Prüfung Gold- und Silbermünzen

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Goldenbug
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Eines Tages kaufte ich eine 4-Dukaten-Münze. Es unterschied sich weder in der Größe noch im Gewicht. Zum Glück hatte ich bereits eine solche Vergleichsmünze und ein Gerät zur Metallidentifizierung.

Entschuldigung für die Qualität der Fotos, sie wurden für den Verkäufer gemacht, um die Rücksendung zu rechtfertigen.

Ich habe die Münze zurückgegeben und das Geld erhalten. Dies war nicht das erste Mal, dass ich bei dem Verkäufer gekauft habe, daher glaube ich nicht, dass er in böswilliger Absicht eine Fälschung verkauft hat.

Nach der Rücksendung schrieb mir der Verkäufer, dass er mittels hydrostatischer Wiegung herausgefunden habe, dass es sich um 750-Feinheitsgold handele. Vielleicht ist das so, oder vielleicht handelt es sich um eine Scheibe aus einem anderen Metall, die mit einer Goldschicht bedeckt ist.
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Klecks
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Goldenbug hat geschrieben: 12.11.2024, 18:42 Nach der Rücksendung schrieb mir der Verkäufer, dass er mittels hydrostatischer Wiegung herausgefunden habe, dass es sich um 750-Feinheitsgold handele.
Kommt hin. Anscheinend sind die wenigen gut gemachten Dukaten-Fälschungen alle aus minderen Goldlegierungen. Das liegt daran, dass die Münzen zu dünn sind, um großartig Spielraum für unedle Metalle oder Gußfälschungen zu lassen.
Hier werden zwei solche Fälschungen vorgestellt, beide mit einem Feingoldgehlat von ca. .730:
https://neu.muenzenwoche.de/nationen/oe ... e-dukaten/
Das Leben ist zu kurz, um alle Fehler selber zu machen.

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Puschel
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Goldenbug hat geschrieben: 12.11.2024, 18:42 Nach der Rücksendung schrieb mir der Verkäufer, dass er mittels hydrostatischer Wiegung herausgefunden habe, dass es sich um 750-Feinheitsgold handele. Vielleicht ist das so, oder vielleicht handelt es sich um eine Scheibe aus einem anderen Metall, die mit einer Goldschicht bedeckt ist.
Schade, dass der Gold-Screen-Sensor zu der Fälschung keinen "Materialvorschlag" wie bei der Originalmünze gemacht hat.
Bei homogenem 750er Gold müsste er dies doch anzeigen denke ich mal. Oder ist das außerhalb des Testbereichs?

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Goldenbug
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Puschel hat geschrieben: 12.11.2024, 20:41 Bei homogenem 750er Gold müsste er dies doch anzeigen denke ich mal. Oder ist das außerhalb des Testbereichs?
Bei Gold erkennt das Gerät nur 900, 916/917, 986, 995 (türkische Münzen) und 999 Proben.

Möglicherweise führt die geringere Reinheit zu einem größeren Spektrum anderer Legierungselemente und kann daher nicht korrekt identifiziert werden.

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amabhuku
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puffi hat geschrieben: 12.11.2024, 10:37 So jetzt kann die Meute kläffen....
Stimmt doch alles.

Angebliche mit Wolfram gefälschte Goldmünzen sind nur ein Marketing Trick der Prüfgeräte Hersteller.
Selbst die mit Wolfram gefüllten Barren wurden per photoshop produziert (kanadischer Prüfgeräte-Hersteller um 2008).
Ähnliche Barren sind theoretisch herstellbar und wenn auftauchend dann sind wieder die aus Gewinnabsicht panikverursachenden obigen Hersteller im dringlichsten Tatverdacht (siehe den ausgebohrten Goldbarren mit paar Wolframstäben).

Die Legierung herabzusetzen ist viel einfacher und klappt immer dann wenn nicht Maße und Gewicht geprüft werden.

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puffi
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Goldenbug bitte:

Es gibt in Stockholm son Komitee das herausragende Leistung in Physik herausstellt.
Die Aussage von dir:
Es unterschied sich weder in der Größe noch im Gewicht.
(stelle Größe = Volumen sollte die Dicke abweichend sein siehts anders aus)
stellt eine Abweichung der gültigen physikalischen Gesetze in Bezug auf Dichte und Elemente da, die eine Revolution der Physik beinhalten und gewiss den Nobelpreis in greifbare Nähe rücken sollten sie richtig sein.

Also was hat der Verkäufer gemacht?:
Nach der Rücksendung schrieb mir der Verkäufer, dass er mittels hydrostatischer Wiegung herausgefunden habe, dass es sich um 750-Feinheitsgold handele
Der hat ne Dichtebestimmung gemacht umgangssprachlich ne Tauchwägung uns siehe da der kam sogar aufs Material. Warum? selbst jede Mischung von Elementen hat seine eigene Dichte. Und der Preis für son Gerät na ja ne präzise Waage 2 Behälter und Wasser.....

Die Frage warum das Goldhändler nicht immer machen ist legitim und hat ne einfache Antwort: dauert zu lange. Es ist einfacher ne Münze auf ein oder mehrere Geräte zu legen und bedeutend schneller. Aber für Private sollte dies nicht der Faktor sein von der anderen Seite gibts ja auch genügend Freaks die ein iphone kaufen müssen um damit 2 mal die Woche zu telefonieren. Es sollte jeder nach seiner Fasson selig werden sagte der alte Fritz.

