Tafelgeschäfte nur noch bis 2000 €

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 04.07.2019, 21:35

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Dark Druid
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Wie Gold de heute berichtete https://www.gold.de/artikel/geldwaeschegesetz-2019/ plant die BundesreGIERung die Umsetzung einer EU Vorgabe in nationales Recht und möchte soweit gehen, die Grenze für anonyme Tafelgeschäfte von 10 k auf 2 k FIATpapier zu senken.
Sie scheinen es immer eiliger zu haben mit der Umsetzung der NWO.

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Ehe : errare humanum est

Ehe definiert als Zustand vorrübergehender Verliebtheit, der im Idealfall ein ganzes Leben andauern kann.

Dark Druid aka Jew Christ

Beitrag 04.07.2019, 21:54

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Kursprophet
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Beitrag 05.07.2019, 02:35

Quinar
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Nicht daß ich unseren Brüsseler "Freunden" welche sich gerne mal den Namen des gesamten Kontinents zuschreiben nicht jede Sauerei zutraue,aber zunächst haben wir hier "nur" einen Referentenentwurf.

Eventuell erklärt den Herrschaften aber auch mal Jemand daß Orwells 1984 eher als kritischer Roman und weniger als Handbuch mit Handlungsanweisungen aufgefasst werden sollte.

Beitrag 05.07.2019, 16:14

Knudelhuber
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Die Bundesregierung schiesst damit sogar über den EU-Vorschlag hinaus. Denn da steht nichts von 2000 Euro drin.

Ich find das toll, was die Bundesregierung da macht. Jetzt werden auch noch die Kleinsparer bestraft. Erst nimmt man ihnen die Zinsen, dann auch die Alternativanlagen. Toll.

Aber was will man von so Politikern erwarten ? (Erste 45 Sekunden reichen, man achte auf die Arme...)

https://youtu.be/256H99ImP7E

Beitrag 05.07.2019, 19:48

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MaciejP
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Knudelhuber hat geschrieben:
05.07.2019, 16:14
Ich find das toll, was die Bundesregierung da macht. Jetzt werden auch noch die Kleinsparer bestraft. Erst nimmt man ihnen die Zinsen, dann auch die Alternativanlagen. Toll.
Wer nimmt dir genau was? Selbst wenn das umgesetzt werden sollte, könntest du dir noch immer Gold kaufen, musst dann halt ggf. deinen Ausweis vorzeigen. Unschön, aber kein Hinderungsgrund weiter Gold zu kaufen.

Um das mal in Relation zu setzen: Wenn ich mir heute zur Altersvorsorge nur eine einzelne BASF-Aktie kaufen will (kostet aktuell ca. 62 EUR), muss ich den gesamten KYC-Prozess bei der Depotbank durchlaufen, sonst bekomme ich nicht mal dieses eine Papier. Ich bekomme noch nicht mal ein leeres Depot, in das ich mir dann alternativ Aktien buchen kann, die ich günstig bei Ebay Kleinanzeigen erstanden habe. :wink:
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 05.07.2019, 20:11

Quinar
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MaciejP hat geschrieben:
05.07.2019, 19:48
Knudelhuber hat geschrieben:
05.07.2019, 16:14
Ich find das toll, was die Bundesregierung da macht. Jetzt werden auch noch die Kleinsparer bestraft. Erst nimmt man ihnen die Zinsen, dann auch die Alternativanlagen. Toll.
Wer nimmt dir genau was? Selbst wenn das umgesetzt werden sollte, könntest du dir noch immer Gold kaufen, musst dann halt ggf. deinen Ausweis vorzeigen. Unschön, aber kein Hinderungsgrund weiter Gold zu kaufen.

Hat doch klar erkennbar formuliert was genommen wird.

1. Zinsen.

2. Ausweichmöglichkeiten
(bei welchen man bislang keinen weitere Zugriff überbordender Staatlichkeit zu befürchten hatte)

Ist für etliche Leute überreichlich Hinderungsgrund.

Beitrag 05.07.2019, 22:20

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Kursprophet
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Beitrag 05.07.2019, 23:30

Salami6
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Gibt es überhaupt einen anonymen Goldkauf?
In jedem Verkaufsraum hängen mehrere Kameras,da ist nichts anonym.
Mir ist eine Rechnung mit Namen lieber,dient als Herkunftsnachweis bei späterem Verkauf und im Versicherungsfall (Diebstahl) als Besitznachweis..
Beim Verkauf wird immer der Ausweis verlangt.
Ich sehe das ganze nicht so eng.
Trotzdem geht es niemanden etwas an was ich mit meinem verdienten und versteuerten Geld anfange.
Träumer erwachet.

