Vermögen: Die Deutschen werden reicher

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 27.10.2020, 13:23

rcp48
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lifesgood hat geschrieben:
13.02.2018, 10:08

Zudem sind die Standards und gesetzlichen Vorgaben hier in D auch Andere und verteuern den Wohnungsbau deutlich.

Hinzu kommt, dass in D selbstgenutztes Wohneigentum auch nicht mehr gefördert wurde. Als ich 1989 unser privates Wohnhaus gekauft hatte gab es noch den § 10b bzw. 10e Einkommensteuergesetz und zudem Baukindergeld. Was gibt es heute?

Zudem gibt es, wenn man sich die Daten ansieht eine Diskrepanz zwischen denjenigen die Wohneigentum besitzen (ca. 55%) und denjenigen, die in den eigenen 4 Wänden wohnen (gut 40%).

Also müssen 10-15% Wohneigentum besitzen und dennoch zur Miete wohnen.

Wieso machen die das? Ganz einfach. Für die eigengenutzte Immobilie gibt es keine Abschreibung und keinen Schuldzinsenabzug, für die vermietete schon.

Je nach persönlichen Einkommens- und Steuerverhältnissen kann es Sinn machen, Wohnraum zur Vermietung zu kaufen und selbst zur Miete zu wohnen.

lifesgood
Wie üblich recht.

Die Standards und Gesetzlichen Vorgaben erschweren massiv das Bauen und vertäuern es.
Man muss jetzt schon fast einen Architekten etc. beschäftigen. Vor allem in Großsstädte.
Berlin hab ich was von nistkästen für Fledermäuse gehört.


Wenn ich wieder Eigenheim bauen würde dann nur noch so.

A baut für B
B baut für A
A vermietet an B
und
B vermietet an A

Festgeschrieben das es nicht veräustet werden darf und das A bzw. B es für xyz kaufen kann.

Dann noch eine Firma gründen um billig Material einkaufen zu können.

Oder als Eltern bauen und an die Kinder vermieten. (fair. Festgelegt für wie viel sie es kaufen können etc.)

Beitrag 27.10.2020, 14:47

lifesgood
... heute gräbst Du aber alte Kalauer aus ;)

Beitrag 28.10.2020, 11:47

rcp48
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mmjf hat geschrieben:
26.10.2020, 21:34
rcp48 hat geschrieben:
26.10.2020, 09:21
hm.

Und wenn es Dir bei uns nicht past.

Feel free to go. smilie_01


Anscheinend passt es Dir ja doch bei uns, denn sonst währst du ja dort geblieben woher du gekommen bist.

Und hier ist es nun mal so wie es ist genauso wie es in dem Land woher du gekommen bist so ist wie es ist.


Und wenn Du glaubst uns passt es das wir steuern zahlen. NEIN tut es auch nicht. Vor allem nicht für Schnorrer.


Zum Thema Schnorrer.... Mich würd interessieren wie viele die Zugewandert sind genau die Schnorrer sind welche du Anprangerst. Du scheinst ja eine Ausnahme zu sein.

Schnorren ist aber auch wenn man die Allgemeinheit nicht unterstützt.
@rcp48:
Bedeutet das jetzt, dass Escudo nicht hier bleiben sollte, weil er seine Meinung über einige aus seiner Sicht unausgewogene Sachverhalte/Eigenheiten in Deutschland äussert?
@mmjf

Natürlich kann er hierbleiben wenn er will. Er ist ja schon mal da und wie es sich anhört ist er ja jemand der für DE eher ein Gewinn als eine Belastung ist.

Nur ist es meiner Meinung nach so.

Wenn mir das Land nicht passt in dem ich bin bzw. hingezogen bin muss ich mir halt ein anderes suchen.
Ich hab auch schon mal Neuseland oder Österreich überlegt.


Das ist wie mit dem Urlaub.

Ich kann nicht nach Saudiarabien in den Urlaub und erwarten das die dort sich umstellen blos weil jetzt ich da bin und ich jetzt in der öffentlichkeit saufen kann wie doof.

Dort gibt es Regeln und die sind einzuhalten.

In den USA gibt es andere Regeln.

Wenn mir die Regeln nicht passen fahr ich halt da nicht hin.

