Goldpreisprognosen II

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 21.04.2014, 18:52

delaboetie
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Zum Thema bipolar gestört: das sind hier so Einige! (Und die manischen Phasen sind doch fein! smilie_17 )

Zum Thema "selbsternannter Kursprophet": Das war gemein finde ich. Hat halt mal getippt. Wieso denn nicht... Lag doch gar nicht so falsch wenn man bedenkt wann ers gepostet hat. (Das war glaub ich während eines zwischenzeitlichen bipolaren Depression-zur-Manie-Übergangs der Goldbuggemeinde...)
Hell is empty-all the devils are here!
Shakespeare

Beitrag 21.04.2014, 20:14

donnyflame
@winterherz

Es kommt immer auf das Zeitfenster an das man sich anschaut.

Von daher kann man im Moment im Goldchart seit 2000 sowohl Aufwärts-,Abwärts- und Seitwärtsphasen erkennen. Such dir was aus. :)



@Goldistan
Denn, dass es über einen längeren Zeitraum tatsächlich aufwärts geht, ist (noch) nicht bewiesen. Nur dann greift der Effekt zugunsten eines regelmäßigen Käufers, egal zu welchem Preis.
In diesem Forum ist das ein Naturgesetz für EM ;)

Grüße
DF

Beitrag 21.04.2014, 20:19

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winterherz
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@ DF: Danke, so sollte es zwischen meinen Zeilen zu lesen sein. smilie_01
winterherz

Beitrag 22.04.2014, 06:56

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Ladon
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Ich denke, man muss aber schon unterscheiden zwischen der Ansicht, Gold müsste "automatisch" immer und immer "wertvoller" werden und der (m.E. realistischeren), dass Gold nach seiner Loslösung vom "gebundenen" Preis einen Marktpreis ansteuert, der unveeinflusst seinen (Markt-) Wert darstellt. Der PREIS müsste danach eigentlich natürlicherweise mit der Inflationsrate steigen.

Oft schon wurde der "innere Wert" des Goldes genannt. Auch seine legendäre Wertstabilität (Kaufkraft; z.B. das beluebte Toga/Anzug Beispiel). Seltsamerweise widersprechen derartige Überlegungen zutiefst der Annahme gigantischer Zuwächse. Das wird aber selten in Zusammenhang gebracht.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 22.04.2014, 07:03

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lifesgood
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sw_trade hat geschrieben:
Sehr gut erkannt. Bewundernswert wie akribisch einige User recherchieren. Hier scheint es wirklich um etwas zu gehen.
Für mich geht´s hier um nix mehr, ich habe meine Goldbestände seit 2008 in trockenen Tüchern.

Aber wer hier großkotzig andere als blöd abstempelt in dem er ihre Meinung als Nonsens bezeichnet, erweckt bei Neu-Usern den Eindruck, er hätte mehr Ahnung als Andere. Um zu zeigen, dass dem nicht so ist, habe ich eben an Deine Prognose erinnert, auch wenn ich weiss, dass es narzistische Naturen nicht mögen, an ihre Falsch-Prognosen erinnert zu werden ;)

Ich mußte auch nicht recherchieren, denn sie war mir in Erinnerung geblieben, weil ich damals nicht dran glaubte ;)
sw_trade hat geschrieben: Ungeachtet dessen, der Kurs ist noch nicht in trockenen Tüchern, er kann noch immer auf Tauchgang gehen.
Da hast Du vollkommen Recht, aber die Betonung liegt auf dem "Kann". Aber er muss nicht. Rein rechnerisch gibt es eine 50:50 Wahrscheinlichkeit zu fallen oder steigen. Durch charttechnische Gegebenheiten wird diese Wahrscheinlichkeit vielleicht auf 60:40 oder 70:30 in Richtung fallen geändert mehr aber auch nicht. Bei Deinen Postings hat man aber den Eindruck, dass es eine unverrückbare Tatsache ist.

