Der Irrglaube - Gold als Krisenwährung

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

Moderatoren: Ladon, Forum-Team

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Beitrag 04.09.2011, 08:25

Venya
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Noch ein Nachtrag (danach mach ich besser zwei Wochen Pause, ich denke, mein Textpensum hier ist erst mal aufgebraucht *lol*):
Wir (in Deutschland) werden uns zukünftig womöglich auf einen deutlich sinkenden Lebensstandard einstellen müssen. Und was die Deutschen in so einer Situation mit den bisher klaglos mit durchgefütterten "nutzlosen Fressmäulern" in Form von importierten Unterschichten oder anderen als nicht produktiv empfundenenen Gesellschaftsschichten anstellen werden, steht völlig in den Sternen.
Das steht nun gar nicht so in den Sternen, dazu gibt es soziologische und historische Erfahrungswerte, Beobachtungen und Studien.
Zunächst sollte man da Qualität nicht mit Quantität verwechseln - die USA stehen auf Platz 4 (von 169) des UN Human Development Reports, aber auf Platz 13 (von 34) des OECD "Better Life" Reports in puncto "Life Satisfaction". Deutschland ist da noch krasser *s* Platz 10 vom HDR, Platz 20 in der "Lebenszufriedenheit".
(siehe http://hdr.undp.org/en/statistics/ und http://www.oecdbetterlifeindex.org/topi ... isfaction/ )
Die beiden Grössen "Zufriedenheit" und "wirtschaftlicher Lebensstandart" sind also nicht zwangsläufig gekoppelt.

Mir fällt tatsächlich historisch grad kein einziges Beispiel ein, in dem sich in wirtschaftlicher Krise oder gar Not jemals die Wut gegen sozial Schwächere (und das dürften "Unterschichten" ja sein) gerichtet hätte. Und ob ich mir die französische Revolution vorstellen kann, bei der die Händler und Handwerker die Landarbeiter oder Bettler köpfen, weiss ich auch nicht - eher nicht... Kann an mir liegen, vielleicht fällt ja wem anders ein entsprechendes Beispiel ein? Wäre interessant.
Neuere Studien zeigen allerdings, dass die Unzufriedenheit und Gewaltbereitschaft sehr viel mit einer zu grossen Kluft zwischen arm und reich zu tun haben (guckst Du mit copy-paste bei http://www.taz.de/!49685/ )

Das allgemeine Bildungsniveau mag abgenommen haben, aber es reicht in aller Regel durchaus noch bei sehr vielen Menschen, um zu sehen, dass die dicksten Milliarden eben nicht in den "Fressmäulern" der Unterschicht landen, sondern doch eher in den "Fressmäulern" jener, die eher nach Liechtenstein ab- als nach Deutschland zuwandern. :wink:
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Beitrag 04.09.2011, 08:50

toymac
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Solange Alternativen zur Anlage fehlen, solange geht an EM´s kein Weg vorbei

Beitrag 04.09.2011, 10:00

waupie60
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Venya hat geschrieben:doch eher in den "Fressmäulern" jener, die eher nach Liechtenstein ab- als nach Deutschland zuwandern. :wink:
Das sind die Guten, denn sie haben das Leben verstanden.
@ Venja, da wurde bei Ihnen vieles im Leben verschoben oder ?javascript:emoticon('smilie_10')
Lichtenstein und die Schweiz hat es verschiedenen Anlegern angetan. Dabei wurde es den Obengenannten sehr leicht gemacht.
Lg

Beitrag 04.09.2011, 10:04

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Ladon
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So, jetzt mal ernsthaft Leute: So geht das nicht.

@ Goldfinger
Dass ausgerechnet Du im Kern den Morgenthau-Plan befürwortest (Deutschland zum Agrarland machen), ist schon sehr erstaunlich.
Ohne jede inhaltliche Wertung ist darüber hinaus die Wortwahl indiskutabel ("Schädlinge" usw.) - sowas gehört hier nicht hier her.
GELBE KARTE

@ Datenreisender
Jaja, die "Nazi-Keule" ... umgekehrt wird da doch ein Schuh draus!
Jedesmal, wenn man im Ton indiskutable Äußerungen einer bestimmten Einstellung kritisiert, wird weinerlich darauf hingewiesen, dass da die böse, intolerante Nazi-Keule ausgepackt wird. Aber umgekehrt darf scheinbar ohne jede Differenzierung von "Schädlingen" und ähnlichem gesprochen werden?
Sorry, von Dir bin ich eigentlich fundierteres gewöhnt als diesen billigen Propagandatrick.
Niemand hat Goldfinger als "Nazi" bezeichnet! Die verwendete Vokabel war "extrem rechte Gesinnung" - und daran besteht doch wohl (ganz wertfrei) kein Zweifel anhand der Aussagen (siehe auch im Deutschland Thread, wo er sich selbst als überzeugter "Großdeutscher" bezeichnet hat).

@ Historix
"Bäh" und "Pfui" gehört auch nicht in eine Diskussion. Widerspruch auf Posts ist Sache der anderen Forenteilnehmer und je ruhiger dieser geschieht, umso wirkungsvoller ist er. Hier steht nicht 24 Stunden am Tag jemand parat, um jeden Post zu prüfen. Das ist weder gewollt noch praktisch durchführbar.

@ Venya
Bitte keine Pause machen. Es gibt keine Kontingentierung für Umfang oder Anzahl der Posts. smilie_16

@ all
Es ist nicht verwunderlich, dass es eine sehr heterogene Gruppe ist, die sich in diesem Forum zusammenfindet. Manchmal scheint die Gemeinsamkeit des Interesses am Edelmetall jedoch zu hohe Erwartungen bezüglich gemeinsamer "Grundhaltungen" hervorzurufen.
Es ist aber geradezu ein MERKMAL dieses Forums, dass sich hier unterschiedliche ... SEHR unterschiedliche Sichtweisen austauschen können! Dies ist jedoch nur möglich, wenn sich alle um einen zivilisierten Umgangston bemühen und vielleicht auch mal darauf verzichten, irgendwelche "Thesen" zu verbreiten. Niemand will hier von einer politischen Richtung, einer weltanschaulichen Ideologie oder einer prinzipiellen Weltsicht überzeugt werden!
Das kann nicht im Interesse der "wissbegierigen" Teilnehmer liegen, denen es um "Information" geht.

