Jetzt wirklich: Crashtime

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 23.12.2022, 09:25

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Sapnovela
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Die Energiewende ist fast vollendet. Es geht fast wie von selbst, man muss sich das nur immer wieder selbst suggerieren. Und bloß nicht auf die Fakten sehen... Wärmepumpe, e-Autos bekommen ihren Strom zukünftig ja aus der Steckdose. Besonders im Dezember. smilie_02 Energielockdown.
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Beitrag 23.12.2022, 12:25

Eastwood
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Eigentlich sollen nur noch die Richtigen mobil sein

https://www.youtube.com/shorts/CoTjNrwy4sg
Willy Brandt 1968: "Wer einmal mit dem Notstand spielen sollte, um die Freiheit einzuschränken, wird meine Freunde und mich auf den Barrikaden der Demokratie finden, und dies ist ganz wörtlich gemeint.“

Beitrag 23.12.2022, 23:01

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Deichgraf
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Sapnovela hat geschrieben:
22.12.2022, 09:15
Die EZB hält jeden für kreditwürdig.
Die Frage ist, wie lange internationale Verkäufer Euros akzeptieren. Hierzulande muss man ja...
Keineswegs. Der vermögenslose Nichtsesshafte ( EU) bekommt ja nur deswegen ein Darlehen, weil er einen sesshaften Bürgen (BRD) hat, der natürlich nicht leichtfertig Bürgschaften vergibt, sondern sich das Darlehen als Sicherheit für die Bürgschaft in die Schublade legen lässt (Sondervermögen). Strohmannprinzip. Damit hält man optisch die Schuldenquote "klein". Die amtlichen Zahlen bleiben also überprüfbar richtig mit diesem Trick. Wer sie verwendet, ist allerdings doof. Auch die Schätzung um 1/3 höher ist nicht wirklich ausreichend, denn: Da alle Sesshaften Brüder sind, haften sie gesamtschuldnerisch. Das kennt man von der Geldwäsche, hier wäre Schuldenwäsche das richtige Wort. Wenn Bruder Italy nicht kann, kommt der deutsche Bürger dran. Weil der Staat das Machtmonopol hat und eine Schuld einfach so feststelllen kann, ohne dass dem ein Vertrag zugrunde liegt.
Wird es richtig eng, klaut er uns a weng.
ja, tatsächlich, die "internationalen Verkäufer" spielen eine wichtige Rolle. Ergänzung: Auch die internationalen Eurohalter auf den Schirm holen. Lt. neuerer Untersuchungen löst der Ausstieg des Auslandes aus der Währung, also der damit verbundene heftige Wechselkurseinbruch, die Lawine der Hyperinflation aus. Lt. Prof.Dr.H.W.Sinn befanden sich bereits vor Jahren 1/3 der Geldmenge unseres Exportlandes in ausländischer Hand. Wenn ich heute 40% bezogen auf die EU als Hausnummer annehme, reicht ein Knopfdruck,um den ganzen Laden verschwinden zu lassen. Dieser Knopfdruck kann an Bedingungen geknüpft werden. Mit einem Verhältnis Geldmenge zu BIP von rd. 2 wird jeder Euro im Mittel alle 2 Jahre 1x benutzt um eine Rechnung zu zahlen. Realwirtschaftlich hat Geld also ein oft übersehenes statisches Risikopotential. Abgesehen vom Nettogeldanteil in der Geldmenge läuft Geld auch nicht um. Diese vereinfachte Betrachtung funktioniert nicht in Situationen wie wir sie haben. Dem Rückfluss von 800Mrd. an die EZB wg. deren Bilanzproblemen würde ich deshalb auch nicht die Bedeutung zukommen lassen,wie die Medien es tun.
Was läuft, ist Insolvenzverschleppung, sonst nichts.

