Worin seht Ihr die Vorteile vom EM ?

Edelmetall-Themen, neue Bullion- und Sammlermünzen, historische Hintergründe, Fachwissen

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Beitrag 03.12.2013, 16:03

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Dragonh3art
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Hi nachdem ich jetzt schon wenige Monate hier bin und auch jeden Tag fleißig am lesen bin ist mir aufgefallen das momentan viel negatives über EM kommt. Mich würde aber mal interessieren wo ihr die vorteile im EM seht.

Die meisten Vorteile die ich bisher gelesen habe fangen hier immer mit wenn an.
Wenn der Euro baden geht.
Wenn die Aktienblase platzt.
Wenn...
Wenn...

Und alle haben meisten mit der Eurokrise und Finanzen aus Europa, Amerika oder anderen teilen der Welt zu tun.

Ich sehe die Vorteile natürlich auch bei EM wenn die oben genannten sachen eintreten.
Aber für mich liegt der beste Grund fast vor der Tür und das betrifft viele hier.

Egal in welcher form man sein Geld anlegt der Staat weiß immer bescheid, ob Sparbuch, Aktiendepot, Schließfach der Staat hat überall zugriff drauf. Da ich mein Geld regelmäßig vom Konto abhebe und es wegpacke bis ich genug zusammen habe um EM zu kaufen kann der Staat nie wissen ob und wieviel ich habe.

Was passiert wenn eure Eltern oder Ihr selber zum Pflegefall werdet. Oder es passiert ein anderes Unglück ? Das Geld ist weg und Ihr könnt es nicht mal ebend abholen und verschwinden lassen das wird über Jahre zurück verfolgt.

Ich habe selber Eltern und Schwiegereltern wo jeweils eine Person schwer Krank ist.
Also selbst wenn EM noch weiter abstürzen sollte und sich auf die nächsten 4-5 Jahre nicht erholt habe ich immer noch mehr davon wie es dem Vater Staat in den rachen zu werfen.
Denn der Dumme ist leider immer der der arbeiten geht und sich etwas zur Seite packt.

mfg Dragonh3art

Beitrag 03.12.2013, 16:17

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goldjunge01
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Stell dir vor:

Du kaufst ein Haus mit Garten.

In demselben findest du beim Umgraben einen alten Tresor.

Du öffnest ihn und findest ...

a) Stapelweise Reichsbanknoten von 1900

b) Silberbesteck und -münzen von 1900

c) Goldmünzen und Barren.

Jede Position a) bis c) hatte 1900 einen Wert von 10.000 (Geldeinhaiten)

Was würdest du am liebsten vorfinden? smilie_08

Ich kenne meine Antwort.

Wofür man es später mal braucht, kann man kaum absehen.
Aber die Gewissheit, etwas Kapital zu haben, was nicht 'Null' wird, ist schon beruhigend, mindestens für meine Kinder und Enkel.

(Das wurde aber schon öfter hier besprochen.)

Beitrag 03.12.2013, 16:58

michi852
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Egal was ich finde,

schön doof, wer das eingegraben hatte.
Der hätte sich lieber was tollen kaufen sollen
und nix verbuddeln.

Aktienblase? Wo ist die. Als Silber oder Gold so hoch standen, da war das doch keine Blase. Hier sehen viel vieles zu einseitig.

Immer schön streuen.
Ich für meine Teil, weiss nicht was in 40 Jahren los ist. Daher setze ich auf Riester, BAV, Aktien UND EM! um aus dann auszugeben und nicht verbuddeln smilie_15
Erfolgreich gehandelt mit: waopme, Silberjohann, goldundsilber, boleo, Spitzley

Beitrag 03.12.2013, 17:25

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goldjunge01
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michi852 hat geschrieben:Egal was ich finde,
schön doof, wer das eingegraben hatte.
Der hätte sich lieber was tollen kaufen sollen
und nix verbuddeln.
Du widersprichst dir selbst in deiner weiteren Argumentation.

Es soll Menschen geben, die an eine Zukunft glauben und auch ein Verantwortungsgefühl für die Nachfolgenden (Kinder) haben.

