Geht bei Silber die Luft aus

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 02.09.2011, 02:04

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harley
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gut geschrieben, regt sehr zum nachdenken an

Beitrag 02.09.2011, 06:06

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lobsens
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[quote="Venya]
Manchmal vergisst man (scheinbar auch hier), dass die Wirtschaft noch immer auf den Verbraucher angewiesen ist, während das eben für den Finanzmarkt nicht unbedingt gilt.
Venya[/quote]

Einer der besten Beiträge, die ich in den letzten Monaten hier gelesen habe.

Danke für Deine Mühe und Großes Kompliment! smilie_01

lobsens
Zuletzt geändert von lobsens am 02.09.2011, 06:55, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 02.09.2011, 06:31

MapleHF
Ja, Venya,

ich stimme Dir zu und sehe das vollkommen genauso.

Das Krisenmetall wird sicherlich Gold sein, aber nach jeder Krise wird es auch wieder aufwärts gehen und in der Zeit danach stehen uns, wie auch jetzt enorme ökologische Aufgaben bevor, wo gerade Silber einen hohen Stellenwert einnimmt.

Daher plädiere ich hier seit jeher für ein Mixing der Metalle. Wie die Gewichtung auszusehen hat, muss jeder nach seiner persönlichen Meinung über die Zukunft entscheiden. Ich persönlich bin eher goldlastig aufgestellt.

Die Entwicklung des Mittelstandes sehe ich wie Du. Er wird immer kleiner und für viele wird es immer enger.

Allerdings haben viele, in der Hoffnung dass es immer so weitergeht, auch Fehler gemacht, die sich heute rächen. Du schreibst ja selbst, dass Du gekauft statt gewaschen hast. Genau das ist der Punkt.

Da wurde häufig, um seinen Wohlstand auch nach aussen zu tragen, das riesige Haus gebaut, die teure Karre geleast, beim Urlaub wußte man schon nicht mehr, wo man noch überall hinfliegen soll und auch betrieblich wurde in der Hoffnung auf stetiges Wachstum auf Pump investiert. Wenn´s dann mal ein Weilchen nicht optimal läuft, hat man ein Problem. Gerade in der deutschen Wirtschaft stellt die dünne Eigenkapitaldecke ein Problem dar.

So alte Redewendungen wie "Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not" haben immer noch ihre Existenzberechtigung und nicht wenige würden sich heute wünschen, danach gehandelt zu haben.

Wenn ich hier in unserer Kleinstadt so über den Stadtplatz blicke und 20 Jahre zurückdenke, wie viele alteingesessene Kaufmannsfamilien es gab und was davon heute noch übrig geblieben ist, dann ist das wirklich erschreckend. Aber viele davon "mußten" schon in der noch guten Zeit die Segel streichen.

Auch mein Einkommen ist in den letzten Jahren nicht nur real, sondern auch nominal gesunken, da ich aber nie an die Grenzen meiner finanziellen Möglichkeiten gegangen bin, stellt das auch heute für mich noch kein Problem dar.

Gut, den einen oder anderen spontanen Konsumkauf verkneift man sich, aber eine Einschränkung ist das nicht wirklich. Zumal man ja mit zunehmendem Alter das eigene Handeln stärker hinterfragt.

Zudem haben die Wertsteigerungen der Edelmetalle in den letzten Jahren meine Einkommensausfälle mehr als kompensiert. Aber Edelmetallbesitz diszipliniert auch. Man (zumindest ich) käme ja kaum auf die Idee, Edelmetalle für Konsumausgaben abzugeben.

Ich will das mal an einem Beispiel deutlich machen: Ich hatte im Sommer 2008 ein Spassauto verkauft und den Erlös in Gold angelegt. Eigentlich mit der Intention, mir nach einer entsprechenden Wertentwicklung wieder was richtig Schönes automobiles dafür zu kaufen. Die gewünschte Wertenwicklung ist eingetreten und der Markt würde für diesen Betrag viele schöne Autos hergeben, aber ich könnte mich momentan nicht dazu überwinden, das Gold nun gegen ein schnödes Auto zu tauschen.

MapleHF

Beitrag 02.09.2011, 06:48

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Ladon
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@ Venya

smilie_01

Sehr eindringliches Plädoyer für die hier schon (von mir und auch einigen anderen) öfter geäußerte These, dass der "Crash" längst im Gange ist und sozusagen "in Zeitlupe" verläuft. Wenn ich sowas lese, bin ich rückblickend für mich persönlich heilfroh 2005 endgültig aus diversen Geschäftsbeteiligungen ausgestiegen (mal mit Gewinn, mal mit Verlust) zu sein und mich auf ein Kleingewerbe und "freie" Tätigkeit zurückgezogen zu haben. Dadurch habe ich die von Dir ausgeführten "Einschränkungen" quasi bewusst vorgenommen (und vorweg genommen!) und war nie Getriebener.
Dass diese "Einschränkungen" durch ein unbezahlbares "Mehr" an Lebensqualität (ich nenne mal nur die "Zeit für die Familie") mehr als aufgewogen wird, sei mal nur am Rande erwähnt.
Deine exemplarische Analyse hat überdies tatsächlich allgemeingültigen Wert - eben weil sie mit so klarem Blick erfolgt - und wird, jenseits aller Statistik, von vielen durch eigene Erfahrung bestätigt. "Wir hier" sind nicht wirklich die Profiteure der Lage. Die spielen in einer ganz anderen Liga.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 02.09.2011, 07:00

peter
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es gibt m.E. eine einfache Formel für den Beitrag Venyas die "alte Welt" stirbt die "neue Welt strebt auf" so war es seit Jahrhunderten und so geht es weiter. Die alten Volskwirtschaften gehen nieder und die neuen Volkswirtschaften streben auf , Europa stirbt Asien gewinnt.

