Schweizer Franken?!

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 03.08.2011, 15:47

BoKing
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Auch wenn es nicht unbedingt in dieses Forum reingehört.. habe ich schon öfter gelesen, dass einige von euch auch in den Schweizer Franken angelegt haben? Dieser gilt ja ebenfalls als sehr sicher Anlage. Aber wie muss ich mir das vorstellen? Wie habt ihr da euer Geld angelegt? Wird das über Papiere an der Börse gehandelt oder tauscht man sein Geld irgendwo in Franken um. Tut mir Leid für diese mit Sicherheit dumme Frage smilie_13

Beitrag 03.08.2011, 15:52

goldmob
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du machst jetzt täglich mehrere threads zu deinen einzelnen anlagefragen auf? smilie_08 smilie_03

Beitrag 03.08.2011, 15:58

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Titan
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BoKing hat geschrieben:Auch wenn es nicht unbedingt in dieses Forum reingehört.. habe ich schon öfter gelesen, dass einige von euch auch in den Schweizer Franken angelegt haben? Dieser gilt ja ebenfalls als sehr sicher Anlage. Aber wie muss ich mir das vorstellen? Wie habt ihr da euer Geld angelegt? Wird das über Papiere an der Börse gehandelt oder tauscht man sein Geld irgendwo in Franken um. Tut mir Leid für diese mit Sicherheit dumme Frage smilie_13
Guter Rat von einem erfahrenen Börsenkenner(jahrelang ! selbst gehandelt--in Echtzeit ):
Laß die Finger davon--oder Du bekommst mächtige Blasen durch das Verbrennungspotential
Hier geht es im Forum um den Austausch von Infos über EM...
...und der Franken ist AUCH eine Papierwährung.
T.
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 03.08.2011, 16:01

BoKing
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ja ich will halt nur meine anlage etwas breiter streuen.. und von aktien, zertifikaten möchte ich halt die finger lassen.... möchte mich nicht jeden tag mit meinen finanzen beschäftigen wollen..... aber so etwas wie bundesanleihen oder halt die investition in eine andere währung schein für mich zudem sinnvoll...... leider weiß ich nur gerade nicht ob es neben den gehandelten papieren an der börse auch andere möglcihkeiten gibt in den franken anzulegen.....

Beitrag 03.08.2011, 16:02

BoKing
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@ goldmob warum denn nicht darum gehts doch um sich in einem forum auszutauschen oder nicht.....?!

Beitrag 03.08.2011, 16:09

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Pinguin
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Wie wärs für den Anfang mit der Forensuche und wenn Du zu dem Ergebnis kommst, tatsächlich einen eigenen Faden zu brauchen, dann gib dem wenigstens einen sinnvollen, aussagekräftigen Namen!

Ping

Beitrag 03.08.2011, 17:22

tgwg
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aktuelle Nachricht zum Schweizer Franken:

Schweizer Nationalbank flutet den Markt mit Franken
Die Notenbank der Schweiz (SNB) hat sich am Mittwoch zu einer Aktion durchgerungen, die man so nicht alle Tage erlebt. Um den massiven Anstieg des Franken zu bremsen, wurde der Leitzins überraschend gesenkt und der Markt mit der eidgenössischen Währung geflutet.


Quelle s. hier

Beitrag 03.08.2011, 17:26

BoKing
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17:10 Die Zinssenkung der Schweizer Nationalbank ist auf den Devisenmärkten mittlerweile wieder verpufft. Nachdem der US-Dollar zum Schweizer Franken zunächst auf 0,7788 stieg, notiert er aktuell bei 0,7657 Schweizer Franken - was in etwa dem Vortageswert entspricht.

