Der große Crash

Tagesgespräch zu Wirtschaftsthemen wie Geldmarkt, Börse, Währung, Finanzkrise, Inflation aus Deutschland und der Welt

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

Beitrag 02.07.2018, 08:46

saho111
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 63
Registriert: 13.06.2017, 20:53
IrresDing hat geschrieben:Kostolany?

Kostolany hat diese Art der Fonds, die versuchen mit Futures künstlich die Fallhöhe zu minimieren, als "Bauernfängerei" bezeichnet. So viel zu Kostolany und der Strategie des Herrn Müller.
Wenn ich das weiß, dass ein Fonds Absicherungsgeschäfte macht und ich das nicht will, gibt es nur eine Konsequenz, nämlich Nicht-Kaufen ! So einfach ist das.

Jeder muss selbst wissen ob er Vermehrung oder Erhalt (real) seines Vermögens anstrebt.

Beitrag 02.07.2018, 13:04

Benutzeravatar
goldmoney
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 202
Registriert: 02.02.2018, 11:16
Wohnort: Deutschland
IrresDing

ich wiederhole mich und das was die Andern hier gesagt haben, nicht.
Es ging nicht darum, ob sich sein Fonds besser oder schlechter entwickelt hat als Andere und warum, sondern um Deine offensichtlich falsche und radikale Aussage Rohrkrepierer, die schon formal falsch ist. Ein Rohrkrepierer schafft es nicht aus dem Rohr bzw legt nur wenige Meter zurück.
Mangels ernsthaften Argumente bleibt einem nichts anderes übrig, als von einer subjektiven Einschätzung Deinerseits auszugehen.
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 02.07.2018, 16:58

Salami6
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 172
Registriert: 19.09.2017, 14:36
@Irres Ding
Der Dirk Müller Fonds hat 3 Jahre nach Start eine Rendite von 2,09%,bei 4% Ausgabeaufschlag und 1,6% Verwaltungsgebühr.
Wer aus heutiger Sicht von Anfang an dabei war hat einen"Rohrkrepierer" im Depot liegen.
Deine Kommentare kann ich nur bestätigen. smilie_09
Träumer erwachet.

Beitrag 03.07.2018, 10:18

Benutzeravatar
goldmoney
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 202
Registriert: 02.02.2018, 11:16
Wohnort: Deutschland
Nach diesem Maßstab lieber Salami6, sind 90% der Fonds Rohrkrepierer. Darüber sind wir uns wiederum einig. smilie_16

Dann aber fehlt Dirk Müllers Fonds das Alleinstellungsmerkmal, das IrresDing mit dem Wort Rohrkrepierer suggerieren wollte.


https://www.boerse-online.de/nachrichte ... 1018864704
Von insgesamt weit über 6000 Fonds in unserer Datenbank haben in diesem Jahr 544 einen der 882 Awards gewonnen.
Hier mal die Charts von zwei der in Deutschland am weitesten verbreiteten Aktienfonds

https://www.finanzen.net/fonds/dekafonds

https://www.finanzen.net/fonds/unifonds

Da mal auf den 3 Jahreschart schauen.


Mit anderen Worten: wer in Fonds investiert, hat eine +90%-ige Wahrscheinlichkeit einen Rohrkrepierer zu ergattern.

Das gilt natürlich nicht für Genies wie IrresDing und Dich, die in die Zukunft blicken können. Ihr seid bestimmt schon reich geworden mit Eure Strategie. Oder nicht? Macht nichts, das kommt noch, Iasst Euch nur nicht vom Weg abbringen.

Für ETF Fan

https://homemade-finance.de/etf-nachteile/


https://www.focus.de/finanzen/boerse/ga ... 90212.html

smilie_10
Zuletzt geändert von goldmoney am 03.07.2018, 12:08, insgesamt 1-mal geändert.
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 03.07.2018, 11:41

Benutzeravatar
lifesgood
Gold-Guru
Beiträge: 2221
Registriert: 07.10.2012, 10:27
Wohnort: zwei
Einigt Euch doch einfach darauf, dass die Performance des Müller-Fonds eher suboptimal war und hinter dem Markt zurückblieb und gut isses.