MFG
Peter
peter24

Beitrag 02.09.2011, 07:56

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Kleine Piratin
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Hallo Venya,

klasse Artikel und sehr realistisch beschrieben. Alles was Du über den Mittelstand berichtest, ist leider traurige Wahrheit. Aber wie MapleHF treffend schreibt, als EM-Käufer übt man sich sehr in Disziplin.

Liebe Grüsse die Piratin smilie_24

Beitrag 02.09.2011, 08:14

nameschonweg
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Ich schleppe seit 4 Jahren einen Silver Eagle als "mobiles Gewissen" mit mir herum - jedesmal, wenn ich dabei bin, Geld für irgendetwas auszugeben, was mir "im Moment" gefällt, spiele ich kurz mit der Münze und bin wieder "kalibiriert" auf das, was wirklich wichtig ist.

Seitdem mir bewusst geworden ist, dass hier irgendetwas im Großen nicht stimmt, habe ich mir einen Investitionsplan aufgestellt: Fahrräder, Outdoor-Ausrüstung, gute Winterkleidung, Verbindlichkeiten abbauen ... alles Dinge, die auch im crashfreien Alltag nützlich und sinnvoll sind. Im Rahmen des Möglichen EM und Cash aufbauen gehört natürlich auch dazu. Und auf vieles, aber nicht alles zu erzichten, was in die Kategorie "unsinnige Spaßausgabe" fällt :)
“The greatest tragedy in mankind's entire history may be the hijacking of morality by religion.”, Arthur C. Clarke
"Papierwährungen sind die Glasperlen des Industriezeitalters"

Beitrag 02.09.2011, 09:54

smilelover
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peter hat geschrieben:es gibt m.E. eine einfache Formel für den Beitrag Venyas die "alte Welt" stirbt die "neue Welt strebt auf" so war es seit Jahrhunderten und so geht es weiter. Die alten Volskwirtschaften gehen nieder und die neuen Volkswirtschaften streben auf , Europa stirbt Asien gewinnt.

MFG
Peter
Exakt so.

Deshalb wird weder Lieschen Müllers Verkaufsverhalten beim in riesigen Mengen vorhandenem Tafelsilber smilie_10 noch ein verändertes Konsumverhalten hier den Silberpreis im Weltmarkt wesentlich beeinflussen. Aufdecken der Lücken in den ungedeckten Papierkäufen oder tatsächliche Verknappung des zu realistischen Kosten abbaubarem Silber schon eher.

Ich kann auch nicht verstehen, wie man ein Spaßauto fährt und im Eigentum wohnt, aber vor 10 Jahren nicht mal in Lage war, sich eine gebrauchte Waschmaschine im Zweitmarkt für 50 Euro zu holen. Die persönliche Fähigkeit zum Wirtschaften und das Erkennen der Notwendigkeit einer klaren Linie im persönlichen Vermögensbereich und deren Entwicklung scheint ein wichtiger Faktor zu sein.

Ich muss Maple HF wie immer zustimmen, auch ich habe den Niedergang des Mittelstands bei meinen Mandanten im Lauf der letzten 20 Jahre hautnah miterleben können, aber bei 70 % der Fälle waren Beratungsresistenz, Priorität der persönlichen Wünsche und eine nicht vorliegende Lebensplanung ausschlaggebend für den Misserfolg.

Beitrag 02.09.2011, 11:37

waupie60
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Hallo Venya, Hallo Ladon,
meine Hochachtung an Euch beide.
Ladon hat geschrieben:@ Venya