Beitrag 06.07.2019, 00:44

Goldgeier
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von Knudelhuber » 05.07.2019, 16:14
Ich find das toll, was die Bundesregierung da macht. Jetzt werden auch noch die Kleinsparer bestraft. Erst nimmt man ihnen die Zinsen, dann auch die Alternativanlagen. Toll.
Mir gefällt die angedachte Senkung auf 2.000 € auch nicht. Aber für einen Kleinsparer wie mich bringt das doch keine größeren Probleme mit sich. Wenn ich alle paar Monate einen Krügerrand kaufe, dann geht das weiterhin anonym.
Und wenn jemand jeden Monat oder gar jede Woche mehr als 2.000 € übrig hat, um Gold zu kaufen, dann ist derjenige in meinen Augen kein Kleinsparer mehr. Falls ich einmalig eine größere Summe zur Verfügung hab, z.B. aus dem Verkauf von Aktien o.Ä., dann muss ich eben den Goldkauf auf mehrere Tage oder Wochen strecken. Damit kann ich ganz gut leben. Die Formulierung, dass man mit dem neuen Gesetzesvorhaben dem Kleinsparer die Alternativ-anlagen nimmt, halte ich daher für etwas übertrieben.

Beitrag 06.07.2019, 01:03

Quinar
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Goldgeier hat geschrieben:
06.07.2019, 00:44
von Knudelhuber » 05.07.2019, 16:14
Ich find das toll, was die Bundesregierung da macht. Jetzt werden auch noch die Kleinsparer bestraft. Erst nimmt man ihnen die Zinsen, dann auch die Alternativanlagen. Toll.
Mir gefällt die angedachte Senkung auf 2.000 € auch nicht. Aber für einen Kleinsparer wie mich bringt das doch keine größeren Probleme mit sich. Wenn ich alle paar Monate einen Krügerrand kaufe, dann geht das weiterhin anonym.
Und wenn jemand jeden Monat oder gar jede Woche mehr als 2.000 € übrig hat, um Gold zu kaufen, dann ist derjenige in meinen Augen kein Kleinsparer mehr. Falls ich einmalig eine größere Summe zur Verfügung hab, z.B. aus dem Verkauf von Aktien o.Ä., dann muss ich eben den Goldkauf auf mehrere Tage oder Wochen strecken. Damit kann ich ganz gut leben. Die Formulierung, dass man mit dem neuen Gesetzesvorhaben dem Kleinsparer die Alternativ-anlagen nimmt, halte ich daher für etwas übertrieben.
Die Logik erschließt sich mir so gar nicht.Soll Leute geben welche überhaupt nur 1 x im Jahr oder gar nur alle paar Jahre Gold kaufen, z.B, aufgrund aufwändiger Anreise zum Tafelgeschäft.
Bei 1x jährlich bist Du mit 170€ im Monat schon jenseits der Grenze.

Überhaupt ist der gesamte Gestus eine weitere Verschärfung -weil diese mich möglicherweise persönlich eventuell tatsächlich nicht betrifft - zu verharmlosen und hinzunehmen brandgefährlich. Ist man selbst dann in der er nächsten Eskalationsstufe dieser Salamitaktik betroffen hätte man sich dann meist dann doch ganz gerne in einer der Vorrunden klar positioniert.

Beitrag 06.07.2019, 12:27

dirty old
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Ganz meine Meinung,warum sollte man sich ohne Not seine Rechte beschneiden lassen,auch wenn man gerade nicht betroffen ist.Irgendjemand ist betroffen.Und wenn ich so lange warte bis es mich betrifft,ist womöglich der Damm schon gebrochen.Wen das an ein Beispiel aus der Geschichte erinnert,dem geht es so wie mir.
Auch hier sollten wir alle eine Solidargemeinschaft bilden/sein.

Schönes Wochenende.....
Grüsse!!

