Merkel wie lange noch?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 16.09.2018, 12:16

Salami6
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Herebordus hat geschrieben:Vera Lengsfeld: So tickt Angela Merkel! Meine persönlichen Erfahrungen mit der Kanzlerin

https://www.youtube.com/watch?v=j-V7IDD58fo




Merkel hat sich in die Partei eingeschlichen. Sie wollte gleich nach oben, ohne die Basisarbeit.
Sie ist dort weitergekommen wo andere Dreck am Stecken hatten.
Träumer erwachet.

Beitrag 16.09.2018, 20:31

Eridanus
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Und wohin führt Sie uns ?
In den Dreck !!
Schönen Sonntag noch .
In der Realität ist die Wirklichkeit ganz anders .

Beitrag 23.09.2018, 04:53

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Ladon
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Seit Merkel Kanzlerin ist, hat sich mein Einkommen um mehr als den Faktor 2,5 erhöht.
Das entspricht ungefähr 6,5% jährliche Einkommensteigerung (natürlich immer zum Vorjahr).

Wie sieht's bei Euch aus?

Außerdem haben zwei meiner Kinder das Abitur in der Zeit geschafft und meine Frau ist von einer schweren Krankheit genesen. Nicht zu vergessen, das wunderbare Geburtstagsgeschenk meiner Tante für mich anno 2010! Letztes Jahr hat sogar der alte Pflaumenbaum neu ausgetrieben!
Zugenommen habe ich. Hm. Gut, das werde ich ihr ankreiden.






Das ist natürlich Quatsch.
Wirklich?
Das mit dem Einkommen ist real und trifft auf viele Leute zu.
Nur: was ist Politik, was ist Zufall, was mein Engagement, was allgemeine Entwicklung?
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 23.09.2018, 09:52

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VfL Bochum 1848
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Ladon hat geschrieben:....
Nur: was ist Politik, was ist Zufall, was mein Engagement, was allgemeine Entwicklung?
Da ist sicherlich was dran, lohnt sich auf jeden Fall mal drüber nachzudenken.

Trotzdem meine ich dass Merkel gerade in den letzten Jahren in ihren Amtsgeschäften deutlich nachgelassen hat und Deutschland nicht mehr gut tut (Stichworte: Spaltung der Gesellschaft, ungezügelte, planlose Massenzuwanderung, Erstarken der rechten politischen Kräfte wie noch nie in der deutschen Geschichte seit der Nazizeit, etc.). Sie hätte sie sich letztes Jahr nicht mehr erneut zur Kandidatur stellen sollen. So läuft sie Gefahr, als absolute Karrikatur ihre Kanzlerschaft zu beenden.

Allerdings ist sie auch nicht die erste, die dem Cesarenwahn unterliegt.
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 23.09.2018, 12:01

Knoxler
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VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
Erstarken der rechten politischen Kräfte wie noch nie in der deutschen Geschichte seit der Nazizeit, etc.).
Wer waren die rechten Kräfte in der Nazi-Zeit ?

Bitte um Aufklärung
wunderbar gehandelt: mit Ratatoeskr, rosab2000, DuraAce, Eligius, d.pust, kintaro

Beitrag 23.09.2018, 12:32

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VfL Bochum 1848
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Knoxler hat geschrieben: Wer waren die rechten Kräfte in der Nazi-Zeit ?

Bitte um Aufklärung
Willst Du damit etwa behaupten, die Nazis wären linksradikal gewesen smilie_02 smilie_08 ?
Ich denke die Intention meiner Aussage ist klar, die ultrarechten bis rechtsradikalen Kräfte haben den größten Zulauf in der Geschichte Deutschlands nach 1945 unter Merkel zu verzeichnen.
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 23.09.2018, 20:56

Knoxler
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VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
Knoxler hat geschrieben: Wer waren die rechten Kräfte in der Nazi-Zeit ?

Bitte um Aufklärung
Willst Du damit etwa behaupten, die Nazis wären linksradikal gewesen smilie_02 smilie_08 ?
Ach da gabs rechte Sozialisten, alles klar. smilie_24
wunderbar gehandelt: mit Ratatoeskr, rosab2000, DuraAce, Eligius, d.pust, kintaro

Beitrag 24.09.2018, 01:02

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gullaldr
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Vfl Bochum, sehen wir jetzt mal davon ab, dass es durchaus Wissenschaftler gibt, die die NS-Bewegung eher als eine linke Bewegung einordnen (worüber sich dann wieder Spiegel, taz und Volker Beck aufregen), da sie sich eigentlich von Klassisch-Konservativen schon im ganzen Auftreten (Maschenaufmärsche, rote Fahnen, Zentralismus usw.) deutlich unterschied, sondern eher den Kommunisten ähnelte.