Alle mal tief durchatmen und "back to topic", bitte.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 04.09.2011, 10:34

waupie60
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Ladon hat geschrieben:So, jetzt mal ernsthaft Leute: So geht das nicht.

@ Venya
Bitte keine Pause machen. Es gibt keine Kontingentierung für Umfang oder Anzahl der Posts. smilie_16


Alle mal tief durchatmen und "back to topic", bitte.
Hallo Ladon,
danke für die Zurechtweisung und für den Beistand für Venya. Aufhören und Pause machen ist nicht das Gute Rezept.
Ich weiß es aus eigener Erfahrung heraus. Jeder Beitrag, auch mag er noch so unsinnig erscheinen ist immer eine Bereicherung für ein Forum oder eine Diskussion.
Ladon, Sie selbst schrieben mal in einen Posts, man soll nicht alles so persönlich auffassen.
Es ist Gut das es Aufpasser in Sinne ...javascript:emoticon('smilie_01') gibt, wie Sie.
Durchatmen ist ein Gutes Rezept.

Lg waupie60 (Bettina)

Beitrag 04.09.2011, 13:20

smilelover
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Bei allem Verständnis, aber hier kann ich nicht zustimmen

Venya hat geschrieben
Wenn es mit heutigen Mitteln (Überdüngung als Stichwort) nicht machbar ist, dann heisst das nicht, dass es ein Naturgesetz ist, dass es nicht machbar ist - es heisst nur, dass man den Lösungsweg offensichtlich noch nicht gefunden hat. Apropos Naturgesetz: man kann sich ruhig mal einen qm Regenwald ansehen, um heraus zu finden, WIE die Natur diese Problematik löst. Das aber nur nebenbei.
Da kann ich nur eines dazu sagen: die Gesetze des Regenwalds sind fressen und gefressen werden, sowohl in der Pflanzen- als auch in der Tierwelt. Die Eliminierung der Schwachen oder nicht lebensfähigen Spezies als Norm ist kein Lösungsansatz für eine humane Weltkultur.

In der Natur funktioniert Überleben und Anpassung an neue gegebene Umstände nur im Kollektiv, auf Individuen wird keinerlei Rücksicht genommen. Das funktioniert unter lauter Egoisten nie.
Mir fällt tatsächlich historisch grad kein einziges Beispiel ein, in dem sich in wirtschaftlicher Krise oder gar Not jemals die Wut gegen sozial Schwächere (und das dürften "Unterschichten" ja sein) gerichtet hätte. Und ob ich mir die französische Revolution vorstellen kann, bei der die Händler und Handwerker die Landarbeiter oder Bettler köpfen, weiss ich auch nicht - eher nicht... Kann an mir liegen, vielleicht fällt ja wem anders ein entsprechendes Beispiel ein? Wäre interessant.
Neuere Studien zeigen allerdings, dass die Unzufriedenheit und Gewaltbereitschaft sehr viel mit einer zu grossen Kluft zwischen arm und reich zu tun haben (guckst Du mit copy-paste bei http://www.taz.de/!49685/ )
Es geht primär um die Sicherung eigener sozialer Privilegien. Dadurch, dass unser Bruttoinlandsprodukt nun schon seit Jahren kaum mehr Wachstum aufweist, bricht bei uns Krisenstimmung aus. Ein Afrikaner wird kaum verstehen, wieso in einem der reichsten Länder der Welt Katastrophenstimmung herrscht, weil der riesige Berg an Gütern und Dienstleistungen in Deutschland kaum mehr wächst, sondern gleich groß bleibt.

Sparen und Einschränkungen, Kürzungen oder Ausweisen von “Fressmäulern“. ist aber keine Lösung für die Rückkehr des geliebten Wachstums, da unser Planet längst global aufgestellt ist. Ich glaube, dass ein Wachstum von drei Prozent einfach nicht mehr zu erreichen ist. Die nachfolgende Generation müsste bei ca. drei Prozent Wachstum doppelt so viel konsumieren wie heute, die potentiellen Enkel nach einer weiteren Generation bereits das Vierfache.

Es sollte dringend über Alternativen nachgedacht werden, und zwar nicht nur hier, sondern in allen Industrienationen. Internationale Konkurrenz, die nur mit Ausbooten der Mitbewerber beschäftigt ist, verzögert den Zusammenbruch im eigenen Land etwas, hilft dem Ganzen aber nicht. Hier werden Energien falsch eingesetzt.

Eigentlich sollte Deutschland als reiches und leistungsstarkes Land Änderungen vorschlagen. Ich sage bewusst nicht Vorreiter- oder Führungsrolle übernehmen. Der eigentliche Witz heutzutage ist, dass uns genau das von einigen Euroländern vorgeworfen wird, aber diese vermeintliche Führungsrolle im falschen Szenario stattfindert.

Es gibt bestimmt keine einfache Lösung, aber ein Weiterverfolgen der Wachstumsideologie im bisherigen Rahmen kann ökonomisch auf Dauer nicht funktionieren. Ökologisch wird dies unser kleiner Planet ohnehin nicht mehr lange durchstehen.