Es bringt ja nichts hier noch zwei weitere Seiten auf der Formulierung "Rohrkrepierer" rumzureiten.

lifesgood

Beitrag 03.07.2018, 13:08

Salami6
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 172
Registriert: 19.09.2017, 14:36
@goldmoney
In die Zukunft blicken kann niemand und als Kleinanleger kann ich auch nicht reich werden.
Ich lasse mich aber von Panikmachern und Crashgurus nicht in Angst und Schockstarre versetzen.
Viele dieser Gurus haben nur das Ziel ihre Produkte zu verkaufen.
Ein Fonds der 2015 mit 100,49€ gestartet ist und heute bei rund 97€ steht ist für mich ein minus Geschäft.
In Fonds würde ich heute nicht mehr investieren obwohl ich ab1997 einen mtl. Ansparfonds noch nebenbei laufen habe.Fonds sind für mich ein Auslaufmodell, da viel zu teuer.

Geld verdient und Vermögen aufgebaut wird heute in Aktien,breit gestreute Einzeltitel.
Wer sich das nicht traut investiert in ETFs.
Natürlich geht es nicht nur bergauf,in letzter Zeit gibt es mehr graue Haare als Freude.
Das sind die Chancen billiger nachzukaufen z.b. Daimler.
Edelmetalle sollten mit 10 bis 20% nicht fehlen,die bringen ein wenig Sicherheit aber keine Rendite.
Für die anderen Sachwerte, Wiskey,Immos,Wald und Wiesen,braucht man viel Erfahrung oder viel Durst.
Wer mit Sparbüchern,Festgeld,Bausparverträgen uä. auf höhere Zinsen wartet ist der Verlierer von morgen.
Ohne Risiko geht es nicht mehr,die Anlagen der Zukunft sind Aktien
Das ist die Meinung von einem Kleinanleger der sein Geld 20 Jahre in Aktien anlegt( 70%)
Träumer erwachet.

Beitrag 03.07.2018, 13:13

Benutzeravatar
McSilver
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 130
Registriert: 24.09.2013, 09:12
Wohnort: Sachsen
@ goldmoney

Von den ETF Nachteilen sind ein paar doch eher nicht relevant aber ein paar auch recht interessant. Da wäre man so nicht drauf gekommen. Diese weit verbreiteten deutschen uralt Fonds performen meist eher schlecht. Ich hatte vor paar Monaten mal überlegt per ETF in den Nasdaq einzusteigen aber erstens irgendwie keinen richtigen ETF gefunden und zweitens war mir der Einstieg nach dem lauf zu riskant. Vielleicht kann mir ja einer einen Nasdaq Fond empfehlen.
McSilver
___________
Bewertungen:
http://www.gold.de/forum/mcsilver-t8235.html
http://www.silber.de/forum/mcsilver80-t17333.html

Beitrag 03.07.2018, 14:41

Benutzeravatar
goldmoney
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 202
Registriert: 02.02.2018, 11:16
Wohnort: Deutschland
lifesgood hat geschrieben:Einigt Euch doch einfach darauf, dass die Performance des Müller-Fonds eher suboptimal war und hinter dem Markt zurückblieb und gut isses.

Es bringt ja nichts hier noch zwei weitere Seiten auf der Formulierung "Rohrkrepierer" rumzureiten.

lifesgood
Der Begriff Rohrkrepierer ist nicht da Problem. Er wurde nur genutzt um die implizite und irreführende Aussage zu tätigen,

dass der möchte gerne Crash-Prophet Müller nicht nur mit seinen Prophezeiungen falsch liege und zwangsläufig für einen Pessimisten auch mit seiner Anlagestrategie, wenngleich nicht schlechter als viele Andere und eigentlich nur Geld verdienen wolle, ganz im Gegensatz zu allen Anderen Fondsmanager.

Damit sollte die Person Dirk Müller insgesamt diskreditiert und so die eigene Mainstream Position verstärkt werden. Es geht also nicht um ein Paar Prozentpunkte Rendite Unterschiede.

Außerdem sollte man sein Fonds in einem Crash bzw Nachcrash Szenario bewerten, weil er genau darauf ausgerichtet ist, in solch einer - aus seiner Sicht mehr als fälligen - Zeit besser zu performen als andere Fonds.

