Merkel gegen Schulz. Pest gegen Cholera?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 14.02.2017, 16:49

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Ken.Guru
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ob schulz oder merkel ist vollkommen egal. beide sind potthässlich. smilie_02
auf deren politik kann sich jeder selbst einen reim machen. die sind wie eine münze mit zweimal kopf. zahl wäre viell. besser, aber was solls. :mrgreen:
Diese Oneman Show hier hat soviel mit Meinungsfreiheit zu tun wie ein Zitronenfalter mit Zitronen falten. Meine Sperrung war wohl das Beste was mir passieren konnte. Danke an alle linken Weltverbesserer. Irgendwann merkt ihr wie bescheuert ihr seid.

Beitrag 14.02.2017, 17:21

Herebordus
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Merkel hat sicher wie Petra Hinz studiert. Beide können nichts. Absolut unfähig.

Beitrag 14.02.2017, 18:55

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IrresDing
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So, dann mal wieder ich:
oli40:
Was mich an der ganzen Sache extrem stört ist wenn ein Arbeiter krankheitsbedingt nach 30 Arbeitsjahren nach 1 Jahr ALG 1 gleichgestellt wird mit einem Asylanten der den gleichen Anspruch
nach 15 Monaten in Deutschland lebend hat.
Ohne dass er irgend etwas produktives gearbeitet hat.

Da könnte ich kotzen.
Ist das so?

Nein. Nach 30 Jahren Arbeit hat der ALG II Empfänger folgende Freigrenzen:

9.750 EUR Vermögensfreigrenze
750 EUR Anschaffungsrücklagen
7.500 EUR PKW
130qm Eigenheim (alternativ: 120qm Eigentumswohnung)
16.250 EUR Lebensversicherung
126.000 EUR Riester
91.440 EUR Pensionskasse
91.440 EUR Direktversicherung
700.860 EUR Rürup

Summa Summarum
Ein Haus, ein Auto, 10.500 bar und 1.026.000 EUR an Altersrückstellungen.

Es gibt daher für den heute Jungen Arbeiter der nach 30 Jährigen Beschäftigung die Flügel streckt genügend Möglichkeiten völlig legal seine Ersparnisse von der Verwertung zu retten. Ob jede einzelne der Durchführungswege Sinn macht, sei dahingestellt.
Dazu kommen andere illegale Möglichkeiten, wie Bargeld, Edelmetalle, Kryptowährungen, usw.

Dazu kommt die Tatsache, dass es nur ein paar wichtige Risiko-Versicherungen im Lauf eines Lebens gibt: 1.) Privathaftpflicht 2.) Berufsunfähigkeit 3.) Gebäudeversicherung, sofern vorhanden 4.) KFZ Versicherung, sofern vorhanden 5.) Krankenversicherung, sofern nicht über GKV. Und nein, die angeblich teure BU Absicherung ist, wenn man sie in jungen Jahren abschließt, keinesfalls so teuer wie man sich das vorstellt. Und wer es nicht abschließt, der geht das Risiko selbst ein. Wer ein Risiko eingeht, warum sollte dann die Sozialgemeinschaft dafür aufkommen? Verstehe ich nicht.
olso:
Irres Ding. ich war der Meinung , meine Arbeiter anständig bezahlt zu haben. Übertariflich ! Die Renten waren sicher ! Nicht gerechnet habe ich mit Altersarmut. Oft sind Bauarbeiter mit 55-60 Jahren „fertig“. Können nicht mehr arbeiten. Die Antwort eine Rente von ca. 750.-€.
Glück im Unglück…alle haben sich kleine Häuser geschaffen wo sie Mietfrei wohnen.
Exakt! Du hast es besser beschrieben, wie ich es jemals konnte. Genau das habe ich auch in meinem Bekanntenkreis miterlebt. Der Arbeiter und Handwerker: Zwei Neuwagen und ein Häuschen für die Familie. Typische Situation und offensichtlich der Lebensraum des kleinen Mannes.