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michasi
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Die Tage hab ich ein paar Goldies verkauft. Der Käufer prüfte neben dem Magnettest hiermit:
Bild
Interessante Technik, aber für den Preis kaufe ich mir lieber eine Tube Krügerrand.

mit besten Grüssen
Meine Bewertungen: http://www.gold.de/forum/michasi-t4456.html

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amabhuku
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RFA Geräte sind nicht allein teuer sondern auch nur eine Unterstützung.
Nachteile: Muss optimal kalibriert sein (hohe Fehlerquote), misst nur max. bis 50 µm Probentiefe (also gerade mal die Außenhaut), je nach Prüfstelle schwankt der Anteil der Prüfmetalle. Gefährlich bei inhomogener Oberfläche, die es bei einem Guss häufig gibt.

Die Messmethode Abmessungen und genaues Gewicht sind unschlagbar. Eine Tauchwägung könnte eine Unterstützung sein, falls die ersten beiden Parameter nicht eindeutig sind.
Und der angesprochene Klangtest. Diese Preüfungen kosten nix und reichen völlig.
Bei Münzen gibt es dabei eigentlich selten bis nie Probleme, weil es auch noch das Prägebild als Sicherheitsmerkmal gibt.

Lasst euch nicht für dumm verkaufen von den Prüfgeräteherstellern, ich verstehe zwar deren Intention, doch reicht es wenn die Deppen und Angsthasen ihren Jahresumsatz steigern. Sterben eh nicht aus. :mrgreen:

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puffi
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smilie_01

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goldminer
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Schaut euch das an. In diesem Report werden auch gefälschte barren und Münzen gezeigt.
Selbst so manches teueres Prüfgerät versagt hier. Das wird im Beitrag auch gezeigt

REPORT MAINZ
https://www.ardmediathek.de/video/repor ... zIzMDc5MDg

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puffi
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In diesem Report werden auch gefälschte barren und Münzen gezeigt
Alles was gezeigt wird ist das der 10g Barren 9,12g wiegt und nicht wie behauptet mehr als 10g und das die Barren der Perth oft gefälscht wurden aber weder der Blister wie das Original ist noch das Gewicht stimmt.
Der Rest sind Bilder die nicht zu verifizieren sind und das dies Fälschungen sind. Gezeigt wird wie ein Barren auf einem Testgerät liegt (wow eine Person kauft nen 10g Barren von Privat in der Bucht und hat latürlich auch nen Testgerät für über 1k). Ob dies der Barren (aus dem Blister geschnitten und dann mit einer Pinzette gehalten(Kopfschütteln) ist nicht verifizierbar.
Auch die Aussagen des Goldankäufers (nicht Juwelier) "20% Goldschicht" sind oft gehörte Aussagen auch von anderen Personen die gewiss nicht von "Johann" geprüft worden sind. Auch das Zeigen der 2 Maple bei dem man nix sehen kann außer das eine völlig korridiert ist sagt ja wohl nix über gleiches Volumen und Gewicht oder Fälschung aus. Auch die Sequenz mit dem Einlegen einer Münze und einem Display sagt was aus?

Richtig ist allerdings der Hinweis seinen Verstand beim Goldkauf einzuschalten aber wie so oft frisst Gier Hirn.

Der Rest dieser Posse ist ÖRR auf untersten Niveau der noch nicht mals den Terminus "Recherche" verdient.

Es ist sicherlich nicht falsch selber die Aussagen der "Reportage" ein wenig "nachzugooglen" .Überraschungen nicht ausgeschlössen...

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goldminer
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Also mir hat der Beitrag gezeigt das ich mir nur ein Testgerät kaufen werde mit "Durchgangsmessung" wenn ich mir so ein Gerät kaufen sollte. Die Fälschungen werden immer besser und bei einem Barren kann man auch schlecht ein Klangtest (mit App) machen den ich ja auch gut finde.
https://stackertools.com/Home


Hätte ja gerne so ne gute Barren oder Münzfälschung aus Wolfram zum testen. Aber so etwas zu kaufen (im Ausland) ist wahrscheinlich nicht legal wenn der Coin 1:1 so aussieht wie eine echte Goldmünze (nicht Medaille)

Viele Grüße

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slts
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goldminer hat geschrieben: 08.04.2026, 20:45 Hätte ja gerne so ne gute Barren oder Münzfälschung aus Wolfram zum testen. Aber so etwas zu kaufen (im Ausland) ist wahrscheinlich nicht legal wenn der Coin 1:1 so aussieht wie eine echte Goldmünze (nicht Medaille)
So lange Du die Münze nicht in Verkehr bringst sollte es eigentlich OK sein, oder?

https://www.alibaba.com/product-detail/ ... 10335.html
... mit Video.

Da Wolfram auch sehr teuer ist bekommst Du vermutlich einen gefälschten gefälschten Barren. :mrgreen:

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SteveG
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Gefälschtes Gold zu besitzen ist nicht verboten. Du kannst sowas ganz normal im Internet kaufen.
Es ist ja kein Falschgeld.
Du darfst es auch wieder verkaufen, aber dabei natürlich nicht behaupten, dass es echt ist.

Manch einer legt so etwas als Köder für Einbrecher aus...

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