Tafelgeschäfte nur noch bis 2000 €

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Antworten

Beitrag 04.11.2019, 09:31

Benutzeravatar
lifesgood
Gold-Guru
Beiträge: 2551
Registriert: 07.10.2012, 10:27
Wohnort: zwei
... wenn man ohnehin vorhat es in der Schweiz zu lagern und nicht ganz so sportlich ist, kann man ja auch mit dem Bargeld (Grenze 10 k€) rüberfahren und das EM dort kaufen. Bei Silberbarren und Platin wäre das wegen der niedrigeren MWSt. sogar preisgünstiger ... ;)

lifesgood

Beitrag 04.11.2019, 11:14

Benutzeravatar
Kursprophet
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 550
Registriert: 17.12.2010, 13:08
lifesgood hat geschrieben:
04.11.2019, 09:31
... wenn man ohnehin vorhat es in der Schweiz zu lagern und nicht ganz so sportlich ist, kann man ja auch mit dem Bargeld (Grenze 10 k€) rüberfahren und das EM dort kaufen. Bei Silberbarren und Platin wäre das wegen der niedrigeren MWSt. sogar preisgünstiger ... ;)

lifesgood

tja wird dann eventuell Einfuhrsteuer fällig im Falle eines Falles ?
Wie ist denn diesbezüglich die Gesetzeslage ? :roll:

Und ist ja nicht so als würde dahingehend nur selten kontrolliert und die Wahrscheinlicheit nahe Null das man sich damit in die Nesseln setzen könnte !?

Macht man sich vielleicht sogar strafbar im Sinne der Steuerhinterziehung ?
Die Freigrenzen bezüglich der Einfuhr von Steuerrelevanten Gütern ist jedenfalls nicht sehr hoch
sondern liegt normal nur bei 300,-€, wieso sollte das auf Platin und Silber nicht ebenso zutreffen ?

Ich weiss es nicht ob es diesbezüglich Sonderregulierungen gibt und würde daher erstmal davon ausgehen das es Steuerhinterziehung wäre wenn man Platin- oder Silber-mengen weit höherer Wertsummen unversteuert einführen würde .

Könnte als auch voll nach hinten losgehen dieser Tipp , oder ? smilie_06

https://www.finanztip.de/einfuhrzoll/

``Bei nicht angegebenen Waren über 700 Euro wird automatisch ein Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung eingeleitet.``

Beitrag 04.11.2019, 12:39

Benutzeravatar
lifesgood
Gold-Guru
Beiträge: 2551
Registriert: 07.10.2012, 10:27
Wohnort: zwei
... es ging ja um Lagerung in der Schweiz, konkret um diese Aussage von Sapnovela.
Sapnovela hat geschrieben:
03.11.2019, 20:09
Wer jetzt meint noch mal schnell die Schweiz zu reisen und da einen Tresorplatz anzumieten, dem sei Geduld, eine kleine Stückelung und ein gutes Fahrrad ans Herz gelegt. Die Grenze für die anmeldefreie Ausfuhr beträgt - tata - 300 Euro. Also schön die Freundin in Freiburg im Hotel mit der Tube Vrenis warten lassen und dann hin und her und hin und her. :mrgreen:
Wenn ich in der Schweiz kaufe, dort lagere und irgendwann wieder verkaufe, habe ich kein Problem.

Man lagert ja nicht in der Schweiz, also einem Nicht-EU-Land, um das EM dann irgendwann nach D zu bringen.

Eine Lagerung von Teilbeständen in der Schweiz ist doch vordergründig Absicherung gegen eventuelle Besitzverbote und sonstige EM-Restriktionen in D.

lifesgood

Beitrag 04.11.2019, 13:28

Benutzeravatar
KROESUS
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1857
Registriert: 08.01.2011, 11:41
die Schweizer machen das gerne mit dem Einlagern

:D

so manches herrenlose Gut hat irgendwann den Wohlstand des Verwahrenden gemehrt
In unsicheren Zeiten kann Gold eine gute Wertanlage sein

Beitrag 04.11.2019, 18:54

Benutzeravatar
Spätlese
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 85
Registriert: 29.09.2019, 15:35
KROESUS hat geschrieben:
04.11.2019, 13:28
die Schweizer machen das gerne mit dem Einlagern
:D
so manches herrenlose Gut hat irgendwann den Wohlstand des Verwahrenden gemehrt
Das war so mit das Erste, was mir durch den Kopf ging als ich das mit der Schweiz gelesen hatte.
Generell ist es wohl so, das wenn ich EM ins Ausland (insbesondere in Nicht-EU-Staaten) auslagere ich eine gewisse Vorsorge treffen muss. z.B Vorsorge auf den Todesfall, einen Schlaganfall, Unfall mit Koma usw.

