Goldpreisprognosen II

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 02.11.2014, 19:27

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lifesgood
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... wer immer sagt, dass Regen kommt, wird zu bestimmten Zeiten Recht haben. Wer immer sagt, dass Gold steigt, wie z.B. der Eichelburg, wird auch irgendwann Recht behalten und wer immer sagt, das Gold sinkt, hat auch zu bestimmten Zeiten Recht.

Ende letzten Jahres (damals lag der Spot unter 900 €) hat uns sw-trade etwas von einem intakten Abwärtstrend und Kaufpreisen für die Feinunze von 800 € erzählt.

Jetzt liegt, der Spot trotz Rückfall immer noch bei 937 € und die Feinunze kostet rund 960 € smilie_08

Abwärtstrend hin oder her, man darf eben auch die Währungsschiene nicht vergessen, denn was nützt einem der in Euro kauft, ein günstigerer Kaufpreis in Dollar? NICHTS!

lifesgood

Beitrag 02.11.2014, 19:49

sw_trade
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lifesgood hat geschrieben:... wer immer sagt, dass Regen kommt, wird zu bestimmten Zeiten Recht haben. Wer immer sagt, dass Gold steigt, wie z.B. der Eichelburg, wird auch irgendwann Recht behalten und wer immer sagt, das Gold sinkt, hat auch zu bestimmten Zeiten Recht.

Ende letzten Jahres (damals lag der Spot unter 900 €) hat uns sw-trade etwas von einem intakten Abwärtstrend und Kaufpreisen für die Feinunze von 800 € erzählt.

Jetzt liegt, der Spot trotz Rückfall immer noch bei 937 € und die Feinunze kostet rund 960 €

Abwärtstrend hin oder her, man darf eben auch die Währungsschiene nicht vergessen, denn was nützt einem der in Euro kauft, ein günstigerer Kaufpreis in Dollar? NICHTS!

lifesgood

Sehr schön, dass du alten Beiträge rauskramst. Ich hätte dafür keine Zeit....

Aber da ein gewisser Unterton zu vernehmen ist wollen wir ruhig mal daran anknüpfen.

Die aktuelle Formation bestätigt sogar meine damalige "Prognose", da ein absteigendes Dreieck als Konsolidierungsformation eines intakten Abwärtstrends gilt.

Dass man eine solche (Formation) nun aber erst nach einiger Zeit erkennt liegt auf der Hand. Und wenn du sagst, dass ich zum Jahresende diese Prognose abgab dann wird das sogar stimmen. Immerhin hatten wir zum damaligen Zeitpunkt die SKS abgeschlossen, welche ihrerseits ebenfalls für einen Abwärtstrend sprach (soweit ich das anhand des Zeitfensters zurückverfolgen kann). Dass sich daraus im weiteren Verlauf ein Dreieck entwickelt war damals noch nicht abzusehen. Was jedoch abzusehen war, dass es keine Umkehrformation gibt.


Und jetzt auf dem Währungspaar rumzureiten....na ja. ..smilie_11

Wenn man sich auf solche Überlegugen einlässt könnte man genauso gut den 3. WK herphilosophieren, dann sähe die Geschichte auch wieder anders aus.


smilie_11 smilie_24
Zuletzt geändert von sw_trade am 02.11.2014, 19:57, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 02.11.2014, 19:56

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lifesgood
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Nein, kein Unterton, nur eine sachliche Feststellung. Wenn jemand immer von sinkenden Kursen schreibt, mach ich mir schon mal die Mühe, nachzusehen, ob er das auch schon bei noch niedrigeren Kursen gemacht hat

Grundsätzlich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass wir in der Eurozone nicht nur den Golkurs im Auge haben sollten, sondern auch das Währungspaar €/$.

Und mir persönlich ist es egal, wo der Goldpreis in $ steht, wenn er in Euro gestiegen ist.

Rein theoretisch ist es ja möglich, dass der Goldpreis unter 1000 $ fällt und dennoch in Euro höher ist als jetzt.
sw_trade hat geschrieben:
Und jetzt auf dem Währungspaar rumzureiten....na ja.

Wenn man sich auf solche Überlegugen einlässt könnte man genauso gut den 3. WK herphilosophieren, dann sähe die Geschichte auch wieder anders aus.


smilie_11 smilie_24
Das ist aber Realität. Fakt ist, dass der Goldkurs zum Jahresanfang in $ höher war als jetzt und in € niedriger. Das ist also Realität der WK 3 nicht.

