Was macht ihr mit eurem Gold, wenn ...

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 20.06.2011, 17:55

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GOLDsammler
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Da ich mich, wie viele "alte" Bugs schon lange mit der Umschichtung beschäftige,
hab ich als No.1 der Ver-Wert-Anlage an =ENERGIE= gedacht smilie_01
Nur lassen sich Diesel und Benzin leider nur begrenzt "frisch" halten.
Ach mit Wald/Grund/Immo ist es nicht unbedingt das gelbe vom Ei, da der
Staat sich immer wieder neue Regeln einfallen läßt,
um die eingetragenen Eigner stärker! zur Kasse zu bitten!

Schweiz/Liechtenstein wären da wohl die Ausnahme smilie_15

Beitrag 20.06.2011, 18:28

HDFatBob
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das problem bei den immos sehe ich genauso . der staat wird genau da ansetzen und die zange zudrücken- hier sind wir verletzbar und transparent für ihn.
und er wird es tun, wenn das geld knapp wird- also schon sehr bald. ist auch der grund, weshalb ich in EM gegangen bin und keine weitere immo gekauft habe.

gruß
Ihr Politiker und Bänker: eines Tages, wenn Ihr uns weiterhin so abzockt und ausblutet, wird das Volk sich erheben und es wird Euch richten- dann gnade Euch Gott !!!!
Klagt nicht-kämpft !!

Beitrag 20.06.2011, 19:39

smilelover
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Ganz genau, - siehe meinen ersten Post- so ist es bei mir auch. Außerdem muss man bei vermieteten Immobilien schon mit Verlusten rechnen anstatt mit Gewinnen.

Wenn überhaupt dann nur noch für Selbstnutzer interessant, aber unbedingt auf gute Lage achten. Falls man teilweise finanzieren muss, ist das Risiko eines Wertverlustes durch Inflation kritisch. Die Bank könnte wegen Unterdeckung des Kredits den Hahn zudrehen, dann ist das Eigenkapital auch weg.

Im Fall von geringem Eigenkapital (unter 50%) besser abwägen, ob die gemietete Wohnung den Anforderungen und Verhältnissen noch entspricht, (Größe, Umfeld, Stadt oder Land, Neubaugebiete etc.). Dann besser eine andere passendere Mietwohnung suchen als eine Immobilie als Selbstnutzer kaufen.

Nur meine bescheidene Meinung…
res ipsa loquitur

Beitrag 21.06.2011, 00:27

MapleHF
smilelover hat geschrieben:
Wenn überhaupt dann nur noch für Selbstnutzer interessant, aber unbedingt auf gute Lage achten. Falls man teilweise finanzieren muss, ist das Risiko eines Wertverlustes durch Inflation kritisch. Die Bank könnte wegen Unterdeckung des Kredits den Hahn zudrehen, dann ist das Eigenkapital auch weg.
Liebe Smilelover,

wenn man noch keine fundierten Kenntnissse hat, muss man sich belesen, daran gibt es nichts auszusetzen. Jedoch muss man sich beim Lesen auch immer wieder seine eigenen Gedanken machen und alles was man liest, mit dem eigenen Verstand hinterfragen.

Deine Aussage, die ich oben zitiert habe, ist schlicht und ergreifend Nonsens. Genau das Gegenteil ist der Fall.

Bei einer Inflation sinkt der Wert des Geldes und es steigt der Wert von Sachwerten. Für denjenigen, der seine Immobilie finanziert hat, ist das der optimale Fall. Denn einerseits sinkt der Wert des Geldes, also auch der Wert seiner Schulden (das ist auch der Grund, warum Inflation von manchen als Lösung für die Staatsschuldenkrise gesehen wird), andererseits steigt aber der Wert der Immobilie.

Das von Dir beschriebene Szenario kann natürlich auch eintreten aber eben nicht bei einer Inflation, sondern bei einer Deflation.

Deflation besagt, dass der Wert des Geldes steigt und der Wert von Sachen sinkt.

Nun stellen wir uns mal vor, jemand hat mit 30% Eigenkapital ein Haus für 500.000 € gebaut und dafür 350.000 € Kredit aufgenommen. Von dem Kredit hat er schon 50.000 € getilgt, so dass nun noch ein Restdarlehen von 300.000 € steht.