Anders gesagt, wer mit dem Porsche 911 auf der Autobahn den Fahrer eines SUV lachend überholt, sollte sicher sein, dass bis zum Ziel, keine längere off-road Strecke zu bewältigen ist. In dem Falle ist es sehr wahrscheinlich, dass er später oder gar nicht ankommt. smilie_16
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 03.07.2018, 15:28

Benutzeravatar
goldmoney
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 202
Registriert: 02.02.2018, 11:16
Wohnort: Deutschland
Salami6 hat geschrieben:@goldmoney
In die Zukunft blicken kann niemand ..
Ich lasse mich aber von Panikmachern und Crashgurus nicht in Angst und Schockstarre versetzen.
Eben, deshalb sollst du vorbeugen und dich absichern, nicht Angst haben! Die Rahmenbedingungen stehen eher auf Sturm als auf schönes Wetter.

In Fonds würde ich heute nicht mehr investieren ...da viel zu teuer.

Geld verdient und Vermögen aufgebaut wird heute in Aktien,breit gestreute Einzeltitel.
Wer sich das nicht traut investiert in ETFs.
Natürlich geht es nicht nur bergauf,in letzter Zeit gibt es mehr graue Haare als Freude.
Aha. Warum sind deine grauen Haare berechtigt und Dirk Müllers nicht? Warum glaubst du, dass ETF günstig sind. Die klassischen Fonds schienen damals auch günstig gewesen zu sein.
Das sind die Chancen billiger nachzukaufen z.b. Daimler.
Da solltest du vorsichtig sein. Ich persönlich halte (deutsche) Autoaktien für sehr riskant. Sie haben fast alle den neuen Elektro-Trend verpasst und laufen, nein sie kriechen, hinterher.
Sie haben nicht begriffen, dass sich der Markt sehr stark verändern wird bzw sich bereits verändert hat. Sie versuchen zwanghaft einen Elektromotor in einen Benziner zu verbauen und kapieren nicht, dass das ein völlig neues Auto ist.

Edelmetalle sollten mit 10 bis 20% nicht fehlen,die bringen ein wenig Sicherheit aber keine Rendite.
...
Ohne Risiko geht es nicht mehr,die Anlagen der Zukunft sind Aktien
Rendite die später verpufft bringt aber auch nichts. Kaufe nicht "wahllos" in der Hoffnung, richtig gestreut zu haben, das wird schief gehen. Überlege was Zukunft hat und was nicht. Zugegeben, keine einfache Aufgabe. Aber den Sprüchen der Branche zu glauben (cost average, streuen, ETF, Aktien sind die Anlageform der Zukunft etc) wäre fatal.

Es gab schon so viele Trends die Anleger in die Falle zogen. Was bei den Kapitallebensversicherungen bereits passiert ist, kann morgen bei den Fonds auch passieren. Da kommt übernacht ein Gesetz, dass die Anteile nicht auf einmal verkauft werden können "um die Anleger zu schützen". Heute klingt das unmöglich. War bei den KLV's lange Zeit auch "unmöglich" und doch kam es so.
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 03.07.2018, 17:09

Benutzeravatar
lifesgood
Gold-Guru
Beiträge: 2221
Registriert: 07.10.2012, 10:27
Wohnort: zwei
Salami6 hat geschrieben: Ohne Risiko geht es nicht mehr,die Anlagen der Zukunft sind Aktien
Das ist die Meinung von einem Kleinanleger der sein Geld 20 Jahre in Aktien anlegt( 70%)
Gerade im 20-Jahres-Zeitfenster, ist das nicht so prickelnd mit den Aktien.

Der DAX lag 1998 um die 5.000 Punkte und liegt aktuell knapp 150% höher.

Der Spotpreis für die Unze Gold lag 1998 im Hoch bei 280 € und liegt aktuell rund 280% darüber.

Der Spotpreis für die Unze silber lag 1998 zwischen 4 und 6 € und liegt aktuell zwischen 130 und 243% darüber.

Wir haben in den letzten 20 Jahren viel gesehen. Es gab Zeiten da haben die Edelmetalle die Aktien outperformt und umgekehrt.

Im Herbst 2012, kostete der DAX nur 5 Unzen Gold und aktuell kostet der DAX rund 11,5 Oz Gold, bleibt die Frage, ob es ewig so weitergeht, dass die Aktien besser performen als die Edelmetalle ...

