Nachfrage nach Diamanten steigt wieder

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 26.12.2016, 00:26

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IrresDing
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Der Bedarf an KFZ mit Blick auf die reine Nutzung für einen durchschnittlichen Menschen eines mit ordentlicher Infrastruktur ausgestatteten Landes:

http://www.dailymail.co.uk/news/article ... -1958.html

http://www.businessinsider.in/The-Sweet ... 448905.cms
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 26.12.2016, 08:44

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lifesgood
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... und was sagt der Durchschnitt über die Bedürfnisse des Einzelnen aus? Richtig - NICHTS!

Denn all diejenigen, die andere Bedürfnisse haben als der Durchschnitt, müßten auf etwas verzichten. Die Großfamilie müßte sich in ein 4-5 sitziges Auto zwängen. Jäger, Förster usw. könnten nicht mehr in den Wald fahren. Pferdebesitzer und Wohnwagenfreunde könnten ihre schweren Anhänger nicht mehr ziehen. Und und und ...

Und auch das Statussymbol-Argument trifft nur bedingt zu. Ich kenne einige Menschen, die manche ihrer Fahrzeuge "just for fun" haben und nur selten fahren. Diese sind meist in Garagen versteckt, um eben genau nicht den Neid derer zu provozieren, deren Horizont an der Tischkante endet. Wo liegt das Problem, wenn sie es sich leisten können? Da lebt ein ganzer Wirtschaftszweig davon.

Wer sich anmaßt, über die Bedürfnisse anderer urteilen zu können, ohne deren persönliche Umstände zu kennen, dem fehlt entweder Lebenserfahrung oder Intellekt.

Der Durchschnitt ist ein rein rechnerischer Wert, der mit der Realität nichts zu tun hat. Oder kennst Du eine Frau, die genau die durchschnittlichen 1,5 Kinder geboren hat?

Zudem hat nicht jeder die Durchschnittlichkeit zu seiner Lebensmaxime erhoben. Wenn Du das toll findest, bleibt es Dir natürlich unbenommen, aber selbst dann solltest Du sie nicht von anderen einfordern.

Lass doch einfach jeden seine Prioritäten so setzen, wie er es für richtig hält.

Der Eine gibt einen Großteils seines Geldes für Reisen aus, der andere fürs Wohnen, wieder ein Anderer fürs Auto - wo liegt das Problem?

Manchmal wäre es besser auch den wohlschmeckendsten und bekömmlichsten Senf im Glas zu lassen .... ;) Ich könnte natürlich auch den Nuhr zitieren, aber das verbietet mir meine gute Erziehung ...

lifesgood

Beitrag 26.12.2016, 10:16

sw_trade
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Wie wahr...

Statistik. Was wären wir ohne Statistik. An manchen Stellen sinnvoll, an anderen Stellen blanke Ironie. Aber seitdem man heutzutage mit ein paar simplen Funktionen alles in irgendwelchen Diagrammen und Tabellen darstellen kann, wird mehr und mehr davon Gebrauch gemacht.

Die durschnittiche Bedarf an Toilettenpapier eines Deutschen (männlich und weiblich), beträgt X Blatt (natürlich einlagig, nicht vierlagig) pro Toilettengang. Alles andere ist unvernünftig und aus ökonomischer Sicht nicht vertretbar. smilie_20 Schwachsinn, oder? Aber auf keiner anderen Stufe rangiert der o.a. Fahrzeugbedarf.

In Amerika herrscht übrigens nicht so'n Sozialneid, wie hierzulande. Selbst der Obdachlose ist sich seiner bewusst, dass auch er es schaffen kann bzw könnte, wenn er sich nur anstrengt. Bewusst wird einem das aber erst, wenn man mal dabei war, wie ein gut situierter Bürger einem Obdachlosen auf die Schulter schlägt und ihn mit ein bisschen Geld aufmuntert...der Wortwechsel dabei ist hier nicht vorzustellen. Aber sowas liest man nicht im Internet in irgendwelchen Statistiken...

Nun gut.

So, jetzt werde ich zum Argwohn aller Ökos und stat. Durschnittsmenschen doch mein stat. Unvernunftsauto aus der Garage holen und mich mit meiner statistisch unkorrekt zusammengesetzten Familie zum Feiertagsessen begeben. Gab's da auch schon Erhebungen, wie viel das Essen überhaupt kosten darf? Oh je...ich Statistikbanause. Anschließend werde ich meine und die Luft meiner Mitmenschen mit ein wenig händisch eingerolltem Tabak aus einem wirtschaftlich nicht ganz so hoch entwickelten Land verpessten. Stat. gesehen, ist das natürlich ein absolutes NoGo. Aber, um im Rahmen zu bleiben, gehen andere einfach nicht essen und fahren ein kleineres Auto und schon ist der Durschnitt wieder gewahrt.

Und keine Sorge, IrresDing. Erst letzte Nacht schlief ich wieder so tief und fest wie ein Baby.

Trotzdem noch ein.....ein BESINNLICHES Fest.
smilie_24 smilie_16
"Aus Furcht zu weit zu gehen, gehen wir oft nicht weit genug."
(Reinhard K. Sprenger)

Beitrag 26.12.2016, 10:22

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KROESUS
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Diamonds are de beers best friends....

