Merkel wie lange noch?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 24.09.2018, 11:59

Klecks
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Knoxler hat geschrieben:
VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
Knoxler hat geschrieben: Wer waren die rechten Kräfte in der Nazi-Zeit ?

Bitte um Aufklärung
Willst Du damit etwa behaupten, die Nazis wären linksradikal gewesen?
Ach da gabs rechte Sozialisten, alles klar.
War mir sowas von klar, das jetzt wieder diese gequirlte Schei*e aufgerührt wird smilie_05

Kleine Quizfrage: Woher kommt denn die Einteilung "links" vs. "rechts"? Und warum gibt es die nur im deutschsprachigen Raum? Na? Naaa? Naaaaa???? Im Geschichtsunterricht gepennt?

"Rechte" nennt man schlicht und ergreifend nur deshalb "rechts" weil sie im Reichstag genau da saßen: Rechts. Neben den Konservativen. Sozis und Kommunisten saßen auf der linken Seite des Sitzungssaals. Aber die rechts sitzenden Nazis waren natürlich links. Loooogisch :roll:

Sozialistisch waren die Nazis genauso viel wie Stalin und Mussolini: Dem Namen nach. Immerhin. Fürs Volk gab's tolle Reden und ein paar Krümel, dem Geld- und Geburtsadel ist man dafür so richtig tief in den Arsch gekrochen. Wie es sich eben für einen waschechten Sozi gehört smilie_10
Was glaubst du wohl, warum Thyssen, Krupp usw. und auch der gesamte deutsche Hochadel sich so gut mit Adolf verstanden haben? Weil die plötzlich ihr soziales Gewissen entdeckt haben und die Arbeiterklasse an der Macht sehen wollten? Nein, sondern weil Großkapital und Adel unter der ach so sozialistischen NSDAP wenigstens einen Teil ihrer alten Privilegien zurückerhalten haben! Das nenne ich mal so richtig linksorientiert!
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 24.09.2018, 12:30

kribelboble
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Nein - die Franzosen haben die begrifflichkeit "links" und "rechts" eingeführt.
Nicht alles gute kommt aus Deuschland - mal etwas bescheiden sein.

Beitrag 24.09.2018, 13:47

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goldmoney
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Täuschen, tricksen, ablenken. Das ist die Zeit in der wir (immer?) leben. Ob in der Autowerkstatt, der Chips Tüte oder in der Politik. Viel (heiße) Luft überall und mehr oder weniger offensichtliche Umdeutung von Begriffen.
Wenn die Na_is Links waren, waren Lenin und Stalin Rechts. Sie haben ganze Völker versucht auszulöschen bzw. umzusiedeln. Die Norm ständig erhöht und den Arbeiter ausgebeutet.
Da schließe ich mich KLecks an, mit der gequirlten Sch….okolade.

Links ist, wenn der Staat Eigentümer der Produktionsmittel ist.

Wenn der Staat im Auftrag der privaten Eigentümer der Produktionsmittel agiert, sind wir rechts.

Sind es nur noch eine Handvoll Mächtigen, denen alles gehört, sind wir außen rechts. Der Nationalismus spielt(e) dabei in beiden System eine wichtige Rolle, wenn auch bei den Linken unterschwellig. Es kommt nicht darauf an, welche Gruppe man ausgrenzt und benachteiligt, sondern, dass es eine Gruppe immer geben muss, die ausgebeutet wird. Diese Gruppe ist immer die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung, egal ob Links oder Rechts.

Man sollte also lieber von diesen Toten Pferden absteigen, anstatt sie immer wieder versuchen zu reiten.

Mitte ist (war) die Soziale Marktwirtschaft. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass Eigentum privat ist, aber verpflichtet! Insbesondere darf es nicht gegen die Allgemeinheit eigensetz werden. Und genau das passiert jetzt. Mir ist dabei scheißegal, ob ihr das links oder rechts nennt.
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 24.09.2018, 15:15

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gullaldr
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goldmoney hat geschrieben:Wenn das NS Regiem links war, was ist für dich Rechts?
goldmoney, Du hättest mich auch ohne moralische Belehrung fragen können.

