Kapitalkontrollen bei den US Geldmarktfonds!

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 06.06.2013, 09:40

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Slamming The Money Market “Gates” – Capital Controls Coming To $2.6 Trillion Industry

http://www.zerohedge.com/news/2013-06-0 ... n-industry.


Reuters:

A portion of the $2.6 trillion money market fund industry would be required to fundamentally change how it prices its shares in an effort to reduce the risk of abrupt withdrawals, under a proposal released by U.S. regulators on Wednesday.

Funds could also charge withdrawal fees and delay return of funds to customers in times of financial distress, under the Securities and Exchange Commission's proposal.

The SEC plan comes after a long debate over whether changes made in 2010 were enough to avoid a repeat of a run on money market funds seen at the height of the financial crisis.

Die US Behörden wollen den Zugang zu den Geldmarktfonds einschränken im Falle eines Runs.

Das Fiatkartenhaus wird als solches immer sichtbarer. Man hat "Geld" aber man darf darüber nicht (ganz, und/oder frei) verfügen, insbesondere dann, wenn man es in der Krise bräuchte!

Jetzt wird es (hoffentlich) jedem einleuchten, dass Großteile des Schuldgeldes(Fiat) nicht vorhanden sind! Sie sind in Umlauf. In Geldmarktfonds habe die Investoren ihr Geld "geparkt", die weder Anleihen noch Aktien kaufen wollten, weil sie sie für überbewertet hielten.

Die Illusion, mann könne sofort darüber verfügen, ließ die Anleger sich in Sicherheit wiegen.

*************************Teilübersetzung********************************************
Der Artikel zeigt eine Reihe von "Maßnahmen" der Group of 30, die vom Paul Volker (der den Goldbullen in den 80-ern zum stoppen gebracht hatte) eingeführt wurden, um den Zusammenbruch der Finanzmärkte und gleichzeitig eine Inflation zu stoppen.

2010 wurden Kapitalkontrollen im 2,6 Billionen (Trillion) starken Geldmarkt vorgeschlagen, mit dem Ziel die Investoren in Aktien und Anleihen zu bewegen. Manche taten es auch.
2012 im Juli wurden Teile der Bilanzen in eine Art Rettungsfond angelegt, der die Angst der Anleger vor Verlusten nehmen un dadurch Auflösungen verhindern sollte.
Monate später wurde die Blaupause für Europa probiert, als in Zypern Teile des Kapitals "geblockt" wurden. Gleichzeitig wurde die 100k Grenze in den Medien stark vehikuliert, mit dem Ziel, größere Beträge in Aktien und vor allem Staatsanleihen zu bewegen und so die lahmende (Staats)Schuldeninflationierung voran zu bringen.

Weil das Alles nicht gefruchtet hat, werden nun die Kontrollen eingeführt, um "die Investoren zu schützen". Man erinnere sich an die Lebensversicherer in Deutschland!

********************************************************************************
Gruß

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Beitrag 06.06.2013, 10:23

jogyli
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Das ist totaler Wahnsinn.
Allerdings wurde in Griechenland nichts anderes gemacht, nur gab es dazu noch keine "Richtlinien".

Also weiter EM kaufen.

Beitrag 06.06.2013, 11:04

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Der Anleger steht vor der "Wahl":

a) Aktien - "spätere" Verluste nach Platzen der Aktienblase vorprogrammiert. Das Geld fließt aber jetzt in die Wirtschaft und sorgt für eine Wachstumsillusion.


b) Anleihen - "spätere" Verluste nach Platzen der Bondblase vorprogrammiert. Wenn die Kurse fallen, können die Statten durch die Zentralbanken die Anleihen billiger zurückkaufen und sich so entschulden. Hier geht es vor Allem die Anleihen von den Institutionelle zu den Privaten zu shiften, damit diese rasiert werden können.

c) Kapitalkontrollen und Enteignung wie in Zypern = Sofortverlust

Im Falle von a) und b) handelt es sich um "Marktereignisse" wofür die Regierung und die Zentralbank "nicht verantwortlich gemacht werden kann".