Beitrag 24.12.2022, 13:22

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Sapnovela
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Deichgraf hat geschrieben:
23.12.2022, 23:01
ja, tatsächlich, die "internationalen Verkäufer" spielen eine wichtige Rolle. Ergänzung: Auch die internationalen Eurohalter auf den Schirm holen. Lt. neuerer Untersuchungen löst der Ausstieg des Auslandes aus der Währung, also der damit verbundene heftige Wechselkurseinbruch, die Lawine der Hyperinflation aus. Lt. Prof.Dr.H.W.Sinn befanden sich bereits vor Jahren 1/3 der Geldmenge unseres Exportlandes in ausländischer Hand. Wenn ich heute 40% bezogen auf die EU als Hausnummer annehme, reicht ein Knopfdruck,um den ganzen Laden verschwinden zu lassen. Dieser Knopfdruck kann an Bedingungen geknüpft werden. Mit einem Verhältnis Geldmenge zu BIP von rd. 2 wird jeder Euro im Mittel alle 2 Jahre 1x benutzt um eine Rechnung zu zahlen. Realwirtschaftlich hat Geld also ein oft übersehenes statisches Risikopotential. Abgesehen vom Nettogeldanteil in der Geldmenge läuft Geld auch nicht um. Diese vereinfachte Betrachtung funktioniert nicht in Situationen wie wir sie haben. Dem Rückfluss von 800Mrd. an die EZB wg. deren Bilanzproblemen würde ich deshalb auch nicht die Bedeutung zukommen lassen,wie die Medien es tun.
Was läuft, ist Insolvenzverschleppung, sonst nichts.
So zu 100% verstehe ich Deine Posts meinstens nicht, was ja auch beabsichtig erscheint.

Die Gefahr einer Hyperinflation durch die "Rückgabe" bzw. den Verkauf von Staatsanleihen, die von dritten (also nicht in EU) gehalten werden, ist imho null. Im Fall der Fälle wird sich die EZB selbst legitimieren (whatever it takes) alle auf den Markt geworfenen Anleihen mit erheblichen Abschlägen selbst in die Bücher zu nehmen. DIe überschüssige Liquidität wird innerhalb von einer Woche bei den Offenmarktgeschäften wieder eingesammelt. Das kann und würde für einzelne Kreditinstitute (mit dringendem Refinanzierungsbedarf) schon etwas blöd laufen, aber die Eurozone in der Gesamtheit ist damit nicht zu knacken.

Richtig fies wird es, wenn die EU z.B. keine Energierohstoffe mehr für Euros kaufen könnte. Szenario: Keine US-Bank will Dollars in Euro tauschen, kein Förderland Euros haben --> Ende Gelände. Niemand kann gewzungen werden Öl für heiße Luft zu verkaufen, es denn militärisch. Aber genau das kann die EU nicht. Im Gegensatz zu den USA. Die können glaubhaft androhen sich die Rohstoffe bei Bedarf auch schlicht mit Gewalt zu nehmen.

Beitrag 24.12.2022, 23:35

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Deichgraf
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Von Staatsanleihen war nicht die Rede, sondern von Geld.
Kann heute nicht so viel tippseln. Habe mich in 3 Finger gleichzeitig geschnitten.
Muss die erst wieder fit machen.

Beitrag 25.12.2022, 08:05

Boden
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Ich habe überall gesucht, aber keinerlei Zahlen gefunden, wie hoch in etwa die Gesamtverschuldung Deutschlands ist.
Der Raffelhüschen beziffert diese auf über 14 Billionen https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 82283.html. Aber derzeit wird ja der Haushalt nicht kaufmännisch geführt, also ist zu pessimistisch.
Deshalb versuche ich eine Annäherung.
Ausgangspunkt sind die offiziellen Zahlen 31.12.21: Verschuldung 2.321. Mrd. = 72,5% des BIP.
Dazu sind aber die Schattenhaushalte zu rechnen, jetzt darf sich die EU ja selbst verschulden !!!, richterlich abgesegnet https://www.tagesspiegel.de/politik/mil ... 78641.html. Rahmen 1 Billion für 2021-2027.
Derzeit ist die absolute Schuldenhöhe 2.500.000 Mrd.
Dazu noch Schattenhaushalt Bundeswehr (100 Mrd.)+Schattenhaushalt Doppelwums (200 Mrd.)+EU Haftung. Also so viel zu einer 100% Verschuldung fehlt m.A. nicht mehr, wenngleich durch die Inflation und damit gleichzeitig absolut höhere Steuereinnahmen wird das BIP allerdings steigen, was die Schulden wiederum relativiert. Verlockend, das Spiel wird genau so weitergehen. Sollte die Wirtschaft schwächeln, wird wieder Geld gedruckt. Von einem stabilen Euro, sinkender Inflation ist ja schon wieder zu hören, wer`s glaubt. Die lockere Geldpolitik geht genauso weiter.

