Wie China den Dollar knacken will

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 01.10.2012, 12:56

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Aurum
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Wie China den Dollar knacken will

http://www.handelsblatt.com/finanzen/ro ... 02126.html

Wie würde sich solch ein Szenario eurer Meinung nach auswirken?

Stabilisierend? Zögert es den Verfall der Währungen hinaus? Kann es den Zusammenbruch gar verhindern?

Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

Beitrag 01.10.2012, 13:01

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Silberhamster
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Seit mehr als 10 Jahren wird jeder arabische Staat mit Krieg überzogen, wenn er die Idee hat, Öl anders als in US abzurechnen., Man sah es am Beispiel von Irak, nunmehr hatte jemand die Idee, einen Golddinar einzuführen und schon gibt es (leicht angezettelte) Aufständ im Land, das in die Steinzeit gebombt werden wird ... Da es in 10-20 Jahren weder US $ noch € mehr geben wird, ist es gleichgültig, welche Währung dann die Funktion übernimmt. Auch der britische Pfund währte nicht ewig ..... Grüße Silberhamster
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Beitrag 01.10.2012, 14:55

Knoxler
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Da wird es wohl bald in China Rebellen geben. Oh weh.

Knoxler

Beitrag 01.10.2012, 15:12

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KROESUS
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auf dem Weg zur Weltherrschaft von Pinky und Brain (USA/England und Israel) sind China und Russland die schwersten Brocken

der Stellvertreterkrieg in Vietnam hat gezeigt dass China und Russland nicht leicht zu besiegen sind

ich hoffe ehrlich gesagt dass sich entsprechend der jetzigen chinesischen Linie verschiedene Währungen im Wettbewerb für den Welthandel durchsetzen werden

Ein Armageddonszenario mit anschliessend von Washington aus regiertem Globo erscheint mir nicht durchsetzbar und nicht wünschenswert

Beitrag 01.10.2012, 17:06

Chinese
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China beherrscht doch schon heute den Dollar durch die Koplung des Rmb an den Dollar und die beachtlichen Devisenreserven in Dollar schon beträchtlich mit. Ohne Rmb Koplung wäre der Dollar nicht mehr soeinfach die Weltwährung. Ich glaube nicht das China diese Koplung und die dazugehörige Währungssteuerung samt Devisenkontrolle so schnell aufgeben wird. Erst wenn's wirklich nicht mehr anders geht. Dann müssen sie aus dem Windschatten des Dollars. Dann ist es aber mit den Dollar vorbei.
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Beitrag 02.10.2012, 00:07

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IrresDing
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Ohne echte Konvertibilität wird der nie Leitwährung werden.
smilie_06

Beitrag 02.10.2012, 00:13

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Historix
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Wir befinden uns in einer Phase des Shifts der Leitzivilisationen.... :shock:

Da würd' ich niemals nie sagen...

mag noch ein bisserl dauern... aber wir haben irgendwie abgewirtschaftet, glaub ich...smilie_49

smilie_02
Gold ist schön....schönes Gold ist schöner !
BAZINGA !

Beitrag 02.10.2012, 06:11

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KROESUS
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wir müssen unterscheiden zwischen Warenhandel und Geldhandel

abgewirtschaftet hat eine nur auf Geld basierte Volkswirtschaft irgendwann. Deswegen tut die USA gut daran statt nur $, Filme und die Drohung der 'Befreiung' durch Bomberpiloten wieder verstärkt Waren zu produzieren, genug Arbeitslose haben sie ja.

Und solange aus deutschen Landen viele geistige und technische Neuentwicklungen kommen haben diese noch lange nicht abgewirtschaftet, selbst wenn es zu einem €-crash und anschliesender neuer Währung kommt wird hier weiterhin Wohlstand erwirtschaftet werden und Technologien exportiert werden, ob diese jetzt in € oder Mark oder Gold oder sonstwas abgerechnet werden ist nebensächlich

was ist eigentlich der Unterschied zwischen Renminbi und Yüan?

