PIIGS -- EURO IN GEFAHR

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 20.01.2012, 10:21

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Athen vor Untergang

EU-Kommission bangt um Griechenland. Schon zu Beginn der Troika-Mission steht praktisch fest, dass die Griechen ihre Versprechen wieder nicht erfüllt haben. - Rehn fordert Deutschland und andere exportorientierte Länder auf, den schwächeren Euro-Staaten mehr zu helfen.

http://www.mmnews.de/index.php/wirtscha ... -untergang

Beitrag 20.01.2012, 10:39

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camillo
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Hallo,

nicht nur Athen, eben beim Deutschen Anleger Fernsehen gefunden

Philipp Vorandran von Flossbach von Storch rechnet fest mit einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone und der Entwicklung hin zu einem "Kerneuro". An "Qualitätsaktien", so Vorndran, führe kein Weg vorbei.
Vorndran in der Sendung "Börsenplatz 5" bei Andreas Scholz: "Die Euro-Zone wird auseinanderbrechen, das ist sicher. Griechenland ist pleite und wird innerhalb der nächsten 18 Monate den Euro-Währungsraum verlassen." Nach Ansicht von Vorndran wird dies nicht das "Verderben" der Griechen sein. Im Gegenteil: Weitere Südländer werden, so Vorndran, den Griechen in Sachen Austritt folgen. Vorndran glaubt an eine neuen "Kerneuro" aus dann verbliebenen stabilen Mitgliedsländern, wobei auch neue Länder, wie Polen oder Tschechien, beitreten könnten. Gold, so Vorndran, sollten Anleger in physischer Form weiterhin halten. An "Qualitätsaktien" mit "guten Gewinnaussichten" kämen Anleger auch in 2012 nicht vorbei. Auf welche Titel Anleger u. a. setzen sollten, verrät Vorndran im Talk am Börsenplatz.

Grüße Camillo

Beitrag 20.01.2012, 19:17

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Bankenverband warnt vor Euro-Austritt

Offensichtlich werden die Gedankenspiele um einen möglichen Austritt Deutschlands aus dem Euro immer lauter. Der Bankenverband sieht sich jedenfalls veranlasst, vor einem Ausscheiden Deutschlands aus dem Euro zu warnen: "2012 wird ein Schicksalsjahr für den Euro."

http://www.mmnews.de/index.php/wirtscha ... o-austritt

Beitrag 22.01.2012, 23:36

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Euro-Schulden-Wahnsinn außer Kontrolle

Zurzeit laufen gegen 23 der 27 Mitgliedstaaten der EU Defizit-Verfahren: darunter Spanien, Griechenland, Irland, Frankreich, Malta, Belgien, Deutschland, Italien, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Zypern. - Bundestagsgutachten: Geplanter EU-Fiskalpakt verschleppt Schuldenabbau in Euro-Ländern.

http://www.mmnews.de/index.php/wirtscha ... -kontrolle

Beitrag 24.01.2012, 19:28

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Euro-Krise
Athen auf der Kippe – auch nach Schuldenschnitt

Die Zweifel an der Griechen-Rettung durch einen Schuldenschnitt wachsen.
Denn Athens Schulden könnten zum Jahresende schon wieder so hoch sein wie zu Beginn der Krise.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... hnitt.html

Beitrag 25.01.2012, 21:02

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Portugal
Märkte erwarten Staatspleite von Portugal

Die Zinsen für portugiesische Staatsanleihen erreichten heute ein Rekordniveau. Auch die Kosten für Kreditausfallversicherungen steigen dramatisch. Händler gehen daher nun von einer Pleite Portugals aus.

http://www.deutsche-mittelstands-nachri ... /01/36916/

Beitrag 27.01.2012, 20:06

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Kreditwürdigkeit
Fitch stuft fünf Staaten der Euro-Zone herab

Weiterer Schlag für Europa: Die Ratingagentur Fitch hat die Bonität fünf europäischer Länder herabgestuft.
Frankreich und Deutschland sind nicht dabei.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... herab.html

Beitrag 30.01.2012, 16:40

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Euro-Krise
Finanzmärkte erwarten, dass Portugal pleite geht

Griechenland wird wohl kein Einzelfall bleiben.
Die Finanzmärkte rechnen jetzt zu mehr als 70 Prozent mit einer Staatspleite Portugals.

http://www.welt.de/finanzen/article1384 ... -geht.html

Beitrag 30.01.2012, 20:35

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Argentum13
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Vielen Dank für die Links!

Sehe die Lage auch immer skeptischer; man muss sich nur mal anschauen, wie sich in den letzten Tagen die Anleihen von Portugal und Griechenland verteuert haben.

