Goldverbot - und nun ?

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 16.08.2020, 12:04

Klecks
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Spätlese hat geschrieben:
15.08.2020, 23:26
Das Mögliche zur jetzigen Zeit wäre, das irgendein politischer Schlaumeier mal auf die Idee kommen könnte Goldbesitz steuerlich neu zu bewerten und nicht nur auf Kauf/Verkauf sondern auch auf den Besitz eine steuerliche Note festzulegen.
Waschmaschine hat geschrieben:
16.08.2020, 07:40
Ich traue "denen" erstmal zu, Gold zu besteuern
Und damit sind wir m.E. den wahren Grund für die drastische Absenkung der Tafelverkaufsgrenze deutlich näher gekommen.

So eine Steuer ließe sich im Rahmen einer Neiddebatte auch problemlos durchsetzen. So, wie vor ein paar Jahren die Pferdesteuer (de allerdings vom Verfassungsgericht wieder kassiert wurde). Da hat es auch niemanden interessiert, dass 90% der Pferde in Vereinsbesitz sind und 95% der Vereinsmitglieder ganz normale Durchschnittsarbeitnehemer (bzw. deren Kinder). Im Gegenteil, unsere geBILDede Bevölkerung hat gejubelt, dass die "fetten Bonzen" endlich mal für ihren "Luxussport" löhnen sollen.
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

Beitrag 16.08.2020, 12:34

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FloTom
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Man sollte bedenken, dass es gar nicht nötig ist jede kleine Goldmünze in Privatbesitz über ein Verbot einzukassieren, es reicht in bester marxistischer Denkweise einige wenige zu bestrafen, der Rest wird sich aus Angst vor Strafe schon von selbst melden. Großzügige Amnestieregelungen und mediales Dauerfeuerwerk werden die Sache begleiten, auch wenn schon viele Privatpersonen Edelmetallbesitzer geworden sind in den letzten Jahren, die graue Masse hat genau gar nichts außer ein bisschen Schmuck und einem Familienerbstück bestenfalls.
Die sind also über den Freibetrag zum Edelmetallbesitz außen vor und von einem Verbot nicht betroffen.

Beitrag 16.08.2020, 14:31

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Silversurfer1984
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Der mit dem Gold tanzt. The Wolf of Goldstreet. Fiatiminator.

Beitrag 16.08.2020, 20:44

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Spätlese
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Silversurfer1984 hat geschrieben:
16.08.2020, 14:31
https://www.faz.net/aktuell/finanzen/me ... 42337.html
Ich zitiere mal aus dem Artikel:

Die Goldbestände privater Haushalte in Deutschland haben einen Rekordstand erreicht. Das geht aus einer Studie der Steinbeis-Hochschule für die Reisebank hervor. Demnach besitzen Privatleute in Deutschland derzeit rund 8918 Tonnen Gold, davon 4925 Tonnen in Form von Barren und Münzen und knapp 4000 Tonnen in Form von Schmuck. Das ist eine größere Menge als beispielsweise die Goldreserven der Vereinigten Staaten von Amerika, die bei der Notenbank Federal Reserve, kurz Fed, gelagert werden. Die Wissenschaftler haben diese Zahlen mit Hilfe einer repräsentativen Befragung von 2000 Deutschen berechnet.

2000 Deutsche sollen da repräsentativ sein? Bei 20.000 würde ich schon stutzig, bei 200.000 auch.
Man beachte: Bei einem ca. 83 Millionen-Volk haben die sage und schreibe 0,0024% befragt und diesen Wert hochgerechnet. Applaus !!!
Sorry, aber noch behämmerter geht´s nicht mehr mit Statistiken.

Solche, in meinen Augen unseriöse Erhebungen irgendwelcher Institutionen bringen andere nur auf dumme Ideen.
So ein Quatsch sollte verboten werden. :evil:
Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

Beitrag 16.08.2020, 20:49

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Silversurfer1984
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Wichtige Faktoren

Dazu gehören:
Die Größe der Grundgesamtheit (also die Menge von Personen, über die mithilfe der Umfrage eigentlich eine Aussage gemacht werden soll)
Die Varianz des jeweils abgefragten Merkmals (also davon, wie unterschiedlich oder gleichförmig das Merkmal verteilt ist)
Der gewünschte Sicherheitsgrad (also die Wahrscheinlichkeit, dass man mit der Stichprobe nur einen kleinen Fehler macht)
Der maximal erlaubte Fehler (also die Spannweite, um die eine Messung schwanken darf)