Weißt du, Olso, ich kann den Hörhan eigentlich nicht ab. Er ist ein Schwätzer, Angeber und elendiger Polemiker. Ihm zuzuhören erachte ich als körperliche Foltermethode. ABER! Ich habe in meinem Leben gelernt denen Menschen zuzuhören, die bessere Entscheidungen als der Durchschnitt getroffen hat und zu prüfen ob daran etwas ist von dem ich lernen kann. So lernte ich z.B. an der Börse vom Altmeister Kostolany und heute noch von Buffett. Es ist mir in diesen Fällen egal ob ich das Gegenüber persönlich leiden mag oder nicht, ich lerne. Hörhan hat, in seiner ganz speziellen Art mal an einer Uni, das Video müsste sogar noch auf der Youtube-Academy zu finden sein, innerhalb einer Stunde den vorherigen Traum der dortigen Studenten - Häuschen und Neuwagen - so runter gemacht, dass danach keiner dieser Studenten mehr diesen Traum geträumt hat. Er hat ihnen kurz vorgerechnet wie DUMM jemand sein muss, der das macht.

Die Renten waren sicher? Natürlich. Aber früher vor 50-60 Jahren hatte ein Bauarbeiter auch kein Häuschen und zwei Wagen in der Doppelgarage. Da wurde Bus gefahren und die Wohnung in der Platte oder der ehemaligen Bergwerkssiedlung war gemietet. In den Urlaub gings an die Nordsee.

Über die Jahre kostet dich ein Haus heute, selbst wenn du Handwerker bist und gaaaanz viel selbst machst über die Jahre, sagen wir 600.000 Euro Anschaffung, Zins, Notar, Architekt, Steuern, Wertverlust, Renovierung, Sanierung, Schönheitsreparaturen, Modernisierung, usw. Und da bist du wirklich schon sehr günstig. Dazu kommen über die Jahre 4 Neuwagen, zwei für die Frau, zwei für den Mann. Sagen wir der zweite wäre sogar ein Jahreswagen und mal ein anderer gebrauchter. Lassen wir sie billige 80.000 EUR zusammen kosten. Was ich nebenbei auf dem Parkplatz beim Spaziergang an unserem Dachdeckerhandwerksbetrieb im Industriegebiet sehe, lässt nebenbei eher auf 80.000 EUR für nur zwei Autos tippen. Teure BMWs, Audis, Mercedes. Anscheinend muss selbst der Azubi zeigen, was er hat. Damit haben wir 80.000 EUR. Dann sagen wir noch 20.000 EUR an Urlauben auf irgendwelchen Mittelmeerinseln und anderem.

700.000 EUR für zwei Personen bis zum 60. Lebensjahr nachdem sie deiner Meinung nach "durch" sind. Das sind ab dem 20. Lebensjahr durchschnittlich 1.458 EUR monatlich für die beiden Personen zum stemmen. Was wäre passiert, wenn sie es in passives Einkommen gesteckt hätten? Hörhan hat es z.B. in fremdvermietete Immobilien gesteckt. Das kann man, muss man aber nicht. Gehen wir mal davon aus, wir kaufen uns Dividendentitel an der Börse über 40 Jahre. Im Durchschnitt hat man damit 5% über Inflation in der Vergangenheit gut machen können, völlig egal ob da mal eine DotCom Blase, Finanzkrise oder Eurokrise war. Einfach stur weiter kaufen und es war relativ leicht die 5% zu machen.

