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vom: 04.07.2018, 12:05
VfL Bochum 1848 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
kribelboble hat Folgendes geschrieben:
ich würde hinzufügen:

5.) nicht Rauchen, wenig Alkohol, regelmäßiger Sport

steigert langfristig die statistische Lebenserwartung und ist Voraussetzung von denen in 1. bis 4. durchgeführten Maßnahmen zu profitieren.


...ist aber langweilig und dann dauert das langweilige Leben sogar noch länger (bis auf Sport, da bin ich bei Dir) smilie_02 .
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vom: 04.07.2018, 12:30
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
... und mit einer gestiegenen Lebenserwartung sinkt der monatliche Betrag, den man aus den Reserven zubuttern kann smilie_20
vom: 04.07.2018, 14:20
goldmoney Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Salami6 hat Folgendes geschrieben:


Ziel ist die finanzielle Unabhängigkeit,dazu brauche ich Rendite, die erreiche ich z.Zt. nur mit Aktien. Hohe Renditechancen bedeuten hohes Risiko,das ist mir ganz klar.


Genau das ist das Problem. Risikomanagement heiß, wie viel Risiko kann ich mir leisten, und nicht umgekehrt, wie hoch ist das Risiko das ich eingehen "muss" um meine (vielleicht zu hoch gesteckte) Renditeerwartung zu erreichen!

Wenn ich 10 Mio habe, kann ich mir leisten im schlimmsten falle 5 Mio, sogar 9 Mio zu verlieren, ohne meine Existenz (Unabhängigkeit) zu gefährden und muss nur mein Luxus herunter fahren. Das mag emotional schmerzen, aber es sind eher Ego-Schmerzen

Wenn ich "mittellos" bin wie die Mehrheit der Bevölkerung oder nur über wenig Kapital verfüge, muss ich es (weiter) aufbauen und kann mir eben nicht leisten 50% und schon gar keine 90% zu verlieren. Das ist für jemand mit vergleichsweise geringem Einkommen oder Rente verheerend. Ob ich anstatt 8oo€ "Zusatzrente" konservativ aufgebaut nur 100€ erhalte weil ich mich verzockt habe und dachte 5000€ p.am. zu erwirtschaften , ist gewaltig, wenn meine ges. Rente z.B. nur 1000€ beträgt. Da sind 700€ der Unterschied zwischen arm und nicht mehr arm. Diese Schmerzen spüre ich im ganzen Körper.


Salami6 hat Folgendes geschrieben:

Am Ende zählt der Gesamtwert im Depot,der ist bei mir seid 20 Jahren im plus,trotz auf und ab an den Börsen.
Die selbst genutzte Immobilie bewerte ich mit 0€.


Das hatten wir schon. Du bist wohl der einzige Mensch auf der Welt, der so "rechnet".
Vermutlich deshalb, um nicht dein Depot mit dem heutigen Wert der Immobilie, die Du vor 20 Jahren hättest finanzieren können, vergleichen zu müssen.

Du bist demnach in den 40-ern und willst den entgangene Gewinn der letzten 20 Jahre ( durch den damaligen Verzicht auf die selbst genutzte Immobilie) wieder wett machen. Du erhöhst nun deinen "Einsatz" in dem du höhere Risiken (als du dir leisten kannst?) eingehst.

Was machst du in 10 Jahren, falls die Aktien nur so dahin dümpeln oder sogar fallen? Verkaufst du sie und kaufst Derivate? Nur noch damit kannst du in der "Restlaufzeit" rechnerisch eine Unabhängigkeit oder eine gute "Rente" schaffen.

Das ist keine Strategie sondern Prinzip Hoffnung. Nun denn, sie stirbt zuletzt.


Salami6 hat Folgendes geschrieben:

... Vergangenheit, jeder Vergleich ist sinnlos.
Was zählt ist heute,jeder sollte das tun was er für richtig hält.
goldmoney,damit sollte das Thema erledigt sein.


Aus der Vergangenheit zu lernen ist nie sinnlos. Zu glauben, daraus die Zukunft mit Sicherheit ableiten zu können, ist natürlich falsch. Aber sie deshalb zu ignorieren ist noch falscher.