Die Aktien sind seit 2008 gut gelaufen, ich persönlich habe meine Zweifel, ob sie die nächsten 10 Jahre weiter so gut laufen werden. Zinsen werden irgendwann steigen müssen, QE Programme werden zurückgefahren bzw. eingestellt. Das sind alles keine so tollen Voraussetzungen.

lifesgood

Beitrag 03.07.2018, 17:56

Salami6
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 172
Registriert: 19.09.2017, 14:36
@ goldmoney
Du bist ein Theoretiker der versucht jeden Kommentar negativ in seine Bestandteile zu zerlegen und seine eigenen Ideen versteckt.Mit Kleinigkeiten wie z.b.Rohrkrepierer,entfachst Du einen Großaufstand.
Die Anlage in Fonds war in früheren Jahren eine Alternative zu Einzelwerten,ist wegen 4-5% Ausgabeaufschlag heute zu teuer,das geht mit ETFs billiger.
Und graue Haare bekommt z.Zt. jeder in jeder Anlageform,es geht im Moment überall negativ Richtung Süden.

Ich bin ein Praktiker der seine Anlagen selbst in die Hand nimmt und nicht den Kopf in den Sand steckt,wie ich investiere kann jeder im Forum lesen.
Bei Dir habe ich bisher noch nicht gelesen wie man seine Ersparnisse ausbaut und schützt,mach doch mal ein paar genauere Vorschläge.
Positiv sehe ich im Moment nur Deine Aussage:Deutsche Autowerte sind riskant.
Gerade darum habe ich Daimler vor kurzem gekauft.
Glaubst Du daß in den nächsten 20 Jahren mehr als 20% Elektroautos auf den Straßen laufen?
Würdest Du ein Auto kaufen daß fast doppelt so teuer ist als ein Benziner?
Reichweite ca 300km,dann 30 Min. aufladen,wenn eine Ladestation frei ist.
Radio,Klima,Scheibenwischer usw. alles verkürzt die Reichweite.
Die schaffen es nicht einen vernünftigen Akku zu bauen.Elektroautos in Serie, da fehlen zuerst die Ladestationen.
E-Autos bedeuten auch 2 bis 3 Mill. Arbeitslose in der Autoindustrie und im Maschinenbau,das macht keiner mit.
Ob E-Autos die Zukunft bestimmen ist fraglich,es gibt noch andere Antriebsarten.
Vielleicht ist Tesla in ein paar Jahren Vergangenheit wie z,b. Cargolifter.
Ich denke die Kursdelle bei Daimler ist eine bessere Chance als eine Tesla.
Und wild streuen braucht man bei Einzelwerten auch nicht,in werbefreien Aktienzeitschriften findet man viele Infos.
Nun würde ich mich über ein paar ernstgemeinte Anlageideen von Dir freuen, nicht das negative zwischen den Zeilen lesende niedermachen.
Träumer erwachet.

Beitrag 03.07.2018, 18:27

Salami6
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 172
Registriert: 19.09.2017, 14:36
@lifesgood
Ich stimme Dir mit Deinen Vergleichen voll zu.
Das war Vergangenheit,wie die Zukunft aussieht wissen wir nicht.
Mit dem Wissen von heute hätten wir 1998 Gold gekauft und 2012 wieder verkauft.
Silber 2005 gekauft und 2011 wieder verkauft.
Und Deutsche Telekom hätten wir beim Kurs von 98€ wieder verkauft.
Deshalb sind Vergleiche aus der Vergangenheit nicht mein Ding.
Ich setze 70% auf Aktien und 30% auf Gold.
An einen Crash glaube ich in den nächsten Jahren nicht und das Wort Zinsen wird zum Fremdwort.
Vielleicht ein Fehler.lieber Fehler machen als den Kopf in den Sand zu stecken.
Träumer erwachet.

Beitrag 03.07.2018, 22:20

Benutzeravatar
lifesgood
Gold-Guru
Beiträge: 2221
Registriert: 07.10.2012, 10:27
Wohnort: zwei
An einen Crash glaube ich auch nicht, aber ganz ausschließen möchte ich ihn auch nicht.

Aber wenn man sich den DAX im Langzeit-Chart so ansieht, erkennt man, dass der DAX von 2000 bis 2003 über 60% verloren hat und 2008-2009 dann rund 50% abgegeben hat.