In vielen Fällen, beispielsweise bei einer Studie über eine Gesamtbevölkerung, kann man von einer Grundgesamtheit von 10.000 oder mehr Personen ausgehen. Jenseits dieser Größe ändert sich die benötigte Stichprobengröße nur noch geringfügig. Trifft man bestimmte, häufig vorkommende Grundannahmen bezüglich der eben genannten Faktoren, so bringt eine Stichprobengröße von ca. 500 Personen in aller Regel bereits einen ausreichend geringen Stichprobenfehler bei einem üblichen Sicherheitsgrad. Diese Zahl sollte jedoch nicht pauschal für alle Anwendungsfälle übernommen werden.
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Beitrag 16.08.2020, 21:05

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Sapnovela
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Als wenn jemand in diesem Umfragen ehrlich wäre... wer 10kg Gold zu Hause oder bei der Bank im Tresor hat, bindet das doch keinem Spasten von einer Umfragefirma auf die Nase smilie_05

Ich hab halt auch nur zwei Unzen... Silber... aber sie gefallen mir. Wirklich nett. smilie_06
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Beitrag 16.08.2020, 21:07

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Spätlese
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@Silversurfer1984:
Ach du Jesus.................Du machst Dir echt Mühe, diesen (in meinen Augen) Schwachsinn zu erklären.
Eine Umfrage bei 2000 Menschen wird im Leben nicht repräsentabel sein hochgerechnet auf 83.000.000 Menschen.
Aber jeder Mensch ist frei zu glauben, was er glauben mag.
So ich auch. Und ich glaube das nicht.
Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

Beitrag 16.08.2020, 21:25

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Silversurfer1984
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Spätlese hat geschrieben:
16.08.2020, 21:07
@Silversurfer1984:
Ach du Jesus.................Du machst Dir echt Mühe, diesen (in meinen Augen) Schwachsinn zu erklären.
Eine Umfrage bei 2000 Menschen wird im Leben nicht repräsentabel sein hochgerechnet auf 83.000.000 Menschen.
Aber jeder Mensch ist frei zu glauben, was er glauben mag.
So ich auch. Und ich glaube das nicht.
smilie_02 Mühe mache ich mir bis jetzt noch überhaupt keine. Erklären will und möchte ich Dir auch nichts, schließlich bist Du ja bereits sehr lange im Forum und mit Wissen gesegnet. Als Neuling könnte ich mir d nicht anmaßen, gegen diesen Erfahrungsschatz an zu kommen. smilie_01
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Beitrag 16.08.2020, 21:39

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Spätlese
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Silversurfer1984 hat geschrieben:
16.08.2020, 21:25
smilie_02 Mühe mache ich mir bis jetzt noch überhaupt keine. Erklären will und möchte ich Dir auch nichts, schließlich bist Du ja bereits sehr lange im Forum und mit Wissen gesegnet. Als Neuling könnte ich mir d nicht anmaßen, gegen diesen Erfahrungsschatz an zu kommen. smilie_01
Ich denke nicht, das es etwas mit der Länge der Zugehörigkeit in einem Forum zu tun hat, wenn man hier miteinander schreibt.
Es wird immer mal Gegenwind geben, wenn man hier postet. Das ist normal und auch gut so !!
Nur weil Du "neuer" bist, heißt das noch lange nicht das ich mehr Erfahrung habe, oder gar mehr Wissen.
Ich schon mal gar nicht........... smilie_02

Alles gut und mach weiter so !! smilie_01
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Beitrag 24.09.2020, 09:13

mini_me
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Beitrag 24.09.2020, 09:51

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IrresDing
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Wohnort: Ich bin dann mal weg.
Spätlese hat geschrieben:
16.08.2020, 21:07
@Silversurfer1984:
Ach du Jesus.................Du machst Dir echt Mühe, diesen (in meinen Augen) Schwachsinn zu erklären.
Eine Umfrage bei 2000 Menschen wird im Leben nicht repräsentabel sein hochgerechnet auf 83.000.000 Menschen.
Aber jeder Mensch ist frei zu glauben, was er glauben mag.
So ich auch. Und ich glaube das nicht.
Glauben kannst du in der Kirche.

