Kann eine Lebensversicherung Pleite gehen?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

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Beitrag 26.07.2012, 08:25

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Datenreisender
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proConcept hat geschrieben:Ein dritter Weg ist eine professionelle Kündigung mit der Rückforderung aller eingezahlten Beiträge. Das heißt: Durch die fachgerechte Kündigung entsteht ein meist erhöhter Rückkaufswert, den Kunden sofort bekommen. Und es besteht die Chance auf eine komplette Beitragserstattung, denn hier wird gegen die Versicherungen und das Modell dieser Verträge außergerichtlich sowie gerichtlich vorgegangen.
Schleichwerbung für proConcept's "LV-Doktor"?
Wie "professionell" und "fachgerecht" ... :roll:

Beitrag 26.07.2012, 09:01

mini_me
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datenreisender:
jap, davon mal abgesehen, dass solche firmen unseriös sind. man er-google sich seine antworten.

kurzum, es wird beworben, schnell u fair einen höheren satz, als den rückkaufswert der lv, anzubieten. soweit so gut... allerdings, kann sich die auszahlung solcher firmen über jahre hinwegziehen... ua, kommt man nur mit einer klage (nicht) weiter.

daher hab ich von sowas die finger gelassen, ich hab meinen betrag von meiner lv sofort bekommen.

kann man so ein mitglied sperren?
[ Anmerkung Forum-Team: Das Mitglied wurde nun gesperrt. ]

Beitrag 26.07.2012, 09:15

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Donki
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Jede Versicherung, in die man einzahlt und bei der nach ein paar Jahren/Jahrzehnten jeder etwas ausbezahlt bekommt, sind reine Schneeballsysteme: sie funktionieren nur so lange, solange es immer wieder neue Beitragszahler gibt. Nimmt die Zahl der Beitragszahler dramatisch ab, können die Versicherer ihre Versprechen nicht mehr einlösen. Das beste Beispiel dafür sind Bausparverträge. Das System der Bausparverträge hing Anfang der 90-er Jahre an der Klippe. Dann kam die Wiedervereinigung und man fand wieder genug Deppen, die einen Bausparvertrag abgeschlossen haben; sonst wäre das System längst zusammengebrochen.

Beitrag 26.07.2012, 09:37

domrepp
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mini_me hat geschrieben:datenreisender:
jap, davon mal abgesehen, dass solche firmen unseriös sind. man er-google sich seine antworten.

kurzum, es wird beworben, schnell u fair einen höheren satz, als den rückkaufswert der lv, anzubieten. soweit so gut... allerdings, kann sich die auszahlung solcher firmen über jahre hinwegziehen... ua, kommt man nur mit einer klage (nicht) weiter.

daher hab ich von sowas die finger gelassen, ich hab meinen betrag von meiner lv sofort bekommen.

kann man so ein mitglied sperren?
Wie bist du denn vorgegangen? Einfach der RKW auszahlen lassen?

Beitrag 26.07.2012, 09:59

mini_me
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...
Zuletzt geändert von mini_me am 31.07.2012, 11:26, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 26.07.2012, 13:24

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goldjunge01
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Lebensversicherer vor neuen Milliardenlasten

Die aktuelle Niedrigzinsphase birgt für die deutschen Versicherer Probleme. Sie müssen mehr Reserven bilden - womöglich drei Mal so viel wie noch 2011.


http://www.handelsblatt.com/unternehmen ... 24018.html

Beitrag 26.07.2012, 14:32

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Blaubronco
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Hallo,

ich glaube die ganzen Versicherungen sind schon Pleite, wenn sie ihre Papiere nach dem tatsächlichen Wert bewerten müßten.
Unsere Ersparnisse haben unsere Politiker mit Freude den Südstaaten gegeben oder geben immer noch.

Gruß Blaubronco
Man sollte jede Münze von zwei Seiten betrachten

Beitrag 27.07.2012, 07:55

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Ladon
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Blaubronco hat geschrieben:...
Unsere Ersparnisse haben unsere Politiker mit Freude den Südstaaten gegeben oder geben immer noch.
...
Kann gar nicht sein! Es wurde höchstens das Vertrauen in die Werthaltigkeit von verbrieften Ansprüchen geschwächt ... wenn man es mal genau nimmt. Unsere Ersparnisse sind aus Gold und liegen sicher "unter'm Kopfkissen" (oder wo auch immer im eigenen Zugriff). Und so lange Gold kein offizielles Zahlungsmittel (oder etwas ähnliches) ist, wird das auch kein Politiker so einfach an irgendwen verteilen können.