Beitrag 25.12.2022, 10:52

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Deichgraf
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Interessant. H.W.Sinn voreiniger Zeit: Offizell(nach "meiner" Schuldenwäsche) 75% , tatsächlch (Prof.Sinn) 95%.
Amtliche Zahlen machen immer chwarz zu Rosa. NIE umgekehrt. -Sorry für kaputte Finger-Fehler.

Beitrag 25.12.2022, 12:24

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Sapnovela
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16 Jahre lang durchmerklen... das merkt man überall.

"Deutschland - Ein Land funkt SOS – Deutschland an der Belastungsgrenze"
https://www.dw.com/de/ein-land-funkt-so ... a-64189343

Für ein Land in dem wir gut und gerne wahnsinnig werden.

Beitrag 25.12.2022, 18:51

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Deichgraf
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Boden hat geschrieben:
25.12.2022, 08:05
Also so viel zu einer 100% Verschuldung fehlt m.A. nicht mehr,
Darauf würde heute wohl Prof. Sinn auch etwa kommen. Selbstzitat " Auch die Schätzung um 1/3 höher ist nicht wirklich ausreichend" . Meint: Die EU ist kein Staat, hatpraktische kein Vermögen usw, bekommt Darlehen nur mit Bürgen. Das sind die Staaten/Volkswirtschaften als Ganzes. Das Geld gehe an Staat A. Dort ist es Sondervermögen, dem keine neuen Schulden gegenüber stehen. Frage: Welche Staatsschulden sind nun gewachsen? Antwort: Keine. Frage: wer zahlts zurück? Antwort: hängt davon ab, wie betucht die Staaten sind. Wer zuetzt noch die Hose anhat, dem wird sie runtergezogen. Schuldenwäsche, weil die Schulden nicht klar einem Sculdner zugeordnet werden können. auf dem Paper die EU, aber diehat nichts. ene richtige Zahl erscheint erst in der Zukunft. Bei der Geldwäsche sind ja auch der "echte" Zahler und der Empfänger nicht zusammenzubringn.

Beitrag 27.12.2022, 08:11

Boden
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Nun hat die Schattenhaushalte doch jemand zusammengefasst -der Prof. Dr. Sinn ehem. Präs. ifo-Institut-:
https://www.youtube.com/watch?v=78ntekFBE4o

Ich nenn die Zahlen: Summe Gesamtverschuldung aktuell 2.500 Mrd. + Schattenhaushalte 1.696 Mrd. (FMS 480/ITF 20/WSF 600/SVBW 100/Gaspreisbr. 200/EU-Fond 177/Sonstige 119). Somit ca. 120% des BIP. Quelle: ab Min. 45 des Videos von Prof. Sinn.
Anmerkung: ja die Summen sind z.B. von der Gaspreisbremse noch nicht abgeflossen, aber der Rahmen steht. Aber die Richtung ist eindeutig. Durch die Inflation wird sich die %-Zahl zum BIP sogar verbessern, aber die Sache ist eindeutig letztlich. Die Haftungssumme des EU-Fonds kann sich ja noch für D. auf 800 Mrd. -Stand aktuell- erhöhen.
Zur "Ära M." sagt er, das in der Zeit die wirtschaftliche Führung verspielt worden ist. Die Autoproduktion=Schlüsselindustrie! hat sich seit 2018 um 30 (!!!) % vermindert..... Auch zur Energiepolitik hat er eindeutige Haltungen. Anschauen, bestens investierte Zeit.

