Gold mit Bitcoin bezahlen?

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Beitrag 22.12.2019, 13:31

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cavallo
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Mir stellt sich da gerade mal wieder eine Frage: Ist es denkbar, das man Gold mit Bitcoin bezahlt und dadurch der 2000€ grenze entgeht? Der Lieferort könnte ja ein Postfach sein.
Ich bin bereit jeden Weg zu gehen, solange es nach vorne ist.

Beitrag 22.12.2019, 17:16

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MaciejP
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Ich sehe da rein praktisch mindestens zwei Probleme: Einmal musst du einen Händler finden, der dir anonym Gold gegen Bitcoins verkauft. Und zweitens brauchst du eine Möglichkeit, anonym an Bitcoins zu kommen (sofern du noch keine hast). Beides sehe ich im größeren Maßstab als schwierig an. Ganz davon abgesehen gilt ein Tausch Bitcoin gegen Gold steuerlich betrachtet als Verkauf der Coins mit anschließendem Kauf des Edelmetalls. Eventuelle Kursgewinne müssen somit ggf. auch in der Steuererklärung angegeben werden. Die Frage, ob Käufe mit Bitcoin als Geschäfte mit Identitätsfeststellung im Sinne des Geldwäschegesetzes gelten, ist aber schon interessant.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 23.12.2019, 09:14

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cavallo
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Bei Problem 1 gebe ich dir recht. Problem 2 verstehe ich nicht. Ok, ich kenne mich mit BTC nicht aus aber ich dachte jeder kann BTC kaufen soweit ist dies dann auch mehr oder weniger offiziell. Was ich aber mit BTC bezahle geht ja dann über ein anonymes Konto. So mein Gedankengang. Und Steuerlich? Das interessiert doch nur wenn ich BTC wieder zurück wechsle in €. Und vielleicht fällt der Kurs ja auch dann würde sowieso keine Steuer anfallen.
Ich bin bereit jeden Weg zu gehen, solange es nach vorne ist.

Beitrag 23.12.2019, 15:07

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John Galt
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Wenn die Goldhändler ab einem Wert von 2k€ Deine Personalien aufnehmen müssen, ist es doch völlig egal womit du bezahlst. Wird also nicht anonym funktionieren.

Beitrag 23.12.2019, 18:56

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MaciejP
Gold-Guru
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cavallo hat geschrieben:
23.12.2019, 09:14
Problem 2 verstehe ich nicht. Ok, ich kenne mich mit BTC nicht aus aber ich dachte jeder kann BTC kaufen soweit ist dies dann auch mehr oder weniger offiziell. Was ich aber mit BTC bezahle geht ja dann über ein anonymes Konto.
Sobald du über eine Börse kaufst, muss du dich dort ausweisen (normalerweise schon ab dem ersten Euro). Damit ist zumindest klar, wem die Ursprungsadresse aller folgenden Transaktionen zuzuordnen ist. Wohin genau das Geld geht, ist damit erstmal noch nicht klar. Im Zweifelsfall muss man aber davon ausgehen, dass dem Staat die Bitcoinadresse(n) des Goldhändlers bekannt sind (bspw. weil er diese offenlegen muss; an einem solchen Gesetz wird wohl schon gebastelt). Es ist damit also später theoretisch möglich, die Höhe der Transaktionen von deinem Börsenwallet zum Wallet der Händler nachzuverfolgen. Die Schwierigkeit liegt nur darin, die Adressen zwischen diesen beiden Wallets zu identifizieren, denn bspw. könntest du die Coins auch erst an einen Freund schicken, der sich davon Gold kauft.
Und Steuerlich? Das interessiert doch nur wenn ich BTC wieder zurück wechsle in €. Und vielleicht fällt der Kurs ja auch dann würde sowieso keine Steuer anfallen.
Ein Kauf mit Bitcoins, egal was du kaufst, gilt hier aber auch als Tausch zurück in Euro. Das ist vielen nicht bewusst, ist steuerlich aber relativ klar geregelt. Bei einer Bezahlung mit Gold oder Silber wäre es übrigens ähnlich.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

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