Kann eine Lebensversicherung Pleite gehen?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 11.01.2011, 10:36

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Ladon
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Ich bin ja im Grunde ganz Deiner Meinung, Datenreisender, und wollte nur erwähnt haben, dass es schon einigermaßen sinnvolle LV-Modelle gibt. Für den Kleinunternehmer z.B. (also denjenigen, dessen Firma ohne ihn nicht richtig "lebensfähig" ist) ist so eine LV/BU Versicherung vielleicht schon nicht ganz dumm.
Der "Betrug" setzt ein, wenn Dir etwas "aufgeschwatzt" wird, was Du eigentlich nicht brauchst.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 11.01.2011, 10:48

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Ladon hat geschrieben:Der "Betrug" setzt ein, wenn Dir etwas "aufgeschwatzt" wird, was Du eigentlich nicht brauchst.
Nein, in der gemeinsamen Broschüre des Bundes der Versicherten und der Verbraucherzentrale Hamburg wurde das Vertragskonstrukt der KLV als solches als "legaler Betrug" bezeichnet, nicht die individuelle Beratungsleistung des Herrn Ranschleimer von der Humbug-Mülleimer.
Es kann ja zum Beispiel nicht sein, daß eine Lebensversicherungsgesellschaft den Anteil der Prämienzahlungen, der verzinslich angelegt wird, als "Geschäftsgeheimnis" behandeln und vor dem Versicherungsnehmer geheim halten darf, weil die Kostenquote für den Kunden eine elementare Bedeutung hat. Das gilt - trotz der zwischenzeitlich erfolgten Novellen des VVG - auch heute noch. Welcher Versicherungsnehmer kann die Ausschüttung seiner KLV zum Vertragsablauf nachrechnen? Selbst wenn man die Qualifikation hätte, würden hierzu die Zahlen fehlen, die die Versicherungsgesellschaften absichtlich vor ihren Kunden (und auch der Presse) geheim halten.

Beitrag 11.01.2011, 11:03

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Der Unaussprechliche
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Lebensversicherungen sind sicher ein problematisches Produkt. Wobei ich es auch so sehe, dass 90% der Probleme von den provisionsgetriebenen Verkäufern herrühren.

Der verlinkte Artikel von mmnews ist aber wohl kaum ernst zu nehmen.

U.a. heißt es da "kaum beachtet von den Massenmedien wurde kürzlich Versicherungsaufsichtsgesetz § 89 in die Wege geleitet", und dann werden Regelungen dargestellt, die angeblich neu kommen (sollen).

Besagter §89 ist aber seit mindestens 1992 so im Gesetz.

Meiner Meinung nach mal wieder ein beispiel, wie mmnews seine Leser nach Strich und Faden verarscht.

Beitrag 11.01.2011, 11:07

nameschonweg
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Zumal dort nicht ganz unwichtige Passagen einfach herausgekürzt worden sind - nämlich das besagte Einschnitte erst bei einer drohenden Insolvenz des Versicherungsunternehmens möglich werden. Und dann doch lieber eine Zeit lang auf die Auszahlung verzichten oder eine gekürzte Auszahlung in Kauf nehmen als als nachrangiger Gläubiger womöglich gar nichts mehr zu bekommen.

Unproblematisch ist die Nummer 89 bestimmt nicht, aber jetzt auch nicht der Anfang vom Untergang des Abendlandes. :)

Wie war das noch - man kann auch lügen, ohne die Unwahrheit zu sagen. Man muss nur die entsprechenden Dinge einfach nicht erwähnen. Aber jeder verwendet Informationen halt so, wie sie in sein Weltbild passen. Und es dürfte sich kaum einer die Mühe machen, das nachzurecherchieren. Aber dafür gibts ja solche Foren wie dieses hier. Was ich übrigens bemerkenswert finde, dass in diesem Forum immer noch relativ objektiv diskutiert wird und nicht ideologisch verblendet alle in eine Richtung laufen.
Zuletzt geändert von nameschonweg am 11.01.2011, 11:10, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 11.01.2011, 11:08