Die Frage ist kann ich in der Zeit in der ich da bin mit den Regeln leben die dort herschen.
Wenn nicht ... fahr ich nicht hin. Ich fahr z.b. nicht mehr in die Türkei, nicht mehr nach Burma / Mynanmar.
Für mich gibts Kriterien. Wenn die nicht erfüllt sind dann geht´s da nicht hin.

Ich kann jedoch nicht irgendwohin fahren (egal wohin) und der Meinung sein die Regeln werden jetzt wegen mir geändert oder für mich gelten andere Regeln.



Wenn ich irgendwohin Ziehe um dort langfristig zu leben. Dann muss ich diese entscheidung sehr bewust treffen.
Und in DE sind nun mal die Regeln das die welche Geld haben bzw. viel verdienen die ohne oder wenig Geld unterstützen.

Ob mir das gefällt sei dahingestellt.
bzw. es gefällt mir nicht leute zu unterstützen die nichts geleistet haben oder leisten werden.

Ich kann mich wenn ich wo länger wohn politisch engagieren um Regeln verändern zu können.
Ansonsten muss ich damit leben wie es ist.


Nur Rumjammern und Meckern hilft nix. Wenns mir nicht passt muss ich gehen.

Genauso wie ich gehen werde sobald Grupierungen (Links/Rechts) überhand nehmen.
Wahrscheinlich wirds dann Österreich werden oder die Schweiz.

@ Sapnovella...
Nachdem du bei C3PO für mich bleibst

was gefällt dir als Bezeichnung für Dich?

Muggel, Slytherin oder Flubberwurm..... :twisted:

Da du anscheinen Starwars Fan bist..

1. Jar Jar - Zu dumm zum Sterben ^^
2. Jabba - was soll ich sagen, außer „überheblich, hässlich, notgeil?”
3. (Aus Kotor) alle Selkath - wie die einen nerven mit ihren Gesetzen.
4. Leia - n Episode 4 ist sie eine megaverwöhnte Zicke^^
5. B-1-Kampfdroide aus TCW - deren Dummheit ist mag zwar witzig, aber
6. Kowaikianische Echsenaffen - Jabbas' Hofnarr. In TCW bei Hondo Ohnaka zu finden. Kleine, extrem nervige Kreaturen

Ich fag dich sogar noch. smilie_06 smilie_06


Sagt mal wann ist es denn passiert das wir in DE so ein Jammerladen geworden sind.
mimi steuern mimimi masken mimimi mir gehts so schlecht mimimi xyz...
Das nimmt doch die ganze freude am leben.

Beitrag 10.11.2020, 15:12

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Das Threadthema betrifft logischerweise nicht alle Deutschen, hier mal die andere Seite:


"Alarmierender" Anstieg"

Immer mehr Senioren leiden unter Armut

Seit Jahren steigt die Zahl der verschuldeten Rentner laut dem "Schuldneratlas 2020" immer weiter an. Senioren kämpfen mit den roten Zahlen auf dem Konto und greifen auf Hilfen wie die Tafel zurück. Die Gründe für die wachsende Altersarmut sind vielfältig:

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Immer-me ... 59372.html

Zitat aus dem verlinkten Artikel:
Allein in den vergangenen zwölf Monaten stieg die Zahl der überschuldeten Senioren ab 70 der Studie zufolge um 23 Prozent. Parallel erhöhte sich in der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen die Zahl der Überschuldungsfälle um 13 Prozent auf rund 725.000. "Das Phänomen der Altersüberschuldung gewinnt noch stärker als in den Vorjahren an Bedeutung", warnte der Geschäftsführer von Creditreform Boniversum, Michael Goy-Yun.
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Beitrag 11.11.2020, 14:34

Goldsegen
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Hallo ihr!

Ist hier eigentlich schon mal "Reichtum" definiert worden?
Beim Querlesen habe ich festgestellt, dass es meist um Summe x geht.
Wobei x für jeden anders ist.

Meine Definition von Reichtum macht sich nicht am Einkommen oder Vermögen aus.
Für ist es die Balance zwischen wünschen und können.

Wenn ich mir ein Haus wünsche, es mir aber nicht leisten kann, fühle ich mich nicht reich.

Wenn ich 100.000 Eur pro Jahr Einkommen habe und 500.000 Eur Vermögen, aber dafür eine 60 Std Woche, fühle ich mich auch nicht unbedingt reich.