Aber, es ist schon ermüdend, dass ständig Gegenwartsphänomene, die sich mit aktuellen Fragestellungen beschäftigen und darauf reagieren, in dieses alte NS-Schema gepresst werden. Das bedienst Du auch mit Deiner Argumentation von dem "Erstarken der rechten politischen Kräfte wie noch nie in der deutschen Geschichte seit der Nazizeit". Wurde im Geschichtsunterricht wirklich nur die immer gleiche Story eingebläut, oder gab es auch ein wenig weiteres Spektrum?

Henryk Broder hat sich letztes Jahr zu dieser Argumentation geäußert:
https://www.youtube.com/watch?v=OT6oa2FtS8M

Exakt weiß ich auch gar nicht genau, was Leute wie Du denn eigentlich wünschen? Mit der Regierungspolitik sind sie nicht zufrieden, die Opposition von rechts wollen sie auch nicht haben. Die Wahl der Linken würde am Gemecker über die Flüchtlinge auch nicht viel ändern, denn jene wollen ja die Grenzen gerne noch weiter öffnen. Also, was wünscht Du Dir? Dass eine Zeitmaschine vor Deine Haustür gestellt wird, eingestellt auf das Jahr 1982, also Fahrt zurück zur glücklichen Zeit von Helmut Kohl? Nochmal 30 Jahre gewonnen?

Kohl kommt aber definitiv nicht wieder. Und die Politik, die wir heute haben, ist nun einmal die Agenda mächtiger Gruppen.

Oder meinst Du ernsthaft, alles würde wieder gut, wenn nur Angela Merkel zurücktreten würde? Meinst Du, Merkel ist eine einsame Despotin a la Stalin, der die Leute nur folgen, weil sie vor Angst zittern?

Nein, die ganze Merkel-Politik ist seit Jahrzehnten vorbereitet (Die europäische Zentralisierung incl. wirtschaftliche Einigung ist doch schon seit den 50er Jahren politisches Ziel, Multikulturelle Gesellschaft und Masseneinwanderung wird seit den 80ern/frühen 90ern von diversen Lobbygruppen vorangetrieben. "Pro Asyl" forderte z.B. schon Anfang der 90ern die jährliche Einwanderung von einer knappen halben Million.). Wenn Merkel geht, folgt ihr eben ein Armin Laschet oder ein Volker Bouffier nach, oder ein Martin Schulz oder Thorsten Schäfer-Gümbel. Meinst Du ernsthaft, die würden eine deutlich andere Politik betreiben? Sich plötzlich gegen die mächtigen Interessen der Wirtschaft und Finanzwelt stellen? Sich mit der Mehrzahl der journalistischen Kaste anlegen? Gegen den ganzen Verwaltungsapparat anrennen, den du so schnell gar nicht komplett austauschen kannst?

Kurz: Ein Abgang Merkels ändert nicht viel. Außer dass einige Leute glauben, dass jetzt "alles wieder gut" wird, und wieder ihr Kreuzchen bei der CDU machen. Sie werden dann eben später aufwachen.

Noch etwas zu Ladons Argument vom wachsenden Wohlstand unter Merkel. Das Argument höre ich öfter im Bekanntenkreis, der zu einem großen Teil aus Besserverdienern besteht. Es ist eine sehr Gegenwarts-bezogene Sichtweise. Die Kritiker der Regierungspolitik haben hingegen den Blick vorrangig auf die Zukunft gerichtet, wenn die Rechnungen serviert werden. Noch ist das nicht so weit.

Um auch mal ein NS-Beispiel aufzumachen (was ich normal nicht mag, aber wegen der obigen "Nazizeit"-Erwähnung jetzt doch mal tue): 1938 hatten die Leute auch einen vollen Bauch. Sie hatten wieder Arbeit, konnten in damals moderne Siedlungshäuser ziehen, vielleicht die erste Urlaubsreise mit dem KdF-Dampfer unternehmen usw. Die Rechnung kam eben später.

Mich wundert ein solche pure Gegenwarts-Sicht nicht in meinem Bekanntenkreis. Mich wundert sie aber in einem gold.de-Forum, das wiederum in Teilen meines Bekanntenkreises als ein Treffpunkt von Apokalyptikern, Negativ-Denkern und Angsthasen, in dem ich skurriler Zwerg mich tummele, belächelt wird. Die täuschen sich offenbar völlig. Also, wenn es dank Merkel immer besser wird, der Bauch immer voller, warum dann Goldmünzen zur Absicherung kaufen? Konsumieren, das Leben genießen, wäre angebrachter.

