In der Krise Gold als Zahlungsmittel untauglich?

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 15.09.2017, 14:20

goldmarie2
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Hallo,

vorweg, bin keine Münzsammlerin sondern möchte ein wenig Krisen gewappneter aufwachen, wenn es denn soweit ist. Kann dauern kann weniger dauern egal, es kommt.

Durch anlesen, scheint es besser zu sein kleine Einheiten an Münzen (z.B.Krügerrand) den Vorzug zu geben, obwohl es ja auch kleine Barren gibt z.B.Goldbarren Heraeus - 999,9er Feingold Anlagegoldbarren.

Ich kannte bisher nur den Namen Krügerrand und wußte was ein Barren ist. Ich gehe davon aus, das es vielen so geht, wenn man sich nicht damit beschäftigt hat. "Wiener Philharmoniker" kannte ich gar nicht (als Münze).

In der Vergangenheit hat man in Krisenzeiten den Besitz von Gold und die Verwendung als Zahlungsmittel verboten, was ja an sich schon eine Frechheit ist, lasse ich das mal ausser Acht, habe ich trotzdem Fragen:

1. "Überflüssiges" oder wertloses Papiergeld irgendwo liegen zu haben ergibt keinen Sinn, geht überhaupt Gold gegen Bares, bei einer Bank (wie oben erwähnt)? In der Schweiz ja kein Problem, bei der z.B. Volksbank sehe ich schwarz. Gibt es dazu Erfahrungen?

2. Was nützt Gold zum Einkaufen, in der Praxis, das Logo des Heraeus Barren mit der Feingoldangabe und dem Herstellungsort in Deutschland, wäre für mich vertrauenwürdiger als ein Krügerrand, wenn mich einer bezahlen wollte.

2a. Wie soll ich denn Beweisen das mein Gold echt ist und glaubwürdig vermitteln was es zur Zeit wert ist, wenn mein "Metzger" so eine Frage stellen würde? (beim Edeka wohl gar nicht möglich!).

3. Sehe ich das richtig, als Zahlungsmittel in der Krise nur sehr, sehr bedingt zu gebrauchen?

4. Also bleibt anscheinend nur als Hauptzweck Papiergeld loszuwerden und dann nach der Krise wenigstens das Gold zu haben und dann wenn es erlaubt ist oder bei Bedarf, wieder zu verkaufen beim Goldhändler, richtig (oder privat falls ich jemand finde)?

5. Kann es sein, das neues Geld in Deutschland, bis es wieder im Umlauf ist ca. 14 Tage braucht, weil unser Innenminister ja propagiert hat für 14 Tage Lebensmittel-Vorräte anzulegen und an einen Stromausfall hat er doch bestimmt nicht dabei gedacht?
(das ist noch nicht lange her und bringt einen ans Grübeln)

Letzte Frage: Was ist besser Krügerrand oder Goldbarren Heraeus - 999,9er Feingold? Oder völlig egal, auch unter Berücksichtigung, dass eventuell eine Bank das Teil annimmt?
(ich persönlich find einen mini Barren deutscher Herstellung vertrauenswürdiger)

Sorry für die vielen Fragen, jedoch genau dies geht einem durch den Kopf, wenn man gerade angefangen hat sich damit zu beschäftigen.

