Goldpreisprognosen II

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 20.12.2016, 17:14

sw_trade
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Spiegel Online ist der Antwort schon näher...

Die Eurozone würde einen Austritt verkraften

Schon Anfang 2015 als Griechenland die Schlagzeilen dominierte...

http://www.spiegel.de/wirtschaft/griech ... 18664.html

Ein kurzer "Aufstoß" und das war's.

Interessant wird es, wenn andere Länder folgen. Aber ich prophezeie: auch dann sind wir (D) "the last standing". smilie_20




Mitgehangen, mitgefangen.
"Aus Furcht zu weit zu gehen, gehen wir oft nicht weit genug."
(Reinhard K. Sprenger)

Beitrag 20.12.2016, 17:23

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Titan
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wasp hat geschrieben:Wenn der erste Austritt eines Landes...
Unabhängig davon könnte der Preis in Richtung 1000,-€ pro Feinunze
real werden.Dabei die Abhängigkeit zw. $ und € beachten...
mal sehen,ob die Parität ziemlich schnell ereicht wird wegen des "Aufschwungs"
in den USA...
smilie_24
T.
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

Beitrag 20.12.2016, 17:38

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wasp
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Hier gab es doch mal eine Umfrage wie hoch Gold am Ende des Jahres wohl stehen wird.
Da habe ich auf 39.50 Euro pro Gramm abgegeben, das wird wohl nichts mehr,1000 Okken in Euro oder Dollar für die Unze wäre eine Runde Sache kann man besser rechnen wenn man dann noch die 30 Gramm Pandas dabei nimmt.

Beitrag 21.12.2016, 16:14

Orini
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am Jahresende steht Gold bei 1103, alternativ auch bei 1096,50 Euro die Unze... und wenn nicht im ersten Quartal 2017 steigt es ohnehin über 1200 Euro :-)

Beitrag 28.12.2016, 12:25

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VfL Bochum 1848
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Was jetzt für Gold spricht

Trotz eines Kurseinbruchs in den vergangenen Wochen: Gold bescherte Anlegern 2016 gute Erträge. Und auch für das kommende Jahr ist die Perspektive nach Ansicht vieler Beobachter gut. Aufziehender Inflation sei Dank:

http://www.handelsblatt.com/finanzen/an ... 77184.html
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Beitrag 29.12.2016, 18:19

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Ladon
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VfL Bochum 1848 hat geschrieben:Was jetzt für Gold spricht

Trotz eines Kurseinbruchs in den vergangenen Wochen: Gold bescherte Anlegern 2016 gute Erträge. Und auch für das kommende Jahr ist die Perspektive nach Ansicht vieler Beobachter gut. Aufziehender Inflation sei Dank:
...
Was für ein Blödsinn!
Erträge? Also ich habe keinen Cent "erträgt" - warum auch? Ich will ja (jetzt) gar nicht verkaufen. Mir doch egal, was ich bekommen WÜRDE, wenn ich verkaufen wollte.

"Aufziehender Inflation sei Dank"? Was ist denn das für einer? Weil man dann "mehr" Zahlungsmittel für das Gold bekommt und der "Preis" steigt. Durch Inflation. Ja klar. Dann ist ja alles gut. Nur "mehr" bekommen tut man dafür dann nicht.
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Beitrag 30.12.2016, 01:17

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gullaldr
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Ladon, Dir (und auch mir) ist es momentan nicht so wichtig, was Du derzeit für einen Ertrag im Falle eines Verkaufes erzielen würdest. Einfach deshalb, weil Du derzeit nicht verkaufen würdest. Man darf aber nicht immer von sich auf andere schließen. Es gibt schließlich auch Spekulanten, die mit Edelmetallen handeln, also in kürzeren Abständen an- und verkaufen. Für die sind solche Kursschwankungen schon von Interesse. Und es gibt Anleger, die aus persönlichen Gründen verkaufen müssen, und die das möglichst auch mit Gewinn tun wollen.