Beitrag 27.12.2022, 09:33

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Sapnovela
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Boden hat geschrieben:
27.12.2022, 08:11
Zur "Ära M." sagt er, das in der Zeit die wirtschaftliche Führung verspielt worden ist. Die Autoproduktion=Schlüsselindustrie! hat sich seit 2018 um 30 (!!!) % vermindert..... Auch zur Energiepolitik hat er eindeutige Haltungen. Anschauen, bestens investierte Zeit.
Mit 30% wären wir ja noch gut davon gekommen.
Der Höhepunkt der Produktion war 2016 mit 5.746.808 Fahrzeugen in Deutschland. Die Produktion ist seitdem jedes Jahr gefallen. 2021 waren es nur noch 3.096.165 Fahrzeuge. Das ist ein Rückgang von fast 47%. 2022
https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen- ... produktion

Es sind ja nur die bestbezahlten Jobs in der Industrie gewesen. Doch: Am meisten profitiert haben die bösen alten weißen Männer, nicht die jungen bunten Mädchen. Daher: Weg damit. Die Steuern fallen zwar dann auch, aber man kann ja Schulden machen.

2016 betrug die Staatsverschuldung 2.140,37 Mrd Euro, konnte aber über Jahre langsam abgebaut werden. (2012 waren es noch 2.173,64 Mrd Euro). Heute in 2022 sind es schlappe 2518 Mrd Euro, ohne die Schattenhaushalte und Rettungsschirme, schlappe 400 Mrd mehr.

Ich habe lange geglaubt, es wäre noch aufzuhalten, aber der Point-of-no-return liegt schon hinter uns. Wir stehen am Beginn eines ca. 10 Jahre lang anhaltenden stetigen Niedergangs. Teure Energie, kaupttes Gesundheitssystem (ich wette da gehen bald die Schießungen los... kein Geld mehr), verfallene Infrastruktur, überbordende Regulierung und Vorschriften, Wohnungsmangel und immer unqaulifiziertere, aber linientreue Politiker... wird sind genau in dem sozialistisch-pseudo-feministrischen-öko-Sozialismus wo die politische Klasse uns haben wollte. Auch die Rente mit 85, unsere neuen Fachkräfte oder politisch motivierte Subventionen werden daran nichts (mehr) ändern. DDR reloaded. Die Platte wird auch zurückkommen, nennt sich jetzt serielles Bauen. Vorteil dieses mal: Offene Grenzen. smilie_24

Beitrag 27.12.2022, 18:14

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Deichgraf
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Boden hat geschrieben:
27.12.2022, 08:11
Die Haftungssumme des EU-Fonds kann sich ja noch für D. auf 800 Mrd. -Stand aktuell- erhöhen.
Haftung? Für die EU, die nur eine wasserköpfige Verwaltungseinheit für die Mitgliedstaaten ist? Nichts produziert, keine Wertschöpfung betreibt? Da würde ich mal vorsichtshalber die "Haftung" den Schulden dazurechnen. Die Haftung von heute ist die Schuld von morgen, zuzüglich Zins. :lol:
Sapnovela hat geschrieben:
27.12.2022, 09:33
ich wette da gehen bald die Schießungen los...
Wenn ich das mal wörtlich nehmen darf ... ja, durchaus.

Werde mir den Sinn mal in Ruhe reinziehen. Kurz reingeklickt habe ich schon. Einer der wenigen, die gelegentlich darauf hinweisen, dass das Gesagte nicht stimmen muss, da es als Grundllage das Unbewiesene hat: Eine Theorie. -Balsam für das Ohr! :D

Beitrag 27.12.2022, 21:31

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Puschel
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Sapnovela hat geschrieben:
27.12.2022, 09:33
Ich habe lange geglaubt, es wäre noch aufzuhalten, aber der Point-of-no-return liegt schon hinter uns. Wir stehen am Beginn eines ca. 10 Jahre lang anhaltenden stetigen Niedergangs. Teure Energie, kaupttes Gesundheitssystem (ich wette da gehen bald die Schießungen los... kein Geld mehr)
Ein tatsächlich kaputtes Gesundheitssystem kann ich jetzt noch nicht erkennen. Eher ein am Limit grade mal so funktionierendes Gesundheitssystem, welches in "Spitzenzeiten" hier und da schon mal kollabieren kann.
Dies hat m.E. angefangen als die Fallpauschalenregelung eingeführt wurde und die Corona-Epidemie dann aufzeigte, dass in Deutschland massivst "Pflegekräftemangel" herrscht. Den Mangel gab es natürlich auch schon vorher, aber es hat keinen großartig interessiert.
Hat schon mal jemand den Gedanken gehabt, dass mit Wegfall der Wehrpflicht auch der Wehrersatzdienst weggefallen ist? Eine bis dahin nicht zu unterschätzende feste Größe im Gesundheitssystem. Und nicht nur dort.