smilie_01

Sehr eindringliches Plädoyer für die hier schon (von mir und auch einigen anderen) öfter geäußerte These, dass der "Crash" längst im Gange ist und sozusagen "in Zeitlupe" verläuft. Wenn ich sowas lese, bin ich rückblickend für mich persönlich heilfroh 2005 endgültig aus diversen Geschäftsbeteiligungen ausgestiegen (mal mit Gewinn, mal mit Verlust) zu sein und mich auf ein Kleingewerbe und "freie" Tätigkeit zurückgezogen zu haben. Dadurch habe ich die von Dir ausgeführten "Einschränkungen" quasi bewusst vorgenommen (und vorweg genommen!) und war nie Getriebener.
Dass diese "Einschränkungen" durch ein unbezahlbares "Mehr" an Lebensqualität (ich nenne mal nur die "Zeit für die Familie") mehr als aufgewogen wird, sei mal nur am Rande erwähnt.
Deine exemplarische Analyse hat überdies tatsächlich allgemeingültigen Wert - eben weil sie mit so klarem Blick erfolgt - und wird, jenseits aller Statistik, von vielen durch eigene Erfahrung bestätigt. "Wir hier" sind nicht wirklich die Profiteure der Lage. Die spielen in einer ganz anderen Liga.
„Die Welt beginnt zu Sterben“!
Ich bin Anfang der 50er auf einen sehr schönen Almenhof im Neustift im Stubaital aufgewachsen. Meine Großeltern, seit ein paar Jahren bewirtschaften meine Eltern den Hof, haben mich in mancher Hinsicht sehr konservativ erzogen.
Es war schön und es war gut so wenn wir als Kinder über die Almen am Berg wandern konnten. Es war in Ordnung so, wenn wir am Abend beim Kerzenschein im Wohnzimmer hockten und lauschten den alten Geschichten vom Großvater.
Meine Erziehung hätte es nie erlaubt, an so etwas nur je zu denken, die Wäsche durch Neukauf auszutauschen. Auch wir hier im stubaital haben Gute und Schlechte Zeiten. Es liegt an jeden selbst.
Es macht mich schon sehr betrübt wenn ich da lesen muss „wenn das Zeug reif für die Wäsche war, dann hab ich eben neu eingekauft“. Wie gut muss es Ihnen ergangen sein.
Ich lese in vielen Beiträgen in verschiedenen Foren (Forums???) das es immer nur um irgendwelchen Profit geht. Wenn ich meine Münzen sehe würde mir nie der Gedanke kommen (von einen oder anderen kleinen Geschäft des Spaß wegen abgesehen), diese zu veräußern. Es sind Münzen die über Jahrzehnte gesammelt wurden (anfangs von meinen Großvater der viele Münzen aus aller Welt zusammen getragen hat)
Mein Papa hat mir dann alle Münzen als Erbe übertragen, zum weiterführen.
Nun ich weiß jetzt nicht was,
„Heute erlebe ich (im gleichen Job als Selbständige) Wochen, in denen ich nicht mal 150,-€ einnehme - der Monatsverdienst liegt dann weit unter dem H2x2-Satz“ bedeutet. Ich weiß auch nicht was ich mit der Definition H2x2-Satz anfangen kann oder was es bedeutet.
Was richtig ist, ist die Tatsache, auch ich halte die Informationsquelle über das sogenannte Lieschen für Erfolgversprechender als mancher Chart.
Das war bei uns am Hof schon immer so. Wanderer oder selbst die Einheimischen Nachbarn die vorbei kommen haben unseren Hof belebt. Und ist nicht jeder, egal in welchen Job er ist, nicht eine gewisse Selbständigkeit.
Was wollen beide Beiträge sagen, das Ladon zum Beispiel für sich selbst dar Richtige gesucht hat. Jeder sollte für sich das Richtige tun. Der übermäßige Besitz von Reichtum (in Baren oder in Edlen) ist wohl nicht alles oder?
Wenn ich dann jedes Wochenende aus der Stadt nach Hause in die Berge fahre kommt jedes Mal, schon wenn ich in das Tal einfahre, meine Kindheit wieder in Gedanken an mich rann und dann denke ich es ist gut so.
Für meine drei Enkel wird der Satz den ich an Anfang geschrieben habe „Die Welt beginnt zu Sterben“ mal einen Hohen Stellenwert haben, wenn sie selber nichts tun.
Treckiche Wäsche einfach durch Neukauf auszutauschen ist nicht die Lösung und da bin ich der Meinung dass Sie Venya schon 2004 etwas nicht richtig im Leben verstanden haben.
Es wurde so vieles im Leben nicht richtig verstanden, die Welt wird es zu spüren bekommen, mit oder ohne Crash.
Lg aus Tirol Bettina

Beitrag 02.09.2011, 12:17

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alibaba
Gold-Guru
Beiträge: 2159
Registriert: 05.01.2011, 18:35
Ja , das Leben ist sehr teuer geworden

seit die DM das Land verlassen hat ,geht es für den OttoNormalbürger ständig bergab smilie_22

was ist nur aus dem Land geworden , die Gier hat gesiegt die Menschlichkeit hat verloren .

Die Preise haben sich verdoppelt oder gar verdreifacht

jedoch die reale Lohnentwicklung ............. ,naja hatte man Früher noch eene Mark übrig

für ein Bettler , verlangt er doch Heute schon 1Euro also defakto doppelte smilie_16

ehrlich gesagt die Fahnenstange ist noch nicht erreicht , es wird noch beschissener werden ,

das Ausland bzw. die Kosten dafür ziehen das eigene Land in den Abgrund runter ..........

Politiker sind doch schon jahrelang realitätsfremd gegenüber dem Gemein'Wohl des Volkes

" kaltes Herz ,bringt nur eins'des Volkes schmerz "

Gruss
alibaba (grins)
"unter 12 Jahre oder über 12 Jahre" nun bin ich drauf gekommen ,
reale zeitnahe Info's im eigenen Land werden von Kinder nicht erkannt ;
Ich bin für mein Textinhalt verantwortlich ,nicht für das was du verstehst .

Beitrag 02.09.2011, 12:48

Venya
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Beiträge: 99
Registriert: 30.08.2011, 15:24
Danke für das Lob *s*

@MapleHF
Ich will das mal an einem Beispiel deutlich machen: Ich hatte im Sommer 2008 ein Spassauto verkauft und den Erlös in Gold angelegt. Eigentlich mit der Intention, mir nach einer entsprechenden Wertentwicklung wieder was richtig Schönes automobiles dafür zu kaufen. Die gewünschte Wertenwicklung ist eingetreten und der Markt würde für diesen Betrag viele schöne Autos hergeben, aber ich könnte mich momentan nicht dazu überwinden, das Gold nun gegen ein schnödes Auto zu tauschen.
Ja, genau darum geht es ja. Die "Disziplin", die manche freiwillig und andere erzwungen entwickelt haben, ging nicht mehr zum benachbarten Autohändler, sondern an die Börse, (für den Mainstream) in "absichernde" Finanzmarktprodukte und zu einem kleinen Teil eben auch in EM. Insofern haben wir uns alle fleissig daran beteiligt, das Geld aus der Ecke, wo es real arbeitet (also aus der Wirtschaft) da hin zu legen, wo wir es für sicher hielten...