Bild

Der steile Aufwärtstrend seit 2009 kann nicht ewig halten, zumal er ja nicht allein durch Wirtschaftswachstum, sondern auch durch Aktivitäten der Zentralbanken verursacht war, die ja nun Zug um Zug eingestellt werden.
Und wenn's mal wieder runtergeht, kann das in ähnlichen Größenordnungen sein. 30 - 40% sind da locker drin.
Das ist auch offen gestanden meine Hoffnung, denn ich möchte ja für meinen Lebensabend noch ein schönes Paket mit Dividendenaktien und das wäre natürlich schön, wenn man die einigermaßen günstig erwischt.

lifesgood

Beitrag 04.07.2018, 00:32

Salami6
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 172
Registriert: 19.09.2017, 14:36
Es kann natürlich mal extrem runtergehen und 2-3 Jahre dauern bis der alte Stand erreicht ist.
Aber kurz vor der Rente kann es dann eng werden.
Mit Rentenbeginn sollte man auf Spekulationen verzichten,Geld sichern und teilweise verbrauchen.
Rentner heißt:
smilie_15 und nicht smilie_08
Träumer erwachet.

Beitrag 04.07.2018, 03:32

Benutzeravatar
lifesgood
Gold-Guru
Beiträge: 2221
Registriert: 07.10.2012, 10:27
Wohnort: zwei
Sieh Dir mal den obigen Chart an und zieh bei 5.000 Punkten und bei 7.500 Punkten eine Linie.

Das sind dann doch mehr als 2 - 3 Jahre bis der alte Stand erreicht ist.

In den letzten 10 Jahren hattest Du mit Aktien sicherlich auf das richtige Pferd gesetzt und das gönne ich Dir auch von Herzen, aber Geld sichern sollte man nicht erst mit der Rente, sondern immer dann, wenn etwas sehr gut gelaufen ist.

Euphorie und der Glaube, dass ein Asset ewig so weiterläuft, sind da kontraproduktiv. Ich bin schon sehr lange bei den Edelmetallen dabei (Gold schon seit dem letzten Jahrtausend und die letzten nennenswerten Käufe 2008 und Silber seit 2006).

Die Euphorie, die man heute bei den Aktien sieht, hatte ich 2011 bei Silber miterlebt. Ich selbst hatte einen Teil meiner Bestände verkauft und Kasse gemacht.

Gleiches gilt für Immobilien, auch das verläuft in Wellen. Wir haben noch 2010/2011 Immobilien zu Preisen gekauft, die unter dem Kaufpreis des Verkäufers Mitte der 90er Jahre lagen. Seitdem sind sie um 50% und mehr gestiegen. Wald hatten wir 2010 gekauft, der wird heute fürs Doppelte des Kaufpreises und mehr gehandelt.

Genau aus diesem Grund denke ich eben darüber nach, wenn die Aktienkurse passen, ein wenig von Immos in Dividendenaktien umzuschichten.

Und Nein, mit dem smilie_15 sollte man nicht erst in der Rente anfangen, denn wenn's blöd läuft, erlebt man sie gar nicht.

lifesgood

Beitrag 04.07.2018, 06:25

Benutzeravatar
Ladon
Moderator
Beiträge: 6471
Registriert: 17.05.2010, 13:38
Wohnort: Terra
Salami6 hat geschrieben:...
Mit Rentenbeginn sollte man auf Spekulationen verzichten
...
Und wenn's ohne "Spekulationen" nicht reicht?
Auch zum Beispiel wegen unkalkulierbarer extremer Preissteigerungen (und nicht wegen falscher Strategie)?

... dann knabbert man am Goldschatz.
Ein Risiko bleibt immer, jedoch kann man sich nicht unter allen Lebensumständen eine "Kultur des Scheiterns" erlauben (die ich prinzipiell, so wie Du, unterstütze)
Andere gibt es schon genug

Beitrag 04.07.2018, 08:25

AndyMueller
Newcomer
Beiträge: 2
Registriert: 15.06.2018, 08:06
Es gibt ein paar interessante Bücher die den Crash eigentlich ankündigen. Und zwar auf höchster Ebene. Ich hatte mir vor Kurzem mal "The Road to Ruin: The Global Elites' Secret Plan for the Next Financial Crisis" geholt. Es ist wirklich erschreckend, wie die gesamte Finanzstabilität aufs Spiel gesetzt wird. Auch darf man nicht vergessen, dass es einfach einen Crash geben muss früher oder später. Das liegt einfach an der Menge an Geld die gedruckt wurde.

