Goldpreisprognosen II

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 25.11.2018, 17:41

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Ladon
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Greenspan? Einer der unfähigsten Finanzleute, die es je gegeben hat. Irgendwo habe ich mal eine Auflistung gesehen, dass der Mann praktisch immer falsch lag mit Prognosen.
Ein schleimender, opportunistischer Speichellecker überdies, der sein Fähnchen stets nach dem Wind ausgerichtet hat.

Gold-Befürworter?
Viel Spaß:
Individuelle Goldbesitzer werden durch Zinszahlungen dazu gebracht, ihr Gold in einer Bank einzulegen, worauf sie Schecks ziehen können. Und da in den seltensten Fällen alle Einleger ihr Gold zur gleichen Zeit abziehen wollen, muss der Bankier nur einen Teil der gesamten Einlage in Gold als Reserve vorhalten.
Greenspan, Alan; Gold und wirtschaftliche Freiheit

DAS versteht der senile Grünspan unter Golddeckung: dass man "dazu gebracht" wird, sein Gold in Banken zu deponieren, die zudem "mehr" als die Einlage verleihen darf.
Andere gibt es schon genug

Beitrag 25.11.2018, 20:48

Mehrgoldfüralle
Notenbank-Legende Greenspan smilie_20 smilie_20
Der ist gut, ein echter Brüller.
Merke: An die Spitze der FED wird nie eine/r kommen, der es gut mit den USA oder deren Bevölkerung meint. Es wird immer jemand sein, der im Interesse der Eigentümer der FED handelt. Das sind private Banken und Personen und die werden schon auf ihr Eigentum achten.

Beitrag 25.11.2018, 21:32

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KROESUS
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Trotzdem gehoeren die Zentralbanken zu den groessten Goldhaltern weltweit

Leute wann lernt Ihr es endlich, Silber wird im Ueberfluss mit Kupfer gefoerdert, silber ist nicht knapp

Die Zentralbanken kaufen es nicht

Und es laeuft an der Luft an bis es schwarz wird

Silber taugt nicht als Geldanlage

Meiner Meinung nach wird das Ratio mittelfristig auf 100 gehen
In unsicheren Zeiten kann Gold eine gute Wertanlage sein

Beitrag 25.11.2018, 21:50

Mehrgoldfüralle
@Kroesus
Niemand hat bestritten, dass Zentralbanken Gold halten. Aber: Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Silber ist historisch monetärer als Gold. Vielleicht gerade deswegen, weil immer das Gold weitgehend in den Schatzkammern blieb.

Beitrag 26.11.2018, 17:03

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Legolas
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KROESUS hat geschrieben:
25.11.2018, 21:32

Leute wann lernt Ihr es endlich, Silber wird im Ueberfluss mit Kupfer gefoerdert, silber ist nicht knapp
Wer behauptet denn etwas anderes ??? smilie_06
Zum Denken benötigt man ein Hirn, vom Menschen ganz zu schweigen...

Beitrag 26.11.2018, 22:49

Mehrgoldfüralle
@Legolas
Ich. Wer mag, kann ja mit Gold seine Eier kaufen. Mit Gold kaufe ich lieber den Hühnerstall, die Eier mit Silber.

Beitrag 27.11.2018, 00:32

Zamszyk
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Gold ist doch bald nichts mehr wert,
stand das nicht in der BLÖD -Zeitung?
oder wie investieren sie sicher in Ihr schwehr oder weniger schwehr verdientes Geld ?
meine Antwort :
https://www.youtube.com/watch?v=eK5FgnFYe6I

:!:
in den VERSTAND!

https://www.youtube.com/watch?v=TnwiUbx2rj8

:idea:

Beitrag 27.11.2018, 17:46

Zamszyk
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oder schaut euch auf YouTube den Vortrag von Ernst Wulff :
"Die Krise am Horizont..."
smilie_01 smilie_01 smilie_01

Beitrag 27.11.2018, 17:53

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Legolas
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Mehrgoldfüralle hat geschrieben:
26.11.2018, 22:49
@Legolas
Ich. Wer mag, kann ja mit Gold seine Eier kaufen. Mit Gold kaufe ich lieber den Hühnerstall, die Eier mit Silber.
In dem Hühnerstall werden genügend Eier herumliegen. Also sparst Du Dir das Silber.
Zum Denken benötigt man ein Hirn, vom Menschen ganz zu schweigen...