Abschliessend würde ich vorschlagen wir lernen jetzt etwas chinesisch:

'Guten Tag' oder 'Hallo' heisst auf chinesisch: 'Ni Hao', übersetzt: 'Du gut'

wer weiss ein paar einfache chinesische Wörter? smilie_07

Beitrag 02.10.2012, 07:05

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Ladon
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Früher hatten wir mal ein "atomares Gleichgewicht des Schreckens", heute ist es das monetäre Gleichgewicht des Schreckens. Denn, was häufig nicht ausreichend bedacht wird: Die Chinesen schießen sich selbst ins Knie, wenn sie den Dollar kippen. Nach offiziellen Zahlen halten die Chinesen über 90% ihrer Reserven in Dollar - selbst wenn man davon ausgeht, dass sie ihre Zentralbank-Goldkäufe nur sporadisch (alle paar Jahre) öffentlich machen und man daher den Goldanteil der Devisen-Reserve doppelt so hoch ansetzt, ist das immer noch weit entfernt von den westlichen Staaten, die zumeist um die 65% Reserve in Gold vorhalten.

Machen die also den Dollar jetzt (in näherer Zukunft) platt, was sie zweifelsohne könnten, dann vernichten sie ihren eigenen Reichtum, der ihnen ermöglicht z.B. in Afrika auf große Einkaufstour für Land und Wasser zu gehen (an sich schon skandalös ... aber ein anderes Thema). Kurz- bis mittelfristig dürfte China eher daran interessiert sein, den Dollar zu "stützen", um die eigene "Kaufkraft" zu erhalten. Langfristig (im Zeitrahmen ab 10, 20 Jahren) ist die Lage mit großer Wahrscheinlichkeit eine andere.

Dass allein die riesige Menge von Dollars in China (und dem Rest der Welt) eine Goldbindung dieser Währung völlig unmöglich macht (Wie will man verhindern, dass die Auslandsdollar in Gold getauscht werden? Und zwar in RESERVEGOLD! Kein "Kauf".), sei an dieser Stelle und am Rande mal erwähnt. Allein unter diesem Gesichtspunkt entlarven sich alle Lippenbekenntnisse irgendwelcher (Möchtegern-) Politiker als plumper Populismus.
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Beitrag 02.10.2012, 07:34

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AuCluster
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KROESUS hat geschrieben:wir müssen unterscheiden zwischen Warenhandel und Geldhandel

abgewirtschaftet hat eine nur auf Geld basierte Volkswirtschaft irgendwann. Deswegen tut die USA gut daran statt nur $, Filme und die Drohung der 'Befreiung' durch Bomberpiloten wieder verstärkt Waren zu produzieren, genug Arbeitslose haben sie ja.

Und solange aus deutschen Landen viele geistige und technische Neuentwicklungen kommen haben diese noch lange nicht abgewirtschaftet, selbst wenn es zu einem €-crash und anschliesender neuer Währung kommt wird hier weiterhin Wohlstand erwirtschaftet werden und Technologien exportiert werden, ob diese jetzt in € oder Mark oder Gold oder sonstwas abgerechnet werden ist nebensächlich

was ist eigentlich der Unterschied zwischen Renminbi und Yüan?
Bisher ist die Währung Renminbi auf der Welt zu unbekannt und daher nicht liquide. Wo auf dieser Welt nimmt ein Taxifahrer Yuans an. OK, doch nur in China. Für den Dollar gilt, frei nach Greenspan:"The Dollar is always accepted!" Nicht nur, dass die USA die Welt mit Dollars überschwemmt haben, er wurde und wird von den Menschen auf dieser Welt sehr gerne gesehen. Da müssen die Chinesen erstmal hin. Und das dauert...
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Beitrag 02.10.2012, 09:23

Chinese
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Ich glaube nicht das die Chinesen dies wollen. Bringt Ihnen doch nichts wenn Sie Ihr Taxi in Berlin mit RMB zahlen können.