Beitrag 03.08.2011, 17:30

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Titan
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BoKing hat geschrieben:ja ich will halt nur meine anlage etwas breiter streuen.. und von aktien, zertifikaten möchte ich halt die finger lassen.... möchte mich nicht jeden tag mit meinen finanzen beschäftigen wollen..... aber so etwas wie bundesanleihen oder halt die investition in eine andere währung schein für mich zudem sinnvoll...... leider weiß ich nur gerade nicht ob es neben den gehandelten papieren an der börse auch andere möglcihkeiten gibt in den franken anzulegen.....
Nochmal in aller Freundschaft...
Deine Fragen gehören an einen Tisch mit einem Berater für Deine speziellen Vorstellungen und Wünsche
Hier gibt es niemanden,der solch Expertenwissen über ein öffentliches Forum weitergibt...
aus ganz verständlichen Gründen smilie_24
Ich bin schon jahrelang EM-Jäger und Ich schlafe bestens--weil Ich weiß
weshalb Ich genau das tue--und deswegen hier auch aktiv meine Erfahrung über EM einbringe smilie_01
Geh mal in Dich zu einer Selbsterkenntnis..."was will Ich in diesem,ja in diesem Forum" smilie_08
T.
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Pythagoras von Samos

Beitrag 03.08.2011, 17:43

bcdd
Newcomer
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Auf die Gefahr hin, mich mit meinem ersten Post in diesem Forum gleich in die Nesseln zu setzen, weil das Thema nicht EM-relevant UND bereits in anderen Threads behandelt wurde UND ich meinem Vorredner indirekt widerspreche smilie_13 :

Ich handle auch mit dem CHF. Eine Short-Position EUR/CHF habe ich gestern geschlossen und habe heute die "Manipulation" der Eidgenossen zum Wiedereinstieg genutzt. Ich handle über www.oanda.com, aber es gibt mehrere vergleichbare Broker mit unterschiedlichen Schnittstellen bis hin zu Metatrader, z.B. bei TadawulFX.

Achtung: Damit kann man sich aufs Übelste die Finger verbrennen, bis hin zum Totalverlust binnen Minuten, denn diese Broker lassen ihre Kunden mit Margin handeln. Ich nutze das (und Derivate auf EM) zur kurzfristigen Spekulation mit hohem Risiko, das ist keinesfalls mit der Anlage in physische EM zu vergleichen, das sind entgegengesetzte Risikoklassen!

Schöne Grüße,
Chris
Wer handelt, kann verlieren.

Beitrag 03.08.2011, 17:53

BoKing
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Super Vielen Dank Chris wenigstens mal nen kommentar zum eigentlichen Thema danke smilie_01

Beitrag 03.08.2011, 17:54

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Titan hat geschrieben:Hier gibt es niemanden,der solch Expertenwissen über ein öffentliches Forum weitergibt...
aus ganz verständlichen Gründen smilie_24
Hä!? Weisst Du nichts oder willst Du nichts zu der gestellten Frage sagen?

Also ein paar kurze Fakten zum schweizer Franken:

Golddeckung:
Die Schweizer haben sich die Golddeckung des schweizer Franken 1993 mit dem Beitritt der Schweiz zum IWF abnehmen lassen (war eine Bedingung). Seitdem ist der schweizer Franken, der früher immer als traditionelle "Fluchtwährung" galt, auch nur noch "normales" Fiat-Money, das - wie die Erfahrungen der Geschichte gezeigt haben - früher oder später zu seinem inneren Wert zurückkehren wird: NULL

Schweizer National Bank (SNB):
Die Schweizer National Bank weitet zur Zeit wie bescheuert die Geldmenge in schweizer Franken aus und kauft davon Euros auf wie blöde. Die bezeichnen dieses selbstmörderische Vorgehen als "Intervention", um den Wechselkurs Franken <-> Euro zu stabilisieren. Was wohl mit der SNB und dem Franken passiert, wenn der Euro crasht?
Neben der brutalstmöglichen Ausweitung der Geldmenge in schweizer Franken hat die SNB zeitgleich den Leitzins weiter herabgesetzt, nach offizieller Verlautbarung zwecks "Ankurbelung der Wirtschaft". Die erwartbare Folge heisst Inflation.