Ein einfacher Blick auf die Kurse reicht, um das zu erkennen. Aber ich will Dich nicht überfordern, nachdem Du ja nicht mal weißt, was Du selbst geschrieben hast.

Aber es ist ja bekannt, dass Du gerne Dinge negierst, die sich nicht mit Deinen Thesen decken - nur zum Streiten stehe ich nicht bereit, dafür hast Du ja genug andere Partner/Gegner ;)

Schönen Abend noch!

lifesgood
Zuletzt geändert von lifesgood am 02.11.2014, 20:02, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 02.11.2014, 20:01

sw_trade
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lifesgood hat geschrieben:Nein, kein Unterton, nur eine sachliche Feststellung. Wenn jemand immer von sinkenden Kursen schreibt, mach ich mir schon mal die Mühe, nachzusehen, ob er das auch schon bei noch niedrigeren Kursen gemacht hat ;)

Grundsätzlich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass wir in der Eurozone nicht nur den Golkurs im Auge haben sollten, sondern auch das Währungspaar €/$.

Und mir persönlich ist es egal, wo der Goldpreis in $ steht, wenn er in Euro gestiegen ist.

Rein theoretisch ist es ja möglich, dass der Goldpreis unter 1000 $ fällt und dennoch in Euro höher ist als jetzt.

lifesgood
Das kann gut sein, aber das sind Überlegungen die sich ebenfalls in die Reihe der möglichen jedoch zeitlich unvorhersehbaren Ereignisse einreihen.

Da sind die paar Linien und die damit einhergehende Psychologie der Marktteilnehmer greifbarer.

Würde der Faden mit der CT nicht immer so missbraucht werden würden einige Prognosen auch für den einen oder anderen nachvollziehbarer werden.

smilie_24
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Beitrag 02.11.2014, 20:10

Klecks
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sw_trade hat geschrieben:
Und jetzt auf dem Währungspaar rumzureiten....na ja. ..smilie_11
Performance 2014: in € 6,73 % | in $ -2,73 %
http://www.gold.de/goldkurs-goldpreis.html

Bedeutet: In Euro hat der Goldpreis seit Ende 2013 zugelegt während er in USD geringfügig abgegeben hat. Aber du hast Recht: Deswegen auf dem Währungspaar groß rumzureiten ist lächerlich smilie_02
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 02.11.2014, 20:15

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lifesgood
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... hab ich irgendwo was gegen Charttechnik geschrieben?

Nein habe ich nicht. Aber Scheuklappensichtweise nützt nichts.

Wenn Du mit Charttechnik arbeitest und in € Gold kaufen willst, dann nützt es Dir nichts, Dir nur den Goldchart in $ anzusehen. Du mußt Dir auch den €/$-Chart ansehen und beide in Relation setzen.

Zur Verdeutlichung nochmal die Schlußkurse vom 31.12.2013:

in $ 1.201,50 - aktuell 1.172,90 $, somit ist der Kurs in $ um 2,38 % gesunken.
in € 877,-- - aktuell 936,97 €, somit ist der Kurs in € um 6,84 % gestiegen.

EDIT: Klecks war schneller

Beitrag 02.11.2014, 20:16

sw_trade
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Hallo Klecks. smilie_24
Stimmt, wenn man sich den Währungschart mal über ein paar Jahre hinweg und nicht nur für 2014 anschaut dann ist das wirklich lächerlich.
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Beitrag 02.11.2014, 20:21

sw_trade
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Den Goldchart in Euro brauche ich mir gar nicht anschauen, um irgendwelche Prognosen zu treffen. Der hat keinerlei Aussagekraft über die weitere Entwicklung. Gold wird in USD gehandelt. Demnach orientiert sich der Euro-Goldchart auch nur am Umrechnungskurs. Und, dass dieser gesondert betrachtet werden muss liegt auf der Hand. Beide jedoch in Relation setzen...d.h., eine Prognose für beide erstellen und zeitlich abzugleichen, um vorherzusagen, wieviel eine Feinunze zu einem Zeitpunkt X in Euro oder ggf. einer anderen Währung kostet? Wer macht das? Ist vll. noch eine Mondlandung erforderlich hier? Es ist schon beachtlich was plötzlich alles so von CT-Laien gefordert wird.
Zuletzt geändert von sw_trade am 02.11.2014, 20:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag 02.11.2014, 20:26