mfG. goldmarie2 smilie_13

Beitrag 15.09.2017, 16:03

Andu0815
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Hallo! smilie_24
Bin auch noch nicht lange mit der Materie vertraut. Meiner Meinung nach macht es in einer Krise am meisten Sinn auf Landeseigene Prägungen zurückzugreifen, da die Akzeptanz für diese in weiten teilen der Bevölkerung am größten ist. Ich würde mich an deiner Stelle nicht auf Gold beschränken, wenn man seine Edelmetalle in einer Krise gegen Lebensmittel oder ähnliches tauschen möchte sind die 20€ Silbermünzen deutlich sinnvoller, kaum jemand wird dir für 1 oz Gold Lebensmittel anbieten können.
Außerdem macht es meiner Meinung nach sehr viel Sinn einen kleinen Vorrat an Alkohol, Tabak, Kosmetikartikel und Nahrungsmittel(Dosen) anzulegen.
Zu Beginn einer Krise wird man seine Edelmetalle noch gut losbekommen, da viele Menschen versuchen werden ihr Erspartes zu retten. Wenn die Krise jedoch länger anhalten sollte, wird sich kaum jemand mehr um EM kümmern und Leute die bereits hungern werden kaum ihre Lebensmittel für Gold oder Silber abgeben, das sollte man berücksichtigen.
Wenn man lediglich auf einen Börsencrash spekuliert ist man mit dem Krügerrand, Philharmoniker, Maple Leaf, usw. sicherlich gut beraten.
Zuletzt geändert von Andu0815 am 15.09.2017, 16:23, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 15.09.2017, 16:11

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IrresDing
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Hallo Goldmarie,

ich versuche mich bewusst kurz zu fassen.

Du hast es richtig erkannt. Edelmetall ist nur etwas für nach einer (wie auch immer gearteten) Krise mit Verlust der Kaufkraft des Papiergelds. Edelmetalle helfen in einer z.B. Krise mit Lebensmittelknappheit nur gering weiter. Vielleicht kannst du dann mal doch einen Schinken irgendwo kaufen. Davon wirst du diese aber nicht überstehen.

Es ist korrekt, dass der Bund Lebensmittelvorräte lagert. Darauf würde ich mich auch durchaus verlassen. Die Frage ist aber viel mehr reicht diese Bevorratung aus?

Um jetzt zum Kern zu kommen: Du musst dir erst ein mal bewusst werden gegen was du dich versichern möchtest. Gegen einen Währungscrash? Gegen eine verrückte Rakete des Kims*? Gegen einen invasiv geführten Krieg? Gegen Krankheiten? Usw.

Die Infobroschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt indes hervorragende Basics zur Vorsorge. Hier findest du diese: http://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downl ... cationFile Diese sollte man als Grundlage für sich nehmen. Darauf kann man dann aufbauen. Nun zu deiner Frage was dich in der Krise weiter bringt. In einer Krise zählt nicht Gold und Silber. In einer Krise zählt zu aller erst einmal das eigene Leben (z.B. wenn du einem Krieg vorbeugen möchtest). Danach Wasser. Und dann Nahrungsmittel. Wie sich gezeigt hat werden Notnahrungsriegel wie BP-5 oder NRG-5 in echten Krisenregionen als eine Art Zahlungsmittel/Tauschmittel genutzt.

Fazit:
* Möchtest du dein Vermögen durch eine Krise bringen: Edelmetall
* Möchtest du Durst/Hunger vorbeugen: Die Bevorratung des obigen Flyers beachten (insb. Wasser) und zusätzlich ein Karton NRG-5 für rund 120 Euro (dafür kann man dann andere Dinge auf dem Flyer weniger einlagern). Eine Packung Micropur Forte Tabletten ist auch billig zu erstehen.
* Möchtest du einen atomar, biologisch oder chemisch geführten Krieg überleben: ABC Maske, Filter, mindestens Infektionsschutzanzug mit Füßen und Handschuhen, spezielle hochdosierte Jodtabletten (gibts gerade im Aachener Raum wegen dem belgischen Tihange kostenlos: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... -ernstfall ) und ein nie auf nur Reserve betanktes KFZ.