Beitrag 06.07.2019, 21:56

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MaciejP
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Quinar hat geschrieben:
05.07.2019, 20:11
2. Ausweichmöglichkeiten
(bei welchen man bislang keinen weitere Zugriff überbordender Staatlichkeit zu befürchten hatte)

Ist für etliche Leute überreichlich Hinderungsgrund.
Du glaubst ernsthaft, Kleinsparer, die sich zuvor Gold zur Vermögens(ver)sicherung gekauft haben, werden das in Zukunft nicht mehr tun, weil sie sich beim Goldkauf auf einmal ausweisen müssen? Das möchte ich mal stark anzweifeln. Einzig problematisch könnte es für diese "Reichsbürger" werden, die ihre Ausweise bereits an die (nicht anerkannten) staatlichen Organe zurückgeschickt haben. smilie_02
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 07.07.2019, 00:01

Quinar
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MaciejP hat geschrieben:
06.07.2019, 21:56
Quinar hat geschrieben:
05.07.2019, 20:11
2. Ausweichmöglichkeiten
(bei welchen man bislang keinen weitere Zugriff überbordender Staatlichkeit zu befürchten hatte)

Ist für etliche Leute überreichlich Hinderungsgrund.
Du glaubst ernsthaft, Kleinsparer, die sich zuvor Gold zur Vermögens(ver)sicherung gekauft haben, werden das in Zukunft nicht mehr tun, weil sie sich beim Goldkauf auf einmal ausweisen müssen? Das möchte ich mal stark anzweifeln. Einzig problematisch könnte es für diese "Reichsbürger" werden, die ihre Ausweise bereits an die (nicht anerkannten) staatlichen Organe zurückgeschickt haben. smilie_02
Ah ja, wer sich gegen einen immer enger einkreisenden Staat ausspricht muß Reichbürger sin. Logisch.

Genau die Art der "Logik" welche eben jenes deutliche Aussprechen so notwendig macht.

Beitrag 08.07.2019, 00:45

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MaciejP
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Quinar hat geschrieben:
07.07.2019, 00:01
Ah ja, wer sich gegen einen immer enger einkreisenden Staat ausspricht muß Reichbürger sin. Logisch.
Da muss man schon fast böse Absicht unterstellen, um aus dem, was ich eigentlich geschrieben habe, zu diesem Schluss zu kommen.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 08.07.2019, 10:03

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Kursprophet
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Zuletzt geändert von Kursprophet am 13.07.2019, 10:00, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 08.07.2019, 10:40

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goldmoney
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MaciejP hat geschrieben:
08.07.2019, 00:45
Quinar hat geschrieben:
07.07.2019, 00:01
Ah ja, wer sich gegen einen immer enger einkreisenden Staat ausspricht muß Reichbürger sin. Logisch.
Da muss man schon fast böse Absicht unterstellen, um aus dem, was ich eigentlich geschrieben habe, zu diesem Schluss zu kommen.
Unterstellen kann man Dir zu Recht, dass du dich innerhalb des Mainstream Frames bewegst und dieses weiterhin propagierst. Ob bewusst oder nicht, lasse ich mal dahingestellt.

Dieses Frame beginnt schon mal damit, dass sich freiheitsliebende Menschen für ihre Freiheit rechtfertigen müssen, nicht etwa jene die sie einschränken wollen, für ihr verfassungswidriges Verhalten. Du bläst ihnen genau ins Horn.

Zweitens suggeriert die Summe von 2000 Euro, dass das Ganze doch gar nicht gegen den Kleinsparer gerichtet wäre, sondern gegen böse Steuerhinterzieher, Gauner, ach ja und verrückten Reichsbürgern. Das ist Framing, selbst wenn es humorvoll zum Ausdruck gebracht wird.

Angesichts verarmenden Bevölkerungsschichten, die von 2000€ in Bar nur träumen können, wirkt es auch effektiv.

Bevor mir jemand verbietet, was auch immer bar, also mit dem per Zwang eingeführten und einzigen gesetzlichen Zahlungsmittel zu kaufen, verbiete ich mir jede Bevormundung bevor Konzerne hier ihre Steuern ordentlich zahlen und "Affären" wie die Cum-Ex geklärt werden und die Verbrecher hinter Gitter kommen. Vorher hat die Politik weder das Recht noch die moralische Position in diese Richtung zu agieren. Basta.

Die Reise ist erkennbar. Zunächst darf die Mittelschicht sich auf Kosten der Unterschicht bereichern. Dann wird sie zur Kasse gebeten und mit dem Zorn der Unterschicht bedroht. Wer Augen hat sieht es, wer Hirn hat versteht es. Der Rest läuft hin und her, innerhalb des Frames.
Zuletzt geändert von goldmoney am 08.07.2019, 13:28, insgesamt 2-mal geändert.
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 08.07.2019, 10:59

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Zuletzt geändert von Kursprophet am 13.07.2019, 10:00, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 09.07.2019, 01:42

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MaciejP
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goldmoney hat geschrieben:
08.07.2019, 10:40
Unterstellen kann man Dir zu Recht, dass du dich innerhalb des Mainstream Frames bewegst und dieses weiterhin propagierst. Ob bewusst oder nicht, lasse ich mal dahingestellt.