Beitrag 04.09.2011, 14:52

waupie60
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smilelover hat geschrieben:Bei allem Verständnis, aber hier kann ich nicht zustimmen

Venya hat geschrieben
Wenn es mit heutigen Mitteln (Überdüngung als Stichwort) nicht machbar ist, dann heisst das nicht, dass es ein Naturgesetz ist, dass es nicht machbar ist - es heisst nur, dass man den Lösungsweg offensichtlich noch nicht gefunden hat. Apropos Naturgesetz: man kann sich ruhig mal einen qm Regenwald ansehen, um heraus zu finden, WIE die Natur diese Problematik löst. Das aber nur nebenbei.
In der Natur funktioniert Überleben und Anpassung an neue gegebene Umstände nur im Kollektiv, auf Individuen wird keinerlei Rücksicht genommen. Das funktioniert unter lauter Egoisten nie.
Eigentlich sollte Deutschland als reiches und leistungsstarkes Land Änderungen vorschlagen. Ich sage bewusst nicht Vorreiter- oder Führungsrolle übernehmen. Der eigentliche Witz heutzutage ist, dass uns genau das von einigen Euroländern vorgeworfen wird, aber diese vermeintliche Führungsrolle im falschen Szenario stattfindert.
Hallo,
genau das habe ich versucht in einen anderen Beitrag verständlich zu machen.

Code: Alles auswählen

Venya hat Folgendes geschrieben:
bzgl. Wahl: nüscht rechts sondern rechtlich *s*

Kreuz einmal über den ganzen Wisch - erst dann gilt man als gezählter Nichtwähler (den Aufwand muss man also betreiben, wenn man nur einfach nicht hingeht, gilt das als "Enthaltung" - nur der bewusst und absichtlich unkenntlich gemachte Wahlwisch gilt rechtlich als gezählte Stimme gegen die sich zur Wahl Stellenden). Ich träume von dem Tag, an dem das "die Mehrheit" tut (40-42% der wahlbeteiligten Stimmabgeber dürfte ausreichen) - erst DANN wäre rechtlich was bewirkt, und es gäbe den "Denkzettel", den die meisten Leute in ihrer Arroganz zu machen gedenken, indem sie mit dem Allerwertesten daheim auf dem Sofa bleiben... (okay, ich weiss, der Traum ist utopisch... Aber ich bin halt ein Mensch mit Visionen/Idealen *g*)
Also: hingehen und ein DICKES Kreuz machen - man darf auch nen fetten Marker mit in die Wahlkabine nehmen Wink

LG
Venya


Hier ist das Problem.
Also doch " die Welt beginnt zu bröckeln"
Und was tun Sie ( Wahlwisch ????) Das ist kein Vorbild!!
Etwas verändern da für sind wir auf der Welt und unsere Mitmenschen kennenlernen.
Früher war alles besser! Stimmt natürlich nicht.
Lg waupie60
an Sie @ smilelover meine ganz besondere Achtung. Genau so ist es in der Welt.
Gerade jetzt sollten wir es tun.
Lg waupie

Beitrag 04.09.2011, 15:49

MapleHF
... vollkommen richtig smilelover.

Vor allem sollte man auch berücksichtigen, dass auf einem Planeten mit begrenzten Resourcen langfristiges Wachstum ohnehin ausgeschlossen ist.

Das Problem liegt nur darin, dass ein Ausstieg aus der Wachstumspolitik auch einen Ausstieg aus dem zinsbasierten Finanzsystem bedingt.

Ein Ausstieg aus der Wachstumspolitik ohne Systemwechsel ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt, weil ohne Wachstum ja der Zins nicht erwirtschaftet werden kann.

Denn der Zins und der Zinseszins sind es ja, die das Wachstum so dringend erforderlich machen.

MapleHF

Beitrag 04.09.2011, 15:53

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alibaba
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Schädlingsbekäpfer ist ein ehrenwerter und harter Beruf smilie_02

und gerade in Grossstädten von Nöten , wo die vielen Ratten sind ,die sich wie Kanickel vermehren smilie_02

und wir wollen mal betrachten wie die Politker die Schädlinge für ihre Propaganda ausgeschlachten hatten ,

vermutlich glaubte Merkel an den Abwurf von den Schädlingen "gemeine Kartoffelkäfer" welches

ihr die Parteiführung der SED in der Deutschen Demokratischen Republik vorgaugelte ,

um den verhassten Klassenfeind die BRD & USA dem Volk an der Nase vorzuführen smilie_02

Aber schon komisch wie andersdenkende gegenüber anderen " Toleranz prädigen "

und in Berlin Lichtenberg wurde ein Plakatierer beim Plakat anbringen ,verdroschen von ein

Andersdenkenden , naja wie tollerant doch der Mensch ist (?) .
http://www.youtube.com/watch?v=vsLTPqm1AJg

Gruss
alibaba (grins)
PS. wer andere Menschen als Ratten bezeichnet in der Wahlschlacht allgemein,darf garnicht erst gewählt werden
"unter 12 Jahre oder über 12 Jahre" nun bin ich drauf gekommen ,
reale zeitnahe Info's im eigenen Land werden von Kinder nicht erkannt ;
Ich bin für mein Textinhalt verantwortlich ,nicht für das was du verstehst .

Beitrag 04.09.2011, 17:38

smoke
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Ich denke auch, dass Silber und Gold in der Krise wertlos sind.

Mir kann keiner erzählen, dass einer sein Essen und Trinken gegen wertloses Metall eintauscht und dann verhungert oder für sich selber nicht mehr genug hat.