;-)
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 27.07.2012, 08:50

wolleblockshop
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Hallo,

aller Ironie zum Trotze Ladon, aber ich habe bis jetzt immer noch nicht die erschöpfende Antwort bekommen

ob meine Lebens/Rentenversicherung reif wäre zu kündigen. smilie_04

Meine Lebensversicherung läuft seit Dezember 2004, also würde diese am Ende au Steuerfrei ausgezahlt

werden (JA WENN DA NICHT DAS FALLBEIL SCHWEBT ) über diese ach so gepriesene Geldquelle. smilie_10

Das bedeutet im Dezember wäre diese Lebens/Rentenversicherung 8 Jahre alt.

Nach dem neuen EU Recht sind diese Lebensversicherungen anders zu bewerten wie vor zurück liegender

Zeit.

Da sich hier auch sehr viele Experten tummeln ist es doch möglich einen kleinen " TIP " zu erhalten.

(Aber bitte ernst gemeinte Tipps )

*** Kluge Leute lernen auch von ihren Feinden *** smilie_01

Aristoteles

Beitrag 27.07.2012, 10:26

mini_me
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....
Zuletzt geändert von mini_me am 31.07.2012, 11:26, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 27.07.2012, 12:21

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Pfennigfuchser
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wolleblockshop hat geschrieben: aller Ironie zum Trotze Ladon, aber ich habe bis jetzt immer noch nicht die erschöpfende Antwort bekommen
ob meine Lebens/Rentenversicherung reif wäre zu kündigen. smilie_04
Ich glaube auch, daß sich die Frage nicht allgemein beantworten läßt. Allerdings kann ich Dir meine Entscheidung bzgl. meiner KLVs darlegen:

Eine von dreien kommt noch aus der guten alten Zeit mit 4 Prozent Mindestverzinsung, die anderen beiden aus der Dreikommanochwas-Zeit; alle sind nach 12 Jahren steuerbefreit.

Um die Frage zu beantworten, ob ich eine oder mehrere davon kündigen soll, habe ich mir überlegt, was ich denn dann mit dem freiwerdenden Geld anfange. Alles in Gold investieren erscheint mir sehr einseitig. Außerdem möchte ich mich auch auf den Fall vorbereiten, daß der erwartete große Knall vorerst nicht kommt.

Aktuell werfen die Papiere zwischen 3 und 3,5 Prozent ab, und zwar jeweils gerechnet auf den Rückkaufswert des Vorjahres und die laufenden Einzahlungen, also so, als ob es ein normaler Sparvertrag wäre. Ich wüßte derzeit keine Anlage, die mir sicher über 3 Prozent abwirft, wobei der Versicherungsanteil bei der Rechenweise quasi gratis obendrauf kommt.

Meine Entscheidung, die Teile nicht zu kündigen, ist aber auch nicht endgültig. Ich bekomme jedes Jahr die aktualisierten Rückkaufswerte genannt und kann mir daraus die Verzinsung ausrechnen und aufs Neue entscheiden.

Interessant erscheint mir noch die Frage, ob es irgendwann grundsätzliche Probleme mit der Rückzahlung geben könnte und somit dieser ominöse Paragraph 84 oder so zum Tragen kommt. Hier hoffe ich, daß meine Versicherungsgesellschaft nicht zu den ersten gehört, die abschmieren, sodaß mir im Fall der Fälle noch Zeit zum Reagieren bleibt. Der größte Teil des Michelvolkes schläft ja bekanntlich ganz gut, darauf verlasse ich mich mal. :-)

Außerdem: Gerade die alten und "hochprozentigen" Versicherungen sind die, die gerne am Zweitmarkt von Kapitalanlegern gekauft werden. Dabei gibt es i.d.R. mehr als den Rückkaufswert für das Papier. Warum wohl? Sind die Gesellschaften, die sowas kaufen, etwa blöd? Dabei genießen die nicht einmal den Steuervorteil, den unsereins als Erstbesitzer hat.

So, das waren meine Überlegungen und Konsequenzen. Deinen Fall wirst Du selber beurteilen müssen. Ich habe aber, das sei zum Schluß noch bemerkt, die letzte Dynamisierung ausfallen lassen und werde das in Zukunft vermutlich weiter so halten.