Dem zuversichtlichen Gerede der Politiker, die sich mal gerade wieder treffen, um Gr zu "retten", stehen die Fakten entgegen. Da ist die Diskussion um die Erhöhung des ESM um 100% auf eine Billion Euro z.B. ein guter Indikator. Man sieht die Riesenwelle auf sich zukommen und hofft, durch schnelles Erhöhen des Dammes etwas bewirken zu können. Lagarde möchte ja auch deutlich mehr Geld für den "Fall der Fälle", sie nennt es schön metaphorisch "Brandmauer". Man weiß genau: Wird der Damm erst überspült oder ist nur ein kleines Flämmchen übergesprungen, gibt's kein Retten mehr. Will man den Euro halten, bleibt nur: Alles auf eine Karte setzen und hoffen, dass Dämme und Mauern usw. halten.

Fürchte, das geht nicht gut. Da wäre es besser gewesen, beizeiten einen Nebendeich zu fluten und so den Druck abzubauen. Aber Gr scheint ja wohl als Präzedenzfall gehandelt zu werden. Spiel der Hasadeure mit unserem Geld und unserer Zukunft. Sie glauben immer noch die Kontrolle ausüben zu können, haben diese aber bereits verloren.
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Beitrag 31.01.2012, 12:20

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Sapnovela
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Immer mehr Geld...Super-Rettungsschirm für Euro im Anflug

Europa will eine Brandmauer gegen die Schuldenkrise errichten. Im Sommer könnten 1500 Mrd. Euro für die Währungszone zur Verfügung stehen - als Kombination dreier Rettungsschirme.

http://www.ftd.de/politik/europa/:schul ... 61987.html

Milliarden waren gestern, ab jetzt nur noch Billionen smilie_20

Beitrag 31.01.2012, 20:24

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Heidelberger
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Zwischen all diesen Meldungen und Prognosen, fiel mir im Web ein Artikel ganz besonders auf. Nicht weil er inhaltlich extrem informativ ist, ne ne, sondern weil er, wie ich finde, ein Paradoxon zur realen Wirtschaftslage und Fakten darstellt.

Lest euch das einfach mal durch, ist nicht lang, da der Beitrag von der Bild ist:

http://www.bild.de/geld/wirtschaft/edel ... .bild.html
Charlie Chaplin hat bei einem "Charlie Chaplin Double Wettbewerb" den dritten Platz belegt!

Beitrag 31.01.2012, 21:02

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AuCluster
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Heidelberger hat geschrieben:Zwischen all diesen Meldungen und Prognosen, fiel mir im Web ein Artikel ganz besonders auf. Nicht weil er inhaltlich extrem informativ ist, ne ne, sondern weil er, wie ich finde, ein Paradoxon zur realen Wirtschaftslage und Fakten darstellt.

Lest euch das einfach mal durch, ist nicht lang, da der Beitrag von der Bild ist:

http://www.bild.de/geld/wirtschaft/edel ... .bild.html
Vielleicht habe ich da etwas übersehen. Aber wo ist das Paradoxon?

Sollten den Banken das Geld ausgehen, weil sie sich verzockt haben, wird alles verkauft, was nicht niet- und nagelfest ist, z.B. Gold, Aktien.
Ob sich Gold heute in einer Megablase befindet, wie George Soros sagt, darüber kann man streiten.

Beitrag 31.01.2012, 22:34

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Onepiece
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Naja, also die Bild war ja noch nie für sehr fundamentale Berichte bekannt. Am anschaulichsten find, dass es ja gar keine Erklärung gibt, warum der "Wert" wirklich sinken soll :) Aber naja...

Zur Blase: Also ich kann keine Goldblase sehen. Eigentlich holt Gold jetzt halt auf, was in den letzten Jahrzehnten durch Drückung verhindert wurde, nämlich die "natürliche" Inflation. Gold kann nicht abwerten, daher wertet alles gegenüber Gold - entweder auf (Deflation, tiefe Rezession) oder ab (Inflation, Geldschwemme...). Warum da jetzt eine Blase sein soll... leider verrät das die Bild nicht... (wie unerwartet...)
Sollten den Banken das Geld ausgehen, weil sie sich verzockt haben, wird alles verkauft, was nicht niet- und nagelfest ist, z.B. Gold, Aktien.
Darauf warte ich immernoch, aber es scheint ja zumindest im Moment die Bestrebung zu sein, ihnen so viel Geld zu "schenken" durch FED, EZB, dass sie gar nicht dahin kommen. Dann bekämen wir endlich mal wieder schöne Nachkaufkurse :)