Studium der Mathematik, 1. Semester:
Stochastik - Grundbegriffe, Praxis, Fehlerrechnung.

Danach formulieren wir dann eine fundierte zahlenbasierte Kritik auf Grundlage einer ordentlichen Fehlerrechnung gegen ein wissenschaftliches Institut, das bereits in der Vergangenheit mehrfach in diesem Gebiet forschte und deren Ergebnisse offensichtlich wissenschaftlichen Standards genügen.
Ich möchte den Weg des Forums nicht weiter mit beschreiten. Ich wünsche allen Mitgliedern viel Erfolg und danke für die schöne Zeit bis dahin. Bye bye

Beitrag 24.09.2020, 19:33

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Spätlese
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IrresDing hat geschrieben:
24.09.2020, 09:51
Spätlese hat geschrieben:
16.08.2020, 21:07
@Silversurfer1984:
Ach du Jesus.................Du machst Dir echt Mühe, diesen (in meinen Augen) Schwachsinn zu erklären.
Eine Umfrage bei 2000 Menschen wird im Leben nicht repräsentabel sein hochgerechnet auf 83.000.000 Menschen.
Aber jeder Mensch ist frei zu glauben, was er glauben mag.
So ich auch. Und ich glaube das nicht.
Glauben kannst du in der Kirche.
Studium der Mathematik, 1. Semester:
Stochastik - Grundbegriffe, Praxis, Fehlerrechnung.
Danach formulieren wir dann eine fundierte zahlenbasierte Kritik auf Grundlage einer ordentlichen Fehlerrechnung gegen ein wissenschaftliches Institut, das bereits in der Vergangenheit mehrfach in diesem Gebiet forschte und deren Ergebnisse offensichtlich wissenschaftlichen Standards genügen.
Hallo Irres Ding
Haste Langeweile?............... smilie_02 smilie_02
Oller Kram und gefühlt ewig her.

Was "wir dann so formulieren" weiß ich nicht, Mathematik habe ich nicht studiert und welche Ergebnisse "offensichtlich" welchen Standards auch immer "genügen" ist mir ziemlich egal, da es für mich nicht repräsentabel erscheint. 0,0024% der Bevölkerung wurden also zu diesem heiklen Thema befragt. Bei 0,24% würde ich das Ergebnis schon bezweifeln, bei 2,4% ebenfalls.
Gerne darfst auch Du glauben, woran Du magst. Wenn´s denn in der Kirche sein soll, dann bitte.

Was ich glaube und auch wo ich was glaube, solltest Du schon mir überlassen. Aber "Danke" für Deinen Hinweis.
Es sei denn, Du fühlst Dich dazu berufen, andere in ihrer "Glaubensrichtung" lenken zu wollen. :wink: smilie_07
Dies ist ein Forum für Goldfreunde und nicht der Wirtschaftsteil der FAZ wo wir als Autoren schreiben, es geht um ein fiktives Thema welches zwar Realität werden könnte, aber noch in der Ferne liegt.

Vielleicht hilft uns Deine studierte Mathematik ja im Thread "Goldpreisprognosen" weiter. Ein ebenfalls spannendes Thema, welches auf "Glauben" beruht. smilie_01
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Beitrag 24.09.2020, 20:16

Amenhotep IV
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Die Kolumne der Zeit Online von Mark Schieritz ist wirklich gelungen und trefflich formuliert.

Etliche minderbemittelte und geistig umnachtete Gutmenschen die in ihrer weltfremden Art anderer Auffassung sind werden hier wohl applaudieren und sich bestätigt fühlen.

Für solche Menschen die in der Regel ausschließlich von Transferleistungen leben, ist es eine Selbstverständlichkeit denen nichts zu gönnen, die ihren Müßiggang mit den Steuergeldern anderer finanzieren.

Diese Neidgesellschaft von Leuten kreiert und diskutiert welche die Hände derer schlagen die sie ernährt ist einfach nur widerlich und kotzt jeden fleißigen Menschen nur noch an !
ECHN PH AEGYPT BC MCCCLI - BC MCCCXXXIV

Beitrag 24.09.2020, 20:23

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Sapnovela
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Spätlese hat geschrieben:
24.09.2020, 19:33
Hallo Irres Ding
Haste Langeweile?............... smilie_02 smilie_02
Oller Kram und gefühlt ewig her.