Klecks
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..und je länger man auf Kaufkurse wartet, desto lächerlicher wird es. Für die letzten 10 Monate bedeutet es allerdings schlicht und ergreifend: In Dollar könnte ich gute 9% billiger kaufen. Womit lifesgood Recht hat, für deutsche/europäische Ottonormalkleinanleger ist der Chart in € wichtig, nicht der in USD.

smilie_24
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Beitrag 02.11.2014, 20:34

sw_trade
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Woran genau orientiert sich der Euro-Goldchart noch?

Nehme ich den zur Betrachtung habe ich plötzlich drei Unbekannte im Spiel. Den Chart in USD, den Währungschart und den Euro-Goldchart. Wie soll man diese zeitlich exakt abgleichen, wenn bei zwei der drei Charts eine völlig unterschiedliche Marktpsychologie zugrunde liegt.
smilie_08

Aber die Überlegungen sind schon interessant.

Abwarten ist lächerlich? Dann kauf doch einfach. Interessiert es dich etwa was andere machen? Für einen relativ günstigen Kurs nehme ich mir doch gerne die Tugend der Geduld an.
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Beitrag 02.11.2014, 21:02

Klecks
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Das mit dem Abwarten war eigentlich darauf bezogen:
Stimmt, wenn man sich den Währungschart mal über ein paar Jahre hinweg und nicht nur für 2014 anschaut dann ist das wirklich lächerlich.
Anders gesagt: Wenn ich über ein paar Jahre hinweg auf den günstigsten Kurs warte, wird der Währungschart wohl die geringste Rolle spielen. Aller Voraussicht nach habe ich dann so oder so Verluste (und wenns nur inflationsbedingte sind).

Für den kleinen Goldkäufer macht es nur bedingt einen Unterschied, ob er seine zwei Sovereign zu 936€ oder 910€ die Unze kauft; ein drittes Münzlein ist so oder so nicht drin. Und auf 10 Jahre Haltezeit (oder länger) ist es erst recht wurscht.
Den kleinen Goldkäufer interessiert es allerdings noch viel weniger, wenn der Goldpreis in USD um dreikommairgendwas Prozent nachgegeben hat, wenn er gleichzeitig in Euro über sechs Prozent mehr zahlen muss.

Mein persönliches, völlig unwissenschaftliches und untechnisches Fazit: Ja, der Goldpreis wird in USD gemacht. Und ja, dessen Entwicklung bestimmt die prinzipielle Richtung des Euro-Goldcharts. Der EUR-USD-Währungschart wiederum kann beide in völlig gegensätzliche Richtungen schicken. Das Ergebnis ist dann der Preis, den Max Mustermann für sein Ünzchen zu bezahlen hat. Und das ist auch der Preis, der für mich zählt, während mir der in USD völlig am Ar... vorbei geht.
Wichtig ist eben, was hinten raus kommt smilie_02
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Beitrag 02.11.2014, 21:11

delaboetie
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Wo ist das Problem?

Fakt ist, dass der POG in Dollar gehandelt wird. Fakt ist auch, dass sich charttechnische Überlegungen zumeist auf den POG in USD beziehen. Charttechnisch und Elliottwellentheoretisch gibt es seit langem Hinweise auf stark fallende Kurse. Nur selten zwischendurch Hoffnungen auf einen Turnaround. Das bedeutet, dass technisch orientierte Trader recht behielten. Manche Predigen die Shortposition seit 1700USD (was viel lukrativer war als Gold zu halten!) Alle diese Prognosen waren korrekt. Alle diese Prognosen von wem auch immer bezogen sich auf den POG in Dollar. Deswegen hatte sw-Trade natürlich recht.

Lifesgood et al haben natürlich auch recht, da es SuperMario geschafft hat den Euro zuletzt genauso rasch gegenüber dem USD abzuwerten wie es der POG auch tat. In Euro merkts man deshalb bislang kaum... (Übrigens folgt daraus, dass von diesen 3 Assets der USD die anderen beiden ordentlich outperformt hat und womöglich noch eine Weile wird, woraus sich der leicht Irre anmutende Schluss ziehen lässt, dass Kaufkrafterhalt mit USD momentan am effektivsten ist!)