Bei c) ist der Fall klar. Hier brechen das Finanzsystem und garantiert auch die Regierung zusammen. Eine Währungsreform und möglicherweise die Abschaffung der Zentralbank können folgen.

Natürlich ist die echte Alternative die Investition in EM und andere Reale Werte. Damit das nicht passiert, werden die Rohstoffpreise gedrückt, und so für die ahnungslose Masse unattraktiv gemacht.

Es gibt Gerüchte, wonach Milliardären mehr oder weniger deutlich von massiven Investitionen in EM "abgeraten" wurde! Halten sie sich nicht dran, stehe plötzlich x Behörden auf der Matte, die garantiert etwas finden!
Gruß

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Beitrag 06.06.2013, 11:27

AL1B1
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mal ne frage, es wird hier ständig geschrieben,dass der EM-Preis gedrückt wird, um es unatraktiv zu machen. diesen gedankengang kann ich nicht voll nachvollziehen, da doch durch den niedrigen preis viele zum kaufen/nachkaufen animiert werden, die bei hohen preisen, nicht gekauft hätten (stichwort: zug abgefahren)

Beitrag 06.06.2013, 12:34

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AL1B1 hat geschrieben:mal ne frage, es wird hier ständig geschrieben,dass der EM-Preis gedrückt wird, um es unatraktiv zu machen. diesen gedankengang kann ich nicht voll nachvollziehen, da doch durch den niedrigen preis viele zum kaufen/nachkaufen animiert werden, die bei hohen preisen, nicht gekauft hätten (stichwort: zug abgefahren)
"Zug abgefahren" ist eher eine in der EM Community kursierende Theorie. Der hundsgemeine Otto Normal kennt überhaupt nicht die Zusammenhänge. Er ist Fiat-orientiert, sprich misst alles in Fiat-Preisen. Wenn der Kurs fällt, dann ist das schlecht. Er bekommt Angst und kauft nicht, ja wird eventuell sogar verkaufen.

Die Kenner kaufen fröhlich ein, und sind dankbar. Sie wollen gar nicht dass die Preise steigen.
Da aber der Papiermarkt den Physischen um ein Vielfaches übersteigt, weil der unwissende Otto Angst hat seine Barren Im Keller zu lagern, bestimmt er den Preis. Es wird nur relativ "wenig" Metall bewegt. Die Bullionbanken befriedigen die physische Nachfrage mit dem Gold Ihrer Papiergold-Kunden. Der Papiergoldbestand ist natürlich "erweiterbar".

Die Bestände von JPMorgan und COMEX sind, offiziell sogar, auf einem Rekordtief.

Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass irgendjemand das Gold, das jetzt auf dem Markt "geschmissen" wird, aufkauft.
Gruß

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Beitrag 06.06.2013, 17:20

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MaciejP
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Bumerang hat geschrieben:Der Anleger steht vor der "Wahl":

a) Aktien - "spätere" Verluste nach Platzen der Aktienblase vorprogrammiert. Das Geld fließt aber jetzt in die Wirtschaft und sorgt für eine Wachstumsillusion.

b) Anleihen - "spätere" Verluste nach Platzen der Bondblase vorprogrammiert. Wenn die Kurse fallen, können die Statten durch die Zentralbanken die Anleihen billiger zurückkaufen und sich so entschulden. Hier geht es vor Allem die Anleihen von den Institutionelle zu den Privaten zu shiften, damit diese rasiert werden können.

c) Kapitalkontrollen und Enteignung wie in Zypern = Sofortverlust
d) Edelmetalle - "spätere" Verluste nach Platzen der Edelmetallblase vorprogrammiert. smilie_06
Es gibt Gerüchte, wonach Milliardären mehr oder weniger deutlich von massiven Investitionen in EM "abgeraten" wurde! Halten sie sich nicht dran, stehe plötzlich x Behörden auf der Matte, die garantiert etwas finden!
Gerüchte gibt es wie Sand am Meer. Hab sogar mal gehört, dass Elvis noch leben soll! :shock:

Mal ehrlich, ich hoffe du und die anderen Morgen-bricht-das-Finanzsystem-zusammen-Panikmacher haben auch noch einen Plan B in der Hinterhand. Nur für denn Fall, die finale Katastrophe bleibt wider Erwarten doch aus ...

