Vermögen: Die Deutschen werden reicher

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Antworten

Beitrag 29.10.2018, 11:56

Benutzeravatar
goldmoney
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 317
Registriert: 02.02.2018, 11:16
Wohnort: Deutschland
Chinese hat geschrieben: Einige hier müssen sich langsam entscheiden ob die Zukunft wirklich im Kommunismus liegt oder ob Deutschland ein (wieder) ein freies liberales Land wird wo sich Leistung und Besitz wieder lohnt.
Bin bei Dir.

Schlage folgendes vor:
  • Abschaffung von Mindestlohn, hartem Kündigungsschutz aber auch von Arbeitszeugnissen.
    Abschaffung von Meisterpflicht für alle Handwerksberufe. Ausbildung + Praxiserfahrung x Jahre soll reichen.
    Abschaffung der Einkommenssteuer, Gewerbesteuer und KöSt.
    Stattdessen Vermögens- und oder Umsatzsteuern auf alles, auch Miete, gestaffelt (Lebensmittel, Miete, Medikamente wenig, Porsche viel, dazwischen mittel), butom up, von der Gemeinde kassiert und nach oben anteilig weitergegeben. Auch hierfür Existenzminimum steuerfrei. Also Kassenzettel sammeln und ggf MwSt Rückerstattung. Vorsteuerabzug erst bei Veräußerung bzw. Dienstleistungserbringung.
    Freie Verfügung über Land. Heißt, die Eigentümer und die Gemeinde bestimmen zusammen ob Acker zum Bauland wird. Subventionen nicht notwendig da butom up Versteuerung. Damit Wettbewerb unter den Gemeinden bezgl. Steuersätzen. Mindestsatz bundesweit notwendig. Festlegung nicht von Oben, sondern durch Vorschlägen der Gemeinden Bundesweit. Finanzausgleich innerhalb der Kreise und Länder, bzw. Bund, butom up, also von den zahlenden Gemeinden beschlossen.
    Abschaffung ALLER Subventionen.
    Mindestversicherungspflicht für jeden, auch Beamte, Selbständige etc. Gesundheit, Rente, ALV. Alles darüber, privat. Finanziert durch Energiesteuer (Strom, Öl, Holz, Wind etc).
    Liberalisierung ALLER Märkte. Also vor allem keine Importzölle.
    Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft in allen Kammern oder ähnlichen Organisationen. Ausbildung reicht, ggf zusätzlicher Praxiserfahrung für bestimmte Jobs (Ärzte, Ingenieure, etc)
    Abschaffung jeglicher gesetzlicher Ober- bzw Untergrenzen, Datenschutzbestimmungen sonstiger Gängelungen (NO, CO2, Schwermetalle, Sauberkeit etc) - Stattdessen VOLLE Haftung für alle Schäden, egal ob durch Privatpersonen oder Unternehmen, inkl. Freiheitsstrafe.
    Patente und Lizenzen maximal 5 Jahre gültig.
Das ist hardcore Liberal.

Was meinst Du dazu?
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 29.10.2018, 15:14

Chinese
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 538
Registriert: 30.07.2011, 13:46
Das ist nicht liberal sondern kompliziert. Habe deinen Beitrag zweimal überflogen und versteht nicht was du alles meinst.

So wenig Staat wie möglich, nur die Grundregeln sollten vorgegeben werden. Wenn ich Versicherungspflicht für alle lese wird mir schon übel. Steuern auf Einkommen sind absolut ok, ohne Ausnahme.

Bin hier ein Anhänger des Professors aus Heidelberg (Kirchhof). Dies würde Deutschland den nötigen Schub bringen. Aber entspricht nicht dem sozialistischem Gedankengut. Leistung darf sich anscheinend für niemand lohnen. Ist eine Todsünde am Kollektiv.

Außer mann ist ein amerikanisches Unternehmen und heißt Amazon, Google und usw.
»Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.« Albert Einstein

Beitrag 30.10.2018, 11:17

Benutzeravatar
goldmoney
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 317
Registriert: 02.02.2018, 11:16
Wohnort: Deutschland
Chinese hat geschrieben:Das ist nicht liberal sondern kompliziert. Habe deinen Beitrag zweimal überflogen und versteht nicht was du alles meinst.

So wenig Staat wie möglich, nur die Grundregeln sollten vorgegeben werden. Wenn ich Versicherungspflicht für alle lese wird mir schon übel. Steuern auf Einkommen sind absolut ok, ohne Ausnahme.