Private Banken (Credit Suisse, UBS usw.):
Von einem internationalen Bankencrash (z. B. als Folge eines Crashs bei Staatsanleihen oder Währungen) wären auch die grossen schweizer Privatbanken betroffen. Das Problem ist, dass die Bilanzsummen der schweizer Privatbanken die jährliche Wirtschaftskraft (BIP) der Schweiz um das Achtfache übersteigen. Too big to bail. Wenn den schweizer Privatbanken etwas passiert wie beispielsweise bei Lehman Brothers oder der Commerzbank, dann wird aus der Schweiz ein zweites Island.

Fazit: "Sicher" ist ganz bestimmt etwas anderes.

Beitrag 03.08.2011, 17:54

hartgeld
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Ich habe letztes Jahr ein paar von den 20 CHF Silber Gedenkmünzen gekauft. Die sind ähnlich interessant wie früher die 10 Silbereuro der BRD. Leider habe ich zu wenig gekauft und aktuelll gibt es die wohl nur noch sehr vereinzelt bzw. zu einem Ausgabepreis von 30 statt 20 CHF.
Aber der Währungsgewinn ist bei diesen Münzen schon erstaunlich gewesen. Solange Gold noch steigt, wird wohl auch der Franken aufwerten als traditioneller sicherer Hafen...

smilie_22

Beitrag 03.08.2011, 17:56

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BoKing hat geschrieben:Auch wenn es nicht unbedingt in dieses Forum reingehört.. habe ich schon öfter gelesen, dass einige von euch auch in den Schweizer Franken angelegt haben? Dieser gilt ja ebenfalls als sehr sicher Anlage. Aber wie muss ich mir das vorstellen? Wie habt ihr da euer Geld angelegt? Wird das über Papiere an der Börse gehandelt oder tauscht man sein Geld irgendwo in Franken um. Tut mir Leid für diese mit Sicherheit dumme Frage smilie_13
Es gibt mehrere (einfache) Möglichkeiten, Geld in schweizer Franken anzulegen:
- Du kaufst bei Deiner Bank Sorten (Bargeld)
- Du führst bei Deiner Bank ein Fremdwährungskonto
- Du kaufst über das Wertpapier-Depot bei Deiner Bank schweizer Staats- bzw. Unternehmensanleihen in Franken

Beitrag 03.08.2011, 18:38

leo
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Datenreisender hat geschrieben:
Titan hat geschrieben:Hier gibt es niemanden,der solch Expertenwissen über ein öffentliches Forum weitergibt...
aus ganz verständlichen Gründen smilie_24
Hä!? Weisst Du nichts oder willst Du nichts zu der gestellten Frage sagen?

Also ein paar kurze Fakten zum schweizer Franken:

Golddeckung:
Die Schweizer haben sich die Golddeckung des schweizer Franken 1993 mit dem Beitritt der Schweiz zum IWF abnehmen lassen (war eine Bedingung). Seitdem ist der schweizer Franken, der früher immer als traditionelle "Fluchtwährung" galt, auch nur noch "normales" Fiat-Money, das - wie die Erfahrungen der Geschichte gezeigt haben - früher oder später zu seinem inneren Wert zurückkehren wird: NULL

Schweizer National Bank (SNB):
Die Schweizer National Bank weitet zur Zeit wie bescheuert die Geldmenge in schweizer Franken aus und kauft davon Euros auf wie blöde. Die bezeichnen dieses selbstmörderische Vorgehen als "Intervention", um den Wechselkurs Franken <-> Euro zu stabilisieren. Was wohl mit der SNB und dem Franken passiert, wenn der Euro crasht?
Neben der brutalstmöglichen Ausweitung der Geldmenge in schweizer Franken hat die SNB zeitgleich den Leitzins weiter herabgesetzt, nach offizieller Verlautbarung zwecks "Ankurbelung der Wirtschaft". Die erwartbare Folge heisst Inflation.