Beitrag 05.08.2012, 18:39

sverige
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Hi,
neue Infos zum Thema:

Guter Freund von mir sitzt innerhalb der Geschäftsleitung eines großen Versicherungsunternehmens (ausländischer Konzern mit großem Vertrieb hier bei uns in der BRD).
Er teilte mir nun mit, dass es so gut wie kaum noch Neugeschäft gäbe und man sich innerhalb der Geschäftsführung schon Gedanken darum mache, ob wohl eine Pleite des Konzerns bevorstehe. Alle Zeichen stünden derzeit auf Sturm !!! Dennoch sollen die Vertreter alles tun, um den Absatz von insbesondere KLV`s und RV`s sowie Riester und Rürup unbedingt anzukurbeln. Es werden gigantische Incentives ausgeschrieben für die Vertriebsbesten winken satte Zusatzprämien usw.....Sieht selbst für Ihn inzwischen nach einer Art Befreiungsschlag aus. Die Lage spitze sich dramatisch zu sozusagen. Aber es darf nichts an die Vertreter durchsickern, da man sonst deren Motivation stark mindern würde.

Also Leute ich bin mehr denn je der meinung, dass wir bald den Tag der ersten Megapleite erleben werden.

Und wisst Ihr was...ich bin so froh EM zu haben und auch gute (!!!) Fonds seit vielen Jahren zu besparen, die mir wirklich fett Geld in die Kasse gespült haben und das bis zum heutigen Tage !!!

Also Leute denkt einfach nochmal über euer Versicherungsengagement nach, soweit ihr da noch investiert seid und überlegt euch Sicherungsstrategien. Aber allzu lange würde ich nicht mehr warten !!

In diesem Sinne

Ein dreifaches Hoch auf unser Finanzsystem !!!

Beitrag 05.08.2012, 19:17

Siamkater
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Hallo, eine Info für alle die ihre KLV oder RV gekündigt haben oder noch kündigen:
Auf der Webseite der Verbraucherzentrale
www.vz-bawue.de gibts im Artikel
"Bundesgerichtshof verwirft Klauseln von Lebensversicherungen" einen Link über ein Urteil aus dem Juli 2012, nachdem wegen der unseriösen Verkaufspraxis (untransparenter Umgang mit Provisionen/Sparanteilen bzw realer Verzinsung, illegale Stornogebühren) Versicherungskonzerne im Nachhinein gezwungen sein werden, für gekündigte KLV und RV Nachzahlungen zu leisten, wohl vor allem wenn diese Versicherungen zwischen 2001 und 2006 abgeschlossen wurden (bitte fragt mich jetzt nicht wegen der zeitlichen Eingrenzung!)
Es soll demnächst Vordrucke für solche Geldforderungen (ausdrücklich auch nachträgliche!) bei der Verbraucherzentrale geben. Zwei davon gehen an mich, ich freu mich schon!
Gruß Siamkater
Sverige, danke für die spannenden Nachrichten, wobei ich das durchaus ambivalent sehe. Ich habe meinen Kopf noch rechtzeitig aus der Schlinge gezogen, aber ich gönne das den unzähligen solchermaßen versicherten Deutschen nicht - wobei - man muß sich einfach ums eigene Geld kümmern, und viele sind da im Denken ganz schwerfällig, für die bis jetzt eine KLV eine Art Standard war, und nur schwer auszurotten ist die gehirnwäscheartig verbreitet Furcht davor, mit einer Kündigung Geld zu vernichten. Immerhin habe ich einen Freund dazu gebracht, seine KLV mal überprüfen zu lassen, ein anderer ist zumindest nachdenklich geworden.
Wer sich gruseln will, schaut mal ins Finanzforum. Dort schlagen Versicherungsverkäufer, die mit Kritik an KLV konfrontiert werden, wild um sich....

Beitrag 05.08.2012, 22:44

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AuCluster
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Siamkater hat geschrieben: Sverige, danke für die spannenden Nachrichten, wobei ich das durchaus ambivalent sehe. Ich habe meinen Kopf noch rechtzeitig aus der Schlinge gezogen, aber ich gönne das den unzähligen solchermaßen versicherten Deutschen nicht - wobei - man muß sich einfach ums eigene Geld kümmern, und viele sind da im Denken ganz schwerfällig, für die bis jetzt eine KLV eine Art Standard war, und nur schwer auszurotten ist die gehirnwäscheartig verbreitet Furcht davor, mit einer Kündigung Geld zu vernichten.
Das ist doch das Problem. Diese ganzen Versicherungen (LV& RV) mit ihren verschiedenen Typen sind doch so gestrickt, dass kein Normalsterblicher da mehr durchblickt bzw. durchblicken soll.

