Wieviel Prozent der Bevölkerung investiert in EM?

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 30.09.2012, 11:01

MikeZDD
Hallo smilie_24

Ich verfolge die Entwicklung von EM seit etwa 6 Jahren. Was mir auffällt ist, das ziemlich viele Leute mit den ich darüber Rede( Freunde,Kollegen,Famillie) noch Angst haben in EM anzulegen. Ihnen fällt es schwer sich vorzustellen zb. eine Summe X Bargeld in Kleine Unzen oder Barren zu tauschen smilie_20

Ich gebe mir Mühe meine engste Famillie zumindest dahin zu bringen sich mit dem Thema Inflation,Kaufkraftverlust zu beschäftigen. Was zur Folge hat Papiergeld in EM oder Immobillien zu tauschen um langfristig die Kaufkraft zu erhalten.

Ich würde denken das maximal 5% der Bevölkerung in Gold oder Silber Physisch investiert sind. ABER was passiert eigentlich wenn die Angst der Leute allgemein grösser wird und plötzlich 10 oder 20% der Bevölkerung EM kaufen will??? smilie_22

Die Nachfrage bestimmt bekannterweise den Preis,somit wäre Gold dann unbezahlbar glaub ich. Den wie wir alle wissen ist es nicht beliebig vermehrbar.

Sehr Interessantes Thema wie ich finde was denkt ihr darüber?

Beitrag 30.09.2012, 11:08

frankdieter50
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Wohnort: Thüringen das grüne Herz Deutschlands
Bin auch der Meinung, dass bisher maximal 3-5% der Bürger in EM investieren.
Bei Gesprächen mit Freunden und Bekannten hört man mir zwar interessiert zu, aber ich werde meist als ein bißchen spinnert belächelt. Mir egal.
Der Prophet im eigen Land hat schon immer einen schweren Stand gehabt. smilie_06
Wissen ist Macht und Nichtwissen macht nichts, da wirst Du nur über den Tisch gezogen

Beitrag 30.09.2012, 11:16

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K
Gold-Guru
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MikeZDD hat geschrieben: Ich würde denken das maximal 5% der Bevölkerung in Gold oder Silber Physisch investiert sind.
Definiere mal "Bevölkerung".
Ich vermute mal ( da Du ja Freunde,Kollegen,Famillie anführst ), das Du von der deutschen Bevölkerung redest.

Zwei interessante Papiere gibt es da z.B. von der STEINBEIS-HOCHSCHULE BERLIN :
Sind zwar von 2010 und 2011 - aber trotzdem ineressant zum Thema :

http://www.steinbeis-research.de/pdf/20 ... assung.pdf

http://www.steinbeis-research.de/pdf/Si ... chland.pdf

.

Beitrag 30.09.2012, 11:49

Aurargint
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Registriert: 24.09.2012, 16:10
Meine Frau & meine Tochter stehen voll hinter EM, ebenso ein Kumpel. Alle anderen Bekannten & Verwandten lachen darüber. Ein Arbeitskollege verhält sich neutral ( weder verkauft er geschenkt bekommenes EM noch kauft er neues hinzu ), ein anderer war kurz davor, in den EM-Kauf einzusteigen. Dann hat er doch lieber in Motorradreifen für NÄCHSTES Jahr investiert ( "könnten ja teurer werden" ) smilie_20

Beitrag 30.09.2012, 12:03

MikeZDD
@frankdieter50 Bei mir das gleiche!!! Alle hören zu und verstehen was ich will. Auch haben alle angst vor Kaufkraftverlust aber den weg zum Händler findet keiner. Da schaffen sie lieber schön jeden Euro in die Läden um sich das 45. T-Shirt oder das 25. Parfum zu kaufen^^
Naja eigentlich ist es auch gut so,sonst würden die Preise explodieren smilie_20

@K Ja Deutsche Bevölkerung.

Beitrag 30.09.2012, 13:52

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Brainwashed
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Ich kenne nur eine Person aus meinem Bekanntenkreis die in EM investiert, als Vater von 3 Kindern bleibt meist nur 1-2Gramm pro Monat über. Er kauft aus Überzeugung....