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Ladon
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mmnews sind das eine.
Was der Datenreisende da schreibt, das andere. Das stimmt nämlich und ich will deswegen auch nicht länger auf dem Wort "Betrug" herumreiten. Einig sind wir uns ja wohl, dass in diesem Bereich in großem Stil "über den Tisch gezogen wird".
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Beitrag 11.01.2011, 11:14

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Ladon hat geschrieben:mmnews sind das eine.
Was der Datenreisende da schreibt, das andere. Das stimmt nämlich und ich will deswegen auch nicht länger auf dem Wort "Betrug" herumreiten. Einig sind wir uns ja wohl, dass in diesem Bereich in großem Stil "über den Tisch gezogen wird".
Was Betrug ist und was nicht, wird in Deutschland ja nicht von mir, sondern durch das Strafgesetzbuch definiert. :wink:

§ 263 StGB schreibt:
§ 263 Betrug

(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.
Auch die Versicherungsvertreter bewegen sich also auf einem äusserst dünnen Eis. Ich behaupte, 99 % aller "Beratungsgespräche" zum Thema Geldanlage in Versicherungen stellen, selbst ohne einen anschliessenden Vertragsabschluss, rein formaljuristisch bereits einen (versuchten) Betrug dar.

Beitrag 11.01.2011, 11:25

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alibaba
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smilie_07
... . . vor ein paar Jahren ,als die Welt noch in Ordnung war ,

war eine LV wirklich das nonplusultra als Anlage , so erzählte mir es Jemand
der viel+viel Geld von seiner LV ausgezahlt bekommen hatte smilie_01

nun scheint das Blatt sich gewendet zu haben smilie_16 (leider grins)

vermutlich sollten Versicherer ein neues Konzept auf die Beine stellen (grins)

Gruss
alibaba(grins)
PS. einige Versicherungen sollte man schon besitzen unter anderen die Haftpflichtversicherung.
"unter 12 Jahre oder über 12 Jahre" nun bin ich drauf gekommen ,
reale zeitnahe Info's im eigenen Land werden von Kinder nicht erkannt ;
Ich bin für mein Textinhalt verantwortlich ,nicht für das was du verstehst .

Beitrag 12.01.2011, 15:45

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Lebensversicherung
"Wir müssen alle bescheidener sein"

In Deutschland gibt es mehr Lebensversicherungen als Einwohner - und Millionen Kunden leiden unter der schrumpfenden Verzinsung der Policen. Maximilian Zimmerer, Vorstand beim Marktführer Allianz, spricht im Interview über das Ende üppiger Renditen und versteckte Kosten in den Verträgen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,739090,00.html

Beitrag 12.01.2011, 18:23

rapi
Datenreisender hat geschrieben:Lebensversicherung
"Wir müssen alle bescheidener sein"

In Deutschland gibt es mehr Lebensversicherungen als Einwohner - und Millionen Kunden leiden unter der schrumpfenden Verzinsung der Policen. Maximilian Zimmerer, Vorstand beim Marktführer Allianz, spricht im Interview über das Ende üppiger Renditen und versteckte Kosten in den Verträgen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,739090,00.html
hallo, ich habe das gerade mal gelesen- das sieht recht düster aus- so mal die allianz eine sehr große versicherung ist - die R+V ist ja da nicht viel besser.

lg

Beitrag 13.01.2011, 02:26

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alibaba
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Kernfrage ist ganz einfach mit ein JA ,zu beantworten .

Kernfrage : Kann eine Lebensversicherung Pleite gehen?


Gruss
alibaba smilie_21
"unter 12 Jahre oder über 12 Jahre" nun bin ich drauf gekommen ,
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Beitrag 13.01.2011, 06:48

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Circle
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Die Freude des Immobilienkäufers über den niedrigen Hypothekenzins
ist das Leid des Lebensversicherungsinhabers.

Also nur eine Frage in was man jetzt investieren soll: LV in schlechtverzinstem Fiat, oder Immobilie zu bezahlbarer Hypothek.