Bin hier ein Anhänger des Professors aus Heidelberg (Kirchhof). Dies würde Deutschland den nötigen Schub bringen. Aber entspricht nicht dem sozialistischen Gedankengut. Leistung darf sich anscheinend für niemand lohnen. Ist eine Todsünde am Kollektiv.

Außer mann ist ein amerikanisches Unternehmen und heißt Amazon, Google und usw.


Und dann verließen sie ihn….
Ich habe 12 klare einzelne Aussage getroffen. Du kannst zu jeder dieser Aussage Stellung nehmen. Meinetwegen die Mindestversicherung als sozialistisch ausklammern. Darüber könne wir reden, wenn du dich zu den restlich 11 Punkten geäußert hast.
Denn die Pauschale Aussage, so wenig Staat wie möglich ist zwar gut, aber das muss du schon konkretisieren. Denn jeder versteht darunter nämlich etwas Anderes. Ich meine, 11 meiner Aussage gehen genau in diese Richtung. Also, bin gespannt.
Ohne es vorweg zu nehmen, erwarte ich zu mindestens einigen Punkten massiven Widerstand, obwohl alle (bis auf den einen) den Staat ziemlich in den Hintergrund schieben. Aber, warten wir mal deine Position ab.

Zu Kirchoffs Model folgendes:

Zum einen basiert sein Modell nach wie vor auf der Einkommenssteuer. Also entgegen meiner Vorstellung.
Das Problem dabei ist und bleibt, egal wie einfach sein Modell ist, und auch wenn wir 10T€ pro Erwachsene und 8T€ pro Kind Steuerfrei lassen, dass Unternehmen immer die Möglichkeit habe Einkommen und damit Steuern zu verlagern, Arbeitnehmer aber nicht. Die Spitze von 25% auf Alles greift dann genauso ins leere bezgl. dieser verlagerten Einkommen. Angeblich profitiert die 4-Köpfige Familie durch 36T€ Freibetrag.
Schauen wir mal.
Nehmen wir ein Familien Brutto von 50T€, was heute grob einem zu versteuerndem Einkommen von 41.000 ausmacht. Da beginn heute in der Splitting Tabelle der 15% Satz darauf also insgesamt 5.954,00 Steuern inkl Soli. Habe aber umgekehrt gerechnet, also von 41T nach oben.
Nach Kirchoffs Modell hätte die Familie 50-36=14 T zu verteuern, also nur 2.100. Das ist erst mal 3854 weniger Steuern. Gleichzeitig Fallen aber Vergünstigungen wie Pendlerpauschale, Außergewöhnliche Belastungen, Kinderfreibetrag bzw. Kindergeld weg. Also durfte der netto Effekt niedriger liegen, vielleicht bei 3000. Aber immer hin noch gut.
Hat die Familie nur ein Kind (wie wohl die Mehrheit) sinkt der Brutto Vorteil schon auf 1750 €. Netto also deutlich weniger. Verdient die Familie ein wenig mehr, rutscht sie zum 20% Satz und da ist der Vorteil pfutsch. Wo die Grenze liegt, habe ich nicht gefunden.
Die große Unbekannte ist aber, ob der Staat genug Steuern einnehmen würde, denn er verkauft das Modell auf Steuerneutral. Und wenn nicht, erhöht man die Steuersätze. Wohl aber alle nicht nur in der Spitze. Also Fragwürdig ob das etwas den mittleren und unteren Schichten bringt.
Zum Andere will er, anders als meine Überlegung, die Unternehmen völlig von der Umsatzsteuer befreien, bzw nur der letzte in der Kette, also der Verkäufer bzw. Dienstleister muss sie draufschlagen und abführen. Einfach ist das, ob sinnvoll wage ich zu bezweifeln. Insb. in Kombination mit dem Export. So können Unternehmen produzieren und Hallen bzw. nicht fertige Flughäfen mit Produkten Füllen aber noch gar keine Steuern darauf zahlen. Das Risiko der Nicht-Veräußerung wird auf den Staat verlagert. Und wenn alle Stricke reißen, exportiert man sie freilich ohne MwSt bzw. Umsatzsteuer in Länder in denen die Konsumsteuern niedriger sind.
Andere liberale Punkte finden sich in seinem Modell nicht. Er will seine Klientel, die Besserverdiener und Mittelständische Unternehmen entlasten, das Risiko auf den Staat und entsprechen die anderen verlagern. Schließlich ist der BdSt eine der größten Steuerlobbyorganisationen der Welt.
Ich bin ein Freund der Gleichstellung (nicht mit Gleichmachung bzu verwechseln!)
Unser Problem ist eher der zu Gunsten der Unternehmen, insb. der Großen überregulierte Markt.
Also völliger Freiheit auf dem Markt und persönliche Haftung, für CEO’s auch. Ich fürchte, „die größten Neo-Liberale“ knicken dabei schnell ein.
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 16.01.2019, 18:21