Private Banken (Credit Suisse, UBS usw.):
Von einem internationalen Bankencrash (z. B. als Folge eines Crashs bei Staatsanleihen oder Währungen) wären auch die grossen schweizer Privatbanken betroffen. Das Problem ist, dass die Bilanzsummen der schweizer Privatbanken die jährliche Wirtschaftskraft (BIP) der Schweiz um das Achtfache übersteigen. Too big to bail. Wenn den schweizer Privatbanken etwas passiert wie beispielsweise bei Lehman Brothers oder der Commerzbank, dann wird aus der Schweiz ein zweites Island.

Fazit: "Sicher" ist ganz bestimmt etwas anderes.

Vielen Dank Datenreisender,

deine Infos bewahren mich davor CHF zu kaufen,denn darüber habe ich auch schon ernsthaft nachgedacht. smilie_01
Sind eigentlich "Rohstoffwährungen" z.B. aus Brasilien, Süd-Afrika, Australien etc. sinnvoll ?

Beitrag 03.08.2011, 21:36

Suedwester
Die Differenz zwischen Sorten-Ankaufskurs und Verkaufskurs, wenn Du CHF bei einer Bank in Deutschland kaufst, ist enorm. Und manchmal fallen sogar noch zusätzliche Gebühren an. Der CHF ist zudem extrem teuer geworden. Zu DM-Zeiten kostete ein Franken meist zwischen DM 1,10 und DM 1,20. Beim heutigen Mittelkurs, umgerechnet, liegt der Franken bei DM 1,80. Wenn man eher an Anleihen in CHF denkt, dann sind die Zinsen so gering, daß sie kaum die Kosten decken. Wie weit soll der CHF noch steigen? Ist das aktuelle Kursniveau noch realistisch? Und ja, der CHF ist natürlich auch nur eine Papierwährung, wenn auch viel stabiler als der Euro.

Australische Dollar könnten eventuell noch interessant sein. Niedrige Staatsverschuldung, reich an Rohstoffen, Rendite der Anleihen deutlich höher als in Mitteleuropa. Allerdings ist der Australische Dollar schon recht teuer geworden.

Auch der Brasilianische Real hat stark an Wert gewonnen. Ob man Anleihen kaufen sollte? Hm?

Südafrikanische Anleihen (auch z.B. vom Energieversorger Eskom) gelten generell als recht sicher, auch ist die Rendite relativ hoch. Man sollte nur bedenken, daß der Wechselkurs Rand - Euro zum Teil sehr stark schwankt. Im Dezember bekam man zeitweise nur 8,80 Rand für einen Euro, dann gings plötzlich auf 10,00 rauf, und jetzt sind wir bei 9,65. Die Inflation in Südafrika liegt offiziell bei 5%, also deutlich höher als in Deutschland. Es gibt keine eindeutige Korrelation zwischen Goldpreis und Rand-Wechselkurs. Und dann verliert man natürlich jedes Mal, wenn man von einer Währung in die andere tauscht, egal ob zum Devisen- oder Sortenkurs.

Beitrag 03.08.2011, 22:04

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Titan
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bcdd hat geschrieben:...UND ich meinem Vorredner indirekt widerspreche smilie_13 :Achtung: Damit kann man sich aufs Übelste die Finger verbrennen, bis hin zum Totalverlust binnen Minuten, denn diese Broker lassen ihre Kunden mit Margin handeln. Ich nutze das (und Derivate auf EM) zur kurzfristigen Spekulation mit hohem Risiko, das ist keinesfalls mit der Anlage in physische EM zu vergleichen, das sind entgegengesetzte Risikoklassen!
Schöne Grüße,
Chris
Hier ist nochmal der "Vorredner"---Du widersprichst mit keinem einzigen Wort smilie_01
Du hast nur Deine Erfahrung kundgetan--und mir sogar Recht gegeben smilie_24
Ließ meinen obigen Artikel nochmal in Ruhe (wenn Du willst)
T.
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"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 03.08.2011, 22:09