Beitrag 24.09.2018, 07:22

rapi
"Also, wenn es dank Merkel immer besser wird, der Bauch immer voller, warum dann Goldmünzen zur Absicherung kaufen? Konsumieren, das Leben genießen, wäre angebrachter."

Mir geht es bei vollem Bauch nicht gut - muss da immer Hilfsmittel nehmen wegen der Verdauung.
Wird der Druck zu groß, dann wehrt sich der Köper und ich muss ......

Beitrag 24.09.2018, 11:59

Klecks
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Knoxler hat geschrieben:
VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
Knoxler hat geschrieben: Wer waren die rechten Kräfte in der Nazi-Zeit ?

Bitte um Aufklärung
Willst Du damit etwa behaupten, die Nazis wären linksradikal gewesen?
Ach da gabs rechte Sozialisten, alles klar.
War mir sowas von klar, das jetzt wieder diese gequirlte Schei*e aufgerührt wird smilie_05

Kleine Quizfrage: Woher kommt denn die Einteilung "links" vs. "rechts"? Und warum gibt es die nur im deutschsprachigen Raum? Na? Naaa? Naaaaa???? Im Geschichtsunterricht gepennt?

"Rechte" nennt man schlicht und ergreifend nur deshalb "rechts" weil sie im Reichstag genau da saßen: Rechts. Neben den Konservativen. Sozis und Kommunisten saßen auf der linken Seite des Sitzungssaals. Aber die rechts sitzenden Nazis waren natürlich links. Loooogisch :roll:

Sozialistisch waren die Nazis genauso viel wie Stalin und Mussolini: Dem Namen nach. Immerhin. Fürs Volk gab's tolle Reden und ein paar Krümel, dem Geld- und Geburtsadel ist man dafür so richtig tief in den Arsch gekrochen. Wie es sich eben für einen waschechten Sozi gehört smilie_10
Was glaubst du wohl, warum Thyssen, Krupp usw. und auch der gesamte deutsche Hochadel sich so gut mit Adolf verstanden haben? Weil die plötzlich ihr soziales Gewissen entdeckt haben und die Arbeiterklasse an der Macht sehen wollten? Nein, sondern weil Großkapital und Adel unter der ach so sozialistischen NSDAP wenigstens einen Teil ihrer alten Privilegien zurückerhalten haben! Das nenne ich mal so richtig linksorientiert!
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 24.09.2018, 12:30

kribelboble
Nein - die Franzosen haben die begrifflichkeit "links" und "rechts" eingeführt.
Nicht alles gute kommt aus Deuschland - mal etwas bescheiden sein.

Beitrag 24.09.2018, 15:15

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gullaldr
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goldmoney hat geschrieben:Wenn das NS Regiem links war, was ist für dich Rechts?
goldmoney, Du hättest mich auch ohne moralische Belehrung fragen können.

Also, ich habe nicht behauptet, dass das NS-System "links" war, sondern nur erwähnt, dass es darüber eine Diskussion gibt.

Für mich waren die Nationalsozialisten "rechts" in ihren tiefergehenden Absichten, aber "links" in ihrer Praxis, also der Umsetzung ihrer Ziele.
Ich verlinke jetzt auf eine politisch nicht korrekte Seite, und zwar aus dem Grund, weil der Autor das in meinen Augen ganz detailliert darlegt:
War der Nationalsozialismus links?
https://sezession.de/30039/war-der-nati ... smus-links

Klassisch konservativ bzw. "rechts" war das natürlich nicht gewesen. Aus diesem Grund wurden ja auch in der NS-Zeit neben "Linken" auch viele "Rechte" verfolgt und fanden sich im Widerstand wieder. Die klassisch "Rechten" waren z,B. Monarchisten oder Christlich-Konservative, die sich an den bracchialen Methoden der Machthaber stießen, Es waren Ordoliberale und Nationalkonservative, die sich gegen die Zerstörung des Rechtsstaates wandten. Zudem gab es ja gerade am Anfang der NS-Zeit große Konflikte zwischen Konservativen und Sozialisten in der Partei, die teilweise Verstaatlichungen und Enteignungen forderten (Strasser-Flügel). Das wurde dann 1934 zugunsten der Konservativen und des Wirtschaftsflügels entschieden, als Hitler die SA-Führung unter Ernst Röhm und andere Kritiker ermorden ließ. Später, nach dem Stauffenberg-Attentat von 1944, hat Hitler diese Entscheidung als großen Fehler bezeichnet. Er hätte die Nationalkonservativen (= "Reaktionäre") bekämpfen müssen. Nicht grundlos heißt es ja schon im Horst-Wessel-Lied, man stehe "gegen Rotfront und Reaktion".