Was "wir dann so formulieren" weiß ich nicht, Mathematik habe ich nicht studiert und welche Ergebnisse "offensichtlich" welchen Standards auch immer "genügen" ist mir ziemlich egal, da es für mich nicht repräsentabel erscheint. 0,0024% der Bevölkerung wurden also zu diesem heiklen Thema befragt. Bei 0,24% würde ich das Ergebnis schon bezweifeln, bei 2,4% ebenfalls.
Sorry Spätlese, aber der ging daneben.

Das Problem bei diesen Umfragen ist der BIAS, also die Weigerung überhaupt die Wahrheit zu sagen. Bei mir wissen ganz genau zwei Personen wie es wirtschaftlich genau steht: Meine Frau und mein Steuerberater. Den Rest geht es auch einen feuchten.... an. Das ist wahrscheinlich kein Alleinstellungsmerkmal.

Die Größe der Stichprobe dagegen ändert im Wesentlichen das Konfidenzniveau, also die Wahrscheinlichkeit, dass die ermittelte Aussage richtig oder falsch ist. Falls es Dich interessiert, es ist reine Mathematik, da hat IrresDing völlig recht:
https://www.surveymonkey.de/mp/reprasen ... und-tipps/

Bevor einer von uns die Steinbeis-Hochschule in Statistik wiederlegt, können wir auch Tommy Riordan k.o. schlagen: https://www.youtube.com/watch?v=1CSgbal4syY smilie_07

Btw: Für die Sonntagsfrage werden regelmäßig 2.000 wahlberechtigte Personen befragt, deren Entscheidung dann für die gesamte wahlberechtigte Bevölkerung in D hochgerechnet werden. Warum 2000 Personen bei einer Bundestagswahl ausreichen, aber beim Thema Goldbestämde, wirst Du schon genauer erklären müssen, als mit "würde ich das Ergebnis schon bezweifeln".
Gehirnwäsche funktioniert wie richtige Wäsche - wenn sie das Objekt lang und heiß genug waschen, schrumpft es. (c) Volker Pispers

Beitrag 24.09.2020, 21:12

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Spätlese
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Sapnovela hat geschrieben:
24.09.2020, 20:23
Sorry Spätlese, aber der ging daneben.
Das Problem bei diesen Umfragen ist der BIAS, also die Weigerung überhaupt die Wahrheit zu sagen. Bei mir wissen ganz genau zwei Personen wie es wirtschaftlich genau steht: Meine Frau und mein Steuerberater. Den Rest geht es auch einen feuchten.... an. Das ist wahrscheinlich kein Alleinstellungsmerkmal.
Die Größe der Stichprobe dagegen ändert im Wesentlichen das Konfidenzniveau, also die Wahrscheinlichkeit, dass die ermittelte Aussage richtig oder falsch ist. Falls es Dich interessiert, es ist reine Mathematik, da hat IrresDing völlig recht:
https://www.surveymonkey.de/mp/reprasen ... und-tipps/

Bevor einer von uns die Steinbeis-Hochschule in Statistik wiederlegt, können wir auch Tommy Riordan k.o. schlagen: https://www.youtube.com/watch?v=1CSgbal4syY smilie_07

Btw: Für die Sonntagsfrage werden regelmäßig 2.000 wahlberechtigte Personen befragt, deren Entscheidung dann für die gesamte wahlberechtigte Bevölkerung in D hochgerechnet werden. Warum 2000 Personen bei einer Bundestagswahl ausreichen, aber beim Thema Goldbestämde, wirst Du schon genauer erklären müssen, als mit "würde ich das Ergebnis schon bezweifeln".
Ich denke nicht, dass das total daneben ist.
Bei einer Meinungsumfrage über Politik mag das hinkommen, da bestimmt ein sehr hoher Prozentsatz der Gesamtbevölkerung sich dafür interessiert. Auch bei Umfragen über die Fußball-Bundesliga würde ich das glauben. Aber bei der Frage über die Goldhortung?
Mich könnte fragen wer will, aber ob ich da wahrheitsgemäß antworte ist mal dahingestellt. Ob ich CDU, SPD oder sonstwas wähle ist keine Frage wo ich nachher ungebetenen Besuch aufgrund meiner Antwort erhalten würde.
Und jetzt zum wahrscheinlich dritten Mal: Das war meine persönliche Meinung dazu !! :wink:
Ihr könnt gerne mathematisch errechnen was ihr wollt und auch zu Ergebnissen kommen die daraus resultieren.