-> Zu dem 60. Lebensjahr hätte dieser bei einer monatlichen Sparrate von 900 EUR (es muss ja die nt. Kaltmiete abgezogen werden) 1.340.000 EUR auf der Kante. Gemäß der 4%-Regel wären das dann ein jährliches passives Einkommen von 53.600 EUR, also monatlich 4.466 EUR. Dazu kommen, da beide deine propagierte 750 EUR Rente erhalten, 1.500 EUR monatliche Rente. Wir reden also über ein inflationsbereinigtes Bruttoeinkommen von knapp 6.000 EUR pro Monat mit dem 60. Lebensjahr, wenn die beiden Handwerkerchen eben nicht den Traum des Eigenheims, Urlaube und den Neuwagen geträumt hätten sondern eine sinnvolle Anlageentscheidung getroffen hätten.

P.S.: Ich habs eben noch gegoogelt: https://www.youtube.com/watch?v=RPwXgoX3X6Q
Ansehen, leiden und nachdenken. Und bloß nicht alles übernehmen!

Einfach schön:
https://www.youtube.com/watch?v=eikbQPldhPY Fuck You. smilie_02
Zuletzt geändert von IrresDing am 14.02.2017, 19:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag 14.02.2017, 19:31

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Kilimutu
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Unzen999 hat geschrieben:Der Thread Titel passt zu 100%. Nochmal Merkel, bitte nicht. Die SPD als Arbeiterpartei mit dem Anspruch zu mehr sozialer Gerechtigkeit sofort. Aber bei solchen Äußerungen "Özoguz fordert Wahlrecht für Migranten ohne deutschen Pass" gibt es von mir auch da kein X!
Quelle ?

Steht's auch schon im Parteiprogramm ?

Oder nur Panikmache / fake news von irgendwem ?

Eine völlig wertfreie Frage von mir ...

Und die Frage nach den Alternativen. Wieder Merkel oder gar den Gauländer ?
Letzte Woche war die Atomkraft so sicher wie das Amen in der Kirche - heute ist sie so sicher wie die Renten (Sven Lorig im ARD Morgenmagazin, nach Fukushima)

Beitrag 14.02.2017, 19:33

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Goldhamster79
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IrresDing hat geschrieben:130qm Eigenheim (alternativ: 120qm Eigentumswohnung)
Quelle?

Gemäß Urteil Bundessozialgericht vom 07.11.2006 (AZ: B 7b AS 2/05 R) gibt es Richtwerte für angemessenen Wohnraum, bei einem Zweipersonenhaushalt liegt das gerade mal bei Wohnflächen von 80 m² ETW oder 90 m² Eigenheim.

Liegt es drüber, kann dieser Arbeitnehmer sogar gezwungen werden Zimmer unter zu vermieten, Grundstücke ab einer gewissen Grenze (städtisch 500m² / ländlich 800m²) zu teilen und zu verkaufen, oder schlimmstenfalls sogar zum Verkauf des Eigenheims gezwungen werden, weil es damals für den Bedarf der Familie ausgelegt wurde und die Kinder nun aus dem Haus sind.

Das ist kein Sozialstaat mehr, das ist ein unmenschlicher Moloch, der das Leid und die Not von Leuten, die durch Schicksalsschläge aus der Bahn geworfen wurden, noch vergrößert. Da muss man auch nichts schön rechnen, die Fokusierung auf Zahlenwerte hat nichts mit Lebensrealitäten zu tun und da ändern auch keine PR-Phrasen des Versicherungsgewerbes etwas daran, das gerne mit dem Schüren von Ängsten Geld verdient und sich im Leistungsfall vorzugsweise sich aus ihren Verpflichtungen zu winden versucht...

Ist der Rest der Werte auch so gut recherchiert???

Lediglich bei der Kostenrechnung eigener Immobilien und der Sinnhaftigkeit überzogener Fahrzeuge bin ich bei dir.

Goldhamster
Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden,
jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
M. Zeman

Beitrag 14.02.2017, 19:45

Mehrgoldfüralle
@Goldhamster smilie_01

@Irresding
Für einen großen Anteil der arbeitenden Menschen gehört das ins Reich der Fabel.

Beitrag 14.02.2017, 19:57

Marek
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Hallo,

nix für ungut, @irres Ding:
Die Aufstellung mag passen, weiß ich nicht.