Die Edelmetalle sind für nach der Kise.
Wenn dann eine neue Währung in Kraft tritt und alle nichts mehr haben, kann man dann in paar Monaten oder Jahren seine Edelmetalle verscheuern und hat dann ein kleines vermögen (oder auch nicht ). :mrgreen:

Beitrag 04.09.2011, 17:49

FanaticsVfL
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Registriert: 03.08.2011, 10:58
NACH der Krise, wenn es einen Wiederanfang gibt, egal wie der aussieht, wird man als Edelmetallbesitzer zumindest nicht mit weniger anfangen als diejenigen die nichts haben! :roll:

In der Krise wird man irgend etwas brauchen um tauschen zu koennen. Da scheinen dann Kleinststueckelungen an Edelmetall zumindest auch die bessere Option zu sein als wertlos gewordenes Papier mit vielen NULLEN. 8)

Mein persoenliches Fazit: Die selbstgenutzte Wohnimmobilie kann nie schaden, ein bischen was in cash, Lebensmittelvorrat, und als Wertspeicher der seit 5000 Jahren einen Wert hatte, eben Edelmetalle!!! Zudem kann es absolut nicht schaden ein persoenliches netzwerk sich aufzubauen mit Leuten die Dinge koennen die man selber nicht kann. Zudem sind eigene Faehigkeiten in der Krise oftmals ueberlebenswichtig!

Mir ist es auch egal dabei ob man mit Aktien traden eine bessere Performance erzielen konnte. Fakt ist, wenn es denn mal richtig runter geht, wie zuletzt, erwischt es einen um so heftiger und die Gewinne sind schnell weg.

Beitrag 04.09.2011, 17:49

MapleHF
Denkfehler: Es wird auch Menschen geben, wie z.B. Bauern, die mehr zu essen haben, als sie für sich und ihre Familien brauchen.

Die werden natürlich auch versuchen, diesen Überschuß gegen Dinge zu tauschen, mit denen sie nach der Krise etwas anfangen können.

MapleHF

Beitrag 04.09.2011, 20:20

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Argentum13
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smoke hat geschrieben:Ich denke auch, dass Silber und Gold in der Krise wertlos sind.

Mir kann keiner erzählen, dass einer sein Essen und Trinken gegen wertloses Metall eintauscht und dann verhungert oder für sich selber nicht mehr genug hat.
Nee, das ist klar: Wenn einer selber das Brot braucht um zu überleben, wird er es gegen EM wahrscheinlich nicht abgeben. Aber jede Notsituation in der Vergangenheit hat gezeigt, dass lebenswichtige Güter in solchen Zusammenbruchszenarien eben sehr ungleich verteilt sind [so sieht es MapleHF oben auch].

Anstelle des Tauschhandels in Naturalien kann da EM als Ersatzwährung treten, die den großen Vorteil hat, dass sie klein und handlich ist und einen aufgeprägten Wert hat, also als Verrechnungseinheit hervorragend geeignet ist. Die Kenntnis über EM-Gehalte in den Unzen wird sich sehr schnell verbreiten, weil das eben dazu beiträgt, gut über die Runden zu kommen. Mir fällt im Mom nichts ein, was gerade in einer gedachten Phase, wenn bisherige Wirtschafts- und Versorgungswege zusammenbrechen, besser als Gold- oder Silbermünzen geeignet wäre.
Erfolgreich gehandelt mit über 10 Forum-Nutzern
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Beitrag 04.09.2011, 21:10

Venya
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@Ladon
Ich bin je froh, dass es keine Kontingentierung gibt *s* Ich bin da nämlich erstaunlich inkonsequent smilie_16

@smilelover
Da kann ich nur eines dazu sagen: die Gesetze des Regenwalds sind fressen und gefressen werden, sowohl in der Pflanzen- als auch in der Tierwelt. Die Eliminierung der Schwachen oder nicht lebensfähigen Spezies als Norm ist kein Lösungsansatz für eine humane Weltkultur.

In der Natur funktioniert Überleben und Anpassung an neue gegebene Umstände nur im Kollektiv, auf Individuen wird keinerlei Rücksicht genommen. Das funktioniert unter lauter Egoisten nie.
Wenn man sich das aus der Distanz betrachtet, dann stimmt das. Allerdings ist es durchaus Teil unserer Gesellschaft (und unserer Forschung, Berichterstattung, Politik, "Denke",...), dass die Betrachtungen symbiotischer Beziehungen auch nicht grad die höchsten Einschaltquoten im Discovery-Channel erhalten :wink: Wir neigen allgemein zum Polarisieren. Wer genauer hinsieht, wird schnell feststellen, dass der Alltag ökologischer Systeme eher auf Symbiose als auf "Kampf" ausgelegt ist.
ZB kann man, grob, bezogen auf Tiere, zwischen Rudeltieren und Herdentieren unterscheiden (es gibt natürlich noch mehr Sozialstrukturen, aber das sind die Bekanntesten - die einen Räuber, die anderen Beute).
Als "Mädchen" hab ich es eher mit Herden - ich war so eine klassische Pferde-Göre von Geburt an und habe bis heute viel Zeit damit verbracht, es zu verstehen, wie die Viecher ticken. Dazu gehörten meinerseits auch Kontakte zu wildlebenden, "unsozialisierten" (also nicht an den Menschen angepassten) Herden. Der beste Kommentar dazu war der eines Wildhüters, der irgendwann mal sagte: "Das ist ein Verbund aus lauter Egoisten."
Ich könnte jetzt ellenlang darüber "dozieren", wie so eine Herdenstruktur aufgebaut ist - zB über interessante Details, wie die Tatsache, dass bei NICHT-Bedrohung durch Fressfeinde die Leitstute das Alphatier ist, der Leithengst die Kindererziehung übernimmt, das Omega-Tier (also der Schwächste) sehr liebevoll mitversorgt wird, allerdings auch der ist, der immer von allen im Stress das Bashing abbekommt... usw... Sind interessante Details, weil es auf der Erde Sozialverbände gibt und gab, die so organisiert sind - aber das wird nichts daran ändern, dass wir einfach lieber an die Theorie der grausamen Naturgesetze glauben.

Das wurde allerdings nicht von der Wissenschaft entdeckt, sondern von der Kirche - die begründete damit die Vormachtstellung des Menschen.