D.h. außer mir und dem Ehepartner (wg. z.B. Unfalltod beider) sollten auch andere "Erben" wissen, wo was liegt.
Oder ein Testament beim Notar hinterlegen, wo das aufgeführt ist. Dadurch erweitere ich natürlich den Kreis der "Mitwisser" bzw. die Notarhinterlegung des Testaments wird dann Vater Staat (Erbschaftssteuer, Geldwäschegesetz) auf den Plan rufen, der bis dato davon weder gewusst noch geahnt hatte.
Irgendwie könnte das eine vertrakte Sache werden................... :?:
Vor allem wenn "Werte" außer Landes geschafft werden und dann irgendwann mal bekannt werden, "gräbt" der Fiskus da gerne mal was länger rum, da es einen bestimmten Grund haben könnte diese Werte aus der BRD oder gar dem EU-Raum fortzuschaffen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Für wichtig erachte ich in dem Moment, das die "Nachwelt" in Form von Erben entweder zu Lebzeiten Bescheid wissen, oder diese dann später Dokumente finden, woraus das ersichtlich ist und somit ihren Anspruch darauf geltend machen können.
Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

Beitrag 04.11.2019, 19:36

Benutzeravatar
lifesgood
Gold-Guru
Beiträge: 2551
Registriert: 07.10.2012, 10:27
Wohnort: zwei
Ein Schließfach ist immer auch mit einem Konto verbunden und das Konto wird an den deutschen Fiskus gemeldet, da ist nichts illegal oder sonstwas.

Natürlich sollte außer einem selbst mindestens eine weitere Person Zugangsberechtigung zum Schließfach haben.

Wenn man niemanden in der Familie hat, der dafür vertrauenswürdig genug ist, hat man sowieso andere Probleme ...

Für meine "Erben" gibt es eine Aufstellung, was wo gelagert ist und die wissen, wo sie im Fall der Fälle diese Aufstellung finden.

lifesgood

Beitrag 04.11.2019, 20:50

Benutzeravatar
Spätlese
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 85
Registriert: 29.09.2019, 15:35
Wenn ich im Ausland (vor allem im EU-Ausland) physisches EM kaufe und der Händler lagert mir das auch ein, so habe ich kein Konto und auch kein Schließfach. Demzufolge wird auch der deutsche Fiskus nicht darüber informiert.
Ich kann da nicht mal hinfahren und gucken, was ich so habe. Kann mir aber den EM-Bestand in physischer Form liefern lassen, gegen Gebühr versteht sich.

Nachtrag: oder zur Abholung bereit stellen lassen.
Zuletzt geändert von Spätlese am 04.11.2019, 21:23, insgesamt 1-mal geändert.
Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

Beitrag 04.11.2019, 21:03

Quinar
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 605
Registriert: 05.01.2012, 02:22
Generell verliert doch physisches EM auf welches ich nicht unmittelbaren Zugriff habe wichtige Eigenschaften (eben jenen zügigen Zugriff).

Habe zwar selbst auch EM im Ausland ,jedoch halte ich mich selbst dort auch einigermaßen häufig auf,

Beitrag 05.11.2019, 10:17

kribelboble
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 289
Registriert: 11.09.2014, 13:47
Ich fasse es nicht.
Welche unvorstellbaren Ängste vor dem deutschen Staat muss man haben wenn man einem Händler - sogar im Ausland - Vermögen anvertraut dessen Sicherheit ganz allein dem Insolvenzrecht des anderen Staates unterliegt.
Nicht erwähnt sind Raub oder ins illegale abdriftende Händler die das fremde Gold verprassen.
Ich setze mal voraus dass hier von legal erworbenen Gold die Sprache ist, das im Zweifel nicht aus Schwarzgeld oder unversteuert geerbt wurde - dann möge der Betroffene größere Risiken eingehen (ich hoffe dann aber daß er irgendwann erwischt wird).
Die Lagerung im Ausland setzt immer das Vertrauen in das "fremde" Recht vorraus.
Und gerade bei exotischen Ländern ist es nicht ausgeschlossen, daß undemokratische Regierungen auch dann gerne mal "ausländisches" Geld konfiszieren könnten - oder mit Ausfuhrrestriktionen ausstatten.
Übrigens sind Banken auch in der Schweiz dem AIA beigetreten (Automatischer Informationsaustausch) für EU-Bürger, und auch in der Schweiz ist ein Schließfach eine "Kontonummer" - das heißt eventuell ist das Vorhandensein des schweizer Schließfach der deutschen Steuerbehörde sowiso bekannt.
Hinzukommt, daß man Forderungen wenn etwas schief läuft dann in fremden Recht durchsetzten muss mit Kosten die im Gegensatz zu Deutschland (für mich jedenfalls) nicht abzusehen und tragbar sind.
Wenn man keine familiären Bindungen, Wohnort oder Wurzeln (mit perfektem Sprachverständnis) in einem ausländischen Land hate würde ich persönlich die Risiken der Lagerung dort im Zweifel immer höher einschätzen.

