Riester Rente ja oder nein ?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 22.03.2012, 13:02

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Titan
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Klecks hat geschrieben: 4% auf eine Anlage mit 30 Jahren Laufzeit, bei der ich nur unter herben Verlusten vorzeitig an mein(!) Geld rankomme, dafür kann ich mein(!) Geld zu lächerlichen 10-12% beleihen. Da mögen die 4% sicher sein, diese Bedingungen wert sind sie nicht. Mal abgesehen davon, dass die 4% nur von wenigen Anbietern erreicht werden; die meisten dümpeln knapp über Tagesgeldniveau. Garantiert ist sowieso nur die gesetzliche Verzinsung, also Sparbuchzins.
Hier mal selber nachlesen...passt zum Thema,wenn auch die Sichtweise etwas anders smilie_24
http://www.handelsblatt.com/finanzen/bo ... 01548.html

T.
P.S. Der Betrug am Kunden...was heißt denn "nachhaltig,garantiert,attraktiv und sicher ...." smilie_18
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Beitrag 22.03.2012, 13:12

domrepp
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@ Klaus-Peter

Von welchen Versicherungen /Anbietern und Produkten redest Du konkret?
Wenn ich bedenke, dass ich 4 % Rendite bekomme und davon die ganzen Kosten abziehe, auch wenn diese
bei einigen Anbietern "nur" in den ersten Jahren anfallen (siehe z. B. DWS RiesterRentePremium), dann bleiben von den 4 % nicht viel. Nichtmals der Inflationsausgleich und schon gar nicht die "wirklich" Inflation.

Nicht das ich pauschal gegen alle Produkte der Versicherungen / Anbieten z. B. für die Altersvorsorge, wie halt Riester, bin oder etwas sagen kann, nur überzeugen können die oft nicht. Lediglich unter ganz bestimmten Bedingungen (viele Kinder, gutes Gehalt usw.) könnte es vernünftig seien.

Ich muss natürlich fairerweise dazu sagen, dass ich kein Experte bin, sondern mich seit einiger Zeit nebenbei damit beschäftige, da ich ca. im Sommer eine Entscheidung für die Altersvorsorge treffen will und es da genau zu bedenken gilt: Was zahlt sich unter meinen Lebensumständen tatsächlich später aus.

Beitrag 22.03.2012, 13:27

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Silberhamster
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@ sverige
Wenn man Deinen Beitrag liest, könnte man meinen, Du arbeitest für eine Fondsgesellschaft oder Wertpapiergesellschaft. Nachlässe gibt es nur bei Einmalanlagen in größerer Ordnung, 10.000,.. € oder mehr.
Das sollte man derzeit sicherlich n i c h t machen! ( wen überhaupt im Sept/ Okt. 2001 !)
Wenn Die Fonds in den Keller wandern, hilft Dir Dein klarer Blick wenig., dann gibt es KAPITALVERLUSTE.
Bei Versicherungen gibt es entgegen Deiner Meinung - du hast eben bei den falschen angefragt - Angebote die dem VVG 2008 entsprechen und a l l e Kosten aufschlüsseln. Auch diese Kosten können auf 50% reduziert werden, wenn man sich auskennt ( Gruppentarife) und nicht nur ein Gegner mit klarem Blick ist.
Versuch mal bei einem Fondssparplan die 5% Agio herunterzuhandeln, da wird die Fondsgesellschaft oder Bank, d ie dies verkauft nur müde lächeln.
Wenn die Spesen auf 5 Jahre verteilt sind, bedeutet dies, daß in den ersten 5 Jahren eben die 4% der GESAMTBEITRÄGE in die Spesen fließen, beim Fondssparplan die 5% durchlaufend.
Beides - das sollte man aber nicht vergessen - stellt nur Zahlungsversprechen dar, ( wie auch Tagegeld etc) welches so gut ist wie die Bonität des Zusagenden. Wird die Fondsgesellschaft oder Versicherung zahlungsunfähig, ist der Kunde in beiden Fällen der Dumme.
Die Fondspolice hat außer dem von Dir geschilderten Kostennachteil - der bei manchen Versicherern durchaus zutreffen kann - aber den Vorteil, daß die eingezahlten Beiträge garantiert werden zum Ablauf. Da Versicherer wie Fondsgesellschaften keine caritativen Unternehmen sind, werden dafür Provisionen berechnet, die aber ausgewiesen sein müssen (VVG 2008 mit Durchführungsbestimmungen) Es gibt sicher schwarze Schafe am Versicherungtsmarkt, die das nicht machen wollen oder gar können, aber kaum alle 120 deutschen Versicherer.
Die Fondsgesellschaft oder Bank verdient auch und garantiert absolut nichts.
Da die Hoffnung aber bekanntlich zuletzt stirbt, bleibt zu hoffen, daß die Fondssparer keine Totalverluste erleiden.
Ich habe selbst weder Fondspolice noch Fondssparplan noch Aktien da ich Nationalökonomie studiert habe und davon nichts halte. Grüße Silberhamster
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Beitrag 22.03.2012, 13:39