Wenn ich viel Zeit habe, aber weder Einkommen noch Vermögen, bin ich wohl arm.

Wenn ich 100.000 Eur Einkommen p.A. bei einer 35 Std Woche und 250.000 Eur Vermögen aber keinerlei sozialen Kontakte habe, also weder Familie noch Freunde, dann bin ich eine ziemlich arme Sau, die sich mega langweilt.

Also für mich persönlich ist man reich, wenn man entweder, seine Bedürfnisse auf die materiellen Möglichkeiten einstellen kann oder, seine materiellen Möglichkeiten auf seine Bedürfnisse einstellen kann und, das ist wichtig, sich dabei in völliger Ausgeglichenheit und tiefer Zufriedenheit befindet!

Wer das lebt, ist in meinen Augen wirklich reich!
Sozusagen der alte Spruch: "Wunschlos glücklich!"
Unabhängig von Vermögen, Einkommen, sozialem Umfeld etc.

Schöne Restwoche noch!
Gold zu haben hätt ich gern, doch ists für mich noch viel zu fern...
Palladium zu haben hätt ich gern...

Beitrag 11.11.2020, 14:44

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@Goldsegen, sehr guter Beitrag, so sehe ich das auch.
Wobei es eine offizielle Definition von reich/arm/Mittelschicht etc. anhand von Einkommen und Vermögen gibt, aber für mich hast Du das exakt auf den Punkt gebracht smilie_01 .
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Beitrag 02.01.2021, 11:00

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War ja irgendwie auch zu erwarten aufgrund mangelnder Möglichkeiten... :wink:


Geldvermögen auf Höchstwert

Deutsche sparen Rekordsumme an

Trotz Wirtschaftskrise sitzen die Deutschen auf einem Geldvermögen von mehr als 7,1 Billionen Euro. So viel wie nie. Denn in der Pandemie sparen die Menschen noch mehr als sonst. Nach der Krise könnte das Pendel zurückschwingen und das Geld in einen Konsumboom fließen:

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutsche ... 65730.html

Zitat aus dem verlinkten Artikel:
"Allerdings blieben die Mittel größtenteils einfach auf den Girokonten stehen und wurden nicht angelegt", schreibt der Ökonom. Im Zinstief wüssten viele Anleger "nicht wohin mit frei werdenden oder neuen Anlagemitteln". Inzwischen seien mehr als 28 Prozent des gesamten Geldvermögens - also rund 2 Billionen Euro - dauerhaft "zwischengeparkt", vorwiegend in Form von Sichteinlagen, die bei Bedarf rasch umgeschichtet werden können wie zum Beispiel Tagesgeld.
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Beitrag 02.01.2021, 11:35

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Oliver
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Naja Tagesgeld macht nun auch nicht mehr den Braten fett. Auf das halbe prozentchen kann man verzichten, wen es das überhaupt gibt
smilie_37 smilie_37Gold und Silber lieb ich sehr, deshalb will ich immer mehr

Beitrag 02.01.2021, 11:37

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Oliver hat geschrieben:
02.01.2021, 11:35
...Auf das halbe prozentchen kann man verzichten, wen es das überhaupt gibt
Glaub ich nicht dass es das gibt, bin aber jetzt nicht im Bilde.
Bin ja auch mal gespannt wenn es für den grenzenlosen Konsum wieder Feuer frei gibt, wie dann die Inflationsrate reagiert, völlig folgenlos dürfte das in der Hinsicht bei den schlummernden Summen nicht sein.
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Beitrag 02.01.2021, 11:52

Barny68
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@ Goldsegen
Interessant beschrieben. Da ist viel wahres dran.