Beitrag 27.11.2018, 18:22

saho111
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KROESUS hat geschrieben:
25.11.2018, 21:32

Leute wann lernt Ihr es endlich, Silber wird im Ueberfluss mit Kupfer gefoerdert, silber ist nicht knapp
Na ja, ca. 20-25% des Angebots werden von Primärminen gefördert. Wenn hier Ausfälle wegen der Rentabilität drohen, sieht es knapp aus für die Industrie. Man sollte sich auch mal fragen, warum JPM und Indien als große physische Käufer auftreten.
Als Beimischung (ca. 20%) ist Silber sehr wohl geeignet.

Beitrag 27.11.2018, 19:14

Zamszyk
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Bei der Inflation wird nicht nur Kupfer teurer,deswegen gibt es auch andere Rohstoffe,die als Inflationssicher gelten.
Also diese Argumente wie " Silber gibt es endlos..." sind schwachsinnig.
Die chinesen werden mal auch was essen,wenn das essen teurer wird...
Zuletzt geändert von Zamszyk am 27.11.2018, 20:01, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 27.11.2018, 20:01

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Grandmaster
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Mehrgoldfüralle hat geschrieben:
26.11.2018, 22:49
Wer mag, kann ja mit Gold seine Eier kaufen. Mit Gold kaufe ich lieber den Hühnerstall, die Eier mit Silber.
Wenn so eine Extremsituation kommen sollte, dass man seine Metalle gegen Eier tauschen will, dann sieht das Szenario wahrscheinlich ganz anders aus. Da spazierste nicht gemütlich zum Bauern und sagst: "Hey, hab hier 2 Unzen Silber, würde gerne gegen einen Sack Kartoffeln tauschen."

Wenn es noch derartige Kleinbauern geben sollte, wird man da gar nicht hingehen müssen. Die werden dann mit ihrem Traktor samt Anhänger mit Eiern, Rüben, Kohl, Kartoffeln darauf zu einer Sammelstelle fahren, wo sich die Hungrigen versammeln. Natürlich nicht allein, da werden dann schon 5-6 "2-Meter-Männer" mit Meinungsverstärkern zum Schutz dabei sein.

Dort stehst du dann in der Masse und dann bekommen als erstes diejenigen was zu futtern, welche die besten Tauschmittel aufweisen können. Sofern das heimische Geld noch gültig ist und nicht stark inflationiert, wird das wohl zuerst genommen, da hier wohl am wenigsten Betrug zu vermuten ist. Wer die größten Geldbündel schwenkt, bekommt zuerst. Denn, wer garantiert dem Bauern, dass man ihn nicht mit Falschgold oder Falschsilber über's Ohr haut. Der ist kein Edelmetallfachmann und kennt wahrscheinlich noch nicht mal einen Krügerrand und weiß nicht, was eine Unze ist. Ist ja schon für Kenner der Materie nicht ungefährlich von Privat Edelmetalle zu kaufen wegen der Fälschungsgefahr. Dann nimmt er viel lieber Geldscheine. Danach kommen die Leute, die dann ihre Goldsachen anbieten. Wer dann da mit ein paar Silbermünzen steht, bekommt mit ein bissl Glück am Schluss noch ein paar runzlige Rüben und ein paar angestoßene Äppel am Ende...wenn überhaupt was über bleibt.

Aber keine Angst. Auf diesen Plätzen wird es auch Tauschmöglichkeiten für Edelmetalle gegen Geld geben. Da kann man dann 1 Kilo Silber gegen 20€ - 30€ und 1 Unze Gold gegen 50€ - 70€ tauschen (was bleibt dir übrig, wenn die Futterverkäufer das Silber nicht nehmen oder nur widerwillig und Gold erst nach Bargeld) und damit dann ein paar Kartoffeln ergattern. Für Futter über ein paar Tage brauchste dann aber wahrscheinlich schon ein paar Zentner Silber...mit 10 oder 20 Unzen kommste da nicht weit.

Fazit: Wer denkt, mit Silber (oder Gold) in Notsituationen überlebenswichtige Lebensmittel zu erwerben, hat was grundlegend falsch gemacht.
Ich würde Cash nehmen, mich auf den Marktplatz stellen und den Leuten ihr Gold oder Silber abkaufen, mit denen die dann überglücklich ihre Kartoffeln und Eier kaufen können...^^
Alternativ kann man ja auch einige der eigenen eingelagerten Konserven zu dann fairen Preisen (vielleicht 10 bis 20 Unzen Silber je Konserve) abgeben. Da gibt es viele Möglichkeiten...