Dieses Frame beginnt schon mal damit, dass sich freiheitsliebende Menschen für ihre Freiheit rechtfertigen müssen, nicht etwa jene die sie einschränken wollen, für ihr verfassungswidriges Verhalten. Du bläst ihnen genau ins Horn.
Wo genau "propagiere" ich deiner Ansicht nach denn solche Sachen hier? Ist ja nicht so, als würde ich die Absenkung der Bargeldgrenzen toll finden, mich stört diese zunehmende Gängelung der Bürger auch. Meine Empörungsschwelle scheint da nur etwas höher zu liegen als bei einigen anderen hier.

Mir ging es lediglich darum, dass oben so getan wurde, als könnte man dann überhaupt kein Gold mehr kaufen ("Erst nimmt man ihnen die Zinsen, dann auch die Alternativanlagen."). Rein praktisch wird sich die 2000-Euro-Grenze m.E. auf die Käufe kaum bis gar nicht auswirken. Wer unbedingt Gold kaufen will, der wird auch weiter welches kaufen.

Was den Punkt mit den Reichsbürgern angeht, der sagt wohl mehr über euch aus, als über mich. Wenn jemand Reichsbürger und Goldkäufe in einem Satz verwendet, dann muss der ja alle Goldkäufer mit Reichsbürgern gleichsetzen, Goldkäufer kriminalisieren wollen oder was auch immer! Wer reflexartig mit solcher unsinnigen Logik kommt, der scheint wohl selbst in einem gewissen "Frame" festzustecken. Versucht doch einfach mal einzelne kritische Aussagen voneinander zu trennen, ohne daraus gleich ein ganzes Weltbild zu unterstellen, und dann mit dem Holzhammer dagegen zu argumentieren.
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Beitrag 09.07.2019, 10:05

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goldmoney
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MaciejP hat geschrieben:
09.07.2019, 01:42
goldmoney hat geschrieben:
08.07.2019, 10:40
Unterstellen kann man Dir zu Recht, dass du dich innerhalb des Mainstream Frames bewegst und dieses weiterhin propagierst. Ob bewusst oder nicht, lasse ich mal dahingestellt.

Dieses Frame beginnt schon mal damit, dass sich freiheitsliebende Menschen für ihre Freiheit rechtfertigen müssen, nicht etwa jene die sie einschränken wollen, für ihr verfassungswidriges Verhalten. Du bläst ihnen genau ins Horn.
Wo genau "propagiere" ich deiner Ansicht nach denn solche Sachen hier? ...

Mir ging es lediglich darum, dass oben so getan wurde, als könnte man dann überhaupt kein Gold mehr kaufen ("Erst nimmt man ihnen die Zinsen, dann auch die Alternativanlagen."). Rein praktisch wird sich die 2000-Euro-Grenze m.E. auf die Käufe kaum bis gar nicht auswirken. Wer unbedingt Gold kaufen will, der wird auch weiter welches kaufen.

Was den Punkt mit den Reichsbürgern angeht, der sagt wohl mehr über euch aus, als über mich. ......

MaciejP,

Du scheinst diese Kritik sehr persönlich zu nehmen, was nur im Falle des von mir als eventuell bewussten Verhaltens in diese Richtung Sinn machen würde. Aber das muss [edit: nicht] stimmen. Du weißt es am besten. Wir bewegen uns hier alle auf dünnem Eis, eben weil das Thema brisant ist und die Grenzen zwischen gewollte und ungewollte Propaganda (in welche Richtung auch immer), oder gar Humor und Unbekümmertheit unscharf ist.

Sieh Dir die Sache einfach sachlich an und lasse die Emotionen weg. Die helfen keinem.


Selbstverständlich geht es hier nicht um die pure Möglichkeit Gold zu kaufen, sondern um die Möglichkeit dies anonym zu tun. Und dabei sind 2000€ wahrlich kein hoher Betrag. Es geht ja nicht um den Sparer der regelmäßig Gold kauft, sondern um den potentiellen Fiat-Flüchtigen der (meistens zu spät) einsteigen möchte. Insbesondere wenn die legendäre Rakete kommt. In diesem Falle würde ihm das aber nichts nutzen, weil der Staat seine Kursgewinne sicher streitig machen würde. Falls er überhaupt sein Gold behalten darf. Wir wissen alle nicht genau was kommt, es ist aber nicht so, dass Goldverbote etwas unvorstellbares sind.

