Warum ein BREXIT der EU nutzt

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 28.06.2016, 07:55

Klecks
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Jedenfalls zeigen die Statements ein deutliches Bild vom Demokratieverständnis der europäischen Führungsriege smilie_54

Griech. dēmos kratía = Herrschaft des (Staats-)Volkes. Ja ja, passt schon. Solange das Volk das Maul hält und brav alles bezahlt darf es auch "herrschen" - alle 4 Jahre mal auf dem Stimmzettel.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 28.06.2016, 10:34

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Wir nehmen Merkel beim Wort!

Vor dem Hintergrund des Brexit ist es Zeit, Kanzlerin Merkel mal beim Wort zu nehmen und all ihre Aussagen zu Europa zu entlarven. Das Ergebnis ist erstaunlich!

http://www.geolitico.de/2016/06/28/wir- ... beim-wort/

Beitrag 30.06.2016, 10:08

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VfL Bochum 1848
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Das Job-Bibbern hat begonnen

Diese Branchen werden nach dem Brexit schrumpfen

http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 67436.html
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Beitrag 01.07.2016, 14:02

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Ladon
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Schon klar,dass es bei dem Link um das Job-Bibbern IN ENGLAND geht!

Hier die Zitate:
Zu den größten Verlierern dieser Entscheidung gehören die Geldinstitute. Der Finanzplatz London wickelt ein Fünftel aller Finanztransaktionen weltweit ab. Allein in Großbritannien beschäftigt die Branche mehr als eine Million Menschen

Ohne privilegierten Zugang zum gemeinsamen Markt der Europäischen Union verliert [London] mit dem Brexit einen wichtigen Vorteil für asiatische und US-Banken.

Die ersten US-Banken planen, Mitarbeiter aus Großbritannien abzuziehen. Dazu gehören Citi Group, Goldman Sachs und JP Morgan.

Auch die britischen Fluggesellschaften wie die British-Airways-Mutter IAG oder Easyjet befürchten durch einen Brexit Gegenwind. Bislang dürfen sie in jedes EU-Mitgliedsland fliegen und auch innerhalb dieser Länder Flüge anbieten.

Ein Brexit könnte bedeuten, dass sie aus dem gemeinsamen Luftraum fliegen. Höhere Gebühren für die Airlines und höhere Preise für die Kunden wären die Folge.

Seine [Bransons) Fluggesellschaft habe nach dem Brexit-Entschluss bereits einen "sehr großen" Deal abgesagt, der etwa 3000 Arbeitsplätze geschaffen hätte. Außerdem habe sein Unternehmen seit der überraschenden Brexit-Entscheidung etwa ein Drittel an Wert eingebüßt. Tausende und Abertausende Stellen würden dadurch verloren gehen.

leidet auch die Bauwirtschaft. Stellenabbau dürfte unvermeidlich sein.

Zu den größten Leidtragenden werden die Hersteller von Autos und Autoteilen auf der Insel gehören, sagen Branchenexperten voraus.



Und so weiter
Andere gibt es schon genug

Beitrag 02.07.2016, 08:03

BOB
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Warum ist eigentlich in einer Zeit des Internets und des immer unbedeutender werdenden Parketthandels ein Börsenplatz als geographischer Ort noch so wichtig?
Wenn es nur um Gebäude mit architektonischer Symbolkraft und um ein teures Wohlfühlquartier für Banker geht, könnte doch in London City alles weitergehen wie bisher.
Der EURO war dort schon bisher eine Fremdwährung, ohne dass dies störte. Und die Börsennotierungen von Konzernen sollten doch wohl auch kein Problem darstellen. Welche größeren Geschäfte für Banken und auch Versicherungen wären denn also nach Beendigung der EU-Mitgliedschaft nicht mehr möglich oder nicht mehr lukrativ?

Beitrag 08.07.2016, 16:09

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Sapnovela
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BOB hat geschrieben:Warum ist eigentlich in einer Zeit des Internets und des immer unbedeutender werdenden Parketthandels ein Börsenplatz als geographischer Ort noch so wichtig?
Da geht es um die Hoheit der Regulierung der Finanzmärkte. Die ist abhängig vom der lokalen Gesetzgebung
- Hochfrequenzhandel ja / nein
- Leerverkäufe ja / nein
- Börsenumsatzsteuer ja / nein
- Volcker-Regel ja / nein
...

Beitrag 10.07.2016, 23:03

Herebordus
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Ich habe es doch gesagt. Immobilien werden in England billiger. Dann wird mehr in Europa gekauft. Spanien ist grade wieder gefragt. Auch Immobilien in Deutschland ziehen Investoren an.


Wenn der Brexit zum Immobilien-Albtraum wird

http://www.spiegel.de/wirtschaft/servic ... 02117.html

Beitrag 11.07.2016, 15:43

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Umfrage: Finanzplatz profitiert

Brexit treibt Immobilienpreise in Frankfurt

Für keine andere deutsche Stadt wird der Brexit so direkte Folgen haben, wie für den Finanzplatz Frankfurt. Einer Studie zufolge wird der EU-Austritt die Mieten am Main in die Höhe treiben. Und die Befragten rechnen mit noch weiteren Folgen:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Brexit-tr ... 73041.html
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Beitrag 11.07.2016, 23:49

Herebordus
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Weiter gehts. Nun sollen Firmen nach Europa geholt werden. England würde da einiges verlieren.