Nicht mehr und nicht weniger wollte ich sagen ;)

lifesgood

Beitrag 22.04.2014, 07:05

Geldsammler
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Auch seine legendäre Wertstabilität (Kaufkraft; z.B. das beluebte Toga/Anzug Beispiel). Seltsamerweise widersprechen derartige Überlegungen zutiefst der Annahme gigantischer Zuwächse. Das wird aber selten in Zusammenhang gebracht.
Muss kein Widerspruch sein, Ladon. Das eine ist die langfristige Werthaltigkeit. Das andere geht vonvergleichsweise kurzen zyklusbedingten (Kontradieff) Schwankungen der Assetklassen aus, die teilweise untereinander entgegengesetzt verlaufen. Dann kann es zu dem sicher überzeichneten Beispiel von "einer Villa für eine Unze Gold" kommen. Das bedeutet aber auch, dass Gold in Zeiten großer Sicherheit und hoher Zinsen im Preis unten liegt.

Beitrag 22.04.2014, 07:08

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Polkrich
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@ladon: dem stimme ich zu. Ich persönlich rechne auch nicht mit hohen Wertzuwächsen. Dafür sind die "Big Player" zu sehr im Geschäft und können mit entsprechenden Mitteln/Finanzprodukten den EM-Preis lange beeinflussen. Zudem besteht ein großes Interesse der Staaten, gerade der mit wertloser Papierwährung, daran, dass Gold erstens nicht zu stark wird, um sich selbst damit eindecken zu können und zweitens hier keine gut handelbare Konkurrenz zu eigenen FIAT-Währung entsteht.

Das berühmte Beispiel von Dir mit dem gleichen Bezahlwert für einen Anzug damals und auch heute mit jeweils 1 Unze Gold ist doch prima geeignet. Mit Aktien, Immobilien und meinetwegen auch Festgeldern etc. hätte man seit den Römern gerade wegen des Zinseszinseffektes expotentiell mehr aus der 1 Unze Gold machen können, richtig. Aber das setzt voraus, eine über Jahrhunderte stabile bzw. werthaltige Währung zu haben. Diese gab es bisher aber nicht.

So aber hat man ohne eigenes Zutun, ohne regelmäßige Investitionen (z.B. wie bei Immos) und ohne jedes Währungs- oder Insolvenzrisiko des Schulderns (Festgelder etc.) einen gleichbleibenden Wert.
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Beitrag 22.04.2014, 07:21

Geldsammler
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Die Verschlechterung des Geldwertes (minderwertiger Geldmetalle, Inflation durch Gelddrucken) ist ja gerade eine Folge des Zinseszinseffektes/ der öffentlichen Schulden. Deshalb werden die Aktien auch nicht mehr wert. Sie generieren nur laufende Rendite. Das kann Gold nicht, weil es nur Geld ist. Außer man verleiht es gegen Zinsen, dann ist aber der Sicherheitscharakter futsch.

Beitrag 22.04.2014, 09:32

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Polkrich
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Stimmt auch.

ERschreckend und nicht ganz unmöglich (neuer Währungstausch steht unmittelbar bevor):
http://www.wallstreet-online.de/nachric ... ungsreform
Immer kritisch bleiben....

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Beitrag 22.04.2014, 13:37

donnyflame
Rein rechnerisch gibt es eine 50:50
Klugscheißmodus an:

Der Preis kann doch auch unverändert bleiben.

Klugscheißmodus aus:

Sry Lifes :(



Sie generieren nur laufende Rendite.
Richtig, die Kunst ist es alle Assetklassen zu beachten und die Mischung herauszufinden ,die für einen persönlich die meisten Vorteile bringt. Denn unumstritten sollte es sein, dass Gold auch Nachteile hat, neben den eindeutigen Vorteilen :)


@Ladon
Ich denke, man muss aber schon unterscheiden zwischen der Ansicht, Gold müsste "automatisch" immer und immer "wertvoller" werden und der (m.E. realistischeren), dass Gold nach seiner Loslösung vom "gebundenen" Preis einen Marktpreis ansteuert, der unveeinflusst seinen (Markt-) Wert darstellt. Der PREIS müsste danach eigentlich natürlicherweise mit der Inflationsrate steigen.
Theoretisch ja, aber nur mit der vorherigen Annahme, das Gold gefragt bleibt und das überschüssige Liquidität in Gold fließt.

