet) above ground, releasing highly radioactive material. “I’m much more worried about this than contaminated water,” Tanaka said. [...]

Zuerst werden die unbenutzten Brennelemente geborgen, das ist auch einfacher, was dann passiert, wird man sehen, genauso wie den Zustand der Ummantelung der benutzten Brennelemente, die von innen und außen her beschädigt sein kann.


Zur Erinnerung, was ein Brennelement ist und wie s aussieht, vom Hersteller AREVA

http://de.areva.com/DE/areva-deutschlan ... rvice.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Brennelement
Jedes Brennelement hat eine Länge von 4905 mm, einen Querschnitt von 230 mm mal 230 mm und ein Gewicht von 830 kg
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Beitrag 08.11.2013, 19:10

smilelover
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So soll es funktionieren, sagt TEPCO

http://www.tepco.co.jp/en/news/library/ ... 2054611002
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Beitrag 11.11.2013, 11:47

smilelover
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Es lässt sich nicht mehr ignorieren


http://www.welt.de/vermischtes/weltgesc ... asser.html

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... kueste-zu/
In den USA machen sich immer mehr Menschen Sorgen, welche Auswirkungen die Katastrophe von Fukushima auf die US-Westküste haben wird.

In Japan sind die Folgen bereits sichtbar: Schmetterlinge sind deformiert. Die Fischindustrie in der Region wurde heruntergefahren. Dutzende Arten sind aufgrund hoher radioaktiver Werte nicht mehr zum Verzehr geeignet. 16.000 Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben und werden dort auch nicht mehr zurückkehren.

Kerningenieur Arjun Makhijani, Präsident des Instituts für Energie- und Umweltforschung, bestätigte, dass Meeresströmungen radioaktives Wasser an die Westküste schwemmt, berichtet ABC. 300 Tonnen verseuchtes Wasser werden in Fukushima jeden Tag in den Pazifischen Ozean abgelassen. Irgendwann wird es die USA erreichen.

Nach einer Studie in der Zeitschrift Deep Sea Research 1 wird es im März soweit sein. Dann wird die Welle auf die US-Westküste treffen. „Wir müssen Lebensmittel besser überwachen. Ich glaube nicht, dass der US-Umweltschutz und die Lebensmittelbehörde einen guten Job machen“, so Makhijani.

Das wichtigste sei jetzt die Überwachung der Lebensmittel auf Radioaktivität, so Madhijani.

Währenddessen sorgt man sich weiter um die Aufräumarbeiten in Fukushima (mehr hier).

Obwohl die erste Welle im März erwartet wird, gibt es bereits Anzeichen von Folgen der Atomkatastrophe. Anhand von Messstationen in den USA kann man bereits die Erhöhung von radioaktiver Strahlung beobachten, berichtet Globalresearch. Außerdem gebe es 28 Anzeichen, dass Nordamerika von der Fukushima-Katastrophe bereits betroffen wurde.

So wurden etwa vor Alaska bei Eisbären, Robben und Walrossen Fellverlust und offenen Wunden vermerkt.

Eine Epidemie unter Seelöwen alarmiert die Wissenschaftler. So sind vor Südkalifornien rund 45 Prozent aller Jungtiere gestorben.

Entlang der kanadischen Westküste erkranken Fische aus unbekannter Ursache. Sie bluten aus Kiemen, Bäuchen und Augäpfeln.

Es wird prognostiziert, dass sich die Radioaktivität der Küstengewässer vor der US-Westküste in den nächsten fünf bis sechs Jahren verdoppeln wird.

In Kalifornien fanden Wissenschaftler bei einem Test heraus, dass 15 von 15 Blauflossen-Thunfischen mit Strahlung aus Fukushima kontaminiert waren.

BBC News berichtete kürzlich, dass Strahlung rund um Fukushima sind „18 Mal höher“ ist als bisher angenommen.
Es wird geschätzt, dass bis zu 100 Mal so viel radioaktive Strahlung durch Fukushima im Ozean freigesetzt wurde wie während der gesamten Katastrophe von Tschernobyl.
Jeder, der noch glaubt, dass das uns nicht tangieren wird, auch wirtschaftlich, ist ein Träumer. Die Explosion, als das Dach wegflog von Gebäude 4, war nicht nur damals im fernsehen für alle sichtbar. Die Folgen bleiben auch für nachfolgende Generationen gravierend. Noch schlimmer ist die Realitätsverweigerung zu dem, was in den Gebäuden 1-3 vor sich geht, die aufgrund der immensen Strahlung nicht einmal betretbar sind für auch nur ein Sekunde, genauso wenig wie irgendein technisches Gerät dort die Strahlung für Fotos oder Filme überstehen würde.
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Beitrag 11.11.2013, 12:06

herakles
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Was man über die Russen hergezogen hat, als Tschernobyl hoch ging.

Beitrag 11.11.2013, 12:34

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Titan
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Wohnort: Berlin
herakles hat geschrieben:Was man über die Russen hergezogen hat, als Tschernobyl hoch ging.
Oja,da war "mit dem Finger zeigen" auf die verantwortungslosen Fachleute und Politiker
schnell vom eigenen Fehlverhalten abgelenkt...
Das Bild heute ist das Gleiche...die Hilfslosigkeit,das tatsächliche Ausmaß
der Katastrophe wird herunterdiskutiert.
Das menschliche Versagen ist für beide Geschehnisse in seinen Auswirkungen gleich:
ES GIBT KEINE MAUER oder andere Begrenzung für solche globalen Beeinflussungen.
In Japan gibt es seit Generationen sogenannte Gedenksteine in der Landschaft,
die den Wasserstand von vorangegangenen Flutkatastrophen markieren...
Das friedliche Atom hat NICHT versagt...sondern der,der da glaubt,
Intelligenz zu besitzen und damit alles zu beherrschen.
Unsere wohl größte Illusion im Zeichen von Macht,Gier und Ignoranz: actio-reactio.
T.
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 11.11.2013, 16:24

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KROESUS
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die Sch...e ist das das Ganze sich über die Strömungen in allen Meeren verteilt im Lauf der Jahre

wahrlich 'Fuck Your Scheme' was da abläuft

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