Also, ich habe nicht behauptet, dass das NS-System "links" war, sondern nur erwähnt, dass es darüber eine Diskussion gibt.

Für mich waren die Nationalsozialisten "rechts" in ihren tiefergehenden Absichten, aber "links" in ihrer Praxis, also der Umsetzung ihrer Ziele.
Ich verlinke jetzt auf eine politisch nicht korrekte Seite, und zwar aus dem Grund, weil der Autor das in meinen Augen ganz detailliert darlegt:
War der Nationalsozialismus links?
https://sezession.de/30039/war-der-nati ... smus-links

Klassisch konservativ bzw. "rechts" war das natürlich nicht gewesen. Aus diesem Grund wurden ja auch in der NS-Zeit neben "Linken" auch viele "Rechte" verfolgt und fanden sich im Widerstand wieder. Die klassisch "Rechten" waren z,B. Monarchisten oder Christlich-Konservative, die sich an den bracchialen Methoden der Machthaber stießen, Es waren Ordoliberale und Nationalkonservative, die sich gegen die Zerstörung des Rechtsstaates wandten. Zudem gab es ja gerade am Anfang der NS-Zeit große Konflikte zwischen Konservativen und Sozialisten in der Partei, die teilweise Verstaatlichungen und Enteignungen forderten (Strasser-Flügel). Das wurde dann 1934 zugunsten der Konservativen und des Wirtschaftsflügels entschieden, als Hitler die SA-Führung unter Ernst Röhm und andere Kritiker ermorden ließ. Später, nach dem Stauffenberg-Attentat von 1944, hat Hitler diese Entscheidung als großen Fehler bezeichnet. Er hätte die Nationalkonservativen (= "Reaktionäre") bekämpfen müssen. Nicht grundlos heißt es ja schon im Horst-Wessel-Lied, man stehe "gegen Rotfront und Reaktion".

Aber, bitte, ich will hier keine weitere NS-Diskussion führen, weil das völlig weg vom Thema dieses Threats führt. Meine Äußerung war nur als eine kurze Antwort auf Vfl Bochums Äußerung gedacht. Heute haben wir ganz andere Probleme.

Beitrag 24.09.2018, 15:41

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Sapnovela
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Dann war die Senkung der Steuern auf Kapitaleinkünfte durch Rot-Grün rechts und Hartz IV auch. Beides hat zur Umverteilung geführt. Wie der Zinseszins (oder die analogen Vorgänge bei Aktien, Immobilien, etc.) auch. Denn das begünstig über längere Zeiträume die Vermögenskonzentration.
In Summe wäre unser gesamtes Wirtschaftssystem und insb. die Globalisierung rechts. Die Sozialtransfer wären am Ende nur ein Versuch eine gewisse linke Balance reinzubringen.

Das führt aber aktuell zu gar nichts, da ein nicht unwesentlicher Teil der Umverteilungs- und Globalisierungsgewinner sich politisch links einordnent und als rechts nationale Bestrebungen bezeichnt, auch wenn diese einen viel größeren Umverteilungsanspruch haben können. In diese Richtung drehen FN und AfD ja bereits. Auch die lockere Wählerwanderung von der (rechten) CSU zu den (linken) Grünen in Bayern legt nahe, dass rechts-links nicht mehr funktioniert

Der Soziologe Andreas Reckwitz schrieb mal, dass es eine tiefe Spaltung der Gesellschaft gibt, die nicht mehr die zwischen links und rechts ist, sondern zwischen den zum multikulturellen Internationalismus tendierenden Hyperkulturalisten und den konservativ und kommunitaristisch eingestellten Kulturessentialisten besteht.