Beitrag 06.06.2013, 18:08

Suedwester
Sein Geld aufteilen - ein paar Aktien, ein paar Anleihen, ein wenig Bargeld, dazu etwas Edelmetall, vielleicht ein selbstgenutztes Haus... und nicht vergessen, das Leben zu genießen! Geld ist nicht alles.

Beitrag 06.06.2013, 18:17

haehnchen03
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Südwester,
100% Zustimmung.
Und eine kleine Anfügung habe ich auch noch: " Nicht alles schwarz sehen".
Das Glas ist auch mal halbvoll nicht immer halb leer.

Beitrag 06.06.2013, 18:25

Köni123
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MaciejP hat geschrieben: Gerüchte gibt es wie Sand am Meer. Hab sogar mal gehört, dass Elvis noch leben soll! :shock:
Das ist doch wohl kein Gerücht! Natürlich lebt Elvis noch! smilie_06

Beitrag 06.06.2013, 18:37

tobi-nb
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Bumerang hat geschrieben: Die Kenner kaufen fröhlich ein, und sind dankbar. Sie wollen gar nicht dass die Preise steigen.
Die Preise sollen nicht steigen, NIE WIEDER?

Erklär mir mal den Sinn hinter dieser Behauptung. Ich versteh ihn nämlich nicht.


Kein normal denkender Mensch freut sich über fallendene Goldkurse, ausser er hegt die Hoffnung darauf, günstig in ein Spekulationsobjekt einzusteigen, mit der Spekulation darauf, dass es sich "auszahlt, und das macht es nur, wenn es steigt. Und um so zu handeln, muss man kein "Kenner" sein, sondern lediglich Spekulant.

Und ob die Spekulation in Gold die bessere Anlagestrategie gegenüber Fiat-Geld orientierten Anlegern ist, diesen (objektiven) Beweis bist du schuldig, und ich spekuliere mal: Der wird die NIEMALS gelingen.

Beitrag 06.06.2013, 19:42

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Pfennigfuchser
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tobi-nb hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben: Die Kenner kaufen fröhlich ein, und sind dankbar. Sie wollen gar nicht dass die Preise steigen.
Die Preise sollen nicht steigen, NIE WIEDER?

Erklär mir mal den Sinn hinter dieser Behauptung. Ich versteh ihn nämlich nicht.
Wer hat denn von NIE WIEDER gesprochen? Nur wenn die Strategie so aussieht, daß bis zu einem Zeitpunkt X (z.B. Renteneintritt) gekauft und danach sukzessive verkauft werden soll, dann kann der Preis im ersten der beiden Zeiträume doch gar nicht tief genug sein.
Und ob die Spekulation in Gold die bessere Anlagestrategie gegenüber Fiat-Geld orientierten Anlegern ist, diesen (objektiven) Beweis bist du schuldig, und ich spekuliere mal: Der wird die NIEMALS gelingen.
Ob die ausschließliche Anlage in Gold die beste Strategie ist, darf sicher bezweifelt werden. Allerdings ist die Beimengung physischen Goldes ins Portfolio (ob zu 2 oder zu 50 Prozent sei mal dahingestellt) keine reine Anlageform, sondern nebenbei auch eine Versicherung gegen bestimmte Ereignisse. Unter diesem Gesichtspunkt ist es auch verschmerzbar, wenn am Ende ein (natürlich nicht exorbitanter) Verlust entstanden ist.

