Riester Rente ja oder nein ?

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 12.02.2014, 16:22

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AuCluster
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herakles hat geschrieben:
Dragonh3art hat geschrieben:
Leider hatte man versäumt uns zu sagen das wenn wir in Rente gehen da noch eine extrem geringe Steursache auf uns zu kommt.

MFG Dragonh3art
Die kanste getrost vergessen. Bis dahin ist der Betrag in der neuen Währung nicht mehr umrechnbar, weil man nicht mehr als 2 Nachkommastellen im Programm pflegt
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Beitrag 12.02.2014, 16:30

Stefonator
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Ich habe meine Riester auch seit einiger Zeit beitragsfrei gestellt.

Nun aber mal eine Frage, die mich gerade sehr real beschäftigt: In meinem Bekanntenkreis habe ich folgende Konstellation: Junge Familie, beide berufstätig, aber keine großen Einkommen. Zweites Kind ist gerade unterwegs. Man möchte etwas für's Alter sparen.
Aktuell steht dort Riester hoch im Kurs "wegen der Zulagen".

Was rate ich denen? Habt Ihr ganz konkrete Alternativen für diesen Fall auf Lager?

Und nein, die werden nicht anfangen, in EM anzulegen und der Kauf einer Immobilie steht auch noch nicht zur Debatte. Ich glaube, es soll auf ein "einfaches" Produkt hinauslaufen, in dem monatlich ein fester Betrag gespart wird.

Immer her mit Euren Vorschlägen!

Und: smilie_14 vorab!
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Beitrag 12.02.2014, 16:56

herakles
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Stefonator hat geschrieben:I

Junge Familie, beide berufstätig, aber keine großen Einkommen. Zweites Kind ist gerade unterwegs. Man möchte etwas für's Alter sparen.

Aktuell steht dort Riester hoch im Kurs "wegen der Zulagen".

Und nein, die werden nicht anfangen, in EM anzulegen

Ich glaube, es soll auf ein "einfaches" Produkt hinauslaufen, in dem monatlich ein fester Betrag gespart wird.
Na dann ist es ziemlich egal welches Papierprodukt sie nehmen. Bis die Junge Familie alt ist,
passiert mit Ihrem Ersparten so ziemlich das Gleiche wie mit Dragonh3art's Steuerschulden.

Das Einzige was Sie machen können, ist auf einem stinkt normalen Sparbuch Eigenkapital zu bilden um später doch ein Haus zu kaufen.

Beitrag 12.02.2014, 17:14

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Dragonh3art
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Du mußt erstmal fragen was die vor haben ?

Wollen die später eine Imobilie kaufen, oder eine Zusatzrente, oder, oder.

Natürlich ist alles was man heute abschließt und auf eine laufzeit von 30 Jahren plus plannt nicht wirklich vorraussehbar. Das gilt aber auch für unere Immobilie wir haben Riester gekündigt und wenn nicht gerade die Welt untergeht haben wir in 6 Jahren unser Haus ohne Hilfe vom Staat bezahlt, wenn dann einer sagt ja super Verkauf damit du im alter leben kannst haben wir halt pech.

Riester ist ein einfach zu rechnendes Produkt.
Gehen wir davon aus nur einer macht Riester dann sollte es die Frau sein, höhere Lebenserwartung, wenn der Mann stirbt bleibt die absicherung bestehen und und und.

Rechnung. (Nur geschätzt da ich das alter nicht kenne.) Sie 30 Jahre

Zahlt Monatlich 25€ macht 300€ +2x Kinder (a 300€) macht zusammen 900€ + zulage ca. 50€ + Steuervorteil der vieleicht auch nochmal 50€ aus macht. Jährliche einlage von 950€.
950€ x 37 (noch arbeitsjahre) macht 35.150€ ohne Zinsen. Mit ziensen vieleicht 38000€

So ich glaube die Rente wird auf das alter von 83 gerechnet heißt.

Die 35000 : 192 (12Monate x 16Jahre) macht irgendwas um die 198€
Diese werden jetzt auf die Rente gerechnet und mit dem dann aktuellen Steurersatz verrechnet.

Und dann kommen halt die ganzen aber,aber,aber, Währung geht baden, 1 Brötchen kostet 2,50€ und und und Was die sache wirklich bringt kann dir heute keiner sagen.