Gerade weil dies nicht so ist und der RMB nicht frei gehandelt werden kann haben sie doch Ihre Währung noch unter Kontrolle. Dies wird nicht mehr ewig gehen, aber momentan ein riesiger Vorteil.
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Beitrag 02.10.2012, 11:04

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Ladon
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Chinese hat geschrieben:... momentan ein riesiger Vorteil.
Widerspricht aber jeder Vorstellung von freiem Wirtschaften und freiem Markt.
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Beitrag 02.10.2012, 11:08

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Mithras
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Apropos Historix' "Shift der Leitzivilisationen":

Diesbezüglich ist der ur-ur-uralte politische Witz aus den End-60er Jahren(!!!) in der DDR ja fast schon seherisch (wobei die damals so "symbolträchtige" Jahreszahl natürlich nicht allzu wörtlich zu nehmen ist; auch "1984" fand ja realiter erst ca. 20...25 Jahre später statt - speziell in GB; Stichwort: Videoüberwachungswahnsinn):

"Wetterbericht im Jahr 2000: Arktis: heiter, -20°C. Antarktis: bewölkt, -50°C. Im übrigen China: überwiegend heiter."
Goldigste Grüße,

Euer Mithras, der Goldjunge

Und nicht vergessen: "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null." [Voltaire, 1694-1778]

Beitrag 02.10.2012, 11:20

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Mithras
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@Ladon: Da kann man durchaus geteilter Meinung sein. Ich habe nicht vor, meine Ideen bzgl. eines "optimalen Geldsystems" hier im einzelnen auszuführen (das werde ich eher an anderer Stelle IRL - also in politischen Zusammenhängen - tun, weniger in einem virtuellen Internetforum).

Aber mal in der kürzest möglichen Form: Kombination aus zwei Arten: Erstens aus weltweitem(!) "Echtgeld" (nicht nur mit EM "gedeckt" - sondern KURANTgeld) für den int. Fernhandel bzw. Bezahlung besonderer individueller Leistungen im regionalen Rahmen. Auf der anderen Seite dann eine Art von lokalem/regionalem Freigeld/Zettelgeld/Giralgeld/elektronischer Guthabenkarte für den "Alltagsgebrauch": sozusagen "bessere Lebensmittel-/Wohnungs-/Kleidungsmarken", mit denen man dann durchaus ein "BGE" a la Piratenpartei ausgestalten könnte.

Am Markt bildet sich dann schon nach und nach ein Gleichgewichtskurs zwischen den beiden Währungsarten; regional "natürlich" deutlich unterschiedlich. Man wird also durchaus auch für die "Lebensmittel- und Wohnungsmarken" EM bekommen, wenn man aufgrund sparsamster Lebensweise nur genügend viele davon zusammengetragen hat. Sparsamkeit und Fleiß würden sich wieder lohnen... smilie_17
Goldigste Grüße,

Euer Mithras, der Goldjunge

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Beitrag 02.10.2012, 18:35

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Ladon
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@ MIthras

So ganz ist mir jetzt nicht klar, auf welche meiner Aussagen Du Dich beziehst smilie_08

Grundsätzlich aber dürfte Dir doch eigentlich nicht entgangen sein, dass ich ebenfalls ein "Anhänger" mehrgleisiger Geldsysteme bin (Wer sagt, dass der "Wertaufbewahrer" Zahlungsmittel sein muss? Oder dass nicht auch eine Gutscheinbasis denkbar ist; Stichwort für Interessierte: Saber). Eine Diskussion welches Geld, welche Geldfunktion erfüllen soll, ist aber vielleicht für sich gar nicht so "politisch", dass es hier im Forum überhaupt nichts verloren hätte (aber nicht an dieser Stelle, klar).