Da fehlen nun viele andere Dinge. Und ich warne davor hier Panik zu schieben und sich allerlei unnützen teuren Mist zu kaufen. Die Gefahr, dass der Dritte Weltkrieg in nächster Zeit ausbricht dürfte in einer nicht messbaren Größenordnung liegen. Ebenso ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Energieversorgung über Tage großflächig ausfällt oder es in Deutschland zu Nahrungsmittelknappheit kommt. Mal ehrlich: Warum auch? Die einzige Gefahr die ich schon eher sehe ist eine Havarie eines in der Nähe von Deutschland liegenden Atomkraftwerks. Um sich dagegen zu schützen bist du mit 200-300 Euro pro Person dabei. Und einen Vorrat von NRG-5 ist auch nie schlecht und spottbillig. Aber dann würde ich nichts mehr machen, alles weitere ist die Spinnerei von "Preppern" die meines Erachtens öfter mal zum Psychotherapeuten sollten.

*)
bevor nun Lacher kommen: Die KN-20 schafft es bereits bis nach Deutschland, die Frage ist nur mit welcher Nutzlast http://gfx.sueddeutsche.de/apps/e418489 ... 880q70.png Wobei es fraglich ist ob der kleine Dicke wirklich eine Rakete quer über Russland schießt.
Zuletzt geändert von IrresDing am 15.09.2017, 17:35, insgesamt 1-mal geändert.
"Gleich und gleich gesellt sich gern", sagt der Volksmund. Ich sehe wenig gleiches. LG und bye.

Beitrag 15.09.2017, 16:57

Herebordus
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Die Gefahr eines Weltkriegs ist doch gegeben, wenn man Nordkorea sieht. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit geringer als ein Stromausfall in Deutschland.

In der Krise finde ich Schnaps sinnvoller. Damit kann man desinfizierfen, konservieren. Trinken oder tauschen geht sicher auch.
Zuletzt geändert von Herebordus am 15.09.2017, 16:58, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 15.09.2017, 16:57

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Hellweg
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IrresDing hat mit ihrem post alles abgedeckt, was zu diesem Thema wichtig ist.

Gruß vom Hellweg

Beitrag 15.09.2017, 18:08

goldmarie2
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Hallo,

erst mal lieben Dank an ALLE. Wie "IrresDing" richtig vermutet, wollte ich auch meine Ahnung nur bestätigt wissen.
Edelmetall nach der Krise wegen Verlust der Kaufkraft des Papiergelds.

Meine eigentliche Sorge ist "NUR" der Währungs-Crash!

Wobei nicht die Frage ist ob sondern wann, spätestens wenn die China Blase platzt. Dann doch wieviel Lebensmittel kommen aus Deutschland usw. das mit einer "Insel der Glückseligen" könnte in die "Hose" gehen. Ich rechne eher mit einem Durcheinander von 30 Tagen, bin optimistisch. Das mit BP-5 kannte ich noch nicht, danke.

Zurück dann zur letzten Frage:
a) Gold bis jeweils maximal 1- 5gr, Barren oder Krügerrand?
Ich persönlich denke Barren der Firma Heraeus, welche ihren Hauptsitz im hessischen Hanau hat, könnte vertrauenserweckender sein, ODER?

b) Nimmt eine Bank Gold an und tauscht gegen "neue" Währung oder eher nicht?

(hat doch sicher hier jemand, mit heutigem € ausprobiert)

mfG. goldmarie2

Beitrag 15.09.2017, 19:05

Montgomery
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Auch wenn die Motivation für Gold- und Silberkäufe verschieden ist, am Ende kommt man auf die immergleichen Fragen: was, welche Stückelung :D

Unter 5 g lohnt sich keine Stückelung - die Aufpreise sind einfach zu hoch. EM kaufst Du nicht bei der Bank (zu hohe Gebühren, falls Banken überhaupt noch EM-Schalter haben), sd. beim EM-Händler. Es gibt sowohl Filialen vor Ort als auch zahlreiche online-Händler, die EM verkaufen als auch ankaufen. Adressen oder Links findest Du hier auf gold.de. Ich würde unter 1oz Barren meiden bzw. überhaupt zu Münzen greifen: im Fall der Fälle, mit dem Du anscheinend rechnest, wird Dein Gegenüber (ohne Fachkenntnisse) eher einer offiziellen Münzprägung trauen als einem in Plastik eingeschweißten Barren, der auch gefälscht sein könnte.