Aber, bitte, ich will hier keine weitere NS-Diskussion führen, weil das völlig weg vom Thema dieses Threats führt. Meine Äußerung war nur als eine kurze Antwort auf Vfl Bochums Äußerung gedacht. Heute haben wir ganz andere Probleme.

Beitrag 24.09.2018, 15:41

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Sapnovela
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Dann war die Senkung der Steuern auf Kapitaleinkünfte durch Rot-Grün rechts und Hartz IV auch. Beides hat zur Umverteilung geführt. Wie der Zinseszins (oder die analogen Vorgänge bei Aktien, Immobilien, etc.) auch. Denn das begünstig über längere Zeiträume die Vermögenskonzentration.
In Summe wäre unser gesamtes Wirtschaftssystem und insb. die Globalisierung rechts. Die Sozialtransfer wären am Ende nur ein Versuch eine gewisse linke Balance reinzubringen.

Das führt aber aktuell zu gar nichts, da ein nicht unwesentlicher Teil der Umverteilungs- und Globalisierungsgewinner sich politisch links einordnent und als rechts nationale Bestrebungen bezeichnt, auch wenn diese einen viel größeren Umverteilungsanspruch haben können. In diese Richtung drehen FN und AfD ja bereits. Auch die lockere Wählerwanderung von der (rechten) CSU zu den (linken) Grünen in Bayern legt nahe, dass rechts-links nicht mehr funktioniert

Der Soziologe Andreas Reckwitz schrieb mal, dass es eine tiefe Spaltung der Gesellschaft gibt, die nicht mehr die zwischen links und rechts ist, sondern zwischen den zum multikulturellen Internationalismus tendierenden Hyperkulturalisten und den konservativ und kommunitaristisch eingestellten Kulturessentialisten besteht.

So wird aktuell ehr ein Schuh daraus... mulitikulturell-wohlhabend vs. national-weniger wohlhabend ist ja dann auch, was Trump, Brexit etc. die bekannten Wahlergebnisse gebracht haben. So lange also die sog. Linken nichts gegen die Vermögenskonzentration unternehmen (Warum wird Geld aus Arbeit mit 42% plus Soli, Geld aus Dividendeneinkünften mit 25% und Geld aus Veräußerungsgeschäften von Unternehmensteilen mit 0% besteuert?), sind sie so links wie Schnell-Abschiede-Forderer der CSU Christen sind.

Beitrag 24.09.2018, 17:02

Mehrgoldfüralle
@Sapnovela
smilie_01

@all

Der Nationalsozialismus war ursprünglich keineswegs nur rechts. Siehe
https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6hm-Putsch
hier.
Wobei, wie oft in dieser Quelle, vieles verkürzt dargestellt wird, manches auch schlicht falsch. Nähere Auskunft gibt Joachim C. Fest im "Hitler" ab Seite 619.

Beitrag 25.09.2018, 15:07

Mehrgoldfüralle
@goldmoney

Die direkte Demokratie ist kein Allheilmittel. Auch da, wie z. B. in der Schweiz, üben die sogenannten Eliten -Definition nach Hartmann- einen ungemessen großen Einfluss aus. Als Beispiel mag die jüngste Abstimmung zum Vollgeld dienen. Wobei ich mir einen Anteil direkter Bürgerbeteiligung durchaus vorstellen kann.

Abhilfe schafft nur die Abschaffung der Eliten, wie auch immer.

„Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten“ – dieser Satz stammt von Paul Sethe, einem der Gründungsmitherausgeber der FAZ aus dem Jahr 1965

Beitrag 29.10.2018, 10:44

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VfL Bochum 1848
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[s]Mutti[/s]Götterdämmerung bricht an smilie_02 :


Paukenschlag nach Hessenwahl

Merkel will CDU-Führung abgeben

Angela Merkel beendet ihre 18 Jahre währende Ära als Chefin der CDU. Damit zieht die Kanzlerin n-tv-Informationen zufolge Konsequenzen aus den desolaten Wahlergebnissen in Hessen und Bayern. Als Nachfolger bringt sich Friedrich Merz in Stellung:

https://www.n-tv.de/politik/Merkel-will ... 93939.html
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Beitrag 29.10.2018, 17:23

Goldsegen
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Registriert: 04.12.2016, 12:49
Ich hab grad was von Spahn und Karrenbauer vernommen in phoenix.
Gold zu haben hätt ich gern, doch ists für mich noch viel zu fern...
Palladium zu haben hätt ich gern...