Da dieses "Rausziehen von Kapital" aus dem Wirtschaftskreislauf derzeit offensichtlich zunimmt (das sieht man u.a. auch hier, an der Zahl der Neuanmeldungen) scheint diese Entwicklungskurve exponential anzusteigen - oder mal ganz überspitzt gesagt: jeder verkniffene Konsumkauf ist ein Ziegelstein mehr, der auf dem "Turm zu Babel" (der Finanzmarktseit - rausgezogen aus der Realwirtschaftsseite) gelegt wird. Und der wankt eben derzeit schon so ein bisschen vor sich hin...*s* Kritisch wird es ja, wenn es nicht mehr um die "verzichtbaren" Konsumkäufe geht, sondern um eigentlich Wesentliches. Man braucht zwar sehr wenig zum Überleben, aber ich merke es eben auch schon, und das Gut, das ich "verkaufe" ist Gesundheit bzw Schmerzfreiheit. Tagesaktuell ist eine Behandlung bei mir etwa eine Unze Silber wert, und es gibt immer mehr Menschen, die lieber die Schmerzen aushalten oder sich mit billigen Schmerzbetäubern zudröhnen, um "zu sparen". An dem Punkt wird es für mich kritisch, weil das auf Kosten der Lebensqualität geht (und grad im Bezug auf chronische Schmerzen: es zerstört Familien, es macht auf Dauer arbeitsunfähig, wenn man den Betäubungs- oder Aushalteweg wählt, usw)

Was ich damit sagen will ist, wenn der Finanz-Turm wirklich fällt, dann wird es zwar sicher die altbekannten Profiteure geben, aber auch der dickste BigPlayer steht ganz schön blöde auf dem Rasen, wenn der Ball fehlt *s* Die ALTEN Regeln des Finanzmarktes könnten dann nicht mehr funktionieren. Denke ich zumindest.
Ich habe schon oft (in meiner Zeit als stille Mitleserin) über zB Deine öfters geäusserten Gedanken im Bezug auf die Zeit "nach der Krise" nachgedacht... Ich bin unsicher. Momentan gehe ich auch davon aus, dass sich die gleichen Kreisläufe immer wieder abzeichnen werden, aber für mich spricht dagegen, dass es diesen Punkt, an dem wir grade stehen, noch nie gab. Die gesamte Situation hat sich schon allein durch das Internet völlig verändert, diese massive "Virtualität" des Finanzmarktes konnte (technisch) noch nie so auf die Spitze getrieben werden wie heute... Die rein virtuelle und virtuell gehandelte Geldmenge konnte nie mit dieser Rasanz verschoben werden... Ich schrieb ja schon in meinem ersten Posting hier, dass ich mir vorstellen kann, dass dieses "Spiel" ewig so weiter geht, solange die Menschen einfach mitspielen. Das wäre zB möglich, indem man die Verschuldung der Privathaushalte steigert, zB durch "Zwangshypotheken", oder einfach durch geschickte Finanzmarktprodukte... Dann kann sich diese "Krise" noch bis zu Deinen Enkeln hinziehen, oder sogar länger - es KÖNNTE einfach das neue Gesicht des Finanzmarktes sein.
Ist möglicherweise eine gewagte These, aber ganz ausschliessen kann ich es nicht.
Der Faktor, der es zu Fall bringen würde, ist die Akzeptanz der Menschen. Der "Leidensdruck", der sich da langsam, aber sehr nachhaltig aufbaut - es ist die Frage, wie weit der zu erhöhen ist.
Für mich stellt sich deswegen aber vor allem die Frage, ob es einen WIEDERaufbau geben wird - je nachdem, wie stark der Bogen überspannt wird, könnte es auch sein, dass die Menschen das, was da war, gar nicht wieder aufbauen wollen. Denn ich bin zum Beispiel bei mir ziemlich sicher, dass ich nun nicht irgendwann wieder einen Fernseher anschaffe - wenn ich irgendwann merke, dass "die Krise" vorbei ist, dann nehme ich sicher nicht das "über die Krise gerettete" Silber, um den alten Standart wieder her zu stellen, weil ich, dadurch dass die Krise lange dauerte, einen Standart habe, den ich mag und den ich völlig anders ausweite (zB durch mehr Zeit mit Freunden). Es könnte eine Werte-Verschiebung geben, die ein Stück weit das Sichern "alter Finanzwerte" überflüssig macht...

Da stecken für mich Faktoren drin, die einerseits völlig anders als jemals zuvor sind, andererseits zieht es sich hin wie Kaugummi, und dadurch ist es ein langsamer Bewusstwerdungsprozess. Bei einem plötzlichen Crash wollen die Menschen grundsätzlich genau wieder da hin, wo sie vor diesem Crash waren - aber bei so einem langsamen Prozess verändert sich etwas, was sehr viel tiefer geht als blosse Ökonomie.