...geteilter Meinung darf man aber selbstredend immer sein ... sonst wär' das Leben ja langweilig!

Allgemeine Info:
Übrigens gab es im Ägypten ptolemäischer Zeit eine "Korn gedeckte" Komplementärwährung, die bargeldlosen Überweisungsverkehr kannte. Dies, zusammen mit dem römischen Bankenwesen, das ja sogar "fiktive" Schuld/Forderungen-Paare schöpfen konnte, dem vermittelten Kreditvolumen mittelalterlicher Messen, die Brakteaten neben Kurantmünzen und und und, sind starke Indizien dafür, dass das "Dogma" des monopolisierten Geldes unsere historische Wahrnehmung selbst bei "Systemgegnern" außerordentlich verzerrt hat: "Papiergeld" (oder "Giralgeld" ... sagen wir: Kreditgeld) hat SCHON IMMER existiert und (!) parallel existierende Währungen müssen durchaus keine negativen Folgen haben.

... die größte Hürde für "Regionalwährungen" in Deutschland ist übrigens ein Gesetz aus dem Jahr 1933 (Kreditwirtschaftsgesetz), das unter Führung von Hjalmar Schacht dafür sorgte, dass komplementäre Systeme, Tauschringe, Verrechnungsbanken usw., die in der Wirtschaftskrise regional entstanden (vgl. auch Wörgl) abgewürgt wurden und der Staat via Reichsbank die Kontrolle über die Ersparnisse seiner Bürger behielt.
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Beitrag 02.10.2012, 19:20

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Milly
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Ladon hat geschrieben: ... die größte Hürde für "Regionalwährungen" in Deutschland ist übrigens ein Gesetz aus dem Jahr 1933 (Kreditwirtschaftsgesetz), das unter Führung von Hjalmar Schacht dafür sorgte, dass komplementäre Systeme, Tauschringe, Verrechnungsbanken usw., die in der Wirtschaftskrise regional entstanden (vgl. auch Wörgl) abgewürgt wurden und der Staat via Reichsbank die Kontrolle über die Ersparnisse seiner Bürger behielt.
Wollt Ihr den totalen Steuerstaat

- und alle Etatisten, Berufslinken, Markt-Hasser, Kapitalismusfeinde, Staats-Nassauer, Freiheitsfeinde und "Gerechtigkeitsfanatiker" schreien "Jaaaaaaa!!!!" "Steuersenkungspartei" ist ein Schimpfwort; ganz gleich, was man sonst von der FDP hält.

Es ist unter diesen Umständen klar, daß niemals eine staatsunabhängige vom Steuermonopol unabhängige Währung - sowie Transaktionen in dieser Währung - zugelassen werden darf.

Das Zinsargument ist hier nur eine Schimäre. Bei jeder Geld-Transaktion hält der Umverteilungsstaat mit 50% seine überteuerten Mafiagriffel auf. Selbst private Tauschringe ohne Geldfluß stehen ja längst im Visier der Steuerbüttel.
Zu Wörgls Zeiten war das totalitäre Staatsmonopol "auf alles" halt noch nicht annähernd zu festgezurrt wie heutzutage.

Das Schornsteinfegergesetz - Sinnbild der Zwangs- und Überwachungswirtschaft - stammt z.B. ebenfalls aus der Nazizeit und hat erstaunlicherweise smilie_02 jeden "Krampf gegen Rechts" überlebt. Schröder sagte bei Dienstantritt "Diese Leute brauchen wir auf ewig" :P

Beitrag 02.10.2012, 20:43

Knoxler
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KROESUS hat geschrieben:
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Schwing dei Ding smilie_02

Knoxler

Beitrag 03.10.2012, 07:18

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Ladon
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Milly hat geschrieben:...
Bei jeder Geld-Transaktion hält der Umverteilungsstaat mit 50% seine überteuerten Mafiagriffel auf. ...
Kannst Du das mal präzisieren? Das wird viele interessieren.
50% von was? Und - vielleicht noch wichtiger - wer bekommt die anderen 50%?