Alle anderen ebenfalls Fehlanzeige. Belächelt wurde ich vor etwa 3Jahren, seit sich auch
für meine uninteressierten Bekannten immer wieder deutlich Zeigt woher der wind weht wird nicht mehr gelacht, aber auch nicht gekauft....

Aber noch schnell alles Geld in ein neues Auto stecken o-Ton, "solange es noch was Wert ist"
oder eine 400K Immo hinstellen und zu 70% Fremdfinanzieren.

Jeder wie er mag.

Ich habe mal mit einem Bekannten gesprochen der bei einem Finanzgeschäft übern Tisch gezogen wurde.
Hab ihm 2011 als Silber massiv korrigiert hatte (der Phil kostete 25€) geraten etwas physisches Silber zu kaufen.
Er hats nicht getan. smilie_03
der Dumme lebt von der Arbeit, für den klugen sorgt der Staat

Beitrag 30.09.2012, 14:23

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IrresDing
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Nur ein sehr naher Verwandter investiert noch in EM bei mir/uns. Wie bei mir dient es ihm aber mehr zur Diversifikation. Er und ich sind der Meinung, dass mehrere Standbeinen bequem sind.

Ansonsten rede ich praktisch nicht darüber. Schon allein weil es mich nicht interessiert, was andere darüber denken. Ich hab meinen eigenen Kopf, entscheide selbst und trage das Risiko auch voll. Wenns schief geht, will ich nur mir selbst in den Hintern beißen müssen. Und nicht noch Rechenschaft gegenüber anderen ablegen müssen. Insbesondere weil vieler meiner Bekannten nicht ein gewisses finanzielles Polster haben, wie ich. Ich kanns verlieren, ist zwar schade aber nicht tragisch. Bei Freunden könnte es aber teils in Altersarmut enden. Und dafür will ich nicht die Verantwortung tragen.
smilie_06

Beitrag 30.09.2012, 14:41

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Friedrich 3
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5% werden wohl zuviel sein,eher 1%

Ausserdem sind iphones viel wertvoller (sieht man ja am Preis...) smilie_07
So und nicht anders!

Erfolgreich gehandelt: ja klar..

Beitrag 30.09.2012, 14:51

oli40
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Ich denke mal 3 % der Deutschen investieren in EM.

Was ich im Moment in meinem Bekanntenkreis feststellen muß, dass sie in Wohneigentum investieren,
da die Finanzierung gerademal bei 2,7 % effektiv liegt.

Beitrag 30.09.2012, 15:00

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Friedrich 3
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oli40 hat geschrieben:Ich denke mal 3 % der Deutschen investieren in EM.

Was ich im Moment in meinem Bekanntenkreis feststellen muß, dass sie in Wohneigentum investieren,
da die Finanzierung gerademal bei 2,7 % effektiv liegt.
Auch 2,7% können zu viel sein,wenn ein Partner seinen Job verliert.Dann ist die ganze Rechnerei zum Teufel.

Job weg,Haus weg,Frau weg...Schulden bleiben.
So und nicht anders!

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Beitrag 30.09.2012, 15:22

Vorsorge
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Registriert: 04.10.2011, 17:22
gelöscht
Zuletzt geändert von Vorsorge am 30.09.2012, 15:40, insgesamt 1-mal geändert.
Gold oder Geld? Geld oder Gold?

Beitrag 30.09.2012, 15:31

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Ladon
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Wohnort: Terra
Wenn Ihr Euch nicht mal täuscht ...

Die oben vom "K" erwähnte Studie, die wie vor einiger Zeit schon mal angesprochen hatten, kommt zu diesem Ergebnis:

- Insgesamt halten deutsche Privathaushalte 7.500 Tonnen Gold (mehr als doppelt so viel wie die BuBa ... )
- 63% der Bevölkerung sind "Schmuckgoldbesitzer" (nicht verwunderlich, da hier jeder Ehering etc. zählt)
- über ein Viertel der Bevölkerung besitzen "Anlagegold" (Barren und Münzen)! 26,2 Prozent. Auch hier gilt natürlich, dass da jeder Besitzer einer "Goldmünze zur Konfirmation" in die Statistik eingeht und also die Klasse der Anlagegoldbesitzer von "1 Münze" bis "viele Kilogramm" reicht.