Beitrag 06.06.2013, 20:06

tobi-nb
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Pfennigfuchser hat geschrieben: Wer hat denn von NIE WIEDER gesprochen? Nur wenn die Strategie so aussieht, daß bis zu einem Zeitpunkt X (z.B. Renteneintritt) gekauft und danach sukzessive verkauft werden soll, dann kann der Preis im ersten der beiden Zeiträume doch gar nicht tief genug sein.
Klingt logisch, nur was hat das mit Gold zu tun, oder gar mit einem "Kenner"? Was du beschreibst ist keine clevere Altersvorsorge, oder Absicherung, sondern schnöde Spekulation. "Günstig kaufen, teuer verkaufen"

Klappt mit Aktien genausogut wie mit Anleihen oder mit Gold, oder klappt eben nicht.

Beitrag 06.06.2013, 20:32

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Pfennigfuchser
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tobi-nb hat geschrieben:
Pfennigfuchser hat geschrieben: Wer hat denn von NIE WIEDER gesprochen? Nur wenn die Strategie so aussieht, daß bis zu einem Zeitpunkt X (z.B. Renteneintritt) gekauft und danach sukzessive verkauft werden soll, dann kann der Preis im ersten der beiden Zeiträume doch gar nicht tief genug sein.
Klingt logisch, nur was hat das mit Gold zu tun, oder gar mit einem "Kenner"? Was du beschreibst ist keine clevere Altersvorsorge, oder Absicherung, sondern schnöde Spekulation. "Günstig kaufen, teuer verkaufen"

Klappt mit Aktien genausogut wie mit Anleihen oder mit Gold, oder klappt eben nicht.
Schade, daß Du den zweiten Teil meines Beitrags nicht gelesen oder nicht verstanden hast. Sonst hättest Du den genannten Unterschied zu anderen Anlageklassen nicht unter den Tisch fallen lassen: Absicherung eines Risikos mit Sparanteil, also so gesehen ähnlich einer KLV. :)

Beitrag 06.06.2013, 20:41

tobi-nb
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Pfennigfuchser hat geschrieben:
tobi-nb hat geschrieben:
Pfennigfuchser hat geschrieben: Wer hat denn von NIE WIEDER gesprochen? Nur wenn die Strategie so aussieht, daß bis zu einem Zeitpunkt X (z.B. Renteneintritt) gekauft und danach sukzessive verkauft werden soll, dann kann der Preis im ersten der beiden Zeiträume doch gar nicht tief genug sein.
Klingt logisch, nur was hat das mit Gold zu tun, oder gar mit einem "Kenner"? Was du beschreibst ist keine clevere Altersvorsorge, oder Absicherung, sondern schnöde Spekulation. "Günstig kaufen, teuer verkaufen"

Klappt mit Aktien genausogut wie mit Anleihen oder mit Gold, oder klappt eben nicht.
Schade, daß Du den zweiten Teil meines Beitrags nicht gelesen oder nicht verstanden hast. Sonst hättest Du den genannten Unterschied zu anderen Anlageklassen nicht unter den Tisch fallen lassen: Absicherung eines Risikos mit Sparanteil, also so gesehen ähnlich einer KLV. :)
Hab ich gelesen, nur tatsächlich nicht verstanden. Ich kann nicht erkennen, welches Risiko Gold, UND NUR GOLD absichert. Genauso kann ich kein zukünftiges Szenario erkennen, welches eintreten wird/muss, bei dessen Ausgang Gold, UND NUR GOLD als garantierte Absicherung vor "erheblichen" Verlust funktioniert.

So gesehen hab ich tatsächlich nicht verstanden, was Gold anders(einzig)artig gegenüber anderen Anlageklassen machen soll.
Und das meine ich keineswegs als provozierende oder gar, dich herausfordende, Frage, sondern ganz emotionslos und ehrlich. smilie_24

Beitrag 06.06.2013, 21:45

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Pfennigfuchser
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tobi-nb hat geschrieben:
Pfennigfuchser hat geschrieben:Schade, daß Du den zweiten Teil meines Beitrags nicht gelesen oder nicht verstanden hast. Sonst hättest Du den genannten Unterschied zu anderen Anlageklassen nicht unter den Tisch fallen lassen: Absicherung eines Risikos mit Sparanteil, also so gesehen ähnlich einer KLV. :)
Hab ich gelesen, nur tatsächlich nicht verstanden. Ich kann nicht erkennen, welches Risiko Gold, UND NUR GOLD absichert. Genauso kann ich kein zukünftiges Szenario erkennen, welches eintreten wird/muss, bei dessen Ausgang Gold, UND NUR GOLD als garantierte Absicherung vor "erheblichen" Verlust funktioniert.

