krise

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 07.03.2011, 07:50

aurum78
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was passiert eigentlich mit den edelmetallpreisen, wenn sich die börsianer mit den aktien verspekulieren und die aktien mal wieder in den keller rutschen...

smilie_17

Beitrag 07.03.2011, 08:17

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Circle
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Sie steigen, fallen oder verändern sich nur minimal.

smilie_02
Nein, eine Kristallkugel habe ich nicht -
aber eine eigene Meinung ;-)

Beitrag 07.03.2011, 09:13

Outdoor
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je mehr "Gescheiterte" von Aktien die Schnauze vollhaben, gehen alternativlos in EM !
Gruß Outdoor

Beitrag 07.03.2011, 09:46

Silberfanatiker
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Hängt denke ich mal stark von dem Ausmaß des Absturzes ab. Bei einem richtigen Crash dürfte nicht mehr so viel Kapital zum umschichten übrigbleiben.

Beitrag 07.03.2011, 10:21

MapleHF
... vor allem müssen die Marktteilnehmer in einer richtigen Krise auch Dinge verkaufen, mit denen sie noch im Plus sind.

In der Krise 2008 hat Gold über 30% und Silber über 60% innerhalb weniger Monate verloren.

MapleHF

Beitrag 07.03.2011, 10:36

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Erikson
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Die Krise 2008 habe ich als diese nicht erlebt.Im Gegenteil 2008 war mit das erfolgreichste Jahr in der Firma.Ich denke auch,dass in einer wirklichen Krise die Em-Kurse fallen.Vor allem Silber da es in der Industrie gebraucht wird. smilie_24
Gold sichert das Verdiente.Silber erwirtschaftet es!

Beitrag 07.03.2011, 10:50

MapleHF
... das ist natürlich schön für Dich, aber Fakt ist, dass sich der Dax von Anfang 2008 bis Anfang 2009 rund halbiert hat.

Gold hat in dieser Zeit rund 30% und Silber rund 60% verloren.

Das lag nicht zuletzt daran, dass sich viele Hedgefonds verzockt hatten und eben ihre Edelmetallpositionen auflösen mußten, um wieder flüssig zu sein.

MapleHF

Beitrag 07.03.2011, 10:58

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Erikson
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MapleHF hat geschrieben:... das ist natürlich schön für Dich, aber Fakt ist, dass sich der Dax von Anfang 2008 bis Anfang 2009 rund halbiert hat.

Gold hat in dieser Zeit rund 30% und Silber rund 60% verloren.

Das lag nicht zuletzt daran, dass sich viele Hedgefonds verzockt hatten und eben ihre Edelmetallpositionen auflösen mußten, um wieder flüssig zu sein.

MapleHF
Tja Gut für den Einen,Pech für den Anderen.... Gut, dass ich nichts mit Aktien am Hut habe smilie_02
Gold sichert das Verdiente.Silber erwirtschaftet es!

Beitrag 07.03.2011, 12:31

wiemann
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Hallo,

noch wird der der Preis von Gold und Silber über "Papiermetalle".
Dieser ist um einiges oder besser um ein vielfacher größer als der physische Markt (s. GATA)
Bei einem Crash am Aktienmarkt könnten die Marktteilnehmer gezwungen werden auch
ihre Anlagen in Papiergold oder Papiersilber zu verkaufen.
Das würde die Preise für Edelmetalle massiv sinken lassen.
Allerdings war in der Krise 2008 zu beobachten, dass der physische Markt gleichzeitig fast leergefegt war.

Sollte allerdings zuerst der Dollar zusammenbrechen, so würden die Aktien nominal kaum sinken.
Im Verhältnis zu Gold und Silber würden die Aktienmärkte allerdings kollabieren.

Spannende Zeiten.

Gruß
wiemann

Beitrag 07.03.2011, 12:37

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nikometternich
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genau so sehe ich das auch, die Aktien bleiben nominal relativ stabil, bzw, steigen sogar noch, während die reale Kaufkraft dieser "Papierwerte" drastisch sinken wird.

Beitrag 07.03.2011, 15:43

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Pandadler
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MapleHF hat geschrieben:... vor allem müssen die Marktteilnehmer in einer richtigen Krise auch Dinge verkaufen, mit denen sie noch im Plus sind.

In der Krise 2008 hat Gold über 30% und Silber über 60% innerhalb weniger Monate verloren.

MapleHF
Geschichte wird sich wiederholen.