Auch wenn das jetzt nicht unbedingt den regelmäßigen Gold-Investor erfasst, so wird doch klar, dass die Durchdringung mit Gold in der Bevölkerung schon recht groß ist. Sonst würde das Ankauf-Business ja auch nicht in der momentan beobahtbaren Form existieren können.
Höflichkeit ist keine Schwäche - Empathie ist keine Dummheit - Moral ist nicht moralinsauer

Beitrag 30.09.2012, 15:45

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Friedrich 3
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Wohnort: Niederbayern
Aber die Verteilung des Goldes wird mehr als ungleichmässig sein.bei etlichen Teilen wird der Ehering und ne Goldkette 100% darstellen....
So und nicht anders!

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Beitrag 30.09.2012, 15:48

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Onepiece
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Ladon hat geschrieben: Auch wenn das jetzt nicht unbedingt den regelmäßigen Gold-Investor erfasst, so wird doch klar, dass die Durchdringung mit Gold in der Bevölkerung schon recht groß ist. Sonst würde das Ankauf-Business ja auch nicht in der momentan beobahtbaren Form existieren können.
Ich hab mir die Studie angesehen und sie ist in Teilen ganz interessant, aber die Zahlen scheinen mir doch etwas unzutreffend, zumindest, wenn ich meine (und die von vielen hier genannte) Situation im Umfeld betracht.
Die Studie legt ja nahe, dass nahezu jeder 4.! In EM INVESTIERT sei.

Hier denke ich, ist der Haken, der auch bei Dir anklingt:

Diese ganzen Ankaufbuden kaufen ja v.a. Schmuck und dergleichen von den Leuten auf, ich denke, dass die wenigsten da mit Sammlerware auftauchen und die umsetzen wollen...

Beitrag 30.09.2012, 16:01

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AuCluster
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Die meisten Goldbesitzer (Goldmünzen und -barren) sind keine Goldinvestoren, in dem Sinne, dass sie ein Ziel verfolgen, z.B. Inflationsschutz, FIAT-Geld-Kritiker, etc. Vielmehr besitzen sie einfach Gold. Und mehr ist eben nicht. Ein Kollege von mir hat mir erzählt, dass er zwei Goldmünzen besitzt, aber trotzdem sieht er in Riesterrenten und KLV's mehr Sinn. Für mich daher kein Goldinvestor.
Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.

Beitrag 30.09.2012, 16:49

nina.erich
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als ich anfang der achtziger (letztes jahrhundert) angefangen habe in gold zu investieren wurde ich auch belächelt und das ist bis heute so geblieben.
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heute kann ich aber , diejenigen so richtig a u s l a c h e n !

Beitrag 30.09.2012, 16:52

nina.erich
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onepiece , besser du glaubst keiner studie .

Beitrag 30.09.2012, 16:59

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Silberhamster
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Rechnet man Goldbesitzer ab ca 100 Gramm oder 3 Unzen sind es kaum mehr als 5-10% der Bevölkerung.
Mein Vater hat 1972 gekauft, meine Mutter 1985, Kurse von denen man nur träumen kann. Bei 850,00- 900,00 € die Unze habe ich etwas gekauft, vor 20-30 Jahren haben Banker ( keine Ironie) einige Unzen Gold empfohlen, da peiswert ( 500 DM / Unze) meine Mutter hat dem Bankberater geglaubt und 1972 mein Vater auch, als es hieß, der fixierte Goldrpeis wird aufgehoben ( 42 US $/ Unze) Hätten die nur damals mehr Geld übrig gehabt !!! Damals haben alle anderen nur gelächelt, da brachten Pfandbriefe noch 8 1/2 bis 10% Zinsen, kaum jemand kaufte damals EM!
Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr ( Laotse)

Beitrag 30.09.2012, 18:00

nina.erich
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wer an studien , gerade in diesem bereich glaubt , kann genausogut an den mann im mond glauben .

Beitrag 30.09.2012, 18:37

Chinese
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Beiträge: 538
Registriert: 30.07.2011, 13:46
Also die Studie deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen in meinen Umfeld. Ich Schätze max. 5 Prozent.
»Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.« Albert Einstein

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