So in etwa würde die Berechnung für die Riester bei der Frau aussehen, wie gesagt kommt auf alter an und wieviel Sie einzahlen möchte. Für die Berechnung gebe ich aber keine Garantie nur so in etwa habe ich das ganze Verstanden
:wink:

Beitrag 12.02.2014, 17:31

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Der Goldene Kiel
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Dragonh3art hat geschrieben:Natürlich kannst du Riester kündigen. Wir kündigen gerade unser Riester BSV.

Bei der Auszahlung wird der Anteil der bezuschußt wurde direkt einbehalten und dann muß man den Steurlichen vorteil noch beim Finanzamt ausgleichen.
Nein, gerade das nicht, wenn man damit den Kredit für die selbstgenutzte Immobilie tilgt. Hatte das letzte Woche irgendwo im Netz gelesen, gedacht, das passt ja und deshalb bei der Bank nachgefragt. Heute die Bestätigung, daß es so geht, wie ich mir das vorstelle. Der Riester-Vertrag wird demnächst Geschichte sein und mein Bauspardarlehen um den entsprechenden Betrag reduziert.

Beitrag 12.02.2014, 17:42

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Dragonh3art
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Der Goldene Kiel hat geschrieben: Nein, gerade das nicht, wenn man damit den Kredit für die selbstgenutzte Immobilie tilgt.
?????

Wie gerade das nicht wenn man damit eine selbstgenutzte Immobilie Tilgt ? Natürlich geht das der Kreditgeber muß natürlich zustimmen. Wenn man vernünftige Argumente hat und auch belegen kann das man die Tilgung auch so hin bekommt Funktioniert es.

Bei uns war der BSV als anschlußsicherrung fürs Haus gedacht. Wir konnten allerdings belegen das wenn bei uns alles ganz ganz schief läuft wir im anschluß noch 40000 Finanzieren müßen und das ist kein Problem.
Außerdem hat die Bank von uns die Unterlagen das wir unsere Wohnung davor noch verkaufen möchten/werden da bleiben auch noch 2 BSV über genug über.Also hat die Bank genug sicherheiten.

Wenn ich natürlich sage ich kann das nicht bezahlen und wie ich meine Immobilie nach dem ablauf der Bindung finanziere weiß ich auch nicht und arbeitslos bin ich auch geworden. Da wird es schon etwas eng mit der Begründung.

mfg Dragonh3art

Beitrag 12.02.2014, 17:52

Fata.Sibyllina
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...folgende Konstellation: Junge Familie, beide berufstätig, aber keine großen Einkommen. Zweites Kind ist gerade unterwegs. Man möchte etwas für's Alter sparen.
Eine junge Familie ohne großes Einkommen dürfte eine Weile damit beschäftigt sein 5.000 - 10.000€ an "Notgroschen" zu sparen, damit künftig keine Kredite für Auto, Waschmaschine, Möbel, Umzug und Renovierung etc. anfallen. Das Vermeiden teurer Kredite ist normalerweise am rentabelsten, außerdem steigen gerade für Familien die Lebenshaltungskosten stetig und in exorbitanter Höhe. Wer weiß, ob von den Einkommen in wenigen Jahren überhaupt noch etwas übrig bleibt, man für die Klassenfahrt und die neuen Sommerreifen in den Kontokorrent rutscht?
Wenn die Kinder dann aus dem Gröbsten raus sind, kann ein größerer Teil des Verdiensts zurückgelegt werden für's Alter.

Ich weiß, dieser Vorschlag ist trocken und phantasielos, und ich wüsste von Niemandem in meinem Bekanntenkreis, der nicht a) einen oder mehrere Kredite und zugleich b) eines oder mehrere so genannte Sparprodukte besitzt. Aber der Vorteil dieser windigen Spekulation, die als solche nicht erkannt wird, hat sich mir bisher nicht erschlossen. Was nützt es, wenn ich auf dem Weg zur versprochenen Traumrendite den Liquiditätstod sterbe?
Sapere aude, incipe!