Das mit der Inflation ist sicherlich auch anders gemeint. Es müsste wohl eher von "aufziehender Inflationsangst" die Rede sein. Die Angst vor Inflation treibt Anleger zu Edelmetallen und führt dazu, dass der Kurs steigt.

Beitrag 30.12.2016, 02:25

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lifesgood
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... Erträge ist sicher etwas unglücklich formuliert, denn wenn man diese realisiert, ist das gold ja weg.

Egal ist mir das nicht, was ich bekommen würde, wenn ich verkaufen wollte.

Denn irgendwann wird der Tag kommen, an dem man die metallene Vorsorge auch ihrem Zweck zuführt und verkauft um damit z.B. im Alter den Lebensstandard zu halten.

Für die Kurse in der Zukunft ist einfach die Ausgangsposition besser, wenn der Spotpreis bei 1.100 € steht und nicht bei 800 oder 900 €.

Von daher gibt es mir schon ein gutes Gefühl, wenn ich sehe, dass mein physisches Edelmetalldepot in 2016 (falls heute nichts Gravierendes mehr passiert) einen Buchgewinn von über 14% generiert hat. Damit fühle ich mich deutlich wohler als mit einem Buchverlust.

Vor allem bestätigt es mich in zwei Dingen:

1. Edelmetalle erhalten im langfristigen Mittel (Schwankungen gibt es natürlich immer) die Kaufkraft
2. Edelmetalle stellen einen Hedge auf den Euro dar.

Zudem sollte man immer auch ein Auge auf die Entwicklung der Preise haben, um bei möglichen Übertreibungen auch Teilbestände spekulativ zu verkaufen. Denn man hat nichts davon, wenn man mit dem ganzen Bestand wieder runtergeht.

Das ist mir persönlich 2011 bei Silber (20% des damaligen Bestandes für über 30 €/Oz verkauft) gelungen und Ende November bei Palladium (den kleinen Gesamtbestand für über 700 €/Oz verkauft).

lifesgood

Beitrag 30.12.2016, 08:31

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Ladon
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Mir geht es bei so etwas weniger darum, ob das Gesagte/Geschriebene bei wohlwollender Interpretation durchaus nichts Falsches sagt.
Aber die von mir angeführten möglichen Fehlinterpretationen sind nicht gerade unwahrscheinlich, denke ich.

Dankenswerter Weise habt Ihr das ja dann auch gleich präzisiert/verbessert.

Aber für mich selbst gilt es schon. Ärgern kann ich mich, wenn ich mit Verlust dereinst verkaufen muss. Da sollte man auch Alternativen haben.
Aber warum sollte ich mir jetzt Gedanken machen? Wenn der Preis explodiert, bekomme ich das schon mit und kann verkaufen wenn ich will. (Im Gegensatz zum Lifesgood habe ich beim Silber die Chance verpasst. Das passiert mir auch nicht nochmal)
Geht der Preis in den Keller, dann muss ich eben warten oder einen Verlust hinnehmen. Ach Gott, als Selbständiger (was der Goldvorsorger gewissermaßen ja auch ist) greift man schon mal ins Klo. Jede Investition ist irgendwie auch eine Wette.
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Beitrag 30.12.2016, 09:12

MünzeWien
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...maaaaaa ich hätt nicht bis heute warten sollen..vor ein paar tagen war der preis noch bei ca 1085 € die Unze....bled....wollte mir ein paar Dukaten zulegen..blödes jahr
" wos kost de wöd

Beitrag 30.12.2016, 10:09

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lifesgood
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Ladon hat geschrieben:... habe ich beim Silber die Chance verpasst. Das passiert mir auch nicht nochmal
... Chancen kommen immer wieder, ich hatte es beim Palladium 2015 auch verpennt, als es länger über 700 € lag und mich geärgert, als es danach nochmal bis 450 € fiel. Da hatte ich mir vorgenommen, beim nächsten mal über 700 €, kommt das Zeug weg. Und diesmal waren es auch nur wenige Tage.

