BITCOIN

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

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Beitrag 06.02.2018, 06:48

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Siesta
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'the harder they come the harder they fall' oder ' what goes up must come down '. Sorry für die Binsenweisheiten, aber die Blase ist angestochen. Das Gleiche scheint jetzt endlich auch die Aktienmärkte zu betreffen. Was gestern innerhalb der letzten Handelsstunde beim DowJones abging kann man nur noch mit absoluter Panik der Marktteilnehmer erklären. In absoluten Zahlen hatten wir den größten Tagesverlust in der Geschichte des Dow...

Das sieht nach guten Rahmenbedingungen für den POG aus.
*One original thought is worth a thousand mindless quotings*DIOGENES

Beitrag 06.02.2018, 09:42

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Indiana Jones
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Wo sind die ganzen Schwätzer geblieben, die vorhergesagt haben, dass steigende Zinsen den Goldkurs drücken werden?

Das Gegenteil ist richtig.

Steigende Zinsen lassen die Anleihemärkte, Aktienmärkte und den Bitcoin fallen. Steigende Zinsen werden die Schuldenblase nämlich platzen lassen weil sowohl die überschuldeten Staaten, Unternehmen und Privatleute diese nicht bezahlen können und so eine Pleitewelle ungeahnten Ausmaßes vorprogrammiert ist. Gold zeigt in einem solchen Szenario eben schon jetzt als safe haven einmal mehr relative Stärke


[img]https://forum.gold.de/userpix/8312_bitc ... onat_2.jpg[/img]
Bild: Bitcoinkurs 1 Monat

[img]https://forum.gold.de/userpix/8312_gold ... onat_1.jpg[/img]
Bild: Goldkurs 1 Monat

Beitrag 06.02.2018, 11:12

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Ladon
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Und bei den Grafiken fällt die unglaubliche Diskrepanz noch nicht mal so richtig ins Auge!

Wäre beim Gold dieselbe Y-Skala wie bei den BC angewendet, ergäbe sich fast eine "waagrechte Linie"!
Oder umgekehrt müsste bei gleicher Skalierung die BC-Grafik ungefähr um ZEHNFACHE in der Y-Richtung gestreckt sein!
(Wenn ich das jetzt richtig auf die Schnelle überschlagen und keinen Denkfehler drin habe)




Wenn wir den Umweltaspekt mal nicht betrachten (obwohl das ein extrem gewichtiges Argument ist), bleiben diese beständigen Kosten, weil Transaktionen Energie verbrauchen.
Selbst wenn das, meinetwegen durch regenerative Energiequellen, die den Preis extrem drücken könnten (was heute noch Zukunftsmusik ist), bleiben natürlich Kosten für jede Transaktion.
Der Fairness halber muss man dazu schon sagen, dass das eine gerechtfertigte "Abgabe" wäre, wenn Kryptos in der erträumten Form als Geld existieren würden!
Auch heute kostet jede Transaktion - und das ist NICHT albern! Sprit um zum Händler (wer den Pfennig nicht ehrt) zu kommen, Zeit, Schließfach ...
Dem steht der erratische Block des Stromverbrauchs gegenüber, den man viel leichter bemessen und überhaupt "sehen" kann.

Ein weiter Punkt ist:
Durch die inhärente Belastung des "Fiat-Money" (das haben wir hier schon tausendmal durch) entstehen AUCH "Kosten".

Nochmal: wenn Kryptos funktionieren (würden), wäre eine Art Seigniorage an die Miner und die Infrastruktur Bereitsteller gerechtfertigt.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 06.02.2018, 19:37

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KROESUS
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@siesta:

Dein Wort in das Ohr der Anleger

wir werden sehen ob wirklich Gold der Anlageliebling des freien Geldes der nächsten Zeit wird

immerhin hat es den Vorteil anonym zu sein, einige die mit Bitcoin reich geworden sind kaufen sich ausser Villen und Lambos auch Gold, das ist richtig
In unsicheren Zeiten kann Gold eine gute Wertanlage sein