Beitrag 27.11.2018, 20:07

Zamszyk
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Grandmaster hat geschrieben:
27.11.2018, 20:01
Mehrgoldfüralle hat geschrieben:
26.11.2018, 22:49
Wer mag, kann ja mit Gold seine Eier kaufen. Mit Gold kaufe ich lieber den Hühnerstall, die Eier mit Silber.
Wenn so eine Extremsituation kommen sollte, dass man seine Metalle gegen Eier tauschen will, dann sieht das Szenario wahrscheinlich ganz anders aus. Da spazierste nicht gemütlich zum Bauern und sagst: "Hey, hab hier 2 Unzen Silber, würde gerne gegen einen Sack Kartoffeln tauschen."

Wenn es noch derartige Kleinbauern geben sollte, wird man da gar nicht hingehen müssen. Die werden dann mit ihrem Traktor samt Anhänger mit Eiern, Rüben, Kohl, Kartoffeln darauf zu einer Sammelstelle fahren, wo sich die Hungrigen versammeln. Natürlich nicht allein, da werden dann schon 5-6 "2-Meter-Männer" mit Meinungsverstärkern zum Schutz dabei sein.

Dort stehst du dann in der Masse und dann bekommen als erstes diejenigen was zu futtern, welche die besten Tauschmittel aufweisen können. Sofern das heimische Geld noch gültig ist und nicht stark inflationiert, wird das wohl zuerst genommen, da hier wohl am wenigsten Betrug zu vermuten ist. Wer die größten Geldbündel schwenkt, bekommt zuerst. Denn, wer garantiert dem Bauern, dass man ihn nicht mit Falschgold oder Falschsilber über's Ohr haut. Der ist kein Edelmetallfachmann und kennt wahrscheinlich noch nicht mal einen Krügerrand und weiß nicht, was eine Unze ist. Ist ja schon für Kenner der Materie nicht ungefährlich von Privat Edelmetalle zu kaufen wegen der Fälschungsgefahr. Dann nimmt er viel lieber Geldscheine. Danach kommen die Leute, die dann ihre Goldsachen anbieten. Wer dann da mit ein paar Silbermünzen steht, bekommt mit ein bissl Glück am Schluss noch ein paar runzlige Rüben und ein paar angestoßene Äppel am Ende...wenn überhaupt was über bleibt.

Aber keine Angst. Auf diesen Plätzen wird es auch Tauschmöglichkeiten für Edelmetalle gegen Geld geben. Da kann man dann 1 Kilo Silber gegen 20€ - 30€ und 1 Unze Gold gegen 50€ - 70€ tauschen (was bleibt dir übrig, wenn die Futterverkäufer das Silber nicht nehmen oder nur widerwillig und Gold erst nach Bargeld) und damit dann ein paar Kartoffeln ergattern. Für Futter über ein paar Tage brauchste dann aber wahrscheinlich schon ein paar Zentner Silber...mit 10 oder 20 Unzen kommste da nicht weit.

Fazit: Wer denkt, mit Silber (oder Gold) in Notsituationen überlebenswichtige Lebensmittel zu erwerben, hat was grundlegend falsch gemacht.
Ich würde Cash nehmen, mich auf den Marktplatz stellen und den Leuten ihr Gold oder Silber abkaufen, mit denen die dann überglücklich ihre Kartoffeln und Eier kaufen können...^^
Alternativ kann man ja auch einige der eigenen eingelagerten Konserven zu dann fairen Preisen (vielleicht 10 bis 20 Unzen Silber je Konserve) abgeben. Da gibt es viele Möglichkeiten...
totaler schwachsinn !
für was wertloses gibt es nichts zum knabbern,
Edelmetalle haben WELTWEIT immer den inneren Wert,gedrucktes Papier ist nur ein Versprechen...

Beitrag 27.11.2018, 20:32

saho111
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Hier mal ein Goldchart von 1918-1923:

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_ ... ermark.png

Die Aussage in Zeiten wo es fast nichts mehr zu Essen Gold zu 50-70 mit heutigem Euro gehandelt wird ist völliger Schwachsinn. Die Produktion ist dann gleich null. Im Übrigen gehe ich nicht von solchen Zeiten aus, wo wir beim Bauern anstehen müssen um Essen zu ergattern.

Beitrag 27.11.2018, 21:12

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Legolas
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Zamszyk hat geschrieben:
27.11.2018, 19:14
Bei der Inflation wird nicht nur Kupfer teurer,deswegen gibt es auch andere Rohstoffe,die als Inflationssicher gelten.
Also diese Argumente wie " Silber gibt es endlos..." sind schwachsinnig.
Die chinesen werden mal auch was essen,wenn das essen teurer wird...