Wenn Du EM als Absicherung erwirbst, um die Kaufkraft über die Krise hinwegzuretten, bevorzuge doch größere Stückelungen (1 + 1/2oz) gängiger Anlagemünzen (Krügerrand, American Eagle, Maple Leaf, Philharmoniker, Känguru), weil Du hier die geringste Spanne von Ankaufs- und Verkaufspreisen hast bzw. den Feingehalt aufgeprägt hast. Solltest Du doch kleinere Größen erwerben wollen, kannst Du auf historische Münzen zurückgreifen, die aufgrund der hohen Auflagen als Anlagemünzen fungieren: 20 Francs Frankreich, 20 Franken Vreneli, 8 Florin / 20 Kronen Österreich. Hier bekommst Du zw. 5,92 und 6,05g Feingold mit zT geringeren Aufpreisen als bei den Neuprägungen wie Krügerrand etc.

Ich meinesteils rechne nicht unbedingt mit einem absehbaren Währungscrash. Es hat sich seit 2008 gezeigt, dass das Geldsystem mit ALLEN Mitteln erhalten werden soll und kann. Von daher kannst Du mit den verzweifelten Aktionen der Notenbänker & der Ignoranz des Großteils der Bevölkerung rechnen, die durch ungerechtfertigtes Vertrauen den Bestand des Geldsystems zulassen, ja ermöglichen. Im Blick auf die Gegenwart ist eher zu sehen, dass die Enteignung längst begonnen und weit fortgeschritten ist. Stichworte Kaufkraftillusion, kalte Enteignung, finanzielle Repression. Ich bin immer wieder verblüfft, dass die meisten an den "Wert" von Nominalen / Zahlen glauben und nicht willens bzw. fähig sind, die reale Entwertung wahrzunehmen. Bei 2% realer Entwertung (nominaler Zins minus nominale Inflationsrate = reale Inflation=Entwertung) sind Deine Ersparnisse in 20 Jahren nur noch ca. 50% wert, da braucht's keinen Währungscrash.

Es gibt verschiedene Stimmen und Meinungen zum EM. Ich möchte einfach eine Lanze dafür brechen, sich nicht verrückt machen zu lassen von apokalyptischen Zukunftsszenarien. Die Unze Gold für den Bauern ist doch kokolores: allein schon den Bauern gibt es nicht mehr, der auf seinem Hof Lebensmittel produziert. Ein nüchterner Blick auf mögliche Szenarien kann helfen, sich auf bestimmte Fälle vorzubereiten, @Irres Ding hat da eine tolle Übersicht gebracht. Es geht darum, vorbereitet zu sein, um nicht völlig überrascht zu werden. EM ist keine Krisenwährung, sd. primär ein Wertaufbewahrungsmittel, das im Fall der Fälle auch als Tausch/Zahlungsmittel fungieren kann.

Letztlich geht es darum, gut schlafen zu können. Mit etwas EM bist Du etwas weicher gebettet als ohne :wink:
http://www.gold.de/forum/montgomery-t9471.html

Beitrag 15.09.2017, 19:25

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Grandmaster
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Wurde bereits fast alles gesagt.

Kurzer Nachtrag: Wenn man wissen will, welche Münzen (Gold oder Silber) in einer Krise taugen könnten (sofern man das denn dann dafür hernehmen möchte)...einfach mal Leute fragen, die sich nicht so mit Gold, Silber, etc. auskennen, was diese denn für Silber- und Goldmünzen kennen.