In meinem Umfeld ergibt sich aber das Problem, das der "kaputte Malocher"
mit 55 "nicht mehr kann" und die ganzen schönen Produkte ("700.000 € EDIT Rürup")
quasi an dem vorbei gelaufen sind:
als das aufkam, wollten die Kinder ein Moped und auf Klassenfahrt
und der Familie ging es gut und er hatte gebaut und ...

Heute sind die Kinder aus dem Haus, das ist nicht abbezahlt (und 5 m2 zu groß...)
und die Arge will ihn bluten sehen: "Lebensversicherung verkaufen, Haus auch, und noch ....!"
Gerecht finde ich das nicht.
In dem Fall hat der Betroffene zwar 40 Jahre (!) gearbeitet, aber nach heutigen Maßstäben "natürlich" alles falsch gemacht, o.k. .
Nur: Als der sich vor 20, 30 Jahren gekümmert hat, galten halt noch ganz andere Spielregeln!
Ich finde das einfach nur abartig und ich weiß auf welcher Seite ich in dem Fall stehe.

Wie gesagt, nix für ungut, nur eine Gegenmeinung, aus dem Bauch heraus.

Liebe Grüße
Marek

Beitrag 14.02.2017, 20:00

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IrresDing
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Ach Goldhamster, dann lass es eben 80qm sein.

Die restlichen Werte sind über 30 Jahre die Höchstbeiträge der jeweiligen Anlageklasse (Renten) bzw. bei Bargeld durchaus recherchiert.

Interessiert mich relativ wenig auch ob da nun irgendwo ein Euro mehr oder weniger geht, da die Beträge sowieso in einer Größenordnung sind die kaum jemand erreicht. Auch ist manches an Bedingungen geknüpft, die ich hier nicht abbilde und aufführe. Wer sich und sein Vermögen Harz4-sichern möchte, der findet jedenfalls Mittel und Wege. Darum gehts mir.

Und Ja, die bösen bösen Versicherungen mal wieder. Ächz. Nochmal: Jeder (>90%) kann sich versichern. Wer es nicht macht, der trägt das Risiko selbst. Und nein, nach 10 Jahrn gibts für eine BU ohne abstrakte Verweisbarkeit praktisch keine Möglichkeit mehr sich raus zu winden. Aber ja, gehen wir polemisch an die Sache ran, das hilft sicherlich weiter. Die Versicherer sind böse und die Menschen sollen aus dem Sozialstaat finanziert werden. Ebenso eine "gerechte" Rente die plötzlich Umverteilen soll (für was sie nie konzipiert wurde). Aber bitte, die Kosten für Steuern udn Sozialversicherungen auf dem Lohnzettel dürfen nicht steigen, schließlich wächst das Geld ja auf der grünen Wiese. Und was noch wichtiger ist: Wenn die Unternehmen wieder wegen ausufernden Lohnnebenkosten auswandern (2002 ick hör dir trapsen), dann muss auf das böse böse Ausland geschumpfen werden. Denn die Polen, die vernichten unsere deutschen Arbeitsplätze. Jaja... Es wiederholt sich doch alles wieder.
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 14.02.2017, 20:05

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IrresDing
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Marek hat geschrieben:Hallo,

nix für ungut, @irres Ding:
Die Aufstellung mag passen, weiß ich nicht.

In meinem Umfeld ergibt sich aber das Problem, das der "kaputte Malocher"
mit 55 "nicht mehr kann" und die ganzen schönen Produkte ("700.000 € EDIT Rürup")
quasi an dem vorbei gelaufen sind:
als das aufkam, wollten die Kinder ein Moped und auf Klassenfahrt
und der Familie ging es gut und er hatte gebaut und ...