Kampf um die Londoner Start-up-Szene
http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehm ... nwanderung

Beitrag 12.08.2016, 10:48

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Jetz weiß ich auch endlich, warum ein Brexit der EU nutzt, nun können nämlich neue Themen-Goldmünzen rausgegeben werden:

https://www.egina.com/?page=10000&pid=1 ... country=de

Wobei die Cook-Inseln ja (noch) nicht zur EU gehören smilie_02.
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Beitrag 12.08.2016, 16:26

Mehrgoldfüralle
Sapnovela hat geschrieben:
BOB hat geschrieben:Warum ist eigentlich in einer Zeit des Internets und des immer unbedeutender werdenden Parketthandels ein Börsenplatz als geographischer Ort noch so wichtig?
Da geht es um die Hoheit der Regulierung der Finanzmärkte. Die ist abhängig vom der lokalen Gesetzgebung
- Hochfrequenzhandel ja / nein
- Leerverkäufe ja / nein
- Börsenumsatzsteuer ja / nein
- Volcker-Regel ja / nein
...
Die City of London ist praktisch ein eigener Staat, wo wenig bis gar keine Regulierung stattfindet. Das ist der Grund, warum die Banken dort bleiben werden.

Beitrag 12.08.2016, 16:59

Thomasio
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Da muss man sich einfach nur fragen: Warum sind so viele Banken in der Schweiz und kaum welche in Österreich?
Dann hat man auch schon die Antwort, warum der Finanzsektor nicht aus London abziehen, sonder eher noch wachsen wird, wenn EU-Banken-Regulierungen dort nicht mehr gelten.
Vielleicht genau WEIL die aus der EU austreten?

Beitrag 12.08.2016, 19:11

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Titan
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VfL Bochum 1848 hat geschrieben:...neue Themen-Goldmünzen rausgegeben werden:...
smilie_20
Ja,eine tolle goldige Agenturmünze...immerhin aus Europa,aber eben ein
sehr kleines (o,5 Gramm...für mich zu klein) smilie_16

@Thomasio
"...wenn EU-Banken-Regulierungen dort nicht mehr gelten..."
Die haben dort noch nie gegolten
smilie_24
T.
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 14.08.2016, 09:59

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VfL Bochum 1848
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Möglicherweise erst 2019

Bericht: Brexit könnte sich verzögern

Mit dem Votum der Briten für einen Brexit wird Großbritannien zu einem schnellen EU-Austritt gedrängt. Aber das ist leichter gesagt, als getan. Einem britischen Zeitungsbericht zufolge kämpft London mit einigen Schwierigkeiten:

http://www.n-tv.de/politik/Bericht-Brex ... 14256.html
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Beitrag 09.02.2017, 14:29

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EM-Hamster
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ROUNDUP: Britisches Unterhaus stimmt Brexit-Gesetz zu - Druck auf Lords wächst

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Regierung hat die überragende Zustimmung zum Brexit-Gesetzentwurf im Unterhaus als historisch gefeiert. Mit dem Votum gaben die Abgeordneten Premierministerin Theresa May die Vollmacht, die Verhandlungen zum Ausstieg aus der Europäischen Union (EU) einzuleiten. Der Gesetzentwurf wurde am Mittwochabend vom Unterhaus mit 494 zu 122 Stimmen angenommen. Der Ausgang der Abstimmung gilt als deutlicher Erfolg für May und ihren Kurs in Richtung eines harten Brexit.

http://www.boersennews.de/nachrichten/a ... 42171670[b][/b]
Aurum, quo vadis - et argentum?
die EM-Hamster smilie_24

Beitrag 14.08.2017, 09:18

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Registriert: 10.08.2017, 10:11
Ich hab da noch was aus der Magna Carta Libetatum vom 15. Juli 1215 gefunden:

"Wisset, ...

§ 48. Alle Kaufleute sollen sicheres Geleite haben, nach England zu können oder dasselbe zu verlassen; dort zu bleiben und durchzureisen, sowohl zu Land als zu Wasser; nach den alten und angenommenen Gebräuchen zu kaufen und zu verkaufen, ohne alle schlimmen Zölle, ausgenommen in Kriegszeiten, oder wenn die Kaufleute von einer mit uns im Krieg begriffenen Nation sind."

Quelle: Der große Freibrief (Magna Carta Libetatum)
http://www.verfassungen.eu/gb/gb1215.htm

Brexit hin oder her. Der Handel mit England wird weiter gehen. Allerdings wird der EU eines der größten Netto Zahlerländer fehlen...

https://www.tagesschau.de/multimedia/bi ... er100.html

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Werner Sinn wies in seinem Vortrag in der Univ. Leipzig am 20.06.2017 darauf hin, dass wir nicht drum herum kommen werden, die EU Verträge neu zu verhandeln, da das „Gleichgewicht der Kräfte“ nach dem Austritt Englands gestört sein wird.

Er führte hierzu aus, dass im wichtigsten Staatsorgan der EU, nämlich im Ministerrat, bislang zwei Sperrminoritäten ( Länder mit Bevölkerungsgruppe von 35 % aller EU Bürger ) existierten.

Entsprechende Sperrminoritäten hatten auf der einen Seite

+ der England, Holland, Deutschland ,Österreich und Finnland Block
und auf der anderen Seite
+ die mediterranen Länder.

Die Nordländer standen bislang eher für "weltoffen Handel" und starke Industrie. Die Südländer eher für einen starken Staat und "Protektionismus." So der honorige Prof. https://www.youtube.com/watch?v=0rvlJJDQf78

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