Goldpreisprognosen II

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 14.05.2014, 17:19

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Goldistan
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Solange „anomale“ Wahrnehmungen und Entscheidungen nicht in konkrete
Handlungen umgesetzt werden, sind diese Reaktionen sowohl im
täglichen Leben als auch an der Börse „unschädlich“.
So lange man Promillesprünge wie ein Fußballspiel kommentiert und nicht ständig Kaufsignale halluziniert, ist Alles okay. Merkt man öfter, dass man zu früh gekauft hat, sollte man seine Handelsstrategie durchdenken (oder sich eine zulegen).

Ein erfolgreicher Kaufmann kauft nach einem Rabatt und nicht nach einer Preiserhöhung. Im Idealfall kauft er Rückläufer aus der Insolvenzmasse und versucht die Linie der Zwischenhändler zu minimieren. ;) Noch mehr wink ich jetzt nicht mit dem Zaunpfahl, sonst hagelt es wieder böse Privatnachrichten von den Gewerbeschein-Inhabern hier.

Beitrag 14.05.2014, 17:42

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senseye
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Goldistan hat geschrieben:Noch mehr wink ich jetzt nicht mit dem Zaunpfahl, sonst hagelt es wieder böse Privatnachrichten von den Gewerbeschein-Inhabern hier.

also von mir aus kannst du ruhig weiter schreiben, lese/lerne gern neues dazu smilie_16
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Beitrag 14.05.2014, 17:56

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Der Goldene Kiel
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Goldistan hat geschrieben:[...] und versucht die Linie der Zwischenhändler zu minimieren. Wink. Noch mehr wink ich jetzt nicht mit dem Zaunpfahl
Du meinst, wenn auf
entsprechende Signale
Mehr entnervte Kunden [..] ihr Gold zurück
-bringen,
soll man sich mit viel Papier bewaffnet vor den Laden stellen und die abfangen?

Beitrag 14.05.2014, 18:36

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Goldistan
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Ich meine, wenn man sich an 2 Prozent Volatilität einer Ware juckt, sollte man nicht den größeren Vorteil von Einkaufspreisen mit höheren prozentualen Abschlägen "übersehen".

Vor allem meinte ich aber, dass man wie ein Kaufmann denke (dazu bedarf es nicht nach HGB einer zu sein). Ich glaube "Im Einkauf liegt der Gewinn." war mal ein Spruch in der Richtung und bezog mich dabei auf das Abwarten günstiger Gelegenheiten. Ich habe ausdrücklich nicht dazu aufgerufen, sich selbst einen Gewerbeschein zu holen, um bei Coininvest zu Händlerpreisen zu bestellen. Würde ich das tun, kämen hier nur wieder die Marktsegmentierer, die behaupten, das ginge nur ab Größenordnungen in Höhe von Private Equity Kapitalvolumen oder mit Family Office im Garten.

*wegduck und flücht* smilie_11

Beitrag 14.05.2014, 18:42

Omega
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hey, die verkaufen ihr Gold und kaufen dafür Platin.

Wenn man sich die Preissteigerung bei Platin gestern und heute ansieht(gestern plus 1,2 % und heute aktuell plus 2,1 %), erklärt es sich, wo die Käufer bzw. das Geld herkommt. :D

Ansonsten kann ich persönlich nicht nachvollziehen, warum so viele ihre Goldbestände verkaufen.

Natürlich tut es weh, wenn man bei 1.900 $/Unze gekauft hat aber, wenn ich nicht verkaufe habe ich "lediglich" einen Buchverlust.
Verkaufe ich aber, ist der Verlust unwiderbringlich eingetreten.
Gehen diese Leute dann in Aktien ? Wohl kaum, da Sie keine Lust haben, sich nochmal die Finger zu verbrennen. Die kaufen für die Restkohle Bundesanleihen zu 1 %.
Omega

Der irrende Glaube ist der Tiefste !

Beitrag 14.05.2014, 19:45

donnyflame
Ansonsten kann ich persönlich nicht nachvollziehen, warum so viele ihre Goldbestände verkaufen.


Ist doch ganz einfach. Leute die einen fetten ( ja genau FETTEN) Gewinn als Buchwert stehen haben und sehen das die Goldrakete erstmals wieder am Fallen ist, die realisieren einfach ihre Gewinne. Wenn sie dazu noch die Meinung haben das sie das Zeug in 1-2 Jahren günstiger bekommen warum dann nicht ?

Tatsache ist das man bei >300% Rendite viele Leute sitzen hat die Buchgewinne haben. Warum sollen die sich diese Seitwärts-/Talfahrt gefallen lassen. Es macht da durchaus Sinn zumindest einen Teil davon los zu werden. Besser wäre es natürlich wenn man es bei 1800$ losgeworden wäre, aber das Problem des Markettiming ist ja bis heute ungelöst.

Grüße
DF

Beitrag 15.05.2014, 06:47

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Ladon
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Und nicht zuletzt gibt es Leute, die sich einen "Termin" für ihren Abverkauf gesetzt haben, weil Gold z.B. Teil ihrer Lebensversorgung im Alter ist.
In dieser Situation wird das zeitliche Verkaufen-Fenster schmal (wenn man klug ist, nicht zu schmal ...). Und irgendwann ist der Punkt erreicht, wo das Gold(geld) für Konsum benutzt werden muss - egal wie der VK gerade ist.