Ich bin auch überzeugt, dass bei Silber wieder Kurse über 30 € kommen und habe seit 2011 mehr zugekauft, als ich damals verkauft hatte. Und ich habe auch ein Preislimit im Hinterkopf, bei dem ich spekulativ nochmal richtig reingehen würde.

Für mich stellt sich da nicht die Frage "ob" sondern nur "wann". Ob es dann 1 Jahr, 5 Jahre oder 10 Jahre dauert ist mir letztendlich auch egal.

Wenn man es aussitzen kann, und nicht gerade am Top gekauft hat, dann ist es fast ausgeschlossen, mit Verlust zu verkaufen.

Aber gerade deshalb sind ja die aktuellen Kurse auch interessant. Denn so kann man erkennen, ob der Fahrstuhl noch nach unten geht, wie es von 2012 - 2015 der Fall war, oder ob er angehalten, bzw. die Richtung geändert hat.

lifesgood

Beitrag 30.12.2016, 18:11

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VfL Bochum 1848
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Auch ne interessante Übersicht, allerdings zum Thema Kurzzeitbetrachtung (2016) smilie_16

Anlage in Aktien, Gold, Sparbuch

Was 2016 aus 10.000 Euro geworden ist

Trotz Trump und Brexit: Am Ende war es ein gutes Jahr für Aktien. Der Dax machte 2016 fast sieben Prozent Plus. Mit Sparbuch oder Tagesgeld war hingegen fast nichts zu holen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/servic ... 28050.html
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Beitrag 31.12.2016, 03:11

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MaciejP
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Ladon hat geschrieben:Wenn der Preis explodiert, bekomme ich das schon mit und kann verkaufen wenn ich will. (Im Gegensatz zum Lifesgood habe ich beim Silber die Chance verpasst. Das passiert mir auch nicht nochmal)
Woher weißt du denn, wann der Zeitpunkt zum Verkaufen gekommen ist? Im Nachhinein lässt sich leicht sagen, wann man hätte verkaufen sollen. Angenommen, die Inflation zieht wieder an und der Preis würde demnächst wirklich durch die Decke gehen. Verkauft man dann, um Gewinne mitzunehmen, oder kauft man besser noch zu, weil das auch in der gefürchteten Hyperinflation enden könnte? Und überhaupt, ich dachte ein echter Goldbug hält bis zur Ewigkeit!? smilie_16
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 31.12.2016, 07:20

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lifesgood
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... das hängt immer von der Gesamtsituation ab.

Entscheidend ist natürlich, dass man eine Verwendung für das Geld haben sollte, das man erlöst. Um es liegen zu lassen und Risiken auszusetzen sollte man kein Edelmetall verkaufen.

Silber z.B. hatte sich ja in Dollar vom Tief bei 8 $ innerhalb weniger Jahre auf über 50 $ versechsfacht. Da war es nur eine Frage der Zeit, dass auch wieder ein Rücksetzer kommt.
Der Mensch neigt dazu zu glauben, dass es immer weiter steigt, wenn etwas steigt und dass etwas immer weiter fällt, wenn es fällt. Daher läßt die Gier oder die Angst etwas zu verpassen, die Leute häufig einsteigen, wenn etwas schon sehr gut gelaufen ist und der Rücksetzer kurz bevorsteht. Im Gegensatz dazu verleitet die Angst häufig dazu auszusteigen, wenn etwas stark gefallen ist und der nächste Anstieg kurz bevorsteht.

Natürlich hätte Silber 2011 noch ein Weilchen weiter steigen können. Aber all diejenigen, die von noch höheren Kursen ausgingen, begründeten dies mit dem Anspringen der Wirtschaft und daran habe ich nicht geglaubt.

Ich hatte im Sommer, als der Spotpreis über 1.200 € stand mal kurz überlegt, Gold zu verkaufen. Leider ist aus dem geplanten Verwendungszweck nichts geworden, also habe ich es bleiben lassen.

Und es geht ja nicht darum, den Gesamtbestand zu verkaufen, sondern spekulative Teilbestände. Der Absicherungsbestand wird natürlich nicht angegriffen.