So gesehen hab ich tatsächlich nicht verstanden, was Gold anders(einzig)artig gegenüber anderen Anlageklassen machen soll.
Und das meine ich keineswegs als provozierende oder gar, dich herausfordende, Frage, sondern ganz emotionslos und ehrlich. smilie_24
Du mußt Dich ja nicht auf Gold beschränken, es gibt auch andere Sachwerte mit hoher Wertdichte (z.B. Silber, Platin, Diamanten). Gold hat halt den Vorteil der Steuerfreiheit und der weltweit hohen Akzeptanz bzgl. eines Rücktauschs gegen FIAT oder Waren. Aber all dies ist doch schon in genügend Threads diskutiert worden, von daher sind Dir die Argumente pro Gold doch bekannt. Wenn Du sie nicht teilst, was treibt Dich dann in dieses Forum? smilie_08

Beitrag 06.06.2013, 22:39

AL1B1
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Bumerang hat geschrieben:
AL1B1 hat geschrieben:mal ne frage, es wird hier ständig geschrieben,dass der EM-Preis gedrückt wird, um es unatraktiv zu machen. diesen gedankengang kann ich nicht voll nachvollziehen, da doch durch den niedrigen preis viele zum kaufen/nachkaufen animiert werden, die bei hohen preisen, nicht gekauft hätten (stichwort: zug abgefahren)
"Zug abgefahren" ist eher eine in der EM Community kursierende Theorie. Der hundsgemeine Otto Normal kennt überhaupt nicht die Zusammenhänge. Er ist Fiat-orientiert, sprich misst alles in Fiat-Preisen. Wenn der Kurs fällt, dann ist das schlecht. Er bekommt Angst und kauft nicht, ja wird eventuell sogar verkaufen.

Die Kenner kaufen fröhlich ein, und sind dankbar. Sie wollen gar nicht dass die Preise steigen.
Da aber der Papiermarkt den Physischen um ein Vielfaches übersteigt, weil der unwissende Otto Angst hat seine Barren Im Keller zu lagern, bestimmt er den Preis. Es wird nur relativ "wenig" Metall bewegt. Die Bullionbanken befriedigen die physische Nachfrage mit dem Gold Ihrer Papiergold-Kunden. Der Papiergoldbestand ist natürlich "erweiterbar".

Die Bestände von JPMorgan und COMEX sind, offiziell sogar, auf einem Rekordtief.

Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass irgendjemand das Gold, das jetzt auf dem Markt "geschmissen" wird, aufkauft.

ist aber nicht nur das physische Em ein dorn im auge? als papier gehaltenes EM lässt sich doch sehr leicht auf 0 stellen, deswegen erschliesst sich mir nicht ganz wieso sie die leute da raus haben wollen... lediglich als krisenindikator würde es sinn machen. aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren :F



übrigens bin ich nicht der meinung dass gold unbedingt nochmal steigen muss, weil ich gold nicht als spekulationsobjekt sehe, sondern als wertspeicher. ich kann sehr gut damit leben, wenn es den wert behält.(inflation herausgerechnet natürlich)
lg

Beitrag 07.06.2013, 00:04

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MaciejP
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AL1B1 hat geschrieben:ist aber nicht nur das physische Em ein dorn im auge? als papier gehaltenes EM lässt sich doch sehr leicht auf 0 stellen
Wie meinst du das mit dem auf 0 stellen? Wie kann der Staat das machen?
deswegen erschliesst sich mir nicht ganz wieso sie die leute da raus haben wollen... lediglich als krisenindikator würde es sinn machen. aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren :F
Ich finde ja Bumerangs gesamte Theorie steht auf einem recht wackeligen Fundament. Könnte aber auch daran liegen, dass ich gar nicht richtig verstanden habe, was der Staat bzw. die im Geheimen agierenen Institutionen da eigentlich genau vorhaben (Entschuldung, ohne dass es jemand mitbekommt?).