Wenn nun durch Deflation der Wert dieser Immobilie sinkt, auf sagen wir die Hälfte, also 250.000 €, dann hätten wir die Situation, dass für eine Immobilie im Wert von 250.000 € noch ein Darlehen über 300.000 € besteht.
Nun, könnte die Bank sagen "Lieber Darlehensnehmer, die Sicherheit für Dein Darlehen reicht nicht mehr aus, weil ja das Haus, auf das die Hypothek eingetragen ist, weniger wert ist, als das Darlehen noch ausmacht". Dann kann die Bank eben verlangen, dass die Unterdeckung ausgeglichen wird, oder dass zusätzliche Sicherheiten gestellt werden. Kann beides nicht erbracht werden, könnte die Bank im Extremfall das Haus versteigern. Da aber in einem solchen Szenario nicht nur 1 Haus betroffen ist, sondern sehr viele, ist die Versteigerung für die Bank auch keine gute Lösung. Denn wenn viele Häuser versteigert werden, sinkt der Wert der Häuser nochmals (Angebot / Nachfrage) und vor allem muss die Bank bei einer Versteigerung den entstandenen Verlust realisieren.

Genau das ist nämlich bei der Immobilien-Krise in den USA passiert. Die Häuserpreise sind eingebrochen und die Kreditsummen waren höher als der Wert der Häuser. Somit waren die Banken gezwungen, Kredite abzuschreiben und das verursachte die Finanzkrise.

Da es auch in einem Inflationsszenario zu einem deflationären Schock kommen kann, wird von vielen Seiten dazu geraten, möglichst ohne Schulden in eine Krise zu gehen. Das ist übrigens auch meine Meinung.

MapleHF

Beitrag 21.06.2011, 00:44

qwertz12345
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Nun stellen wir uns mal vor, jemand hat mit 30% Eigenkapital ein Haus für 500.000 € gebaut und dafür 350.000 € Kredit aufgenommen. Von dem Kredit hat er schon 50.000 € getilgt, so dass nun noch ein Restdarlehen von 300.000 € steht.

Wenn nun durch Deflation der Wert dieser Immobilie sinkt, auf sagen wir die Hälfte, also 250.000 €, dann hätten wir die Situation, dass für eine Immobilie im Wert von 250.000 € noch ein Darlehen über 300.000 € besteht.
Nun, könnte die Bank sagen "Lieber Darlehensnehmer, die Sicherheit für Dein Darlehen reicht nicht mehr aus, weil ja das Haus, auf das die Hypothek eingetragen ist, weniger wert ist, als das Darlehen noch ausmacht". Dann kann die Bank eben verlangen, dass die Unterdeckung ausgeglichen wird, oder dass zusätzliche Sicherheiten gestellt werden. Kann beides nicht erbracht werden, könnte die Bank im Extremfall das Haus versteigern.

Genau das ist nämlich bei der Immobilien-Krise in den USA passiert. Die Häuserpreise sind eingebrochen und die Kreditsummen waren höher als der Wert der Häuser. Somit waren die Banken gezwungen, Kredite abzuschreiben und das verursachte die Finanzkrise.

Da es auch in einem Inflationsszenario zu einem deflationären Schock kommen kann, wird von vielen Seiten dazu geraten, möglichst ohne Schulden in eine Krise zu gehen.

Naja, die eingetragene Grundschuld bleibt gleich. Also kann (muss) es der Bank erstmal egal sein, was für ein Wert oder Preis die Hütte am Markt erzielt, da das Geld der Bank gesichert ist (auf dem Papier). Solange der Kredit bedient wird, kann nichts passieren und die Bank kann auch keine Versteigerung verlangen.
In den USA läuft die Berechnung der Zinsen auch etwas anders, die sind i.d.R. nicht wie bei uns für Jahrzehnte fest, sondern hochvariabel (Leitzins + X)... Die Häuserpreise dort sind auch deshalb eingebrochen, weil sich die Leute die steigenden Raten nicht mehr leisten konnten und so die Nachfrage sank bei steigenden Angebot.