Es gibt Werte die ihre Kaufkraft relativ zu den Einkommen über Jahrhunderte sehr gut halten, ggü andere Güter insb Konsumgüter, sogar deutlich steigern. Das sind Immobilien (in allen Formen) Edelmetalle und Kunst teilweise auch.

Als Unternehmer kann man schnell reich werden, aber nicht als passiver Teilhaber (Aktionär) ohne Ahnung. Das mag auch mal passieren, ist aber die Ausnahme.

Und als letzter Wink mit dem Zaunpfahl:

Wenn die Finanzbranche und ihre Trompeten dich irgendwo hin treiben, gehe nicht hin!

Sowohl auf meinem iPhone als auch am PC, werde ich dauernd auf Trading Plattformen, Aktien und Derivate aufmerksam gemacht.

Im Gegenzug lese ich schon seit Ende der 90-ern in der Presse immer wieder warum die Immobilien "demnächst" fallen werden und Gold keine Gute Anlage ist. Nur etwas für Nostalgiker, aber höchstens 5% des Vermögens, wenn man es nicht lassen kann.

Dumm gelaufen für Alle die darauf gehört haben.
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"The gold standard is the only method we have yet found to place a discipline on government, and government will behave reasonably only if it is forced to do so"
Friedrich August von Hayek
vom: 04.07.2018, 14:32
McSilver Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@ goldmoney

Die Zitate sind wirklich sehr unterhaltsam. Man kann sich heute gar nicht vorstellen, dass die genannten Personen solche Aussagen getroffen haben.

Zum Thema Daimler. Ich überlege auch mir die Aktie ins Depot zu legen. Niedriges KGV, hohe Dividende und solide Produkte. Die E Autos werden sicher mehr werden, sind aber aktuell noch recht teuer. Es wird also noch etwas dauern bis die Technik massentauglich ist. Die Model 3, die bislang ausgeliefert worden, kosten ja auch meist mindestens 50.000€. In 2-3 Jahren sieht es sicher anders aus. Dann sollten aber auch die deutschen Hersteller so weit sein mit Infrastruktur und den Modellen. Tesla muss sich dann einer immer größeren Konkurrenz stellen. Diese Konkurrenz hat zudem ein ganz anderes Filialnetz und auch eine ganz andere dichte an Werkstätten. Denn auch E Autos gehen mal kaputt. Die etablierten Hersteller können ihre Modelle zudem mit verschiedenen Antreiben anbieten, Tesla nur mit einem.

Als Risiko sehe ich aber noch die Politik, die Verbrennern das Leben übermäßig schwer machen könnte. Dann sind da auch noch die drohenden Zölle, eine deutlich nähere Gefahr. 10% Aktien finde ich etwas mau.
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vom: 04.07.2018, 15:09
SteveG Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Salami6 hat Folgendes geschrieben:

Die selbstgenutzte Immobilie bewerte ich mit 0€,da ich sie nicht verkaufen kann,besser gesagt:
Das selbstbewohnte Haus ist nicht verwertbares Vermögen.

Warum sollte ich das nicht verkaufen können?
Natürlich kann ich das und mich damit auf den Stand (= Wohnen zur Miete) bringen, den ich ohne dieses Haus sowieso hätte.

Es ist kein Vermögen, mit dem ich arbeiten kann, also z.B. Umschichten. Aber es ist natürlich verwertbares Vermögen.
vom: 04.07.2018, 15:46
Salami6 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@goldmoney
Noch ein paar Schlussworte.
Ich wohne im eigenen Haus,vor 30Jahren gekauft und bezahlt,ich würde es heute nicht mehr kaufen sondern weiter mieten.
Wie viel Risiko kann ich mir leisten: Genau das ist es.
Ich kann mir einen50%igen Aktieneinbruch leisten ohne mir Gedanken um die Rentnerzeit zu machen.
Dafür habe ich als Normalverdiener in Jungen Jahren viel riskiert um im Alter früher in Rentezu gehen und ordentlich zu Leben.