Gehen wir mal nur nach Darwin, dann setzt sich eben NICHT der Stärkere durch, schon gar nicht mit Gewalt - sondern es setzt sich der Anpassungsfähigste durch. Und das ist unzweifelhaft der Mensch (das "Mängelwesen" - ohne Klauen, ohne Fell, ohne besondere Geschwindigkeit,...) Okay, und die Kakerlaken und Spinnen und ganz besonders die Viren, aber lassen wir das. Ich finde es seltsam, dass man immer davon ausgeht, dass wir in der Krise/Not/Bedrohung angeblich wieder "de-evolutionieren" sollen und wie die Raubtiere übereinander herfallen. Dass wir überhaupt so weit gekommen sind, liegt an unserer Anpassungsfähigkeit, an unseren einzigen Vorteilen gegenüber anderen Arten (Daumen und Vernunftbegabung) und es ist einfach an den Haaren herbei gezogen, zu vermuten, dass wir im Ernstfall wieder übereinander herfallen und uns gegenseitig die Kehlen aufschlitzen, weil wir durch alle R-Evoultionen der Menschheitsgeschichte hindurch uns eher angepasst als selbst ausgerottet haben. Im Gegenteil: sämtliches "Raubtierverhalten" bei uns (zB Kriege) sorgten für eine Verschlechterung der symbiotischen Beziehungen, und erst durch unsere Anpassungsfähigkeit DANACH zu einer Verbesserung.

In der Natur kommt es nur unter gewissen Voraussetzungen (zB Gefangenschaft) dazu, dass die eigene Art bedroht oder angegriffen wird. Es bleibt klar, dass andere Arten (Kühe, am falschen Platz lebende Pflanzen und Frösche, Salat,...) uns "Räuber" auch weiterhin fürchten müssen und wir sie grausamst zur Deckung unseres eigenen Bedarfs vertreiben oder ausrotten - jep, das ist Natur. Aber dass die EIGENE Art bedroht wird, ist ein absoluter Sonderfall.
Übrigens: die Arten, die Artgenossen zB bei Territorialkämpfen bis auf's Blut bekämpfen, sind sehr, sehr rar. Normalerweise wird das durch Körpersprache und leichtes bis mittleres Drohverhalten geregelt.

Was das jetzt ALLES mit dem Strang zu tun hat (denn eigentlich halte ich so gar nichts von ThreadHighjacking), möchte ich aber auch mal kurz (*hust*) anreissen:
Für mich hängt das eben alles zusammen. Ich selbst begreife "den Markt" als Abbild der menschlichen Lebensstruktur, als eigentlich recht "unzivilisiertes" und naturgemässes Djungelcamp *lol*
Ich finde auch das "Ego-Spiel", das in jedem einzelnen von uns und hier im Board immer mal wieder angedeutet abläuft, ziemlich spannend. Auf der einen Seite wünscht man sich ja eine humane und humanitäre Veränderung, auf der anderen Seite ist es nur der "Totalschaden", der dann Rendite abwerfen würde. Es ist den meisten hier bewusst, dass der Wert von EM nur dann steigt, wenn es möglichst vielen Leuten möglichst dreckig geht. Und das wollen wir nicht - und das wollen wir dann doch, wenn es irgendwo einen "Schuldigen" gibt. Den "Schuldigen" suchen aber auch wir nicht unbedingt unter den ganz sozial Schwachen, ABER (wie die Pferdeherde) nehmen wir durchaus dieses "Bauernopfer" im Ernstfall in Kauf.

Ich denke da eben AUCH in eine andere Richtung. Ich könnte mir vorstellen, dass die Anpassungsfähigkeit des Menschen und die Entwicklung neuer Kommunikationswege etwas GANZ DRASTISCH verändert hat. Im Grunde denke ich da "biologisch" - wenn man jeden Menschen als Nervenzelle betrachtet, dann sind wir heute an dem Punkt, wo wir nicht mehr nur auf die Befehle des Gehirns angewiesen sind, sondern wir haben uns (zB via Internet und Telekommunikation) untereinander vernetzt. Das KÖNNTE die Möglichkeiten der Anpassungsfähigkeit verändern bzw verändert haben.
Klar, wenn die plündernden Horden hier wirklich anrücken, dann steh ich hier auch nicht ganz unvorbereitet (die Frau hat nen Waffenschein *g*), ABER es wäre durchaus möglich, dass diese "Neuvernetzung der Nervenzellen" mittelfristig dafür sorgt, dass man gar nicht mehr so scharf darauf ist, die Rendite abzugreifen, die durch die Not von Leuten entsteht, mit denen man gestern noch Kontakt hatte, wenn auch nur virtuell. So richtig bewusst wurde mir das durch die Ereignisse rund um die Iran-Wahl und Twitter. Es fand eine Form der "Solidarisierung" statt (nicht bei jedem, Menschen sind natürlich unterschiedlich) - aber es war eine Form der Solidarisierung, die es zB auch etwas schwerer gemacht hätte, dort den "Luftraum zu sichern" und eventuell dabei das ein oder andere zivile Bodenziel samt vernetzter Bewohner platt zu machen.
Und diese Veränderung sehe ich eben AUCH hier im Forum, bei manchen Leuten - eigentlich ist das Interesse daran, Gewinn zu machen, koste es, was es wolle, relativ überschaubar. Und die Verachtung für "die Grossen", die es grad genau darauf anlegen, zB mit den doofen Spielchen an der Börse, steigt auch.
Aber diese "Grossen" gibt es eben noch - wenn es um die Frage geht, welches EM in der Krise geeignet ist, spekulieren manche eben auf den Raubtiertrieb, andere auf den Überlebenswillen - ich persönlich spekuliere darauf, dass die Welt ein bissche im Wandel ist und diese Krise auf gewisse Art einen durch eine "Evolution" ausgelöst wurde, eben durch die "Vernetzung", mit der es für die "grossen Räuber" immer schwieriger wird.