Beitrag 21.06.2011, 00:56

MapleHF
Das Platzen der Immobilienkrise in den USA hat hierzulande zwar keinen direkten Ableger im Sinne einer Flut nicht mehr bedienter Baugeldkredite zur Folge, hat aber trotzdem die Diskussion um den Verkauf dieser Kredite seitens der jeweiligen Bausparkassen und (Hypotheken)Banken an internationale Investmentgesellschaften ausgelöst. Einerseits ist dies eine gängige Praxis und Quelle der Refinanzierung für die Kreditinstitute. Andererseits sprachen eben diese neuen 'Besitzer' der jeweiligen Kredite zahlreichen säumigen und auch nicht säumigen Schuldnern eine außerordentliche Kündigung aus, wehrten Klagen ab und versteigerten die mit Hypotheken belasteten Häuser, um ihre Investoren an entsprechenden Gewinne zu beteiligen.
< Quelle >

Du siehst, so etwas ist auch schon ohne Deflation möglich und ein Risiko, gegen das man sich mittlerweile sogar versichern kann smilie_08

Wenn sich eine Bank, oder eine Investmentgesellschaft einen Vorteil davon verspricht, ein Darlehen außerordentlich zu kündigen, wird sie das auch machen. Allerdings wird das (und das hatte ich oben auch geschrieben) in einem Szenario fallender Immobilienpreise höchstens in Ausnahmesituationen der Fall sein.

Wer jahrzehntelange Darlehen nehmen muss, um eine Immobilie zu kaufen, hat sowieso etwas falsch gemacht und mit zu wenig Eigenkapital gearbeitet. Denn der bezahlt mit den Zinsen seine Immobilie doppelt.

Informiere Dich bitte mal, wieso die Häuserpreise in den USA eingebrochen sind.

Hier mal etwas vereinfacht dargestellt:

Die Immobilienfinanzierung war ein sehr lukratives Geschäftsmodell für die Banken in den USA. Die Immobilienpreise sind jährlich mehr gestiegen, als die Höhe der Zinssätze. Daher wurden auch Leuten ohne Einkommen Häuser finanziert. Im Extremfall stand nach einem Jahr eben zusätzlich zum Darlehensbetrag auch noch der Zinsbetrag auf dem Darlehen. Das war aber egal, weil der Wert stärker gestiegen war.

Beispiel: Ein Ami hatte ein Haus für 200.000 $ finanziert bei 8% Zinsen. Wenn er absolut keine Zahlung geleistet hat, standen nach einem Jahr eben Schulden in Höhe von 216.000 $. Gleichzeitig ist aber in diesem Jahr der Wert der Immobile um 15 oder 20% gestiegen. Somit war die Bank im grünen Bereich.

Um den Gewinn noch zu steigern, wurden diese Forderungen dann in Pakete geschnürt und an andere Institute verkauft.

Und weil das so ein tolles Geschäftsmodell war ging man teilweise sogar soweit, diesen Darlehensnehmern (weil ja der Wert der Immobilie mehr gestiegen war als die Darlehenssumme) neue Darlehen für Konsum usw. zu gewähren.

Problem bei der Sache war eben nur, dass etwas nicht auf Dauer jährlich im zweistelligen Prozentbereich steigen kann, weil es sonst irgendwann keine Käufer mehr gibt.

Und so hatte sich eine, von der Gier der Banken getriebene, Blase gebildet, die zwangsläufig irgendwann platzen musste.

MapleHF

Beitrag 21.06.2011, 01:27

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MapleHF hat geschrieben:Bei einer Inflation sinkt der Wert des Geldes und es steigt der Wert von Sachwerten. Für denjenigen, der seine Immobilie finanziert hat, ist das der optimale Fall. Denn einerseits sinkt der Wert des Geldes, also auch der Wert seiner Schulden (das ist auch der Grund, warum Inflation von manchen als Lösung für die Staatsschuldenkrise gesehen wird), andererseits steigt aber der Wert der Immobilie.
Das kann aber eine sehr gefährliche Annahme sein. Wenn man die Entwicklung der Inflation der vergangenen zwei Jahrzehnte mit der Wertentwicklung von Immobilien in den vergangenen zwei Jahrzehnten vergleicht, sieht man, daß die Wertentwicklung von Immobilien meist deutlich hinter der Inflation zurückgeblieben ist. Oder anders herum ausgedrückt: Die Wertsteigerung von Immobilien konnte mit der Inflation nicht mithalten. Immobilien werden also, von wenigen Ausnahmen (Toplagen) einmal abgesehen, durchschnittlich immer billiger. Bei Sachwerten ist auch die Art des Sachwertes und die Nachfrage nach diesem Sachwert entscheidend. Wenn aufgrund des demografischen Wandels zukünftig immer weniger Wohnraum benötigt wird, sinkt die Nachfrage und damit der Wert von Immobilien.