Zu Gold ist mir gerade eingefallen:
Für den ersten Krügerrand habe ich mal 800DM plus Mwst. bezahlt,da kostete eine große Packung Zigaretten rund 2 DM.
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Träumer erwachet.
vom: 04.07.2018, 16:00
Salami6 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
SteveG hat Folgendes geschrieben:
Salami6 hat Folgendes geschrieben:

Die selbstgenutzte Immobilie bewerte ich mit 0€,da ich sie nicht verkaufen kann,besser gesagt:
Das selbstbewohnte Haus ist nicht verwertbares Vermögen.

Warum sollte ich das nicht verkaufen können?
Natürlich kann ich das und mich damit auf den Stand (= Wohnen zur Miete) bringen, den ich ohne dieses Haus sowieso hätte.

Es ist kein Vermögen, mit dem ich arbeiten kann, also z.B. Umschichten. Aber es ist natürlich verwertbares Vermögen.


Ich stelle mir gerade vor wie ich den Sohn aus Hotel Mama ausquartiere,einen Großteil der Wohnungseinrichtung beim Sperrmüll entsorge und dann irgendwo zur Miete einziehe.
Und dann einen Käufer für das Haus suche,2000 Einwohner Dorf mit 20 Leerständen,teilweise 5 Jahre und mehr.Meine Frau würde mich wohl im Irrenhaus einliefern.
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Träumer erwachet.
vom: 04.07.2018, 16:24
goldmoney Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Sorry Salami6, Deine Aussagen sind widersprüchlich und auch falsch.
Als die Zigaretten 2 DM kosteten, war Gold deutlich billiger. Wer bereits ein Haus hat so wie du, spart Miete und kann es - auch wenn billiger als erhofft - verkaufen. Gerade wer überzeugt von Aktien ist, sollte umschichte und nicht das Kapital in der "wertlosen" Immobilie gefangen halten. Das Hotel-Mama Problem ist kein Immobilien Problem sondern ein anderes und auch zur Miete gleich.

Ich werde aus Dir nicht schlau. Irgendwas ist in deiner Geschichte definitiv nicht stimmig. Damit verabschiede ich mich aus der Diskussion.
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Friedrich August von Hayek
vom: 05.07.2018, 02:55
gullaldr Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
goldmoney hat Folgendes geschrieben:

Wenn ich 10 Mio habe, kann ich mir leisten im schlimmsten falle 5 Mio, sogar 9 Mio zu verlieren, ohne meine Existenz (Unabhängigkeit) zu gefährden und muss nur mein Luxus herunter fahren. Das mag emotional schmerzen, aber es sind eher Ego-Schmerzen

Wenn ich "mittellos" bin wie die Mehrheit der Bevölkerung oder nur über wenig Kapital verfüge, muss ich es (weiter) aufbauen und kann mir eben nicht leisten 50% und schon gar keine 90% zu verlieren. Das ist für jemand mit vergleichsweise geringem Einkommen oder Rente verheerend.


Diese Sätze kann ich nur unterstreichen. Sie sind völlig richtig. smilie_01

Verfügen Menschen über viel Kapital, ist es für sie leichter, zu zocken und eventuell den ganz großen Gewinn herauszuholen. Ärmere Menschen können solche Geschäfte gar nicht eingehen, wenn sie nicht das Risiko eingehen wollen, im völligen Ruin zu landen. Für sie empfehlen sich eben nur jene konservativen Strategien des Vermögensaufbaus, also die zu backenden kleinen Brötchen, über die die großen Spieler vermutlich nur verächtlich lachen.
vom: 05.07.2018, 06:25
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
... diese Diskussion ist doch müßig.

Wenn ich 10 Mio hätte, hätte ich deutlich mehr als ich brauche. Wieso sollte ich dann spekulieren, um dieses Vermögen noch zu mehren?

Da würde ich versuchen, zu bewahren und mein Leben dabei geniessen, so wie ich es auch mit meinem (deutlich kleineren) Vermögen halte.

Irgendwann ist es auch gut mit Vermögen bilden. Und es macht in meinen Augen auch keinen Sinn, etwas, das man schon hat aufs Spiel zu setzen, um etwas zu verdienen, das man nicht mehr braucht.

Von daher ist vermutlich derjenige, der ein kleines Polster für das Alter hat, eher geneigt dies zu riskieren, um es zu vergrößern, als derjenige der ohnehin schon mehr hat, als er braucht.

lifesgood
vom: 05.07.2018, 13:02
gullaldr Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lifesgood, das ist aber eher kleinbürgerlich bzw. von unserem Standpunkt aus betrachtet. Also, so sehen das vermutlich Du und ich. Diese Leute aber spielen in einer anderen Liga.