Wie das Leben läuft, weiß ich nicht, aber etwas im Garten haben ist schon ok.
(Wenns die großen Kinder denn auch wissen und finden können)

Beitrag 03.12.2013, 17:27

donnyflame
Egal in welcher form man sein Geld anlegt der Staat weiß immer bescheid, ob Sparbuch, Aktiendepot, Schließfach der Staat hat überall zugriff drauf. Da ich mein Geld regelmäßig vom Konto abhebe und es wegpacke bis ich genug zusammen habe um EM zu kaufen kann der Staat nie wissen ob und wieviel ich habe.
Da ist sicherlich was dran, aber unterschätze mal den Vadda Staat nicht ;)

Wenn der genau dich im Visier hat ( warum auch immer ) wird er früher oder später merken das du dieses spielchen spielst.


Vorteile habe ich im Moment keine, vielleicht wenn ich mal mehr Zeit habe schreibe ich ein paar auf :)

Ich persönlich finde Gold so fastzinierend, weil es eine solch lange Geschichte hat.

Vieles auf dieser Welt hat sich im Laufe der Zeit verändert, manches mehr, manches weniger, aber die Tatsache das irgendwo auf der Welt Menschen Gold horten und als wertvoll ansehen, dass hat sich so gut wie garnicht verändert. Deshalb ist dieses Edelmetall für mich so interessant, weniger als Investition oder Anlage, sondern mehr als Teil der menschlichen Entwicklung. (Schwerpunkt: Geschichte/Psychologie etc. nicht Wertanlage)

Grüße
DF

Beitrag 03.12.2013, 17:35

1107greg
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Sieh es als Versicherung gegen den finanziellen "Supergau" an, der kommen mag, aus welchen Gründen auch immer.

Alte Bauernregel sagt 1/3 Immos, 1/3 Wertpapiere & 1/3 EM - dies sei die beste Vermögensaufstellung. (Kannst Du aber vertiefend noch in anderen Theras hier nachlesen.)

Sieh EM einfach als die optimale Finanzversicherung - am besten bei einer Versicherung ist immer, wenn man diese nicht benötigt. Im Fall von EM kannst Du Dich dann sogar noch an den schönen Talern erfreuen - es muß nicht immer der Krüger sein. smilie_01
gregory

Beitrag 03.12.2013, 17:36

tobi-nb
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goldjunge01 hat geschrieben:Stell dir vor:

Du kaufst ein Haus mit Garten.

In demselben findest du beim Umgraben einen alten Tresor.

Du öffnest ihn und findest ...

a) Stapelweise Reichsbanknoten von 1900

b) Silberbesteck und -münzen von 1900

c) Goldmünzen und Barren.

Jede Position a) bis c) hatte 1900 einen Wert von 10.000 (Geldeinhaiten)

Was würdest du am liebsten vorfinden? smilie_08

Ich kenne meine Antwort.

Wofür man es später mal braucht, kann man kaum absehen.
Aber die Gewissheit, etwas Kapital zu haben, was nicht 'Null' wird, ist schon beruhigend, mindestens für meine Kinder und Enkel.

(Das wurde aber schon öfter hier besprochen.)
Naja, genaugenommen, lautete die Frage: Welche Vorteile seht ihr bei EM, und nicht welche Vorteile hatte EM vor 100 Jahren.

Folgt man deiner o. g. Argumentation kommt man zwangsläufig wieder zu "wenn" und weiterfolgend zu "ich glaube"

Richtig müsste es (i.m.A.) heissen:WENN Gold heute den gleichen Status wie vor 100 Jahren hat ( nämlich offizielles Zahlungsmittel) dann wäre es toll in 100 Jahren einen Safe voll Gold zu finden. Da Gold aber kein offizielles Zahlungsmittel heute mehr ist GLAUBE ICH, dass es in 100 Jahren besser ist Gold zu finden.