Beitrag 12.02.2014, 18:17

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Der Goldene Kiel
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Dragonh3art hat geschrieben: Wie gerade das nicht wenn man damit eine selbstgenutzte Immobilie Tilgt ?
Daß die Zuschüsse einbehalten werden. So hatte ich Deine Aussage im vorigen Posting verstanden.
Natürlich geht das der Kreditgeber muß natürlich zustimmen.
Sondertilgungen sind ja meist im Darlehensvertrag festgelegt. In meinem Fall ist's ein Bausparvertrag und da hab' ich vorhin die Aussage bekommen, daß beliebige Sondertilgungen möglich sind.
Wenn man vernünftige Argumente hat und auch belegen kann das man die Tilgung auch so hin bekommt Funktioniert es.
???
Was soll man da belegen? Würde ja auch ohne die zusätzliche Sondertilgung aus dem Riestervertrag funktionieren.

Beitrag 12.02.2014, 18:37

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Dragonh3art
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Also bei uns werden wenn wir die Riester ausgezahlt bekommen, die 154€ zuschuß und die 300€ zuschuß direkt einbehalten steht auch so im Vertrag. Den Steuerlichen vorteil muß ich dann beim nächsten Steuerjahresausgleich machen.

Einen BSV kann man in der Abzahlphase jederzeit sogar zu 100% zurück zahlen. Habe ich selber schon gemacht. Bei einem normalen Kredit kommen die Vorzugszinsen oder wie die heißen zu der Kreditsumme dazu.

Beitrag 12.02.2014, 18:55

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Datenreisender
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Määäh ...

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Beitrag 12.02.2014, 20:36

Marek
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Hi,

folgende Problematik:
- die junge Frau (von oben) schließt einen Rietervertrag ab
(...das Geld dafür "spart sie sich / ihren Kindern vom Munde ab...")
- der Kerl geht stiften: Scheidung.
- Wenn die dann alt ist, wird folgende Rechnung aufgemacht:
- 400 € Rente (aus eigener Erwerbstätigkeit + Anteile vom Mann + Kinder) + 150 € aus Riestervertrag = 550 € / Monat.
- Hartz IV = 1.000 €, somit gibt es (1.000€ - 550 € =) 450 € Unterstützung vom Staat.

Wer hat hier jetzt einen Reibach gemacht? smilie_08

Wer absehbar unter 40 Jahre arbeitet oder "nur" Teilzeit oder absehbar "immer" wenig verdient sollte sich m.E.
eher was unters Kopfkissen legen wo der Staat nichts von weiß:
Dann kann man auch den Enkeln mal was schenken oder sich selbst was kaufen.
Zuschläge hin oder her (- ... wer bezahlt die übrigens ? ) halte ich Riestern für oben umrissene Personengruppe für Unfug.

Liebe Grüße, Marek

Beitrag 13.02.2014, 11:02

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Hellweg
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Marek hat geschrieben:Hi,

folgende Problematik:
- die junge Frau (von oben) schließt einen Rietervertrag ab
(...das Geld dafür "spart sie sich / ihren Kindern vom Munde ab...")
- der Kerl geht stiften: Scheidung.
- Wenn die dann alt ist, wird folgende Rechnung aufgemacht:
- 400 € Rente (aus eigener Erwerbstätigkeit + Anteile vom Mann + Kinder) + 150 € aus Riestervertrag = 550 € / Monat.
- Hartz IV = 1.000 €, somit gibt es (1.000€ - 550 € =) 450 € Unterstützung vom Staat.

Liebe Grüße, Marek
Herr Marek,

Sie haben recht!

Mit der Rister Rente wird sich der Staat, in absehbarer Zeit, aus der Verantwortung stehlen
und diesen auf die kommende Einheitsrente anrechnen.

Gruß Hellweg

Beitrag 13.02.2014, 12:28

herakles
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Hellweg hat geschrieben:
Marek hat geschrieben:Hi,

folgende Problematik:
- die junge Frau (von oben) schließt einen Rietervertrag ab
(...das Geld dafür "spart sie sich / ihren Kindern vom Munde ab...")
- der Kerl geht stiften: Scheidung.
- Wenn die dann alt ist, wird folgende Rechnung aufgemacht:
- 400 € Rente (aus eigener Erwerbstätigkeit + Anteile vom Mann + Kinder) + 150 € aus Riestervertrag = 550 € / Monat.
- Hartz IV = 1.000 €, somit gibt es (1.000€ - 550 € =) 450 € Unterstützung vom Staat.