Ich habe auch fürs Alter, wenn ich einen Teil der Vorsorge wieder verbraten werde vor, eher bei hohen Kursen mehr zu verkaufen (2 - 3 Jahresbedarf) und nicht monatlich oder vierteljährlich.

Das liegt nicht nur daran, dass ich hoffe so einen besseren Preis zu erzielen, sondern auch daran, dass viele regelmäßige Verkäufe das Finanzamt auf den Plan rufen könnten, dass hier ein Gewerbe vorliegt.

Davor hatte unsere Steurberaterin eindringlich gewarnt. Denn mit der Gewerblichkeit fällt auch die Steuerfreiheit von Gewinnen nach 1 Jahr Haltefrist weg. Wäre wohl der einfachste Weg für den Staat an Edelmetallgewinnen zu partizipieren.
MaciejP hat geschrieben:Und überhaupt, ich dachte ein echter Goldbug hält bis zur Ewigkeit!? smilie_16
... ein echter Edelmetallbug, wird immer Edelmetalle zur Absicherung haben. Aber gerade wenn man sich schon Jahr(zehnt)e damit beschäftigt, weiss man auch um die Volatilität und dass es nach heftigen Anstiegen (wie auch 2016) erstmal wieder runtergeht. Da wäre man doch schön doof, wenn man alles einfach so liegen läßt. Und wenn man mal in der Grube liegt, bringt Dir das Metall auch nichts mehr.

lifesgood

Beitrag 31.12.2016, 10:56

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VfL Bochum 1848
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lifesgood hat geschrieben:... Und wenn man mal in der Grube liegt, bringt Dir das Metall auch nichts mehr.

lifesgood
...aber den Erben.
Gold eignet sich meines Erachtens sehr gut zum Vererben. Es ist unkompliziert zu hinterlassen, rostet und vergeht nicht, und passt vom Volumen her prima in eine kleinere (oder größere) Kiste. Außerdem bekommt das Finanzamt hier nicht umbedingt Wind vom Erbe und die Veräußerung im Bedarfsfall durch die Erben ist nicht aufwendig oder kompliziert, im Gegensatz zu z.B. Immobilien.

Trotzdem allen noch ein langes Leben und einen guten Rutsch ins Jahr 2017 smilie_17 smilie_15 .
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Beitrag 31.12.2016, 12:27

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lifesgood
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... bei den hohen Freibeträgen für Kinder und Ehepartner und da die selbstgenutzte Immobilie häufig befreit ist, dürfte die Erbschaftssteuer für die wenigsten hier ein Problem darstellen.

Wenn dem so ist, würde ich auch nicht heimlich Edelmetalle vererben (wer weiß ob man sie in 10, 20 oder 30 Jahren, wenn die Überwachung noch deutlich größer ist als jetzt, noch anonym zu Geld machen kann) sondern lieber die Freibeträge mehrmals nutzen.

Dazu muss man natürlich bereit sein, schon zu Lebzeiten etwas abzugeben. So habe ich das gemacht. Meine Kiddis haben alle ihr Erbteil schon (durch den Freibetrag) schenkungssteuerfrei erhalten. Bei meiner Ältesten sind 2018 sogar schon die 10 Jahre rum, und somit hätte sie im Erbfall den Freibetrag erneut. Da ich ja doch gedenke noch ein paar Jahre zu leben, wird das dann wohl bei allen so sein.

Natürlich werden auch bei mir noch ein paar Edelmetalle übrig bleiben. Aber ich kann meinen Kiddis da nur empfehlen, dies auch bei der Erbschaftssteuererklärung anzugeben. Denn mit sinkenden Bargeldgrenzen (wer weiß ob Bargeld in 20 Jahren überhaupt noch üblich ist) und steigender fiskalischer Kontrolle, kann man vielleicht noch ein paar Ünzchen Silber so nebenbei verkaufen, ein paar Ünzchen Gold aber sicher nicht. Bei größeren Goldstückelungen (ab 500 g) ist es ja schon heute nicht mehr möglich.