Wenn wir jetzt alles so "faktenbasiert" auseinander puzzlen, dann erübrigt sich ja wohl jede Diskussion darüber.
Wir wissen, das jeder Mensch anders über diverse Sachverhalte denkt und auch denken darf. Mehr habe ich nicht gesagt, als das, dass ich es nicht glauben kann bei diesem Verhältnis von Befragten zur Bevölkerungszahl.

Hilft es jemandem, wenn ich schreibe: Ohh.........ihr habt mich überzeugt........... smilie_07
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Beitrag 24.09.2020, 21:20

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Spätlese
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Amenhotep IV hat geschrieben:
24.09.2020, 20:16
Die Kolumne der Zeit Online von Mark Schieritz ist wirklich gelungen und trefflich formuliert.

Etliche minderbemittelte und geistig umnachtete Gutmenschen die in ihrer weltfremden Art anderer Auffassung sind werden hier wohl applaudieren und sich bestätigt fühlen.

Für solche Menschen die in der Regel ausschließlich von Transferleistungen leben, ist es eine Selbstverständlichkeit denen nichts zu gönnen, die ihren Müßiggang mit den Steuergeldern anderer finanzieren.

Diese Neidgesellschaft von Leuten kreiert und diskutiert welche die Hände derer schlagen die sie ernährt ist einfach nur widerlich und kotzt jeden fleißigen Menschen nur noch an !
:?: :?:
Wenn ich ehrlich bin, so habe ich von Deinem Kommentar rein gar nichts verstanden.
Ich finde auch den Themenbezug nicht.
Kann aber an meinem Intellekt liegen. :cry:
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Beitrag 26.09.2020, 10:37

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Sapnovela
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Spätlese hat geschrieben:
24.09.2020, 21:12
Ich denke nicht, dass das total daneben ist.
Doch ist es. Du schreibst
Spätlese hat geschrieben:
16.08.2020, 20:44
"2000 Deutsche sollen da repräsentativ sein? Bei 20.000 würde ich schon stutzig, bei 200.000 auch.
Man beachte: Bei einem ca. 83 Millionen-Volk haben die sage und schreibe 0,0024% befragt und diesen Wert hochgerechnet. Applaus !!!
Sorry, aber noch behämmerter geht´s nicht mehr mit Statistiken.
und das ist eben nicht behämmert.
Spätlese hat geschrieben:
24.09.2020, 21:12
Bei einer Meinungsumfrage über Politik mag das hinkommen, da bestimmt ein sehr hoher Prozentsatz der Gesamtbevölkerung sich dafür interessiert. Auch bei Umfragen über die Fußball-Bundesliga würde ich das glauben. Aber bei der Frage über die Goldhortung?
Mich könnte fragen wer will, aber ob ich da wahrheitsgemäß antworte ist mal dahingestellt. Ob ich CDU, SPD oder sonstwas wähle ist keine Frage wo ich nachher ungebetenen Besuch aufgrund meiner Antwort erhalten würde.
Da genau ist der BIAS, der mit der Stichprobengröße nichts zu tun hat. Wenn 90% aller Befragten nicht die Wahrheit sagen, ist das bei 2000 Befragten so und bei 20.000 auch.
Spätlese hat geschrieben:
24.09.2020, 21:12
Und jetzt zum wahrscheinlich dritten Mal: Das war meine persönliche Meinung dazu !! :wink:
Ihr könnt gerne mathematisch errechnen was ihr wollt und auch zu Ergebnissen kommen die daraus resultieren.

Wenn wir jetzt alles so "faktenbasiert" auseinander puzzlen, dann erübrigt sich ja wohl jede Diskussion darüber.
Wir wissen, das jeder Mensch anders über diverse Sachverhalte denkt und auch denken darf. Mehr habe ich nicht gesagt, als das, dass ich es nicht glauben kann bei diesem Verhältnis von Befragten zur Bevölkerungszahl.