Liebe Grüße, Marek
Herr Marek,

Sie haben recht!

Mit der Rister Rente wird sich der Staat, in absehbarer Zeit, aus der Verantwortung stehlen
und diesen auf die kommende Einheitsrente anrechnen.

Gruß Hellweg

Ich möchte ein wenig korrigieren(ergänzen), dennoch prinzipiell Recht geben.

Der Staat sind die Steuerzahler. Also müssen die künftigen Steuerzahler nicht zusätzlich für die künftigen Rentner haften, die nicht genug Rente bekommen werde um davon zu leben.
Also wird die künftige erhöhte Renten-Last der nächsten Rentnergeneration auf ihre Aktivzeit vorgezogen. Auf den ersten Blick ist das gerecht.

Mit der Demographischen Entwicklung, Lebenserwartung etc kann man auch das noch irgendwie erklären bzw. verkraften.


Aber, hier kommen meine zwei Kritikpunkte.

Dem künftigen Rentner, also dem heutige Steuerzahler wird vorgegaukelt:

a) das System in das er einzahlt, sei später grundsätzlich "kostendeckend", er lediglich die "Komfortlücke" schließen müsste.

vor Allem aber

b) die Zusatzrente wäre sicher !!

Gerade b) ist für die meisten Betroffenen völliger Humbug. Das Geld wird in 20-30 Jahren pfutsch sein, die nächste Aktive-Generation wird trotzdem die hohen Kosten übernehmen, aber die Finanzbranche und der Staatsapparat haben wieder über die Zeitspanne einer Generation Geld verdient!



Zu diesem Vorgehen passt auch das für mich völlig unverständliche Urteil des BGH zum Thema Übernahme der Heimkosten für Eltern! Hier nutzt der Staat schamlos Emotionen aus.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/mei ... 52895.html

Das ist viel Schlimmer als die Rententhematik. Warum.

Wir haben den Generationenvertrag. Er geht ausdrücklich über die Familiengrenze hinaus und hat uns auf eine neue "Stufe der Zivilisation" gebracht, nämlich Familienplanung und nicht 5 Kinder zu zeugen um später im Alter genug Unterhalt zu bekommen, so wie in Drittweltländern, in den es noch Familienbanden gibt. Was besser ist wird sich zeigen.

Das Urteil passt ÜBERHAUPT nicht dazu! Warum?

Im jetzigen System hat man ein Pflege-Pflichtversicherung! Man zwingt also jeden in das System. Damit müssen Eltern nicht mehr 5 Kinder zeugen, diese wiederum haben mit den Beiträgen Ihre gesetzliche Pflicht ggü allen Eltern getan. Generationenvertrag.

In der primitiven Form müssen sich Eltern um die 5 Kinder bemühen um später etwas zu bekommen. Ist irgendwo gerecht, mal von Ausnahmen abgesehen.

Dieses Urteil bringt den Sohn irgendwie in eine völlig beschissene Lage. Er muss einerseits Beiträge in die PV einzahlen, zusätzlich die Heimkosten übernehmen OBWOHL sein Vater ihn enterbt hatte, was im primitiven System dazu geführt hätte, dass er(Vater) auf der Straße landet.

Also will (nicht der Staat sondern) das Staatsapparat, sämtliche Sozialkosten den Steuerzahlern aufbürden, während er sie zusätzlich belastet damit es und die Finanzbranche sich gut gehen lassen können.


Wenn jemand nun glaubt in diesem System die richtigen zu bescheißen, in dem er Gold unterm Kopfkissen für später hortet und trotzdem Hilfe kassiert, den muss ich enttäuschen. Er wird entweder die heutigen oder die künftigen Steuerzahler bescheißen, nicht aber die Apparatschiks!

Staatsapparat und Finanzbranche sind unzertrennlich, egal wie oft das Gegenteil gesagt wird.

Beitrag 13.02.2014, 13:40

Stefonator
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Was ich bisher mitnehme:

1. Kredite tilgen, sofern welche vorhanden.
2. Polster aufbauen für Notfälle. In der Höhe nach nach persönlichem Befinden. Ratsam sind aber ca. 6 Nettogehälter.
3. Polster für Anschaffungen aufbauen, um Konsumentenkredite zu vermeiden.