Fakt ist auch, dass mit dem Brechen der 1180USD wiederum aus allen Denkschulen der Charttheorie sich ableiten lässt, dass wir noch tiefere Tiefs sehen. Muss nicht sein, ist aber wahrscheinlicher als das Gegenteil.

Man kann natürlich trotzdem kaufen. Könnte ja anders kommen. Und der Euro könnte schneller fallen als Gold. Man könnte aber auch noch warten. In den letzten Jahren war es doch schlussendlich IMMER besser zu warten wie wir jetzt wissen- und dass diese Langzeitwahrheit gerade jetzt zuende geht ist unwahrscheinlich eben unwahrscheinlicher als das Gegenteil...

edit: mit seinen zwei Sovs hat Klecks natürlich recht. Mir ist es auch wurscht ob ich meinen alten Sarden zwei Wochen später 20 € billiger gekriegt hätte. Ich wollt ihn halt haben.... Aber der Chart sieht zum Kotzen aus und muss eigentlich nach unten!!
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Shakespeare

Beitrag 02.11.2014, 21:18

Klecks
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delaboetie hat geschrieben: Mir ist es auch wurscht ob ich meinen alten Sarden zwei Wochen später 20 € billiger gekriegt hätte.
Vor allem weil es bei alten Sarden immer fraglich ist, ob du sie zwei Wochen später überhaupt noch gekriegt hättest smilie_16


smilie_13 für OT
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 02.11.2014, 22:04

delaboetie
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Auch OT:

Die haben lustige Bärte und/oder einmalige Knubbelnasen! Es kann einfach kein Fehler sein sich an diesem Kram zu erfreuen.

Und trotzdem sieht der Chart echt fies aus. Und jetzt machen die noch Jahresendrally an den Börsen so wie ich die kenne. Whisky kaufen passt grad mehr...

Prost
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Shakespeare

Beitrag 02.11.2014, 22:15

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Titan
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delaboetie hat geschrieben:...Und trotzdem sieht der Chart echt fies aus. Und jetzt machen die noch Jahresendrally an den Börsen so wie ich die kenne. Whisky kaufen passt grad mehr...Prost
Oh,Mann...hier geht ja echt die Post ab smilie_02
Mein Vorschlag:
BEIDES KAUFEN---und genießen
http://www.vintageroots.co.uk/sauternes ... ky#reviews
Das Ziel lautet 1050,-....900,-$
Ja,ganz schön fies...aba eben schön fies
smilie_15
T.
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 03.11.2014, 00:03

Zamszyk
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Sachwerte,auch Whisky besitzt inneren Wert.Die Kurse werden gemacht und die amis glauben an das Wirtschaftswunder,sie brauchen wahrscheinlich dazu ein Krieg in Europa.

http://www.youtube.com/watch?v=JA0QRjhLdWQ

Die EM Kurse sind eigentlich egal in den Zahlen,da es kontroliert und manipuliert wird.
Meine Prognose für Gold : 800 USD /680 EUR
und dann ist der Goldverbot offen...Im Krieg war das üblich :
"ICH GAB GOLD FÜR EISEN" usw...



smilie_24

Beitrag 03.11.2014, 08:26

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lifesgood
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sw_trade hat geschrieben:Gold wird in USD gehandelt. Demnach orientiert sich der Euro-Goldchart auch nur am Umrechnungskurs. Und, dass dieser gesondert betrachtet werden muss liegt auf der Hand. Beide jedoch in Relation setzen...d.h., eine Prognose für beide erstellen und zeitlich abzugleichen, um vorherzusagen, wieviel eine Feinunze zu einem Zeitpunkt X in Euro oder ggf. einer anderen Währung kostet? Wer macht das?
... nun, das sollte derjenige machen, der sich auf Charttechnik verläßt und in Euro kaufen muss.

Du hattest Ende letzten Jahres auf Kaufpreise von von 800 € für die Feinzunze gewartet und müßtest aktuell rund 60 € mehr für die Feinunze bezahlen als Ende letzten Jahres.