Benutzeravatar
VfL Bochum 1848
Gold-Guru
Beiträge: 3337
Registriert: 31.01.2015, 11:29
Wohnort: NRW
Geldvermögen auf Rekordhoch

Deutsche werden immer reicher

Über sechs Billionen Euro besitzen die deutschen Privathaushalte - ein Rekordwert. Während viele Deutsche Aktien nach wie vor für umständlich halten, sind zwei Sparmethoden besonders beliebt:

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutsche ... 13952.html
VfL Bochum? -Find ich gut!

Beitrag 18.01.2019, 15:38

Benutzeravatar
Legolas
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 236
Registriert: 23.06.2011, 12:25
Wohnort: Düsterwald
VfL Bochum 1848 hat geschrieben:
16.01.2019, 18:21

Deutsche werden immer reicher
Welche Deutschen ???

Kann man das konkretisieren. Ansonsten ist es für mich nur Pipifax.
Zum Denken benötigt man ein Hirn, vom Menschen ganz zu schweigen...

Beitrag 18.01.2019, 23:44

Benutzeravatar
IrresDing
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1212
Registriert: 12.02.2012, 01:12
Wohnort: im Grabe ruht sie
Das steht sogar im Artikel.

Die Verteilung des Vermögens ist nicht betrachtet worden. Das ist auch nur richtig so, denn man kann nicht bei jeder Studie alles berücksichtigen und rein nehmen. Ich weiß nicht ob du dich mit Projektarbeit auskennst aber ich stell mir das sehr kompliziert vor die Stakeholder alle unter einen Hut zu bekommen und dann noch ein Studienergebnis vor 2030 abzuliefern.

Keine Sorge. Auf diese Studie bauen wieder andere Studien auf. Auch Studien die genauer die Verteilung des dt. Reichtums analysieren.

Pipifax ist sie trotzdem, oder besser genau deshalb, nicht. Subjektiv für dich vielleicht. Objektiv ist sie als Datenbasis unbezahlbar.

LG
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 19.01.2019, 11:19

Benutzeravatar
Legolas
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 236
Registriert: 23.06.2011, 12:25
Wohnort: Düsterwald
Gut, dass man sich Lebenszeit nicht kaufen kann.

Oder doch ???
Zum Denken benötigt man ein Hirn, vom Menschen ganz zu schweigen...

Beitrag 19.01.2019, 11:26

Benutzeravatar
IrresDing
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1212
Registriert: 12.02.2012, 01:12
Wohnort: im Grabe ruht sie
Die Frage ist zwar zu beantworten aber deine Antwort hat nichts mit dem Thema zu tun. Bitte eröffne bei Interesse einen neuen Faden. Danke.
Zuletzt geändert von IrresDing am 19.01.2019, 11:33, insgesamt 1-mal geändert.
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 19.01.2019, 11:28

Benutzeravatar
Legolas
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 236
Registriert: 23.06.2011, 12:25
Wohnort: Düsterwald
Ich überlegs mir.
Zum Denken benötigt man ein Hirn, vom Menschen ganz zu schweigen...

Beitrag 19.01.2019, 18:48

Benutzeravatar
goldmoney
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 317
Registriert: 02.02.2018, 11:16
Wohnort: Deutschland
IrresDing hat geschrieben:
19.01.2019, 11:26
Die Frage ist zwar zu beantworten ...
Warum wird das dann regelmäßig vermieden, wenn man von "den Deutschen" spricht?

Soll sich jeder nun freuen, oder was ist die Absicht solch einer pauschalen Aussage?
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 20.01.2019, 05:06

Benutzeravatar
IrresDing
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1212
Registriert: 12.02.2012, 01:12
Wohnort: im Grabe ruht sie
Ich bezog mich dabei auf die Frage der Lebenszeit zu kaufen. Zur Korrelation zwischen Einkommen und Lebenszeit gibt es einfach zu findende Informationen des Bundes. Wobei man über die Aussagefähigkeit wegen der naturgemäß hohen Rückkopplung beider Werte skeptisch sein darf. Ich halte diese Daten z.B. für Mumpitz und wissenschaftlich kaum haltbar. Ist aber ein anderes Thema. Lies dich ein und erstell einen neuen Faden, wenn es dich interessiert.

Deine Frage ist bereits beantwortet worden. Wissenschaftliche Erhebungen und Studien werden mit einem klar abgesteckten zu untersuchendem Umstand formuliert. Schon mal wissenschaftlich gearbeitet?