So schön die 3.000 Jahre Geschichte auch (in Bezug auf Gold) waren, die Gegenwart sieht völlig anders aus. Und nur WENN Gold einen ähnlichen Status wieder erlangen sollte, macht es Sinn, die Geschichte für die Zukunft zu missbrauchen

Beitrag 03.12.2013, 17:37

1107greg
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PS: physisches Gold & Silber können nie Pleite gehen, Staaten, Versicherungen, Banken, Unternehmen etc. aber schon. smilie_54
gregory

Beitrag 03.12.2013, 17:40

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Mithras
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Wenn "Vater Staat" morgen den Besitz und/oder Handel mit antiken Münzen verbietet (das leichte diesbezügliche Donnergrollen ist am Horizont genauso zu vernehmen, wie eine "Sparer-Zwangsabgabe" zur "Euro-Rettung" ... letztere "natürlich" nur für "Superreiche", ja ja...... :roll: ) und zwar wie es heute üblich ist, rückwirkend auch für die letzten Jahrzehnte und deshalb mein damit "illegal" erworbener Verdienst der letzten Jahre als "aus Straftaten stammend" eingezogen wird, ist es gut, einen möglichst hochgradig mobilen Wertspeicher physisch greifbar zu haben, dem die Menschen schon seit ein paar Jahrtausenden(!!) genau diese Eigenschaften zubilligen. smilie_24

Irgendwelche zyklischen "Preisschwankungen" hin oder her - im eben genannten Sinne (also langfristig betrachtet) sind die SEHR relativ... smilie_01
Zuletzt geändert von Mithras am 03.12.2013, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.
Goldigste Grüße,

Euer Mithras, der Goldjunge

Und nicht vergessen: "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null." [Voltaire, 1694-1778]

Beitrag 03.12.2013, 17:45

herakles
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Um es auf den Punkt zu bringen:


EM sind:

a) anonym
b) langfristig wertstabil
...............
c) wenn die wenns zutreffen, können sie nicht wertlos werden (unbezahlbar!) und man kann ggf auch absahnen.


Allein a) und b) sind ausreichend.

c) ist natürlich für alle die es nicht schon mal erlebt haben Theorie. Für die, die es erlebt haben, bittere und absolut reale Praxis. Und ja, alle dachten, das würde sie nicht (mehr) erleben.

Beitrag 03.12.2013, 17:49

donnyflame
Punkt b) ist aber nur eine Annahme oder ?

Keinen kannst du verklagen wenn das nicht zutrifft :)

Gilt für so ziemlich alles heute... Euroscheine usw.


Grüße
DF

Beitrag 03.12.2013, 18:06

1107greg
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b) ist doch das berühmte Beispiel, dass man sich im alten Rom für ein Goldunze eine wertvolle Toga leisten kann & in heutigen Zeiten mindestens eine guten Anzug. smilie_01

Andere träumen ja davon sich für eine Unze ein Haus an der Leopoldstrasse kaufen zu können…keine smilie_10
gregory

Beitrag 03.12.2013, 18:07

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Mithras
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Punkt b) ist nun mal eben ein kulturübergreifendes Mem der Menschheit. Mit dem Begriff "Gold" wird (wie gesagt: sprach- und kulturunabhängig) einfach ganz allgemein automatisch etwas Besonderes/Wertvolles assoziiert. Sieht man auch an alltagssprachlichen Redewendungen: "Weißes Gold" für Porzellan, "Schwarzes Gold" für Kohle, Markennamen wie "Goldbrand", Koseworte wie "mein Goldstück" für einen geliebten Menschen...
Goldigste Grüße,

Euer Mithras, der Goldjunge

Und nicht vergessen: "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null." [Voltaire, 1694-1778]

Beitrag 03.12.2013, 18:24

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eisendieter
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donnyflame hat geschrieben:
Egal in welcher form man sein Geld anlegt der Staat weiß immer bescheid, ob Sparbuch, Aktiendepot, Schließfach der Staat hat überall zugriff drauf. Da ich mein Geld regelmäßig vom Konto abhebe und es wegpacke bis ich genug zusammen habe um EM zu kaufen kann der Staat nie wissen ob und wieviel ich habe.
Da ist sicherlich was dran, aber unterschätze mal den Vadda Staat nicht ;)

Wenn der genau dich im Visier hat ( warum auch immer ) wird er früher oder später merken das du dieses spielchen spielst.