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Titan
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Wer als Berliner am Samstag noch nix vorhat--hier eine Info
Messe "Grünes Geld Berlin"
Eintritt frei
Da geht es um Geldanlagen und Banken mit einem wohl anderen Ansatz zum
Investieren.Selber eine Meinung bilden-schafft Vergleichsmöglichkeiten,auch oder gerade wegen
Vorsorge (außer Riester,da für die meisten nach 10 Jahren schon ein Verlustgeschäft)
Hier gucken:
www.gruenes-geld.de/berlin
T.
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Beitrag 22.03.2012, 13:51

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Ladon
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Silberhamster hat geschrieben:...
Ich habe selbst weder Fondspolice noch Fondssparplan noch Aktien da ich Nationalökonomie studiert habe und davon nichts halte. ...
"da" im Sinne von "weil"?
smilie_16
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Beitrag 22.03.2012, 13:59

sverige
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@silberhamster

danke für deinen kommentar. ich will ja nicht hier auf dich losgehen, aber es ist immer wieder erstaunlich wie sehr doch die menschheit mit "falschinformationen" versorgt ist.

ich bin übrigens bei keiner fondsgesellschaft oder bank tätig- dies nur zur info. ich befasse mich jedoch mit dem thema fonds seit über 20 jahren ausführlichst und habe hier auch diverse studiengänge bei der IHK absolviert mit staatlichem abschluss und allem pie pa po....ich weiß also von was ich rede.

deine info zum rabattieren ist absolut falsch ! auch sparpläne lassen sich problemlos rabattieren und nicht- wie du behauptest, nur einmalanlagen ab 10.000€ !rabatte sind sogar bis 100% möglich !!

wenn die fondsgesellschaft pleite gehen sollte droht dem anleger eben kein totalverlust, da er an einem sondervermögen beteiligt ist und dies ist stets getrennt vom vermögen der bank oder fondsgesellschaft zu verwahren !! ist ganz essentiell wichtig. im gegensatz zu versicherungen- da ist der kunde wirkjlich der depp bei einer pleite !!
den "auffangfonds" der versicherungswirtschaft kannst du knicken. der hat nicht mal das kapital, um eine gesellschaft mittlerer größe zu "fangen".

ich habe bei leuten wie dir im,er den eindruck, dass folgendes angenommen wird: FONDS = RISIKO !
das ist völliger blödsinn ! es gibt risikoklassen von 1 bis 5. wenn du dir mal die renditen selbst der klassen 1 und 2 der letzten 20 jahre anschaust dann wirst du feststellen, dass selbst hier deutlich höhere renditen gefahren wurden als bei jeder versicherung. und das bei der möglichkeit täglicher verfügbartkeit des geldes und risiko tendenz null !