Mein Beispiel bezieht sich auf Westdeutschland mit Ausnahme von Monopolregionen im Zeitraum von 1990 bis heute.
Es ist abzusehen, daß sich dieser Trend zukünftig noch weiter verstärken wird.

Beitrag 21.06.2011, 01:45

MapleHF
... Du hast natürlich vollkommen Recht, dass dies in den letzten Jahren der Fall ist. Allerdings eben nur mit Deiner zeitlichen Einschränkung. Wer in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts Immos gekauft hatte, hat deutlich mehr als einen Inflationsausgleich erzielt.

Das hängt aber nicht primär mit der Inflation zusammen, sondern mit der Tatsache, dass in den letzten Jahren die Einkommen mit den Kosten nicht schritthalten konnten und dadurch die Nachfrage etwas einbricht.

Aber wenn es, wie Du richtig anmerkst, in leich inflationärem Umfeld schon gefährlich ist, dann kommt es bei einem deflationären Szenario oder einem deflationären Schock noch viel schlimmer. Und darum ging es mir eigentlich, dass für den Schuldner die Inflation noch das bessere Szenario im Vergleich zur Deflation ist.

MapleHF

P.S.: Grundsätzlich kann man mit der Wahl des entsprechenden Zeitfensters, alles belegen was man möchte ;) Möchte ich beweisen, dass z.B. Gold ein schlechtes Investment ist, wähle ich einfach das Zeitfenster von 1980 - 2000. Möchte ich beweisen, dass Gold ein Top-Investment ist, wähle ich das Fenster von 2001 bis 2010 ;)

Beitrag 21.06.2011, 01:52

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MapleHF hat geschrieben:P.S.: Grundsätzlich kann man mit der Wahl des entsprechenden Zeitfensters, alles belegen was man möchte ;) Möchte ich beweisen, dass z.B. Gold ein schlechtes Investment ist, wähle ich einfach das Zeitfenster von 1980 - 2000. Möchte ich beweisen, dass Gold ein Top-Investment ist, wähle ich das Fenster von 2001 bis 2010 ;)
Damit hast Du natürlich grundsätzlich Recht. :wink:

Aber mal ein etwas langfristigeres Beispiel:

Wenn Du in den 1950er Jahren 100.000 D-Mark verzinslich angelegt hättest (Sparbuch, Rentenpapiere), dann hättest Du heute etwa 300.000 Euro auf dem Konto.

Wenn Du in den 1950er Jahren für die 100.000 D-Mark drei durchschnittliche Einfamilienhäuser gekauft hättest, dann hätten diese heute einen Wert von etwa 450.000 Euro.

Wenn Du in den 1950er Jahren für die 100.000 D-Mark 25 kg Gold gekauft hättest, dann hätten diese heute einen Wert von etwa 800.000 Euro.

Sachwert ist also nicht gleich Sachwert.

Und das "richtige" Zeitfenster trifft man mit seinen eigenen, höchstpersönlichen Anlagen (insbesondere beim Bau oder Kauf eines Einfamilienhauses für eigene Wohnzwecke bzw. zwecks Familiengründung) sowieso nie.

Beitrag 21.06.2011, 02:14

MapleHF
Datenreisender hat geschrieben: Sachwert ist also nicht gleich Sachwert.
... und genau deshalb ist Diversifizierung so wichtig. Nicht alle Eier in einen Korb legen!!!
Datenreisender hat geschrieben: Aber mal ein etwas langfristigeres Beispiel:

Wenn Du in den 1950er Jahren 100.000 D-Mark verzinslich angelegt hättest (Sparbuch, Rentenpapiere), dann hättest Du heute etwa 300.000 Euro auf dem Konto.