Wichtig ist es aber ehrlich zu sich zu sein. Ich kenne es auch das ich immer mit dem Verdienst den ich hatte entsprechend mein Leben eingerichtet habe. Dort mit dem was ich Materiell zur Verfügung Zufriedenheit verspürte. Die Urlaube mit Rucksack und Schlafen in der Natur waren toll. Später auch die Radurlaube, mit Zelt und kochen auf dem Gaskocher usw. All das hat mich damals glücklich gemacht. Würde es das heute auch noch? Kleine Wohnung, Zelturlaub usw? Ich Zelte weiterhin gerne, liebe es unterm Sternenhimmel zu schlafen. Das mit über 50. Das obwohl ich mir auch Luxushotels leisten könnte. Ab und an auch gerne mache und genieße. Das bedeutet für mich Reichtum/ Luxus. Je mehr Vermögen/ Einkommen einem zur Verfügung steht, desto mehr Möglichkeiten tun sich einem auf frei zu entscheiden. Wo und wie wohne ich? Was kaufe ich ein? Gehe ich Essen oder Koche ich selber? Was koche ich in welcher Qualität der Zutaten.? Fahre ich in den Urlaub, wie mache ich Urlaub? Gehe ich arbeiten ob ich muss oder möchte?
Es ist durchaus ein Unterschied ob ich Zelten gehe weil ich mir nichts anderes leisten kann oder weil ich es liebe.
Diese Freiheit ist für mich der Schlüssel zum Thema Bedeutung des Reichtums und des Glücks. Frei zu entscheiden und sich nicht Fremd bestimmen zu lassen was man macht. Dieses sich bewusst machen und zu lernen wieweit einem die erlangte Freiheit glücklich macht ist entscheidend . Wie bewusst nimmt man das wahr was einem gut tut und was man ggf. dafür aufgegeben muss um die Freiheit zu erlangen. . So kann man sich auch zum Sklaven der Arbeit machen um mehr Reichtum und damit mehr Wahlfreiheit zu erlangen. Andere sind vermeintlich Glücklich indem sie sich mit abfinden und Chancen verpassen.
Dieses bewusste Leben ist für mich der Schlüssel. Die Bedürfnisse um Glücklich zu sein verschieben sich im Laufe des Lebens. Selbst zu bestimmen wie und wo ich lebe , bedeutet für mich Reichtum. Das schließt die Gesundheit mit ein die Fremdbestimmung bedeuten kann.
Von daher ist Reichtum extrem individuell. Selbst die einfachsten finanziellen Definitionen sind extrem wage. 100.000€ Einkommen sind in München oder in Görlitz anders zu bewerten.

Alles nicht so leicht. Daher ist Reichtum höchst persönlich und das was man daraus macht.
Wenn Ihr Euch irgendwann wieder einmal fragt wie es damals soweit kommen konnte, dann ist die Antwort die: Weil sie damals so waren wie Ihr heute seid. Henryk M. Broder

Beitrag 02.01.2021, 20:25

Köni123
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[quote=Barny68 post_id=209682 time=1609584754 user_id=6174]
Alles nicht so leicht. Daher ist Reichtum höchst persönlich und das was man daraus macht.
[/quote]
Richtig. Reich ist derjenige, der mit seinem Leben zufrieden ist. Was nicht unbedingt was mit den verfügbaren Geld zu tun haben muss.

Beitrag 03.01.2021, 10:59

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Sapnovela
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VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
02.01.2021, 11:37
Oliver hat geschrieben:
02.01.2021, 11:35
...Auf das halbe prozentchen kann man verzichten, wen es das überhaupt gibt
Glaub ich nicht dass es das gibt, bin aber jetzt nicht im Bilde.
Bin ja auch mal gespannt wenn es für den grenzenlosen Konsum wieder Feuer frei gibt, wie dann die Inflationsrate reagiert, völlig folgenlos dürfte das in der Hinsicht bei den schlummernden Summen nicht sein.
Davon können wir ausgehen. Im Sommer werden sich noch einige über die Hotelpreise wundern. Hab gelesen, dass z.B. auf den Kanaren bis zu 30% aller Hotels, vor allem die kleinerern inhabergeführten, dicht machen wollen. Denen ist jetzt mit der UK-Mutante die ganze Wintersaison weggebrochen. Nachdem auch der Sommer schon vergleichsweise schlecht war. Dazu überall Maskenpflicht, auch alleine beim Strandspaziergang... smilie_03

Wenn dann alle ihren Urlaubsdrang im Sommer nachholen und sich endlich durchgeimpft an den Stand schleppen wollen werden sie feststellen, dass mehr Geld auf weniger Angebot trifft. Das gibt ein Gejammer... smilie_07
Gehirnwäsche funktioniert wie richtige Wäsche - wenn sie das Objekt lang und heiß genug waschen, schrumpft es. (c) Volker Pispers