Mit ein wenig Selbstreflektion müßte man bei sinkenden Dollarkursen und sich gegensätzlich entwickelnden Eurokursen eigentlich zu dem Schluß kommen, dass die Fokussierung nur auf den Dollarkurs nicht zielführend war, um nicht zu sagen kontraproduktiv ;)

Wie gesagt, wer immer behauptet der Kurs wird sinken, wird sicherlich auch mal Recht haben (mit oder ohne Charttechnik). Um jedoch beim Kauf einen Nutzen daraus ziehen zu können, muss der Preis unter das Niveau sinken, bei dem man begonnen hat, auf niedrigere Preise zu warten. Momentan liegt der Spotpreis noch 60 € darüber. Das sind die Fakten und mir persönlich wäre es scheixxegal wo Goldpreis in $ steht, wenn ich kaufen möchte und beim Kauf 60 € mehr bezahlen müßte. Da würde ich dann zumindest drüber nachdenken, ob der Goldkurs in $ (der sich ja wie prognostiziert entwickelt hat) der allein glückseligmachende Bewertungsmaßstab ist.

Ich bin zwar kein Charttechniker, lese aber dennoch mit Interesse die eine oder andere CT-Prognose. Hier ist häufig zu lesen, dass es wohl zu einem "finalen Sell-Off" kommen muss, bevor der Trend wieder in eine mehrjährige Hausse übergeht, die durchaus auch zu neuen Höchstständen führen kann. Wie z.b. hier: http://www.gold.de/artikel,910,Stuerzt- ... ar-ab.html

Natürlich will man in Erwartung dieser Hausse vorher möglichst günstig sein Gold einsammeln. Die Frage ist nur, ob ein solcher Sell-Off, der auf Dollarbasis auf 1.050 oder sogar unter 1000 $ führen kann, auch in € die gewünschte Auswirkung haben wird. In der Vergangenheit war es häufig so, dass ein sinkender Goldpreis in $ auch mit einer Stärke des $ gegen den € einherging, was die Kursentwicklung in € häufig neutralisiert, oder zumindest abgemildert hat. Wenn ich mir ansehe, dass ein derzeitiger Goldkurs von 1170 $ rund 935 € entspricht, dann kann ich mir persönlich aus den vorgenannten Gründen schwer vorstellen, dass bei einem Goldkurs von rund 1.000 $ die Feinunze für 800 € zu kaufen sein wird.

Aber im Grund gebe ich Dir schon Recht, dass Gold, bei Betrachtung eines 10-Jahres-Zeitraums, immer noch "teuer" ist. Und das nicht nur gegen $ oder €, sondern auch gegen Silber. Da bei mir der Edelmetallanteil am Gesamtvermögen eher zu groß als zu klein ist, will ich auch nicht mehr kaufen. Jedoch warte ich darauf, dass die Ratio weiter steigt und werde wohl über 75 ein wenig Gold in Silber tauschen.

lifesgood

Beitrag 03.11.2014, 17:30

sw_trade
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lifesgood hat geschrieben:
sw_trade hat geschrieben:Gold wird in USD gehandelt. Demnach orientiert sich der Euro-Goldchart auch nur am Umrechnungskurs. Und, dass dieser gesondert betrachtet werden muss liegt auf der Hand. Beide jedoch in Relation setzen...d.h., eine Prognose für beide erstellen und zeitlich abzugleichen, um vorherzusagen, wieviel eine Feinunze zu einem Zeitpunkt X in Euro oder ggf. einer anderen Währung kostet? Wer macht das?
... nun, das sollte derjenige machen, der sich auf Charttechnik verläßt und in Euro kaufen muss.
Ja, die Überlegung ist zwar interessant, die Umsetzung allerdings ein Ding der Unmöglichkeit. Wie gesagt, die Entwicklung des Währungspaares unterliegt anderen Faktoren. Und der Euro-Goldchart spiegelt auch nur die Umrechnung wieder, so dass dieser eher beim sog. "Partywissen" anzusiedeln wäre, als dass man über ihn irgendwelche Schlüsse für die zukünftige Entwicklung ziehen könnte.