Wenn Du in den 1950er Jahren für die 100.000 D-Mark drei durchschnittliche Einfamilienhäuser gekauft hättest, dann hätten diese heute einen Wert von etwa 450.000 Euro.

Wenn Du in den 1950er Jahren für die 100.000 D-Mark 25 kg Gold gekauft hättest, dann hätten diese heute einen Wert von etwa 800.000 Euro.
... jein. Denn diese Betrachtung ignoriert Rendite und fiskalische Betrachtung bei den Immobilien.

Denn wer 1950 in die Einfamilienhäuser investiert hat, hat ja entweder Miete gespart oder Mieten (gemindert durch die Reparaturen) erzielt. Diese müßte man (mit Zins und Zinseszins) dann den 450.000 € hinzurechnen. Zudem hat derjenige, der diese 100.000 DM in vermietete Immos investiert hat, ja auch einen gewissen Steuervorteil erfahren, der einen Teil des eingesetzten Betrages über die Jahre wieder zurückfliessen liess, wohingegen der Goldkäufer diese 100.000 DM von seinem versteuerten Geld nehmen mußte. Somit hat der Immokäufer wohl nur 60.000 oder 70.000 DM (nach Steuervorteilen) investiert und heute wohl einen Wert von 600.000 € (mit Mieten und Zins und Zinseszins darauf). Dann sieht die Rechnung schon wieder anders aus.

Und er generiet auch heute noch Mieteinnahmen, wohingegen der Goldbesitzer nur dann zu Geld kommt, wenn er einen Teil seiner Bestände verkauft. Natürlich macht das Vermieten aber auch Arbeit und das Gold nicht.

Es hat eben alles Vor- und Nachteile und deshalb nochmal: "Diversifizierung" ist das Zauberwort!

Um Mißverständnisse zu vermeiden. Ich sehe die Zukunft der Immobilien auch nicht rosig. Aus mehreren Gründen, wie z.B. auch die demografische Entwicklung. Daher würde ich in der heutigen Zeit auch nichts mehr zum Vermieten kaufen, aber man sollte dennoch bei der Betrachtung der Vergangenheit auch objektiv bleiben ;) und alle Faktoren berücksichtigen.

MapleHF

Beitrag 21.06.2011, 10:52

smilelover
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Wenn man die Entwicklung der Inflation der vergangenen zwei Jahrzehnte mit der Wertentwicklung von Immobilien in den vergangenen zwei Jahrzehnten vergleicht, sieht man, daß die Wertentwicklung von Immobilien meist deutlich hinter der Inflation zurückgeblieben ist. Oder anders herum ausgedrückt: Die Wertsteigerung von Immobilien konnte mit der Inflation nicht mithalten. Immobilien werden also, von wenigen Ausnahmen (Toplagen) einmal abgesehen, durchschnittlich immer billiger.
Datenreisender, genauso sehe ich es auch.


Aber wenn es, wie Du richtig anmerkst, in leich inflationärem Umfeld schon gefährlich ist, dann kommt es bei einem deflationären Szenario oder einem deflationären Schock noch viel schlimmer. Und darum ging es mir eigentlich, dass für den Schuldner die Inflation noch das bessere Szenario im Vergleich zur Deflation ist.
Lieber MapleHF, ich habe aberr von der Zukunft gesprochen, wenn jemand JETZT investieren möchte und Kredite für die nächsten zwanzig Jahre braucht. Deflation ante portas.

Liebe Smilelover,

wenn man noch keine fundierten Kenntnissse hat, muss man sich belesen, daran gibt es nichts auszusetzen. Jedoch muss man sich beim Lesen auch immer wieder seine eigenen Gedanken machen und alles was man liest, mit dem eigenen Verstand hinterfragen.

Deine Aussage, die ich oben zitiert habe, ist schlicht und ergreifend Nonsens. Genau das Gegenteil ist der Fall.
Ich habe mein Immobilienvermögen in den letzten fünfzehn Jahren aufgebaut, indem ich billig bei Zwangsversteigerungen gekauft habe, möglichst beim zweiten Termin ohne Limit. Meine Ansicht basiert auf den Erfahrungen die ich beim Termin beim Verlesen der Gläubiger gewonnen habe.