Beitrag 07.02.2018, 00:11

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MaciejP
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lifesgood hat geschrieben:Aber wenn es mal da ist und gekauft und wieder verkauft und wieder gekauft wird, dann wird eben hier im Vergleich zu Kryptos wenig oder kein Strom verbraucht.
Was daran liegt, dass Mining und Transaktionen im Gegensatz zu Gold nicht getrennt werden können. Von daher hinkt der Vergleich tatsächlich etwas. Man könnte jetzt also nur die Miningkosten bzw. in der Zukunft die Transaktionskosten vergleichen (wenn keine neuen Coins mehr erzeugt werden). Davon mal abgesehen sind bereits Lösungen des Problems in der Entwicklung. Mit dem Lightning Network braucht man nicht mehr jede Transaktion auf die Blockchain schreiben, wodurch sich die Durchsatzrate extrem erhöht und entsprechend den Energieverbrauch je Transaktion senkt.
Welche Bedeutung haben Kryptowährungen für die Menschen??? Meines Erachtens sind sie das Produkt der durchaus sinnhaften Blockchain-Technologie und geben sich als Währung aus. Aber vor allem sind sie doch ein gewaltiges Spekulationsinstrument, durch das einige wenige, vielen Anderen das Geld abnehmen.
Das gilt doch für jedes börsengehandelte Asset. Bei Kryptowährungen sind die Kursschwankungen nur höher, weil die gesetzlichen Auflagen und die Liquidität noch niedriger sind als bei anderen Werten. Zur Bedeutung fallen mir spontan die Nutzung als Inflationsschutz in Venezuela, die Versorgung von Wanderarbeiterfamilien in Afrika oder die Verwaltung von Nahrungsmittelspenden an syrische Flüchtlinge ein. Ich bin sicher, da werden zukünftig noch viele sinnvolle Anwendungen hinzukommen.
Indiana Jones hat geschrieben:Steigende Zinsen lassen die Anleihemärkte, Aktienmärkte und den Bitcoin fallen.
Fallende Anleihekurse sind logisch bei steigenden Zinsen, fallende Aktienmärkte von der Theorie her auch, weil die zukünftigen Gewinne stärker abgezinst werden müssen. Aber wo siehst du den Zusammenhang zu fallenden Kryptowährungskursen?
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 07.02.2018, 08:31

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Indiana Jones
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MaciejP hat geschrieben:
Indiana Jones hat geschrieben:Steigende Zinsen lassen die Anleihemärkte, Aktienmärkte und den Bitcoin fallen.
Fallende Anleihekurse sind logisch bei steigenden Zinsen, fallende Aktienmärkte von der Theorie her auch, weil die zukünftigen Gewinne stärker abgezinst werden müssen. Aber wo siehst du den Zusammenhang zu fallenden Kryptowährungskursen?
Die Japanischen Zocker besitzen weltweit die meisten Bitcoins.

Ganz einfach deshalb weil sich der Nikkei nach seinem Absturz im Jahr 1990 nicht mehr erholt hat und es dort wegen der Überschuldung schon lange 0 Zinsen gibt.

https://www.boerse.de/langfristchart/Ni ... 9010C00002
Link - Nikkei Langfristchart
https://de.statista.com/statistik/daten ... von-japan/
Link - 0 Zinspolitik seit 1995

Die "60 % Korrektur" des Bitcoins während des letzten Monats ist Nichts im Vergleich dazu, was los sein wird, wenn Aktienblase, Staatsanleihenblase und / oder Immobilienblasen platzen. Spätestens dann wird auch der Allerletzte bemerken, was heiße Luft war und weswegen Gold seit Jahrtausenden Geld ist. smilie_52

Beitrag 08.02.2018, 05:59

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MaciejP
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Indiana Jones hat geschrieben:Die Japanischen Zocker besitzen weltweit die meisten Bitcoins.
Woher nimmst du diese Information? Meines Wissens ist gar nicht bekannt, wer die größten Besitzer von Bitcoins sind (Satoshi, der aller Wahrscheinlichkeit nach kein Japaner ist, und die diversen Börsen mal ausgenommen).