Beitrag 04.07.2018, 08:36

Benutzeravatar
goldmoney
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 202
Registriert: 02.02.2018, 11:16
Wohnort: Deutschland
Salami6 hat geschrieben:@ goldmoney
Du bist ein Theoretiker ...
Ich bin ein Praktiker der seine Anlagen selbst in die Hand nimmt und nicht den Kopf in den Sand steckt
Wie kannst Du das beurteilen, ohne meine Vermögensverhältnisse zu kennen? smilie_08
Arbeitest du bei Google? smilie_16

Salami6 hat geschrieben: der versucht jeden Kommentar negativ in seine Bestandteile zu zerlegen und seine eigenen Ideen versteckt.
Sorry, ich war es nicht der hier etwas falsches suggeriert (versteckt) hat. Da bleibt mir ja nichts anderes übrig, als solche Aussagen zu zerlegen.

Du bestätigst ja was ich versucht habe deutlich zu machen, nämlich, dass
Salami6 hat geschrieben: ... graue Haare bekommt z.Zt. jeder in jeder Anlageform,es geht im Moment überall negativ Richtung Süden.

Salami6 hat geschrieben: Bei Dir habe ich bisher noch nicht gelesen wie man seine Ersparnisse ausbaut und schützt,mach doch mal ein paar genauere Vorschläge.
Dann lese alle meine Beiträge und Du wirst fündig.


Salami6 hat geschrieben: Positiv sehe ich im Moment nur Deine Aussage:Deutsche Autowerte sind riskant.
Gerade darum habe ich Daimler vor kurzem gekauft.

Glaubst Du daß in den nächsten 20 Jahren mehr als 20% Elektroautos auf den Straßen laufen?
Würdest Du ein Auto kaufen daß fast doppelt so teuer ist als ein Benziner?
Reichweite ca 300km,dann 30 Min. aufladen,wenn eine Ladestation frei ist.
....
Ob E-Autos die Zukunft bestimmen ist fraglich,es gibt noch andere Antriebsarten.
Vielleicht ist Tesla in ein paar Jahren Vergangenheit wie z,b. Cargolifter.
Ich denke die Kursdelle bei Daimler ist eine bessere Chance als eine Tesla.
Na dann, herzlichen Glückwunsch zum Kauf, du wirst es brauchen!

Ich glaube es nicht nur, ich bin davon überzeugt, dass die Verbrenner ihre Marktanteile massiv verlieren werden. Die 20% in 20 Jahren halte ich für untertrieben. Sobald die Elektroautos in Massen produziert werden, sinken die Kosten und sie werden sogar billiger als Benziner heute.

Die Gegenpropaganda der Platzhirsche ist nachvollziehbar. Sie haben das E-Auto belächelt, dann unterschätzt und nun den Knall gehört. Diese Autos sind stärker (Drehmoment), leise, stinken nicht und auch noch hype! Ähnlich wie die CD Brenner damals, werden sie heute (noch) von "Freaks" gekauft, doch das wird sich schneller ändern als man glaubt. Länger als 300km fährt man sehr selten. Die reichweite wird auf 500 Km bis 600 Km relativ schnell steigen und die Ladedauer sich verkürzen. Darüber hinaus fährt man Zug bzw fliegt (mit Ryanair).


Getankt wird zuhause übernacht. Wenn die Tankstellen kaum mehr Sprit verkaufen, werden sie Ladestationen aufstellen, davon kannst du ausgehen. Mit dem Sprit machen sie heute schon kaum noch Gewinne. Die Reichweite steigt kontinuierlich und die Batteriepreise sinken jährlich um 16%! Weißt du noch, wie viel der erste CD Brenner gekostet hat? Ich sage Dir genau, 10.000 DM. Wurde in der Sendung Traumhochzeit mit Linda De Moll verschenkt. Heute ist das produkt fast verschwunden.

Hier ein Paar Beispiele massiver Fehleinschätzungen für die Zukunft selbst großer Persönlichkeiten.


"Wie bitte soll ein Schiff gegen Wind und Strömung segeln können, indem man ein Lagerfeuer unter dem Deck entzündet? Ich habe keine Zeit für solchen Unsinn." Napoleon Bonapartes Reaktion auf die ersten Dampfkriegsschiffe 1803.

"Wenn die Weltausstellung in Paris zu Ende geht, wird man nie mehr etwas von elektrischem Licht hören". Sir Erasmus Wilson 1878

"Schwerer als Luft? Solche Flugmaschinen sind unmöglich." Lord Kelvin, Präsident Royal Society 1895

"Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd". Kaiser Wilhelm II.