Wenn das gerade jetzt ist, ist es eben gerade jetzt.
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Beitrag 15.05.2014, 07:09

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Polkrich
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Aber warum sollte der Kurs jetzt sich so ändern, nur weil meinetwegen ein paar Hundert Leute nunmehr ihre 20 Unzen verkaufen? So eng ist der Markt doch nicht, oder?
Immer kritisch bleiben....

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Beitrag 15.05.2014, 07:29

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senseye
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Polkrich hat geschrieben:Aber warum sollte der Kurs jetzt sich so ändern, nur weil meinetwegen ein paar Hundert Leute nunmehr ihre 20 Unzen verkaufen? So eng ist der Markt doch nicht, oder?


ich nehme jetzt für dich nur mal China als Bsp smilie_16
da befinden sich mindestens 10.000 Tonnen Gold im Privatbesitz.
Den Rest kannst du dir selbst ausmalen smilie_02
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Beitrag 15.05.2014, 08:23

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Polkrich
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Aber nach den bekannten Wirtschaftsdaten sollten gerade die Asiaten und da vor allem die Chinesen stark KAUFEN und nicht verkaufen.
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Beitrag 15.05.2014, 08:24

lifesgood
Ladon hat geschrieben:Und nicht zuletzt gibt es Leute, die sich einen "Termin" für ihren Abverkauf gesetzt haben, weil Gold z.B. Teil ihrer Lebensversorgung im Alter ist.
In dieser Situation wird das zeitliche Verkaufen-Fenster schmal (wenn man klug ist, nicht zu schmal ...). Und irgendwann ist der Punkt erreicht, wo das Gold(geld) für Konsum benutzt werden muss - egal wie der VK gerade ist.

Wenn das gerade jetzt ist, ist es eben gerade jetzt.
Das ist schon richtig, das habe ich ja auch vor.

Aber gerade wenn man das Gold dazu verwenden möchte, um im Alter seinen Lebensstandard zu halten, kann man es sich nicht leisten, sein Gold in größeren Mengen zu günstig abzugeben und ist daher doch geneigt bei einem niedrigen Preis nur soviel zu verkaufen, um die gerade benötigten finanziellen Mittel zu erhalten.

Ist der Goldpreis jedoch hoch, verkauft man auch mal das, was man die nächsten 2 - 3 Jahre zu brauchen glaubt.

Ich persönliche würde aktuell (nach fast 3 Jahren Rückgang) nur soviel verkaufen, um das Geld zu erhalten, das aktuell benötigt wird. Bei einer Übertreibung, wie wir sie 2011 hatten (es ging zu schnell, zu steil nach oben) aber wohl auch etwas mehr.

Daher denke ich dass bei hohen Preisen von diesen Goldbesitzern mehr verkauft wird, als bei niedrigen Preisen.

Bleibt die Frage, ob der aktuelle Goldpreis hoch oder niedrig ist, was wiederum vom Einstandspreis des Einzelnen abhängt ...

lifesgood

Beitrag 15.05.2014, 11:22

donnyflame
Es geht hier weniger um den Lifesgood der dieses Jahr in Urlaub will und ein paar Unzen verkauft, sondern um große Institutionelle und private die per Mausklick verkaufen. Die paar Unzen die zum EM-Händler gebracht werden die sind natürlich auch da, aber nicht so relevant wie zB ETF's und andere gehandelte Produkte mit oder ohne physische Hinterlegung.

Überall da wo es eine Zeit lang mal steil nach oben ging gehts auch mal brutal nach unten. So sind Märkte nunmal. Da wir bei Gold zudem das Problem der "fehlenden Rendite bei Seitwärts/Talfahrtsphasen", sondern eher Kosten, Packt einem die Angst auch schnell.

Man siehts sich dann sein Papier/seine Unze an und fragt sich, ich hab doch den fetten Gewinn, was zum Teufel soll ich damit, soll ich warten bis die Unze mehr als 3000$ Wert ist und das Risiko eingehen, das der Gewinn der letzten Jahre einfach immer weniger wird ?

Es geht jetzt nicht um die, die sich vor einer Währungsreform oder ähnlichen Krisen schützen wollen. Es geht ganz allein um die Leute die Geld verdienen wollen. Wobei der erstgenannte Teil auch durchaus gute Gründe für zumindest eine Reduzierung der Position.

Das blöde ist halt das man erst im nachhinein weiß, wann etwas zu teuer ist oder wann nicht.
Ein Rückblick ist immer einfach.


Grüße
DF

Beitrag 15.05.2014, 11:28

lifesgood
... meine Antwort bezog sich auf den Post von Ladon, daher hatte ich ihn auch zitiert ;)

Nun, diejenigen, die zum Geldverdienen anlegen sind meines Erachtens schon draussen.

Du hast natürlich Recht, dass die Big Player schnell mal Gewinne realisieren. Aber ich denke dieser Prozess ist (fast) abgeschlossen.