Die haben so dermassen Viele davon dass ich Mir ehrlich gesagt keine Grossen Preissteigerungen vorstellen kann

Das Problem bei Diamanten ist der Wiederverkauf zu einem hoeheren Preis als der Einkauf

Bei Autos ist das ja auch nicht anders

Silber und vor allem Gold lassen sich da schon eher schnell verkaufen weil ein funktionierender Markt besteht
Zuletzt geändert von KROESUS am 27.12.2016, 07:56, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 27.12.2016, 01:34

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IrresDing
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Es ging mir und vermutlich auch Ladon nicht darum, dass eure Entscheidung für ein unvernünftiges KFZ durch uns zu beschneiden ist. Nein, macht ruhig mit, ich habe immerhin auch Aktien von Autobauern. Gerne doch, das ist ein Teil meiner Dividende.
Ladon hat geschrieben:Warum müssen Autos immer die Eier legende Wollmilchsau sein? Und gleichzeitig alles können? Das verlangt niemand von irgendeinem anderen technischen Gerät: Das eine ist ein Kran, das andere ein Bagger. Beides sind Baumaschinen.
Niemand würde den Bagger Kranarbeit machen lassen.
Aber der SUV soll in den Städten rumgurken.
Ein Auto für den Zweck für den man zu 90% und mehr das Auto braucht, reicht.
Es geht darum, dass die Wahl bei der Mehrzahl der SUV Fahrer und anderer Vehikel letztlich nur rausgeworfenes Geld ist. Wenns Spaß macht, keine Frage. Machen! Aber das macht die ökonomische Entscheidung nicht weniger idiotisch.
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Beitrag 27.12.2016, 01:44

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IrresDing
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KROESUS hat geschrieben:Diamonds are de beers best friends....

Die haben so dermassen Viele davon dass ich Mir ehrlich gesagt keine Grossen Preissteigerungen vorstellen kann

Das Problem bei Diamanten ist der Wiederverkauf zu einem hoeheren Preis als der Einkauf

Bei Autos ist das ja auch nicht anders oder bei Silber und Gold (wegduck)
Beim ersteren muss ich dir widersprechen. Gerade bei Monopolen ist mit steigenden Preisen zu rechnen. Nicht umsonst ist das Bundeskartellamt letztlich eine Art des Verbraucherschutzes. Wobei das Monopol von De Beers bröckelt. Leider; muss ich sagen.

Bei mittlerem stimme ich dir vollkommen zu. Geschäfte mit Diamanten ist kein schnelles Geld. Das legt man für Jahrzehnte an (teils im Gegensatz zu Farbedelsteinen die wesentlich spekulativer sind).

Bei letzterem, naja. Also gerade Edelmetall ist leicht handelbar, sofern man nicht in einem Ali An-/Verkauf, Export/Import-Schuppen auf einen fairen Preis hofft. Werthaltende Autos sind vermutlich noch weit illiquider wie Diamanten, da man erst einen Sammler finden muss und die Unterhaltskosten hinzu kommen.
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 27.12.2016, 08:00

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KROESUS
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wie gesagt Diamanten sind was für Spezialisten die es schaffen diese auch verkaufen zu können ohne Verlust zu machen

behaupte mal dass die allermeisten Diamantenkäufer Verluste machen

das gleiche mit Autos, da hat man aber dann wenigstens den Fahrspass

das mit Gold und Silber habe ich mal editiert, Gold lässt sich leicht verkaufen, wenn man zum weltmarktpreis gekauft hat ist der Verust auch nicht so riesig wie mit Diamanten die sehr schwer und vor allem meist nur mit sehr grossem Verlust zu verkaufen sind

Bei silber verliert man halt die Mehrwertsteuer beim Verkauf

Beitrag 27.12.2016, 08:23

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lifesgood
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KROESUS hat geschrieben: Bei silber verliert man halt die Mehrwertsteuer beim Verkauf
Nein, verliert man seit der Differenzbesteuerung nicht mehr.

Meist liegt der Spread, also die Differenz zwischen An- und Verkauf bei Händlern wie Heubach zwischen 60 und 80 Cent, was bezugen auf den Kaufpreis zwischen 3 und 5 Prozent ausmacht.

Aktuell ist es - wohl wegen der Feiertage - etwas mehr.

Und das bei einer kleinen Stückelung für unter 20 € das Stück.

Bei Gold in ähnlich kleiner Stückelung (1g-Barren) ist der Spread deutlich größer und liegt im kleinen 2-stelligen Prozentbereich.

Erst bei größerer Stückelung wird der Spread bei Gold kleiner.

Auch bei Autos war es in den letzten Jahren relativ einfach (ist es natürlich nicht mehr, wenn man heute zu den aktuellen Preisen kauft). Wenn man sich nur mal die Preisentwicklung der luftgekühlten 911er ansieht, wird einem schwindelig. Selbst weniger begehrte Exoten wie der BMW Z1 haben spürbar angezogen. Ein guter Z1 kostete vor der Euroeinführung 50.000 DM und danach viele viele Jahre um die 25.000 €. Erst die letzten Jahre ziehen die Preise deutlich an. Ich habe meinen im Frühjahr für 39.700 € verkauft und da war ich wohl noch 5.000 € zu billig, so schnell wie der weg war.

lifesgood

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