ich hab wirklich nichts gegen die versicherungeverfechter hier unter uns aber ich mag es nicht, wenn man hier ständig irgendwelches halbwissen über fonds verbreitet.
natürlich haben die banken in den letzten jahren hier echt mist gebaut. weil sie eben alles und jeden in aktienfonds getrieben haben ohne daran zu denken, dass der höhenflug auch mal ein abruptes ende nehmen kann und sogar die andere richtung einschlagen kann, was ja dann auch passierte. und nun frag mal einen kunden von damals, ob er was von fonds hält. der wird dich sicher erschlagen wollen. das ist eben die krux mit den beratern. die sind produktgetrieben durch ihre arbeitgeber. bei aktienfonds gibt es halt auch meist die höchste provision,. wer hat denn da schon mal freiwillig einen eu-rentenfonds oder geldmarktfonds zum parken vermittelt ?? ich habe es und meine kunden sind mir heute noch dankbar. man kann sich auch über bestandsprovisionen am leben erhalten und ist nicht immer auf hohe ausgabeaufschläge angewiesen. und so werden es im laufe der jahre immer mehr kunden, die sich dir anvertrauen und du erhältst immer mehr bestandsprovisionen. so kann es auch gehen.
es gibt faire beratung- aber bitte nicht bei banken oder strukturvertrieben erwarten ! hier kannst du auch gleich eine LV abschliesen und das geld versenken.
nach alledem, was ich auch von versicherunsinsidern (einer sehr grossen gesellschaft) erfahren habe und auch auf der IHK gelernt habe ist dies wirklich nur "geld verschenken". ein sehr hohes tier einer sehr grossen versicherung (welche das wohl war...), der bei uns als gastdozent auftrat sagte uns im vertrauen, dass er selbst für sich oder für seine familie niemals eine kapitalbildende versicherung abschliessen würde !!

aber ist ja auch egal. jeder soll es so tun wie er es für richtig hält. bei renteneintritt wird sich spätestens zeigen, wer auf dem richtigen weg war. der eine fährt dann in den schwarzwald in urlaub und der andere schickt seine ansichtskarte von den malediven. die zeit wirds zeigen. nur von halbwahrheiten und halbwissen halte ich gar nichts.

gruß auch an die versicherungsfraktion unter uns.

Beitrag 22.03.2012, 14:08

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Ladon
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Wohnort: Terra
Titan hat geschrieben:...
Hier gucken:
www.gruenes-geld.de/berlin
...
Irgendwie schon gut, wenn die Leute mal darüber nachdenken, ob sie ihre Geldrendite mit Waffen oder vielleicht doch mit Windanlagen machen wollen. Und breit angelegte Information ist stets zu begrüßen!

Trotzdem ...
Wenn Geld sich selbst vermehren soll ("Lassen sie ihr Geld für sich arbeiten" - hahaha), dann bedeutet dies AUSNAHMSLOS, dass irgendwo, irgendwer einen Mehrwert durch seine Arbeit erschafft, von dem einzig und allein der Kapitalgeber profitiert. Leistungslos.
Und der Witz ist, dass man es in komplexen, hoch arbeitsteiligen und völlig unüberschauberen modernen Volkswirtschaften oft praktisch selber ist, der diesen Mehrwert erarbeitet, der einem über Steuern, Gebühren, MietZINS und wucherische "Eigenkapitalrenditen" (Wieso sind 25% Eigenkapitalrendite eigentlich kein Wucher? Das muss doch jemand zahlen?) zuerst abgenommen und dann (nur zum Teil!!!) wieder als Rendite zugesteckt wird.
Man muss schon über verdammt viel Geld verfügen, damit das unter'm Strich wirklich lohnenswert ist. Alle anderen können auf sowas (meine Meinung) getrost verzichten und renditelose (zinsfreie) Edelmetalle einlagern.