EM mal außen vor gelassen.....
Nein, eine Kristallkugel habe ich nicht -
aber eine eigene Meinung ;-)

Beitrag 13.01.2011, 10:48

MapleHF
Lebensversicherungen bergen in Krisenzeiten ein Ausfallrisiko. Würde ich nicht machen.

Immo auf Darlehen:

Ich habe viele Bücher von vielen verschiedenen Autoren gelesen, die auch gänzlich unterschiedliche Szenarien für möglich halten. Allerdings sind sie sich in einem Punkt alle einig und das ist der, dass man mit möglichst wenig Schulden, optimalerweisen schuldenfrei in eine Krise gehen sollte.

Das ist der eine Punkt. Der andere Punkt ist der, dass die Immobilienpreise auch noch gewaltige Abschläge erfahren können.

Wenn der Staat versucht über Vermögensabgaben, Vermögenssteuer, höhere Erbschaftssteuer versucht, die Vermögenden zur Kasse zu bitten, wird dies eine Verkaufswelle auslösen, die sicherlich auch die Preise beeinflussen wird.

Ich persönliche glaube nicht wie Herr Eichelburg, dass man irgendwann für 5 Unzen Gold ganze Straßenzüge bekommt, aber ich glaube, dass man für dieselbe Menge Gold und Silber in 5 - 10 Jahren mehr Immobilie bekommt als heute. Sei es weil die Edelmetalle weiter steigen, weil die Immobilienpreise sinken, oder beides.

MapleHF

Beitrag 13.01.2011, 11:08

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MapleHF hat geschrieben:Das ist der eine Punkt. Der andere Punkt ist der, dass die Immobilienpreise auch noch gewaltige Abschläge erfahren können.

Wenn der Staat versucht über Vermögensabgaben, Vermögenssteuer, höhere Erbschaftssteuer versucht, die Vermögenden zur Kasse zu bitten, wird dies eine Verkaufswelle auslösen, die sicherlich auch die Preise beeinflussen wird.
Ich bin der Auffassung, daß die zur Zeit verlangten Immobilienpreise, zumindest außerhalb von Ballungsgebieten, stark überteuert sind.
Manchmal steht sogar in der schlechten Lokalzeitung Interessantes. So habe ich zum Beispiel erfahren, daß in unserem Ort/Ortsteil aktuell 35 % der Bevölkerung über 65 Jahre alt sind und gleichzeitig eine Immobilienquote-Eigentumsquote von rund 50 % besteht. Das heißt, innerhalb der nächsten 10-20 Jahre kommt eine Anzahl von Immobilien auf den Markt, der in etwa 17,5 % der aktuellen Bevölkerungszahl entsprechen dürfte, das sind in einer Klein-/Mittelstadt mehrere tausend ältere Einfamilienhäuser!
Davon sind laut Berichterstattung nur 2 % aller Gebäude vor Baujahr 1995 saniert/gedämmt, dafür haben sie oft einen 5.000 Liter-Öltank im Keller.
Aktuell muß man für so ein Haus noch irgendwas zwischen 150.000 und 250.000 Euro bezahlen. Ich vermute stark, daß dieses Preisniveau innerhalb der nächsten 10-20 Jahre drastisch zusammenbrechen wird, zumal ich beobachte, daß die heute angebotenen Häuser teilweise jahrelang im Angebot bleiben und zu den verlangten Preisen nicht verkauft werden können.
MapleHF hat geschrieben:Ich persönliche glaube nicht wie Herr Eichelburg, dass man irgendwann für 5 Unzen Gold ganze Straßenzüge bekommt, aber ich glaube, dass man für dieselbe Menge Gold und Silber in 5 - 10 Jahren mehr Immobilie bekommt als heute. Sei es weil die Edelmetalle weiter steigen, weil die Immobilienpreise sinken, oder beides.
Ein Einfamilienhaus für eine Unze Gold sind ja keine Fantasien von Herrn Eichelburg, sondern dafür gibt es reale Beispiele aus der Vergangenheit. Wenn man davon ausgeht, daß die Häuser (siehe Beispiel oben) in ein paar Jahren nur noch einen Bruchteil ihres heutigen Kaufpreises wert sein könnten, und wenn man gleichzeitig davon ausgeht, daß eine Unze Gold in der Krise einem durchschnittlichen Jahresverdienst/-auskommen entspricht, dann ist da wahrscheinlich schon ein Fünkchen Wahrheit dran.