So wird aktuell ehr ein Schuh daraus... mulitikulturell-wohlhabend vs. national-weniger wohlhabend ist ja dann auch, was Trump, Brexit etc. die bekannten Wahlergebnisse gebracht haben. So lange also die sog. Linken nichts gegen die Vermögenskonzentration unternehmen (Warum wird Geld aus Arbeit mit 42% plus Soli, Geld aus Dividendeneinkünften mit 25% und Geld aus Veräußerungsgeschäften von Unternehmensteilen mit 0% besteuert?), sind sie so links wie Schnell-Abschiede-Forderer der CSU Christen sind.

Beitrag 24.09.2018, 17:02

Mehrgoldfüralle
@Sapnovela
smilie_01

@all

Der Nationalsozialismus war ursprünglich keineswegs nur rechts. Siehe
https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6hm-Putsch
hier.
Wobei, wie oft in dieser Quelle, vieles verkürzt dargestellt wird, manches auch schlicht falsch. Nähere Auskunft gibt Joachim C. Fest im "Hitler" ab Seite 619.

Beitrag 25.09.2018, 09:39

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goldmoney
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Sapnovela,

auf den Punkt gebracht.

Die Links-Rechts Systematik funktioniert nicht mehr, bzw sind deren Vertreter nicht mehr sauber.
Die Politik hat zwar immer Etikettenschwindel betrieben, doch heute ist er besonders krass.

Man sollte deshalb über einzelne konkrete Punkte sprechen, ohne Links-Rechts Käulen zu verwenden.

In meinem Augen wird die sogenannte Repräsentative Demokratie gerade gegen die Wand gefahren. Ich würfe viel lieber zu einzelnen Punkten eine Entscheidung direkt treffen, und mich nicht auf Versprechungen verlassen.

Wer mit dem heutigen Zustand nicht zufrieden ist, also die Mehrheit, egal ob Links oder Rechts, sollte das System ändern, nicht die vermeintlich eigen Partei stärken. Denn sie ist nie die eigene!

Also sollten Linke und Rechte gemeinsam dagegen vorgehen. Sonst wird es für beide Seiten immer eine Enttäuschung bleiben.

Es gibt nur eine Demokratie, die Direkte.
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 25.09.2018, 15:07

Mehrgoldfüralle
@goldmoney

Die direkte Demokratie ist kein Allheilmittel. Auch da, wie z. B. in der Schweiz, üben die sogenannten Eliten -Definition nach Hartmann- einen ungemessen großen Einfluss aus. Als Beispiel mag die jüngste Abstimmung zum Vollgeld dienen. Wobei ich mir einen Anteil direkter Bürgerbeteiligung durchaus vorstellen kann.

Abhilfe schafft nur die Abschaffung der Eliten, wie auch immer.

„Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten“ – dieser Satz stammt von Paul Sethe, einem der Gründungsmitherausgeber der FAZ aus dem Jahr 1965

Beitrag 29.10.2018, 10:44

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VfL Bochum 1848
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[s]Mutti[/s]Götterdämmerung bricht an smilie_02 :


Paukenschlag nach Hessenwahl

Merkel will CDU-Führung abgeben

Angela Merkel beendet ihre 18 Jahre währende Ära als Chefin der CDU. Damit zieht die Kanzlerin n-tv-Informationen zufolge Konsequenzen aus den desolaten Wahlergebnissen in Hessen und Bayern. Als Nachfolger bringt sich Friedrich Merz in Stellung:

https://www.n-tv.de/politik/Merkel-will ... 93939.html
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 29.10.2018, 17:23

Goldsegen
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Ich hab grad was von Spahn und Karrenbauer vernommen in phoenix.
Gold zu haben hätt ich gern, doch ists für mich noch viel zu fern...

Beitrag 01.11.2018, 16:57

Mehrgoldfüralle
Merz wird´s, in einem Jahr ist er Kanzler. Die CDU benennt sich um in Capitalgesteuerte Dilettantische Union. Armes Deutschland.