Im Grunde geht es genau darum:
In der Natur funktioniert Überleben und Anpassung an neue gegebene Umstände nur im Kollektiv, auf Individuen wird keinerlei Rücksicht genommen. Das funktioniert unter lauter Egoisten nie.
Es geht darum, ob das "Kollektiv" WIRKLICH das Gegenteil von "Individualität" ist. Ein aufgezwungenes "Kollektiv" ist es garantiert (q.e.d.), aber wie ist es mit "Gemeinschaften", die sich freiwillig und aufgrund ihrer Individualität (Interessen) verbinden, vernetzen und zusammen tun? Wie ist es zB mit dem lockeren "Kollektiv" in einem Forum wie diesem hier? Unterdrückt es die Individualität oder begünstigt es die Entwicklung des Einzelnen?
Und durch diese unterschwellige Frage, die hier beinahe in jedem Faden dieses Forums auftaucht, ob es noch zeitgemäss und sinnvoll ist, auf die "Not" zu spekulieren, merke ich einfach, dass der Überlebenswille und die Anpassung anfangen, sich gegen den Egoismus durchzusetzen. Es findet ein "Wertewandel" statt, und in diesem Wandel kommen die "Räuber" unter Druck - weil viele gar nicht mehr ihrem Nachbarn die Butter vom Brot klauen wollen, sondern sie wollen einfach nur die eigene Butter irgendwie "rüber retten".
Dabei setzt Silber für mich auf eine Situation, die meiner Meinung nach eben nicht mehr so entstehen kann: ich ziehe durch die Welt und treffe auf lauter fremde Bäcker, denen ich ein Brot abkaufen muss und die allesamt "Räuber" sind und aus meiner Not Profit schlagen wollen. Dieses Szenario entspricht ganz real nicht mehr MEINER Situation im Jahr 2011 - wenn ich morgen gezwungen wäre, durch die Welt zu ziehen, dann gäbe es beinahe in jedem Ort jemanden, den ich schon irgendwie "kenne", fast überall (und was mich ganz persönlich angeht, betrifft das auch vier verschiedene Kontinente) finde ich Leute, auch Bäcker, die ihr Brot mit mir teilen würden - oder ich meins mit ihnen. Und wenn es wirklich SO SCHLIMM käme, dass von denen keiner mehr was zum Teilen hätte, dann wäre Gold die letzte Instanz - wenn das Brot wirklich eine oz Gold kostet, dann werde auch ich nicht mehr teilen und hoffen, zu überleben...
Davor kommen aber - hm - Widerstände. Mittlerweile wäre es zB auch denkbar, dass der Bauer, der seinem Nachbarn eine oz Gold für ein Brot abnimmt, gleich morgen Früh im Internet diffarmiert wird - und um sein Wohlergehen fürchten muss, weil es nämlich genau dieses Raubtierverhalten ist, das zusehens in die Kritik gerät (auch an den Börsen), es verliert seine gesellschaftliche Anerkennung, noch bevor es in den mittleren und unteren Schichten der Gesellschaft angekommen ist. Noch steht das System - und weil es noch steht, weil das Internet noch läuft, entwickelt sich diese Krise eben anders als andere Krisen. Schon allein der Umstand, dass ein eventueller Totalcrash auch Lieschen Müller nicht mehr völlig unangekündigt erwischt, kann diesen Crash verhindern. Jedenfalls verändert es was, so dass bisherige Menschheitserfahrungen mit veränderten Faktoren kombiniert werden müssten, um die Lage wirklich abzuschätzen.

Ich kann das kürzer zusammen fassen: im Grund denke ich, dass WENN es unter diesen Voraussetzungen einen Totalcrash geben würde, die Phase von Silber und Gold als "Krisenwährungen" schon hinter uns läge.

Und es kann auch sein, dass die weniger Anpassungsfähigen, die das nicht mitbekommen, dann zwar EM im Keller haben, aber es ihnen gar nix mehr bringt, weil die "Krisenwährung" dann eventuell "Vernetzung" bzw Kooperation wäre... Wer weiss, wer weiss...

LG
Venya
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Beitrag 04.09.2011, 21:42

rapi
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Hallo, das ist ja alles schön und gut, mit welchem aufwand hier geschrieben wird.
danke an alle.
jedoch bin ich der meinung:
1. ich kann es nicht beeinflussen, wenn, wann
2. kann ich es nicht ändern
3. werde ich sehen, ob ich meine münzen überhaupt noch genießen kann., denn ich weiß nicht wie alt ich werde.

so mit baue ich auf eine ungewisse zukunft und hoffe für alle, dass es zum vorteil gereicht ist, wenn wir dann etwas zum zusetzen zur rente haben. jedoch das dauert noch ca. 20 jahre bei mir.

lg

Beitrag 04.09.2011, 22:58

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@venya

Vielen Dank für die interessanten Einblicke und neuen Gedanken, die ich so bisher noch nicht kannte. Habe deine Ausführungen aufmerksam gelesen und - wie ich meine - auch verstanden.

Auch wenn ich dir zustimme, dass die Welt durch die Vernetzung mittels der modernen Medien vorangeschritten ist und das sicher auch Folgen für die Politik und Gesellschaft hat, erscheint mir dein Weltbild doch sehr persönlich geprägt und aus meiner Sicht etwas zu "idealistisch" formuliert.