Hilft es jemandem, wenn ich schreibe: Ohh.........ihr habt mich überzeugt........... smilie_07
Schwacher Abgang, meine liebe Spätlese, Mathematik ist bei ihrer Richtigkeit nicht von persönlichen Meinungen abhängig. Aber nun verstehe ich auch wie es zu Bemerkungen von Dir kommt wie "spreche ich Dir die Kompetenz ab"... ist halt so nen Gefühl und ne Meinung, richtig?
Gehirnwäsche funktioniert wie richtige Wäsche - wenn sie das Objekt lang und heiß genug waschen, schrumpft es. (c) Volker Pispers

Beitrag 26.09.2020, 13:27

PlainChocolate
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Registriert: 14.09.2020, 16:16
Angesichts der Aussagen von Spätlese drängt sich mir der Eindruck auf, der Fehler 1. Art sei beim entsprechenden User gegenüber der Realität ausgesprochen stark ausgeprägt, um bei der Statistik zu bleiben.

Um Spätlese die mathematischen Hintergründe verständlich zu machen: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, aus einer zufälligen Stichprobe einer Grundgesamtheit von 82 Millionen Menschen beim Ziehen von 2000 Menschen ausschließlich Antworten zu erhalten, die nicht der Grundgesamtheit entsprechen?

Viele, viele Nullen. Die Zahl meine ich. Natürlich.
In dubio pro short.

Beitrag 29.09.2020, 08:12

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amabhuku
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Beiträge: 333
Registriert: 07.01.2011, 17:51
Sapnovela hat geschrieben:
24.09.2020, 20:23
Bei mir wissen ganz genau zwei Personen wie es wirtschaftlich genau steht: Meine Frau und mein Steuerberater. Den Rest geht es auch einen feuchten.... an. Das ist wahrscheinlich kein Alleinstellungsmerkmal.
Du meinst außer dir?
Sind zwei zuviel, eindeutig.
8)

Beitrag 29.09.2020, 13:26

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Sinjawski
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Beiträge: 434
Registriert: 17.11.2012, 23:44
zu https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-09/ ... dite-5vor8

Der Artikel regt meine Meinung nach schon sehr zum Nachdenken an, greift aber in vielen Dingen zu kurz.

6 Punkte wuerde ich gerne diskutieren:
i) „Es wäre für alle das Beste, wenn es im Boden verbliebe.“ Hilft aber nur, wenn das gleiche fuer andere Edelmetalle, Seltene Erden, Oel etc. gaelte: Es gibt genug Mobiltelefone im Umlauf, sollte nur mal ernst gemacht werden mit dem Recycling, dann koennten die Preise von seltenen Erden auch sinken, und es muessten nicht noch mehr Loecher gebohrt werden und Konflikte (wie in Kongo) befeuert werden. Gleiches gilt fuer Oel: als Treibstoff effizienter nutzbar – mein Auto schluckt 4 Liter auf 100km/h, ginge evtl. noch besser. Weiss ich, ob der Autor einen SUV mit 10l Verbrauch faehrt, das ist im Gegensatz zu Gold aber unverzichtbar 😉. Und fuer die Batterien im e-Auto wird die Umwelt schon fast genauso geschaedigt: hier warte ich seit Jahren auf weitere Durchbrueche in der Speichertechnologie oder noch lieber Wasserstoff als Energiespeicher, das wuerde der Umwelt wirklich helfen, stattdessen werden die besseren Batterieleistungen durch verbrauchsstaerkere Motoren kompensiert.

ii) „Das Gold verdankt seinen Ruf als lukratives Investitionsobjekt vor allem einer skrupellosen Goldmafia“. So, und worin soll ich denn meine Altersvorsorge dann besser umschichten? Bitcoin-Mafia? Finanzmafia? Nicht einmal die und die Aktien von Wirecard sind CO2-Neutral. Und an der Deutschen Rentenversicherung lassen solche Autoren doch ueblicherweise auch kein gutes Haar (die Rente ist sicher); oder doch Staatsanleihen mit Negativzinsen (trotz Deflation)? Solange mir niemand sagt, in welchen Anlageklassen weniger manipuliert wird, bei garantierter Auszahlung im Rentenalter, ist diese ein klares Nichtargument, und Gold duerfte wie von vielen Anlageprofis zumindest als Diversifikation beigemischt werden. Klar kann der Markt manipuliert werden, am staerksten natuerich durch ein Verbot, was die Preise in den Keller stuerzen wuerde. Na bitte, aber sonst immer ganz liberal.