Beitrag 10.11.2018, 09:01

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Ladon
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Mehrgoldfüralle hat geschrieben:
25.09.2018, 15:07
Die direkte Demokratie ist kein Allheilmittel. ...
Bestechend richtig. Egal, wie Demokratie gestaltet ist - von der IDEE her, geht auch in Vertreterdemokratien tatsächlich "alle Macht vom Volk" aus.
Stets ist zwingend zu unterscheiden, ob man von der "Idee" spricht oder von realen Beispielen!

Im übrigen hat natürlich "Demokratie" auch ihren Hinkefuß. Das ist keine neuer Erkenntnis. Cicero hat vor über 2.000 Jahren in seinem Werk "Über den Staat" im Abschnitt, der "Der Traum des Scipio" heißt, über die drei grundsätzlichen Staatsformen (Königtum, Elitenherrschaft, Volksherrschaft) philosophiert und für JEDE die "offene Flanke" aufgezeigt. in der Demokratie droht immer die "Herrschaft des Mob", weil die Menschen nun mal verführbar sind durch Demagogen etc.
Das macht Demokratie als Staatsform nicht schlecht. Aber eben auch nicht zum Maß aller Dinge.

Es ist erst einmal nicht so wichtig, mit welchen Methoden sich "Volkes Wille" formuliert (Wahlen, Abstimmungen). Am Ende des Tages werden auch z.B. den Schweizern immer mal so Bröckchen hingeworfen: da, schnapp, Wahldepp; Gudsi; du bist total die direkte Demokratie.
Was den Eliten dort nicht passt, passiert nicht.

Das wahre Manko der Demokratie ist nicht ihre Verfassung, also wie sie organisiert ist, sondern die Verführbarkeit der Massen. Und da ist die "direkte Demokratie" tatsächlich sogar schwächer. Ebenso bei Bedrohung jeder Art, wo sich der Staat in einer Demokratie nur schwerfällig "bewegt".





Der Vollständigkeit halber:
Dem Königtum droht, so Cicero, immer das Abgleiten in die Diktatur, einer Elitenherrschaft immer das Entstehen einer Herrschaftsschicht, bei der dann nicht mehr die Fähigkeiten eine Rolle spielen, sondern meist die Verwandschaft. Blut ist dicker als Wasser und am Ende hast du einen Herrschaftsadel aus dem sich stets die Herrschaftselite rekrutiert. Und zwar ohne Berücksichtigung des Könnens.
Natürlich führt der Römer als Vollblutpolitiker seine Argumentation dergestalt durch, dass am Ende die Art und Weise wie der Römische Staat "verfasst" ist, die beste reale Erscheinungsform ist: als eine Art Mischform.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 10.11.2018, 09:42

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VfL Bochum 1848
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Ja, die Frage ist ob sich die Demokratie in den "zivilisierten/fortgeschrittenen" Staaten weiterhin behaupten wird oder ob wir uns mittelfristig doch von ihr abwenden werden. Man darf nicht vergessen: Die Demokratie in den meisten Staaten der Erde ist geschichtlich gesehen (die Antike mal aussen vor gelassen) eine relativ junge Herrschaftsform/Staatsorganisation. Ein Beispiel in Deutschland ist die Demokratie der Weimarer Republik, gerade mal 15 Jahre hat die gedauert, ob diese dann gewaltsam beendet wurde oder nicht ist eine andere Frage, ich behaupte aber mal, nachgetrauert haben ihr damals nicht viele.

Das Verschwinden der Demokratie, gerade in Deutschland, ist für viele heute unvorstellbar, ausschließen würde ich das mittel-/langfristig keinesfalls. Vielleicht fehlt lediglich nur noch eine "charismatische" Vater-/Führerfigur, die deutliche Aufräum-/Durchgreifversprechen macht, nach der heutzutage unterschwellig scheinbar wieder Sehnsucht besteht, und schon ist die Demokratie, milde ausgedrückt, Geschichte, mindestens aber äußerster in Gefahr. Und sicherlich ist das auch ein gewisses Versagen der Demokratie.
Zuletzt geändert von VfL Bochum 1848 am 10.11.2018, 10:44, insgesamt 1-mal geändert.
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 10.11.2018, 10:41

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Ladon
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Richtig.
Lieber 'ne Scheiß-Demokratie als gar keine Kontrolle.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 10.11.2018, 16:55

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goldmoney
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Man kann das so sehen.