"Kaputt" heißt für mich: es geht gar nichts mehr. Im Gegensatz zu unserer "Bundeswehr", wo ja bekannt ist, dass sie selbst in Friedenszeiten nur mangelhaft funktioniert, ist unser Gesundheitssystem noch relativ gut aufgestellt.
Zumindest in Friedenszeiten und ohne Katastrophen jedweder Art. Wie sich das in 10 Jahren darstellen wird, weiß keiner. Aber dass ist wohl tatsächlich so: Deutschland regelt und spart sich selbst zu Tode.

Krankenhausschließungen sind bereits sei Jahren im Gespräch und das wird auf kurz oder lang auch umgesetzt werden, ist also nichts wirklich Neues worauf man wetten sollte.
Hier mal ein Beispiel-Link (07.2019) dazu, es gibt hunderte andere Quellen im Netz mit ähnlichem und auch aktuellerem Inhalt.
https://www.haufe.de/oeffentlicher-dien ... 93936.html
Zitat aus dem verlinkten Artikel:
Die Debatte über eine Verringerung der Zahl der Krankenhäuser in Deutschland ist nicht neu. «Zugänglichkeit und Qualität der Klinken stehen seit langem in einem Spannungsverhältnis», sagte Jürgen Wasem, Professor für Medizinmanagement an der Universität Duisburg-Essen. «Es geschieht auch schon einiges. Mit dem Krankenhausstrukturfonds werden die Zusammenlegung und die Schließung von Krankenhäusern finanziell unterstützt.»
Der Sinn einer Behörde liegt in seiner Existenz

Beitrag 29.12.2022, 10:34

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Sapnovela
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@Puschel Alles eine Frage der Erwartungshaltung... 20 Stunden Wartezeit bei der Notaufnahme ist für mich kaputt. Aber klar, schlimmer geht immer.

Bis zu 20 Stunden Wartezeit: Notaufnahmen in Sachsen brechend voll!
https://www.msn.com/de-de/gesundheit/me ... r-AA15nnro

"Krankenhaus-Kollaps „lässt sich kaum mehr stoppen“: Düstere Prognose für 2023"
https://www.merkur.de/wirtschaft/kranke ... 96680.html

Und schlimmer wird es werden, schlicht weil der alte weiße Mann halt nicht mehr soll und keiner da ist, der erst sonst wollte oder könnte. Es sind doch nur noch unterschiedliche Stufen des immer gleichen Verfalls... da hast Du schon recht: Bundeswehr > Energieversorgung > Gesundheitswesen

Wie ich jetzt die Mobilfunknetze, die Verkehrsinfrastruktur, den Wohnungsmarkt und die anderen kaputt regulierten oder kaputt gesparten Sektoren einsortieren soll... keine Ahnung. Mein Punkt ist, der Point of-no-return liegt hinter uns. Jeder muss sehen, wie er darauf reagiert, dass die Politik das ignoriert. Imho wäre Schadensbegrenzung angesagt... aber nein, weiter mit Vollgas bergab.

Wer braucht schon günstige Energie? Wer bezahlbaren Wohnraum? Und warum nicht jedes Jahr Milliarden an unsere besten Freunde überweisen, damit diese das Land und die Bevölkerung immerzu beschimpfen.

"Polen größter Nettoempfänger Deutschland leistet Rekordbeitrag an EU"
"Nach Berechnungen der Deutschen Presse-Agentur steuerte die Bundesrepublik 2021 netto etwa 25,1 Milliarden Euro zu den Gemeinschaftsausgaben der Europäischen Union bei.
...
Der in absoluten Zahlen größte Nettoempfänger war den Berechnungen zufolge Polen, das aus dem EU-Haushalt etwa 11,8 Milliarden Euro mehr herausbekam, als es einzahlte. "

https://www.n-tv.de/politik/Deutschland ... 11039.html

"Polen: Was Deutschland tut, ist immer falsch"
https://www.dw.com/de/polen-was-deutsch ... a-61250175

Total bekloppt...