Ich lese deine Beiträge immer mit großem Interesse, dein Hintergrundwissen habe ich sicher nicht.
res ipsa loquitur

Beitrag 21.06.2011, 12:02

ultima materia
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Registriert: 13.04.2011, 16:50
Inflation, Deflation smilie_08

wer jetzt eine Hypothek unterschreibt der hat einen absoluten Zukunftsorientierten Job oder einen totallen Sockenschuß.
Die Arbeitslosigkeit wird rasant steigen gefolgt von erhöhter Armut Weltweit. (ab 2013)
Arbeitsplätze werden künftig nur geschaffen werden für max. Effiezienz und nur soviel wie nötig. Sehr viele Menschen werden einfach nicht zu gebrauchen/einsetzbar seien. Viele wiederrum nur Temporäer und einige/wenige die 40Std am Tag arbeiten werden die sehr viel Geld verdienen nur keine Zeit es auszugeben.
Worrauf ich hinaus will,
es wird eine Grundsicherung geben damit die Menschen überleben können, es wird praktisch unmöglich seien das ein anderer Weg eingeschlagen wird , natürlich sind soziale Tumulte vorprogammiert, vor allen bei denen die viel zu verlieren haben , die Hartzer kennen die Grundsicherung schon.
Die Mieten werden fallen, muß ja irgendwie angepaßt werden, nur
die Hypothek wird nicht angepaßt smilie_24 , der geliehene Betrag will die Bankster bis auf den letzten Cent zurück, also sollte einer keine Kfz -Roboter herstellen oder sonstige Entwicklungsberufe ausüben, würde ich das mit den InMos bleiben lassen.

Beitrag 21.06.2011, 12:34

paralaxys
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Hallo,
ich habe die letzten 2 Tage mal einen Versuch gestartet, ich bin zu Banken und Schmuckläden gegangen und wollte einen 5 gramm Goldbarren und 2 Ringe (750-er) verkaufen.
Also, was ich da erlebt habe war schon erschreckend. Für den 5 gramm Barren wollten die mir nur zwischen 135!!! und 145 Euro geben, die Ringe umgerechnet auf Feingold 24 Euro pro gramm!!
Ich war ziemlich erschüttert und entsetzt!!

Da könnt ihr hier über Goldpreise von 2500 Dollar und mehr spekulieren, aber wenn ihr das Gold nicht zu den Preisen in eurem Lebensumfeld umsetzen könnt nutzen euch alle Kurse nichts.
Und ob nach einem Crash die Post, Banken und Internet noch funktionieren und ob das Geld, was man vielleicht bei einem Onlinehändler dafür bekommen würde einen tatsächlich auch erreicht, möchte ich auch bezweifeln.

Gruß paralaxys

Beitrag 21.06.2011, 12:44

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Goldhamster79
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Wohnort: EUdSSR
paralaxys hat geschrieben:ich bin zu Banken und Schmuckläden gegangen und wollte einen 5 gramm Goldbarren und 2 Ringe (750-er) verkaufen.
Also, was ich da erlebt habe war schon erschreckend. Für den 5 gramm Barren wollten die mir nur zwischen 135!!! und 145 Euro geben, die Ringe umgerechnet auf Feingold 24 Euro pro gramm!!
Ich war ziemlich erschüttert und entsetzt!!
Sorry, Du machst was falsch, die Reisebank über die die meistern Volks- und Raifeisenbanken (quasi überall zu finden) abwickeln zahlt 166 im Ankauf, EM-Händler sowieso mehr.
Dass für Ringe = Schmelzware Banken kein Ansprechpartner sind versteht sich von selbst.