Beitrag 13.01.2011, 11:14

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alibaba
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.. ..von der Sache her finde ich es ganz gut das die V , mal das zittern lernen beim zocken .

... ja die sind wenn sie keine neuen Zahler/Kunden bekommen in der kleme , das ist logo.

... ... aber ich denke in 2012 wird alles es besser , irgendwann wird's schon wieder Berg auf gehen .

... .. .. . im Jahr 2011 sind wohl sehr viele Verträge zum aus zahlen fällig ,in den Ostgebieten .

Gruss
alibaba smilie_21
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Beitrag 13.01.2011, 12:17

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Willi Tell
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Registriert: 07.01.2011, 06:30
Wohnort: mal hier mal da
bezüglich der Immobilien sind nicht nur die aktuellen Marktpreise interessant.

Im Moment steigen, obwohl wir ja nur 1.528354% Inflation haben smilie_02 einige Preise deutlich. Ich sehe es beim einfachen Heizungskundendienst der 2001 bei mir noch ca. 200 Mark, also 100 Euros gekostet hat, der letzte Kundendienst hat aber gleich mal 350 Oironettis gekostet. Heizöl? Im Moment kosten 3 tausend Liter Heizöl und das ist wohl der normale Jahresverbrauch ca. 2500 Euro. Grundsteuer? Ich habe noch Grundsteuerbescheide mit 50 DM, für mein Häuschen zahle ich aber aktuell 565 Euros und so weiter und so fort.
Kurz- wohnen ist einfach teuer geworden und ein eigenes Haus kostet im Verhältnis zu einer Mietwohnung noch deutlich mehr.

Dann ist es so, dass seit August die deutschen Kreditzinsen steigen. Wer auf die Wahnsinns-Idee gekommen ist (ich kenne da ein paar Fälle) und hat in Richtung Schweiz umfinanziert der hat im Moment ggf. mehr Schulden in Schweizer Franken als die Hütte überhaupt Wert ist.

Wie es in diesen Fällen weitergeht, ist uns allen klar. Und wer eine solche Hütte kauft und die Kosten wirklich realistisch durchkalkuliert (also für Rückstellungen nicht nur 1 oder 2 Euro pro Quadratmeter ansetzt) der wird einen Ankaufspreis ermitteln der dem Verkäufer nicht unbedingt die Freudentränen ins Gesicht zaubert.

Klar müssen die Erwerbskosten sinken, machen sie ja auch schon seit Jahren.
uǝɥɔnɐɹqǝƃ ʇnƃ ɥɔnɐ s’uuɐʞ 'ɹɥǝs ɥɔı qǝıl ɹǝqlıs pun ploƃ

Beitrag 13.01.2011, 12:44

Spongebob
@Willi Tell

Dafür hast Du ein Dach über dem Kopf, welches Dir gehört.
Keiner kann Dir das Haus kündigen, selbst wenn Du Deinen Job verlierst, ist es noch relativ sicher.
Ich bin Eigentumfanatiker.
Es ist einfach ein tolles und sicheres Gefühl im EIGENEN Haus zu sein.

Beitrag 13.01.2011, 12:45

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Circle
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MapleHF hat geschrieben: Ich persönliche glaube nicht wie Herr Eichelburg, dass man irgendwann für 5 Unzen Gold ganze Straßenzüge bekommt, aber ich glaube, dass man für dieselbe Menge Gold und Silber in 5 - 10 Jahren mehr Immobilie bekommt als heute. Sei es weil die Edelmetalle weiter steigen, weil die Immobilienpreise sinken, oder beides.

MapleHF
Natürlich kann es irgendwann ein Szenarium geben indem Du für eine Unze Gold ein Haus kaufen kannst.
Aber vermutlich wirst Du Dein Gold dann eher für Brot ausgeben (müssen).