Geht man davon aus, dass in 10 oder 20 Jahren der Goldpreis doch deutlich höher steht, im Gegensatz dazu die Bargeld- und/oder Meldegrenzen deutlich tiefer stehen als jetzt, wird die Luft doch ziemlich eng.

lifesgood

Beitrag 02.01.2017, 08:47

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Ladon
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MaciejP hat geschrieben:...
Woher weißt du denn, wann der Zeitpunkt zum Verkaufen gekommen ist? ...
Weil ich immer für mich ganz persönliche Verkauf-Limits setze.
Da verkaufe ich und fertig. Mir ist egal, wie sich der Kurs danach bewegt.

Der "richtige Zeitpunkt" zum Verkaufen, ist m.M.n. höchst individuell. Oder sollte es sein.
Der Gedanke "geht noch höher" - den musst du in diesem Zusammenhang allerdings aus dem Kopf bekommen. Das macht unglücklich und am Ende beschert es meist Verlust.[/list]
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Beitrag 02.01.2017, 09:14

halligalli
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CoinInvest zufolge ist der Goldpreis schon enorm gestiegen...
...oder weshalb setzen die den Preis für die Jubi-Krügis ÜBER FÜNFHUNDERT € höher an als die anderen Händler ?? :shock:
Dreister geht's nicht mehr.
Danke an all die Händler, die noch ein Gewissen haben smilie_14

Beitrag 02.01.2017, 10:14

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MaciejP
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lifesgood hat geschrieben:Silber z.B. hatte sich ja in Dollar vom Tief bei 8 $ innerhalb weniger Jahre auf über 50 $ versechsfacht. Da war es nur eine Frage der Zeit, dass auch wieder ein Rücksetzer kommt. [...] ein echter Edelmetallbug, wird immer Edelmetalle zur Absicherung haben. Aber gerade wenn man sich schon Jahr(zehnt)e damit beschäftigt, weiss man auch um die Volatilität und dass es nach heftigen Anstiegen (wie auch 2016) erstmal wieder runtergeht. Da wäre man doch schön doof, wenn man alles einfach so liegen läßt.
Wenn du schon mal zwischen Versicherungsteil und Spekulationsteil unterscheidest, sind wir ja gar nicht so weit auseinander. Meine These ist halt, dass antizyklische Verkäufe genau in dem Szenario versagen würden, gegen das man sich mit seinem Gold ja eigentlich absichern will, nämlich andauernde Inflation. Beispielsweise ist Gold in Rubel oder Griwna die letzten 20 Jahre fast ununterbrochen gestiegen. Sollte man da jetzt verkaufen und Gewinne mitnehmen? Ich würde mich hüten.

Ein ähnliches Szenario könnte ja auch dem Euro drohen (oder analog das "Thomasio'sche Deflationszenario" für Nachkäufe). Deshalb fände ich Preisoptimierung mit dem Versicherungsanteil gleich doppelt gefährlich. Einmal weil Markt-Timing prinzipiell schlecht bis gar nicht funktioniert, und dann eben das Totalversagen der Strategie in Extremszenarien.
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Beitrag 02.01.2017, 11:18

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lifesgood
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... wenn es einen stetigen Anstieg in etwas auf Inflationsniveau gäbe, gäbe es natürlich keinen Grund zu "spekulativen" Teilverkäufern, da bin ich vollkommen bei Dir.

Aber bisher waren es ja immer Wellen.

Und vor allem sollte man immer einen Verwendungszweck für das Geld haben. Edelmetall zu verkaufen, um das Geld auf dem Konto liegen zu lassen, in der Hoffnung, dass man günstiger zurückkaufen kann, ist gefährlich.

Wobei auch bei großen Beständen, der spekulative Anteil nicht höher als 1/3 sein sollte.

Aber letztendlich hat jeder eine andere Ausgangslage und daher gibt es ohnehin keine Patentrezepte. Was für den Einen Sinn macht, kann für einen Anderen, mit anderen Voraussetzungen, vollkommen unsinnig sein. Und jeder soll das machen, womit er gut schlafen kann ;)

lifesgood

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