Die Chinesen werden auch mal Silber essen ???
Zum Denken benötigt man ein Hirn, vom Menschen ganz zu schweigen...

Beitrag 27.11.2018, 21:17

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Legolas
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Die Argumentation, man könne in einer Krise beim Bauern etwas Essbares bekommen, treibt mir die Lachtränen in die Augen. smilie_02
Zum Denken benötigt man ein Hirn, vom Menschen ganz zu schweigen...

Beitrag 27.11.2018, 21:19

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Grandmaster
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Für euch mag es Schwachsinn sein. Ich sehe es halt etwas anders.

Erstens: Fiatgeld hat für viele einen festen und wichtigen Wert. Einfach aus dem Grund, dass sie gar nicht wissen, was Geld überhaupt ist. Denn das ganze Wissen vom Schuldgeldsystem, Papier ist nur ein Versprechen, etc...das geht vielen einfach nur ab. Für Edelmetallbugs ist das Wissen über Geld idR natürlich so klar, wie die Bedienung eines Taschenrechners für einen Ingenieur. Geht mal zu einem und fragt ihn, was eine Unze Silber oder Unze Gold wert ist. Mit Glück wissen die überhaupt, was eine Unze ist. Die Masse hat keine Ahnung von Edelmetallen.

Zweitens: Kaum einer interessiert sich für Silber. Nur ein sehr kleiner teil kennt sich da einigermaßen aus. Auf die Bevölkerung bezogen ist das ein kleiner Promillebereich.

Drittens: Würdest du eine 100 Jahre alte Goldmünze aus dem Orient kaufen oder gegen was Werthaltiges tauschen? Man kann zwar nicht lesen, was drauf steht, du kannst die Münze nicht einordnen und im Katalog ist sie nicht zu finden, aber die Münze ist schön goldig anzusehen und der Verkäufer beharrt darauf, dass diese zu 100% echtes Gold ist. Der schwört das sogar. Da kann man ja nichts verkehrt machen, oder? Das ist die gleiche Situation, wenn ich dem Bauer eine Vreneli vor die Nase halte und sage: Echt Gold und sehr wertvoll. Das kann er glauben oder es sein lassen.


Mal ein Beispiel aus dem oberen Szenario:
Der Bauer, der kaum Ahnung von Edelmetallen hat, bietet 2x 1Kg Kartoffeln an. 3 Leute interessieren sich dafür und haben gewaltig Hunger, da diese seit 3 Tagen nichts mehr gegessen haben. A bietet 10 Unzen Silber, B biete ein Gold-Vreneli, C bietet 150€ in bar. Ich gehe davon aus, dass der Bauer nicht erkennen kann, ob die Sachen, die ihm A + B anbieten, echt sind, oder einschätzen kann, was sie wert sind. Die Gefahr ist groß, übers Ohr gehauen zu werden und Schrott zu bekommen. Aber 150€ in bar kann er sehr gut einschätzen. Und die Scheine kennt er, da er seit Jahren damit zu tun gehabt hat. Und 150€ sind für ihn viel Geld für 2 Kg Kartoffeln.

Weiteres Beispiel:
Mir wurden vor kurzen einige Kilobarren Silber zum reinen Spotpreis angeboten (selbst Händlerankaufspreise lagen darüber)...von Privat. Ich habe sie aber nicht gekauft, weil ich die Dinger nicht auf Echtheit prüfen kann und mich mit Barren eher nicht gut auskenne. Mir war die Gefahr zu hoch, dass ich da Mist angedreht bekomme (ich kann sie nicht zurückgeben, wenn sich herausstellt, dass sie falsch sind, da gekauft wie gesehen) und kaufe dann lieber doch bekanntere Silbermünzen, die ich kenne.

@saho
Der Chart ist schön, aber die Menschen dort vor hundert Jahren kannten noch Goldmünzen, mit denen man einkaufen konnte. Edelmetalle, besonders Silber, hatten vor hundert Jahren noch ein ganz andere Bedeutung in der breiten Masse. Heute nicht mehr. Hyperinflation einzubeziehen macht als Vergleich nur Sinn, wenn man davon ausgeht, dass in einer zukünftigen Krise ebenfalls eine Hyperinflation stattfindet. Das kann sein, muss aber nicht. In meiner Betrachtung habe ich keine einbezogen. Findet eine statt, ist Bargeld natürlich nichts oder kaum noch was wert. Aber darum ging es bei meiner Ausführung nicht, sondern um die Tauschfähigkeit innerhalb der unwissenden Masse.