Beitrag 01.02.2012, 08:38

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Ladon
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smilie_08

Ich bin da irgendwie zu einfach gestrickt dafür. Gold ist ein "Werterhalter" seit Jahrtausenden. Neben der Geldfunktion des "Werterhalts" ist es aber auch eine Ware (Ob diese "Dualität" Fluch der Segen ist, ist an dieser Stelle egal)! Der internationale Goldstandard hat den Preis dieser Ware seit dem 19. Jahrhundert praktisch "gefixt". Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Preis durch Interventionen gedrückt (wie Onepiece schon sagte). Momentan - in Zeiten des Wertverfalls der wichtigen Währungen - sucht sich diese Ware einen "Marktpreis".

Der Verkaufspreis einer Ware kann aber - zumindest dauerhaft - nicht unter die Herstellungskosten (plus Handelsmarge) fallen.
So sehr ich mich bemühe: Wo ist da eine "Blase"? Bei jeder anderen Ware, deren Endverkaufspreis inklusive Rohstoffförderung, Herstellung, Groß- und Einzelhandelsaufschlägen gerade mal (je nach Ansicht) 15-30% über den reinen Rohstoffgewinnungskosten liegt, wäre es geradezu lächerlich von massiver Überbewertung (was ja eine "Blase" im Grunde ist) zu sprechen.

Ich kapier' das nicht. smilie_06

P.S.
Wie bei jeder anderen Ware kann es einem natürlich passieren, dass im Falle eines zwangsweisen "Notverkaufs" der aktuelle Marktpreis mal unter dem eigenen Einstandspreis liegt. Natürlich muss man, wenn man mit einer Ware hantiert, gewissermaßen kaufmännisch denken und sowas "im Hinterkopf" behalten.
Ich glaube nicht daran, dass Wissen uns retten kann. Das Beständige in der Geschichte sind Gier, Verblendung und eine Leidenschaft für das Blut (Cormac McCarthy)

Beitrag 01.02.2012, 14:21

Goldmade
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Also ich bin langsam soweit, dass ich Soros nicht mehr viel glaube. Er scheint seinen "guten Namen" nur noch zur Meinungsmache zu verwenden. Genau das ist nun wiederum die Spezialität der Bild. Man überlege mal. "Die größte Blase aller Zeiten", son Quatsch. Erstens kann Gold niemals völlig seinen Wert verlieren wie beispielsweise die meisten Dotcom-Aktien und zweitens ist der Edelmetallmarkt, gemessen an Derivaten und dem sonstigen Blödsinn geradezu winzig.

Für mich ist das klare Meinungsmache, damit Oma Müller ihrem Enkel nicht glaubt und brav ihr Sparbuch und die Lebensversicherung behält.

Was die geldfressenden Banken angeht, die sind, bzw sind ihre Strukuren, nun mal das Rückgrat einer Wirtschaft, zumindest einer funktionierenden; irgend eine Art von Wirtschaft wirds schon weiter geben, auch wenn nix mehr funktioniert.

Diese Banken nun haben nun mal kein Geld im Keller, sondern alles als Kredite oder Finanzwetten rausgehauen und nun kriegen sie es nicht wieder zurück. Der Bürger braucht aber Geld, die Wirtschaft braucht Kredite. Damit das weiterläuft, müssen die Banken gefüttert werden, das ist die politische Agenda. Statt mal ein paar krachen zu lassen, damit die anderen was draus lernen...Aber wahrscheinlich ist das Bankensystem untereinander so verflochten und gegenseitig verbürgt, dass erstmal für ein Weilchen garnichts mehr funktionieren würde, auch die meisten Geldautomaten nicht mehr. Das würde der Wirtschaft auf lange Sicht auch nicht das Leben kosten, aber eins wäre weg: Der Glaube ans Geld, der Glaube an die Allmacht der Regierung, der Glaube an Sicherheit. Und damit wäre die Ruhe im Eimer, die ja noch relativ gesehen herrscht, denn wenn man den Leuten direkt ans Geld geht und das Gefühl der Sicherheit weg ist, werden die rabiat. Und das soll vermieden werden, damit man irgendwie das System wieder hinkriegt und uns weiterhin abzocken kann.

Gruß Goldmade

Beitrag 01.02.2012, 14:35

Goldmade
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Und ich gebe Onepiece recht, auch ich bin der Meinung, dass Gold und Silber nun die Werte wieder aufholen, die ihnen als Geld und Wertbewahrer eigentlich zustehen und die vom Papiergeld besetzt gewesen sind.