Das wird mir bei den ganzen Diskussionen für zu selbstverständlich gehalten und ich finde das genau dieser Punkt eben nicht selbstverständlich ist.


Grüße
DF

Beitrag 22.04.2014, 14:36

Geldsammler
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donnyflame: Es gilt ja auch als selbstverständlich, dass die Gelddruckerei in einer deutlichen Inflation münden muss (früher oder später). Auch dies ist bisher nicht eingetreten. Vielleicht sehen wir - bei der Inflation, wie beim Goldpreis - den Ketchup-Flaschen-Effekt.
"Ja, verdammt da kommt nichts raus, dann hau ich halt fester drauf. Platsch."
Nicht alle Entwickungen müssen gleichmäßig linear verlaufen. Dann könnte ja jeder schnell reich werden.

Beitrag 22.04.2014, 14:43

donnyflame
Es gilt ja auch als selbstverständlich, dass die Gelddruckerei in einer deutlichen Inflation
Für mich nicht. Ich weiß nicht mehr wo, aber ich hatte schonmal gesagt das das Geld ertsmal bei den Banken bleibt, was diese für Zinsen einfordern ist ja dann nochmal ein anderes Thema.

Um mal bildlich zu bleiben:

Wenn der liebe Gott uns unendlich viel Wasser schenkt und es den Wolken überlässt wie viel Wasser wir bekommen, dann muss es nicht gleich bedeuten, das wir uns auf unendlich viel Wasser freuen dürfen.

:)

Theoretisch geht alles, praktisch sieht es ja immer ganz anders aus.

Grüße
DF

Beitrag 22.04.2014, 15:50

herakles
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donnyflame hat geschrieben:
Es gilt ja auch als selbstverständlich, dass die Gelddruckerei in einer deutlichen Inflation
Für mich nicht. Ich weiß nicht mehr wo, aber ich hatte schonmal gesagt das das Geld ertsmal bei den Banken bleibt, was diese für Zinsen einfordern ist ja dann nochmal ein anderes Thema.
Nicht nur für Dich. Alle 30 bis 50 Jahre gibt es Viele die nicht daran glauben und überrascht werden. Danach müssen sie es nicht mehr glauben, sie werden es wissen. Blöd nur, dass sie das wohl nicht noch mal erleben, um es zu nutzen. Ihre Kinder werden später so argumentieren wie Du. Oder eben anders, denn das Etikett wird schon getauscht.

Aber vielleicht wird es diesmal anders... smilie_11

Schon überlegt, was das Geld drucken soll, wenn es nicht weitergereicht wird? Hast Du schon Mal ne Bank gesehen, die Geld im Keller hortet?
Die von vielen Wirtschaftswissenschaftlern befürchtete Inflation, die man aufgrund der Abkehr vom Goldstandard und der Mehrverschuldung erwarten konnte, trat zunächst nicht ein. Die staatliche Festlegung der Marktordnung und die Kontrolle über die Preisgestaltung und Gewinnmargen durch den Reichskommissar für die Preisbildung setzten marktwirtschaftliche Prinzipien außer Kraft. Der Verbraucherpreisindex stieg lediglich mit durchschnittlich einem Prozent pro Jahr.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft ... chen_Reich

Beitrag 22.04.2014, 15:57

donnyflame
Wir haben hier erneut das bekannte "Ich sage nicht A, also muss ich wohl B gesagt haben"-Problem.

Es nicht für selbstverständlich, selbstläuferisch oder naturgesetztlich zu halten heißt nicht automatisch, dass man es zu 100% ausschließt. smilie_08

Egal hauptsache etwas schreiben :)

Grüße
DF

Beitrag 22.04.2014, 15:58

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lifesgood
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Es ist schon ein paar Jahre her, da hatte ich im Radio mal ein Interview mit einem Schweizer Banker gehört. Der wurde eben gefragt, weshalb wir bei der steigenden Geldmenge keine Inflation haben.