Was Gold als Geld angeht: wir werden sehen. Mit Gold kann man keine Schulden zurückzahlen, d.h. bei einem echten Deflationsschock wird auch Gold gegen Dollar und Euro verkauft werden, um Fiatkredite auch wieder in Fiat zurückzuzahlen.
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Beitrag 08.02.2018, 08:37

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Indiana Jones
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Ich habe nicht geschrieben, dass die Japaner die meisten Bitcoins besitzen sondern die Japanischen ZOCKER. Diese zocken mit Kryptowährungen weil der Jen keine Zinsen abwirft und sich der Nikkei seit seinen Kurseinbrüchen im Jahr 1990 nicht erholt hat. Zum Thema Japan und Krypto habe ich einige lesenswerte Artikel ausgesucht:

„...und da tut sich überraschenderweise vor allem ein Volk hervor: Die Japaner. Bei Bitcoins haben sie sogar die Amerikaner hinter sich gelassen.

Über 40 Prozent des weltweiten Handels in Bitcoin wird in japanischen Yen abgewickelt
.“

Quelle: Die Welt Artikel von Frank Stocker vom 10.01.2018 „Japans Liebe zum Bitcoin wird jetzt belohnt“
https://www.welt.de/finanzen/article172 ... lohnt.html

Cryptocurrency action happens in Asia – particularly in Japan, as more than 40 percent of all the purchases come from the country. China has always been opposed to bitcoin and Korea is now becoming increasingly concerned. Japan is going wild and I think the crash is going to come from Japan.”

Quelle: Dr. Jack Rasmus in" Bitcoin Tsunami will come from Japan" RT Artikel vom 19.01.2018

https://www.rt.com/business/416390-bitc ... ing-japan/

Allegemeine Infos zu Japan und dem Bitcoin findet man in dem Artikel „Bitcoin im realen Leben“ im Handelblatt ebendort:

http://www.handelsblatt.com/finanzen/ma ... 084-4.html

Beitrag 08.02.2018, 23:35

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MaciejP
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Indiana Jones hat geschrieben:Ich habe nicht geschrieben, dass die Japaner die meisten Bitcoins besitzen sondern die Japanischen ZOCKER. Diese zocken mit Kryptowährungen weil der Jen keine Zinsen abwirft und sich der Nikkei seit seinen Kurseinbrüchen im Jahr 1990 nicht erholt hat.
Du sprichst von Besitz, der Artikel von Handelsvolumen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Außerdem ist der welt-Artikel schlecht recherchiert bzw. offenbart nur die halbe Wahrheit. Es sind eindeutig nicht nur die japanischen Kleinanleger, die für das Volumen verantwortlich sind.

In diesem Artikel gibt es einen Teil der Erklärung, nämlich chinesische Händler, die nach den Handelseinschränkungen in China ins Nachbarland gewandert sind. Ein weiterer Teil hat mit den Trading-Gebühren zu tun. Ich habe leider keinen Artikel gefunden, der das klar belegt, aber soweit ich weiß ist Japan zurzeit das letzte Land, in dem Beträge in relevanten Größenordnugnen zu null Gebühren gehandelt werden können. Deshalb das verhältnismäßig große Trading-Volumen. Zuvor war China der größte Player, wo Ende 2016 aber diese Zero-Fee-Trades unterbunden wurden (sieht man hier schön im Chart, wie das Volumen plötzlich absackt). Hab das damals live miterlebt, wie Japan nach Südkorea und China auf einmal die Nummer eins wurde.
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Beitrag 09.02.2018, 09:39

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Indiana Jones
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MaciejP hat geschrieben:....hab das damals live miterlebt, wie Japan nach Südkorea und China auf einmal die Nummer eins wurde.
Klar ist Japan nun die "Nr. 1"

Man könnte aber auch sagen, dass Japan nun der letzte Handelsplatz ist, wo sich die Bitcoinjünger noch relativ ungestört austoben können. Betonung liegt auf "noch".

Beitrag 09.02.2018, 12:17

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goldmoney
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Indiana Jones hat geschrieben:
Man könnte aber auch sagen, dass Japan nun der letzte Handelsplatz ist, wo sich die Bitcoinjünger noch relativ ungestört austoben können. Betonung liegt auf "noch".
Wenn Bitcoins das sind, was sie versprechen, sollte sie von jeder Einschränkung weiter existieren und prosperieren. Das werden sie nicht, weil sie keinen inneren Wert haben. Im Gegensatz zu Fiat, wird auch niemand gezwungen sie zu nutzen. Sobald die Spekulanten raus sind, werden sie zu ihrem Ursprung zurückkehren und das ist 0. Viel früher als ohnehin systembedingt die Transaktionskosten irgendwann zu hoch zum überleben sein werden.