Man stelle sich nur vor, was passieren würde, wenn die USA ihre Goldreserven, die ja offiziell wohl immer noch mit 38 Dollar pro Unze in den Büchern stehen, auf einmal neu bewerten würde. Vielleicht so um fünftausend Dollar pro Unze. Mit einem Schlag stünden die Amis im wahrsten Sinne des Wortes "glänzend" da und mit einem Beutel Gold könnte man wieder eine kleine Söldnerarmee aufstellen und anfangen, Städte auszurauben...:twisted:


Sorry, hab grad was über Wallenstein gelesen... 8)

Beitrag 03.04.2012, 08:10

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Goldhamster79
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Das ganze nimmt Fahrt auf...
Die 10,8% Arbeitslosenquote im Februar 2012 in der Eurozone ist die höchste Quote seit Bestehen der Gemeinschaft. Deprimierend stellen sich weiter vor allem die hohen Arbeitslosenquoten in den Südperipherie-Staaten dar. So stieg die offizielle saisonbereinigte Arbeitslosenquote in Portugal im Februar auf 15,0% (+0,2 Prozentpunkte), in Italien auf 9,3% (+0,2 Prozentpunkte) und in Griechenland, die mit ihrer monatlichen Datenerhebung immer hinterherhinken, stieg die saisonbereinigte Quote für Dezember auf 21,0% (+0,4 Prozentpunkte), jeweils im Vergleich zum Vormonat! Die höchste Quote in der gesamten EU erzielte Spanien mit 23,6% (+0,3 Prozentpunkte zum Vormonat).
Noch schlimmer stellen sich in der Südperipherie die Daten zur Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahre) dar. Das Korsett des Euro stranguliert die schwachen Volkswirtschaften und die Austeritätsmaßnahmen führen zu einer sich selbstverstärkenden Abwärtsspirale, welche sich eben auch in einer Perspektivlosigkeit für die Jugend dokumentiert:
Portugal: 35,4 %
Italien: 31,9 %
Griechenland: 50,4 %
Spanien: 50,5 %

Mit der stark ansteigenden Arbeitslosigkeit sinkt auch weiter die Schuldentragfähigkeit der Staaten der Südperipherie und damit erzielt man ein gegenteiliges Ergebnis dessen was notwendig wäre.
Aus http://www.querschuesse.de/jugendarbeit ... weiter-an/

:?
Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden,
jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
M. Zeman

Beitrag 03.04.2012, 09:28

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AuCluster
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Gegen Rettungsschirme, Target2 -und Ela-Kredite haben die Jugendlichen in den Südländern natürlich keine Chance. Wie sollen sie denn gewinnbringend arbeiten, wenn das Geld quasi umsonst von vorher genannten Quellen kommt. Was von den Eurorettern vielleicht sogar gut gemeint ist, verkehrt t sich bei den jungen Menschen ins Gegenteil. Von was lebt den ein junger Mensch, wenn nicht von der Hoffnung in eine gute Zukunft. Diese wird ihnen gerade auf die nächsten 10-15 Jahre (so die Euroretter) zerstört. Die unter 25 jährigen (oder gar bis 30?) können sich schon mal darauf einstellen, dass sie die nächsten 10 Jahre herumgammeln. Was für eine geniale Währung, die so etwas zur Folge hat! smilie_08
Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.

Beitrag 03.04.2012, 09:31

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Funakoshi
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Tja, der alte Heinrich Brüning würde wahrscheinlich vor "Freude" in die Hände klatschen.

Endlich hat Jemand seine Wirtschaftspolitik richtig verstanden smilie_08

Was danach kam wissen wir ja :evil:
"Wer über dir steht, den beneide nicht. Wer unter dir steht, den verachte nicht."


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Beitrag 03.04.2012, 09:38

Stefonator
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Wohnort: Hannover
Naja, man muss sich - insbesondere in Spanien - aber auch eines vor Augen halten: Während des Immobilienbooms der letzten Jahre war es für viele Jugendliche halt sehr verlockend, auf eine abgeschlossene Ausbildung zu verzichten und schnell Geld zu verdienen. Kurzfristig ging das gut auf.
Nur jetzt kommt der Katzenjammer: Viele sind im knallharten (inzwischen europäischen) Arbeitsmarkt einfach nicht konkurrenzfähig. Manuelle Arbeit ist halt leicht substituierbar und damit billig! (Stichwort Erntehelfer aus Osteuropa)
Eine solide Ausbildung oder gar ein Studium nimmt dir keiner mehr weg und es ist eben nicht so leicht substituierbar...
Erfolgreich gehandelt auf Gold.de: 7 mal verkauft, 2 mal gekauft, 1 mal getauscht. Nur positive Erfahrungen bisher.

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