@Ladon
Dass diese "Einschränkungen" durch ein unbezahlbares "Mehr" an Lebensqualität (ich nenne mal nur die "Zeit für die Familie") mehr als aufgewogen wird, sei mal nur am Rande erwähnt.
Das unterschreibe ich.
Wie gesagt: mir geht es gut. Ich meine: wirklich richtig gut *s*
Das Haus ist schuldenfrei (auch wenn ich, knapp vor Schluss, noch mit staatlichen Zwangshypotheken rechne, denn "Eigentum verpflichtet"), ich hab einen Hektar Land, zwei eigene Brunnen und Wassernutzungsrecht an einem ökologisch funktionierenden Fluss, der auch ein kleines Wasserkraftwerk antreiben kann - aber vor allem kann ich hier Nachts um drei Postings schreiben, wenn mir danach ist - ich verfüge ziemlich frei über meine Zeit, ich habe eine tolle Familie, einen wunderbaren Freundeskreis... Ich denke eben, das kommt dann automatisch: neben der "Wertsicherung" kommt, wenn man ein bisschen Glück hat, auch die "Werteverschiebung" in eine gute, aufbauende Richtung, die aber jenseits des "Kapital-Spiels" stattfindet.

@peter
Vor einigen Jahren hätte ich Dir da noch uneingeschränkt zugestimmt.
Aber mittlerweile denke ich, dass der Euro fällt, und wenn der Euro fällt, hängt der Dollar mit dran - und wenn der Dollar fällt, dann sehe ich die Zeiten für Asien auch nicht mehr ganz so rosig. Als es noch voneinander getrennte Volkswirtschaften gab, war es möglich, dass eine fällt und die andere aufsteigt - mittlerweile ist alles so ineinander verwoben... Wenn ich das positiv formuliere (und mittel- bis langfristig meine ich es auch positiv), kann man sagen, dass dieser Planet auch ökonomisch zu einem Gesamtorganismus verschmolzen ist - und (um es mit einem meinerseits beruflichen Beispiel zu sagen:) wenn die Lunge entzündet ist, funktioniert das auch mit dem Marathon für die Beine nicht mehr so gut, obwohl die Beine gar nicht krank und vielleicht sogar extrems durchtrainiert sind.

@smilelover
Ich kann auch nicht verstehen, wie man ein Spaßauto fährt und im Eigentum wohnt, aber vor 10 Jahren nicht mal in Lage war, sich eine gebrauchte Waschmaschine im Zweitmarkt für 50 Euro zu holen.
Das tut mir leid für Dich *s*
Nein, ernsthaft: Vor zehn Jahren war ich finanziell durchaus in der Lage, mir nicht nur im Zweitmarkt eine Waschmaschine zu holen, ich hätte auch gleich den ganzen (damals noch lokalen) Laden kaufen können - aber ich wollte es einfach nicht, ich hatte schlicht keine Lust, meine Zeit für so Kram wie Wäschewaschen zu verschwenden... Es war schlicht "ne geile Zeit". Und wenn mir danach zumute war, in San Francisco zu frühstücken, dann hab ich das eben gemacht. Ich war jung - und ich brauchte das Geld eben nicht *lach* Ich bereue keinen Cent, den ich damals ausgegeben bzw nicht gespart habe.
Heute bin ich nicht mehr ganz so jung, ich "verbrauche" weniger - aber brauche es noch immer nicht *s* Ist ne Mentalitätsfrage.
Allerdings habe ich scheinbar einen dicken Vorteil gegenüber vieler Deiner Mandanten gehabt: ich bin glücklicherweise (auch schon als so junges, verschwendungssüchtiges Ding) so erzogen gewesen, niemals irgendwas auf Pump zu kaufen (abgesehen von Immobilien). Ich habe einen Faiblé für unvernünftige Autos, aber es gab niemals eines, das ich nicht in bar bezahlt hätte. Beim Hauseigentum stand für mich schon mit 18 (als ich mein erstes Gewerbe angemeldet habe) fest, dass ohne 25% Eigenkapital gar nix geht - und ich bin, trotz aller Unvernunft, dann doch so ein "Sicherheitsspieler", dass ich letztendlich sogar, und gegen die Ratschläge meiner Berater, bis zu den 50% gewartet habe (unter anderem weil ich damit beschäftigt war, erst mal die Weltwirtschaft quasi monatlich auf einem anderen Kontinent anzukurbeln *lol*). Ich hatte Spass - und habe dabei nix verloren.

Egal ob Zeit, Arbeit, Geld, Aktien, Rohstoffe oder Edelmetalle - das alles ist zum Leben da, nicht umgekehrt *s* Ressourcen wollen genutzt werden (irgendwann, zum richtigen Zeitpunkt) - und wenn ich in einem Punkt völlig mit Dir überein stimme, dann darin, dass sich viele Leute das Genick brechen, weil sie erarbeitete oder schlimmstenfalls geliehene Ressourcen in lauter Kram stecken, den sie eigentlich nicht brauchen.
Andererseits: wenn sie es nicht tun würden, gäbe es wahrscheinlich weder dieses Forum noch diesen Faden, denn sein wir mal ehrlich: wer BRAUCHT schon Gold/Silber???
Das Urbedürfnis dahinter ist "Evolution" (Entwicklung) - und die Wirtschaft ist nur in dem Mass gewachsen, weil die Menschen auf die Idee gebracht wurden, Entwicklung sei Wachstum, ewiges und ständiges Wachstum - mehr Geld, mehr Haus, mehr Auto, mehr Gucci, mehr Schuhe, mehr Sicherheit... (Sicherheit hier mal fett, weil das der derzeitige Hauptantriebsfaktor ist, wer "Sicherheit" verkauft, kann heute noch gut verdienen). Wenn die Schulden nicht letztendlich auf Privatpersonen umgelegt werden, funktioniert das System eben augenblicklich, sofort und heute gar nicht mehr, weil es allein auf Schulden basiert.
Würde es auf reinem Bedarf basieren, sähe das alles sowieso völlig anders aus.
Ich brauche mein Auto, meine Bettwäsche und meine anderen Spleens glücklicherweise nicht zum Überleben (Bedarf), aber ich brauche sie zum Leben (Bedürfnis) - soll heissen: die wichtigste Quelle meines wirtschaftlichen Überlebens sind meine Gesundheit (was nicht nur "nicht krank Sein" beinhaltet, sondern tatsächlich auch körperliches, geistiges und seelisches "Wohlbefinden"), meine Arbeitskraft, meine Kreativität, mein soziales Netzwerk und meine Freude am Dasein (die schlichte Überzeugung, dass es gut ist, am Leben zu sein). Das sind die Dinge, in die ich vor allen anderen Dingen "investieren" muss.
Und zB ich persönlich wäre ausgesprochen schlecht für mein soziales Umfeld zu ertragen, wenn ich zwar 15 Unzen mehr Gold im Keller, aber mein süsses, kleines, knuffiges, mörderisch schnelles und irrational benzinverbrauchendes Autochen nicht hätte *lach* Okay, um mir das leisten zu können, mach ich eben Kurzstrecken per Pedes oder Fahrrad, aber das ist ein gutes "Kosten-Nutzen-Investment".