Es ist ein Utopie, dass Bitcoins irgendwann eine Art freie "Reservewährung" seien wird, die man nicht mehr in Fiat tauschen will und somit von der Finanzwirtschaft völlig unabhängig wird.

es grüßt goldmoney
smilie_24
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 09.02.2018, 13:14

GGGoldi
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goldmoney hat geschrieben:
Indiana Jones hat geschrieben:
Viel früher als ohnehin systembedingt die Transaktionskosten irgendwann zu hoch zum überleben sein werden.

Es ist ein Utopie, dass Bitcoins irgendwann eine Art freie "Reservewährung" seien wird, die man nicht mehr in Fiat tauschen will und somit von der Finanzwirtschaft völlig unabhängig wird.

es grüßt goldmoney
smilie_24
Bei anderen Kryptowährungen gibt es weder Transaktionskosten noch einen Energieverbrauch außer dem des eigenen PC. Bitcoin wird sich dem angleichen oder von anderen Währungen ersetzt werden. (in Bezug auf die Marktkapitalisierung)

Und Kryptowährungen machen nicht unabhängig von der Finanzwirtschaft sondern sie machen die Finanzwirtschaft zum Teil (schon heute) unabhängig von Fiat und Banken.

Beitrag 09.02.2018, 13:43

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Indiana Jones
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GGGoldi hat geschrieben:Bei anderen Kryptowährungen gibt es weder Transaktionskosten noch einen Energieverbrauch außer dem des eigenen PC. Bitcoin wird sich dem angleichen oder von anderen Währungen ersetzt werden. (in Bezug auf die Marktkapitalisierung)
Sogen. Altcoins (Alternative Coins) kannst du in der Regel nur mit Bitcoins bzw. Ethereum kaufen und verkaufen. Das heißt, dass du z. B.: (1) Euro gegen Bitcoin, dann (2) Bitcoin gegen Altcoin, (3) Altcoin gegen Bitcoin und zu guter Letzt (4) Bitcoin gegen Euro handelst. Bei diesem Proceder musst du Obacht geben,

+ dass du nicht gehackt wirst,
+ dass die genutzten Handelsplattform(en) nicht verboten wird oder pleite geht
+ ausreichend Transaktionsgebühren auslobst und
+ das Ganze beim Finanzamt korrekt und fristgerecht meldest
usw.

Viel Spaß!

Beitrag 09.02.2018, 15:07

GGGoldi
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Indiana Jones hat geschrieben:
Sogen. Altcoins (Alternative Coins) kannst du in der Regel nur mit Bitcoins bzw. Ethereum kaufen und verkaufen. Das heißt, dass du z. B.: (1) Euro gegen Bitcoin, dann (2) Bitcoin gegen Altcoin, (3) Altcoin gegen Bitcoin und zu guter Letzt (4) Bitcoin gegen Euro handelst. Bei diesem Proceder musst du Obacht geben,
Bei manchen Altcoins ist das noch so ja.
Indiana Jones hat geschrieben: + dass du nicht gehackt wirst,
Hardwarewallet / Cold Storage
Indiana Jones hat geschrieben: + dass die genutzten Handelsplattform(en) nicht verboten wird oder pleite geht
Hardwarewallet / Cold Storage
Indiana Jones hat geschrieben:
+ ausreichend Transaktionsgebühren auslobst und
Die gibt es auf Handelsplätzen nicht
Indiana Jones hat geschrieben: + das Ganze beim Finanzamt korrekt und fristgerecht meldest
usw.
Selbstverständlich
Indiana Jones hat geschrieben:Viel Spaß!
Danke den habe ich :) (40x)

Beitrag 09.02.2018, 15:50

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goldmoney
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Indiana Jones hat geschrieben: Sogen. Altcoins (Alternative Coins) kannst du in der Regel nur mit Bitcoins bzw. Ethereum kaufen und verkaufen.

+ dass die genutzten Handelsplattform(en) nicht verboten wird oder pleite geht
+ ausreichend Transaktionsgebühren auslobst und
+ das Ganze beim Finanzamt korrekt und fristgerecht meldest
usw.