Bis dahin super! Danke!

Was noch?
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Beitrag 13.02.2014, 14:04

michi852
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Oh man. Hier wird echt viel fast richtiges über Riester geschrieben.
Wichtig für Riester ist, dass man das Einkommen weiß. Hab ich das überlesen?
Wenn nicht sind hier alle anderen Berechnungen falsch. Ich stelle die wahrscheinlichste aus und dann sieht man den Vorteil:

Frau verdient wenig. Das heißt ihr Eigenbeitrag ist 5 €! monatlich. ( das sollte möglich sein, ohne dass man es vom Mund absparen muss, wenn nicht, hat das keinen Sinn)
Beitrag bleibt so lange 5 € wie sie Kindergeld bekommt und unter 20.000 € jährlich Brutto verdient.
Sie zahlt also 60 € im Jahr und erhalt 2*300 € für die Kinder und 154 für sich an Förderungen.
Wer sagt, dass sich das nicht loht.

Und ja, es wird versteuert ( wer das als Negativpunkt anspricht hat die Rentenreform 2005 nicht verstanden und sollte sich die Besteuerung von Renten anschauen)
Und ja, es wird von der Grundsicherung abgezogen. Wer darunter liegt, sollte als nicht vorsorgen. Wer weiß, wo die Grundsicherung mal liegt, oder ob es amerikanische Verhältnisse gibt( halte ich persönlich für sehr realistisch).
Also dann viel Spaß beim Putzten mit 70 Jahren und der Altersarmut.
Erfolgreich gehandelt mit: waopme, Silberjohann, goldundsilber, boleo, Spitzley

Beitrag 13.02.2014, 15:04

herakles
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michi852 hat geschrieben:
Ich stelle die wahrscheinlichste aus und dann sieht man den Vorteil:

Frau verdient wenig. Das heißt ihr Eigenbeitrag ist 5 €! monatlich. ( das sollte möglich sein, ohne dass man es vom Mund absparen muss, wenn nicht, hat das keinen Sinn)
Beitrag bleibt so lange 5 € wie sie Kindergeld bekommt und unter 20.000 € jährlich Brutto verdient.
Sie zahlt also 60 € im Jahr und erhalt 2*300 € für die Kinder und 154 für sich an Förderungen.
Wer sagt, dass sich das nicht loht.

Und ja, es wird versteuert ...
Und ja, es wird von der Grundsicherung abgezogen. ...
Michi,

in Deinem beispiel verdient die Frau max. 1250,00 Netto! Mit zwei Kindern lebt sie also unterm H4 Satz!

OK, 5€ sind nicht die Welt. Sie spart es. Sagen wir bis das kleinste Kind 18 ist, also sagen wir insgesamt 20 Jahre. Sie akkumuliert ca 15k an Förderungen, sagen wir mit 40.
Also muss sie bis zur Rente noch 27 Jahre warten.

Sag Du mir, was mit dem Betrag bis dahin passiert und wie hoch Ihre gesetzlichen Rente sein wird, bei diesem Gehalt. Höchstwahrscheinlich unterm H4 Satz.

Soll das die ultimative Altersvorsorge sein??

Beitrag 13.02.2014, 15:13

herakles
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Fata.Sibyllina hat geschrieben:[

Eine junge Familie ohne großes Einkommen dürfte eine Weile damit beschäftigt sein 5.000 - 10.000€ an "Notgroschen" zu sparen, damit künftig keine Kredite für Auto, Waschmaschine, Möbel, Umzug und Renovierung etc. anfallen. Das Vermeiden teurer Kredite ist normalerweise am rentabelsten, außerdem steigen gerade für Familien die Lebenshaltungskosten stetig und in exorbitanter Höhe. Wer weiß, ob von den Einkommen in wenigen Jahren überhaupt noch etwas übrig bleibt, man für die Klassenfahrt und die neuen Sommerreifen in den Kontokorrent rutscht?
Wenn die Kinder dann aus dem Gröbsten raus sind, kann ein größerer Teil des Verdiensts zurückgelegt werden für's Alter.