Beitrag 07.03.2011, 16:13

sowi
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Kommt drauf an was Du darunter verstehst. Wenns zu einem Total-crash kommt, werden EM und sonstige Wertgegenstände zur wertstarken Ersatzwährung. Wenn es noch schlimmer kommt (was wir nicht hoffen wollen), sprich Hungersnot etc., dann hilft Dir ne Dose Katzenfutter mehr als ne Unze Gold :wink:

Beitrag 07.03.2011, 16:15

Spongebob
Naja, ein gewisses Grundmass an Lebensmitteln sollte jeder im Hause haben.
Sprich haltbare Lebensmittel für 2 Wochen und genügend Getränke.
Sicherlich will ich nicht hoffen, dass es jemals soweit kommen sollte, dass man auf solch eiserne Reserven zurückgreifen muss, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Beitrag 07.03.2011, 16:51

sw_trade
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Stellt sich nur die Frage "wann" sich 2008 wiederholen könnte? Es fragt sich jedoch wie man die Krise persönlich oder als Unternehmen erlebt. Für mich persönlich bot sich der Einbruch eher als günstige Gelegenheit für erhebliche Investitionen an. Damals leider aber noch nicht in EM. So oder so, in Bezug auf die ursprüngliche Frage werden die Preise auch auf physischem Sektor sinken.

Beitrag 07.03.2011, 22:03

Saint251
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@ Sponge
Sprich haltbare Lebensmittel für 2 Wochen und genügend Getränke.
Sponge, hast Du keinen Weinkeller? Wenn´s bei mir zur Krise kommt, bin ich über Monate nicht mehr ansprechbar ... :mrgreen:

Scherz bei Seite. Wenns zur Krise kommt, werden Aktien wie auch EM dramatisch sinken. Es gibt dann keinen Markt mehr dafür. Durch die Krise müssen wir irgendwie durch. Ich hoffe immer, dass Maple Recht behält und es über Nacht (oder übers Wochenende) gerichtet wird. Wenn nicht, ...

Lasst uns auf das beste hoffen und solange die Party weitergeht - hoch die Tassen! smilie_15

Hellau,

Saint251
"How many good men are there per hundred, in the world? Allowing for differences in circumstances, condition and background, I should say perhaps one." Jeff Cooper

Beitrag 07.03.2011, 22:11

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Pandadler
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Saint251 hat geschrieben:
Scherz bei Seite. Wenns zur Krise kommt, werden Aktien wie auch EM dramatisch sinken. Es gibt dann keinen Markt mehr dafür. Durch die Krise müssen wir irgendwie durch. Ich hoffe immer, dass Maple Recht behält und es über Nacht (oder übers Wochenende) gerichtet wird. Wenn nicht, ...

Saint251
2008 waren die Finanzmärkte direkt am Abgrund, aber übers Wochenende hat man den GAU vermieden können. So, dann kann man sich fragen, ob die gegenwärtige Situation besser ist als die damalige.

Beitrag 07.03.2011, 22:24

Saint251
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2008 waren die Finanzmärkte direkt am Abgrund, aber übers Wochenende hat man den GAU vermieden können. So, dann kann man sich fragen, ob die gegenwärtige Situation besser ist als die damalige.
Vielleicht nicht besser als die damalige, aber besser als es vielleicht hätte kommen können?

Ich weiß es nicht. Die 08er Krise ist für mich keine Krise. Ich habe sie nicht gespürt und heute geht es mir deutlich besser als vor drei Jahren. Wenn das die Krise ist, dann soll sie ruhig kommen!

Grüsse,

Saint251
"How many good men are there per hundred, in the world? Allowing for differences in circumstances, condition and background, I should say perhaps one." Jeff Cooper

Beitrag 07.03.2011, 22:56

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jacki
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So perfekt scheint eine EM Anlage doch nicht für eine Krise zu sein, wenn man sich eigentlich einig ist dass EM stark fallen würde?!

Demnach ist der Ausstieg ein Tag vor dem Crash der beste Weg, mal abgesehen davon dass man es natürlich vorher nicht wissen wird. :wink:

Wie ist es dann immer gemeint mit Gold ist der beste Krisenschutz usw. ?
Geht es dabei um nach der Krise?
Bringt mir dann EM mehr als umgetauschtes Papiergeld?
Viele sagen Papiergeld ist dann gar nichts mehr wert…
Mag sein, aber wer mehr davon hat wird doch trotzdem noch reicher sein als Leute die jetzt wenigen haben oder nicht?
Vorstellen kann ich mir nämlich nicht dass jeder, Putzfrau und Ingenieur, nach einem Reset genau gleich mit 10 Scheinen in der Hand da stehen.