Beitrag 27.11.2018, 21:27

Mehrgoldfüralle
@Legolas
Ich ziehe es vor, meine Einkäufe zu bezahlen. Sicher wird es "Interessenten" mit abweichender Gesinnung geben. Aber auf dem Land, wo ich lebe, werden sie auf ein bisschen Widerstand stoßen.

@Grandmaster
Siehe oben. Der nächste Bauer mit Erzeugnissen zum Überleben, ist mir gegenüber. Der glaubt mir auch, was Gold und Silber ist. Darüber hinaus habe ich auch ausreichend der derzeit gültigen bunten Zettel in kleiner Stückelung mit X. Solange sie genommen werden, ist es mir recht.

In den Ballungsräumen ist es freilich anders. Ich sehe da vor meinem geistigen Auge die Bilder von diesem Wirbelsturm in Nes Orleans. Kathrina, glaube ich. Nicht schön.

Beitrag 27.11.2018, 21:44

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Grandmaster
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Legolas hat geschrieben:
27.11.2018, 21:17
Die Argumentation, man könne in einer Krise beim Bauern etwas Essbares bekommen, treibt mir die Lachtränen in die Augen. smilie_02
In der Anfangsphase wird es was geben. Das wird mit der Zeit schnell abnehmen, wobei die Preise sprunghaft nach oben schnellen werden. Danach ist Schluss. Dann beginnt der Hunger und die Gewalt.

Mehrgoldfüralle hat geschrieben:
27.11.2018, 21:27
@Grandmaster
Der nächste Bauer mit Erzeugnissen zum Überleben, ist mir gegenüber. Der glaubt mir auch, was Gold und Silber ist. Darüber hinaus habe ich auch ausreichend der derzeit gültigen bunten Zettel in kleiner Stückelung mit X. Solange sie genommen werden, ist es mir recht.
Ja, das funktioniert solange, wie noch die Möglichkeit besteht, andere ohne Probleme in die Versorgung mit einzubeziehen, ohne selber darunter zu leiden. Auf dem Land dürfte das länger dauern als in Ballungsräumen, wo recht schnell Chaos und Gewalt ausbrechen wird. Hat dein Bauer nicht mehr genügend, sondern kann nur noch sich selbst und seine Familie versorgen, ist auch für dich Schicht im Schacht.

Nebenbei ist der Mensch von Natur aus ein Egoist. Wie würde sich dein Bauer entscheiden, wenn du ihm 1 Unze Gold oder 1000€ für Essen anbietest und ein Fremder ihm für das Gleiche 3 Unzen Gold oder 3000€ anbietet? Würde er lieber dich versorgen, oder 2 Unzen Gold/2000€ mehr nehmen und dem Fremden die Nahrung geben?

Beitrag 27.11.2018, 21:54

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MaciejP
Gold-Guru
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Zamszyk hat geschrieben:
27.11.2018, 20:07
totaler schwachsinn !
für was wertloses gibt es nichts zum knabbern,
Edelmetalle haben WELTWEIT immer den inneren Wert,gedrucktes Papier ist nur ein Versprechen...
Man braucht doch nur mal dorthin zu schauen, wo gerade eine Hyperinflation herrscht, nämlich Venezuela. Womit bezahlen die Leute da? Wer Dollar hat, tauscht die in Bolivar und bezahlt mit denen. In den Städten, wo die Strom- und Internetverbindung noch halbwegs funktioniert, wird mit EC- oder Kreditkarten bezahlt. Auf dem Land mit Bargeld. Dort ist das Bargeld teilweise so knapp, dass es aus den Städten auf Land verfrachtet wird, was den kuriosen Effekt hat, dass für Bargeld in den Städten ein Aufpreis bezahlt werden muss. Für wertlose Papierschnipsel!

Ich sehe das in einem Krisenszenario ähnlich wie Grandmaster. Die Leute werden in einer Hyperinflation nicht mit Gold und Silber bezahlenen wollen, die werden es kaufen, um es für später horten zu können. Bei uns würde hier wohl elektronisches Geld oder Bargeld das Mittel der Wahl sein. Alles, was so schnell wie möglich weg muss, bevor es am nächsten Tag weniger wert ist. Gold und Silber werden die Leute in so einer Krise erst hergeben, wenn sie kurz vorm Verhungern sind. Dann werden sie allerdings jeden Preis zahlen, also eher eine Unze Gold gegen ein Brot tauschen statt gegen die ganze Bäckerei.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

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