Da wird man überrascht sein, denn ein Gold-Känguru oder ein 20 Franc Goldstück oder einen Silber Kookaburra kennt keiner, kann keiner einordnen. Taugt quasi nicht. Mit einem Krügerrand wäre ich jetzt auch nicht 100% sicher, ob das der Max um die Ecke kennt. Und das, obwohl eine der bekanntesten Goldanlagemünzen. Was also für uns hier einfachstes 0815 ist, kann für die Masse etwas komplett Unbekanntes und nicht Einschätzbares sein. Da kannste dann für 5 Konserven, 8 Flaschen Mineralwasser und 5 Tüten Nudeln 2 Unzen Krügerrand hinlegen, wenn du Pech hast...^^

Wenn EM in Krisen (und nicht als Vermögenssicherung bei einer Währungsreform), dann Schmuck wie Ringe oder Ketten mit Stempeln...das kann jeder ungefähr einordnen. Zur Not geht sogar Bruchgold. Aber dem Max und der Uschi um die Ecke braucht man dann nicht mit einem Känguru oder irgend einem anderen Tier kommen...^^

Fazit: Einfach ein paar günstige 333 Goldringe und 333 Ketten für solche Zwecke zurücklegen. Kann man nichts verkehrt machen. Fertig.

goldmarie2 hat geschrieben:
Zurück dann zur letzten Frage:
a) Gold bis jeweils maximal 1- 5gr, Barren oder Krügerrand?
Ich persönlich denke Barren der Firma Heraeus, welche ihren Hauptsitz im hessischen Hanau hat, könnte vertrauenserweckender sein, ODER?

mfG. goldmarie2
Frage des Geschmacks. Ich persönlich mag keine eingeschweißte Barren...einfach, weil man sie sehr schlecht auf Echtheit überprüfen kann. Würde ich auch nicht annehmen. Ich würde nur Münzen annehmen...und auch nur bekannte, wie z.B. Krügerrand. Wenn da jemand mit einem 100 Jahre alten Goldstück aus Südamerika oder Gold aus Nah- und Fernost wie Indien ankommt, würde ich abwinken, da ich mich damit nicht auskenne.

Von der Größe her: Wenn es rein nur nach Wertsicherung geht (also Tausch nach Währungsumstellung), würde ich ab 1 Unze aufwärts anlegen.

Beitrag 15.09.2017, 19:46

Mehrgoldfüralle
Das kommt auch darauf an, wo man lebt. Hier im Dorf Schnaps zu horten wäre bescheuert, den gibt´s in jedem zweiten Haus fassweise. Andererseits kann ich den Bauern glaubhaft versichern, das in einem 5-Markstück 7 gr. Silber drin sind und in einer Unze 31,1 gr. Wo man gekannt wird, funktioniert das wohl. In einer Großstadt eher nicht. Gold ist jedenfalls während einer wie auch immer gearteten Krise eher nicht zu gebrauchen, das ist für hinterher. Während ist Silber angezeigt,, je nachdem wo. Gute Tauschartikel sind auch reichlich sanitäre Sachen wie Toilettenpapier, Verbandsmaterial und Einwegzahnbürsten. Feuerzeuge sind auch nicht schlecht ohne Strom. Einen guten Wasserfilter statt Pillen sollte man auch haben. Notstromaggregat und Spirituskocher sind auch nicht schlecht, je nachdem, was man befürchtet.

Beitrag 15.09.2017, 20:50

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KROESUS
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ich bleibe dabei in einer echten Krise sind volle Reservekanister eine gute Währung

und sauberes Wasser, Heizmaterial, usw

Gold ist für nach der Krise

oder davor
In unsicheren Zeiten kann Gold eine gute Wertanlage sein

Beitrag 15.09.2017, 21:29

goldmarie2
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Hallo zusammen, schönen Dank.

Also ich habe mir den Krügerrand und den Heraeus Barren noch mals genau angesehen. Wenn jemand den Krügerrand auch Optisch nicht kennt, der wird gar nicht wissen was ich da vorzeige.
Dazu kommt, dass auf dem Rand nur draufsteht z.B. 1/2 oz FINE GOLD und dann muss ich erklären was eine oz ist usw...
Das Argument der Barren, könnte ja gefälscht sein finde ich kein wirklich starkes Argument. Auf dem Heraeus Barren ist auch ein aufwändiges Logo drauf, es steht der genaue Feingehalt 999,99 drauf und die genaue Gramm-Zahl und der Ortsnahme Hanau und ne Prägenummer.
Für mich kann beides gefälscht sein, den Barren bräuchte ich nur wiegen und wäre der Sache schon näher, bei dem Rand verstehe ich das Gewicht doch schon nicht, wenn ich nichts von dem Kupferanteil weiß.