Beitrag 03.01.2021, 11:51

Barny68
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Sapnovela hat geschrieben:
03.01.2021, 10:59
VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
02.01.2021, 11:37
Oliver hat geschrieben:
02.01.2021, 11:35
...Auf das halbe prozentchen kann man verzichten, wen es das überhaupt gibt
Glaub ich nicht dass es das gibt, bin aber jetzt nicht im Bilde.
Bin ja auch mal gespannt wenn es für den grenzenlosen Konsum wieder Feuer frei gibt, wie dann die Inflationsrate reagiert, völlig folgenlos dürfte das in der Hinsicht bei den schlummernden Summen nicht sein.
Davon können wir ausgehen. Im Sommer werden sich noch einige über die Hotelpreise wundern. Hab gelesen, dass z.B. auf den Kanaren bis zu 30% aller Hotels, vor allem die kleinerern inhabergeführten, dicht machen wollen. Denen ist jetzt mit der UK-Mutante die ganze Wintersaison weggebrochen. Nachdem auch der Sommer schon vergleichsweise schlecht war. Dazu überall Maskenpflicht, auch alleine beim Strandspaziergang... smilie_03

Wenn dann alle ihren Urlaubsdrang im Sommer nachholen und sich endlich durchgeimpft an den Stand schleppen wollen werden sie feststellen, dass mehr Geld auf weniger Angebot trifft. Das gibt ein Gejammer... smilie_07
Das war ja jetzt schon im Sommer an der Nord und Ostsee , sowie bei allen anderen Urlaubs Hot Spots zu sehen. Der Drang woanders hin zu wollen ist riesig. Das Angebot wird nicht größer und alle die Unterkünfte anbieten müssen Geld verdienen.

Viele werden sich noch woanders umschauen. In Deutschland sind die Kids auf die Straße gegangen damit Arbeitsplätze vernichtet werden und Energiepreise steigen. Beim nächsten Tankstop werden sich einige umschauen.
Wenn Ihr Euch irgendwann wieder einmal fragt wie es damals soweit kommen konnte, dann ist die Antwort die: Weil sie damals so waren wie Ihr heute seid. Henryk M. Broder

Beitrag 20.01.2021, 12:33

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Die Studie wurde in den USA durchgeführt, lässt sich natürlich aber auch auf Deutschland übertragen, durchaus interessant!


Neue Studie zur Einkommenshöhe

Macht sehr viel Geld doch glücklicher?

Geld macht nicht glücklich, weiß der Volksmund. Etlichen Forschern zufolge hängen Zufriedenheit und steigendes Einkommen ab einer gewissen Grenze tatsächlich nicht zusammen. Dem widersprechen jetzt Ergebnisse aus den USA:

https://www.n-tv.de/wissen/Macht-sehr-v ... 03735.html
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Beitrag 16.04.2021, 11:03

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Geldvermögen auf Rekordwert

Die Deutschen sind so reich wie nie zuvor

Die Bürger in Deutschland sind so reich wie noch nie – das Geldvermögen der privaten Haushalte stieg auf ein Rekordhoch. Das hat mehrere Gründe:

https://www.t-online.de/finanzen/news/u ... zuvor.html


Zitate aus dem verlinkten Artikel:
"Im Einzelnen standen hinter der Zunahme des Geldvermögens insbesondere der Anstieg von Bargeld und Einlagen in Höhe von insgesamt 74 Milliarden Euro sowie die Bewertungsgewinne bei den Aktien und sonstigen Anteilsrechten (61 Milliarden)", erläuterte die Bundesbank....
Wie schon in der Vergangenheit nutzen die Menschen die Niedrigzinsen, um sich billig Geld zu leihen, insbesondere über Wohnungsbaukredite. Nach Abzug der Schulden stieg das Geldvermögen um 187 Milliarden auf rund 4,99 Billionen Euro. Die Bundesbank berücksichtigt bei der Berechnung Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere und Ansprüche an Versicherungen – nicht jedoch Immobilien.
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Beitrag 10.06.2021, 05:59

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Sapnovela
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Ein Welt Artikel, der das Vermögen der Deutschen mal in Relation setzt zu dem, was in anderen Ländern vorhanden ist.

"All diese Länder (edit: USA, GB, Schweiz) haben auch einen höheren Anteil von Menschen mit siebenstelligen Vermögenswerten hervorgebracht als Deutschland. So ist in den USA jeder 15. Einwohner Millionär, in der Schweiz sogar jeder Zwölfte. In Deutschland hingegen nennt nur ungefähr jeder 125. Bürger ein siebenstelliges Finanzvermögen sein Eigen.