Ich weiß, dieser Vorschlag ist trocken und phantasielos, und ich wüsste von Niemandem in meinem Bekanntenkreis, der nicht a) einen oder mehrere Kredite und zugleich b) eines oder mehrere so genannte Sparprodukte besitzt. Aber der Vorteil dieser windigen Spekulation, die als solche nicht erkannt wird, hat sich mir bisher nicht erschlossen. Was nützt es, wenn ich auf dem Weg zur versprochenen Traumrendite den Liquiditätstod sterbe?
Das ist leider die traurige Realität!

Sehr viele Menschen werden nicht für Ihr Alter etwas zurücklegen können, weil sie mit dem Leben jeden Tag "Sex haben". Wenn Sie nicht aufpassen, zahlen Sie in Ihrer Armut noch drauf.

Deshalb meine Volle Zustimmung.
Notgroschen anhäufen um nicht auf teure Notkredite angewiesen zu sein.

Beitrag 13.02.2014, 15:17

Geldsammler
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Wohnort: München
Ich bin ein sehr sprachlich/ethymologisch denkender Mensch. Das Ding heißt Riester-Rente und ist eine private Rentenversicherung. Riester verdient steht heute auf der Payroll von Finanzkonzernen.
smilie_08

So, und jetzt alle mal nachdenken, wer hier an der Rente verdient und wer nicht.

Die geschäftlichen Verbindungen Riesters (und Bert Rürups) zum Finanzdienstleister AWD kritisierte Transparency International als "Beispiel für politische Korruption
Aus Wikipedia


Womit wir auch noch den anderen tollen Namensgeber einer Altersfürsorge hätten. Ich glaube Riester-Rente heißt so, weil man damit Riesters Rente bezahlt. Ganz einfach.

Und das nächste Mal erzähle ich Euch eine schöne Geschichte vom SPD- und Gewerkschaftsmitglied Peter Hartz.

(Man sieht: Korruption ist kein Privileg von konservativen und liberalen Parteien. Es ist ein Privileg von Parteien an sich.)

Beitrag 13.02.2014, 15:24

herakles
500 g Barren Mitglied
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Geldsammler hat geschrieben:Ich bin ein sehr sprachlich/ethymologisch denkender Mensch. Das Ding heißt Riester-Rente und ist eine private Rentenversicherung. Riester verdient steht heute auf der Payroll von Finanzkonzernen.
smilie_08

So, und jetzt alle mal nachdenken, wer hier an der Rente verdient und wer nicht.

Die geschäftlichen Verbindungen Riesters (und Bert Rürups) zum Finanzdienstleister AWD kritisierte Transparency International als "Beispiel für politische Korruption
Aus Wikipedia


Womit wir auch noch den anderen tollen Namensgeber einer Altersfürsorge hätten. Ich glaube Riester-Rente heißt so, weil man damit Riesters Rente bezahlt. Ganz einfach.

Und das nächste Mal erzähle ich Euch eine schöne Geschichte vom SPD- und Gewerkschaftsmitglied Peter Hartz.

(Man sieht: Korruption ist kein Privileg von konservativen und liberalen Parteien. Es ist ein Privileg von Parteien an sich.)
smilie_09

Meno, wir wollten die Riesterrente hier ganz langsam tot diskutieren. Du kommst mit dem gnadenlosen Todesstoß daher. :lol:

Beitrag 13.02.2014, 15:24

michi852
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Registriert: 29.09.2010, 12:29
Es gibt zwei folgenschwere Fehler, die viele bei dem Thema machen:
1. Dicker Fehler: Sich auf den Staat verlassen und auf Grundsicherung hoffen
2. Dicker Fehler: Ne Riesterrente abschließen und glauben man sei versorgt. Das kann Riester nicht, konnte er nie und wird er nie können.
Altersvorsorge kostet eben Geld.
Unsere frau kann den Vertrag still legen, wenn die nicht mehr zahlen kann. In 20 Jahren kommen immerhin 16 T€ zusammen. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass die nur ca 1200 € eingezahlt hat. Wo bekomme ich sonst legal und garaniert diese Rendite? Und 16 T€ sind besser als nicht. Und ca 5 € kann Sie sich sogar sofort auszahlen lassen und für den Rest jeden Tag ein Brötchen kaufen =O)
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