Die große Mehrheit geht von einem Crash unseres Systems und damit fallenden Kursen innerhalb der nächsten 2 Jahre aus, aber auch von Silberpreisen von 100€/oz.
Wie passt das denn zusammen?

Beitrag 08.03.2011, 03:21

MapleHF
@Saint: die Krise 2008 hat der Bürger (mit Ausnahme der Kurzarbeiter) nicht gemerkt, keine Frage. Aber die Folgen davon merkt er heute sehr deutlich. Denn quantitative easing also die Geldmengenerweiterung war ja eine Folge dieser Krise und das ist der Hauptgrund für die steigenden Rohstoffpreise. Dies betrifft aber nicht nur die Edelmetallpreise, sondern eben auch Energie- und Nahrungsrohstoffe. Und so fängt es bei den Finanzen der Normalverdiener langsam an eng zu werden.

Es gibt durchaus auch Menschen, die der Meinung sind, dass die gestiegenden Nahrungsmittelpreise die Menschen in Ägypten, Lybien usw. auf die Straße getrieben haben und nicht der Wunsch nach mehr Demokratie.

@ jacki: Edelmetalle sind in erster Linie ein Medium, um Vermögenswerte über eine Krise hinweg zu konservieren.

Sicher werden die Edelmetallpreise in und nach einer Krise leiden, aber sie stellen noch einen Wert dar. Und diesen Wert kann man dann ggf. in eine neue Währung tauschen. Einen Tag vor der Krise alles Edelmetall zu verkaufen, wäre wohl die denkbar schlechteste Lösung überhaupt. Es sei denn Du kaufst dafür einen anderen Sachwert, der nach der Krise ebenfalls einen Wert darstellt.

Die großen Silberbullen wie ein Thorsten Schulte gehen bei ihren Prognosen davon aus, dass die Wirtschaft weiter wächst. In einer richtigen Krise kann der Silberpreis noch viel weiter steigen, in die Milliarden oder Billionen. Ich bin kein Freund der Hyperinflationstheorei aber ganz ausschließen kann man die Möglichkeit auch nicht. Zahlenfetischisten können sich dabei reich rechnen, nur nützt das nichts, wenn man mit einer Schubkarre voll Geld zum Bäcker gehen muss um ein paar Brötchen zu kaufen.

Daher zwei grundlegende Regeln zu Edelmetallen, die bei der großen Menge der Edelmetallzugaufspringer hier leider immer mehr in Vergessenheit geraten:

1.) Man kauft Edelmetalle nicht primär zur Gewinnerzielung sondern zur Vermögenssicherung
2.) Es zählt nicht der Nominalwert der Edelmetalle sondern die Kaufkraft

Sicher die prozentual höchste Rendiete hast Du wohl erzielt, wenn Du Dein Silber einen Tag vor der Krise (im Falle der Hyperinfaltion)verkaufst. Dann kannst Du Dich rühmen 32405982305834095832450349853425% Performance gemacht zu haben. Damit bist Du am Stammtisch sicherlich der König. Nur bringt Dir das nichts, wenn Du kurz bevor es wertlos wurde, wieder in FIAT zurückgegangen bist.

MapleHF

Beitrag 08.03.2011, 06:36

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thEMa
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Ich gehe von einem deutlichen Kaufkraftverlust von Edelmetallen in einer Krise aus. Und je schwerer die Krise, desto tiefer wird meiner Erwartung nach die Kaufkraft sinken. Allerdings hege ich die Hoffnung, im Vorfeld eines solchen Szenarios zumindest in der Lage zu sein, meine mit Schulden belastete Immobilie zu halten, da ja die Kredithöhe gleich bleibt, aber im Falle beschleunigter Inflation der Geldwert von Edelmetallen steigen sollte. Eine Kombination Deflation / Inflation, die ja auch immer wieder durch den Äther geistert, wäre allerdings in der Tat extrem bedrohlich.
Hoffen wir mal das Beste. Im Idealfall einen möglichst weichen Übergang in eine neue Ordung des Finanzsystems!
Ceterum censeo anatocismum esse delendum

Der Zins, sie zu knechten, sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.

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