Ich glaube auch, das ein Juwelier 999.99 Feingold eher kaufen würde, die Echtheit kann er schnell prüfen. Ich finde die Originalverpackung spricht nicht gegen die Echtheit, ich kann das Teil ja auch zum Begutachten rausholen.

Aber vielleicht erklärt mir ja noch Jemand warum ein Rand glaubhafter sein soll als ein Heraeus Barren , ich habe das noch nicht verstanden?

FAZIT:

Also klar, EM nur als Vermögenssicherung bei einer Währungsreform und NICHT zum Tauschhandel


(obwohl mein Vater vor der letzten Währungsreform mit Blattgold klar gekommen sein muss. Kann Ihn aber nicht mehr fragen).

Nach der Krise wohl eher egal ESG würde den Barren einfach prüfen.

mfG. goldmarie2

Beitrag 16.09.2017, 08:59

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winterherz
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Hallo Goldamrie,
"Irres Ding" hat ganz recht (andere User ebenso). Edelmetalle sind u.U. geeignet Kapital durch eine Krise zu bringen, um die Kaufkraft des Gesparten weutgehend/ bestmöglich zu erhalten. Insbesondere dann, wenn du vor allem einen Währungscrash fürchtest. In einer Krise mit Lebensmittelknappheit sind andere Dinge wichtig - Lebensmittel, Alkohol, Tabak, Schokolade uand andere tauschbare Güter. Eine Lebensmittelknappheit ist in einer Währungskrise im Ggstz. zu anderen Krisen nicht dauerjhaft zu erwarten, denke ich. Es wird darum gehen, Dingen einen Wert beizumessen, um sie tauschabr zu machen. FIAT scheidet in einer solchen Krise sicherlich aus, wenn man nicht gerade Ersparnisse in einer unabhängigen, von der Krise nicht betroffenen Währung hat. Bei einer neuen Wertbemessung ohne Lebensmittelknappheit könnten diese, aber auch EM, tauschbar sein.
winterherz

Beitrag 16.09.2017, 10:44

Mehrgoldfüralle
Man sollte trotzdem auch Bargeld in € haben für etwa zwei Monate. Wer´s nicht glaubt, sollte in Zypern oder Griechenland fragen. Da wäre mancher froh gewesen.

Beitrag 16.09.2017, 17:24

Lunarhunter
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Beiträge: 26
Registriert: 31.07.2017, 21:53
1. Baren kann man fast noch einfacher fälschen als Münzen. Jeder kann alles drauf prägen was er will. Eine Gewichtsüberprüfung hilft leider nicht, da sehr oft mit Wolfram gefälscht wird. (Wolframkern und außenrum bisschen Gold) Das hat das identische Gewicht wie Gold, kostet aber nur aber einen absoluten Bruchteil. Obwohl es in den letzten Jahren keinerlei neue Anwendungen für Wolfram gab, ist der Preis explodiert. Eben weil es verstärkt für Fälschungen verwendet wird. Deshalb würde ich Münzen kaufen mit sehr geringer Auflage, die werden selten gefälscht oder den Maple Leaf, der hat neuerdings eine fälschungssichere Sicherheitsgravur (die eine verschlüsselte Seriennummer enthält) , die man mit einer Datenbank abgleichen kann ob die Münze echt ist. Das können nur Händler machen. Hinz und Kunz wird eh kein Gold kaufen mit dem er sich Null auskennt. (auf keinen Fall den Krügerrand, der sehr oft gefälscht wird)