P.S.
Nichts gegen "fairen Handel", sinnvolle, nachhaltige Anlagen oder generell gegen Investitionen. Es muss ja alles und vor allem "im Fluss" sein! "Geld" als erstes und am dringendsten.
Aber am Ende geht es nur darum "dingliche Güter" in den Besitz zu bekommen (= Verfügungsgewalt zu haben) - ob das nun Nahrung, Wohnung, Produktionsanlage, nachfrageneutraler (also nicht erpresserisch einsetzbarer) Wertspeicher für die Zukunft (Gold; solange es frei von den Zwängen eines Zahlungsmittels bleibt), oder auch Luxusgut ist. Sollte man sich wirklich mit "Geld" abspeisen lassen, während die (großen) Spieler die "Güter" einheimsen? DAS ist die zentrale Frage, wenn man an "klassische" Geldanlage denkt.
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Beitrag 22.03.2012, 14:43

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Titan
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@"Ladon" " www.gruenes-geld.de/berlin"

Hallo Ladon :wink:
Zur Ergänzung:
Für mich war die Reihenfolge des Posts erst Handelsblatt dann Messe so gewollt...
Eigenverantwortung heißt eben auch RICHTIG hinschauen.
Die Beispiele aus der Zeitung kenne Ich auch als Werbebanner auf ausgewählten Börsenseiten im Internet.
Unseriös schon deshalb,weil Du dich nackig machen mußt,um überhaupt an Infos zu kommen smilie_18
Dein Beitrag war ja eine Bestätigung des Ist-Zustandes.
T.
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Pythagoras von Samos

Beitrag 22.03.2012, 15:31

desertstorm
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die Frage ist, kannst du dem Staat vertrauen?
es könnte auch sein, dass bei deinem Renteneintritt deine persönliche Vorsorge von deiner staatlichen Rente abgezogen wird. Oder du eine Einheitsrente bekommst und glücklicherweise durch deinen Riestervertrag Einheitsrente plus Riester. Wer weiss, bis dahin vergeht noch viel Zeit und viele Politiker werden an die Macht kommen und wie hoch deine Rente einmal sein wird, ist unklar.Ausser du gehst in die Politik, denn egal wer an der Regierung sitzt, ins eigene Fleisch schneidet man sich nicht.
Ob man dem Staat vertrauen kann gibt mir schwer zu denken, z.B. wurde erst für Atomkraftverlängerung "geworben", seit Japan erfolgte eine 180 Grad wende (zum vergleich: erdebeben sind bei uns eher selten und richtig böse Winde auch), oder erst haben wir einen Gesundheitsminister jetzt ist dieser doch glatt Wirtschaftsminister, aktuell auch Herr Gauck, zuerst wollen die Politiker ihn nicht, nun nach der Schlappe Wulffs ist er der einzig Wahre ( war er davor auch, nur eben nicht aus den eigenen Reihen)

Beitrag 22.03.2012, 15:32

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Silberhamster
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@ sverige,
Fonds der Risikoklasse 1 bzw. 2 sind auch offene Immobilienfonds und deren Entwicklung der letzten 3 Jahre hat gezeigt, wo Null Risiko ist, Kanam, Axa, SEB Immoinvest, sollte auch täglich verfügbar sein und sicher und gute Rendite, die eierlegende Wollmilchsau gibt es noch nicht, entweder gute Rendite mit Risiko oder Verfügbarkeit oder geringere Rendite mit geringem Risiko. Der Gesetzgeber hat die Entnahmemöglichkeit auf 30.000.-- € im H albjahr eingeschränkt ( Immobilienfonds) und der Fonds kann 24-30 Monate schließen ( keine Auszahlung , keine Verkäufe, dann in Ruhe gemütlich abwickeln, und der Fondsmanager verdient inzwischen gut weiter ...) das zum Thema Null Risiko mit guter Rendite. Fond ist Risiko, da der Käufer von einem Wertzuwachs ausgeht oder davon träumt, eine Art Glücksspiel wie Aktien, nur mit etwas Streuung, Hier geht es immer nur um KURSGEWINNE, wenn es schlecht läuft, Kursverluste, die dann eine positive oder negative Rendite ergeben. Wenn man ein Fonds- Fan ist, sollte man auch dies bedenken. Aber letztlich ist das alles nur PAPIER, eine Forderung die von der Bonität des Schuldners abhängt. Übrigens: ausch Versicherungen müssen Wertpapier der Kunden gesondert verwahren und nciht mit eigenem Vermögen vermischen. Wenn die Versicherung oder rdie Fondsgesellschaft insolvent wird, sieht man dann, ob man sich ans Gesetz gehalten hat. Vom Mercator-Fonds ( Auffangfonds für Versicherer) halte ich auch nichts, da gebe ich Dir ind iesem Puntk Recht. Grüße Silberhamster
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Beitrag 23.03.2012, 12:35

frankdieter50
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Folgenden Aspekt sollte man auch immer berücksichtigen.