Grüße
DF
dann kannst Du immer noch sagen, ups - das hab ich verzockt
Erfolgreich gehandelt: ja

E PLURIBUS UNUM

Beitrag 03.12.2013, 18:47

tobi-nb
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1107greg hat geschrieben:b) ist doch das berühmte Beispiel, dass man sich im alten Rom für ein Goldunze eine wertvolle Toga leisten kann & in heutigen Zeiten mindestens eine guten Anzug. smilie_01

Andere träumen ja davon sich für eine Unze ein Haus an der Leopoldstrasse kaufen zu können…keine smilie_10
Genau dieses abgedroschene Beispiel wird immer wieder gern für die pro Gold Argumentation herangezogen, und ist dennoch falsch.

Denn du kannst heute eben NICHT für eine Unze Gold einen Anzug kaufen. Erst der Tausch in Fiatgeld ermöglicht dir das. Und diese Wechselbeziehung zum Fiatgeld zerstören schnell mal die Wertstabilität.

Das 2. Märchen, dass der Anonymität ist genauso absurd. Alles was ich nicht in Umlauf bringe, weiss Vater Staat nicht. ich muss das vom Konto abgehobene Geld nicht in Gold tauschen, unterm Kopfkissen versteckt ist's genauso geheim wie Gold. Und im Umkehrschluss nützt das beste anonyme Gold nichts, wenn ich's im Gebrauchsfall in Geld tauschen muss, und der Staat spätestens dann zugreift.

Beitrag 03.12.2013, 18:53

Waldmeister
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Also für mich ist das gelbe Schwermetall eine echte Bürde.
Man kann es ja auch nicht essen, das wirkt nämlich sonst toxisch.
Und man kann es auch nicht weltweit in Sekundenschnelle kostenlos,
zum Beispiel in China gegen einen Sack Reis tauschen.

Außerdem wird der Staat es aus Sicherheitsgründen (im Auftrag der Reptilien)
bald verbieten und seine Entsorgung mit hohen Gebühren durchsetzen.

Einiges davon habe ich deshalb schon heimlich in der Gelben Tonne entsorgt.
Tipp: Am besten, vorher in Aluminium-Folie einwickeln!

smilie_01

Beitrag 03.12.2013, 18:53

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Goldistan
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Registriert: 15.07.2013, 14:11
del.
Zuletzt geändert von Goldistan am 04.06.2014, 12:40, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag 03.12.2013, 18:58

tobi-nb
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Goldistan hat geschrieben:Weitere Vorteile:

- Wenn plötzlich ein größerer Teil Menschen das kapiert, was Henry Ford im Verständnis des Geldsystems sah oder auch nur kapiert, das man nichts außer einer Forderung hat, wenn man einen Geldschein in der Hand hält (Folge wäre: Die Forderung stirbt mit dem Glauben an ihren Wert)

- Wenn (wie es schon passiert) in immer mehr Regionen Regional- und Komplementär-Währungen eingeführt werden (der Hang zur Rückkehr autarker Regionen erstarkt mit jeder Transition Town und jedem Tauschring, der den Euro umgeht)
In diesem Fall wären EM übergangsweise als Wertspeicher ziemlich hilfreich, sei es hin zur Komplementärwährung oder hin zu jeder anderen Nachfolgewährung. (Stichwort Nord-Euro ---> siehe Hans Olaf Henkel)

- allein den Besitz zu besteuern (im Gegensatz zu Immobilien und allen daranhängenden Abgaben) würde bei EM ziemlich schwierig für den Staat

- man kann mit EM schöne Sachen schmieden, mit Euro oder anderen Währungen in Form von einer Kette oder gar eines Kleids aus geschredderten Euro-Scheinen wirst du keine Frauenaugen zum Leuchten bringen ;)
Das letzte Beispiel ist bisher das einzige, was nicht mit "wenn" einem Konjunktiv oder "ich glaube" verknüpft ist. Immerhin smilie_01