LG
Venya
If you see somebody without a smile - give them yours

Beitrag 07.09.2011, 12:04

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c.harper
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Ah, mein geliebter Silberkurs geht heute richtig schön in die Knie! smilie_09

Beitrag 07.09.2011, 15:10

Wilma
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aber bei den nächsten Wahlen wird wieder das gleiche gewählt.....

Beitrag 07.09.2011, 15:37

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plutokrat
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c.harper hat geschrieben:Ah, mein geliebter Silberkurs geht heute richtig schön in die Knie! smilie_09
ohh ja... um 0,80 cent :roll:
wenn Silber bei 25€ ist, kann ich die Aussage bestätigen vorher sind die Kurse von heute nur wieder ein Zeichen, dass die Anleger und Spekulanten noch immer an einen positiven Ausgang des Geld/Schuldensystems glauben... smilie_13

Die Gedanken die uns lenken führen oft in ein großes Nichts
Wir illusionieren das Vollkommene und vergessen die Welt in der wir leben

Beitrag 07.09.2011, 15:57

nameschonweg
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Dafür platzt heute die Goldblase :)

War ja klar, dass unsere Freunde von der Drückerkolonne parallel zur Euro-Erweiterung auf den Franken etwas unternehmen mussten. Jetzt wird es überall wieder heißen, die "konzentrierte und energische Aktion der Notenbank hat an den Finanzmärkten zur Beruhigung geführt und die Luft aus der Spekulation auf sichere Häfen genommen". Parallel zur genehmigten Laufzeitverlängerung des Euros durch den BGH dürfte wohl auch die Luft aus den Spekulationen um ein Ende des Euros vor Auflage des erweiterten Rettungsschirmes bis auf Weiteres raus sein. Dann noch ein bisserl die EM-Preise gedrückt und fertig ist der Kurssturz.

Und da "leider" das Intraday-High bei 1920 USD nur intraday und nicht auf Schlusskursbasis bestanden hat, schaut alles nach einem Doppeltop aus, sodass die elektronischen Helferlein des Finanzwesens durchaus weiter darauf hinarbeiten können. Wenn beim Abstieg auch die unterere Begrenzung des Verschärfungs-Trendkanals (= oberere Begrenzung des Primärtrends) nicht halten sollte, wirds wohl für uns nochmal deutlich bessere Kurse zum Nachkaufen geben.

Kursziele aktuell, nur grob vom Chartbild abgeleitet und vorbehaltlich diverser Euro-Zusammenbrüche, sind für mich etwa 1700 USD bzw., wenn die Unterstützung nicht halten sollte, grob die 1.600. Wenn Bernanke jetzt noch QE3 verkünden würde, und ich halte den Zeitpunkt für günstig (CHF gebändigt, Gold mit Doppeltop, Rettungsschirme beim Primärzahler rechtlich durch), wäre wohl die nächste Aktienrally vorprogrammiert.

Just my two cents.
“The greatest tragedy in mankind's entire history may be the hijacking of morality by religion.”, Arthur C. Clarke
"Papierwährungen sind die Glasperlen des Industriezeitalters"

Beitrag 07.09.2011, 16:02

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waupie60 hat geschrieben:Hallo Venya, Hallo Ladon,
meine Hochachtung an Euch beide.
Ladon hat geschrieben:@ Venya