Alle Anlageformen, die vom Staat steuerlich subventioniert werden, haben mit hoher Sicherheit die unangenehme Eigenschaft, dass " Vater " Staat sich das " vorgeschossene " Geld im Erlebensfall wiederholt.
Natürlich muss das dann erzielte Einkommen über der Armutsgrenze liegen.
Aber da Steuervorteile ja erst bei bestimmten Einkommen möglich sind, wird es im Erlebensfall auch nicht die Ärmsten treffen.

Ich persönlich halte davon garnichts. :shock:
Wissen ist Macht und Nichtwissen macht nichts, da wirst Du nur über den Tisch gezogen

Beitrag 24.03.2012, 23:46

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Datenreisender
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Das Riester-Dilemma - Die Riester-Lüge - ARD Reportage 09.01.2012
http://www.youtube.com/watch?v=0zDUD9ZgPe0

Beitrag 25.03.2012, 10:58

Siamkater
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Hallo Datenreisender,
Vielen vielen Dank für den Link! - Eine Riesensauerei ist das.
Also schnellstmöglich Flucht in Sachwerte...
Gruß Siamkater

Beitrag 25.03.2012, 13:15

domrepp
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Datenreisender hat geschrieben:Das Riester-Dilemma - Die Riester-Lüge - ARD Reportage 09.01.2012
http://www.youtube.com/watch?v=0zDUD9ZgPe0
Die Reportage habe ich damals zur Ausstrahlung bereits gesehen. Reportagen wie diese gibt es zu Hauf und die "Tatsache", dass sich Riester schon aufgrund der Gesetzeslage für die Geringverdiener nicht lohnt, ist (müsste zumindest) allseits bekannt sein. Was ich an diesen Reportagen jedoch immer etwas schade finde, ist, dass sie keine Alternativen für die Geringverdiener aufzeigen oder mal darstellen, ob die Rechnung für Besserverdienende mit Riester aufgeht. Ist vielleicht nicht der Zweck dieser Reportagen, aber ich fände, dann würde das Bild "klarer" werden und mehr Perspektiven aufgezeigt!

Beitrag 25.03.2012, 22:46

sverige
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Registriert: 30.09.2011, 15:52
Na seht Ihr: Wie ich schon immer sagte- RIESTER NEIN DANKE !!!!!!!

Lasst Euch nicht auch noch verarschen von der Versicherungswirtschaft.

Gruß

Beitrag 26.03.2012, 08:32

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Donki
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domrepp hat geschrieben:
Datenreisender hat geschrieben:Das Riester-Dilemma - Die Riester-Lüge - ARD Reportage 09.01.2012
http://www.youtube.com/watch?v=0zDUD9ZgPe0
Die Reportage habe ich damals zur Ausstrahlung bereits gesehen. Reportagen wie diese gibt es zu Hauf und die "Tatsache", dass sich Riester schon aufgrund der Gesetzeslage für die Geringverdiener nicht lohnt, ist (müsste zumindest) allseits bekannt sein. Was ich an diesen Reportagen jedoch immer etwas schade finde, ist, dass sie keine Alternativen für die Geringverdiener aufzeigen oder mal darstellen, ob die Rechnung für Besserverdienende mit Riester aufgeht. Ist vielleicht nicht der Zweck dieser Reportagen, aber ich fände, dann würde das Bild "klarer" werden und mehr Perspektiven aufgezeigt!
Allein die Tatsache, dass die Riesterrente erst mit 85, gemäß mancher Verträge sogar erst mit 90 ausgezahlt wird, ist doch schon Grund genug, keine abzuschließen.
Wenn ich wüßte, dass ich so alt werde wie Johannes Heesters, dann würde ich eine Riesterrente abschließen: aber nur, um die Versicherung zu ärgern.
smilie_02
Zuletzt geändert von Donki am 26.03.2012, 19:09, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 26.03.2012, 14:21

frankdieter50
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Registriert: 16.02.2011, 16:09
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Hmmm,..... wen müsste man bestechen, damit man so alt wird?

