USA für 81 Prozent aller Kriege verantwortlich

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

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Beitrag 07.12.2015, 23:16

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Vereinigte Staaten für 81 Prozent aller Kriege verantwortlich

Die Vereinigten Staaten haben von den 248 bewaffneten Konflikten seit Ende des 2. Weltkriegs 201 begonnen und mehr als 30 Millionen Menschen ermordet.

http://www.schweizmagazin.ch/nachrichte ... tlich.html

Beitrag 08.12.2015, 06:39

Gladius
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Demokratie ist halt ein blutiges Geschäft.

Beitrag 08.12.2015, 07:36

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Ladon
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Na ja ... und Weltmacht wird man auch nicht, wenn man nicht ab und zu mal zeigt, wo der Hammer hängt. Zimperlich darf man da nicht sein.
Und vergessen wir nicht die Rüstungsindustrie! Der moderne Staat funktioniert doch nur, wenn (Irgendwo, bloß nicht daheim!) tüchtig geschossen wird.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 08.12.2015, 08:31

EM_Sammler
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Gladius hat geschrieben:Demokratie ist halt ein blutiges Geschäft.
Ich versteht nicht ganz, was das mit Demokratie zu tun hat. Das es möglicherweise mit dem Grossmachtdenken, oder mit dem Weltpolizeidenken der Nation zu tun hat, gestehe ich ein. Nur weil ein Land der Meinung ist, die ganze Welt müsse demokratisch regiert sein, hat dies noch lange nichts mit der Regierungsform zu tun. Es gibt genügend demokratische Regierungen ohne, dass Kriege geführt werden.

Beitrag 08.12.2015, 08:42

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VfL Bochum 1848
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EM_Sammler hat geschrieben: ....
Es gibt genügend demokratische Regierungen ohne, dass Kriege geführt werden.
Ja, Deutschland zum Beispiel smilie_16
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Beitrag 08.12.2015, 09:07

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VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
EM_Sammler hat geschrieben: ....
Es gibt genügend demokratische Regierungen ohne, dass Kriege geführt werden.
Ja, Deutschland zum Beispiel smilie_16
An wie vielen Scharmützeln war und ist das sog. "Nachkriegs-" Deutschland aufgrund seiner "Bündnistreue" beteiligt?

Eher friedliebender sind neutrale Nationen (Schweiz), Nationen mit pazifistischen Verfassungen (Japan) oder Nationen ohne Armee (Island).

Und dann gibt es da noch den Global Peace Index (GPI), der jährlich eine Rangliste der friedlichsten/gefährlichsten Nationen erstellt, und der Deutschland Anfang 2015 auf Platz 16 einstufte (das war vor der Flüchtlingskrise, der IS-Terrorgefahr und dem Syrien-Einsatz der Bundeswehr).

Beitrag 08.12.2015, 09:14

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VfL Bochum 1848
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Datenreisender hat geschrieben: ...
Eher friedliebender sind neutrale Nationen (Schweiz), Nationen mit pazifistischen Verfassungen (Japan) oder Nationen ohne Armee (Island).
...
Das ist schon klar, dass Nationen ohne Armee (Island) friedliebend sind smilie_16 , Japan hat sich jedoch gerade in der jüngeren Geschichte vor 1945 nicht gerade als Friedenstaube gegeben.
Zuletzt geändert von VfL Bochum 1848 am 08.12.2015, 09:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag 08.12.2015, 09:14

Gladius
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Die Schweiz ist böse,...die hält den Vatikan besetzt! smilie_13 smilie_20

Beitrag 08.12.2015, 18:16

Klecks
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Island ist militärstrategisch so wichtig wie Legoland, da braucht's keie eigene Armee (Norwegen als Schutzmacht reicht völlig).
Was die Schweiz betrifft: die ist a) zu klein um in einem Krieg außerhalb ihrer Landesgrenzen mitzumischen und b) auch wirtschaftlich auf ihre politischen (Schein-)Unabhängigkeit angewiesen.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 08.12.2015, 18:34

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Klecks hat geschrieben:Island ist militärstrategisch so wichtig wie Legoland
Island ist militärstrategisch sogar extrem wichtig,
insbesondere zu Zeiten des II. Weltkrieges und zu Zeiten des Kalten Krieges.

Trotzdem haben sie nach ihrer Unabhängigkeit von Dänemark darauf verzichtet,
eine eigene Armee zu gründen.
Klecks hat geschrieben:da braucht's keie eigene Armee (Norwegen als Schutzmacht reicht völlig).
Du hast Dänemark vergessen ...

Militärische Situation Islands
https://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3% ... on_Islands

Beitrag 08.12.2015, 18:39

BOB
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Die USA scheinen in ihrer Geschichte nur zwei Möglichkeiten zu kennen: entweder sich zu isolieren und aus allem herauszuhalten oder aber als sendungsbewusste Großmacht die ganze Welt "beglücken" zu wollen. Was sie nicht können oder wollen, ist, offen mit echten Partnern auf Augenhöhe zu verhandeln.
Dennoch sollte man den USA nicht jeden Krieg anlasten - in manchen Fällen unterstützen sie oder übernehmen gleich die gesamte Drecksarbeit, die wir in Europa wie üblich allein nicht auf die Reihe bringen.

Beitrag 08.12.2015, 18:43

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BOB hat geschrieben:Dennoch sollte man den USA nicht jeden Krieg anlasten - in manchen Fällen unterstützen sie oder übernehmen gleich die gesamte Drecksarbeit, die wir in Europa wie üblich allein nicht auf die Reihe bringen.
Europa hatte im letzten Jahrhundert gleich zwei Weltkriege auf eigenem Boden,
aus so einer Erfahrung wird man ja wohl mal lernen dürfen?

Beitrag 08.12.2015, 21:23

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menschenskind
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Welche Demokratie (demos = Volk) wünscht sich schon eine menschenverachtende, willkürlich folternde, aggresiv massenmordende selbsternannte Welt[s]mafia[/s]macht?
. . .
Der Weg des Krieges ist der kürzere und er ist rückläufig. Ihn gehen die Hastigen und einfach gestrickten. Er führt zu Rückstand, Feindschaft und trauriger Berühmtheit.
Der Weg des Friedens ist der längere und dennoch des Fortschritts. Ihn gehen die Geduldigen und Vernünftigen. Er führt zum evolutionären Wachstum, zur Weisheit und dieses wiederum zu wahrem Ansehen.

Beitrag 08.12.2015, 22:00

BOB
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Datenreisender hat geschrieben: Europa hatte im letzten Jahrhundert gleich zwei Weltkriege auf eigenem Boden, aus so einer Erfahrung wird man ja wohl mal lernen dürfen?
Ja, sicher dürfen wir - aber was?
Dass wir bei Konflikten die Augen verschließen, uns freikaufen oder höchstens in vierter Reihe an die USA dranhängen und am Ende diese kritisieren?
Oder: Dass die europäischen Staaten für ihre Region gemeinsam verantwortlich sind mit einer gemeinsamen EU-Außenpolitik, einer EU-Eingreiftruppe oder auch EU-Armee.

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