Der Grund ist einfach: Die USA und die Schweiz belasten ihre Bürger tendenziell weniger mit Steuern und Abgaben. Kranken- und Rentenversicherung beruhen stärker auf privater Vorsorge. Wer abgesichert sein will, ist also stärker auf eigene Initiative angewiesen, hat aber auch bessere Voraussetzungen dafür, eben weil mehr Geld in privaten Händen verbleibt – und „arbeiten“ kann. "

https://www.welt.de/wirtschaft/article2 ... stand.html

Es wird dringend Zeit für eine Ergänzungsabgabe für Besserverdienende. Bringt zwar nichts, befriedigt aber immerhin den Neid von Saskia Esken.
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Beitrag 10.06.2021, 09:24

domrepp
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Sapnovela hat geschrieben:
10.06.2021, 05:59

Es wird dringend Zeit für eine Ergänzungsabgabe für Besserverdienende. Bringt zwar nichts, befriedigt aber immerhin den Neid von Saskia Esken.
Genau das ist das Problem! Ich habe in den letzten Wochen gezielt nach Meinungen/Einschätzungen von wirklich unabhängigen Experten (nicht regierungsnahen Vasallen bzw. von deren Gunst Abhängigen) zu diesem Thema gesucht. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber ich konnte nicht einen einzigen finden, der die Idee der Vermögenssteuer/-abgabe als sinnig bezeichnete!
Zu höher bürokratischer Aufwand im Vergleich zum Ertrag, unfair, Förderung der ohnehin existierenden Abwanderung der wirklichen Leistungsträger, unmöglich umzusetzen ohne an Substanzvermögen der Unternehmen gehen zu müssen, noch unattraktiver werden für helle Köpfe aus dem Ausland, usw usf.!
Es geht wieder ausschließlich um populistischen Unsinn, eine Neid Debatte, Ideologie und Umverteilung. Kein Land in der westlichen Welt hat eine derartige Steuer. Frankreich hat es m. W. n. als letztes versucht und wieder abgeschafft, da es nichts gebraucht hat. NIEMAND der bedeutenden Industrienationen macht sowas.... warum wohl!?

Beitrag 10.06.2021, 14:36

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Sinjawski
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Dass andere Laender oder industriestaaten das nicht tun, weil es nichts bringt, kann man so nicht sagen. Vergleiche dazu auch

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:OEC ... am_BIP.jpg

Ich finde die dort beschriebenen Trends (des Runterfahrens von Vermoegenssteuern in den letzten Jahren) auch recht interessant, denke aber, dass das ganze keine Einbahnstrasse ist.
Vielmehr ist es Ausdruck einer Periode von mehreren Jahrzehnten des Neoliberalismus, der oft kritisiert, sich aber dennoch in der politischen Realitaet festgesetzt hat.
Doch je nach Land und Zeit nimmt man hiervon auch mal wieder mehr oder weniger Abstand (beispielsweise in der Post-Lehmann Phase mehr, oder auch in Laendern die unter der Bankenkrise litten mehr, in UK und US, die stark vom Bankensektor profitieren weniger).
Ob Oekonomen das als Zyklus erklaeren wuerden weiss ich nicht, aber es ist ein immerwaehrendes Bemuehen des Austarierens. Und wenn das Pendel in die eine oder andere Richtung mal ein wenig weiter ausschlaegt, ist das auch nicht das Ende, manchmal muss man einfach praktische Erfahrungen sammeln. Nur die maximal konkurrierenden Steuersystem sind in der Regel zum Nachteile aller, siehe Steuerdumping in Luxemburg, Niederlande oder Irland.

Die enorme Reduktion von Kapitalertragssteuern in den letzten Jahren war zum Beispiel eher zum Nachteil der Erwerbstaetigen, die vergleichsweise staerker besteuert wurden. Wuerde man da korrigieren, koennte man sich auch nicht wirklich beschweren. Warum sind manche Assets privilegiert, andere, wo es keine Fluchtmoeglichkeit gibt, benachteiligt?