Gold befindet sich seit Herbst 2011 im Rückwärtsgang und hat gut 30% abgegeben. Derjenige von denen, der bis jetzt nicht verkauft hat, macht es jetzt auch nicht mehr. Ich denke mal die meisten haben ihre physischen Bestände schon lange auf eine Sicherheitsreserve zurückgefahren.

Entscheiden für die Preisfindung ist eben leider nicht der Handel mit der physischen Ware, sondern die Zockerei mit Zetteln. Und da wir gehebelt eben dem 100 fachen des tatsächlich physisch vorhandenen Materials auf Teufel komm raus gewettet und gezockt.

lifesgood

Beitrag 15.05.2014, 11:35

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senseye
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Polkrich hat geschrieben:Aber nach den bekannten Wirtschaftsdaten sollten gerade die Asiaten und da vor allem die Chinesen stark KAUFEN und nicht verkaufen.

und die wären ? smilie_08
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Beitrag 15.05.2014, 12:11

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Polkrich
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Immobilienblase droht zu platzen, Geld wird abgezogen und ins Segment EM gesteckt. Grauer Kapitalmarkt (Schattenbanken) drohen zu kollabieren.
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Beitrag 15.05.2014, 13:38

Omega
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the same procedure as every day:

Amerika eröffnet, erst mal Gold unter 1.300 hämmern.

Das mal über mehrere Wochen und die Verkaufsschlangen bei den Edelmetallhändlern wird länger.
Omega

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Beitrag 15.05.2014, 16:52

1107greg
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…ALLES HAT EIN ENDE NUR DIE WURST HAT ZWEI, JAWOHL MEIN SCHATZ ES IST VORBEI... smilie_20

sorry, konnte ich mir nicht verkneifen, für alle zum Mitsingen... smilie_02
gregory

Beitrag 15.05.2014, 17:12

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Polkrich
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Bessere Anzeichen für eine Bodenbildung bzw. einen baldigen Anstieg kann es fast nicht geben:

http://www.goldreporter.de/edelmetallha ... old/41875/
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Beitrag 15.05.2014, 17:13

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Hellweg
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lifesgood hat geschrieben:
Ladon hat geschrieben:Und nicht zuletzt gibt es Leute, die sich einen "Termin" für ihren Abverkauf gesetzt haben, weil Gold z.B. Teil ihrer Lebensversorgung im Alter ist.
In dieser Situation wird das zeitliche Verkaufen-Fenster schmal (wenn man klug ist, nicht zu schmal ...). Und irgendwann ist der Punkt erreicht, wo das Gold(geld) für Konsum benutzt werden muss - egal wie der VK gerade ist.

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Das ist schon richtig, das habe ich ja auch vor.

Aber gerade wenn man das Gold dazu verwenden möchte, um im Alter seinen Lebensstandard zu halten, kann man es sich nicht leisten, sein Gold in größeren Mengen zu günstig abzugeben und ist daher doch geneigt bei einem niedrigen Preis nur soviel zu verkaufen, um die gerade benötigten finanziellen Mittel zu erhalten.

Ist der Goldpreis jedoch hoch, verkauft man auch mal das, was man die nächsten 2 - 3 Jahre zu brauchen glaubt.

Ich persönliche würde aktuell (nach fast 3 Jahren Rückgang) nur soviel verkaufen, um das Geld zu erhalten, das aktuell benötigt wird. Bei einer Übertreibung, wie wir sie 2011 hatten (es ging zu schnell, zu steil nach oben) aber wohl auch etwas mehr.

Daher denke ich dass bei hohen Preisen von diesen Goldbesitzern mehr verkauft wird, als bei niedrigen Preisen.

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lifesgood


Ich sehe es genauso wie lifesgood, nur soviel verkaufen, um das Geld zu erhalten, das aktuell benötigt wird.
Wenn ich in Rente gehe, soll mir mein EM helfen Ausgaben zu decken, die ansonsten nicht möglich wären (z.B. neuer Kühlschrank, Waschmaschine, Rollator u.s.w.)
Es geht nicht darum den Lebensstandart zu halten, es geht um die Möglichkeit nicht ganz zu verarmen und dann auf die Mildtätigkeit oder Erbarmen anderer angewiesen zu sein.

Beitrag 15.05.2014, 18:16

veritas
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Polkrich hat geschrieben:Bessere Anzeichen für eine Bodenbildung bzw. einen baldigen Anstieg kann es fast nicht geben:

http://www.goldreporter.de/edelmetallha ... old/41875/
Um mal nur einen von den Zitierten heraus zu nehmen. Wer z.B. fast keine Pandas anbietet, wo Jahrgangsangebot Känguru Glückssache ist usw...
Wer keine Franzosen, keine Belgier und auch keine Italiener im Angebot hat, wer für abgehalfterte Georgs 10% Aufschlag nimmt, was ich nicht mehr als Schnäppchen bezeichne, der muss doch nicht in der Welt rumfragen, warum niemand mehr kauft, wenn keine Not am Mann ist. Da reicht ein Blick ins Lager. Was nicht ist, geht auch nicht weg.

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