Heute sind die Kinder aus dem Haus, das ist nicht abbezahlt (und 5 m2 zu groß...)
und die Arge will ihn bluten sehen: "Lebensversicherung verkaufen, Haus auch, und noch ....!"
Gerecht finde ich das nicht.
In dem Fall hat der Betroffene zwar 40 Jahre (!) gearbeitet, aber nach heutigen Maßstäben "natürlich" alles falsch gemacht, o.k. .
Nur: Als der sich vor 20, 30 Jahren gekümmert hat, galten halt noch ganz andere Spielregeln!
Ich finde das einfach nur abartig und ich weiß auf welcher Seite ich in dem Fall stehe.

Wie gesagt, nix für ungut, nur eine Gegenmeinung, aus dem Bauch heraus.

Liebe Grüße
Marek
Hallo Marek,

sicherlich, das sagte ich aber bereits in meinem ersten Post: Nicht alles ist richtig. Nicht alles wurde gut gemacht. Und vieles ist auch herzlos. Dass man manches wieder ändern sollte, steht auch für mich fest. Nur wieder Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zu trennen und die gleichen Fehler der Vergangenheit zu machen, das kann auch nicht der Sinn der Sache sein. Darum gehts. Man müsste manches Nachschärfen, die Agenda2010 war aber weder Verrat noch falsch. Sie war ein großer Sprung für Deutschland.
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Beitrag 14.02.2017, 20:06

Mehrgoldfüralle
Wer vor 40 Jahren z. B. Fliesenleger, Maurer, Gipser oder Dachdecker gelernt hat, konnte sich ein Häuschen bauen und sogar seine Familie ernähren. Das kann er heute nicht mehr. Das ist Fakt.

Dieses Land macht 300 Mrd. Aussenhandelsüberschuss. Das ist ebenfalls Fakt. Und wenn Unternehmen einfach hingehen können, wo Löhne und Steuern am günstigsten sind, dann muss man auch mal fragen dürfen, was das füreine Politik ist, die das ermöglicht.

Beitrag 14.02.2017, 20:11

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Kilimutu
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IrresDing hat geschrieben:So, dann mal wieder ich:

Hörhan hat, in seiner ganz speziellen Art mal an einer Uni, das Video müsste sogar noch auf der Youtube-Academy zu finden sein, innerhalb einer Stunde den vorherigen Traum der dortigen Studenten - Häuschen und Neuwagen - so runter gemacht, dass danach keiner dieser Studenten mehr diesen Traum geträumt hat. Er hat ihnen kurz vorgerechnet wie DUMM jemand sein muss, der das macht.

Die Renten waren sicher? Natürlich. Aber früher vor 50-60 Jahren hatte ein Bauarbeiter auch kein Häuschen und zwei Wagen in der Doppelgarage. Da wurde Bus gefahren und die Wohnung in der Platte oder der ehemaligen Bergwerkssiedlung war gemietet. In den Urlaub gings an die Nordsee.

Über die Jahre kostet dich ein Haus heute, selbst wenn du Handwerker bist und gaaaanz viel selbst machst über die Jahre, sagen wir 600.000 Euro Anschaffung, Zins, Notar, Architekt, Steuern, Wertverlust, Renovierung, Sanierung, Schönheitsreparaturen, Modernisierung, usw. Und da bist du wirklich schon sehr günstig. Dazu kommen über die Jahre 4 Neuwagen, zwei für die Frau, zwei für den Mann. Sagen wir der zweite wäre sogar ein Jahreswagen und mal ein anderer gebrauchter. Lassen wir sie billige 80.000 EUR zusammen kosten. Was ich nebenbei auf dem Parkplatz beim Spaziergang an unserem Dachdeckerhandwerksbetrieb im Industriegebiet sehe, lässt nebenbei eher auf 80.000 EUR für nur zwei Autos tippen. Teure BMWs, Audis, Mercedes. Anscheinend muss selbst der Azubi zeigen, was er hat. Damit haben wir 80.000 EUR. Dann sagen wir noch 20.000 EUR an Urlauben auf irgendwelchen Mittelmeerinseln und anderem.