Beitrag 29.12.2022, 20:01

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gullaldr
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Und trotzdem sie jedes Jahr gut abkassieren, stellt Polen die Forderung von 1,3 Billionen Euro an Deutschland für "Reparationen" in den Raum. Die großen Landstriche von 1945, die sie sich aneigneten, inclusive enteignetem Mobiliar und Immobilienbesitz, sind also nicht mehr genug.

Doch ich will eigentlich auf etwas anderes antworten. Marode Straßen, mangelnder Wohnraum für die Neuzuzüge, Krankensystem usw. mögen Teile eines langsamen Hinabsinkens sein. Aber Mobilfunknetze nicht. Ich bin mir sicher, dass Regierung und Wirtschaft alles daran setzen werden, diese nicht zusammen brechen zu lassen. Schließlich sind gerade die jungen Leute den ganzen Tag damit beschäftigt, auf den Smartphone-Bildschirm zu schauen. Das hat etwas von Sucht oder mindestens Sedierung, was man rasch bemerkt, wenn ein Erziehungsberechtigter einem gewöhnlichen Heranwachsenden das Handy wegnimmt. Würde das wegfallen, würde eine Sinnkrise von solchen Dimensionen um sich greifen, dass diese womöglich gefährlich für den Regierungsapparat oder gar das gesamte politische System werden dürfte. Das werden sie nicht zulassen. Insofern, nicht die Rente, aber das Smartphone ist sicher.

Beitrag 29.12.2022, 21:02

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Deichgraf
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Sapnovela hat geschrieben:
27.12.2022, 09:33

Mit 30% wären wir ja noch gut davon gekommen.
Der Höhepunkt der Produktion war 2016 mit 5.746.808 Fahrzeugen in Deutschland. Die Produktion ist seitdem jedes Jahr gefallen. 2021 waren es nur noch 3.096.165 Fahrzeuge. Das ist ein Rückgang von fast 47%. 2022
https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen- ... produktion
Es sind ja nur die bestbezahlten Jobs in der Industrie gewesen.en.
Ja, das alles wäre schwer verständlich, wenn uns intellektuellen Unwissenden nicht die intellektuellen Grün-Neulinken so bereitwillig Auskunft gäben. Das geht so:
1) Marx und Sozialismus werden "stark relativiert".
2) Die Vorzüge des Kapitalismus werden bestätigt (Wachstum, Wohlstand,)
3 Der tödliche Haken des Kapitalismus wird sichtbar gemacht:

CO2


Conclusio: Wir werden alle sterben. Morgen früh um 9. ("Dein Haus brennt") Der Kapitalismus war eine schöne Zeit, tötet aber nun uns und sich selbst. ("Das Ende des Kapitalismus" , Ulrike Hermann). Also weg mit CO2, knausern und grünschrumpfen. Da Grünschrumpfen mit der kapitalistischen Konditioniertheit der dummen Unsrigen nicht mehrheitsfähig sei, würde zum Schutze der Menschheit von mehrheitsfähigem grünen Wachstum gesprochen. Bedingt durch CO2 bestehe nur die Wahl zwischen weniger und tot. Für den Tod durch CO2 könne man sich nicht entscheiden, weil das den Tod auch aller anderen bedeutete.
Flugzeug muss verschwinden. Auto am besten gleich mit. Bauen muss verschwinden (Zement=CO2=Tod der Menschheit). (Anmerkung: Die Leute von Mercedes werden nicht zufällig arbeitslos. Das soll so !)
Am Ende der CO2-Revolution finden wir uns in den Vermögensverhältnissen von 1978 wieder.
Rein rechnerisch natürlich. Mit Alfa Romeo Spider ist da nichts. 1Tonne Blech bewegen, um 100kg Menschen zu transportieren? E-Auto vlt. noch mit 2 Tonnen? Nee, nä?
Den vorhandenen Wohnungsbestand besser nutzen,Wohnungen auch mit staatlicher Hilfe besser auslasten, vollstopfen. Die gleiche lampe kann nun statt 2 eben 5 Personen erhellen. (Zunächst wohl nur äußerlich). Alternative: Tot umfallen und über den kurzen Umweg CO2 zum Mörder werden.
Zur Frage, warum die Rechtsradikalen CO2-Leugner sind ( Man beachte die politische Aufladung der Gegenposition) gibt es die passende Antwort: CO2 sei ein globales Problem, und die Rechten hätten es nicht so mit Ausländern.