Abgesehen von dem anderen, teureren Lebensstil, den sich Multimillionäre und Superreiche zulegen, dürfte dort die Orientierung nach oben (also "Ihresgleichen") stärker als nach unten sein. Und es sollte nicht die "Gier" bzw. der Wunsch unterschätzt werden, auch dieses Vermögen zu vermehren. Nicht jeder ist nur für den Tag auf der Sonnenliege gemacht.

Andernfalls würden ja riskante Geldanlagen nur von Geringverdienern getätigt, die Angst vor der zu kleinen Rente haben, während Multimillionäre mit Tagesgeld zufrieden sind.
vom: 05.07.2018, 13:13
VfL Bochum 1848 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
gullaldr hat Folgendes geschrieben:
...
Abgesehen von dem anderen, teureren Lebensstil, den sich Multimillionäre und Superreiche zulegen, dürfte dort die Orientierung nach oben (also "Ihresgleichen") stärker als nach unten sein. Und es sollte nicht die "Gier" bzw. der Wunsch unterschätzt werden, auch dieses Vermögen zu vermehren.
...


Ja, das sehe ich auch so.
Nur besteht der Unterschied darin, dass für die Multimillionäre das Spekulieren eher einem Monopoly-Spiel gleicht, während das für die Kleinsparer durchaus über den nächsten Sommerurlaub oder schlimmeres entscheiden kann.
Ausnahmen gibt es natürlich immer.
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vom: 05.07.2018, 14:08
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
gullaldr hat Folgendes geschrieben:
lifesgood, das ist aber eher kleinbürgerlich bzw. von unserem Standpunkt aus betrachtet. Also, so sehen das vermutlich Du und ich. Diese Leute aber spielen in einer anderen Liga.

Abgesehen von dem anderen, teureren Lebensstil, den sich Multimillionäre und Superreiche zulegen, dürfte dort die Orientierung nach oben (also "Ihresgleichen") stärker als nach unten sein. Und es sollte nicht die "Gier" bzw. der Wunsch unterschätzt werden, auch dieses Vermögen zu vermehren. Nicht jeder ist nur für den Tag auf der Sonnenliege gemacht.

Andernfalls würden ja riskante Geldanlagen nur von Geringverdienern getätigt, die Angst vor der zu kleinen Rente haben, während Multimillionäre mit Tagesgeld zufrieden sind.


... ich denke dass Du hier Klischees nachhängst. Der mit 10 Mio. (um den ging es ja) ist weit vom Supperreichen entfernt.

Was Du hier anführst gilt wohl eher für größere Vermögen, so ab 40 - 50 Mio, das kann ich nicht beurteilen.

Der mit 10 - 20 Mio Vermögen kömmt in der Regel aus "kleinbürgerlichen" Verhältnissen und hat mit viel Fleiss, Geschick und auch Glück (in eine Marktlücke gestoßen, richtiges Konzept usw. usw.) sein Vermögen gemacht.

Ich kenne zwei, drei Leute, die in der Liga spielen. Die gönnen sich ein schönes Haus, evtl. noch einen Zweitwohnsitz (Stadtwohnung z.B.) und ein, zwei schöne Autos, vielleicht noch etwas Kunst, aber das war´s dann auch schon.

Aber das sind nicht die, mit der 5 Mio-Finka in Spanien (wäre ja auch blöd, die Hälfte des Vermögens in eine Ferienimmobilie zu stecken) oder mit der Yacht in Monaco.

Ansonsten pflegen die einen Lebensstil, der nicht oder kaum teurer ist als meiner. Wenn Du die auf der Straße siehst, kämst Du nicht auf die Idee, wie viel die besitzen.

Das was man in einem Arbeitsleben geschafft hat, wird dann nicht leichtfertig in spekulative Anlagen gesteckt, sondern eher in Sachwerte wie Immobilien und auch Edelmetalle und im Aktienbereich in Blue-Chips.