Viel Spaß!
Ob das die Regel ist, weis ich nicht, bezweifle es aber. Es ist m.E. auch nicht relevant.

Hinter einer Währung muss - im Gegensatz zum Warengeld wie Gold oder Silber- eine Institution stehen, die eine gewisse Kaufkraft verspricht. Das fehlt den BTC & Co. Nur weil man diesen Institutionen heute (zu Recht) nicht vertraut, wird eine Kryptowährung nicht automatisch wertvoll bzw begehrt. Bei den Schwankungen eignen sie sich noch weniger als verlässlicher Ersatz für Fiat. Einige haben damit Kasse gemacht, mehr aber auch nicht. Die Technologie ist gut, aber nur als Medium. Jemand muss ihnen aber Wert verleihen. Darüber kann auch ein vorübergehend hoher Preis nicht hinwegtäuschen. Die Redewendung ist nicht wörtlich zu nehmen. smilie_11
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Beitrag 09.02.2018, 20:35

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Mehrgoldfüralle
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Hinter einer Währung muss ein Wert stehen. Das kann z. B. die Leistung einer Volkswirtschaft sein. Dann gibt es auch Vertrauen und Kaufkraft.
Wir werden in interessanten Zeiten gelebt.

Beitrag 09.02.2018, 20:54

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Indiana Jones
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GGGoldi hat geschrieben:
Indiana Jones hat geschrieben:
Sogen. Altcoins (Alternative Coins) kannst du in der Regel nur mit Bitcoins bzw. Ethereum kaufen und verkaufen. Das heißt, dass du z. B.: (1) Euro gegen Bitcoin, dann (2) Bitcoin gegen Altcoin, (3) Altcoin gegen Bitcoin und zu guter Letzt (4) Bitcoin gegen Euro handelst. Bei diesem Proceder musst du Obacht geben,
1) ....
2) ....
3) ausreichend Transaktionsgebühren auszuloben
usw....
Die gibt es auf Handelsplätzen nicht
smilie_08

ich antworte der guten Ordnung zu Liebe mit folgendem Zitat:

"Kurz vor Weihnachten kostete eine einzelne Transaktion zwischen 30 und 150 Euro, je nach Größe, wenn man sie innerhalb weniger Stunden abgewickelt wissen wollte. Das Nachsehen haben alle, die weniger großzügig sind oder einfach ihre Transaktionen abgeschickt hatten, bevor der Kurs auf Talfahrt ging – und jetzt im Mempool darauf warten müssen, bis der Ansturm der Spekulanten vorbei ist und die Miner wieder weniger lukrative Transaktionen berücksichtigen.

Das Problem: Einmal abgeschickt lässt sich eine Transaktion nicht stornieren, auch gibt es kein Verfallsdatum, nach dem eine signierte und ins Bitcoin-Netzwerk verschickte Transaktion nicht mehr bearbeitet wird. Hat man Pech, wird die Transaktion erst ausgeführt, wenn der Kurs am Boden liegt...
"

Quelle: Mirko Dölle in "Wenn die Bitcoin-Blase platzt: Verkäufe beschleunigen" am 05.02.2018 auf heise. de, dort im Original nachzulesen: https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 59830.html
goldmoney hat geschrieben:Hinter einer Währung muss - im Gegensatz zum Warengeld wie Gold oder Silber- eine Institution stehen, die eine gewisse Kaufkraft verspricht. Das fehlt den BTC & Co.
Mehrgoldfüralle hat geschrieben:Hinter einer Währung muss ein Wert stehen. Das kann z. B. die Leistung einer Volkswirtschaft sein. Dann gibt es auch Vertrauen und Kaufkraft.
smilie_01

Danke. Sehr zutreffend erkannt!

Selbst die DDR Mark hatte mehr background als diese für Jedermann`s Geheimdienst entschlüsselbaren Datensätze Namens Krypto / Bitcoins

Beitrag 09.02.2018, 22:10

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Mehrgoldfüralle
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Ich bin eine Institution. Leider hab ich kaum Kaufkraft, noch verspreche ich welche. Wie passt das zusammen?