Mir ist bislang auch noch keine CT-Prognose bekannt, die für einen zukünftigen Tag X
beide Faktoren in Relation setzt. Bislang nutzen alle Prognosen den Wechselkurs, welcher zum Zeitpunkt der Prognose vorlag oder lassen eine diesbezügliche Einschätzung weg. Vage Vermutungen sind natürlich drin aber die entstammen dann auch nur der Magengegend und lassen sich mit der eigentlichen CT-Prognose, die ja auf bestimmten "Gesetzmäßigkeiten" basiert nicht mehr in Einklang bringen.
lifesgood hat geschrieben:Mit ein wenig Selbstreflektion müßte man bei sinkenden Dollarkursen und sich gegensätzlich entwickelnden Eurokursen eigentlich zu dem Schluß kommen, dass die Fokussierung nur auf den Dollarkurs nicht zielführend war, um nicht zu sagen kontraproduktiv ;)
Auch hier kann man nur bedingt zustimmen. Sicherlich weckt es bei dem einen oder anderen Euphorie wenn der Goldkurs in USD sinkt, auf Eurobasis jedoch gleich bleibt oder sogar ein paar Prozent zulegt. Das gilt aber nur bei kleineren EM-Kurs-Bewegungen, da größere Kursbewegungen nicht mehr durch das Währungsgefüge gepuffert werden können; zumindest aus heutiger Sicht. Da müsste der Kurs schon auf 1,15 $ abrutschen, um einen Kursrückgang auf 1100 USD einfach ignorieren zu können. smilie_16 Bei 1000 USD sieht die Welt dann schon wieder etwas anders aus.



Im Übrigen gilt oben gesagtes.

lifesgood hat geschrieben:Ich bin zwar kein Charttechniker, lese aber dennoch mit Interesse die eine oder andere CT-Prognose. Hier ist häufig zu lesen, dass es wohl zu einem "finalen Sell-Off" kommen muss, bevor der Trend wieder in eine mehrjährige Hausse übergeht, die durchaus auch zu neuen Höchstständen führen kann. Wie z.b. hier: http://www.gold.de/artikel,910,Stuerzt- ... ar-ab.html

Natürlich will man in Erwartung dieser Hausse vorher möglichst günstig sein Gold einsammeln. Die Frage ist nur, ob ein solcher Sell-Off, der auf Dollarbasis auf 1.050 oder sogar unter 1000 $ führen kann, auch in € die gewünschte Auswirkung haben wird. In der Vergangenheit war es häufig so, dass ein sinkender Goldpreis in $ auch mit einer Stärke des $ gegen den € einherging, was die Kursentwicklung in € häufig neutralisiert, oder zumindest abgemildert hat. Wenn ich mir ansehe, dass ein derzeitiger Goldkurs von 1170 $ rund 935 € entspricht, dann kann ich mir persönlich aus den vorgenannten Gründen schwer vorstellen, dass bei einem Goldkurs von rund 1.000 $ die Feinunze für 800 € zu kaufen sein wird.

lifesgood

Tja, da wären wir wieder bei der Unbekannten. Aus heutiger Sicht wäre es möglich, wo der Währungskurs jedoch in ein paar Wochen steht ist ungewiss.
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(Reinhard K. Sprenger)

Beitrag 03.11.2014, 18:34

Klecks
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Ohne jetzt der große Charttechniker zu sein: Es gibt Gold-Charts in USD und es gibt Charts für Wechselkurse. Wenn man jetzt die Prognose für Gold auf der einen Seite (Bsp.: 1.000 USD/oz bis 30.11.) und die Kursprognose für den USD auf der anderen Seite (Bsp.: 1€ : 1,20$ bis 30.11.) nimmt, dann kann man doch daraus eine Goldkurs-Prognose in Euro ableiten (in unserem Bsp.: 833,33EUR/oz bis 30.11.) !? Oder habe ich da einen Denkfehler? smilie_08
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 03.11.2014, 18:58

sw_trade
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Klecks hat geschrieben:Ohne jetzt der große Charttechniker zu sein: Es gibt Gold-Charts in USD und es gibt Charts für Wechselkurse. Wenn man jetzt die Prognose für Gold auf der einen Seite (Bsp.: 1.000 USD/oz bis 30.11.) und die Kursprognose für den USD auf der anderen Seite (Bsp.: 1€ : 1,20$ bis 30.11.) nimmt, dann kann man doch daraus eine Goldkurs-Prognose in Euro ableiten (in unserem Bsp.: 833,33EUR/oz bis 30.11.) !? Oder habe ich da einen Denkfehler? smilie_08
Wechselkursschwankungen unterliegen verschiedensten Faktoren. Um mal ein paar zu nennen: Außenhandelsbilanzen, Inflationsraten, Preisniveau, Zinsniveau und die "filigranen" Eingriffe der jeweiligen Zentralbanken. Einfach auf die Psyche der Marktakteure abstellen funktioniert hier nicht.
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