700.000 EUR für zwei Personen bis zum 60. Lebensjahr nachdem sie deiner Meinung nach "durch" sind.
Seltsam, im Grunde teile ich Deine Meinung (Sparen in guten Zeiten) aber Recht hast Du dennoch nicht. Lass das mal 50 % der Bevölkerung, also 40.000.000 Millionen in Deutschland machen. Dann fehlen der Binnenwirtschaft, Umsätze in Höhe von 20.000.000*700.000=14.000.000.000.000 in Worten 14 Billiarden - geteilt durch 30 - pro Jahr mithin 467 Milliarden. Da würden sich Kostolany und Buffet im Grab umdrehen ... bzw. zweiterer reinsteigen und Schäuble hinterherhüpfen

Wir, unsere Generation der Baby-Boomer (in Politik und Wirtschaft) erziehen mittels Werbung und TV die jungen Leute zum Konsum. Was anderes haben sie doch kaum noch und ganz viele können da nicht einmal mehr mithalten. Frag mal Deine Supermarkt-Kassiererin oder die Pflegekraft, die sich um Deine Angehörigen kümmert.

Wenn alles so einfach wäre .... aber die Mehrheit kann und will das nicht schaffen. Die Quote (kann/will) überlasse ich Dir.

P.S. Mein ehemaliger Schwiegervater hat Mitte der 80er Jahre (!!) das Badewasser seiner Frau nach ihr selbst noch benutzt und anschließend damit im Garten die Blumen gegossen und/oder das Auto gewaschen. Die Leute wurden als einfache Arbeiter wohlhabend. Aber das ist heutzutage wie eine Geschichte von einem anderen Stern ....

Gruß

Tom
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Beitrag 14.02.2017, 20:14

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Goldhamster79
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IrresDing, Du schweifst ab, weil Dir meine Aussagen nicht passen.

Dass Versicherungen die "Schadenfälle" möglichst gering halten wollten gilt erst recht in Zeiten nierigem Zinsdiktats, das sollte soweit als Faktum klar sein. Dass Versicherungen gerne auf Zeit spielen, zeigen die Laufzeiten von Prozessen und genug Fälle die bei Verbraucherschutz und Medien aufschlagen. Dass diese Fälle nur die Spitze eines gigantischen Eisbergs ist, wirst wohl selbst Du nicht abstreiten wollen...

Was der Fall den Marek schildert realistisch zeigt und ein Armutszeugnis für unser Land ist, ist wie mit Menschen umgegangen wird, die krank sind und staatliche Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen müssen (nicht wollen!).

Genau da liegt nämlich der Punkt "nach heutigen Maßstäben" falsch gemacht....
Diese Maßstäbe unterliegen im heutigen Sozialabbau einer permanenten Veränderung zulasten vor allem der Mittelschicht und bieten keinerlei Verlässlichkeit mehr für eine Lebensplanung.
Du wirst wohl sagen, er hat zwar das ganze System 40 Jahre finanziert, aber halt Pech gehabt.

So hab ich in jungen Jahren auch mal gedacht, heute bin ich da realistischer und menschlicher...
Goldhamster
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M. Zeman

Beitrag 14.02.2017, 20:32

Mehrgoldfüralle
Das alles was hier geschildert und beklagt wird, ist natürlich nur Teil eines größeren Problems, weil nämlich ein immer größerer Batzen nach oben umgelenkt wird. In jedem Produkt, das heute verkauft wird, vom Lutscher bis zum Lamborghini, steckt ein zweistelliger Zinsanteil. Wenn Tante Erna auf ihr Sparbuch 0 % Zins bekommt, heißt das ja nicht, daß auch die Finanzindustrie sich damit zufrieden gibt. Es wird immer schneller und immer schärfer umverteilt. Das ist der wahre Grund. Wie wäre es mal damit: Konzerne zahlen ihre Steuern da, wo sie ihr Zeug verkaufen, nicht in Bangladesh oder Vietnam oder in einer Steueroase wie Delaware oder den Virgins. Die Drohung mit dem Abwandern wäre dann nicht mehr ganz so dramatisch.