Klar wenn man von mehrere (eventuell zweistellige) Millionenbeträge an Werten spricht, kann man sich international agierender Finanzverwalter (auch bei Banken möglich) leisten, die ein Verlagern von Vermögen rechtssicher ausgestalten.
So jemand, das schließe ich hier mal aus - tummelt sich nicht in einem Gold-Forum und betrifft hier wohl niemand.

Beitrag 05.11.2019, 12:15

Benutzeravatar
lifesgood
Gold-Guru
Beiträge: 2551
Registriert: 07.10.2012, 10:27
Wohnort: zwei
Einem Händler in einem fremden Land würde ich mein EM auch nicht anvertrauen.

Ein Konto und Schließfach in der Schweiz ist bei uns in der Familie historisch begründet.

Es gab ja auch weniger friedliche Zeiten in diesem Land - Stichwort: Kalter Krieg.

Während des Prager Frühlings standen die russischen Panzer rund 15 km von meinem Elternhaus entfernt an der tschechischen Grenze. Meine Eltern saßen damals mit zwei kleinen Kindern sozusagen auf gepackten Koffern, weil man nicht wußte, ob die Russen nicht doch auch über die Grenze gehen.

Daher hatten sowohl meine Eltern, wie auch meine Großeltern immer schon Konten und Schließfächer in der Schweiz, um schlimmstenfalls bei einem Neuanfang nicht mittellos dazustehen. Das ist auch alles offiziell, wie Du schon richtig anmerkst, wird gemeldet. Die paar Cent Zinsen auf unsere Franken-Guthaben werden auch in der Steuererklärung angegeben.

Aber diese Familien-Versicherung für den Worst-Case liegt gut und wird wohl auch in der nächsten Generation noch dort liegen.

Wobei das kein billiges Vergnügen ist. Die Kontoführungs- und Schließfachgebühren, sind mittlerweile schon happig.

Und ja, besonders groß ist mein Vertrauen in den deutschen Staat nicht (mehr).

lifesgood

Beitrag 05.11.2019, 14:00

kribelboble
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 289
Registriert: 11.09.2014, 13:47
Ja das kann ich vollkommen nachvollziehen. Die Schweiz ist ein sicherer Hafen.
Mein Ur- und Großvater wohnte in Bonndorf nahe der Schweizer Grenze und hatte in der Schweiz ein "geheimes" Kont und ein Tresor und konnte damit reichlich Vrenelies leider auch wertlos gewordenes Bargeld über den 1. und 2. Weltkrieg bis in meine Generation retten und vor 25 Jahren legal vererben. (die haben wohl als Klein-Bauern auch davon profitiert dass sie Butter und Brot zu Gold verwandeln konnten)
Diese "Konten" wurden in den 1950er aufgelöst den inhalt aufgeteilt damals irgendwie legal wieder eingeführt. Die (heutzutage als kleine zu bezeichnende) Waldstücke und Felder hätte ich lieber geerbt, die verblieben aber in einem anderen Teil der Familie und wurden auch in den 60er-Jahren verscherbelt - dieser Familienzweig hat das verlebt).

Ich persönlich habe keinerlei Probleme mit den 2000 Euro Tafelgeschäfte, ich habe noch jeden Goldkauf entweder per Überweisung, Rechnung oder EC-Karte getätigt - nein stimmt nicht - meine Eheringe und eine Goldkette mit Stein für einen runden Hochzeitstag habe ich Bar bezahlt - ich gestehe -

Beitrag 12.11.2019, 16:47

Benutzeravatar
Oliver
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 50
Registriert: 19.10.2019, 07:34
Wohnort: Nordpool
Link ungültig :oops:
smilie_37SCHAAAALKE smilie_37

Antworten