Sinngemäß hatte der gute Mann das dann so erklärt:

Zu der Gleichung mit der Geldmenge, gehört nicht nur die Geldmenge an sich, sondern auch die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes.

Wenn die Geldmenge steigt und die Umlaufgeschwindigkeit sinkt, ist nicht mehr verfügbares Geld unterwegs als vorher und die Inflation bleibt aus.

Ich denke mal, das ist auch die einzige plausible Begründung, weshalb wir trotz der immensen Geldmengenausweitung nicht schon lange Inflation haben.

lifesgood

Beitrag 22.04.2014, 16:31

herakles
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donnyflame hat geschrieben:Wir haben hier erneut das bekannte "Ich sage nicht A, also muss ich wohl B gesagt haben"-Problem.

Es nicht für selbstverständlich, selbstläuferisch oder naturgesetztlich zu halten heißt nicht automatisch, dass man es zu 100% ausschließt. smilie_08

Egal hauptsache etwas schreiben :)

Grüße
DF
Nö, hier haben wir das "ich schließe nichts aus, also werde ich immer richtig liegen" Problem. Sorry, aber solche Aussagen bringen garnix.

Da muss ich mal ausnahmsweise sw-trade Recht geben. Aus Angst daneben zu liegen, macht man keine feste Aussage mehr. In der Praxis muss man sich aber entscheiden. Da geht es nicht um Aussagen sondern um das eigene Vermögen.

Du kannst dann gerne hoffen, dass diesmal kein Gewitter die sichtbaren schwarzen Wolken entlädt.

Die Umlaufgeschwindigkeit ist ein Zeichne für den Wirtschaftskreislauf. Hoch = Boom, niedrig = Rezession. Also entweder erholen wir uns, dann muss die UG steigen, oder wir driften weiter ab, dann sinkt sie, also nehmen die Probleme zu.

Die UG kann plötzlich gegen unendlich gehen, wenn jede die Scheine so schnell wie möglich weiterreicht bis sie irgendwann 0 sein wird weil keiner mehr die Scheine haben will.

Beitrag 22.04.2014, 17:05

Klecks
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Polkrich hat geschrieben: Das berühmte Beispiel von Dir mit dem gleichen Bezahlwert für einen Anzug damals und auch heute mit jeweils 1 Unze Gold ist doch prima geeignet.
Auch wenn dieses Beispiel regelmäßig auftaucht, belegt ist das nicht. Nur mal so am Rande.
Was bei diesem und ähnlichen Beispielen aber grundsätzlich vernachlässigt wird, ist der imens lange Zeitraum, über den die Kaufkraft von Gold offensichtlich stabil bleibt. Innerhalb dieses 2.000 Jahre dauernden Zeitraumes findet praktisch keine Bsetrachtung statt. Und das, owohl (oder gerade weil?) es in diesem Zeitraum z.T. ganz erhebliche Schwankungen gab. Wer das nicht glaubt, frage bitte seine Großeltern, wie viel Eier und Kartoffeln sie während und nach dem Krieg für ihre Goldenen Eheringe bekamen. Und wofür sie einen hochwertigen Anzug eingetauscht bekommen hätten. Ich weiß, solche Krisen sind ein Extrembeispiel. Aber Gold wird doch von einigen hier mantra-artig als Krisenwährung verehrt smilie_02