Diese Grenze ist aber auch schon vor dem Run relevant. Denn angesichts der 6 Billionen Geldvermögen, ist ein großes Potential da, dass wohlhabende Menschen aus der Mittelschicht umzuschichten beginnen. Und da muss man sich dann theoretisch 20 mal anstellen um 1 Kg Gold anonym zu kaufen. Praktisch geht das nicht, denn die Händler müssen auch gewisse Regeln befolgen und würden nicht ohne Legitimation mitmachen.

Ja, ein Kilo Gold ist ganz bestimmt für die Meisten hier eine unvorstellbare Menge, heute. 1990 kostete ein Kilo Gold 18.000 DM, also das Jahresnettogehalt eines Ungelernten. Nach Abzug der Miete und der Lebenshaltungskosten konnte er, wenn er das gewollt hätte, ungf. ein OZ Gold kaufen.

Heuete verdient ein Ungelernter ungefähr 18000 € Netto (Vollzeit). Nach Abzug der Miete und Lebenshaltungskosten bleibt kaum etwas übrig, schon gar nicht für eine OZ Gold. Vielleicht Silber.

Man muss nun leider die rosarote Brille der Fiatpolitik ablegen, die einem, damals, Wohlstand mit dem Sparbuch bei der Sparkasse und ein wenig AV mit Fonds versprochen hat. All jene, die daran glaubten, stehen nun nach 10, 20, 30 Jahren vor mickrigen Summen die angespart wurden. Falls man überhaupt gespart hat und das Restgeld nicht für 2 x Malle im Jahr und alle 3 Jahre ein neues Auto verprasst hat. Für die sind jetzt 40k für ein Kilo Gold natürlich sehr viel.

Es gibt aber auch Andere, die an diesem Märchen nicht glaubten und Vermögen angehäuft haben mit Immobilien, mit Selbständigkeit, Edelmetalle einige wenige sogar mit Aktien. Für sie ist ein Kilo Gold nicht sonderlich viel, bei heutigen (relativen)Preisen. Und genau um die geht es! Selbst die Erben von Omas Häuschen in der Pampa, könnten beim Verkauf in mehrere Kilo Gold umschichten.

Beim Thema Reichsbuerger muss du die Kritik in jedem Falle ertragen. Diese in Zusammenhang mit Goldsparer zu verwenden kann nur eine Bedeutung haben. Eine wenn auch als humorvolles Necken verpackte Diskreditierung, mindestens Verspottung. Hättest Du diesen Satz in einem anderen losgelösten Kontext verwendet, würde er wahrscheinlich als Humor durch gehen.

Aber in der Folge der Aussagen, alles kein Problem, man kann ja immer noch kaufen, 2000 sind hoch genug und dann das, als i Tüpfelchen, führt meistens zu entsprechenden Gegenreaktionen. Diese Aussagen machen den Frame und können eben nicht losgelöst betrachtet werden!

Gerade deshalb bin relativ sachlich an die Sache heran gegangen, weil mir das Erkennen von Frames wichtiger ist, als die emotionale Auseinandersetzung. Da mache ich auch gerne mit, kein Problem. Aber dann müssen Sarkasmus bzw Ironie im Vordergrund klar erkennbar sein, nicht mit anderen, ernsten Aussagen kombiniert werden.

Falls das als Hammer herüber gekommen ist, war es nicht mein Absicht.
Zuletzt geändert von goldmoney am 09.07.2019, 12:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Friedrich August von Hayek

Beitrag 09.07.2019, 10:29

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Fortuna
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Wohnort: Kärnten
Der Staat gängelt die Leute, seien es nun Privatleute, Unternehmen, Unternehmer..., schon genug. -Mit den Argument der Geldwäsche versuchen die nun hier Stimmung zu machen, weil so hohe Summe als Tafelgeschäft können sich ja nur Gauner, Mafiosis und Bankster leisten. Die hätten mal lieber bei dem Cum-Ex Geschäften aufpassen sollen, da sind denen nämlich Milliarden durch die Finger geschlüpft und die Bänker haben fleißig mitgeholen, deshalb auch der Ausdruck Bankster.
Ich bin zwar nicht von der Einschränkung des Tafelgeschäftes betroffen, wohl aber von der Einschränkung der Freiheitsrechte. Kommt mir fast so vor, wie die Einführung der Mwst. auf Gold vor langer Zeit, da sind die Leute einfach ins Ausland gefahren, war also ein Schuß in den Ofen und wurde schnell zurückgenommen.
Also wehret den Anfängen, denn das 3. Reich ist nur durch die Ignoranz der Masse entstanden, weil es mich ja nicht betroffen hat... nur um dies mal als krasses Beispiel zu nennen.

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