iii) „Gold ist der Reichsbürger unter den Finanzinvestments.“ Die Abrechnung mit der AfD oder anderen Auswuechsen sollte hiervon vl. getrennt werden. Nicht jeder, der in Gold investiert, findet M. Krall toll. Nicht jede Oma, die zur Sparkasse geht, oder jeder Bankdirektor, der eine Goldmuenze anbietet, sind Neonazis. Es gibt vl. auch AfD Funktionaere, die das gleiche Auto fahren wie ich, oder Kinder auf die gleiche Schule schicken, deshalb mache ich mich nicht mit deren Gedankengut gemein, und auch die meisten Foristen hier sind eher keine Reichsbuerger.

iv) „Für Ketten, Ringe oder Armreife darf das bereits geförderte Gold weiterverwendet werden. Der Handel mit Barren oder Münzen hingegen wird verboten.“
Hier wird es interessant: einen Foerderstop faende ich ja gar nicht so schlecht, gibt ja aktuell noch genug Gold, was verbraucht werden kann. So wie bei der BuBa, wo tatsaechlich jaehrlich ein wenig Gold entnommen wird fuer die Muenzausgabe; ob man das macht, oder es weiter im Tresor liegt, macht laut vorheriger Argumentation doch auch keinen Unterschied. Aber andere Staaten werden deshalb noch lange nicht aufhoeren, Gold zuzukaufen. Und das Gold, das heutzutage in Kruegerrands, Maples, Yuans oder Libertads gepraegt wird, ist mit grosser Sicherheit nur zum kleinsten Teil „sauber gefoerdert“ worden. Ich halte mich seit laengerem von diesen Muenzen und Barren fern. Es gibt genuegend schoene LMU, Kaiserreich oder alte Escudos, da muss man egtl. kein neues dubioses Zeugs auf den Markt werfen. Man sammelt, investiert, und bewahrt fuer nachfolgende Generationen auf.
Klar ist auch dieses Gold urspruenglich mal unter dubiosen Umstaenden gefoerdert worden. Mache ich mich dann mitschuldig, wenn fuer die Goldatome in meiner Lieblingsmuenze vor 100 Jahren am Yukon ein Goldschuerfer umgebracht wurde? Das kann ich aber nicht dadurch heilen, dass ich alle Barren, Muenzen (und warum egtl. nicht auch Eheringe?) einschmelze oder deren Handel verbiete. Verbote sollten dann schon etwas gezielter sein, und auch eine Abgrenzung zu sammelwuerdigen Objekten und Kunst- und Kulturgegenstaenden ist immer noetig.

v) Schliesslich das allgemeine Problem der Enteignung: Wenn ich Gold also enteigne, oder zumindest den Wert durch ein allgemeines Handelsverbot minimiere, warum soll das nur fuer Gold gelten, warum nicht fuer Oldtimer, alte Bilder, wertvolle Sammleruhren? Im Endeffekt war es immer meine Entscheidung, in welche Dinge, Vermoegenswerte, Altersvorsorge ich mein Geld stecke. Es koennen aber nicht staendig die Regeln nur zum Nachteil einzelner geaendert werden: dies widerspricht klar dem Aufruf zur privaten Altersvorsorge. Haette ich doch lieber alles verprasst, um spaeter mal Sozialhilfe zu beantragen?

vi) Alternativen: ein Verbot wird nicht kommen, zumindest nicht in DE. Vl. mal in USA, damit der Moechtegern-Praesident auf Lebenszeit alle seine Hotels echt vergolden kann. Allerdings koennte man evtl. mit Steuern steuern. Aber das macht wie die Vorschlaege des Autors natuerlich nur Sinn, wenn es international einheitlich durchgesetzt wuerde. Warum haben wir MWSt auf Silber und nicht auf Anlagegold? Ein verminderter Steuersatz auf „Bio- und Fairtrade-Gold“, 16% auf Kruegerrand und co, Befreiung auf die Muenzen gemaess der „BMF Liste der Anlagegoldmünzen nach Art 344 Abs 1“, bei eventueller Anpassung der Listen mit Jahreszahlen. Nur mal so eine Idee. Und in allen Foerderlaendern muessten die Staaten m.M. nach zu 50,1% an allen Foerderunternehmern beteiligt sein, mit starken Aufsichtsraeten, s.d. die Umweltzerstoerung minimiert wuerde. Aber dies alles funktioniert natuerlich nur in einer idealen, nicht-korrupten Welt.
Half of what he said meant something else,
and the other half didn't mean anything at all.
(Rosencrantz And Guildenstern Are Dead)

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