Grund und Immobile sind eben auch Werte die nicht einfach Fiat mäßig beschafft werden können, dahinter steht Arbeits- und Materiallohn. Und solange die Hütte nicht verrottet ist bringt sie ein paar Euro/ XYWährung und zumindest einen Lebensraum (bei selbstgenutzt).
So wie eine Unze eine Unze bleibt, bleibt ein qm ein qm. Beide sind Schwankungen in Fiat ausgesetzt, beinhaltet aber einen Wert.
Nein, eine Kristallkugel habe ich nicht -
aber eine eigene Meinung ;-)

Beitrag 13.01.2011, 12:50

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Willi Tell
10 Unzen Mitglied
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Wohnort: mal hier mal da
Spongebob hat geschrieben:@Willi Tell

Dafür hast Du ein Dach über dem Kopf, welches Dir gehört.
Keiner kann Dir das Haus kündigen, selbst wenn Du Deinen Job verlierst, ist es noch relativ sicher.
Ich bin Eigentumfanatiker.
Es ist einfach ein tolles und sicheres Gefühl im EIGENEN Haus zu sein.
Du hast schon recht! Ich bin glücklicherweise in der Situation dass die Hütte bezahlt ist und es auch keine grösseren Investitionsstaus gibt.

Aber eben, die Preise sind am rutschen, ist für mich natürlich nicht so wichtig weil ich es ja nicht verkaufen will oder muss und natürlich auch die eingesparte Miete z.B. für Edelmetallkäufe einsetzen kann.
uǝɥɔnɐɹqǝƃ ʇnƃ ɥɔnɐ s’uuɐʞ 'ɹɥǝs ɥɔı qǝıl ɹǝqlıs pun ploƃ

Beitrag 13.01.2011, 12:53

nameschonweg
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Der Nachteil bei Immobilien ist allerdings, dass sie laufende Kosten erzeugen und diese in liquiden Mitteln beglichen werden müssen. Wenn dann das eigene Ersparte jeden Tag weniger wert wird und zugleich die Kosten tagesaktuell angepasst werden, geht die Schere sehr schnell auseinander. Zumal bei steigender Inflation die Löhne (sofern man in einer Krise noch seinen Job behält) nicht mit den Lebenshaltungskosten schritt halten dürften, wie die Erfahrung gezeigt hat.
Sofern dann noch Umlagen zur Refinanzierung des Gemeinwesens auf Immobilienbesitzer zukommen, kann es da insbesondere bei Eigenheimbesitzern, welche die Kosten nicht auf die Mieter umlegen können, recht schnell eng werden. Sofern die privaten Schulden (z.B. Immokredit) dann nicht mitentwertet werden (Zinsanpassungsklauseln in den Darlehensverträgen, Anschlußfinanzierungen, etc.), dürfte es zu einer ganzen Reihe von Zwangsversteigerungen kommen, welche ein Überangebot an Immobilien erzeugen ... den Rest kann man gerade in den USA live mitverfolgen. Sogar ohne Hyperinflation ...

Immobilien mit hoher Verschuldung und keine zusätzlichen, halbwegs liquiden Sachwerte zu haben, dürfte in einem solchen Szenario keine gute Idee sein.

Wir haben doch einige Banker hier - wie verhält es sich denn mit Immo-Darlehen in einem Fall ausufernder Inflation? Theoretisch wäre es ja keine schlechte Idee, sich in Zeiten mit hoher Inflationserwartung für eine Immobilie (Sachwert) zu verschulden. Aus Sicherheitsgründen würde ich dies zwar nur in höher meiner bereits vorhandenen Sachwerte (bspw. EM) machen, aber generell wäre es ja nett, wenn die Notenbanken die private Verschuldung abtragen. Wäre mal sehr interessant für mich, wie sich solche Darlehensverträge dann verhalten.
Zuletzt geändert von nameschonweg am 13.01.2011, 12:58, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 13.01.2011, 12:57

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Circle
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Dieser Nachteil ist allem Wohnraum eigen. Mehr noch wenn Du auch noch Miete zahlen musst.
Nein, eine Kristallkugel habe ich nicht -
aber eine eigene Meinung ;-)

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