Ein paar weitere Gedanken:
Grundsteuer versus andere Vermoegenssteuer - benefits
Grundsteuer ist stetig erhoeht worden, insbesondere Grundwerberssteuer, warum nicht die anderen vermoegensbezogenen Steuern. Deutschland leidet eh schon unter hohen Immobilienpreisen. Grundsteuer belastet im Endeffekt sogar Mieter, und macht den Zugang zu Wohneigentum sogar noch schwerer. Hier wird nicht in die Richtung gesteuert, die man eigentlich wuenscht.
Obwohl wer Wohneigentum bereitstellt ja einen wichtigen Mehrwert fuer die Gesellschaft kreiert, wird er schlechter gestellt, als ein Sammler von Oldtimern, Kunst oder Gold, der der Gesellschaft keinen unmittelbaren Nutzen bringt.
Hier waere eine Verschiebung und Gleichstellung verschiedener Vermoegenssteuern durchaus hilfreich.

Aufwand: Auch dass die Erhebung einer Vermoegenssteuer sehr kostenintensiv ist, darf kein Hauptargument sein, wenn es um die Muehe der Steuergerechtigkeit geht. Wir kapitulieren ja auch nicht bei der Strafverfolgung (ich rede vom Soll-Zustand), wenn die Aussicht auf Erfolg oder Strafkompensation gering ist, sonst koennten wir zahlreiche Delikte ja gleich straffrei stellen. Die Kosten eines Polizeibeamten koennen auch nicht durchoekonomisiert werden.

Insgesamt duerfte der Aufwand bei Spitzenvermoegen nicht hoeher sein, als bei der Verfolgung von massiver Steuerflucht. Warum will man denn nicht einfach mal bei den paar tausend reichsten (knapp 2.900 Deutsche sollen ueber 100 Millioenn Vermoegen haben) ansetzen? Einige der erfolgreichsten Unternehmer Deutschlands wollen das gar nicht abwehren, sondern wuerden dies sogar befuerworten.

Schliesslich auch die Staatsethik:
- Keiner wird gezwungen, Milliarden anzuhaeufen. Der Reichtum von Amazon, Aldi und co basiert auch darauf, dass die Angestellten halt nicht gerade ueppig entlohnt werden, oder die Kunden zuviel bezahlen, oder Lieferanten ausgepresst werden. Frankreich hat hier eine gesetzliche Mitarbeiterbeteiligung, haetten wir die hier auch, waere vl. weniger Sozialneid zu monieren. Und es ist auch nicht so, dass es in Frankreich nur noch LPGs und VEBs gibt.
- Manche Superreiche lagern ihr Geld in Stiftungen aus: das ist lobenswert, sollte aber das Sahnehaeubchen sein. Nicht die Stiftungen und Spenden von Superreichen sollten ueber die Inhalte von Hochschulstudien und Besetzung von Lehrstuehlen entscheiden, Prinzipien der Kindererziehung oder Aufbau politischer Stiftungen. Das sollte zuvorderst Staatssache sein, in der Repraesentation von Volkes Willen, und nicht dem erratischen Willen eines exzentrischen Milliardaers obliegen. Sprich: die Verteilung auf Wissenschafts-, Sport-, Erziehungs-, Entwicklungs oder Kulturfoerderung etc. sollte idealerweise zum Grossteil aus Steuern gedeckt werden. In Amerika haben da private Initiativen zum Teil schon zu viel Gewicht, aber auch hierzulande hoert man mehr und mehr vom Missbrauch des Systems.
- Froh bin ich aber, dass ich ueber eine lange Reihe gemeinnuetziger Organisationen private Spenden dahin fliessen lassen kann, wo es mir wichtig ist, und ich denke, der Staat zu wenig hinschaut.
Half of what he said meant something else,
and the other half didn't mean anything at all.
(Rosencrantz And Guildenstern Are Dead)

Beitrag 29.06.2021, 11:12

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...und wenn sie nicht gestorben sind werden sie immer reicher smilie_07


Zahl der Reichen in Deutschland steigt auf 1,5 Millionen

Ob Boom oder Krise, die Zahl der Reichen steigt weltweit Jahr für Jahr weiter. Deutschland ist keine Ausnahme: Nur in zwei anderen Staaten gibt es noch mehr Dollarmillionäre:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/sozia ... a257d53679
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Beitrag 29.06.2021, 15:11

Roadrunner
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Zuletzt geändert von Roadrunner am 01.07.2021, 19:45, insgesamt 1-mal geändert.

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