@Vfl: Ich denke nicht, dass für die wirklich Superreichen das wie Monopoly ist. Es gab in jeder Finanzkrise auch Superreiche, die sich das Leben genommen haben, weil sie sich verzockt hatten.

Hat aber jetzt nichts mehr mit der Crash-Thematik zu tun ... sorry.

lifesgood
vom: 05.07.2018, 14:12
Salami6 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Goldpreis Historie:
Goldkurs: jan. bis Dez. 1979: 230 bis 450€
das waren damals 450DM bis 880DM
Wegen der Mwst. war ein Kauf in Luxemburg und der Schweiz weit verbreitet.

Zigarettenpreise:
In Deutschland bis Anfang 1977 je 2DM,dann Preisanstieg 3DM
In Luxemburg kostete eine Packung Peter Styvesant umgerechnet ca. 2,14 DM
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vom: 05.07.2018, 14:20
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
... das wissen die meisten gar nicht mehr, dass Gold mal MWSt.-pflichtig war smilie_01
vom: 05.07.2018, 14:28
VfL Bochum 1848 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
lifesgood hat Folgendes geschrieben:
... das wissen die meisten gar nicht mehr, dass Gold mal MWSt.-pflichtig war smilie_01


Dummi-Frage: Warum ist Gold denn eigentlich Steuerbefreit, seit wann und gab es hierfür einen konkreten Anlass?
Die nächste Frage wäre ob Gold irgendwann wieder der Steuer unterliegt (der Gesetzgeber ist hier ja äußerst kreativ) und welche Auswirkungen das hätte wenn man dann Gold verkauft, welches man vorher steuerfrei gekauft hat.

smilie_24
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vom: 05.07.2018, 15:44
lifesgood Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Zitat:
Im Fall von Gold ist aus Sicht des Kapitalanlegers Positives zu berichten, denn der deutsche Fiskus hat Gold zu Anlagezwecken von der MWSt. befreit. Mit Wirkung zum 01.01.1993 wurde die Regelung als §4 Nr. 8 Buchstabe K in des UStG aufgenommen. Im Zuge einer Vereinheitlichung hat Brüssel die Richtlinie 77/388/EWG angepasst. Seit dem 01.01.2000 ist die Richtlinie 98/80/EWG auf alle EU-Staaten vereinheitlicht wurden. Die MWSt.-Befreiung gilt nur für Münzen & Barren in Gold, die erstens bestimmte Voraussetzungen (Feinheiten, Aufgelder) erfüllen und zweitens für die Goldanlage erworben wurden.


Quelle: https://www.goldseiten.de/muenzen/mwst.php

Was der Staat noch vorhat wissen wir alle nicht.

Aber für denjenigen, der wie ich kein Gold mehr kaufen muss, hätte das eher einen Vorteil. Denn mit einer MWSt.-Pflicht beim Gold würden wohl die Händler ähnlich wie beim Silber zur Differenzbesteuerung greifen, was dann hiesse, dass man im Ankauf eher etwas mehr bekäme als jetzt.

lifesgood
vom: 05.07.2018, 15:49
VfL Bochum 1848 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@lifesgood

smilie_14 , alle Fragen beantwortet, man lernt doch immer noch hinzu.
Ich würde eine Neu-Besteuerung von Gold mittelfristig definitiv nicht ausschließen, da ich aber einen Großteil meines angestrebten Bestandes schon aufgebaut habe, kann ich dieser Eventualität auch relativ gelassen entgegen sehen.
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VfL Bochum? -Find ich gut!
vom: 05.07.2018, 16:30
gullaldr Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@lifesgood

Da bin ich ganz bei Dir. Es ging nicht um Klischees. Von solchen "kleineren" Millionären habe ich auch mal 1,2 kennengelernt. Einer lief immer im alten Bundeswehr-Parka herum und ist VW Passat gefahren. Also, das stimmt. Das sind meistens keine Geissens.

Natürlich hat goldmoney das Beispiel des 10 Millionen-Menschen angeführt, aber ich habe das eher als theoretisches Rechenexempel verstanden. Vermutlich wird eine solche Person in der Praxis nicht so spekulativ unterwegs sein, 9 Millionen zu verlieren. Aber, es hat goldmoney insofern recht, es würde auch für ihn noch nicht existentiell, denn auch von einer Million kann man als Rentner noch zehren.