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Datenreisender
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Suedwester hat geschrieben:Australische Dollar könnten eventuell noch interessant sein. Niedrige Staatsverschuldung, reich an Rohstoffen, Rendite der Anleihen deutlich höher als in Mitteleuropa. Allerdings ist der Australische Dollar schon recht teuer geworden.
Australien hat ein Aussenhandelsdefizit, d. h. die Australier verkonsumieren mehr Importe, als sie mit dem Export ihrer Rohstoffe verdienen. Gleichzeitig hat Australien kaum Industrie (lediglich im Bereich der Minen und im Bausektor). Eine "Rohstoffwährung" halte ich nur dann für längerfristig sicher, wenn die Erlöse aus dem Verkauf der Rohstoffe ausreichen, um den Konsum des betreffenden Landes zu decken.

Beitrag 03.08.2011, 22:37

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TimmThaler
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Wohnort: wilder Osten
Der Franken ist ein sehr heißes Eisen: warum? Nun, die Zinsen sind in der Schweiz extrem niedrig, ähnlich wie in Japan. Gleichzeitig ist die Währung bombenhart (momentan).

Das ist für die Schweiz ein Problem, da sich 'tout le monde' im Franken hoch verschuldet, und das Ausland mit Franken zuzukippen, was die Notenbank derzeit versucht, erhöht nur das Risiko, Stichwort Blasenbildung (hier: eine riesige Kreditblase).

Zudem ist eine so extrem haussierende Währung wie der Franken für die Finanzwelt und deren Stabilität nicht gut: die Gläubiger in Franken werden zwar auf dem Papier immer reicher, aber das ja aktuell nur, da die Währungskulisse um sie herum eingrützt.
Und die Schuldner in Franken können in die Klemme kommen, wenn die Sicherungsgüter nicht in SFR notieren und die zum Bedienen des Kredits notwendigen Einnahmen in Fremdwährung (Euro, Dollar) generiert werden. Es droht dann nämlich ein credit crunch und Zwangsliquidation in sfr-Krediten.

Wenn bei der nächsten Krise eine oder gar mehrere Schweizer Großbanken krachen gehen, dann kann die kleine Schweiz diese auch kaum noch retten, und dann geht der Franken urplötzlich massiv in die Grütze.

Wer jetzt, bei diesen astronomischen Kursen (1,10 CHF je Euro) in den Franken geht, hält eine Währung, bei der eine große Gruppe von Staaten und Investoren hohes Interesse haben, dass sie nicht weiter steigt, und zudem mit unterirdisch niedrigen Zinsen (ca. 0,5 %, wenn Du das Geld nicht für lange Jahre binden willst).

Das mag eine Weile gutgehen, es gibt Leute, die sehen bald die Parität zum Euro, das wäre derzeit eine 10%-Spekulation. Aber wenn der Franken zu 1,40 oder 1,50 SFR je Euro zurückkehrt, was von der Kaufkraft her hinkäme, hast Du einen Riesenverlust und auch nur (hübsches) Papiergeld.
Manche sagen, die Regierung sei unfähig. Das stimmt nicht. Die sind zu allem fähig!
*
Erfolgreich gehandelt mit: Joschi, silverlion, Horst, MelXX, Wetterfrosch, nameschonweg, Jimpanse, Todeja, Edelmetallinvestor, xmio, Robin8888, Goldschürfer, eugene

Beitrag 03.08.2011, 22:39

leo
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Mhh, es muß doch Alternativen zu Gold und Immobilien geben.

Vor 2 Jahren habe ich fast alle Aktien verkauft, und um flexibel zu bleiben, Tagesgeld gewählt, hatte damals ein gutes Gefühl dabei. Ein Teilbetrag wurde dann in EM investiert, aber das "flüssige" Fiat sorgt mich doch sehr.

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