2. Gold wird man sehr gut los, da Gold ein global gefragtes Produkt ist und jede Krise nur lokal begrenzt ist. Verkaufen kann man
a) Bei Banken, aber die haben in der Regel die schlechtesten Ankaufspreise
b) Bei Goldhändlern mit Filialen z.B. Pro Aurum, die gibts in vielen Städten. Die zahlen mittelmäßige Ankaufskurse.
c) Auf Ebay. Hohe Verkaufspreise sind möglich, allerdings 10% Provision, also nicht gut.
d) Bei Onlinehändlern, recht gute Ankaufspreise.
e) in Foren wie hier z.B. da wird man alles los und zu den besten Preisen.
f) Bei Schmuckhändlern, davon gibts ja Massen in der Stadt, da gibts innerhalb von wenigen Minuten anonym Bargeld auf die Kralle, allerdings haben viele davon recht niedrige Ankaufskurse.

3. In der Krise ist Gold aber nicht so gut zum Einkaufen, im Laden wird es alleine schon weil es systemseitig nicht funktioniert, nicht angenommen werden. Die Händler müssen ihre Lieferanten ja auch irgendwie bezahlen und die werden auch kein Gold nehmen. Auch Wechselgeld ist ein Problem. Aber wenn der € endlich mal weg ist, dann kann man es wieder prima gegen die Folgewährung tauschen. Für die Krise sind wirklich Wasser und Lebensmittel wichtiger.

4. Welche Stückelung? Je größer, desto billiger aber auch desto schwieriger wieder gegen Ware zu tauschen. Z.b. kosten 1/10 Unzen Münzen ca. 10% mehr pro Gramm als 1 Unzen.

5. Der wichtigste Punkt: Klar kann die Krise kommen, aber was wenn nicht oder wenn sie erst in 20 Jahren kommt? Ich bevorzuge deshalb ganz klar Lunar 2 Münzen, der aktuelle Jahrgang kostet zwar ca. 5% mehr als der reine Goldpreis, aber die Dinger steigen seit zig Jahren immer im Wert an, nach ca. 5-8 Jahren kosten die fast immer 50% mehr als der reine Goldpreis. Das ist also nicht nur Krisenschutz, sondern für normale Zeiten auch eine prima Wertanlage. Die Silbermünzen genauso. Ich beobachte das schon seit 20 Jahren und mache damit konstant prima Gewinne. Der aktuelle Jahrgang ist immer billig, aber nach 2 Jahren steigt der Wert dann von Jahr zu Jahr deutlich über den Materialwert. Also jetzt 10 kaufen, in ca. 5 Jahren verkaufen und von dem Geld dann 15 vom dann aktuellen Jahrgang kaufen etc.

6. Heute habe ich herausgefunden, dass Gold daheim auch ohne Tresor mit einer Hausratsversicherung für 50 € im Jahr bis zu einem Wert von 20.000 € versichert ist. Also hat man nichts zu verlieren.

Beitrag 16.09.2017, 21:01

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Kursprophet
500 g Barren Mitglied
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Registriert: 17.12.2010, 13:08
Ist in der Krise ...?

Um welche Krise gehts hier eigentlich genau ?

Beitrag 16.09.2017, 21:17

Koala und Co
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Mehrgoldfüralle hat geschrieben:Man sollte trotzdem auch Bargeld in € haben für etwa zwei Monate. Wer´s nicht glaubt, sollte in Zypern oder Griechenland fragen. Da wäre mancher froh gewesen.
Halte ich genauso. Auch Indien hatte so seine Probleme, durft plötzlich nur noch einen bestimmen Geldbetrag abheben. Klar ging es dabei um etwas anderes.

Aber der einfache Bürger weiß ja nicht was kommt.