Aber, wie gesagt, das habe ich auch nur als Theorie verstanden. Bei meinem auf die Praxis bezogenen Einwurf ging es um die Leute "darüber", also schon diejenigen, die in Monaco mit der Yacht anlegen.
vom: 05.07.2018, 17:08
goldmoney Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
gullaldr hat Folgendes geschrieben:


Für sie empfehlen sich eben nur jene konservativen Strategien des Vermögensaufbaus, also die zu backenden kleinen Brötchen, über die die großen Spieler vermutlich nur verächtlich lachen.


Genau das meinte ich gullaldr
Allerdings lachen die großen Spieler überhaupt nicht darüber, sondern wollen von der Mehrheit diese kleinen Brötchen systematisch abschöpfen und fahren eine unglaubliche Propaganda gegen einen konservativen Vermögensaufbau.

Es ist doch so eine einfache Rechung. 30 Jahre Haus abzahlen verschafft mir ein unglaubliches Vermögen, verglichen mit dem Durchschnitt der ca 30-50T€ sein eigen nennt. Niemand hat den Michel gesehen, der mit Anfang 20 angefangen hat in Finanzprodukten zu sparen und mit 60 ein beträchtliches Vermögen aufgebaut hat. Ich kenne keinen einzigen. Die Vermögenden die ich kenne, haben entweder eine eigene Immobilien oder(und) ein eigenes Geschäft.
Im ersten Falle muss zunächst a) rechtzeitig (Anfang 20) und b) diszipliniert EK an sparen, dann weiterhin mehr für das Eigenheim bezahlen als Miete. Sich selbständig machen ist noch schwerer. Das Resultat? Die Meisten 20-35 Jährigen machen nichts bis kaum etwas (VL + 'en Fuffi) Später wachen sie auf und merken, dass die Zeit schon mächtig abgelaufen ist, und fangen an sich auf Bullshittprodukte einzulassen. Herr Kaiser oder seine Brüder rechnen ihm dann vor, dass mit dem "tollen neuen Produkt", das nun die ultimative und diesmal ganz sichere Bereicherungsmöglichkeit darstellt, selbst ab 30/35 bis zur Rente sehr wahrscheinlich ca 300T Vermögen, mindestens 250t, aufgebaut werden könne. Puh, noch mal Glück gehabt, Dank Herr Kaiser. Und das Leben geht weiter. Die 6T vom VL Vertrag können fürs neue Auto drauf gehen.
.......
Mit 45/50 der Blick ins Depot oder auf die Police. sch***e, das läuft nicht!! Die 300T DM sind nur noch 150T€ und noch nicht mal genug für eine Wohnung, geschweige denn für ein Haus, was man damals für 300T DM bekommen hätte und eigentlich mit 63 kaufen wollte. Und die Zeit (Inflation) läuft noch. Angeblich auch noch zu langsam. Kündigen bringt nichts, da bleibe ich drin um nicht noch mehr zu verlieren. Muss ja eh bis 76 arbeiten, da spare ich noch 4 Jahre mehr.
....
Was, ich verliere trotzdem? Das ist ja mal unverschämt, aber was soll ich jetzt tun? Habe gerade mal 60T€ wenn ich kündige. Das ist doch gar nichts.

Jetzt die 60T€ nehmen (als EK) und eine Wohnung finanzieren? Die Zinsen sind ja so niedrig, wenn die Preise nicht so hoch wären, verdammt. Riskant. Alle sagen die Blase platzt. Gold ist auch sehr stark gefallen.

2 Jahre später, verdammt. Immobilien sind noch teurer, die Zinsen etwas gestiegen. Hätte ich nur. Aber die Börse ist ja gut gelaufen. Kaufe jetzt ETF, die bringen's bestimmt.

Fortsetzung folgt

PS was bedeutet dein Nick?

lifesgood hat Folgendes geschrieben:
... diese Diskussion ist doch müßig.

Wenn ich 10 Mio hätte, hätte ich deutlich mehr als ich brauche. Wieso sollte ich dann spekulieren, um dieses Vermögen noch zu mehren?


Wenn Alle so wären wie du, wäre die Welt viel besser.
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Friedrich August von Hayek
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