Und es gibt keine Absicht dahinter. Es ist lediglich eine Aufarbeitung der Daten. Diese Daten sind dann wiederum Basis für weitere Untersuchungen, z.B. der Vermögensverteilung. Es gibt genügend Studien zur Verteilung des Vermögens in der Vergangenheit. Und es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass es diese nicht auch in Zukunft geben wird.

Nur wird der Autor nicht der selbe sein wie der Autor der die Vermögensverteilung untersucht. Warum? Zeitmangel, Fachgebiete, Kompetenz, Mangel am Auftrag, usw. In den wissenschaftsnahen Forschungen gibts noch die Prinzipien der arbeitsteiligen Strukturen. Ich weiß, dank youtube-Uni kann sich heute jeder kurz aufqualifizieren. Und das dann alles auch besser als gestandene Wissenschaftler. So werden z.B. aus Müttern gerne mal Impfexperten und Immunologen die kurzerhand aufdecken, dass das deutsche Volk mit Aluminiumsalzen ausgerottet werden soll (NWO und so, ihr wisst schon). Schließlich ist nicht zu leugnen, dass WHO und NWO zwei Buchstaben gemein haben, beide aus Großbuchstaben bestehen, jeweils drei Zeichen lang ist und irgendwie ähnlich klingen. Das H ist vom N 6 Zeichen im Alphabet entfernt und 3x6 ist die Zahl des Tieres, des Antichristen. Zufall??!!11elf!

Was willst du? Nur weil dir das Ergebnis nicht in den politischen Kram passt darf es das nicht geben, dass die privaten Haushalte in D zulegen? Aber dann herumgröhlen, wenn die darauf aufbauende Studie dazu kommt, dass die Schere sich weiter geöffnet hat?

Lernt einfach mal zwischen einer Sachinformation, einem Artikel darüber und einer politischen Meinung zu unterscheiden. Nicht hinter jeder Ecke lauert der böse Kim Jong Un. Dieses Gefühl von politischer Meinungsmache hinter allem und jedem nimmt teils schon pathologische Züge an. Die allgemeine Medienkompetenz ist leider zunehmend am schwinden.
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 20.01.2019, 06:57

Benutzeravatar
goldmoney
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 317
Registriert: 02.02.2018, 11:16
Wohnort: Deutschland
Eine einfache und "dumme" Frage wie meine, hat dich zur solch einer Tirade von Angriffen und Rechtfertigungen bewegt? Da vermisse ich die wissenschaftliche Nüchternheit smilie_07

Du hast noch Vergessen zu erwähnen, dass die Erde nicht flach ist, was ja die meisten Systemkritiker zwingend glauben müssen..

https://www.google.com/url?sa=i&source= ... 0333577926
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 20.01.2019, 09:57

Benutzeravatar
Legolas
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 236
Registriert: 23.06.2011, 12:25
Wohnort: Düsterwald
Viel Text ist nicht gleichbedeutend mit viel Wissen.
Zum Denken benötigt man ein Hirn, vom Menschen ganz zu schweigen...

Beitrag 20.01.2019, 13:03

dirty old
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 223
Registriert: 16.03.2012, 11:26
Wohnort: Westerwald
Hier mal eine klare Stellungnahme:Ich bin tatsächlich letztes Jahr reicher geworden.
Mit dem Invest das diesem Forum zu Grunde liegt. smilie_01

Schönen Restsonntag
Grüsse!!

Beitrag 20.01.2019, 16:28

Benutzeravatar
lifesgood
Gold-Guru
Beiträge: 2582
Registriert: 07.10.2012, 10:27
Wohnort: zwei
... nicht wirklich, oder wenn dann nur nominal. Gold in Euro hat letztes Jahr 3,05% Plus gemacht. Die offizielle Inflation für 2018 lag bei 1,9 %, die reale Inflation wohl deutlich höher.

lifesgood

Beitrag 21.01.2019, 09:48

Benutzeravatar
Ladon
Moderator
Beiträge: 6623
Registriert: 17.05.2010, 13:38
Wohnort: Terra
Da muss ich kurz einhaken (nicht als Widerspruch zu verstehen, lifesgood, sondern als Ergänzung):

Diese "offizielle Inflation" ist eine statistische Kennzahl. Sie ist NICHT dafür gedacht, für Individuen eine Aussage zu treffen, sondern für die gesamte Volkswirtschaft. Sie ist daher nicht falsch, nur weil eigentlich jeder, je nach seinen Kaufgewohnheiten, ganz anderes "fühlt".