Nachzuhören in einem Interview mit Ulrike Hermann, durchgeführt von Thilo Jung ("Jung und naiv"). Über 3 Std. Dauer. - Bitte Anschnallen und ... abheben mit Major Tom.

Bildschirmtennis einmal anders: https://www.youtube.com/watch?v=x284sSz9fpI

Beitrag 30.12.2022, 10:12

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Sapnovela
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@Deichgraf
Für so wichtig halte ich Ulrike Hermann nicht. Sollen die Grünen halt anfangen sich selbst gesund zu schrumpfen, bei Ricarda land und breit geht das ja auch eine Weile gut und wäre sicherlich gesund. Ansonsten... der Sowjet-Sozialismus war bei geringerer Wirtschaftsleistung immer CO2-aufwändiger als die westdeutsche Wirtschaft. Mit Kapitalismus abschaffen hat das so viel zu tun wie 800 kW 3 Tonnen Elekto SUVs mit Umweltschutz. Ulrike Hermann nimmt mit ihrem überteuerten Pamphlet nur die gutsituierten Grünen Deppen aus. Am Ende ist doch alles ganz einfach:

Hard times create strong men (50er bis 70er Jahre)
Strong men create goot times (80er und 90er)
Good times create weak men (00er und 10er)
Weak men create hard times (<--- hier sind wir angekommen)

Beitrag 30.12.2022, 16:03

Eastwood
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Mal ein paar Fakten zu CO2 frei wiederggeben nach einem Greenpace Gründungsmitglied.

- 0,04% der Athmosphäre bestehen aus CO²
- es sorgt zu 1/3 für den Treibhauseffekt und damit dafür das wir kein arktischer Planet sind
- ohne CO² ist keine Fotosynthese und damit kein pflanzliches und tierisches Leben auf dem Planeten möglich
- in der Kreidezeit (Dinosaurier) war der CO² Gehalt bei ca. 0,1% also 3x höher und es lebten die größten Pflanzen und Tiere die uns bekannt sind auf der Erde. Die Jahrestemperatur war im Durchschnitt höher, genau wie der Meeresspiegel.
- 2-3% des CO² Ausstoßes auf der Erde sind von Menschen verursacht. Dabei handelt es sich um CO² das auf verschiedenste Art und Weise "gebunden" also der ursprünglichen Athmosphäre entnommen wurde

-wir befinden uns am Ende einer Kältephase die um1700 begann (also vorindustriell)

Allein die Anmaßung alle Faktoren zu kennen und in Modellen!!! von Experten!!! genau zu berechnen was das Klima tun würde wenn wir folgende Tasten bedienen würden ist zumindest fragwürdig. Als Geschäftsmodell und als Grund für Umverteilung aber unschlagbar.

Ich wäre für aktiven Umweltschutz und Ressourcenschonung, ohne das wir uns wieder in die Steinzeit bewegen. Aber keine Sorge, wer will schon Äpfel aus Deutschland essen wenn es auch welche aus Neuseeland gibt....
Willy Brandt 1968: "Wer einmal mit dem Notstand spielen sollte, um die Freiheit einzuschränken, wird meine Freunde und mich auf den Barrikaden der Demokratie finden, und dies ist ganz wörtlich gemeint.“

Beitrag 30.12.2022, 18:00

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Eastwood hat geschrieben:
30.12.2022, 16:03
Mal ein paar Fakten zu CO2 frei wiederggeben nach einem Greenpace Gründungsmitglied.
Dr. Strohm?