Andererseits hatten wir bisher alles außer direkte Demokratie. Warum nich probieren? Populismus und Retter der Nation hat es auch ohne bereits gegeben. Faschismus und Kommunismus haben wir gewagt. Warum so ne große Angst vor Volkes Wille?

Dass das Volk kriege möchte, halte ich ebenfalls für sehr unwahrscheinlich.
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Beitrag 10.11.2018, 19:43

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Ausprobieren? Mal so, weil wir es noch nicht getan habe (wer ist "wir")?

Naja.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 10.11.2018, 20:20

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goldmoney
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Ja genau. Zumal genau das Demokratie bedeutet. Wer nimmt sich eigentlich das Recht, zumindest diesbezüglich das Volk nich fragen zu müssen?
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Beitrag 10.11.2018, 21:15

Marek
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Hallo,

dieses Recht
- die Bevölkerung nicht zu fragen und auch nicht fragen zu müssen -
haben sich bisher alle Herrschenden genommen.
Demokratie war nie "Volksherrschaft" und wird es nie sein.
Demokratie heißt:
ich kann alle 4 - 5 Jahre darüber abstimmen wie ich die Regierung
- in der Rückschau, letztenendes! -
beurteile und eben ob ich die behalten will.

Lange Zeit fand ich das (richtig) schlecht.
Wenn ich mir aber heute viele Zeitgenossen anschaue kann ich nur sagen:
Es ist wahrscheinlich besser so!
Wenn die Mehrheit aus totalen Blitzbirnen und Idioten besteht
ist es wahrscheinlich sogar VIEL besser das genau die nicht die Zukunft bestimmen
im Bezug auf "Geflüchtete", "Hambi" und weiteren solchen M..t ....


Liebe Grüße
Marek

Beitrag 11.11.2018, 06:14

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KROESUS
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Die einzige mir bekannte real existierende Demokratie ist in der Schweiz in der die Bevölkerung über Sachentscheidungen und sogar Gesetze direkt abstimmen darf

Angeblich dürfen sogar Politiker von der Bevölkerung abgewählt werden

Und die Entscheidungen in der Schweiz laufen mit diesem einzigem mir bekannten demokratischem System besser, das sieht man daran dass die in den letzten 500 Jahren gerade einen Krieg hatten (Napoleon der die Streitereien zwischen Städten und Land ausnutzte)

Trotz sicher auch einem hohen Anteil an Blitzbirnen geht es also wenn die Politik richtig organisiert ist

Falls ich hier etwas falsch geschrieben habe bitte ich die es besser wissen um Korrektur!

wenn Merkel insbesondere in der Zuwanderungsfrage die Bevölkerung gefragt hätte statt ihre transatlantischen Freunde oder sogar eine direkte Demokratie eingeführt hätte wäre sie wesentlich beliebter und könnte noch viele Jahre im Amt sein
In unsicheren Zeiten kann Gold eine gute Wertanlage sein

Beitrag 11.11.2018, 08:11

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goldmoney
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Na wenn das so ist Marek, können wir uns das Schauspiel ersparen und zurück zur Monarchieherrschaft kehren. Da weiß man wenigstens wer schuld ist, wenn etwas schief läuft.

Es ist schon erstaunlich, wie man mit allen Mitteln versucht, uns zu überzeugen, dass wir zu dumm wären, um zu entscheiden. Wobei sich in den Konzernen bereits herumgesprochen hat, dass die Gruppenintelligenz viel höher ist als die der Schlausten. Vielleicht gerade deshalb.
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Friedrich August von Hayek

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