Natürlich entwickeln wir die "Raubtiermentalität" vor allem gegen Fremde und Unbekannte, d.h. Verwandten und Freunden versuchen wir i.d.R. nicht zu schaden. dass sich z.B. durch das Internet viele Kontakte ergeben, ist klar - für mich bleibt fraglich, ob das auch dazu führt, dass wir unsere Verhaltensdisposition ändern, nur weil wir Leute 'kennen'. Andererseits ist es natürlich hilfreich, in Krisenzeiten ein "Netzwerk" aktivieren zu können, das auf Solidarität (auch mit dem Ziel des eigenen Vorteils) basiert.
Es findet ein "Wertewandel" statt, und in diesem Wandel kommen die "Räuber" unter Druck - weil viele gar nicht mehr ihrem Nachbarn die Butter vom Brot klauen wollen, sondern sie wollen einfach nur die eigene Butter irgendwie "rüber retten".
Meiner Familie, meinen Verwandten und Freunden - auch dem Nachbarn und den Nutzern hier im Forum - möchte ich mit dem EM-Erwerb gar nicht die Butter vom Brot klauen, warum auch? Ich betrachte es eher als Notwehr und Selbstschutz gegen verantwortungslose und ideologisch geprägte Politiker, die ihre politische Heilserwartung gegenüber Europa und dem Euro in ihrer Arroganz für mich zu einem verpflichtenden Glauben machen möchten. Dabei versuche ich gleichzeitig die mir Nahestehenden zu informieren - auch über Netzwerke wie dieses Forum, über Mails und Links, aber auch in vielen privaten Gesprächen. Das ist für mich angewandte Solidarität - auch wenn diese nicht immer auf Verständnis stößt.
Mir ist aber nicht klar, inwieweit die mediale Vernetzung zu einer Denk- oder Verhaltensänderung beiträgt - ich sehe darin lediglich eine technische und unterstützende Funktion, die einfach die Kontaktmöglichkeiten erweitert und beschleunigt.

Für mich stellt sich aber auch die Frage, welche Teile dieser Technik zur Vernetzung im Ernstfall noch zur Verfügung stehen (Strom / Server z.B.) und ob ich z.B. problemlos per Jet ausreisen kann, wohin? Welche Strukturen werden zusammenbrechen, welche zumindest noch teil- oder zeitweise nutzbar sein? Mein pragmatischer Vorbehalt geht also in die Richtung, inwieweit Netzwerke in einer solchen kritischen Situation noch zu realisieren sein werden.

Wie werde ich mich angesichts des - angenommenen - Wegbrechens dieser Möglichkeiten verhalten?
Erfolgreich gehandelt mit über 10 Forum-Nutzern
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Beitrag 04.09.2011, 23:35

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Historix
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@venya
Danke für Deine Unterstützung weiter oben !!

RESPEKT für Deine Schreibarbeit ( smilie_60 ) und die durchaus interessante Sicht der Dinge ! Auch den Ausführungen Argentums würde ich grösstenteils zustimmen....

Hier ein Interessanter Link zum Thema "Krisenszenario" :

http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 69202.html

SO könnte ich es mir tatsächlich vorstellen, glaube auch im zeitlichen Ablauf realistischer als ein baldiger kompletter Systemzusammenbruch mit Strom- und Kommunikationsausfall und marodierenden Banden...Ein paar Jährchen wird "das System" sich schon noch wehren...
Aber ( trotzdem ich ja intellektuell nur "unterste Schublade" bin smilie_20 ) zurück zum Thread :
In diesem Szenario mag man über den Goldpreis nur fantasieren, aber egal auf welcher Seite man da stünde ( Nordeuro / Pleitestaat bzw. Neo-Euros ).. Physisches Gold wäre auf jeden Fall von enormem Vorteil... Werterhalt ( oder eher -steigerung ! ) darf man sicher erwarten, und mit EM müsste man zumindest nicht um seine Casheinlagen Schlange stehen, DIE Panik könnte man sich im Wesentlichen sparen..... wär doch schon mal ein Punkt für EM - und die kleine Stückelung fürs Brot wäre völlig egal !!!!
smilie_24
Gold ist schön....schönes Gold ist schöner !
BAZINGA !

Beitrag 05.09.2011, 01:46

Venya
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zu "idealistisch"
*lach* gibt's das?
Ne, ernsthaft: ich mach hier nur mal den Kontrapunkt zur allgemeinen Schwarzmalerei. Das ist doch das Tolle: es weiss niemand, was passieren wird.

Da gibt es doch diese Anekdote:
Ein Indianerstamm. Jeden Tag rennen die Indianer zum Medizinmann und fragen: "Grosser Medizinmann - wie wird der Winter?", und jeden Tag will der Medizinmann sich nicht anmerken lassen, dass er es nicht weiss, er hat noch kein Zeichen vom grossen Manitou erhalten. Schliesslich fällt er eine Entscheidung: er rechnet mit dem Schlimmsten, es kann nur besser kommen. Als ihn am nächsten Tag die Stammesmitglieder fragen: "Wie wird der Winter?", antwortet er mit getragener Stimme und gebotenem Ernst: "Der Winter wird besonders kalt und besonders hart!"
Sofort macht sich der ganze Stamm auf, Feuerholz zu sammeln, sogar die ganz Alten und die Kinder klotzen richtig ran. Der Medizinmann sieht das und bekommt ein etwas schlechtes Gewissen. Er entscheidet, beim Wetterdienst anzurufen und zu fragen, was die Daten über den Winter aussagen.
Der Mann vom Wetterdienst sagt, auf die Frage, wie der Winter wohl wird: "Oh, es wird einer der schlimmsten, kältesten, härtesten Winter, die wir jemals erlebt haben. Wir haben schon Warnungen an alle raus gegeben."
Der Medizinmann atmet auf, weil er seinen Stamm gut beraten hat, als der Mann vom Wetterdienst anfügt: "Wir sind jedenfalls ziemlich sicher, es gibt eindeutige Zeichen: die Indianer sammeln dieses Jahr Feuerholz wie blöde."