Beitrag 01.11.2018, 16:57

Mehrgoldfüralle
Merz wird´s, in einem Jahr ist er Kanzler. Die CDU benennt sich um in Capitalgesteuerte Dilettantische Union. Armes Deutschland.

Beitrag 10.11.2018, 09:01

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Ladon
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Mehrgoldfüralle hat geschrieben:
25.09.2018, 15:07
Die direkte Demokratie ist kein Allheilmittel. ...
Bestechend richtig. Egal, wie Demokratie gestaltet ist - von der IDEE her, geht auch in Vertreterdemokratien tatsächlich "alle Macht vom Volk" aus.
Stets ist zwingend zu unterscheiden, ob man von der "Idee" spricht oder von realen Beispielen!

Im übrigen hat natürlich "Demokratie" auch ihren Hinkefuß. Das ist keine neuer Erkenntnis. Cicero hat vor über 2.000 Jahren in seinem Werk "Über den Staat" im Abschnitt, der "Der Traum des Scipio" heißt, über die drei grundsätzlichen Staatsformen (Königtum, Elitenherrschaft, Volksherrschaft) philosophiert und für JEDE die "offene Flanke" aufgezeigt. in der Demokratie droht immer die "Herrschaft des Mob", weil die Menschen nun mal verführbar sind durch Demagogen etc.
Das macht Demokratie als Staatsform nicht schlecht. Aber eben auch nicht zum Maß aller Dinge.

Es ist erst einmal nicht so wichtig, mit welchen Methoden sich "Volkes Wille" formuliert (Wahlen, Abstimmungen). Am Ende des Tages werden auch z.B. den Schweizern immer mal so Bröckchen hingeworfen: da, schnapp, Wahldepp; Gudsi; du bist total die direkte Demokratie.
Was den Eliten dort nicht passt, passiert nicht.

Das wahre Manko der Demokratie ist nicht ihre Verfassung, also wie sie organisiert ist, sondern die Verführbarkeit der Massen. Und da ist die "direkte Demokratie" tatsächlich sogar schwächer. Ebenso bei Bedrohung jeder Art, wo sich der Staat in einer Demokratie nur schwerfällig "bewegt".





Der Vollständigkeit halber:
Dem Königtum droht, so Cicero, immer das Abgleiten in die Diktatur, einer Elitenherrschaft immer das Entstehen einer Herrschaftsschicht, bei der dann nicht mehr die Fähigkeiten eine Rolle spielen, sondern meist die Verwandschaft. Blut ist dicker als Wasser und am Ende hast du einen Herrschaftsadel aus dem sich stets die Herrschaftselite rekrutiert. Und zwar ohne Berücksichtigung des Könnens.
Natürlich führt der Römer als Vollblutpolitiker seine Argumentation dergestalt durch, dass am Ende die Art und Weise wie der Römische Staat "verfasst" ist, die beste reale Erscheinungsform ist: als eine Art Mischform.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 10.11.2018, 09:42

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VfL Bochum 1848
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Ja, die Frage ist ob sich die Demokratie in den "zivilisierten/fortgeschrittenen" Staaten weiterhin behaupten wird oder ob wir uns mittelfristig doch von ihr abwenden werden. Man darf nicht vergessen: Die Demokratie in den meisten Staaten der Erde ist geschichtlich gesehen (die Antike mal aussen vor gelassen) eine relativ junge Herrschaftsform/Staatsorganisation. Ein Beispiel in Deutschland ist die Demokratie der Weimarer Republik, gerade mal 15 Jahre hat die gedauert, ob diese dann gewaltsam beendet wurde oder nicht ist eine andere Frage, ich behaupte aber mal, nachgetrauert haben ihr damals nicht viele.

Das Verschwinden der Demokratie, gerade in Deutschland, ist für viele heute unvorstellbar, ausschließen würde ich das mittel-/langfristig keinesfalls. Vielleicht fehlt lediglich nur noch eine "charismatische" Vater-/Führerfigur, die deutliche Aufräum-/Durchgreifversprechen macht, nach der heutzutage unterschwellig scheinbar wieder Sehnsucht besteht, und schon ist die Demokratie, milde ausgedrückt, Geschichte, mindestens aber äußerster in Gefahr. Und sicherlich ist das auch ein gewisses Versagen der Demokratie.
Zuletzt geändert von VfL Bochum 1848 am 10.11.2018, 10:44, insgesamt 1-mal geändert.
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