Fürs Gramm Fein Schmelzware sollten bei seriösen Ankäufern/Juwelieren um die 30 Euro schon drin sein, zur Orientierung http://www.scheideanstalt.de
Wenn Du natürlich im Quelleshop mit Goldschmiedplakat vertickst dann landest Du bei den "unvorteilhaften" Marktteilnehmern.
Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden,
jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
M. Zeman

Beitrag 21.06.2011, 16:17

merchant2011
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Hallo, ich spiele mit dem Gedanken einen Teil meiner Edelmetalle in Fiat umzutauschen, um es dann anderweitig zu investieren. Was haltet ihr vom Kauf von Garagen, die man wiederum vermietet? Für eine Eigentumswohnung reicht das Geld bei weitem nicht. Deshalb dachte ich evtl. an Garagen. Diese sind schon ab 1500,-€ zu bekommen. Kennt sich jemand mit dieser Materie aus? Lohnt es sich überhaupt, wenn man im Monat ca. 40,-€ Miete bekommt? Und was für Nebenkosten etc. kommen auf einen zu? Habe keine Ahnung von dieser Materie. Vielleicht kann mir jemand einen Ratschlag diesbezüglich geben, bevor ich mich intesiv damit beschäftige. Vorab vielen Dank

MfG merchant2011

Beitrag 21.06.2011, 16:22

silverlion
Frag mal den Gerhard Spannbauer, der hat auch mit Garagen angefangen
und jetzt verkauft er Krisenvorsorge. smilie_24

Im Ernst, das ist ein Klein-Klein-Geschäft.
Bei Garagen zählt noch mehr die richtige Lage.
München Innenstadt wären super Mieten zu erzielen,
aber dort bekommt man keine um 1500 :)
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass
bei mir ca. ein Viertel der Miete wieder für Grundsteuer,
Hausverwaltung, Hausmeister, Reparaturen,
Strom, Versicherung ... drauf gehen.
Kaufpreis ist wohl erst zwischen 15-20 Jahren wieder drin.

Bei einem Kaufpreis von 1500.- kann ich mir
ehrlich gesagt keine Miete von 40.-/Monat
vorstellen.

Beitrag 21.06.2011, 16:32

MapleHF
... ich habe einen Bekannten im Ruhrgebiet, der macht das schon ein Weilchen mit den Garagen und ist recht zufrieden damit.

Aber nur Einzelgaragen, keinesfalls Tiefgaragenstellplätze. Wenn da was teuer saniert werden muss, bist Du anteilig mit dabei. Noch gefährlicher sind Duplex-Stellplätze, wenn da was ist flattern die Tausender nur so weg.

MapleHF

Beitrag 21.06.2011, 16:41

merchant2011
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Ich dachte mir, wenn man beispielsweise jedes halbe Jahr eine Garage kauft, wären das in 35 Jahren(solange ist es noch, bis ich im rentenfähigen Alter bin) 70 Garagen. Sagen wir 50 Stück sind durchgehend zu einem Preis von 35€ vermietet (wobei es in 35 Jahren wohl mehr sein wird), dann wären es monatlich 1750€ an Mieteinnahmen. Ist das nicht sinnvoll? Selbst bei ca. 25% Abzug lohnt das doch immer noch, oder etwas nicht? Oder ist das Geld schlecht angelegt?

MfG merchant2011

Beitrag 21.06.2011, 16:56

merchant2011
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Ja Maple, dachte primär schon an Einzelgaragen.Tiefgaragenstellplätzen wäre ich jetzt auch nicht so abgeneigt gewesen. Habe selbst einen und zahle dafür 50€ im Monat. Aber lasse mich da gerne eines besseren belehren, da ich wirklich absolut ahnungslos bin und mir erst einmal vorab ein kleines Bild hier im Forum diesbezüglich machen möchte, da ich den Eindruck habe,dass es hier wirklich kompetente Ratschläge, ehrlicher Menschen gibt, die einen nicht über den Tisch ziehen wollen.

MfG merchant2011

Beitrag 21.06.2011, 18:16

Querulant
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Registriert: 12.07.2010, 14:26
Wenn Du Garagen kaufst wo der Grund und Boden nicht Dir gehört (z.B. bei Garagengemeinschaften), sondern der Stadt, wäre zu bedenken, dass die Stadt jederzeit sagen könnte, sie braucht das Gelände für andere Zwecke.
Dann kannst Du zwar versuchen, Deine Garage zu verkaufen, aber die will dann niemand mehr und somit ist der Wert dann 0. Entschädigung wirst Du von der Stadt kaum erwarten können, weil die ja auch wissen, dass die Garage wertlos geworden ist. Du müsstest dann sogar noch für die Abrisskosten aufkommen.

Ich weiß nicht wie dies woanders ist, aber da wo ich z.Z. wohne ist es so.
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