Gar nicht! Bankinstitute und Notenbanken sind Institutionen. Auf einer Seite gehen Arbeit und Wertschöpfung rein, raus kommt FIAT.
Wir werden in interessanten Zeiten gelebt.

Beitrag 09.02.2018, 22:28

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Indiana Jones
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Mehrgoldfüralle hat geschrieben:Ich bin eine Institution.
sorry, aber unter dem Bergriff „Institution“ definiert google Kurzerhand „eine öffentliche, staatliche oder kirchliche Einrichtung, die für eine bestimmte Aufgabe zuständig ist.“ Das mag vielleicht etwas zu kurz gedacht sein, zumal „Institutionen“ ein von Wirtschafts u. –Sozialwissenschaften nach wie vor uneinheitlich aufgefasster Begriff sind.

Auch wenn du nach allgemeinem Sprachgebrach keine wirkliche "Institution" bist möchte ich es dir nicht absprechen, dass du so etwas wie eine Gold.de Forums Institution sein könntest.
Mehrgoldfüralle hat geschrieben: Leider hab ich kaum Kaufkraft, noch verspreche ich welche.
Wer sein Fiat in Gold und Silber umgemünzt hat verzichtet eben auf "Kaufkraft" im "Hier und Jetzt". Dieser "Verzicht" ist aber dem allgemeinem Verständnis des Begriffes "Sparen" ohnehin immanent. Sparen bedeutet eben Verzicht auf "Kaufkraft" im "Jetzt. "Man hebt / spart sich einfach sein "Vermögen / die künftig anstehenden Ausgaben" für später auf.
Mehrgoldfüralle hat geschrieben:Bankinstitute und Notenbanken sind Institutionen.
Zu den Institutionen zählen auch Kirchen und Schulen.
Womöglich sogar Parteien?
Mehrgoldfüralle hat geschrieben: Auf einer Seite gehen Arbeit und Wertschöpfung rein, raus kommt FIAT.
Nö. Arbeit und Wertschöpfung gehen rein und raus kommt NICHTS.

Warum, wieso, weshalb?

Ganz einfach weil sich die Institutionen die Wertschöpfung annähernd komplett unter ihren gierigen Nagel reißen und Euch vormachen, dass etwas besseres hinten raus kommen könnte. Das Märchen glaubt zwar Niemand. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Zuletzt geändert von Indiana Jones am 21.02.2018, 06:21, insgesamt 3-mal geändert.

Beitrag 10.02.2018, 03:22

GGGoldi
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Indiana Jones hat geschrieben:
GGGoldi hat geschrieben:
Indiana Jones hat geschrieben:
Sogen. Altcoins (Alternative Coins) kannst du in der Regel nur mit Bitcoins bzw. Ethereum kaufen und verkaufen. Das heißt, dass du z. B.: (1) Euro gegen Bitcoin, dann (2) Bitcoin gegen Altcoin, (3) Altcoin gegen Bitcoin und zu guter Letzt (4) Bitcoin gegen Euro handelst. Bei diesem Proceder musst du Obacht geben,
1) ....
2) ....
3) ausreichend Transaktionsgebühren auszuloben
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smilie_08

ich antworte der guten Ordnung zu Liebe mit folgendem Zitat:
...
Du hast eine seltsame Auffassung von "Ordnung"
Beim Kauf und Verkauf von Bitcoins oder Altcoins an Handelsplätzen fallen keine Transaktionskosten an. Daran ändert auch ein Zitat nichts.

Und selbst wenn es so wäre. Dann zahlst man halt einmal Transaktionskosten und wartet auf die Bestätigung der Transaktion... Dann kauft damit (BTC/ETH) seinen "Altcoin" und kann diesen dann immer in beliebiger Menge und ohne Transaktionskosten innerhalb von 1-2 Sekunden versenden.
Indiana Jones hat geschrieben:Ganz einfach weil sich die Institutionen die Wertschöpfung annähernd komplett unter ihren gierigen Nagel reißen und Euch vormachen, dass etwas besseres hinten raus kommen könnte. Das Märchen glaubt zwar Niemand. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Ein Grund mehr für Kryptowährungen.

Und zum Thema "innerer Wert": der ist NOCH wie der von Gold...nicht Null aber nahe Null.

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