Muß mal Zwiesprache mit Harvey halten.

komm Harvey, wir gehen smilie_20
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Beitrag 26.03.2012, 22:26

Contax
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Ich versuche jetzt mal den "Rundumschlag".
Ich fange mal mit Riester an. Also, die Riester-Rente soll nur das abgesenkte Rentenniveau (2001) von ca. 70% um drei Prozentpunkte auf 67% ausgleichen. Nicht mehr und nicht weniger. Wer 4% seines sozialversicherungspflichtigen Jahreseinkommens einzahlt, bekommt die volle Zulage von aktuell 154 €. Ich lasse jetzt mal Kinder und sog. Anhängselverträge weg. Und es gibt noch, wenn's paßt (gilt für jeden individuell) steuerliche Vorteile, die ich hier auch nicht ausführen möchte. Das lustige ist, dass das was in den TV-Beiträgen mit dem Alter stimmt, aber ich habe das immer anders gesehen. Mein Problem mit den riestern ist, dass durch Beitragsgarantien zum Renteneintritt alles so angelegt wird, dass man keine wirkliche Rendite machen kann. Und darum bin ich nicht für die Riester-Rente, egal in welcher Form. Allerdings gibt's Ausnahmen, die ich hier jetzt auch nicht näher erläutern möchte. Auch wenn es nur eine steuerliche Förderung gibt, halte ich in dem Fall die Basis-Rente für besser. Da kann man sein Geld besser arbeiten lassen. Vor allem muß man dort keine Garantien berücksichtigen (könnte man aber). Ach so, was ich vergessen habe. Ich rede hier ausschließlich von Fonds-gebundenen Angeboten. Bei den sog. "klassischen" Varianten, egal ob Rürup od. Riester lass ich die Finger davon. Da kaufe ich lieber Gold, Silber, Platin usw.. Ach, so, von der DWS-Varainte bin ich auch nicht überzeugt!

Ich bin ein Freund von Investmentfonds. Die Diskussion mit den Kosten von Fonds finde ich allerdings ziemlich überflüssig. Am Ende zählt was dabei rauskommt. Niemand arbeitet umsonst, kann umsonst arbeiten. Wenn man sich die Mühe macht und alles selbst raussucht, dann kann ein Berater des Vertrauens (aus meiner Sicht sind das nur Makler, die sich mit den Börsen und den Fonds beschäftigen - das kann allerdings problematisch werden) sucht. Macht der die Arbeit, gibt es ein Agio. Macht man alles selber und gibt quasi nur den Auftrag weiter, dann kann man bis zu 100% Agio-Rabatt geben/bekommen.

Es gibt nicht viel was ich an dem Chefredakteur von Finanztest schätze, aber ein Satz stimmt, das, egal wie man sein Geld anlegt, es macht immer Arbeit, Arbeit, Arbeit. Sprich man muß sich ständig um seine Anlagen kümmern. Ich möchte das noch um den Punkt ergänzen, dass es keine Anlage gibt, die kein Risiko hat. Egal ob Aktien, Geldwerte, EM, Immobilien, usw.. Alles hat Höhen und Tiefen. Man sollte sich auch mal von einer Anlageform trennen. Und (vielleicht) kauft man sie in näherer oder ferner Zukunft wieder... Und vor allem muß man Diversifizieren.

Noch eine Ergänzung zur Rister-Rente, damit es besser versteht:

Bsp: sozialversicherungspflichtiges Jahreseinkommen: 30.000 € (2010). Daraus ergibt sich für 2011 folgender Beitrag: 1200 EUR (4% von 30.000 EUR) -> -154 EUR (Zulage für einen Erwachsenen) / 12 = 87,17 EUR Monatsbeitrag. Gilt für den Mindestbeitrag um die volle Zulage zu erhalten. Die Zulage wird über die Einkommenssteuererklärung und Dauerzulagenantrag dann 2012 bewilligt und dem jeweiligen Vertrag gutgeschrieben. Gegebenenfalls kann es noch Steuervorteile geben.