Beitrag 03.12.2013, 19:09

alexm1003
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Registriert: 21.09.2010, 19:32
tobi-nb hat geschrieben:
1107greg hat geschrieben:b) ist doch das berühmte Beispiel, dass man sich im alten Rom für ein Goldunze eine wertvolle Toga leisten kann & in heutigen Zeiten mindestens eine guten Anzug. smilie_01

Andere träumen ja davon sich für eine Unze ein Haus an der Leopoldstrasse kaufen zu können…keine smilie_10
Genau dieses abgedroschene Beispiel wird immer wieder gern für die pro Gold Argumentation herangezogen, und ist dennoch falsch.

Denn du kannst heute eben NICHT für eine Unze Gold einen Anzug kaufen. Erst der Tausch in Fiatgeld ermöglicht dir das. Und diese Wechselbeziehung zum Fiatgeld zerstören schnell mal die Wertstabilität.

Das 2. Märchen, dass der Anonymität ist genauso absurd. Alles was ich nicht in Umlauf bringe, weiss Vater Staat nicht. ich muss das vom Konto abgehobene Geld nicht in Gold tauschen, unterm Kopfkissen versteckt ist's genauso geheim wie Gold. Und im Umkehrschluss nützt das beste anonyme Gold nichts, wenn ich's im Gebrauchsfall in Geld tauschen muss, und der Staat spätestens dann zugreift.
Natürlich ist das überhaupt nicht absurd. Gold lässt sich problemlos von einem Land zum anderen transportieren, notfalls schaut man sich noch einmal "Goldfinger" an, und da es extrem unwahrscheinlich ist dass der Goldhandel in ganz Europa verboten wird, kann man am richtigen Ort durchaus einen Anzug für eine Unze bekommen. In Frankreich wird auf den Verkauf und den Export von Gold eine Steuer von 12% fällig, zudem ist es verboten Gold mit der Post oder einem Paketdienst zu verschicken. Komischerweise schalten belgische Edelmetallhändler in Frankreich Anzeigen dass sie Gold ankaufen. Das Alkoholverbot Anfangs des letzten Jahrhunderts in den USA hat auch nicht funktionniert.

Beitrag 03.12.2013, 19:26

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Titan
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tobi-nb hat geschrieben:..Genau dieses abgedroschene Beispiel...
Denn du kannst heute eben NICHT für eine Unze Gold einen Anzug kaufen. Erst der Tausch in Fiatgeld ermöglicht dir das. Und diese Wechselbeziehung zum Fiatgeld zerstören schnell mal die Wertstabilität.
Das 2. Märchen, dass der Anonymität ist genauso absurd...in Geld tauschen muss, und der Staat spätestens dann zugreift.
Das "abgedroschene Beispiel" ist ja auch historisch so NIE als Vergleich herangezogen worden.
BLAU: hier vermischt Du Preis mit Wert (der Preis schwankt,weil USD gegen Gold gewettet wird...Börsenspekulation)
Die Beziehung Gold vs.FIAT ist aber trotzdem gegeben,da Gold dennoch eine Währung darstellt.Deswegen ist es in D. auch steuerfrei.
Ansonsten müssten wir auch auf den Euro als Geld Steuern bezahlen.
Wäre es anders,so gebe es auch KEINE Hortung das Goldes bei entspr. Banken.
Ich kann tatsächlich mit Gold einkaufen.Ich brauche dazu nur das Einverständnis meines Gegenübers.
Beide EINIGEN sich auf ein TAUSCHMITTEL,das kein gesetzliches Zahlungsmittel ist.Siehe auch Bitcons oder ähnliches.
Die Anonymität von Bargeld ist vielleicht sogar "anonymer" als das Hin-und Hertauschen zw. EM und anderen Währungen.
Die Frage ist dann nur:wie lange noch...smilie_16
T.
"Das Leben ist Schwingung.Verändere Deine Schwingungen--
und Du veränderst Dein Leben"
"Die kürzesten Wörter ( ja,nein ) erfordern das meiste
Nachdenken"
Pythagoras von Samos

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