Kaufkraftvergleiche mit dem Mittelalter sind deutlich schwieriger als mit der Antike. Zum einem gab es oft nicht einmal innerhalb eines Reiches einheitliche Münz- und Gewichtseinheiten (und selbst wo es die gab war eine Mark oder ein Scheffel nicht unbedingt das Selbe wie eine Mark oder ein Scheffel im Nachbardorf), zum Anderem git es nur wenige und sehr uneinheitliche Dokumente über damalige Preise und Kosten. Außerdem besaßen damals nur sehr reiche Leute Gold, der tägliche Handel wurde dagegen in Silber, Kupfer und Bronze abgewickelt. Und in Papiergeld (Wechsel, Schuldverschreibungen usw.).
Selbst wenn man hier den schwierigen Vergleich wagt, stellt man fest: Der Anzug taugt dafür nicht. Selbst ein Bürgerlicher Wamst mit Hose war bereits wesentlich aufwändiger gearbeitet und benötigte mehr und vor allem im Verhältnis viel teureren Stoff als ein heutiger maßgeschneiderter Anzug. Selbst wenn der Wamst ca. 1oz gekostet hätte, dann wäre die Unze ungleich mehr wert als heute. Einfach weil ein mittelalterlicher Wamst (und damit die Unze als Gegenwert) ungleich mehr Arbeitsleistung und Materialwert gebunden hat. Im Vergleich dazu war eine wollene Tunika geradezu billig gefertigt, die Unze Gold im alten Rom also deutlich weniger wert als heute smilie_16
herakles hat geschrieben: Schon überlegt, was das Geld drucken soll, wenn es nicht weitergereicht wird? Hast Du schon Mal ne Bank gesehen, die Geld im Keller hortet?
Solche soll es tatsächlich schon gegeben haben smilie_02
Abgesehen davon wird doch überhaupt kein Geld gedruckt (jedenfalls nicht mehr als auch gleich wieder eingezogen wird). Es werden doch lediglich Bits & Bytes generiert, die vom digitalen Speicher der Bank A zum digitalen Speicher der Bank B transferiert werden. Solange diese Bits & Bytes lediglich von Bank zu Hedgefonds und von dort wieder zum nächsten Spekulanten geschoben werden, hat das doch so gut wie gar keinen Einfluß auf die tatsächliche, inflationswirksame Geldmenge. Erst wenn diese Bits & Bytes in der Realwirtschaft ankommen, also in reale Werte transferiert werden sollen, kann es eng werden. Bis dahin entwickeln sich höchstens die Börsenkurse inflationär.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 22.04.2014, 17:13

Geldsammler
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dass die Gelddruckerei in einer deutlichen Inflation münden muss (früher oder später)
Da habt Ihr wohl nicht genau gelesen. Ich habe von "münden" geschrieben und noch eine Klammer dahinter gesetzt.
Natürlich mündet jeder Bach irgendwann im Meer. Egal wie langsam am Anfang das Gletschereis schmilzt oder wie träge sich der Bach durch die Wiesen schlängelt. Umlaufgeschwindigkeit ist für das Endergebnis vollkommen wurscht. Nur erkennt dann keiner mehr Ursache und Wirkung. Der Ketchup-Fleck kommt. Und zwar nicht auf die Pommes, sondern auf die Tischdecke. Denn gedruckt ist das Geld schneller als wieder reingeholt. Ähnlich sehe ich das mit dem Goldpreis. Je länger es dauert (bei gleicher negativer Entwicklung, vorausgesetzt) desto heftiger wird die Gegenreaktion.

Beitrag 22.04.2014, 17:18

Geldsammler
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dass die Gelddruckerei in einer deutlichen Inflation münden muss (früher oder später)
Da habt Ihr wohl nicht genau gelesen. Ich habe von "münden" geschrieben und noch eine Klammer dahinter gesetzt.
Natürlich mündet jeder Bach irgendwann im Meer. Egal wie langsam am Anfang das Gletschereis schmilzt oder wie träge sich der Bach durch die Wiesen schlängelt. Umlaufgeschwindigkeit ist für das Endergebnis vollkommen wurscht. Nur erkennt dann keiner mehr Ursache und Wirkung. Der Ketchup-Fleck kommt. Und zwar nicht auf die Pommes, sondern auf die Tischdecke. Denn gedruckt ist das Geld schneller als wieder reingeholt. Ähnlich sehe ich das mit dem Goldpreis. Je länger es dauert (bei gleicher negativer Entwicklung, vorausgesetzt) desto heftiger wird die Gegenreaktion.

Beitrag 22.04.2014, 17:28

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Goldistan
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Ich verkaufe hier im Forum demnächst T-Shirts mit dem Aufdruck "Deutungshoheit" und werde steinreich. smilie_11

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