smilie_01

Sehr eindringliches Plädoyer für die hier schon (von mir und auch einigen anderen) öfter geäußerte These, dass der "Crash" längst im Gange ist und sozusagen "in Zeitlupe" verläuft. Wenn ich sowas lese, bin ich rückblickend für mich persönlich heilfroh 2005 endgültig aus diversen Geschäftsbeteiligungen ausgestiegen (mal mit Gewinn, mal mit Verlust) zu sein und mich auf ein Kleingewerbe und "freie" Tätigkeit zurückgezogen zu haben. Dadurch habe ich die von Dir ausgeführten "Einschränkungen" quasi bewusst vorgenommen (und vorweg genommen!) und war nie Getriebener.
Dass diese "Einschränkungen" durch ein unbezahlbares "Mehr" an Lebensqualität (ich nenne mal nur die "Zeit für die Familie") mehr als aufgewogen wird, sei mal nur am Rande erwähnt.
Deine exemplarische Analyse hat überdies tatsächlich allgemeingültigen Wert - eben weil sie mit so klarem Blick erfolgt - und wird, jenseits aller Statistik, von vielen durch eigene Erfahrung bestätigt. "Wir hier" sind nicht wirklich die Profiteure der Lage. Die spielen in einer ganz anderen Liga.
„Die Welt beginnt zu Sterben“!
Ich bin Anfang der 50er auf einen sehr schönen Almenhof im Neustift im Stubaital aufgewachsen. Meine Großeltern, seit ein paar Jahren bewirtschaften meine Eltern den Hof, haben mich in mancher Hinsicht sehr konservativ erzogen.
Es war schön und es war gut so wenn wir als Kinder über die Almen am Berg wandern konnten. Es war in Ordnung so, wenn wir am Abend beim Kerzenschein im Wohnzimmer hockten und lauschten den alten Geschichten vom Großvater.
Meine Erziehung hätte es nie erlaubt, an so etwas nur je zu denken, die Wäsche durch Neukauf auszutauschen. Auch wir hier im stubaital haben Gute und Schlechte Zeiten. Es liegt an jeden selbst.
Es macht mich schon sehr betrübt wenn ich da lesen muss „wenn das Zeug reif für die Wäsche war, dann hab ich eben neu eingekauft“. Wie gut muss es Ihnen ergangen sein.
Ich lese in vielen Beiträgen in verschiedenen Foren (Forums???) das es immer nur um irgendwelchen Profit geht. Wenn ich meine Münzen sehe würde mir nie der Gedanke kommen (von einen oder anderen kleinen Geschäft des Spaß wegen abgesehen), diese zu veräußern. Es sind Münzen die über Jahrzehnte gesammelt wurden (anfangs von meinen Großvater der viele Münzen aus aller Welt zusammen getragen hat)
Mein Papa hat mir dann alle Münzen als Erbe übertragen, zum weiterführen.
Nun ich weiß jetzt nicht was,
„Heute erlebe ich (im gleichen Job als Selbständige) Wochen, in denen ich nicht mal 150,-€ einnehme - der Monatsverdienst liegt dann weit unter dem H2x2-Satz“ bedeutet. Ich weiß auch nicht was ich mit der Definition H2x2-Satz anfangen kann oder was es bedeutet.
Was richtig ist, ist die Tatsache, auch ich halte die Informationsquelle über das sogenannte Lieschen für Erfolgversprechender als mancher Chart.
Das war bei uns am Hof schon immer so. Wanderer oder selbst die Einheimischen Nachbarn die vorbei kommen haben unseren Hof belebt. Und ist nicht jeder, egal in welchen Job er ist, nicht eine gewisse Selbständigkeit.
Was wollen beide Beiträge sagen, das Ladon zum Beispiel für sich selbst dar Richtige gesucht hat. Jeder sollte für sich das Richtige tun. Der übermäßige Besitz von Reichtum (in Baren oder in Edlen) ist wohl nicht alles oder?
Wenn ich dann jedes Wochenende aus der Stadt nach Hause in die Berge fahre kommt jedes Mal, schon wenn ich in das Tal einfahre, meine Kindheit wieder in Gedanken an mich rann und dann denke ich es ist gut so.
Für meine drei Enkel wird der Satz den ich an Anfang geschrieben habe „Die Welt beginnt zu Sterben“ mal einen Hohen Stellenwert haben, wenn sie selber nichts tun.
Treckiche Wäsche einfach durch Neukauf auszutauschen ist nicht die Lösung und da bin ich der Meinung dass Sie Venya schon 2004 etwas nicht richtig im Leben verstanden haben.
Es wurde so vieles im Leben nicht richtig verstanden, die Welt wird es zu spüren bekommen, mit oder ohne Crash.
Lg aus Tirol Bettina
Weisst du Bettina, du hattest das unglaubliche Glück in einem Traum aufgewachsen zu sein.

In einem Umfeld wo Geld nicht alles ist. Oft nicht vorhanden

Wo ein netter Abend mehr Wert ist als ein top Artikel in einem Forum.Mit (ruppiger) liebevollen Unterstützung deiner Eltern.

Allerdings erreicht mit Arbeit ohne Ende.Tagesbeginn 5 Uhr. Aber du hattest die Möglichkeit mit deinen Händen zu arbeiten und einen Ertrag zu sehen. Und das gibt dem Leben einen Sinn.

Diese Chance hat so mancher heute nicht.

Und wenn würde er sie nicht erkennen.

Ich werde hier oft belacht das ich gerne aus Deutschland weg bin und meine Zeit bei Menschen verbringe mit denen ich (und meine Frau) eine innige Freundschaft hegen, die auch für mich Zeit aufbringen.

Und das kann niemand mit Geld kaufen.

Du schreibst von 3 Enkeln. Beneidenswert !!!

Du hast das von klein auf gehabt was Jahre mein Lebensziel war und oft nicht einmal mit viel Geld erreicht werden kann.

Lasse es dir weiterhin gut gehen.

Meine herzlichen Wünsche hast du!
Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen.
Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger.
Volksvertreter...........