"in der Kreidezeit (Dinosaurier) war der CO² Gehalt bei ca. 0,1% also 3x höher" -
Deswegen sind die ja auch alle tot!!!
smilie_02

@Sapnovela: Natürlich ist U. Hermann viel zu klein, um in dem großen Spiel wichtig zu sein. Nur, wer dem Grundsatz treu bleibt "die Gegenseite ist zu hören" findet in ihr eine intelligente und auskunftfreudige Quelle, die bestens mit dem WEF verbunden ist.
Die wichtigen Fragen für mich sind eh ganz andere. Wann mein rechter Zeigefinger endlich wieder das Mausrad von einer Tasse Kaffee unterscheiden kann und ob ich mir nun als neue Waschmaschine ein Modell alt mit 60kg oder das um 50% teurere Modell neu mit 28kg und Invertertechnik kaufen soll. :lol:

Beitrag 06.01.2023, 22:04

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Deichgraf
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Boden hat geschrieben:
27.12.2022, 08:11
Nun hat die Schattenhaushalte doch jemand zusammengefasst -der Prof. Dr. Sinn ehem. Präs. ifo-Institut-:
https://www.youtube.com/watch?v=78ntekFBE4o


Durch die Inflation wird sich die %-Zahl zum BIP sogar verbessern, aber die Sache ist eindeutig letztlich.
So, jetzt habe ich mir den Sinn mal reingezogen. Was er allgemein mit Trickserei und Taschenspielertricks bezeichnet, konkretisierte ich bereits mit "Schuldenwäsche", also Umetikettieren. Sinn weist ja auch auf den gewaltigen Geldmengenanstieg auf das 7-fache, selbst unter Berücksichtigung des BIP das 6-fache, hin, der nicht zu einer adäquaten Preissteigerung geführt hat. Dieses Geld wird offensichtlich nicht zum Zahlen irgendwelcher Rechnungen verwendet, sonst würde das BIP durch die Decke gegangen sein. Von den Preisen ganz zu schweigen. Und vom Außenwert der Währung erstrecht zu schweigen. Es liegt also (realwirtschaftlich) nur rum. Geld, könnte man sagen, sei eigentlich (so gut wie) gar nicht Zahlungsmittel. Mit den alten Zahlen wurde jeder Euro nur alle 730 Tage (2Jahre) 1x zum Bezahlen verwendet. 729 Tage lag er nur rum. Es ist gut und richtig, dass Sinn dieses Gefahrenpotential aufzeigt. Die meisten vergessen das.

Schön gesagt: "Durch die Inflation wird sich die %-Zahl zum BIP sogar verbessern, aber die Sache ist eindeutig letztlich."

Nominal wäre das so, wenn Preise und Löhne gleich steigen. Dann freut sich der Schuldner.
Der Häuslebauer könnte dann mit Sondertilgungen schneller zurückzahlen. Aber der Staat hat seine Schulden "verkonsumiert" und wird ständig die Schulden erhöhen. Da auch für ihn alles teurer wird, geschieht der Schuldenzuwachs nominal nun schneller. Dem nichtverschuldeten Privathaushalt kann er nicht mehr Steuern wegnehmen ("kalte Progression"), ohne dessen Konsum (BIP) zu schmälern. Steigen die Löhne nicht gleichermaßen, bleibt dem Häuslebauer nicht mehr genug, um die Bank zu bedienen, außer, er senkt den Konsum (BIP), der als Grundlage der Besteuerung dient. (Besteuerung der Flussgröße). Der Nichtverschuldete braucht dann evt. schon Subvention. smilie_07 Einfach gesagt: Wenn doch die Flußgröße besteuert wird, muss immer der Produktive mit seiner Arbeit dafür herhalten. In diesem Zusammenhang ist auch der Begriff "Staatsquote" zu beachten. Was nützt das schönste nominale BIP, wenn es darin besteht, dass der Staat Löcher auf- und zubuddeln läßt? Das würde dann mit einer kuriosen Art der Vollbeschäftigung einhergehen. ja, Volltreffer: " aber die Sache ist eindeutig letztlich.". smilie_01

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