Aus meiner Sicht wird ein zu hoher Goldpreis von vielen als Dollar-Schwäche gewertet, was der Grund sein dürfte, weshalb die USA einen möglichst niedrigen Preis ersehnen. Denn ein schwacher Dollar könnte seinen Status als weltweite Leitwährung gefährden. Unter diesen Voraussetzungen würde ein niedriger Goldpreis ein wesentlich wichtigeres Ziel sein, als die Leute aus dem physischen Besitz zu treiben. (Man muss sich da ja fragen, wer das billige Gold denn dann kaufen sollte, das verschwindet ja nicht einfach, wenn die "zittrigen Hände" es auf den Markt werfen.)
übrigens bin ich nicht der meinung dass gold unbedingt nochmal steigen muss, weil ich gold nicht als spekulationsobjekt sehe, sondern als wertspeicher. ich kann sehr gut damit leben, wenn es den wert behält.(inflation herausgerechnet natürlich)
Was machst du, wenn es nicht weiter steigt, sondern die nächsten 20-30 Jahre unter Schwankungen immer weiter fällt?

Beitrag 07.06.2013, 00:13

AL1B1
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damit meine ich zb währungsreform, da es ja anscheinend in mode kommt die physische auslieferung nicht mehr zu gewährleisten.

Beitrag 07.06.2013, 01:58

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MaciejP
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AL1B1 hat geschrieben:damit meine ich zb währungsreform, da es ja anscheinend in mode kommt die physische auslieferung nicht mehr zu gewährleisten.
Aber falls man schon zu diesem letzten Mittel greifen sollte, welchen Sinn hätte dann noch der Aufwand, die Leute vorher aus dem Gold zu treiben? Da hätte sicher jeder Einzelne ein Interesse daran, möglichst viel seines Vermögens zu retten, aber dem Staat kann es ja prinzipiell egal sein. Der hat dann entweder ohnehin fertig oder er legt die neue Währung so auf, wie es ihm gerade passt.

Und sollte er das Gold als Grundlage für eine neue Währung brauchen, würden wohl Goldbesitzverbote erlassen werden; je nach Dringlichkeit könnte da unter Nutzung der modernen Technik vermutlich der allergrößte Teil vom Staat in Besitz genommen werden. Somit würde die Flucht ins Gold auch nicht unbedingt die erhoffte Rettung bringen.

Beitrag 07.06.2013, 04:41

tobi-nb
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Pfennigfuchser hat geschrieben: Du mußt Dich ja nicht auf Gold beschränken, es gibt auch andere Sachwerte mit hoher Wertdichte (z.B. Silber, Platin, Diamanten). Gold hat halt den Vorteil der Steuerfreiheit und der weltweit hohen Akzeptanz bzgl. eines Rücktauschs gegen FIAT oder Waren. Aber all dies ist doch schon in genügend Threads diskutiert worden, von daher sind Dir die Argumente pro Gold doch bekannt.
Es geht doch nicht darum, dass es "pro Gold" Argumente gibt. Gold (und die anderen von dir oben aufgelisteten Sachwerte) haben selbstredend positive Anlageeigenschaften, aber eben auch negative. Genau wie jede andere Anlagemöglichkeit auch. Spekulationsobjekte halt, allesamt gleich in der Summe Ihrer Chancen und Risiken. Wer ist schon so vermessen zu behaupten, dass vom Tag X an die nächsten 50 Jahre eine von diesen Anlagestrategien erfolgversprechender wäre, als die anderen.
Pfennigfuchser hat geschrieben: Wenn Du sie nicht teilst, was treibt Dich dann in dieses Forum? smilie_08
Schade, solche hirnlosen Totschlagargumente zerstören jede halbwegs konstruktive und kritische Diskussion.

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