Beitrag 17.09.2017, 08:20

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MaciejP
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goldmarie2 hat geschrieben:Meine eigentliche Sorge ist "NUR" der Währungs-Crash!
Für diesen Fall könnte ein Teil des Geldes evtl. auch in Kryptowährungen gut aufgehoben sein. Bitcoin ist immerhin in den Nachwehen der letzten Finanzkrise entstanden, um genau solch ein alternatives Zahlungsmittel zu haben, das unabhängig von staatlichen Währungen funktioniert.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 18.09.2017, 13:58

goldmarie2
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Hallo Lunarhunter u. @ All,
1. Baren kann man fast noch einfacher fälschen als Münzen.
ein deutscher Barren, mit einer **aufwendigen** Prägung (Logo usw.) sagen wir mal 10gr. lohnt sich doch vom Aufwand her kaum zu fälchen, wenn Wolfram so teuer geworden ist.
Das lohnt doch höchstens ab 30gr. aufwärts und ist von der Prägung so bald diese sehr aufwändig ist, genau so schwierig wie eine Münze.

Da wird doch eine Münze eher gefälscht und je weniger die jemand kennt um so schwieriger für den unbedarften Käufer das zu beurteilen.
Ich würde nie eine Münze kaufen, von Jemandem den ich nicht kenne (ausser bekanntem Händler wie z.B. ESG) ich denke die wenigsten Normalbürger haben Ahnung von Münzen.

Nur wenn ich vor der Krise beim Händler kaufe und nach der Krise beim Händler wieder verkaufe würde ich mich sicherer fühlen.

Wobei man nach der Krise warten können muss, denn da werden wohl zu viele erst mal verkaufen wollen und dann geht der Goldpreis in den Keller. BitCoin ist mir viel zu spekulativ, auch wenn der jetzt durch die Decke gegangen ist, was passiert wenn "alle" wieder verkaufen werden lol...

Natürlich gibt es auch Barren die eine absolut nichtssagende Prägung haben und eher abenteuerlich aussehen, die kaufe ich auch nicht. Sage mal so zur Not bekomme ich einen wie oben beschriebenen Barren eher los wie eine Münze die keiner kennt, ausser vielleicht vom hörensagen, ich kannte vor diesem Forum nur Krügerrand, eine Fälschung würde ich nicht erkennen können.

Lunar 2 Münzen, OK da muss es dann "verrückte" Sammler in großer Zahl geben, ich habe mir die angesehen, als Normalo komme ich als erstes zum Ergebnis noch nie gesehen und wer kauft die nach der Krise zu dem Preis, ja sorry muss 5% über dem Barrenpreis einkaufen, dann beschränkt sich das Risiko.

Trotzdem ich bleibe dann, nach allem hin und her, bei obigem kleinen Barren. Weil ich nicht streuen kann. Sinnvoll wäre dann die alte Regel:

1/4 Immobilien, 1/4 Kunst, 1/4 Aktien, 1/4 Gold und natürlich etwas Bargeld was nicht virtuell herumliegt.

In der komfortablen Lage bin ich leider nicht, je weniger Du hast, desto schwieriger wird es!

mfG. goldmarie2

Beitrag 18.09.2017, 16:33

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MaciejP
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goldmarie2 hat geschrieben:1/4 Immobilien, 1/4 Kunst, 1/4 Aktien, 1/4 Gold und natürlich etwas Bargeld was nicht virtuell herumliegt.
Bis auf das Bargeld deckt das alles allerdings nur den inflationären Währungscrash ab. In einem deflationären Crash, der durch massive Schuldenschnitte entstehen könnte, würdest du dann vermutlich deutliche Kaufkraftverluste erleiden. Statt dem Kunstteil würde ich daher sichere Staatsanleihen mit reinnehmen, um auch deflationär etwas breiter abgedeckt zu sein.
„Wenn der Durchschnittsmichel Gold kauft, kann er keine Fehler machen.“ – „Gold fliegt nicht weg.“

Beitrag 18.09.2017, 19:22

MünzeWien
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Wohnort: Wien
...ich würde für jede medizinische Versorgung als Arzt eine 1/4 Unze Philharmoniker annehmen :-)
" wos kost de wöd

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