Z.B.: Gesamtkostenquote (TER) eines handelsüblichen Aktienfonds liegt bei rund 1,7%. Nun wäre es ja zu transparent, wenn in der Gesamtkostenquote tatsächlich die Gesamtkosten enthalten wären … :shock:

aus http://www.finanz-forum.de/lohnt_renten ... t9724.html
Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.

Beitrag 06.08.2012, 13:54

dneef
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goldjunge hat geschrieben:"kann eine Lebensversicherung Pleite gehen?"

Ja, natürlich kann sie, denn eine Lebensversicherung ist eine Finanzkonstruktion nach dem Schneeballsystem, d. h. neue Kunden müssen einzahlen, um anfallende Ansprüche - und die nicht unerheblichen Kosten für Organisation und Verwaltung - abgelten zu können. Darüber hinaus arbeiten die meisten Versicherer mit dem eingezahlten Geld am Finanzmarkt, was erfolgreich oder nicht erfolgreich - in den letzten Jahren wohl eher zweites - sein kann.

Beitrag 06.08.2012, 15:24

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dneef hat geschrieben:
goldjunge hat geschrieben:"kann eine Lebensversicherung Pleite gehen?"

Ja, natürlich kann sie, denn eine Lebensversicherung ist eine Finanzkonstruktion nach dem Schneeballsystem, d. h. neue Kunden müssen einzahlen, um anfallende Ansprüche - und die nicht unerheblichen Kosten für Organisation und Verwaltung - abgelten zu können. Darüber hinaus arbeiten die meisten Versicherer mit dem eingezahlten Geld am Finanzmarkt, was erfolgreich oder nicht erfolgreich - in den letzten Jahren wohl eher zweites - sein kann.
Hast Du für die Behauptung, dass LV ein Schneeballsystem sind, irgendwo eine Quellenangabe? Dies wäre bekanntermaßen nicht erlaubt.
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Beitrag 06.09.2012, 06:26

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Altersvorsorge-Report
Diesen Lebensversicherungen laufen die Kunden weg
Angst vor dem falschen Produkt: Die eigentlich so sicherheitsbewussten Deutschen kündigen plötzlich massenhaft ihre Lebensversicherungen. Für einige Anbieter wird das jetzt zum großen Problem.
http://www.welt.de/finanzen/altersvorso ... n-weg.html

Altersvorsorge
Keiner will mehr Riester-Versicherungen
Geht Fonds und Versicherungen bei der Riester-Rente die Puste aus? Viele Vorsorgesparer zögern beim Vertreter, zahlen keine Beiträge mehr oder laufen sogar weg. Was die Verkaufszahlen bedeuten und was Kunden tun können.
http://www.handelsblatt.com/finanzen/vo ... 90610.html

Beitrag 16.09.2012, 17:45

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Niedrigzinsphase
Kleinlaute Lebensversicherer rufen Politik um Hilfe

Die Zinsen sind inzwischen so niedrig, dass Lebensversicherungen einstige Garantieversprechen nur noch mit Mühe halten können. Einer Umfrage zufolge hofft die Mehrheit auf Eingriffe des Gesetzgebers.

http://www.welt.de/finanzen/versicherun ... Hilfe.html

Beitrag 19.09.2012, 13:47

Herbie68
Also das mit den Lebensversicherungen ist ja auch so eine Sache. Sowieso gibt es wahscheinlich längst nicht mehr so viele Kunden wie früher. Ob sie pleite gehen? Gute Frage. Ich will nicht wagen hier irgendwelche Prognosen aufzuführen. Aber falls nicht alles ein bisschen vom Gesetzgeber umgedacht wird, dann will ich gar nicht wissen, wie sich die Dinge entwickeln.

Beitrag 19.09.2012, 14:38

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Aurum
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Ja, Versicherer können Pleite gehen, siehe Protektor / Mannheimer.

Was das rufen um Hilfe bei der Politik angeht, darf man nicht vergessen, dass dies zum Teil auf rechtliche Regularien (z.B. VAG) zurückzuführen ist. Thema: Mindestanlagequote in festverzinsliche Wertpapiere (um nicht zu sagen: Staatsanleihen!)

In der derzeitigen Niedrigzinsphase fällt es allen schwer einen Garantiezins zu erwirtschaften. Zumal dieser bei zum Teil deutlich über 4 % in älteren Policen liegt.

Das ist ja eben da perfide ab diesem System. Diese Versprechungen hätten unter diesen Bedingungen so nicht gegeben werden dürfen!

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