P.S.
Den Hinweis auf die damaligen (nicht verfassungskonformen) Machthaber hatte ich mir sehr bewusst verkniffen, weil dies erstens nur zu unnötigem "Politisieren" führt und zweitens ist es m.E. erheblich wichtiger zu erkennen, dass Schacht solche restriktiven Maßnahmen (und es sollten ja noch einige dazu kommen) in seiner Eigenschaft als Reichsbankpräsident als Leiter des Untersuchungsausschusses in die Wege leitet - also AUCH als ein Vertreter des internationalisierten Großkapitals und des Zentralbankensystems.
NUR Staat/Politik verantwortlich zu machen ist genauso verkehrt, wie NUR das (Groß-)Kapital oder NUR das Geldsystem (Zins ist da lediglich ein Baustein).
Wenn man dem einen "Faktor" zugesteht, dass er sich in einem hypothetischen Idealzustand positiv auswirken würde, muss man das für die anderen Faktoren auch tun.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 03.10.2012, 07:30

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AuCluster
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Chinese hat geschrieben:Ich glaube nicht das die Chinesen dies wollen. Bringt Ihnen doch nichts wenn Sie Ihr Taxi in Berlin mit RMB zahlen können.

Gerade weil dies nicht so ist und der RMB nicht frei gehandelt werden kann haben sie doch Ihre Währung noch unter Kontrolle. Dies wird nicht mehr ewig gehen, aber momentan ein riesiger Vorteil.
Sollten wir in Berlin den Taxifahrer mit Yuan bezahlen, würden die Banker von der Peoples Bank of China vor Freude in die Luft springen. Dann gäbe es quasi einen Taxiyuan, der so ähnlich funktioniert wie der Petrodollar. Solange Rohstoffe in Dollar gehandelt werden (müssen), dämpft es die Inflation des Dollars und stabilisiert den Wechselkurs.

Verschwörungstheoretiker behaupten, dass die Ölpreisschocks der 70er nur ein Ziel hatten: Durch den steigenden Ölpreis stieg auch die Nachfrage nach USD, so dass er stabil blieb und nicht brutal abwertete.
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Beitrag 03.10.2012, 08:11

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KROESUS
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@AuCluster: genauso ist es , wer die Welthandelswährung ausgeben darf hat einen Riesenvorteil gegenüber allen anderen.
deswegen wurde ja auch Saddam Hussein und der Irak zerbombt, die hatten die Frechheit gezeigt ihr Öl in € abzurechnen.
und weil sie nicht nur in $ abrechnen sind auch Iran, China und Russland der Achse des Bösen zuzurechnen
es ging nicht ums Öl im Irak, es ging um die Abrechnung des Öls

es ist für die Illuminaten (=Dollardrucker) viel bequemer $ zu drucken und sich das einzukaufen was sie wollen ohne eine Gegenleistung dafür bringen zu müssen.
...money for nothing and the chicks for free...

Die restliche Welt kann sich dann um die $ balgen und dafür arbeiten

sehr bequem aus Sicht der USA

mir wäre das egal solange sie keine anderen Länder bombardieren bzw. über die von ihnen gesteuerte NATO bombardieren lassen

da hört der Spass dann auf und genau deswegen ist die Politik der USA weltweit so unbeliebt da helfen auch keine Feigenblättchen mit Nahrungsmittelspenden in Afrika mehr etwas

wenn die Bundeskanzlerin Eier hätte und nicht Israelhörig wäre würde sie Deutschland aus der NATO diesem Mordladen austreten

aber dann wäre sie schneller abgesetzt als man bis 3 Zählen kann, in den Zeitungen würde wahrscheinlich stehen dass die regelmässig ihren Mann verprügelt oder welche Lüge auch immer

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