@ Irres Ding
Danke für Deine ausführlichen und fundierten Aussagen zum Thema Statistik und Studien, die dankenswerterweise nicht auf Parolen reduziert sind.
Leider wird gelegentlich die bloße Weitergabe von Fakten als Privatmeinung missverstanden. Und dann fühlen sich Leute, die nur immer ihre eigenen Vorstellungen verbreiten, persönlich angegriffen. Das ist natürlich Unsinn.
Dass komplexe Sachverhalte nicht mit einem Satz zu kommentieren sind, sollte sich von selbst verstehen. Das ist bestimmt kein negatives Merkmal - im Gegenteil.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 21.01.2019, 11:09

Marek
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 273
Registriert: 25.08.2013, 19:15
Hallo,

auch von mir ein dickes Danke @ irres Ding:
Deine Beiträge sind immer sehr sachlich, interessant, gut analysiert und mit Fakten unterlegt;
Dabei meistens auch noch sehr humorvoll und somit (für mich) lehrreich und sehr angenehm zu lesen!

Zu Thema:
laut Spiegel gehört man im weltweiten Vergleich
- mit gut 10.000 € / Monat zum reichsten Prozent;
- mit knapp 1.700 € / Monat ist man bei den reichsten 20 % dabei und
- mit gut 2.800 € / Monat bei den reichsten 10%....

Bemerkenswert: alle Brutto....
Quelle: Spiegel S. 46 bzw. hier zu erahnen:
http://www.spiegel.de/plus/einkommen-de ... 0161911780

Hätte ich definitiv ganz anders eingeschätzt....

Liebe Grüße
Marek

Beitrag 21.01.2019, 13:07

kribelboble
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 302
Registriert: 11.09.2014, 13:47
Das Problem von Statistiker, die das "Vermögen" aufarbeiten wollen ist, dass es in Deutschland ganz wenig öffentlichen Informationen gibt über das Vermögen der "ganz" Reichen 10%, da es keine Vermögenssteuer mehr gibt und die daraus resuliterende Offenlegungspflicht des eigenen Vermögens.
Solch eine allgemeine Offenlegungspflichten gibt es in Deutschland eigentlich nur noch beim Tod und damit der Ermittlung der Erbschaftssteuer - d.h. die Datenlage ist relativ klein wenn es um die reichsten geht. Das Geldvermögen auf deutschen (europäischen) Konten von kann jedoch leicht gezählt werden.

Beitrag 21.01.2019, 15:00

Benutzeravatar
gullaldr
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 320
Registriert: 22.02.2013, 01:35
Marek hat geschrieben:
21.01.2019, 11:09

Zu Thema:
laut Spiegel gehört man im weltweiten Vergleich
- mit gut 10.000 € / Monat zum reichsten Prozent;
- mit knapp 1.700 € / Monat ist man bei den reichsten 20 % dabei und
- mit gut 2.800 € / Monat bei den reichsten 10%....
Derlei Statistiken kenne ich schon lange, und sie sagen nicht viel aus. Eigentlich sollen sie nur suggerieren, dass es uns in Europa viel zu gut im Vergleich der Leute in anderen Ländern gehe. Daraus werden dann meist Schuldgefühle und Forderungen abgeleitet. Schon der hiesige Brutto-Löhner von 1700 Euro soll sich also reich und schuldig fühlen, damit er sein Geld für Oxfam oder irgendwelche Hilfsorganisationen spendet,

Konkret. Was diese Grafik abbildet, ist ja nicht Vermögen, sondern Einkommen. Es mag Leute geben, die ein viel geringeres Einkommen haben (weil sie z.B. kaum arbeiten), aber über ein weit größeres Vermögen verfügen. Zudem wird in solchen globalen Vergleichen überhaupt nicht das unterschiedliche Preisniveau in den verschiedenen Ländern dargestellt. Ein Euro ist in der Schweiz viel weniger wert als in der Ukraine. Demnach gibt es Menschen, die z.B. in der Schweiz umgerechnet 2000 Euro/Monat verdienen mögen, die aber im Lebensstandard unter jemandem leben, der in der Ukraine nur 800 Euro/Monat verdient.

Beitrag 21.01.2019, 16:46

kribelboble
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 302
Registriert: 11.09.2014, 13:47
Als Beispiel ist der Durchschnittlohn eines Busfarhrers in der Schweiz ist 5590CHF. (Quelle Lohncheck Schweiz)
Ich vermute es gibt in der Schweiz praktisch keine Vollzeitjobs in denen man nur 2000 Euro verdienen kann.

Antworten