"Es gibt nicht den geringsten Hinweis, dass Atomenergie jemals nutzbar sein wird." Albert Einstein 1934

"Ich glaube, dass es weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer geben wird."
Thomas Watson, ehemaliger IBM-Chef 1943

"Wir mögen ihre Musik nicht und Gitarrengruppen werden bald aus der Mode kommen."
Antwort der Plattenfirma Decca Records an den Manager der Beatles 1962


"Das Internet ist eine Spielerei für Computerfreaks, wir sehen darin keine Zukunft." (Ron Sommer, Telekom-Chef, 1990)

"Internet ist nur ein Hype." (Bill Gates, Chef der Microsoft Corporation, 1995)

"Das Internet wird nicht mehr Einfluss haben auf die Wirtschaft als das Faxgerät."
Paul Krugman, Nobelpreisträger und NY-Times-Kolumnist 1998

"Das Abo-Modell für Musik ist gescheitert."
Steve Jobs, 2003

"Das iPhone wird nie im Leben einen bedeutenden Marktanteil erlangen. Keine Chance."
Steve Ballmer, Ex-CEO Microsoft 2007

https://youtu.be/eywi0h_Y5_U
Salami6 hat geschrieben:Nun würde ich mich über ein paar ernstgemeinte Anlageideen von Dir freuen, nicht das negative zwischen den Zeilen lesende niedermachen.


Für Otto Normal.

1) Selbstgenutzte Immobilie finanzieren, wenn es geht ohne zu hungern! (Nicht zu teuer, Ansprüche realistisch halten)
2) Edelmetalle regelmäßig und langfristig an sparen
3) Max 10% ausgewählte Aktien wenn man sich damit einigermaßen auskennt, wenn nicht Finger weg!
4) 3 bis 6 Monatseinkommen als Cashreserve.

Und schlafen gehen smilie_16

Wer vermögend(er) ist
mehrere Immobilien 50%
30% EM
Aktien (10%), aber nur wenn man sich auskennt
10% Cash.
"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek

Beitrag 04.07.2018, 10:46

Salami6
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 172
Registriert: 19.09.2017, 14:36
@goldmoney
Elektroautos vielleicht hast Du Recht,vielleicht auch nicht.
Es wäre eine feine Sache abends das Auto an die Steckdose und morgens losfahren.
Vielleicht kommt die Brennstoffzelle wir wissen es nicht.
Ich halte heute eine Daimler für eine gute Spekulation,Du nicht,ok.
Als Otto Normalo setze ich auf Aktien und Edelmetalle,beide Anlageformen machen z.Zt. wenig Freude.
Ziel ist die finanzielle Unabhängigkeit,dazu brauche ich Rendite, die erreiche ich z.Zt. nur mit Aktien.
Hohe Renditechancen bedeuten hohes Risiko,das ist mir ganz klar.
Da gibt es auch Fehlentscheidungen die ich selbst mache und verantworte.Am Ende zählt der Gesamtwert im Depot,der ist bei mir seid 20 Jahren im plus,trotz auf und ab an den Börsen.
Gold in Münzform habe ich aktuell nachgekauft da ich in den nächsten paar Jahren mit einem
deutlichem Preissprung rechne.
Überwiegend auf Edelmetalle zu setzen halte ich für sehr gefährlich,da fehlt die Streuung.
Die selbstgenutzte Immobilie bewerte ich mit 0€,da ich sie nicht verkaufen kann,besser gesagt:
Das selbstbewohnte Haus ist nicht verwertbares Vermögen.
Ein Crash vor 10 Jahren, ein hoher Goldpreis 2012 oder 10% Zinsen ca. 1990,sind Vergangenheit,
jeder Vergleich ist sinnlos.
Was zählt ist heute,jeder sollte das tun was er für richtig hält.
goldmoney,damit sollte das Thema erledigt sein.
Träumer erwachet.

Beitrag 04.07.2018, 11:02

kribelboble
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 189
Registriert: 11.09.2014, 13:47
ich würde hinzufügen:

5.) nicht Rauchen, wenig Alkohol, regelmäßiger Sport

steigert langfristig die statistische Lebenserwartung und ist Voraussetzung von denen in 1. bis 4. durchgeführten Maßnahmen zu profitieren.

Antworten