Wichtige negative Punkte sind, dass während des Rentenbezuges die Rente steuerpflichtig ist. Die RR auf die Rente angerechnet werden kann, wenn man unter der gesetzl. Mindestrente liegt. Und noch weitere Punkte, die aber hier ebenfalls langsam den Rahmen sprengen würden.

Und es stimmt, man wird auch gerne für dumm verkauft. Vor allem von Medien, die keine Ahnung haben. Man muß dabei auch beachten, dass wir Bürger andere finanzielle Interessen haben als der Staat. Für uns ist Infllation schlecht, da unser Geld an Wert verliert, der Staat hingegen entschuldet sich über die Inflation. Das läßt sich auch endlos ergänzen.


So, nun hoffe ich einiges aufgeklärt zu haben. Gebe aber an, das es nicht vollständig ist!

Contax

Beitrag 26.03.2012, 23:53

sverige
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Hi Contax,

bin weitestgehend bei dir mit deinen Argumenten. Aber: was nützt dem Kunden die "tolle Förderung", wenn diese alleine schon von den laufenden Kosten mehr als aufgefressen wird ??
Die Kosten eines solchen Vertrages sind enorm hoch. Da kann gefördert werden wie es will- es kommt für den Sparer nichts dabei rum, es sei denn er wird ein zweiter Jopi Heesters.

Also echt Finger weg von dieser Volksverarsche !!

Ein Kunde von mir kan einmal ganz aufgeregt zu mir wegen seiner Rürup-Rente. Er bekam ein Schreiben von der A.....z, dass in dem man ihm ganz stolz mitteilte, dass man immerhin 53%(!!!!!) seiner Beiträge gewinnbringend für ihn anlege. Ein gemeinsamer Anruf bei besagter Verischerung ergab, dass also tatsächlich rund 47% (!!!!!) der Beiträge für Vetragsverwaltung, Vertrieb usw. draufgehen. Aber dies würde sich ja noch im laufe der Jahre etwas reduzieren.....
Gehts eigentlich noch ??? Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen sowas. Nichts als Kosten und die reden den Kunden ein sie hätten ein tolles Produkt für ihre Altersversorgung abgeschlossen.

Na ja- wir alles schön gekündigt und ein paar superschöne Fonds gemacht als Sparplan.
Er ist begeistert und hat jedesmal mit seinem Kontoauszug einen echten und aktuellen Vertragsstand in der hand. Die Ausgabeaufschäge sind locker schon längst verdient und die Fonds laufen alle im Gewinn.

Ich kann nur immer wieder sagen: Finger weg von Riester, Rürup und sonstigen kapitalbildenden Versicherungen !!

Gute Nacht !!

Beitrag 27.03.2012, 04:38

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sverige hat geschrieben:bin weitestgehend bei dir mit deinen Argumenten. Aber: was nützt dem Kunden die "tolle Förderung", wenn diese alleine schon von den laufenden Kosten mehr als aufgefressen wird ??
Die Kosten eines solchen Vertrages sind enorm hoch. Da kann gefördert werden wie es will- es kommt für den Sparer nichts dabei rum, es sei denn er wird ein zweiter Jopi Heesters.
Schön fand ich in dem oben verlinkten Filmbeitrag ja auch den direkten Vergleich mit dem Sparstrumpf (meinetwegen auch Sparbuch). Dessen Vorteile:

- Kostenfrei und flexibel,
- "Rente" (Geldentnahme im Alter) komplett steuerfrei,
- bei vorzeitigem Ableben (so unter 95 Jahren) verbleibt das angesparte (Rest-)Vermögen in der Familie des Erblassers und fällt nicht als [s]ungerechtfertigte Bereicherung[/s] Spekulationsgewinn der Versicherungsgesellschaft zu.

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