Beitrag 07.09.2011, 16:53

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KROESUS
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um zum Thema zurückzukommen:

Ja, bei Silber geht die Luft raus

Gold wird sich besser entwickeln

Bezieht sich jetzt nur auf die Aussage meiner Süssen, die es sehr oft besser blickt als ich

Ausserdem war es mir schon immer verdächtig wie massiv Silber in den Edelmetallforen beworben wird

kommt mir so vor als ob die die sonst Gold kaufen würden ins Silber gelockt werden sollen

Ausserdem gibt es riesige Vorkommen in Amerika, die noch nicht mal angezapft wurden

Nevada, Mexiko, usw.

Das bisher benötigte Silber ist grösstenteils Beiprodukt aus Gold- und Kupferminen

es gibt also genug

der Preis wird nicht so steigen wie der des Goldes

nur meine Meinung

bitte nicht hauen wenn es anders kommt!



smilie_13 für alle Silberfetischisten

Beitrag 07.09.2011, 18:41

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Titan
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KROESUS hat geschrieben:um zum Thema zurückzukommen:Ja,bei Silber geht die Luft raus.Gold wird sich besser entwickeln.Bezieht sich jetzt nur auf die Aussage meiner Süssen, die es sehr oft besser blickt als ich.Ausserdem war es mir schon immer verdächtig wie massiv Silber in den Edelmetallforen beworben wird,kommt mir so vor als ob die,die sonst Gold kaufen würden,ins Silber gelockt werden sollen.Ausserdem gibt es riesige Vorkommen in Amerika, die noch nicht mal angezapft wurden Nevada, Mexiko, usw.Das bisher benötigte Silber ist grösstenteils Beiprodukt aus Gold- und Kupferminen,es gibt also genug,der Preis wird nicht so steigen wie der des Goldes nur meine Meinung,bitte nicht hauen wenn es anders kommt! Sorry für alle Silberfetischisten
Gibt es wirklich genug "BEIPRODUKT" ?
Und GOTT sprach--und es kam anders... smilie_08
In Silber war NOCH NIE Luft drin-- smilie_18
Welche Begründung bitte zum besseren Entwickeln von Gold--der Wunsch Deiner Liebsten...?
Der Preis wird mit SICHERHEIT durch unsere Diskussionen an der Börse manipuliert...
Rund 4000 User hier gegen den Rest der Spekulationen an der Börse...heftig...und das WELTWEIT...
Welche riesigen Vorkommen-auf welcher Grundlage,welcher Bergbauunternehmen?Bitte Zahlen oder entsprechenden Link
Ja,für uns EM-Fans gibt es immer noch genug zu kaufen...hat mit den makroökonomischen Daten selten etwas
zu tun
Den Unterschied zwischen Preis und Preis für sich selbst erstmal klären
Der Spekulationspreis hat am wenigsten mit noch förderbaren Rohstoffen einen Zusammenhang.Wichtiger sind bei den großen Spielern am Weltmarkt die Aussichten für die Zukunft genauso wie die jetzige Situation mit dem Wort Krise umschrieben.
Schau Dir einen Chart über mehrere Jahre an...nur mal so zB. seit 2000 bis heute
Ich selbst rechne durch die Entwicklung rund um den Globus mit einer wesentlich höheren Volatilitätder EM-Preise an der Börse--da heißt es sattelfest auf dem Bullen mitzureiten,das kann an den Nerven zerren
Bei Gold eine Innertagsschwankung bis 5%,bei Silber sogar bis zu 10%...
T.
PS:Ich bin auch gegen Verhauen,besser diskutieren smilie_24
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 07.09.2011, 19:23

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KROESUS
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na ja, sie meinte dass man mit Gold eher fliehen kann wegen grösserer Wertdichte

ob das ein Argument ist weiss ich auch nicht

habe mal gehört dass es in Amerika viele Minen gibt, die darauf warten geöffnet zu werden

dass ungefähr die Hälfte der Silberweltjahresproduktion aus den Minen Beifang ist, sprich Silber ein Nebenprodukt der Gold- bzw. Kupferförderung ist, halte ich für gesichert

Nur aus dem Hörensagen und ohne Gewehr!

Beitrag 07.09.2011, 19:40

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Titan
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KROESUS hat geschrieben:na ja, sie meinte dass man mit Gold eher fliehen kann wegen grösserer Wertdichte
ob das ein Argument ist weiss ich auch nicht,habe mal gehört dass es in Amerika viele Minen gibt, die darauf warten geöffnet zu werden,dass ungefähr die Hälfte der Silberweltjahresproduktion aus den Minen Beifang ist, sprich Silber ein Nebenprodukt der Gold- bzw. Kupferförderung ist, halte ich für gesichert.
Nur aus dem Hörensagen und ohne Gewehr!
Hallo Kroesus smilie_24 --
Dein NAME ist aber auch Verpflichtung...oder ??
Mit 100.000 Euro flieht es sich VIEEEL leichter...ja,echt,weil echt leichter als 2,5kg Gold...
und wohin fliehen...die Diskussionen mit dem Rentner zeigen doch da so einiges Interessantes smilie_16
Es wurden in der Vergangenheit sogar viele Minen geschlossen--nicht mehr rentabel und neue Minen
erschließen,da braucht es jahrelange Vorarbeit...
...und mit jeder geförderten Tonne Erz (Beifang inklusive)wird eine Tonne weniger förderbar in der Zukunft,weil
ganz einfach physisch begrenzt.
Und ohne zu Schießen (Gewehr- :-)).Das Thema ist wirklich sehr komplex und verlangt für Recherchen
ne ganze Menge Zeit...Wichtiger ist doch Deine Entscheidung für oder gegen EM
Gruß
T.
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Nachdenken"
Pythagoras von Samos

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