Ich bin kein Medizinmann. Und ich weiss nicht, wie der Winter wird. Aber ich befinde mich hier unter lauter Leuten, die im Grunde schon für ein, zwei harte Winter Feuerholz gehortet haben. Da kann und darf man es sich erlauben, auch mal darüber nachzudenken, wie es wäre, wenn es ein milder Winter und ein wundervolles Frühjahr wird *s*

Ich erzähl mal was ganz Privates zur "Verhaltensänderung": vor zwei Jahren ging bei mir gar nichts mehr. Totale Flaute, keine Einnahmen mehr (noch genug zu Essen, aber kein Kapitalfluss). Öltank leer - und weil das im Winter war, ist das Haus tatsächlich eingefroren, komplett (das waren lustige Wasserspiele im Frühjahr, mit den geplatzten Leitungen in einem 200 Jahre alten Haus mit 300qm Wohnfläche - da hat man was davon *fg*). Es war der absolute Tiefpunkt. Ich bin wieder in ein kleines Zimmerchen in meinem Elternhaus gezogen und musste mich entscheiden zwischen Wiederaufbau oder gleich völliger Resignation. Unter uns: ich hatte ernsthafte Suizidgedanken.
Ein Mensch, den ich aus dem Internet kannte, den ich bisher zwei oder drei Mal (bei Forentreffen, also nicht mal sonderlich privat) getroffen hatte, hat mir dann 10.000 Euro überwiesen. Mehr oder minder "einfach so", nur weil er Kenntnis davon bekommen hatte, wie meine Situation aussah. Ich betrachtete es als Kredit, er rief mich dann aber an und meinte: "Ich fühle mich besser, wenn ich nicht damit rechne, dass ich das Geld zurück bekomme."
Das war der Tag, an dem meine persönliche Krise nicht endete, sondern ihren Wendepunkt (Scheitelpunkt) erreichte *s* Der Mensch hat mir den Allerwertesten gerettet - und ich gebe offen zu: ich habe immer viel Glück gehabt, ich habe immer nette Menschen getroffen, aber SOWAS ist mir noch nie passiert. Das Szenario kam in meinem eigenen Denkapparat als Lösungsweg nicht vor *lach*

Tja - jetzt eben schon. Und mein Verhalten beeinflusst es insofern, dass ich, am Ende der Krise, eben nicht nur an diesen Menschen denke (auch was eine Rückzahlung angeht), sondern dass ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten genau so verhalte, weil ich gesehen habe, wie machtvoll dieses Verhalten ist, dass es eben etwas ändert - dass es besser ist, einander zu helfen, als einander zu misstrauen... Aus Erfahrung wird man klug - und "Erfahrung" muss sich nicht zwangsläufig auf der "autsch!"-Seite abspielen.

LG
Venya
If you see somebody without a smile - give them yours

Beitrag 05.09.2011, 03:25

MapleHF
Venya hat geschrieben:
Ich bin kein Medizinmann. Und ich weiss nicht, wie der Winter wird. Aber ich befinde mich hier unter lauter Leuten, die im Grunde schon für ein, zwei harte Winter Feuerholz gehortet haben. Da kann und darf man es sich erlauben, auch mal darüber nachzudenken, wie es wäre, wenn es ein milder Winter und ein wundervolles Frühjahr wird *s*
... ich wohne ja im Bayer. Wald und hier wird traditionell viel (und zunehmend mehr) auch mit Holz geheizt.

Wenn man sich nun die Holzvorräte der Leute so ansieht, ist das meist mehr als sie für einen Winter benötigen.

Warum wohl?

1.) sie wollen nicht im Kalten sitzen, wenn der Winter mal kälter oder länger ist als erwartet
2.) wenn sie das Holz im kommenden Winter nicht benötigen, kann man es auch im darauffolgenden Winter noch verheizen, es wird ja nicht schlecht.
3.) die Brennholzpreise sind mächtig am Steigen und viele befürchten eben, dass das so weitergehen wird

Was haben dieses Leute verloren, wenn der Winter mild und kurz wird? Im Grunde nichts. Sie müssen im nächsten Sommer weniger Brennholz machen oder kaufen. Wenn der Brennholzpreis weiter steigt, haben sie dennoch ein Geschäft gemacht, weil sie auch das Brennholz für den übernächsten Winter zum günstigeren 2011er Preis gekauft haben.

Sicher man kann auch von sinkenden Brennholzpreise ausgehen. Aber ist das realistisch? Ein Blick in die Zeitung zeigt, es werden Hackschnitzelheizkraftwerke gebaut ohne Ende, die Werbung für Kaminöfen und Scheitholzheizungsanlagen wird immer mehr.

Letztendlich ist es egal ob Edelmetalle oder Brennholz, wer etwas über den aktuellen Bedarf bunkert, macht nicht viel falsch. Sein Risiko liegt nur darin, dass er es evtl. in der näheren Zukunft günstiger kaufen könnte.

Was Deine persönliche Geschichte angeht, so gehöre ich persönlich lieber zu den Menschen, die dann in der Lage sind anderen zu helfen, als selbst auf Hilfe angewiesen zu sein.

MapleHF

Beitrag 05.09.2011, 05:51

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Wohnort: Franken !
Ich komme gerade aus dem Bayr. Wald und war erstaunt wie relativ gut es den Leuten in "Bayrisch Kongo" geht.

Für eine Kriese sind sie gut gerüstet und viele in der Lage sich selbst zu ernähren.

Anders in den Städten.

Um so mehr erstaunt es mich, das hier im Forum mit echten Kriesen gerechnet wird, aber jeder es in Deutschland aussitzen will.

Haben viele Juden und Deutsche auch versucht!

Der Rentner wird sich das -wie im Krieg viele anderen auch- aus dem Ausland ansehen.

Um nach der "Kriese" die er ÜBERLEBT HAT mal schauen ob er wieder zurück kommt!

Ich werde keine Dosen bunkern und mich nicht um Lebensmittel streiten!

Seht doch mal ein wie groß und schön die Welt ist !
Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen.
Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger.
Volksvertreter...........

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