Der erste Politiker, der das fordert, bekäme große Zustimmung der Mehrheit. Aber die Mehrheit hat keine Pöstchen zu vergeben, keinen Aufsichtsrat, nichts. Daher werden weder Merkel noch Schulz das fordern, womit wir wieder beim Thema wären.

Beitrag 14.02.2017, 21:36

Unzen999
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@Kilimutu, die Welt, heute, Artikel z.Zt. noch online verfügbar.
Ein rollender Stein kann kein Moos ansetzen!

Beitrag 15.02.2017, 05:49

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Mehrgoldfüralle hat geschrieben:...
Wie wäre es mal damit: Konzerne zahlen ihre Steuern da, wo sie ihr Zeug verkaufen, nicht in Bangladesh oder Vietnam oder in einer Steueroase wie Delaware oder den Virgins. Die Drohung mit dem Abwandern wäre dann nicht mehr ganz so dramatisch.
...
Einer der sehr guten Gründe für die "Ausschließlich Mehrwert-/Umsatzsteuer" Idee.
In de radikalen Form bedeutet sie:
Mit einem sehr, sehr hohen MwSt Satz wird "alles" bezahlt (Auch Einfuhrumsatzsteuer bedenken). Ich habe Rechnungen gesehen, die bei 40-50% (und höher) liegen.
Panik!?? Eigentlich nicht. Wieviel Einkommensteuer zahle ich doch gleich? Und welche Steuern noch?
Steuererhöhungen, -erleichterungen wären wirklich für jeden verständlich und könnten sinnvoll öffentlich werden - nur nebenbei noch.
Ich glaube nicht daran, dass Wissen uns retten kann. Das Beständige in der Geschichte sind Gier, Verblendung und eine Leidenschaft für das Blut (Cormac McCarthy)

Beitrag 15.02.2017, 13:12

Herebordus
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Mehr Erbschaftssteuer für Superreiche! Bestes beispiel war die alte Quandt. Als sie starb wurde bekannt, daß durch Trcks einige Mrd. € gespart wurden. Schlupflöcher müssen geschlossen werden.

Beitrag 15.02.2017, 13:22

Mehrgoldfüralle
Das sind leider auch nur peanuts. Da muss grundsätzlicher nachgedacht werden.

Beitrag 15.02.2017, 18:08

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KROESUS
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die Steuerquote darf nicht zu hoch sein weil sonst in der Summe zu wenig eingenommen wird

und wer es den Reichen nehmen will vertreibt die Reichen, die sind flexibel in der Wohnsitzwahl, gerade die Superreichen

ich halte es für besser die Ausgaben demokratisch also wie in der Schweiz durch Volksabstimmungen zu kontrollieren, dadurch wird besser gehaushaltet als wenn einzelne korrupte oder durchgeknallte Politiker (wie Angela 'ohne Obergrenze' Merkel) entscheiden

dann kann auch viel bessere Entwicklungshilfe geleistet werden wie zum Beispiel das Schweizer Aufforstungsprogramm Sahel das tatsächlich langfristig Wohlstand bringt

Beitrag 15.02.2017, 18:40

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Silberhörnchen
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Fällt der Threadtitel eigentlich nicht schon unter die Kategorie "Bakterienfeindliche Hetze"?
:mrgreen:
From the notebook of Lazarus Long (Robert Heinlein 1973):
Stupidity cannot be cured with money, or through education, or by legislation. Stupidity is not a sin, the victim can't help being stupid. But stupidity is the only universal capital crime.

Beitrag 15.02.2017, 19:17

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KROESUS
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also ich fände Petry oder Wagenknecht wesentlich angenehmer zum im Fernsehen anschauen als dieses Pack

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